Moin,
aber wenn es um Leben und Gesundheit eines
1-Jährigen und 3-Jährigen Kindes geht, dann schon. Wenn das so
easy ist, dass das 11-Jährige locker schaffen, warum bilden
wir dann eigentlich Kindergärtnerinnen und Erzieherinnen aus?
Jetzt schießt Du aber absolut über die Grenzen, oder?
Das hat ja nun mit dem Thema nichts mehr zu tun.
War das Thema nicht, dass ein 11-Jähriges Kind zwei andere Kinder beschäftigen soll?
Im UP ging es darum, daß eine 11-jährige lediglich 1 x die
Woche für 2 Stunden die Kinder in Anwesenheit der Mutter
beschäftigt. Mehr auch nicht.
Mit pädagogischer Arbeit hat doch dies absolut nichts zu tun.
Nein. Mit pädagogischer Arbeit nicht. Aber mit Verantwortung.
Die Mutter möchte während dieser Zeit lediglich mal ein paar
Fotos einkleben etc.
Und das kann sie z.B. nicht abend, wenn die Kids im Bett sind?
Auch ich habe mich damals gefreut, als ab und an mal ein paar
Mädchen von Nebenan vorbeikamen und mit meinen Kindern im
Sandkasten spielten, sodas ich mal das Bad ohne
Unterbrechungen fluchs durchputzen konnte:wink:
Das ist für mich immer noch eine andere Situation, als wenn man regelmäßig auf finanzieller Basis dafür ein anderes Kind beschäftigt.
Schließlich bezahlt diese Mutter
Geld dafür, dass jemand auf ihre Kinder aufpasst.
Hey! Woher nimmst Du diese Weisheit?
Das stand im Ursprungsposting.
Die UP hat lediglich gefragt in welcher Weise oder in welcher
Höhe man des Mädels Bemühungen anerkennnen kann. Mehr nicht!
Richtig. Aber diese „entfernte Bekannte“ wird wohl kaum gefragt haben, wen sie sich davon nicht einen Nutzen verspricht. Wer sagt dir, dass hier nicht jemand einfach nur einen preiswerten Babysitter sucht? 2,50 Euro ist nunmal gnadenlos günstig.
Ich würde das mit Geschwistern in einem Haushalt immer noch
etwas anders sehen.
Warum? Zwischen Geschwistern gehts manchmal etwas robuster zu
als mit älteren „Spielkameraden“.
Es geht nicht um die Art des miteinander umgehens, sondern darum, auf wem welche Verantwortung lastet.
zum anderen werden hier kaum Haftungsansprüche an
jemanden herangetragen, falls doch mal was passiert.
Du bist bestimmt recht „gut“ versichert, stimmts?
„Gut“ versichert ist derjenige, der in der Lage ist zu erkennen, welche Risiken es sich einzugehen lohnt und welche nicht. Für 2,50 Euro würde ich eine derartige Verantwortung jedenfalls nicht eingehen, und schon mal gar nicht meine 11-Jährige Tochter dafür hergeben.
Es gibt sicher jede Menge „Jobs“ im eigenen Haushalt, die eine
11-Jährige ausführen kann, um ihr Taschengeld aufzubessern, zu
erwähnen wäre da Geschirrspülen, Putzen, Gute Noten mit nach
Hause bringen, Rasen mähen, Auto waschen etc.
So etwas gehört bei UNS zu den normalen Familienaufgaben, die
gerecht zwischen allen Familien-Gliedern, je nach Alter,
verteilt werden.
Apropos „Gute-Noten mit nach Hause bringen“: So etwas muß
finanziell belohnt werden? Bei uns reicht da ein dickes Lob.
Das tun die Kinder ja schließlich nicht fürs Geld oder für die
Eltern, sondern für Sich! Und dies ist auch einer 11-jährigen
schon klar.
Da stimme ich dir völlig zu. Ich kenne das ebenfalls nur so, dass Kinder im Haushalt mithelfen etc., aber dafür eben auch Hobbies bezahlt bekommen, die etwas teurer sind, wie z.B. Musikunterricht etc. Das ist hier aber anscheinend nicht der Fall. Das 11-Jährige Kind soll ja mit dem erarbeiteten Geld wohl ihre Hobbies bezahlen.
Und woher willst du das wissen? Warum besteht denn die Mutter
darauf, dass die Tochter ihr Taschengeld außer Haus
aufbessert, und dann noch bei einer „entfernten Bekannten“?
Wo bitte steht denn im UP, daß die Mutter darauf besteht?
Hast du irgendwo in diesem Thread etwas entdeckt, dass die Mutter vielleicht nicht so begeistert davon ist, dass ihr Kind außer Haus Geld verdienen will?
Es geht nicht darum, was das Mädel mit den Kleinen anstellt,
sondern darum, was ein 1-Jähriger + ein 3-Jähriger anstellen
können, wenn mal jemand nicht grade so aufpasst, angefangen
von sich mal schnell irgendwas in den Mund stecken bis Sachen
runterreißen etc.
Und Du bist der Meinung, eine 11-jährige normal entwickelte
Schülerin ist nicht in der Lage solch eine Situation 2 Stunden
lang im Griff zu haben? Was hast Du denn für Erfahrungen
gemacht?
Du solltest mal einen Tag in der Notaufnahme eines Kinderkrankenhauses verbringen, dann würdest du sehr schnell merken, dass nicht mal viele erwachsene Mütter dazu in der Lage sind. Es passiert immer wieder etwas, sei es aus Unachtsamkeit oder manchmal ist es auch einfach nur Pech. Für eine Mutter ist so eine Situation schon schlimm genug.
Versteh mich nicht falsch, ich traue 11-Järigen eine ganze Menge zu. Aber nicht diese Art der Verantwortung wo wirklich Leben und Gesndheit von Kleinkindern auf dem Spiel steht. So eine Verantwortung sollte man in dem Alter einfach nicht tragen müssen.
Wir reden hier schließlich nicht von Babies
die friedlich im Kinderwagen schlafen, während eine 11-Jährige
mal ein bisschen rumschiebt, sondern von mobilen Kindern in
einem Alter, wo sie die Welt erkunden wollen.
Aha, sag mal, wieiviel Kinder in welchem Alter hast Du
eigentlich (nur so erfahrungsmäßig). Und wieviele Erfahrungen
hast Du dann mit Deinen Kindern bezüglich „spielender
Betreuung“ in Deinem Beisein?
Das würde mich jetzt wirklich seeeehr interessieren!
Ich habe mal 3 Monate auf der Intensivstation eines Kinderkrankenhauses zugebracht. Was ich in der Zeit dort erlebt habe willst du nicht wirklich wissen. Danach sieht man die Welt mit andern Augen als einem naiven Ponyhof-Blick.
Gruß
Marion