Hallo,
wie auch schon in meinem Profil nachzulesen ist, wohnen wir in einem sehr alten Fachwerkhaus. Darin ist leider sehr viel gepfuscht worden, was wir nur zum Teil beheben können. Aber das, was wir machen können, würden wir gern tun, sofern es finanziell machbar ist.
So, jetzt sollte es eigentlich an die Renovierung der Küche und des Badezimmers im Erdgeschoss gehen, es scheint aber auf eine Sanierung hinauszulaufen. Wir haben oben auch Küche und Bad, allerdings ist das Bad oben mehr in Benutzung, weil dort auch das Schlafzimmer ist, unten wird nur die Toilette benutzt, wenn wir gerade unten sind und nicht deshalb nach oben laufen möchten, und bis vor ein paar Tagen wurde die Küche unten benutzt, weil dort die ganzen Töpfe sind, die Lebensmittelvorräte etc. Aber wir wollten das langsam unten frei machen, und dummerweise ging der Herd als erstes weg, so dass es unten mau aussieht mit Kochen. Mein Mann will aber auch nicht alles in die obere Küche schleppen, wo wir zwar noch einen Herd hätten aber leider der Stauraum fehlt. Deshalb jetzt ein kleines Dilemma.
Wir hatten hier einen Architekten, der vorgeschlagen hat, unten Bad und Küche in ihrer Funktionalität zu vertauschen, was an sich auch ok ist, zumal wir die Badewanne unten durch eine Dusche ersetzen wollten, und eh’ das Bad zugunsten der Küche verkleinern woll(t)en.
Nun waren gestern und heute zwei Heizungs- und Sanitärmenschen, die zwei verschiedene Meinungen hatten. Heute warte ich auf den Rückruf eines dritten, zwecks Terminvereinbarung, der möglicherweise mit einer dritten Meinung daherkommt. Ich hatte vor, eine ebenerdige Dusche einbauen zu lassen, auch wenn wir nicht alles barrierefrei hinbekommen, aber zumindest barrierearm sollte es schon sein. Der von gestern meinte, ebenerdige Dusche ist blöd, es kann immer Probleme mit den Fugen zwischen Dusche und Fliesen im restlichen Bad geben, wenn sie undicht sind, läuft das Wasser in den Boden etc. Die Dusche soll ca. 2 cm höher sein, dann kann man das gut abdichten.
Der von heute meinte, man könnte eine Winkelrinne einbauen, alles sei kein Problem. Allerdings muss ich zugeben, dass mir erst NACH dem gestrigen Besuch die Idee kam, ggf. gar keine Duschkabine sondern evtl. nur einen Vorhang haben zu wollen, daher weiß ich nicht, ob der gestrige Mensch nicht nur unter der Voraussetzung „Duschkabine“ gesprochen hat, und ob er mir nicht evtl. die Winkelrinnenlösung auch vorgeschlagen hätte.
Dann stellt sich noch die Frage nach dem Warmwasser im Erdgeschoss. Momentan ist das so, dass wir für das Warmwasser der Badewanne im direkt benachbarten Hauswirtschaftsraum einen elektronisch geregelten Durchlauferhitzer von Stiebel-Eltron haben. Für das Waschbecken in der Küche ist so ein uralt-Boiler darunter, 5 Liter oder so, und für das Warmwasser in der Küche ein Wandgerät, auch 5 Liter.
Der Mensch gestern sagte, dass man zwar das ganze Warmwasser über den Durchlauferhitzer laufen lassen könnte (Umbau auf Gas - wir haben Gasheizung - würde sich für unseren 3-Personen-Haushalt nicht lohnen), aber in der Küche bräuchte man für fettige Sachen z. B. heißeres Wasser, und zum Duschen steht der Durchlauferhitzer auf +/- 40 °C. Deshalb schlug er ein Untertischgerät ebenfalls von Stiebel-Eltron vor, Details weiß ich jetzt nicht, aber er meinte, dass wenn man den Hahn aufdreht, das warme Wasser sofort da sei, und wenn man den Hahn abdreht, dieser auch nicht nachtropft, wie bei den alten Geräten. Da ich die Spüle als Ecklösung plane, würde das Ding noch ganz gut darunterpassen.
Der heutige Mensch sagte mir allerdings, dass wenn der Durchlauferhitzer dort bleibt, wo er ist, und die Dusche dahin kommt, wo ich sie plane (in der alten Küche, wo momentan der Geschirrspüler steht
), der Weg des Warmwassers sehr lang wäre (nach meinen Rechnungen knapp 9 Meter), und dass z. B. nach dem Duschen jede Menge Warmwasser in der Leitung bliebe, das ja dann umsonst aufgeheizt wurde. Da ist natürlich auch etwas dran. Deswegen war er der Meinung, dass der Durchlauferhitzer näher an die Dusche versetzt werden sollte, aber das Bad wollte er auch nicht damit „verschandeln“ (dafür aber die Küche, oder wie?).
Das Hauptproblem bei der Geschichte ist, dass wir keinen blassen Schimmer haben, wo welche Leitungen liegen, dem Bauamt liegen keinerlei Pläne vor. Es gab nicht mal einen Grundriss vom Haus, den habe ich selbst am Anfang angefertigt, als wir beim Finanzamt die Umschreibung von einem Zwei- auf ein Einfamilienhaus beantragt haben. Aber die Maße sind natürlich sehr ungenau, zumal in einem Fachwerkhaus auch alles krumm und schief ist.
In der Küche und im Bad haben wir wohl Terrazzo-Boden, auf dem PVC liegt. Ich weiß, dass andere Leute teures Geld für Terrazzo ausgeben, aber wir wollen den Boden entfernen und dann auch von unten isolieren. Im bereits renovierten Wohnzimmer haben wir auch schon 40 cm tief ausgeschachtet, das war aber ein Dielenfußboden, der quasi auf der nackten Erde lag (deshalb auch zum Teil weggegammelt). Was uns in der Küche und im Bad erwartet, wissen wir nicht genau.
Wenn wir Glück haben, finden wir da irgendwelche Rohre, die man dann mehr oder weniger einfach austauschen kann. Wenn wir Pech haben, ist alles aufgerissen und wir kommen trotzdem nicht weiter.
Vielleicht kann jemand etwas zu den verschiedenen Duschlösungen etwas sagen, aber evtl. auch zu den anderen „Aufgaben“ die eine oder andere Anregung geben oder Meinung sagen.
Viele Grüße
Christa

