Babyspeck

Hallo!

Ich mache mir Sorgen um mein Patenkind (6 Monate). Er hat eine ausgesprochene Moppelschicht um sich herum, die Bäckchen dicker als der Kopf selbst, die Beinchen, alles ziemlich speckig. Gut, er war jetzt mehrmals wegen Bronchitis im KH und brauchte vielleicht diese Reserven auch - aber wenn er weiter so gefüttert wird… Er bekommt keinen Tee oder andere Flüssigkeit außer seinem Brei-Fläschchen. Den Eltern wurde von der Hebamme gesagt, das würde ausreichen für die Flüssigkeitsaufnahme, er brauche keinen Tee o.ä. Ich finde, man sollte ihm wenn er schreit (selten) zunächst Tee anbieten (kann man normalen Fencheltee nehmen oder muß es spezieller Babytee sein?) und wenn er den trinkt, war es wohl Durst, den er hatte, und ihm erst, wenn er dann weiter schreit, Breifläschchen geben. So lernt er doch auch gar nicht, Hunger und Durst zu unterscheiden? Ich glaube, dieses Gefühl entwickelt man bereits sehr früh… Was meint ihr, liege ich daneben?

Viele Grüße!

M.

Hallo.
Du kannst ganz normalen ungesüßten Fencheltee oder aber die altersgerechten Teegranulate nehmen.
Manche Kinder trinken sogar stilles Wasser gerne. Da solltest du dann aber entweder spezielles Babywasser (Humana) oder Mineralwasser nehmen, das für die Herstellung von Babynahrung explizit ausgewiesen ist.
Wenn ein Kind bisher nur Brei- Fläschchen gewohnt ist (warum keine Milch???) wird es aber schwer sein das Kind an andere Flüssigkeiten zu gewöhnen. Das kenne ich aus Erfahrung in der Familie. Aber nach und nach gewöhnt es sich schon an den „seltsamen“ Geschmack und merkt, daß Tee den Durst super stillt.
Ob das Kind zu dick ist, kann man dem gelben Untersuchungsheft entnehmen. Da ist hinten eine Tabelle drin, wo man Gewicht, Alter und Größe in Relation setzt.
Daß Kinder Babyspeck ansetzen ist normal. Manche Kinder sind von Natur aus etwas moppelig aber man kann es Kindern auch anfüttern. Wichtig ist, daß sie nicht übermässig zulegen.
Lieber Gruß Anja

huhu Placebo,

die Veranlagung ist ziemlich unterschiedlich. Meine Cousine war das Michelin-Männchen in Person. Und sie wurde „nur“ gestillt. Mit 6 Monaten würde ich mir da noch keine Gedanken machen. Die Kleine wird ja wohl zu den regulären Untersuchungen gehen? Wenn der Kinderarzt die Untersuchungen gemacht hat und dort nichts beanstandet würde ich da keine Panik schieben. Meine Cousine ist inzwischen 7 und rank und schlank. Das hat sich rausgewachsen als sie anfing mit Laufen. Krabbeln konnte sie aufgrund des Speckes nicht, das hat sie nachgeholt als sie mit knapp mehr als einem Jahr anfing mit Laufen und wuchs.

In unserer Krabbelgruppe das gleiche. Ein süßes rundes Speck-Mädchen. Krabbelte nicht, lief aber und dann machte sie einen Schub und wuchs. Seither werden die Röllchen weniger und sie kann nun auch krabbeln.

lg, Dany

Hallo nochmal…

Den Eltern wurde von
der Hebamme gesagt, das würde ausreichen für die
Flüssigkeitsaufnahme, er brauche keinen Tee o.ä.

das stimmt, normalerweise reicht das.

Ich finde,
man sollte ihm wenn er schreit (selten) zunächst Tee anbieten
(kann man normalen Fencheltee nehmen oder muß es spezieller
Babytee sein?)

kann man machen - Babytee würde ich nicht empfehlen, die sind immer irgendwie gesüßt. Ich habe meinem Sohn Wasser angeboten. Es ging nicht sonderlich ums trinken. Aber so lernte er dass es auch was anderes gibt. Mit war wichtig dass er im heißen Sommer genug Flüssigkeit hat, es war zu meiner eigenen Sicherheit. Der Kinderarzt sagte auch dass es nicht erforderlich ist.

und wenn er den trinkt, war es wohl Durst, den
er hatte, und ihm erst, wenn er dann weiter schreit,
Breifläschchen geben.

Trinken an sich wird erst wichtig wenn der Kleine (sorry dass ich eben „die Kleine“ schrieb) anfängt zu essen.

So lernt er doch auch gar nicht, Hunger
und Durst zu unterscheiden? Ich glaube, dieses Gefühl
entwickelt man bereits sehr früh… Was meint ihr, liege ich
daneben?

Hunger und Durst kennen die Kinder schon, die lernen das zu unterscheiden. In dem Alter können sie es auch nicht definieren oder mitteilen. Normalerweise wissen die Eltern ja, wann ein Kind Hunger hat, es gibt ja einen geregelten Ablauf und feste Essenszeiten (in dem Fall Brei). Dazwischen kann man (wenn es euch sicherer erscheint) Wasser oder Tee anbieten. Keine Sorge, die lernen den Unterschied. Mein Sohn (16 Monate) weiß auch wann er trinken will oder was essen. Das teilt er mir inzwischen auch mit. Das konnte er schon recht früh.

Also ruhig bleiben, wenn das Kind sonst gesund ist :o)

lg, Dany

Hallo!

Danke euch für eure Antworten! Kenne mich mit den Winzlingen halt nicht so aus… Aber ich war erschreckt, als ich ihn sah. Vor paar Monaten war er noch so wie man sich ein Baby vorstellt, doch z.B. die Beine sind irgendwie fast doppelt so dick, wie man es sich vorstellen würde… Beide Elternteile sind sehr schlank und groß. Ein bißchen Speck haben die Kleinen ja meistens… Naja, wenn die in der Klinik nix gesagt haben (er war mehrmals mit der Bronchitis dort) scheint es wohl ok zu sein? Aber hab noch nie so ein dickes Baby gesehen, wo sogar der Kopf unten deutlich dicker ist als oben. Und da dachte ich, jetzt muß ich doch mal nachhören, ob er nicht besser ab und an Tee statt Brei bekommt. Er wurde so gut wie nicht gestillt, die Mutter wollte es nicht. Vielleicht bekam er auch Cortison und ist davon aufgeschwemmt? Also danke für’s Antworten… ich werd den Vater mal fragen, ob im gelben Heft was Bedenkliches drin steht…

Viele Grüße!

Hallo,

Naja, wenn die in der Klinik nix gesagt
haben (er war mehrmals mit der Bronchitis dort)
wo sogar der Kopf unten deutlich dicker ist als oben.

Meine Nichte - heute eine gertenschlanke Dreizehnjährige - sah als Baby genau so aus, wie du sie beschrieben hast. Die Pausbäckchen (eigentlich Backen!) kamen von Medikamenten, die sie leider in ihren Monaten zu sich nehmen musste, kombiniert mit Veranlagung (auf Babybildern sieht ihre Mutter, inzwischen Größe 34/36, ebenfalls leicht hamstermäßig aus).

Gruß
Elke

Huhu,

Kinder die nicht krabbeln verpassen was in ihrer Entwicklung. Häufig kommt es bei solchen Kindern später mal zu Problemen bei der Koordination. Die diagonalen Bewegungen beim Krabbeln sind einfach sehr wichtig. Sollte man nicht außer acht lassen. Bei der Ergotherapie wird dann nämlich später bei solchen Kindern genau da angesetzt, nämlich beim krabbeln.

bye Frieda

2 „Gefällt mir“

huhu Frieda,

Kinder die nicht krabbeln verpassen was in ihrer Entwicklung.
Häufig kommt es bei solchen Kindern später mal zu Problemen
bei der Koordination. Die diagonalen Bewegungen beim Krabbeln
sind einfach sehr wichtig. Sollte man nicht außer acht lassen.
Bei der Ergotherapie wird dann nämlich später bei solchen
Kindern genau da angesetzt, nämlich beim krabbeln.

da sage ich auch nichts gegen, denn das ist mir durchaus bewusst. Darum habe ich erwähnt dass die Kinder nachher gekrabbelt sind ;o)

Ideal wäre auch die „richtige“ Reihenfolge. Es gibt aber nunmal Babys die dicker sind als andere und eben hinterher krabbeln. Mehr sagte ich nicht :o)

lg, Dany

Huhu,

schon ok. Wollte das nur mal so für alle anderen sagen, weil es doch häufig als nicht so wichtig abgetan wird und leider im Praktikum einige Kinder gesehen habe, die nicht in der Lage waren ihre Extreitäten untereinander richtig zu koordinieren.

bye Frieda

Hi,

Was meint ihr, liege ich
daneben?

wahrscheinlich liegst Du wirklich daneben.
Zum einen brauchen Säuglinge normalerweise wirklich keine zusätzliche Flüssigkeit. Ausnahme sind Hitzeperioden o.ä…
Zum anderen braucht man sich wegen eines Michelin-Säuglings i.d.R. auch keine Sorgen machen. In den allermeisten Fällen gibt sich das spätestens mit dem Laufen und dem rasanten Wachstum im Kleinkindalter.

Entscheidend ist vielmehr, welche Weichen beim Übergang zu normaler Nahrung gestellt werden. Ich kann es nicht beweisen, aber ich bin überzeugt, daß diese Phase und das Kleinkindalter entscheidenden Einfluss auf das spätere Ernährungsverhalten haben.

Das gewichtigste Argument ist aber, wenn die Fachleute - ob Hebamme oder Kinderarzt - keinen Handlungsbedarf sehen.

Man kann Dir Fotos von unendlich vielen Rollmopssäuglingen zeigen, die wenige Jahre später völlig normale und schlanke Kinder waren.

Gruß Stefan

huhu Frieda,

mein Bruder ist ein solcher „nicht-Krabbler“. Er hatte ganz schöne Motorikprobleme. Wir mussten dann mit ihm Krankengymnastik machen und Krabbeln neu lernen. Er hat immer noch leichte Koordinationsschwieigkeiten. Daher sollte er immer einen ausgleichenden Sport machen. Bisher war Reiten gut - seit neuestem macht er Karate.

Daher kann ich deine Anmerkung nur unterstützen.

lg, Dany

Hi Frida,

Kinder die nicht krabbeln verpassen was in ihrer Entwicklung.
Häufig kommt es bei solchen Kindern später mal zu Problemen
bei der Koordination. Die diagonalen Bewegungen beim Krabbeln
sind einfach sehr wichtig. Sollte man nicht außer acht lassen.
Bei der Ergotherapie wird dann nämlich später bei solchen
Kindern genau da angesetzt, nämlich beim krabbeln.

sorry, aber wenn so etwas lese, geht mir echt die Hutschnur hoch.
Es scheint Dir völlig entgangen zu sein, daß es keinerlei Möglichkeiten gibt, ein Kleinkind zum Krabbeln zu bewegen, wenn es das nicht will. Auch scheint Dir noch niemand gesagt zu haben, daß es unzählige Wege gibt, wie sich Kleinkinder fortbewegen.
Und glaubst Du wirklich, es gäbe einen solch einfachen kausalen Zusammenhang zwischen nicht krabbeln und späteren Koordinationsproblemen (Btw.: kannst Du uns sagen, was „häufig“ in Zahlen heißen soll? 0,1% oder eher 50%)?

Mir scheint, Du hast so einige Infos aus Deiner Ausbildung gewaltig mißinterpretiert. Sicherlich sind die Diagonalbewegungen beim Krabbeln ein gutes Koordinationstraining. Dies aber als so entscheidend hinzustellen, daß fehlendes Krabbeln häufig zu Koordinationsproblemen führt halte ich nicht nur für falsch sondern für ausgesprochen gedankenlos. Diese von einer Fachfrau gesagten Sätze sind durchaus geeignet, viele Eltern gewaltig zu verunsichern.

Und glaube mir: junge Eltern erhalten häufig genug unerwünschte Ratschläge. Die Umgebung scheint immer am besten zu wissen, wie man mit seinen Kindern umzugehen hat.

Aber wenn Du das Thema schaon aufbringst: erzäle uns doch mal, wie man ein Kind von nicht mal einem Jahr dazu bringen kann, die gewünschten Bewegungen auszuführen…

Gruß Stefan

3 „Gefällt mir“

Huhu,

ich kann nur sagen, was viele der Ergos die mich unterrichten und viele in der Praxis gesagt haben bzw. was ich gesehen habe. Klar Zahlen kann ich dir da nicht nennen, statistische Erhebungen mache ich irgendwie noch nicht.
Was man machen kann? Naja das ist natürlich nicht so einfach, wie du so schön sagst, aber ein wichtiger Punkt ist die Kinder nicht zu früh bzw. mit viel Elan zum laufen bringen wollen, was manche Eltern aber häufig machen.
Mich wunderts halt, dass alle Ausbilder und praktisch Beschäftigten Ergos darauf immer hinweisen und das meine auf Pädiatrie spezialisierte Lehrerin auch Hinweise in die Richtung gegeben hat, als so ein Kind in der Praxis war. Wenn es nicht relevant wäre, würde es wohl kaum so oft genannt, oder?

bye Frieda

1 „Gefällt mir“

Hallo

also wenn mich jemand gefragt hätte ob mein Baby zu dick ist oder nach dem Gesundheitsheft hätte ich gefragt was dich das angeht auch wenn du Pate bist.
Man kann da Eltern sehr schnell gegen sich bringen.
Ein guter Kinderarzt weist einen sehr schnell darauf hin.

Nur weil ein Kind Babyspeck hat ist es nochlange nicht überfüttert.
Mein zweites Kind hatte hatte 4100g tausend mehr als das erste . Es war aber auch mit drei Monaten wesentlich größer und der Kopf war auch größer.Heute mit knappen 8 Jahren ist es um einiges größer als seine Kameraden und der ganze Körperbau wie große Hände und Kraft die es schon hat passen zu dem Kind. Man muß da auch unterschiede sehen wie sich das Kind später mal entwickelt.

MfG

Hallo,

es gibt eine Theorie (müsste ich suchen), die behauptet ,dass Nichtkrabbler später Mathematikprobleme haben. Bei uns in der Familie stimmt es (der Mathe-phobiker ist zwar gekrabbelt, aber nur ganz kurz).

Ich möchte damit nur unterstützen, dass Krabbeln sich immer wieder als wichtig herausstellt. Allerdings hat Goosi insofern recht, als man ein Kind nicht zum Krabbeln zwingen kann. Die meisten Eltern finden es aber „cool“, wenn das Kind früh und schnell läuft.

Gruß
Elke

Hallo,

o.k., jetzt wird mir klarer, wo das Problem liegt. Als Fachfrau solltest Du Dir aber angewöhnen, sorgfältiger mit Deinen Aussagen zu sein.
Wo ich Dir sofort recht gebe: es ist grundfalsch Kleinkinder möglichst früh zum laufen bringen zu wollen. Und solche Dinge wie ein „Gehfrei“ gehören fast schon verboten…
Man macht aber nichts falsch, wenn man sein Kind seinen eigenen Weg finden läßt. Dann wird es auch egal sein, ob es krabbelt oder nicht.

Mit Deinem ersten Posting konnte man den Eindruck gewinnen, Eltern müßten darauf hinarbeiten, daß ein Kind vor dem Laufen krabbelt, weil es sonst Probleme bekommt. Und so eine Aussage verunsichert Eltern nur, die nicht über den notwendigen fachlichen Hintergrund verfügen.

Also liebe Eltern: laßt Eure Kinder nur machen, spätestens in der Schule können sie laufen…:wink:

Gruß Stefan

ich kann nur sagen, was viele der Ergos die mich unterrichten
und viele in der Praxis gesagt haben bzw. was ich gesehen
habe. Klar Zahlen kann ich dir da nicht nennen, statistische
Erhebungen mache ich irgendwie noch nicht.
Was man machen kann? Naja das ist natürlich nicht so einfach,
wie du so schön sagst, aber ein wichtiger Punkt ist die Kinder
nicht zu früh bzw. mit viel Elan zum laufen bringen wollen,
was manche Eltern aber häufig machen.
Mich wunderts halt, dass alle Ausbilder und praktisch
Beschäftigten Ergos darauf immer hinweisen und das meine auf
Pädiatrie spezialisierte Lehrerin auch Hinweise in die
Richtung gegeben hat, als so ein Kind in der Praxis war. Wenn
es nicht relevant wäre, würde es wohl kaum so oft genannt,
oder?

bye Frieda

1 „Gefällt mir“

es gibt eine Theorie (müsste ich suchen), die behauptet ,dass
Nichtkrabbler später Mathematikprobleme haben.

Hallo, Elke,
Weiteres Beispiel: Unser Sohn. Nie gekrabbelt, eines Tages einfach aufgestanden und gelaufen. Mit Mathe hat er nix am Hut.
Gruß
Eckard

Dann wird es auch egal sein, ob es
krabbelt oder nicht.

huhu Goosi,

nein, es ist wirklich nicht egal.

Mit Deinem ersten Posting konnte man den Eindruck gewinnen,
Eltern müßten darauf hinarbeiten, daß ein Kind vor dem Laufen
krabbelt, weil es sonst Probleme bekommt.

und das hat sie nicht gesagt. Sie wies darauf hin dass Kinder GENERELL krabbeln sollten.

Also liebe Eltern: laßt Eure Kinder nur machen, spätestens in
der Schule können sie laufen…:wink:

Also liebe Eltern: achtet darauf dass eure Kinder irgendwann in ihrer Kleinkindentwicklung krabbeln. Denn es kann durchaus sein, dass es später mototrische Probleme geben kann. Es werden wichtige Verknüpfungen im Gehirn nicht gemacht.

lg, Dany
die aus Erfahrung und aus Gesprächen mit Ärzten und Therapeuten weiß, dass es nciht egal ist

1 „Gefällt mir“

Hier auch noch mein Senf dazu:

Wir hatten eine außergewöhnlich hohe Temperatur in den letzten Wochen, so dass auch Kinder unbedingt mehr Flüssigkeit zu sich nehmen sollten.

Der Aspekt, dass das Kind Breifläschchen bekommt, ist wichtig. Stillkinder haben eine andere Zusammensetzung der Nahrung. Flüssigkeit zusätzlich anzubieten ist daher in diesem Fall keinesfalls verkehrt.

Von Klein auf das Trinken zu lernen ist ein wichtiger Punkt für die spätere Entwicklung. Wer viel (Wasser) zu sich nimmt, unterstützt einen geregelten Stoffwechsel und hat so ganz einfach und ohne große Einbußen etwas für eine gesunde Figur getan.

Viele Grüße, Claudia

PS. Der Ton macht die Musik. Wenn man einen gut gemeinten Rat geben möchte, ohne besserwisserisch einer jungen Mutter gegenüberzutreten, finde ich persönlich nicht schlechtes daran. Im Gegenteil. Wegschauer gibt es noch viel zu viele…

sorry, aber wenn so etwas lese, geht mir echt die Hutschnur
hoch.

warum?

Es scheint Dir völlig entgangen zu sein, daß es keinerlei
Möglichkeiten gibt, ein Kleinkind zum Krabbeln zu bewegen,
wenn es das nicht will.

man kann es anleiten, gymnastische Bewegungen machen, das Laufen nicht aktiv unterstützen…

Und glaubst Du wirklich, es gäbe einen solch einfachen
kausalen Zusammenhang zwischen nicht krabbeln und späteren
Koordinationsproblemen (Btw.: kannst Du uns sagen, was
„häufig“ in Zahlen heißen soll? 0,1% oder eher 50%)?

http://www.medizinfo.de/kinder/entwicklung/grundmoto… (nur ein Link von vielen, der dir das sagt - aber die haben vermutlich alle unrecht und du recht)

Sicherlich sind die
Diagonalbewegungen beim Krabbeln ein gutes
Koordinationstraining. Dies aber als so entscheidend
hinzustellen, daß fehlendes Krabbeln häufig zu
Koordinationsproblemen führt
halte ich nicht nur für
falsch sondern für ausgesprochen gedankenlos.

Lies bitte mal oben den Link durch. Ansonsten google mal nach „Krabbeln wichtig für Entwicklung“

Diese von einer
Fachfrau gesagten Sätze sind durchaus geeignet, viele Eltern
gewaltig zu verunsichern.

Ich finde deine Worte gedankenloser.

Aber wenn Du das Thema schaon aufbringst: erzäle uns doch mal,
wie man ein Kind von nicht mal einem Jahr dazu bringen kann,
die gewünschten Bewegungen auszuführen…

mit gymnastischen Bewegungen auf dem Bett z. Bsp. Lege das Kind vor dich hin - du kannst mit ihm „radfahren“ (Kind auf dem Rücken, Beine kreisen lassen)… Ziel wird sein, die Bewegungsabläufe im „Trockendurchlauf“ hinzubekommen, dann fällt es den Kindern leichter diese dann real durchzuführen. Es wird einen Grund geben, WARUM das Baby nicht krabbelt. Normalerweise ist es in der Enwicklungs"Porgrammierung" vorgesehen. Wenn es nicht stattfindet, liegt evtl ein gesundnheitliches Problem vor. Es kann sein dass das Baby sein Gewicht nicht tragen kann, dass es Schwierigkeiten hat, diese Grobmotorische Grundlage auszuführen. Ein dickes Baby wird dann eben nach dem Wachstumsschub und dem Laufen anfangen mit Krabbeln.

Klar wird es immer wieder Babys geben die nie gekrabbelt sind und die nie Probleme hatten. Ausnahmen gibt es immer, aber die Regel wird es nicht sein.

Vllt. liest du dich ein bischen in die Materie ein und siehst ein, dass es nich unbedingt so ist wie du es behauptest?

lg, Dany