Ballett - angeregt vom Artikel über Musik

Vielleicht bin ich da am total falschen Brett, aber angeregt vom Artikel über Musik möchte ich hier eine Frage stellen, die mich seit ein paar Tagen beschäftigt.
Ich war vor drei Tagen das erste Mal im Ballett. Wir haben ein Theater-Abo und da war das halt mit dabei. Die beiden Künstler (anscheinend DIE Weltklasseballerina und der Weltklassechoreograph) sind im Vorfeld toll angepriesen worden und ich dachte schon auch, dass das ganze super werden kann. Doch dass das Ballett so viele unglaubliche Gefühle auslösen kann, dass mir fast die Tränen in die Augen geschossen kamen, der ganze Saal fast ausgerastet ist mit Standing-Ovations und ewigem Applaus, war mir nicht klar.
Meine Frage: Was kann es sein, dass ein Tanz solche Emotionen hervorrufen kann? Worin liegt die Faszination? Gibt es da eine psychologische Erklärung?
lg
Stefan

Hallo Stefan,

Vielleicht bin ich da am total falschen Brett, aber angeregt
vom Artikel über Musik möchte ich hier eine Frage stellen, die
mich seit ein paar Tagen beschäftigt…
Doch dass das Ballett so viele unglaubliche Gefühle auslösen
kann, dass mir fast die Tränen in die Augen geschossen kamen,

Sie sind hier völlig richtig.

Die Schwierigkeit ist leider, daß die „Experten“ nur unbefriedigend antworten können. Sie wüßten’s selber gern.

Die Tatsache, daß Musik und Tanz (erst recht Tanz, dem man nicht nur zuschaut) sehr starke Gefühlsbewegungen erzeugen und sogar Krankheiten heilen können, ist bekannt, seit der erste Mensch in einen Röhrenknochen hineinblies.

Selbstverständlich geht es um das Leib-Seele-Problem, über das mehr oder (meist:smile: weniger Berufene seit rund 150 Jahren erbittert streiten. Am besten fährt man bei Ihrer Fragestellung wohl mit der Annahme, es bestehe übehaupt kein Unterschied, sondern es handle sich um zwei Ansichten desselben Gegenstandes: „Leib“ von außen, „Seele“ von innen betrachtet. Wenn wir weinen, werden wir traurig, und wenn wir traurig sin, weinen wir. Wenn wir uns der Musik und rhythmischer Bewegung hingeben (womöglich sie pantomimisch nachahmen), gerät das gesamte (!) System in Schwingungen, bei Tschaikowskys „Pathétique“ in andere als bei Bachs „Goldbergvariationen“ und wieder andere bei Adams „Giselle“ oder Minkus’ „Don Quixote“.

der ganze Saal fast ausgerastet ist mit Standing-Ovations und
ewigem Applaus…

Die Anwesenheit gleichgestimmter anderer Personen steigert die Wirkung von Musik ungeheuer.

Sinneseindrücke, hier visuelle, auditive und kinästhetische, haben nun einmal die Aufgabe oder zumindest Wirkung, die Körperchemie zu verändern, die sich, „von innen betrachtet“, als Wahrnehmung darbietet, hier eines Gefühlszustandes. Ein Wunder. Muß es zergliedert werden, „zurückgeführt auf“ rationale oder abenteuerliche Konstruktionen?

mfg
Klaus Schneider

Wunder. Muß es zergliedert werden, „zurückgeführt auf“
rationale oder abenteuerliche Konstruktionen?

Hallo Klaus,

nein muss es nicht! Aber interessant zu wissen wäre es schon. Wahrscheinlich ist es sogar besser, wenn das Geheimnis dieses „Wunders“ unerklärbar bleiben wird!
Vielen Dank für Ihre gute Erklärung!
LG
Stefan

Hi, Stefan,

keine wissenschaftliche Antwort, nur eine quasi subjektiv emotionale.
Ich kenne eine Menge Leute, die, obwohl von Musik u.ä. durchaus zu
beeindrucken, Ballett (auch sehr gut gemachtes) als
sterbenslangweilig empfinden.
Es wird also nicht jeder in gleichem Maße angesprochen.
Ich selber kann dieses Empfinden nicht nachvollziehen. Ballett gehört
für mich auch zu den schönsten Kulturerlebnissen überhaupt.
Grundsätzlich bin ich von Kunstformen wie Musik, Film, Literatur,
immer sehr leicht zu berühren. Ballett ist deswegen besonders schön,
weil hier so viel zusammenkommt: Musik, Gestik u. Mimik, die
Emotionen transportiert. Was außerdem noch mitspielt, ist die
Tatsache, dass auch visuelle Ästhetik so ansprechen kann, dass man zu
Tränen gerührt ist. Musik dringt zwar schneller ein in das
Gehirnzentraum, das für starke Emotionen verantwortlich ist, als
visuelle Reize. Aber auch ein wunderbares Bild, z.B. ein tolles
Naturschauspiel, schafft diesen Weg irgendwann.
Und Ballett ist, denke ich, einfach Ästhetik pur.
Weiche, elegante Bewegungen, schöne Kostüme, der ganze Körper spricht
über Freud und Leid… Hm, du siehst, auch ich kann das schlecht in
Worte fassen.
Aber genau dieses „Nicht-In-Worte-Fassen-Können“ ist das Mekmal von
jedweder Kunst. Leider, denke ich oft, denn immer wenn es darum geht,
bei der Kultur den Gürtel enger schnallen zu müssen, gibt es keine
überzeugenden Argumente dagegen, und das hat eben mit jener
„Sprachlosigkeit“ zu tun, wenn es darum geht, den Effekt von Kunst zu
beschreiben.

Grüße
Judith

hi stefan,

erklären kann ich es auch nicht, aber es gibt „dinge“ die berühren die seele sehr tief - immer wieder denke ich mir, das es etwas mit sehnsucht zu tun hat.
z.b wenn ich am meer bin, bin ich mehr in und bei mir als sonst irgendwann und gleichzeitig spüre ich (bilde ich mir ein:wink: - das grosse ganze…
um zu deinem beispiel zu kommen - so denke ich - da kommen erlebnisse hoch, alte gefühle, neue, gelebte und ersehnte plus die anderen schon von anderen schreibern genannten dinge - und eben leidenschaft, sehnsucht, erfüllung etc pp…

irgendwie erinnert mich das an filme bei denen man weint - man weint bei der gelegenheit viele ungeweinte tränen gleich mit.

bei der kunst kann es ähnlich sein, auch bei musik pur z.b.

das beste daran aber - es ist doch wunderbar zu welch tiefen gefühlen man fähig ist sie zu fühlen - viel zu selten spürt man sich so intensiv, nimmt so ungefiltert aber zum grossen teil so unbewusst und von breiter bandbreite wahr und evtl hauts einen deshalb auch so um:wink:

denk ich, mein ich, glaube ich… oder so:wink:

LG
nina

Meine Frage: Was kann es sein, dass ein Tanz solche Emotionen
hervorrufen kann? Worin liegt die Faszination? Gibt es da eine
psychologische Erklärung?
lg

Hallo Stefan

Dahinter steckt einfach Geltungsbedürfnis. Man plustert sich vor den Anderen etwas auf, damit es den Anschein erweckt, man wäre ein großer Kunstverständiger.

Schein und Sein sind nahe beieinander, und die am lautesten Klatschen, sind oft die, denen das wahre Verständnis für die Kunst fehlt.

gruß
rolf

Hi Rolf,

Dahinter steckt einfach Geltungsbedürfnis. Man plustert sich
vor den Anderen etwas auf, damit es den Anschein erweckt, man
wäre ein großer Kunstverständiger.

Wo ist da Dein eigenes Erleben? Du kennst das offensichtlich nicht, diese ‚Ergriffenheit‘, diese Begeisterung, dieses Gefühl von gemeinsamen Erleben eines großartigen Abends, das alle ergreift und auf die Stühle steigen lässt.

Schein und Sein sind nahe beieinander, und die am lautesten
Klatschen, sind oft die, denen das wahre Verständnis für die
Kunst fehlt.

Es scheint, als wäre es für Dich ‚Schein‘ - weil Du eben nicht diese Empfindung hast - kann es sein, dass Du sie anderen neidest?

Theater-, Oper- und Ballettgänger sind (oftmals) Enthusiasten - und auch wenn sie sich im Alltag vielleicht nicht über ihre Emotionen ausdrücken/äußern können suchen sie gerade in diesem (gemeinsamen) Erleben das, was ihnen an Ausdrucksmöglichkeiten fehlt.

Ich selbst hatte schon Tränen in den Augen, weil mich eine Aufführung jedweder Art wirklich ‚berührt‘ hat und das Gefühl, in einer Menge zu stehen, die ähnlich empfindet, ist einfach nur beglückend.

Adlergruß

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Diese Ergriffenheit oder Berührtheit von Musik, Kunst aber auch von Natur und Schönheit überhaupt kenne ich sehr gut.
Ich kenne das auch, wenn ich etwas sehr Schönes und Stimmiges lese, wie z.B. das, was unten der Herr Schneider schreibt.
Je nach Grad der Berührtheit können dann auch stärkere Gefühle hochkommen, wie im Ausgangsposting beschrieben.
Letztere wiederum zeigen sich aber still und ich bin, wenn es geht, bemüht, das in der Öffentlichkeit zu erleben, ohne dass andere es bemerken.
Habe ich dann über der von Dir beschriebenen Profilneurose nur noch eine weitere Störung???
Deine Theorien sind schon manchmal nicht unstimmig, aber es fehlt etwas, womit das Ganze oft nur mehr ein abgefahrenes und hohles Konzept bleibt: die Eingebundenheit ins lebendige Gefühl.
Gefühl.

kann ich bestätigen :smile:
Hi Ihr beiden

Ich kenne eine Menge Leute, die, obwohl von Musik u.ä.
durchaus zu beeindrucken, Ballett (auch sehr gut gemachtes)
als sterbenslangweilig empfinden.

Stimmt. So eine bin ich. :wink: Ich habe eine sehr starke innere Bindung zu Musik, musiziere auch selber, und es kann mir durchaus passieren, daß ich bei Musik in Tränen ausbreche. Mir kommen sogar fast regelmäßig die Tränen bei Musikstücken, und zwar bei allen möglichen.

Aber bei Ballett könnte ich einschlafen. :smile:

Warum das nun so ist - keine Ahnung! Wie Klaus schon sagte - ich wüßte es selber gern.

Liebe Grüße,
Nike

Mannomann Stefan,

hier reden viele, die zumindest keine Ahnung von der Intention des Ballettes haben.

Leider schreibst du nicht, welche Weltkünstler das gewesen sein sollen. Aber jeder Balletschaffende hat ein einfaches dramaturgisches Ziel:

Der Tonkünstler hat in der Musik etwas beschrieben.
Das beschriebene ist in der Musik ausgedrückt. und zwar in einer besonderen Sprache, die vermittelt ohne Begrifflichkeiten zu nutzen.
Der Choreograph versucht nun mittels der Tänzer und deren körperlichen Fähigkeiten diese sprache in Bilder umzusetzen.

Ohne die Handlung zu kennen, können somit Erzählungen übertragen und vom Rezipienten verstanden werden. dieses muss nicht im sinne von Wissenserlangung geschehen, sondern kann allein durch ansprechen der beim Rezipienten vorhandenen Erinnerungen erreicht werden.

Je besser musik, Choreographie und Ausdruckskkünstler harmonieren desto größer das Erkennen, Verstehen und Miterleben der Zuschauer.

Gewagt könnte man sagen, daß Ballet getanztes NLP ist.

Wer Ballet nun nicht berauschend findet, hat entweder nie gutes Ballet gesehen, ist nicht imstande sich vorbehaltlos auf andere einzustellen und deren Körper- und Emotionalsprache zu verstehen, ist auf einer komplett anderen Ebene (Landkarte).

gruss
local

Hallo Klaus,

Die Anwesenheit gleichgestimmter anderer Personen steigert die
Wirkung von Musik ungeheuer.

Da scheint es ja eine Menge Übereinstimmung mit speziellen paranormalen Erlebnissen zu geben bzw. man muß dann wohl musische Entrückung in die grenzwissenschaftliche Forschung aufnehmen.

Schön außerdem, daß nicht alle Psychologen glauben, für alles eine Erklärung zu haben :smile:

MfG

Tai

Hi local hero

Wer Ballet nun nicht berauschend findet, hat entweder nie
gutes Ballet gesehen, ist nicht imstande sich vorbehaltlos auf
andere einzustellen und deren Körper- und Emotionalsprache zu
verstehen, ist auf einer komplett anderen Ebene (Landkarte).

Ich kann durchaus auf viele verschiedene Musikrichtungen in alle Arten von Ergriffenheit verfallen (auch bei Balettmusik pur), aber sobald jemand komische Bewegungen dazu macht, muß ich im günstigsten Fall an Benny Hill denken, ansonsten schlaf ich auch immer sehr schnell ein…

MfG

Tai

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Ich wüsste nicht, wo sich Deine Meinung und die der vielen Leute, die
hier angeblich

zumindest keine Ahnung von der Intention
des Ballettes haben.

widersprechen sollten.
Auch wenn das, was Du beschreibst, haargenau so vielleicht noch nicht
gesagt wurde, kann ich nicht behaupten, dass die Leute, die hier ihre
eigene Art des Rezipierens von Ballett beschrieben haben, von der
Intention des Balletts nichts mitbekommen haben sollten.

Grüße
Judith

Hallo Tai,

Da scheint es ja eine Menge Übereinstimmung mit speziellen
paranormalen Erlebnissen zu geben bzw. man muß dann wohl
musische Entrückung in die grenzwissenschaftliche Forschung
aufnehmen.

Da ist 'was dran!

Schön außerdem, daß nicht alle Psychologen glauben, für alles
eine Erklärung zu haben :smile:

Die diesem Irrglauben anhängen, dürften die Amateure sein.

mfg
Klaus

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hallo Stefan,
lies dazu einmal Kleists berühmte Parabel „Über das Marionettentheater“, ein Gedanke Kleists, der einen das ganze Leben begleiten kann. Vielleicht erklären sich Dir dann Deine Gefühle. Gruß, I.

‚gleichsam durch ein Unendliches gegangen‘
Hi Irmtraut,

dein Einwurf freut mich sehr:

Kleists „Über das Marionettentheater“

(man könnte es auch nennen „Über die Anmut“)
halte ich selbst für eines der großartigsten Gedankengänge, der „wichtigsten“ Stücke der Weltliteratur (zumindest zum Thema Kunst, Kunsterfassen oder halt: Psychologie der Kunst).

Oder, um es anders zu sagen: Auch Literaturen können zu standing ovations animieren.

Insgesamt eine spannende Fragestellung, zu der es viel zu sagen und auszutauschen gäbe - wenn nicht der laute Lärm der Realität und des Tagesgeschäftes daran hindern würde.

Gruß

Metapher

Katharsis

Meine Frage: Was kann es sein, dass ein Tanz solche Emotionen
hervorrufen kann? Worin liegt die Faszination? Gibt es da eine
psychologische Erklärung?

Hallo Stefan,

Tanz ist mit Transzendenz verbunden, so nutzen religiöse Riten den
Tanz , um sich in Trance zu versetzen. Es entsteht ein Sich-Öffnen.
Durch den geöffneten Kanal mögen Energien fließen, die sonst nicht
hätten gelenkt und gezielt erlebt werden können.

Die Kombination von Tanz und Musik erlaubt ein Ineinanderspiel von
Gegensatz und Harmonie. Während sich Aerobic oder
Karnevalsveranstaltungen auf Synchronisation von Bewegung zur Musik
beschränken, erlaubt der Tanz wie du ihn erlebt hast ein geschicktes
Arrangement dieser individuellen Ausdrucksformen. Dadurch entsteht
ein dramaturgischer Dialog, der Spannungsmomente und
Lösungsvorschläge zulässt. Nach Aristoteles reinigt das Miterleben
einer künstlerischen (Lösungs)Veranstaltung die Seele, Katharsis.

Nun lässt sich jeder auf verschiedene Art und Weise auf eine
Kunstveranstaltung ein. Es gibt durchaus Zuschauer, die die Katharsis
nach wenigen Momenten schon im Schlaf erleben; was meiner Ansicht
nach eine ebenso gelungene Form der Entspannung darstellt als hätte
man die gesamte Dramaturgie mit allen Spannungs- und
Entspannungsmomenten bis zum Ende durchexerziert.

LG
Sprite

Hallo, Stefan,
es wäre wohl nicht Kunst, wenn es nicht unser Innerstes anrühren könnte.

Nicht all und jedes vermag jeden zu bewegen. Ich finde zu Ballet keinen, zu Musik nur bedingten Zugang. Manche Literatur hingegen - z.B. „Krambambuli“ (Marie von Ebner-Eschenbach), „Die Füße im Feuer“ (C.F. Meyer) oder „Blumen für Algernon“ (Daniel Keyes) - kann ich ohne ein Päckchen Taschentücher nicht lesen.

Es sind wohl die inneren Bilder, Gefühle und Erinnerungen, die wir mit dem Gesehenen, Gehörten oder Gelesenen verbinden, die diese starken Emotionen auslösen.

Grüße
Eckard

Literatur
Hallo Eckard,

Nicht all und jedes vermag jeden zu bewegen. Ich finde zu
Ballet keinen, zu Musik nur bedingten Zugang. Manche Literatur
hingegen - z.B. „Krambambuli“ (Marie von Ebner-Eschenbach),
„Die Füße im Feuer“ (C.F. Meyer) oder „Blumen für Algernon“
(Daniel Keyes) - kann ich ohne ein Päckchen Taschentücher
nicht lesen.

Mit den Füßen im Feuer geht es mir genau so. Ebenso mit „John Maynard“ und dem „Panther“ von Rilke. Ich alle drei auswendig - und es ist mir noch NIE gelungen, sie herzusagen, ohne daß mir dabei die Stimme versagt, weil ich heulen muß.

Aber das Rätsel, warum man nun auf das eine so emotional reagiert, auf das andere aber nicht - das haben wir immer noch nicht gelöst.

Liebe Grüße,
Nike

Aber das Rätsel, warum man nun auf das eine so emotional
reagiert, auf das andere aber nicht - das haben wir immer noch
nicht gelöst.

Stand das zur Debatte?

Hallo Nike

Meiner Auffassung nach, hat der Konsument ein Minimum an Talent
mitzubringen, um Zugang zu einer Kunstform zu haben. Genau wie ein
Künstler eine bestimmte Sprache wählt, um seine Türe zu öffen, wird
auch der Konsument ohne besondere Gabe in Hinblick auf ein
künstlerisches Ausdrucksmittel sein Türchen nicht entsperren können.

Durch Erziehung wie Balettunterricht kann man ein wenig nachhelfen.
Für alle Beteiligten den Kunsterzieher eingeschlossen ist es jedoch
angenehmer, die Bereiche zu fördern, zu denen ein Mensch leichter
Zugang findet.

Stell dir Talent wie eine Glastüre vor. Durch eine Türe zu gehen,
wird dir schwer fallen, wenn du nicht erkennen kannst, was du auf der
anderen Seite tun sollst. Du willst auch nicht jeden Unbekannten
hereinlassen,wozu sollte man also die Türe öffnen. Wenn du schon von
weitem erkennst, was dich auf der anderen Seite erwartet, findest du
dich umgekehrt viel leichter zurecht(, was nicht bedeutet, dass du
sofort in Tränen ausbrechen musst).

LG
Sprite

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