Babysitterverdienst

Hallo Marion,

Es gibt sicher jede Menge „Jobs“ im eigenen Haushalt, die eine
11-Jährige ausführen kann, um ihr Taschengeld aufzubessern, zu
erwähnen wäre da Geschirrspülen, Putzen, Gute Noten mit nach
Hause bringen, Rasen mähen, Auto waschen etc.

Tätigkeiten im eigenen Haushalt zu ‚entlohnen‘ halte ich für einen ganz falschen Ansatz - eigentlich sollte doch ein Kind (zumal eine 11jährige) lernen, dass jedes Familienmitglied ganz selbstverständlich und nach seinen Möglichkeiten Aufgaben in der Familie übernimmt, damit diese ordnungsgemäß funktioniert. Ganz ohne Be- bzw. Entlohnung.

Und woher willst du das wissen? Warum besteht denn die Mutter
darauf, dass die Tochter ihr Taschengeld außer Haus
aufbessert, und dann noch bei einer „entfernten Bekannten“?

Und wo liest Du das heraus? Im UP steht nur, dass die Tochter ein ensprechendes Angebot erhalten habe.

Es geht nicht darum, was das Mädel mit den Kleinen anstellt,
sondern darum, was ein 1-Jähriger + ein 3-Jähriger anstellen
können, wenn mal jemand nicht grade so aufpasst, angefangen
von sich mal schnell irgendwas in den Mund stecken bis Sachen
runterreißen etc. Wir reden hier schließlich nicht von Babies
die friedlich im Kinderwagen schlafen, während eine 11-Jährige
mal ein bisschen rumschiebt, sondern von mobilen Kindern in
einem Alter, wo sie die Welt erkunden wollen.

In einem normalen Haushalt, in dem ein 1jähriger und ein 3jähriger leben, dürften die Räumlichkeiten schon seit geraumer Zeit ‚kindersicher‘ (sprich: alle Gefahren aus dem Weg bzw. nach oben geräumt, Türgitter und Steckdosensicherungen angebracht und was nicht alles) sein - schließlich gehen auch Mütter, wenn gerade kein Babysitter o.ä. anwesend ist, einmal auf die Toilette oder waschen sich die Haare.

Grüße

=^…^=

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Hallo,

spätestens dann, wenn für deine 11-Jährige eine Welt
zusammenbricht, weil das 1-Jährige mit dem Notarztwagen ins
Krankenhaus unterwegs ist, weil es sich unbeobachtet von
deiner Tochter etwas in den Mund geschoben hat, die derweil
damit beschäftigt war dem 3-Jährigen hinterher zu rennen,
wirst du sicher an die „Harmlosigkeit“ deiner Frage
zurückdenken.

Stimmt schon.
Wieviele Kinder müssen in dem Alter auf kleiner Geschwister aufpassen?

Gruß
Elke

Hallo!
Ich trau mich ja kaum noch hierrein - wenn ich geahnt hätte, wie das Thema hier hochgekocht wird…
Aber du bringst es auf den Punkt - meine Tochter war bei mir im Laden (Geschenkartikel) und die Bekannte kam mit ihren Kindern. Meine Tochter spielte mit den beiden - einfach so, weil es ihr Spaß bringt!
Und die Kundin konnte in Ruhe gucken, was bisher mit den beiden Kleinen eigentlich nie möglich war. Also war sie schwer begeistert und fragte, ob meine Tochter nicht regelmäßig zu ihnen kommen dürfte - um sie einfach mal zu entlasten. Nicht mehr und nicht weniger. Und da es sich halt nur um eine Bekannte handelt und niemnden aus dem Freundeskreis, war es von vornherein klar, dass es sich nicht um einen Freundschaftdienst handelt sondern entlohnt wird. Natürlich nicht übermässig, aber schon so, dass meine Tochter vielleicht auf ein Extra sparen kann, welches es sonst nicht gäbe.
Schönen Abend noch! :wink:

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N’Abend,

aber wenn es um Leben und Gesundheit eines
1-Jährigen und 3-Jährigen Kindes geht, dann schon. Wenn das so
easy ist, dass das 11-Jährige locker schaffen, warum bilden
wir dann eigentlich Kindergärtnerinnen und Erzieherinnen aus?

Jetzt schießt Du aber absolut über die Grenzen, oder?
Das hat ja nun mit dem Thema nichts mehr zu tun.

Im UP ging es darum, daß eine 11-jährige lediglich 1 x die Woche für 2 Stunden die Kinder in Anwesenheit der Mutter beschäftigt. Mehr auch nicht.
Mit pädagogischer Arbeit hat doch dies absolut nichts zu tun.
Die Mutter möchte während dieser Zeit lediglich mal ein paar Fotos einkleben etc.
Auch ich habe mich damals gefreut, als ab und an mal ein paar Mädchen von Nebenan vorbeikamen und mit meinen Kindern im Sandkasten spielten, sodas ich mal das Bad ohne Unterbrechungen fluchs durchputzen konnte:wink:

Die Mutter ist anwesend.

Ist das immer gewährleistet?

Das frag doch nicht mich! Ich gehe aber davon aus!

Schließlich bezahlt diese Mutter
Geld dafür, dass jemand auf ihre Kinder aufpasst.

Hey! Woher nimmst Du diese Weisheit?
Die UP hat lediglich gefragt in welcher Weise oder in welcher Höhe man des Mädels Bemühungen anerkennnen kann. Mehr nicht!

Ich würde das mit Geschwistern in einem Haushalt immer noch
etwas anders sehen.

Warum? Zwischen Geschwistern gehts manchmal etwas robuster zu als mit älteren „Spielkameraden“.

zum anderen werden hier kaum Haftungsansprüche an
jemanden herangetragen, falls doch mal was passiert.

Du bist bestimmt recht „gut“ versichert, stimmts?

Es gibt sicher jede Menge „Jobs“ im eigenen Haushalt, die eine
11-Jährige ausführen kann, um ihr Taschengeld aufzubessern, zu
erwähnen wäre da Geschirrspülen, Putzen, Gute Noten mit nach
Hause bringen, Rasen mähen, Auto waschen etc.

So etwas gehört bei UNS zu den normalen Familienaufgaben, die gerecht zwischen allen Familien-Gliedern, je nach Alter, verteilt werden.

Apropos „Gute-Noten mit nach Hause bringen“: So etwas muß finanziell belohnt werden? Bei uns reicht da ein dickes Lob. Das tun die Kinder ja schließlich nicht fürs Geld oder für die Eltern, sondern für Sich! Und dies ist auch einer 11-jährigen schon klar.

Und woher willst du das wissen? Warum besteht denn die Mutter
darauf, dass die Tochter ihr Taschengeld außer Haus
aufbessert, und dann noch bei einer „entfernten Bekannten“?

Wo bitte steht denn im UP, daß die Mutter darauf besteht?

Es geht nicht darum, was das Mädel mit den Kleinen anstellt,
sondern darum, was ein 1-Jähriger + ein 3-Jähriger anstellen
können, wenn mal jemand nicht grade so aufpasst, angefangen
von sich mal schnell irgendwas in den Mund stecken bis Sachen
runterreißen etc.

Und Du bist der Meinung, eine 11-jährige normal entwickelte Schülerin ist nicht in der Lage solch eine Situation 2 Stunden lang im Griff zu haben? Was hast Du denn für Erfahrungen gemacht?

Wir reden hier schließlich nicht von Babies
die friedlich im Kinderwagen schlafen, während eine 11-Jährige
mal ein bisschen rumschiebt, sondern von mobilen Kindern in
einem Alter, wo sie die Welt erkunden wollen.

Aha, sag mal, wieiviel Kinder in welchem Alter hast Du eigentlich (nur so erfahrungsmäßig). Und wieviele Erfahrungen hast Du dann mit Deinen Kindern bezüglich „spielender Betreuung“ in Deinem Beisein?

Das würde mich jetzt wirklich seeeehr interessieren!

Gruß Motorradmieze*

*(3 Kinder - 13 - 11 - 6 Jahre alt - 11 Nichten u. Neffen) und jeden Tag Besuch von zig Kindern aller Altersstufen.

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Moin,

aber wenn es um Leben und Gesundheit eines
1-Jährigen und 3-Jährigen Kindes geht, dann schon. Wenn das so
easy ist, dass das 11-Jährige locker schaffen, warum bilden
wir dann eigentlich Kindergärtnerinnen und Erzieherinnen aus?

Jetzt schießt Du aber absolut über die Grenzen, oder?
Das hat ja nun mit dem Thema nichts mehr zu tun.

War das Thema nicht, dass ein 11-Jähriges Kind zwei andere Kinder beschäftigen soll?

Im UP ging es darum, daß eine 11-jährige lediglich 1 x die
Woche für 2 Stunden die Kinder in Anwesenheit der Mutter
beschäftigt. Mehr auch nicht.
Mit pädagogischer Arbeit hat doch dies absolut nichts zu tun.

Nein. Mit pädagogischer Arbeit nicht. Aber mit Verantwortung.

Die Mutter möchte während dieser Zeit lediglich mal ein paar
Fotos einkleben etc.

Und das kann sie z.B. nicht abend, wenn die Kids im Bett sind?

Auch ich habe mich damals gefreut, als ab und an mal ein paar
Mädchen von Nebenan vorbeikamen und mit meinen Kindern im
Sandkasten spielten, sodas ich mal das Bad ohne
Unterbrechungen fluchs durchputzen konnte:wink:

Das ist für mich immer noch eine andere Situation, als wenn man regelmäßig auf finanzieller Basis dafür ein anderes Kind beschäftigt.

Schließlich bezahlt diese Mutter
Geld dafür, dass jemand auf ihre Kinder aufpasst.

Hey! Woher nimmst Du diese Weisheit?

Das stand im Ursprungsposting.

Die UP hat lediglich gefragt in welcher Weise oder in welcher
Höhe man des Mädels Bemühungen anerkennnen kann. Mehr nicht!

Richtig. Aber diese „entfernte Bekannte“ wird wohl kaum gefragt haben, wen sie sich davon nicht einen Nutzen verspricht. Wer sagt dir, dass hier nicht jemand einfach nur einen preiswerten Babysitter sucht? 2,50 Euro ist nunmal gnadenlos günstig.

Ich würde das mit Geschwistern in einem Haushalt immer noch
etwas anders sehen.

Warum? Zwischen Geschwistern gehts manchmal etwas robuster zu
als mit älteren „Spielkameraden“.

Es geht nicht um die Art des miteinander umgehens, sondern darum, auf wem welche Verantwortung lastet.

zum anderen werden hier kaum Haftungsansprüche an
jemanden herangetragen, falls doch mal was passiert.

Du bist bestimmt recht „gut“ versichert, stimmts?

„Gut“ versichert ist derjenige, der in der Lage ist zu erkennen, welche Risiken es sich einzugehen lohnt und welche nicht. Für 2,50 Euro würde ich eine derartige Verantwortung jedenfalls nicht eingehen, und schon mal gar nicht meine 11-Jährige Tochter dafür hergeben.

Es gibt sicher jede Menge „Jobs“ im eigenen Haushalt, die eine
11-Jährige ausführen kann, um ihr Taschengeld aufzubessern, zu
erwähnen wäre da Geschirrspülen, Putzen, Gute Noten mit nach
Hause bringen, Rasen mähen, Auto waschen etc.

So etwas gehört bei UNS zu den normalen Familienaufgaben, die
gerecht zwischen allen Familien-Gliedern, je nach Alter,
verteilt werden.

Apropos „Gute-Noten mit nach Hause bringen“: So etwas muß
finanziell belohnt werden? Bei uns reicht da ein dickes Lob.
Das tun die Kinder ja schließlich nicht fürs Geld oder für die
Eltern, sondern für Sich! Und dies ist auch einer 11-jährigen
schon klar.

Da stimme ich dir völlig zu. Ich kenne das ebenfalls nur so, dass Kinder im Haushalt mithelfen etc., aber dafür eben auch Hobbies bezahlt bekommen, die etwas teurer sind, wie z.B. Musikunterricht etc. Das ist hier aber anscheinend nicht der Fall. Das 11-Jährige Kind soll ja mit dem erarbeiteten Geld wohl ihre Hobbies bezahlen.

Und woher willst du das wissen? Warum besteht denn die Mutter
darauf, dass die Tochter ihr Taschengeld außer Haus
aufbessert, und dann noch bei einer „entfernten Bekannten“?

Wo bitte steht denn im UP, daß die Mutter darauf besteht?

Hast du irgendwo in diesem Thread etwas entdeckt, dass die Mutter vielleicht nicht so begeistert davon ist, dass ihr Kind außer Haus Geld verdienen will?

Es geht nicht darum, was das Mädel mit den Kleinen anstellt,
sondern darum, was ein 1-Jähriger + ein 3-Jähriger anstellen
können, wenn mal jemand nicht grade so aufpasst, angefangen
von sich mal schnell irgendwas in den Mund stecken bis Sachen
runterreißen etc.

Und Du bist der Meinung, eine 11-jährige normal entwickelte
Schülerin ist nicht in der Lage solch eine Situation 2 Stunden
lang im Griff zu haben? Was hast Du denn für Erfahrungen
gemacht?

Du solltest mal einen Tag in der Notaufnahme eines Kinderkrankenhauses verbringen, dann würdest du sehr schnell merken, dass nicht mal viele erwachsene Mütter dazu in der Lage sind. Es passiert immer wieder etwas, sei es aus Unachtsamkeit oder manchmal ist es auch einfach nur Pech. Für eine Mutter ist so eine Situation schon schlimm genug.

Versteh mich nicht falsch, ich traue 11-Järigen eine ganze Menge zu. Aber nicht diese Art der Verantwortung wo wirklich Leben und Gesndheit von Kleinkindern auf dem Spiel steht. So eine Verantwortung sollte man in dem Alter einfach nicht tragen müssen.

Wir reden hier schließlich nicht von Babies
die friedlich im Kinderwagen schlafen, während eine 11-Jährige
mal ein bisschen rumschiebt, sondern von mobilen Kindern in
einem Alter, wo sie die Welt erkunden wollen.

Aha, sag mal, wieiviel Kinder in welchem Alter hast Du
eigentlich (nur so erfahrungsmäßig). Und wieviele Erfahrungen
hast Du dann mit Deinen Kindern bezüglich „spielender
Betreuung“ in Deinem Beisein?

Das würde mich jetzt wirklich seeeehr interessieren!

Ich habe mal 3 Monate auf der Intensivstation eines Kinderkrankenhauses zugebracht. Was ich in der Zeit dort erlebt habe willst du nicht wirklich wissen. Danach sieht man die Welt mit andern Augen als einem naiven Ponyhof-Blick.

Gruß
Marion

Hi Elke,

ich bekenne mich schuldig: Meine Tochter hat im Alter von 11 jeden Tag mehrmals auf ihren damals zweijährigen Bruder aufpassen müssen, weil ich meinte, so hedonistischen Aktivitäten frönen zu müssen wie mit dem Hund durch den strömenden Regen zu traben oder die Katzenklos zu säubern.

Komischerweise lebt er heute noch. Ganz ohne unfallbedingten Krankenhausaufenthalt.

Beste Grüße

=^…^=

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Hallo Elke,

ich finde den Aspekt „zu viel Verantwortung für eine 11 jährige“ auch entscheidend.

Wieviele Kinder müssen in dem Alter auf kleiner Geschwister
aufpassen?

Die wachsen aber auch „rein“, kennen die Geschwister seit der Geburt und erleben jeden Tag, wie die Mutter mit den Kleinen umgeht. Ich würde meine 18 Monate alte Tochter nicht mit einer 11jährigen alleine lassen - auch nicht, wenn ich im Nebenraum bin. Mit der Betreuung zweier Kleinkinder ist mancher (untrainierte) Erwachsene überfordert…

Gruß
Ramona

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War das Thema nicht, dass ein 11-Jähriges Kind zwei andere
Kinder beschäftigen soll?

Ja, aber nicht „pädagogisch wertvoll“.

aber dafür eben auch
Hobbies bezahlt bekommen, die etwas teurer sind, wie z.B.
Musikunterricht etc.

dito

Das ist hier aber anscheinend nicht der
Fall. Das 11-Jährige Kind soll ja mit dem erarbeiteten Geld
wohl ihre Hobbies bezahlen.

Woher willst Du das Wissen? Das nimmst Du an!

Kann doch sein, daß Kind hat Ballet-oder Musikunterricht. Das ist schon teuer genug. Unsere Tochter bekommt so etwas auch finanziert, kauft sich aber (ebenso kostspielige Bastelartikel auch von Ihrem TG).

Hast du irgendwo in diesem Thread etwas entdeckt, dass die
Mutter vielleicht nicht so begeistert davon ist, dass ihr Kind
außer Haus Geld verdienen will?

Warum sollte Sie denn auch? Ich verstehe Dich nicht.

Du solltest mal einen Tag in der Notaufnahme eines
Kinderkrankenhauses verbringen,

Ich habe sogar 1/2 Jahr in der Notaufnahme gearbeitet (Anaesthesie/Chirurgie). Mir brauchst Du da nichts erzählen.

dann würdest du sehr schnell
merken, dass nicht mal viele erwachsene Mütter dazu in der
Lage sind. Es passiert immer wieder etwas, sei es aus
Unachtsamkeit oder manchmal ist es auch einfach nur Pech. Für
eine Mutter ist so eine Situation schon schlimm genug.

Ja, und in vielen Fällen handelt es sich dort um „überforderte“ Mütter, denen so ein „unter den Arm greifen“ einer 11-jährigen
evtl. mal ganz gut getan hätte :wink:

Versteh mich nicht falsch, ich traue 11-Järigen eine ganze
Menge zu. Aber nicht diese Art der Verantwortung wo wirklich
Leben und Gesndheit von Kleinkindern auf dem Spiel steht. So
eine Verantwortung sollte man in dem Alter einfach nicht
tragen müssen.

Ist bei uns hier auf dem Land aber Gang u. Gebe. Da spielen Groß und Klein miteinander auf der Straße (angefangen vom grade mal laufenden 1-jährigen, bis zu diesem Vorpubertären Alter). Das war schon immer so und wird auch immer so bleiben. :smile: Da passen die Großen auf die Kleinen auf.
Außer den üblichen Schürf- u. Platzwunden, Prellungen, Stauchungen u. Hämatomen - die für mich zur Kindheit dazugehören - ist auch zumindest in den letzten 15 Jahren nichts passiert. (klopf auf Holz).

Ich habe mal 3 Monate auf der Intensivstation eines
Kinderkrankenhauses zugebracht. Was ich in der Zeit dort
erlebt habe willst du nicht wirklich wissen.

Ich kenne Intensivstationen.

Danach sieht man
die Welt mit andern Augen als einem naiven Ponyhof-Blick.

Soso. Und da war die ganze Station voller Unfälle die von Minderjährigen Babysittern verursacht, oder zumindest nicht verhindert wurden?

Also, bitte erstmal selbst realitätsnahe Erfahrungen im Alltag mit Kindern dieser Altersgruppen sammeln. :wink:

Danach sahen die Meinungen der vorher „kinderlosen“ Paare, hinterher schon ganz anders aus.

Gruß Motorradmieze

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Moin,

Hast du irgendwo in diesem Thread etwas entdeckt, dass die
Mutter vielleicht nicht so begeistert davon ist, dass ihr Kind
außer Haus Geld verdienen will?

Warum sollte Sie denn auch? Ich verstehe Dich nicht.

Wie wäre es mit:

  1. Ist es vom Gesetzgeber aus gutem Grund untersagt, und
  2. Ist in diesem konkreten Fall die damit verbundene Verantwortung für eine 11-Jährige zu groß.

dann würdest du sehr schnell
merken, dass nicht mal viele erwachsene Mütter dazu in der
Lage sind. Es passiert immer wieder etwas, sei es aus
Unachtsamkeit oder manchmal ist es auch einfach nur Pech. Für
eine Mutter ist so eine Situation schon schlimm genug.

Ja, und in vielen Fällen handelt es sich dort um
„überforderte“ Mütter, denen so ein „unter den Arm greifen“
einer 11-jährigen
evtl. mal ganz gut getan hätte :wink:

Ach so, wenn die Mutter also mit zwei Kleinkindern überfordert ist, dann kann man diese Verantwortung ja ruhig mal an eine 11-Jährige abschieben? Merkst du nichts?

Versteh mich nicht falsch, ich traue 11-Järigen eine ganze
Menge zu. Aber nicht diese Art der Verantwortung wo wirklich
Leben und Gesndheit von Kleinkindern auf dem Spiel steht. So
eine Verantwortung sollte man in dem Alter einfach nicht
tragen müssen.

Ist bei uns hier auf dem Land aber Gang u. Gebe. Da spielen
Groß und Klein miteinander auf der Straße (angefangen vom
grade mal laufenden 1-jährigen, bis zu diesem Vorpubertären
Alter). Das war schon immer so und wird auch immer so bleiben.

-) Da passen die Großen auf die Kleinen auf.

Außer den üblichen Schürf- u. Platzwunden, Prellungen,
Stauchungen u. Hämatomen - die für mich zur Kindheit
dazugehören - ist auch zumindest in den letzten 15 Jahren
nichts passiert. (klopf auf Holz).

Eben. Klopf auf Holz. Wenn du der hier betroffenen 11-Jährigen die Garantie geben kannst, dass sicher nichts passiert, während sie die Kleinen betreut, dann wäre das ja super. Aber das kannst du nicht und das kann niemand.

Danach sahen die Meinungen der vorher „kinderlosen“ Paare,
hinterher schon ganz anders aus.

Da gebe ich dir recht. Menschen die keine Kinder haben, sehen eniges anders, manche sehen vieles lockerer, andere sehen vieles enger. Allerdings ist mir nicht aufgefallen, dass aus verantwortungsbewussten Menschen plötzlich Naivlinge werden, nur weil sie Kinder in die Welt setzen. Die Tendenz ist hier eher umgekehrt und das ist auch gut so.

Es ist nunmal so, dass jeder ungeachtet seiner Naivität, seines Veranntworungsgefühls etc. Kinder in die Welt setzen kann. Ein Kind in die Welt zu setzen qualifiziert zu gar nichts. Manche Menschen wachsen später erfolgreich in die Aufgabe herein, andere nicht.

Sprüche wie:
„du hast wohl keine Kinder“
„das haben wir immer schon so gemacht“
„das hat schon meine Uroma so gemacht“
„das machen hier alle so“
etc.

höre ich hingegen immer nur von den Leuten, die ihre Ansicht nicht durch rationale Gründe untermauern können, die sich also tatsächlich nie mit der jeweiligen Thematik wirklich auseinandergesetzt haben. Wenn solche Leute dann zufällig auch selbst Kinder haben, macht diese Tatsache solche Sprüche auch nicht intelligenter. Hier wird aus einem begrenzten Horizont des Goldfischglases der eigenen Familie und des begrenzten eigenen Umfelds heraus argumentiert ohne dies überhaupt mal kritisch zu hinterfragen.

Gruß
Marion

Hi

Ja, das ist prima und man sollte ihr ruhig Beschäftigungen
geben, die sie mit 11 Jahren gut bewältigen kann.

Aha: mit 11 Jahren kann man es also noch nicht bewältigen, in Anwesenheit eines Erwachsenen mit kleineren Kindern aus der Nachbarschaft zu spielen.

wieder was gelernt.
Danke
igel

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Hallo Marion,

Sprüche wie:
„du hast wohl keine Kinder“
„das haben wir immer schon so gemacht“
„das hat schon meine Uroma so gemacht“
„das machen hier alle so“
etc.

Was ist daran falsch? Altbewährtes hält sich eben.

Wenn solche Leute dann zufällig auch
selbst Kinder haben, macht diese Tatsache solche Sprüche auch
nicht intelligenter. Hier wird aus einem begrenzten Horizont
des Goldfischglases der eigenen Familie und des begrenzten
eigenen Umfelds heraus argumentiert ohne dies überhaupt mal
kritisch zu hinterfragen.

Soso.

Solche Sprüche hingegen höre ich wiederum nur von kinderlosen Personen, die sich mit dieser Thematik lediglich rein theoretisch befassen konnten, jedoch praktisch nichts einzubringen haben.

Tschüß

Motorradmieze*

*aus Ihrem Goldfischglas :smile:), die übrigens Ihre Kinder nicht „zufällig“ bekam.

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Moin,

Was ist daran falsch? Altbewährtes hält sich eben.

Manches ist eben nicht alt bewährt sondern hält sich einfach nur hartnäckig über Generationen, weil diese Menschen nicht hinterfragen oder dazu lernen. Ob es tatsächlich auch „bewährt“ ist, müsste eine kritische Hinterfragung erweisen.

So zieht sich körperliche Gewalt gegen Kinder durch ganze Generationen. Aber nicht, weil es sich „bewährt“ hat, sondern weil die Personen in ihrer eigenen Kindheit diese Form der „Erziehung“ kennengelernt haben, und nie gelernt haben, wie man anders mit Konflikten mit Kindern umgehen kann. Über die Ergebnisse dieser „altbewährten“ Erziehungsmethoden gibt gerne der Kinderschutzbund auskunft.

Ich bin übrigens dafür, jeder überforderten Mutter jede nur erdenkliche anerkannte Unterstütung zukommen zu lassen. Aber bitte nicht in Form von 11-Jährigen Kindern, die dafür 2,50 Euro erhalten.

Solche Sprüche hingegen höre ich wiederum nur von kinderlosen
Personen, die sich mit dieser Thematik lediglich rein
theoretisch befassen konnten, jedoch praktisch nichts
einzubringen haben.

Auch wenn ich jetzt vermutlich dein Weltbild zum Einstürzen brigen muss, aber Eltern sind nunmal nicht alle gleich. Es gibt Eltern, die lassen ihre Kleinkinder auch schon mal allein in der Wohnung, und es gibt Eltern, die ihre Kleinkinder nur erwachsenen und verantwortngsbewussten Personen anvertrauen. Hier einen Gegensatz zwischen Eltern auf der einen seite und kinderlosen Menschen auf der andern Seite aufbauen zu wollen, ist völliger Unfug. Eltern haben nichts gemeinsam außer dass sie mal ein Kind in die Welt gesetzt haben. Der Unterschied, wie sie anschließend mit dieser Situation umgehen, was sie als sinnvoll, verantwortungsvoll oder normal ansehen, unterscheidet sich hingegen in einem sehr breiten Spektrum.

Viele Kindergärtnerinnen haben z.B. keine eigenen Kinder. Trotzdem würde ich mein Kind im Zweifelsfall eher einer kinderlosen ausgebildeten Kindergärtnerin anvertrauen als einer Person, die keine weiter Qualifikation vorweisen kann, als dass sie auch mal ein Kind in die Welt gesetzt hat, sei es gewollt oder nicht.

Gruß
Marion

Moin,

Aha: mit 11 Jahren kann man es also noch nicht bewältigen, in
Anwesenheit eines Erwachsenen mit kleineren Kindern aus der
Nachbarschaft zu spielen.

Sicher, aber hier ging es darum, dass eine 11-Jährige in den Haushalt einer der Ursprungsposterin nur als Kundin bekannten Person kommen soll, um gegen Geld zwei Kleinkinder zu beschäftigen, wobei ungeklärt ist, was die Mutter in der Zwischenzeit macht.

Und ja, diese Verantwortung ist für eine 11-Jährige zu groß. Die Mutter der 11-Jährigen kennt diese Person und ihren Haushalt ja noch nicht mal.

Um nur mal eine Situation zu nennen: Was ist, wenn diese Person dem Mädchen sagt, sie gehe mal schnell um die Ecke was einkaufen. Glaubst du wirklich, eine 11-Jährige hat dann den Mut und das Verantwortungsbewusstsein zu sagen, das ginge nicht? Glaubst du wirklich, es gibt nur verantwortungsbewusste Mütter auf dieser Welt, die ihre Kleinkinder nie mit einer 11-Jährigen allein lassen würden? Glaubst du wirklich, es gibt nur Mütter auf dieser Welt, die nie eine 11-Jährige als billigen Babysitter ausnutzen würden? Alles schön rosa und Eierkuchen?

wieder was gelernt.

Schön wärs.

Gruß
Marion

Hi Marion!

Ich versteh die Problematik mit dem Geld. Dass dadurch eine Verantwortungssituation entsteht, dem das Kind nicht gewachsen ist. Ich sehe auch eine gewisse Problematik mit der Regelmäßigkeit. Ich weiß nicht, wie gut eine 11-Jährige mit der wöchentlichen Verpflichtung zu spielen umgehen kann. Ohne Geld kommt man aus diesem „Vertrag“ sicher wesentlich leichter wieder heraus.

Aber grundsätzlich sehe ich kein Problem darin, das Mädchen zu einer Bekannten auf Besuch zu schicken, um mit den Kindern zu spielen, wenn die Mutter die Situation als bedenkenlos einstuft. Man kann das Kind nicht vor allem Unheil bewahren und immer und überall in Watte packen.

Das Mädchen kann Gefahren nicht einschätzen und ist deswegen auch vor dem Gesetz geschützt. Gleichzeitig kann es in der Situation aber auch wertvolle Erfahrungen machen und wenn die Bekannte vertrauenswürdig ist und ihr bewusst ist, dass sie auch Verantwortung für das Mädchen hat (was wieder nur die Mutter einschätzen kann), sehe ich die Situation eher positiv als negativ.

Wenn Geld ins Spiel kommt, wird’s schwierig. Kinderarbeit ist vielleicht ein zu hartes Wort. Aber wenn nicht klar abgesprochen ist, was das Mädchen tun soll und was NICHT, dann kann es hier sicher zu Problemen kommen.

Ich empfinde die Situation als eher harmlos. Ich gehe mal ganz naiv davon aus, dass die Bekannte nicht Böses will und tatsächlich nur Bilder einkleben will. (Ob das so ist muss die Mutter abschätzen können. Wir können das nicht.) In diesem Fall (und wenn’s der Familie mit den zu betreuenden Kindern finanziell gut geht) sehe ich eigentlich kein Problem damit, das Kind mal zum Spielen vorbeizuschicken und ihm vonmiraus für die Regelmäßigkeit auch immer 2 Euro in die Hand zu drücken.

Ob’s wirklich so unproblematisch ist, kann keiner sagen und auf die Möglichkeit, dass es nicht so ist, sollte auch hingewiesen werden. Aber die Vehemenz, mit der hier auf die Fragestellerin eingeprügelt wird, kommt mir ein bissl übertrieben vor. Daher auch mein zugegebenermaßen etwas provokatives Antwortposting.

Liebe Grüße und schönes Wochenende
igel

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