Hi,
ich habe eine 40Std-Woche,mache
zu 80% Hausbesuche,bin also den ganzen Tag auf Achse.Ich übe
meinen Beruf gerne aus,aber die letzten Tage schafft mich die
Arbeit sehr
soweit ich weiß kann man sich doch bei körperlich anstrengenden Berufen irgendwann freistellen lassen. Was sagt denn dein Arbeitgeber dazu?
Bin mir unsicher wie ich die
ganze Sache angehen soll.Weiter durchziehen?Stelle ich mich
an?Etwas verändern?Mit der Ärztin sprechen?Welche
Möglichkeiten habe ich?
Ich würde auf jeden Fall mit dem Arbeitgeber sprechen. Wichtig ist auch, wo du deine Prioritäten setzt: Willst du später weiter in dem Beruf arbeiten? Dann würde ich jetzt versuchen, mit dem Arbeitgeber einen Kompromiss zu finden - weniger Stunden arbeiten, keine Hausbesuche mehr, etc. pp.
Willst du später zuhause bleiben? Dann überleg, ob du nicht gleich kündigst und dich ganz aufs Muttersein konzentrierst.
Wenn ihr auch schon Nachwuchs habt:wie lange habt ihr
gearbeitet?
Noch nicht, aber unterwegs. Ich bin derzeit häufig krankgeschrieben, weil ich jede Infektion mitnehme, die sich mir in den Weg stellt. Und mich nervts! Normal sitz ich mindestens acht Stunden, meist mehr, im Büro, das ist auch anstrengend. Aber nur zuhause rumzuhängen macht mich wahnsinnig. Ich versuche meine Kollegen drum übers Home Office wenigstens ein bisschen zu unterstützen. Und werde - so mir das möglich ist - bis zum Mutterschutz arbeiten.
Dazu ist es aber unerlässlich, dass ich auch die Unterstützung der Kollegen habe. Die wissen, dass ich derzeit auch mal vergesslich bin, die wissen, dass ich mal eine Pause mehr brauche. Das habe ich kommuniziert, das wurde akzeptiert, das funktioniert.
Was ratet ihr mir?
Kommunikation, und zwar erstmal nicht mit irgendwelchen Ärzten sondern mit Chef und Kollegen.
Ich möchte die SS so gerne genießen,ausführlich Dinge
lesen,mich informieren,Kurse besuchen,
Also sorry, aber das bekommt man auch so hin. Was ich schon alles gelesen habe (nein, nicht in meiner krankgeschriebenen Zeit). Ich bin abends auch kaputt, aber zum Lesen reichts schon noch. Und wochenends werden auch Kurse angeboten. Und die Termine bei Arzt und Hebamme - klar, da muss ich auch rummurksen, weil sie in die Arbeitszeit fallen, das lässt sich aber nicht ändern und damit muss dann der Arbeitgeber leben, die Privilegien hat man eben als Schwangere. Will sagen: Du kannst dir das nehmen, ohne gleich komplett zuhause zu bleiben.
Tipps,Ratschläge,Meinungen zu dem Thema wären super!
Nochmal: Sprich mit dem Arbeitgeber! Im besten Fall ist es dem wichtiger, dass du jetzt nicht komplett ausfällst und er lässt sich auf weniger Stunden ein. Dann kommst du ein bisschen zur Ruhe und findest vielleicht auch die Zeit für Kurse und Bücher.
Gruß
Cess (17. Woche)