Badminton erfolgreich spielen mit Strategie

Hallo
nun spiele ich schon einige Jahre Badminton, momentan auch im Verein ohne aber in einer Mannschaft zu spielen und trainiere 2x die Woche.

Im Prinzip würd mich ich mich nicht als schlecht, aber auch nicht als sehr gut bezeichnen, es reicht eben um einigermassen spielen zu können und auch bei besseren mal ein paar Punkte durch schmettern oder so zu machen.

Ich frage mich allerdings, wie so Tricks, wie den Spieler vorher ausgucken und evtl. erst mal 4 Punkte machen lassen (also 0:4 zurückliegen) eine Strategie darstllen und was man in dieser Zeit alles beobachten kann.

Zudem die Frage, wie man Schwächen, wie zB die Rückhand gezielt verbessern kann und auch gegen bessere Gegner zum Erfolg kommen kann.

Weiss da jmd Rat???

Mfg Werner

Hi!

Um seinen Gegner beobachten zu können muß man riskieren, daß er einige
Punkte macht. zB um sein Feld (und damit sein notwendiges Laufspiel) zu vergrößern kannst Du immer knapp ins aus spielen. Nimmt er die
Bälle trotzdem (zb weil er übermotiviert ist) so muß er viel mehr
laufen und Du hast einen Vorteil.
Wenn der Gegner drop-bälle nicht erkennt und somit schwierigkeiten hat, die kurzen zu erreichen wirst du das auch nur herausfinden, wenn
du es erst ausprobiert hast.
Spielst Du ihm dauernd auf die Rückhand und er pfeift dir die Bälle
trotzdem um die Ohren so sind deine Chancen zu gewinnen, eher gering.

Prinzipiell gibt es aber die Strategie nicht, erst mal ins Hintertreffen zu kommen.

Üben kannst Du festgelegte Kombinationen. zB erst kurz links dann
nach lang rechts spielen.
Wie du die Rückhand verbessern kannst? Üben!

Gruß
Gerald

nochmal
Hi
wo spielst du denn (in welcher Klasse/Liga)?

Wie war das denn bei dir so oder wie siehst du das???
Gewinnst du auch gegen bessere, resignierst du auch irgendwann???

Ich finde das von der Sportart her interessant, das man seinem Gegenüber erst Punkte gibt und dann abzockt. Wenn du das beim Schach machen würdest, gehst du ganz schön baden.

Also das finde ich interessant, Ball ins Aus spielen also, um zu testen.

Ich lerne aus deiner Nachricht, das man also normal spielen sollte und nicht übermotiviert sein sollte. Wenn man zu präzise spielt gehen die Bälle ja auch gerne ins aus, und die Punkte laufen einem weg.

Ich glaube ich muß mal besser meine Laufwege beobachten und schauen, ob ich auch zentral stehe. Das andere ist wohl mehr zu variieren in der Spielweise, also mehr kurz, lang, kurz.

Die Konditionsfrage ist auch sehr interessant, weil man doch sehr fertig sein kann nach einem Satz und die Frage besteht, wie man da besser wird.
Das hat ja nix mit Joggen oder Fussball zu tun, was ich auch ein wenig betreibe.

Antworte doch nochmal und stelle mir zB deine Erfahrungen mal dar (siehe oben)

Mfg Werner

Hi Werner

wo spielst du denn (in welcher Klasse/Liga)?

Privat.
Der Arbeitgeber eines Freundes hatte einen Trainer organisiert, und ich
hab 3 Jahre Unterricht besucht(richtige Schlagtechnik, Beintechnik,
Spieltaktik). Der Freund ist dann zu einem Verein gegangen (zu einem eher ganz unten :smile:
Ich habs aber nicht so mit Vereinen und spiel jetzt mit anderen Freunden.

Gewinnst du auch gegen bessere, resignierst du auch
irgendwann???

Resignieren tue ich nur bei eigenen Fehlern. Wenn der Gegner ungefähr
gleichstark ist, ists bei mir reine Nervensache.

Also das finde ich interessant, Ball ins Aus spielen also, um
zu testen.

Ich lerne aus deiner Nachricht, das man also normal spielen
sollte und nicht übermotiviert sein sollte. Wenn man zu
präzise spielt gehen die Bälle ja auch gerne ins aus, und die
Punkte laufen einem weg.

Ich glaube ich muß mal besser meine Laufwege beobachten und
schauen, ob ich auch zentral stehe. Das andere ist wohl mehr
zu variieren in der Spielweise, also mehr kurz, lang, kurz.

Drauf achten, sofort wieder in der Mitte zu stehen. Ein guter
Spieler läßt dich sonst nur noch rennen bis Du müde wirst.

Die Konditionsfrage ist auch sehr interessant, weil man doch
sehr fertig sein kann nach einem Satz und die Frage besteht,
wie man da besser wird.

Ich hab ein bißchen abgenommen, und da gings um vieles besser.
Sobald ich müde werde, läßt die Konzentration nach und damit
bei mir rapide die Zielgenauigkeit.

Gruß
Gerald

Technik???
Hi
ok vielen Dank vielleicht klappts ja noch mit meinen Vorhaben, siehe Email vorher. Ich muß eben mal auf einiges achten wie beschrieben.

Vielleicht brauch ich doch mal ein Buch.

Ich glaube vom Nichtkönner zum Mittlerem Spieler ist alles möglich, aber um gut oder besser zu werden muß man irgendwie doch anders an die Sache ran gehen.

Mfg Werner

Hallo,

Ich habe einige Jahre im Verein gespielt, damals auch Leistungsorientiert. Aber ich habe den Sport gewechselt, bevor ich wirklich erfolgreich wurde.

nun spiele ich schon einige Jahre Badminton, momentan auch im
Verein ohne aber in einer Mannschaft zu spielen und trainiere
2x die Woche.

Was genau bedeudet denn Training? Spielst Du mit einem Freund einfach nur so, oder kommt auch ein etwas systematischeres Training in Frage?
Da gibt es viele Spiel- und Erwärmungsformen, die wirklich was nutzen können.

Im Prinzip würd mich ich mich nicht als schlecht, aber auch
nicht als sehr gut bezeichnen, es reicht eben um einigermassen
spielen zu können und auch bei besseren mal ein paar Punkte
durch schmettern oder so zu machen.

Na das ist doch schon was. Mehr können nur wenige von sich behaupten. :wink:

Ich frage mich allerdings, wie so Tricks, wie den Spieler
vorher ausgucken und evtl. erst mal 4 Punkte machen lassen
(also 0:4 zurückliegen) eine Strategie darstllen und was man
in dieser Zeit alles beobachten kann.

Nun im wesentlichen schaut man nicht nur zu, sondern testet halt mal den Gegner aus: Wie schnell kommt er nach einem langen Ball wieder nach vorne? Kommt er auf der Rückhand nicht klar? Kann man ihn vielleicht einfach überspielen? Wie genau kennt/sieht er die Linien?

Beispiel:
Manche Spieler bleiben nach dem Schlag an exakt dem Ort stehen, an dem sie den Ball geschlagen haben.
Hier kann man durch abwechselndes lang und kurz spielen schnell ein mächtiges Problem kreieren.
Andere Spieler sind erfahrener und laufen nach jedem Schlag zur Mitte zurück. Hier kann es manchmal günstig sein, einen Ball kurz zu spielen - wenn dieser dann kurz zurückgespielt wird und man bereits vorne am Netz steht, dann kann man einen weiteren kurzen Ball spielen. Der Gegner, der noch auf dem Weg zurück zur Mitte ist, wird dann mit etwas Glück ins Wanken geraten.

Nahezu jeder Spieler hat seine Vorlieben, wo er am liebsten steht und hinschlägt. Die Frage ist, wie schnell er sich auf eine neue Situation einstellt.

Besser ist, wenn man genug über seinen Gegner herausfindet ohne Punktemäßig ins Hintertreffen zu geraten.

An Doppeltaktik braucht man da ja gar nicht zu denken.

Zudem die Frage, wie man Schwächen, wie zB die Rückhand
gezielt verbessern kann und auch gegen bessere Gegner zum
Erfolg kommen kann.

Nun hier gibt es viele Spielformen, die helfen. Aber zuerst ist es wichtig solides Techniktraining zu machen. Hälst Du den Schläger wirklich richtig? Wenn es in die Rückhand geht, hilft es den Schläger leicht zu drehen und den Daumen flach auf den Griff zu legen.
Außerdem müssen die Füße richtig stehen. Man steht für einen Rückhandschlag sehr weit seitlich vom Körper fast mit dem Rücken zum Gegner.
Die bekannte Schleifenbewegung beim Schlag ist enorm hilfreich.

Dann kann man Dinge wie ein Vierpunktanspiel machen. Der Partner steht dabei in einer Ecke des Feldes. Du musst den Ball immer wieder genau zum Partner spielen. Der Partner aber verteilt die Bälle möglichst zufällig aber exakt auf die vier Ecken des Feldes.
Da lernst Du laufen und gezieltes schlagen.

Um die Lauftaktik zu verbessern, kann man zu Erwärmung die Ecken anlaufen. Man muss dabei nach jeder angelaufenen Ecke wieder zur Mitte zurück. Hierbei auf die richtige Schritttechnik achtgeben!

Du kannst auch lange Bälle mit dem Partner spielen. Dann legt Ihr Euch Euere Schlägerschutzhüllen auf die Aufschlaglinie. Aufgabe ist nun, nach jedem geschlagenen Ball mit dem Schläger die Hülle zu berühren.

Auch Kombinationsübungen sind sehr hilfreich. Lang-lang-kurz-kurz z.B.
Du einen langen Ball, Dein Partner spielt einen langen Ball, Du einen kurzen, er einen kurzen. Wie lange und präzise bekommt Ihr das hin, ohne Euch zu verzählen?
Das lässt sich natürlich beliebig steigern:
lang-lang-lang-kurz-kurz und dabei bestimmte Bälle cross, bestimmte parrallel.

Oder wenn Du alleine bist:
Spielst Du gegen die Wand. Geh an eine flache Wand möglichst nahe ran. kaum mehr als 2m entfernt. Versuche möglichst schnelle Bälle zu spielen, die an der Wand abprallen. Achte dabei auf die richtige Schlägerhaltung. Der Schlägerkopf ist zwischen den Schlägen oben und in der Mitte.
Dabei wird auch die Rückhand besser.

Weiss da jmd Rat???

Nen Trainer! z.B. in einem Verein!
Oder ein befreundeter Vereinsspieler - zur Not.

Beste Grüße,
Zwergenbrot

Hallo,

ich glaube, dass in wenigen Sportarten der Unterschied zwischen Vereinspielern und Hobbysportlern so gewaltig ist, wie beim Badminton.
Ein wenig gezieltes Technik/Taktik-Training bringt in dieser Sportart derartig viel…

Nimm Dir nen Trainer. Trainiere Deine zweimal wöchentlich im Verein.
Nach einem halben Jahr schlägst Du alle, die bei denen Du jetzt noch ins schwitzen gerätst.
Ich habe 5 Jahre im Verein gespielt.
Davon 2 unmotiviert. Und nach den ersten 3 Jahren, hatte ich 1,5 Jahre pause. Das ist mehr als 5 Jahre her.
Ich hatte seither kaum einen Schläger in der Hand.
Ich war letzten Monat mit Freunden Badminton spielen, die seit einiger Zeit zweimal die Woche üben und nicht unsportlich sind.
Anfangs war es etwas anstrengend. Da habe ich sogar etwas geschwitzt. Aber nach 15min konnte ich auch alleine gegen zwei spielen und locker gewinnen.
Damit will ich nicht sagen: Man bin ich toll.
Sondern: Zur Mitte laufen, Schlägerkopf oben halten, richtige Schlägerhaltung, taktisch variantenreiches Spiel, Dropbälle, die tatsächlich kurz hinterm Netz landen, gezielte Aufschläge, richtige Fußtechnik, richitge Schlagtechnik, usw. usf. - das alles bringt wirklich was.

Habe eine Zeit lang mit Fabian Zilm (jetzt Bundesliga) gespielt.
Ich kann Dir verraten: Egal wo Du hinspielst, der steht einfach schon immer da.

Beste Grüße,
Zwergenbrot