Bandscheibenvorfall

seit april 2007 habe ich irrsinnige rückenschmerzen, die bis ins bein strahlen. endlich dann vor 3 wochen zum ct, bandscheibenvorfall (soll heftig sein laut aussage des arztes) ich war in der lubinus klinik in kiel, die wollten sofort operieren. meine angst war so gross, dass ich erstmal abgelehnt habe. bitte, wer hat erfahrungen und kann mir vielleicht damit helfen. gibt es noch andre methoden?
lieben gruss
eve

Mod: Titel archivtauglich gemacht

Hallo Eve,

ich bin kein Mediziner, eigene Erfahrung habe ich nicht, nur indirekt.

Versteh es bitte nicht falsch, es ging um unseren Hund.

Auch Diagnose Bandscheibenvorfall, er hatte deutlich Geschwierigkeiten. Trotzdem sagte der TA, man könnte es erstmal konservativ versuchen, hat leider nicht viel gebracht.

Vor einer OP würde ich allerdings eine zweite Meinung einholen, frag mal bei der Krankenkasse nach, einige haben ärztliche Beratung, meine sogar kostenlos, rund um die Uhr.

Alles Gute!

LG Volker

seit april 2007 habe ich irrsinnige rückenschmerzen, die bis
ins bein strahlen. endlich dann vor 3 wochen zum ct,
bandscheibenvorfall (soll heftig sein laut aussage des arztes)
ich war in der lubinus klinik in kiel, die wollten sofort
operieren. meine angst war so gross, dass ich erstmal
abgelehnt habe. bitte, wer hat erfahrungen und kann mir
vielleicht damit helfen. gibt es noch andre methoden?
lieben gruss
eve

Hallo,

die Statistiken besagen, dass die Beschwerden meistens nach 3 Monaten verschwinden auch ohne OP.
Es gibt dann noch die Möglichkeit der minimalinvasiven OP, wo lediglich mit einer Sonde operiert wird.
Das habe ich selbst machen lassen, nachdem ich mehrere Monate alles Andere wie Massagen, Streckbank usw. mit nur wenig Besserung hinter mich gebracht habe.
Leider war die OP nicht so erfolgreich (aus anatomischen Gründen). Es lag nicht am Arzt. Durch das angepasste Stützkorsett, was ich dann einige Wochen tragen durfte, haben sich die Beschwerden jedoch zurückgebildet. Auch das in die Bandscheibe gespritzte Kontrastmittel für die Röntgenaufnahmen während der OP brachte eine Entlastung.
Die OP erfolgte nur mit örtlicher Betäubung um einer Verletzung von Nerven vorzubeugen.
Also schnappe Dir die Rötgenbilder und hole Dir noch einen Rat von einem anderen Arzt ein.
Operiert ist schnell. Bei vielen Patienten erzeugen jedoch dann die Narben Druck auf das Gewebe und die Nerven und führen zu weiteren Schmerzen.
Mir hat auch ganz gut Teufelskralle und Vitamin-B-Komplex geholfen. Aber in der akuten Phase war auch zwei Mal täglich eine Krankenschwester zum Schmerzmittel spritzen da. Aber das hielt eben nicht lange an.

Gruß Kerstin

Hi

seit april 2007 habe ich irrsinnige rückenschmerzen, die bis
ins bein strahlen.

kenne ich.

abgelehnt habe. bitte, wer hat erfahrungen und kann mir
vielleicht damit helfen. gibt es noch andre methoden?

Ich würde mir auf jeden Fall noch eine zweite Meinung einholen. Ich hatte im Vorjahr einen Bandscheibenvorfall, den ich aber mit physikalischer Therapie, einer Kur und jetzt regelmäßigen Geräteturnen unter therapeutischer Aufsicht in den Griff bekommen habe.

Die höllischen Ausstrahlungen ins Bein sind komplett weg, die Rückenschmerzen teilweise sind noch da, aber wesentlich weniger intensiv und die schmerzfreien Phasen werden immer länger

Laut meinem Arzt werden Bandscheibenvorfälle nur noch in Ausnahmefällen operiert, solange man noch halbwegs krauchen kann, werden erstmal andere Sachen ausprobiert.

gute Besserung
Edith

Hi
auch ich würde erst andere Meinung(en) einholen.

Mir wurde, in ähnlichem Fall, in der Enzensberg-Fachklinik
in Füssen/Hopfen am See sehr geholfen. Dein Hausarzt kann dich dort
auch direkt einweisen lassen (hat Akutkrankenhaus-Zulassung).
http://www.fachklinik-enzensberg.de/index.shtml?aufn…

Gute Besserung wünscht

D.

Hallo,

Bandscheibenvorfälle werden nur mit schweren neurologischen Begleiterscheinungen, d.h. Lähmungen oder bei großem Leidensdruck operiert.
Tatsächlich lindern sich die Beschwerden schon nach wenigen Monaten von selbst. Nachhelfen kann man mit Physiotherapie, Rückentraining, leichten Ausdauertraining unter Kontrolle eines Experten (Physiotherapeuten oder Sporttherapeuten/mediziner), physikalischer Therapie (Wärme, Massagen etc. für die verspannte Muskualtur) und Schmerzmitteln.
Ich arbeite als Physiotherapeutin in der Uniklinik Ulm mit frisch operierten Bandscheibenpatienten. Sie werdenf fast alle minimal invasiv, d.h. ohne großen offenen Schnitt, operiert. Bei fast allen bessert sich die Symptomatik (wie gesagt es werden hauptsächlich die mit Lähmungserscheinungen operiert) kurz nach der OP. Man muss allerdings dazu sagen, dass es trotz OP sein kann, dass sich der Bandscheibenvorfall wieder kommen kann bzw. auf anderer Höhe auftreten kann. Zudem kann die Symptomatik die ersten Tage aufgrund der Wundheilung auch schlimmer werden, bessert sich dann allerdings schnell wieder.
Wichtig ist nach einer OP trotz allem auch das Training der Rückenmuskulatur und des rückengerechten Verhaltens. Eine OP ist also kein Ersatz für´s Training und ich würde sageb, Du probierst es erst einmal ohne OP. Falls sich die Beschwerden innerhalb 6 Monaten nicht bessern könntest Du nochmal über eine OP nachdenken. Informier Dich dafür allerdings bitte sehr gut über erfahrene Ärzte.

Ich hoffe, Dir geht es schnell wieder besser.

Grüße
Jessica