Bandscheibenvorfall in der Jugend! 'Hilfe'

Guten Abend alle zusammen.

Ich habe ein Problem ich bin 19 Jahre alt und habe einen doppelten Bandscheibenvorfall.

Da ich sehr jung oder zu jung für einen Bandscheibenvorfall bin stellen sich mir ein paar Fraegen.

  1. Nach Genesung, bin ich da wieder vollkommen Körperlich belastbar?(Davon ausgehend das ich in einem Beruf Lerne in dem man sich viel bewegen und heben muss)

2.Wie lange dauert im Durchschnitt die Heilung eines doppelten Bandscheibenvorfalls?

  1. Bin ich nach der Heillung anfälliger für weitere Bandscheibenvorfälle zumal in einer Hälfte meiner Familie Bandscheibenvorfälle häufiger vorgekommen sind?

4.Ist es bei Bandscheibenvorfällen normal das man einen drang hat sein Kreuz durch zu drücken,

Hoffe auf viel Antworten.

Da ich sehr jung oder zu jung für einen Bandscheibenvorfall
bin stellen sich mir ein paar Fraegen.

Erstmal vorweg, ein Bandscheibenvorfall in so jungem Alter ist nichts mehr ungewöhnliches. Gehe mal davon aus das Schmerzen seitens des Bandscheibenvorfalls bestehen.

  1. Nach Genesung, bin ich da wieder vollkommen Körperlich
    belastbar?(Davon ausgehend das ich in einem Beruf Lerne in dem
    man sich viel bewegen und heben muss)

Ein Bandscheibenvorfall wird sich nicht von selbst regenieren. Wenn die Bandscheibe mal draußen ist, ist sie draußen. Körperlich belastbar ist man immer, eben im schmerzfreien Bereich.

2.Wie lange dauert im Durchschnitt die Heilung eines doppelten
Bandscheibenvorfalls?

Es gibt Möglichkeiten den Bandscheibenvorfall zu behandeln, bzw. die dadurch entstehenden Schmerzen zu lindern. Operativ oder konservativ, d. h. durch Medikamenteneinnahme und Krankengymnastik die Schmerzen zu lindern bzw. durch Krankengymnastik/Rückenschule die Rückenmuskulatur aufzubauen. Bei einer OP wird die Bandscheibe entfernt, durch einen Titan-Block ersetzt und dann mit Krankengymnastik begonnen. Das dauert mit Reha ungefähr 8 Wochen.

  1. Bin ich nach der Heillung anfälliger für weitere
    Bandscheibenvorfälle zumal in einer Hälfte meiner Familie
    Bandscheibenvorfälle häufiger vorgekommen sind?

Bandscheibenvorfälle sind nicht erblich. Es ist egal wie viele in der Familie schon einen hatten. Man kann nur Vorbeugen, anfälliger ist man deshalb nicht.

4.Ist es bei Bandscheibenvorfällen normal das man einen drang
hat sein Kreuz durch zu drücken,

Jeder nimmt bei einem Bandscheibenvorfall eine Haltung an die er für angenehm empfindet. Da gehört wohl auch das durchdrücken dazu.

Hoffe das hat ein wenig geholfen

Hallo,

Bei einer OP wird die Bandscheibe entfernt, durch einen Titan-Block :ersetzt und dann mit Krankengymnastik begonnen. Das dauert mit Reha :ungefähr 8 Wochen.

ich bin nur „rückengeschädigter“ Laie. Aber so ganz ist das glaube ich nicht richtig.

  • Es gibt auch „einfachere“ Formen der OP, wo z.B. nur das vorgetretene Bandscheibengewebe entfernt wird.

  • Die beschriebene OP-Form mit einem Titanblock ist doch eine Form der Versteifung oder? In dem Fall mag es vielleicht Fälle geben, die außergewöhnlich fix mit Heilung + Reha dabei sind. Aber die meisten brauchen da doch länger. Da sind acht Wochen ein Witz.

Insgesamt mag die OP für einige wirklich erfolgsbringend sein. Aber meiner Erfahrung nach (allg. mit Rücken-OPs) und nach Kontakt mit anderen Patienten sei die Entscheidung wohl überlegt. Mal eben OP, ein paar Wochen KG/Reha und alles ist (am besten noch für immer) gut ist wohl ein Wunschtraum.

Im Zweifel lieber noch mal eine dritte Meinung einholen.

VG
Monroe

(habe zwar selber keine BS-Vorfälle, aber zwei durch Zufall im Bauch-MRT entdeckte Vorwölbungen seit mindestens fünf Jahren. Diese sind bis heute nicht in irgendeiner Weise relevant geworden.)

Hier stimmt was nicht…
Hi,

Da ich sehr jung oder zu jung für einen Bandscheibenvorfall
bin stellen sich mir ein paar Fraegen.

Erstmal vorweg, ein Bandscheibenvorfall in so jungem Alter ist
nichts mehr ungewöhnliches.

IMHO sind Bandscheibenvorfälle GAR KEINE Alterserscheinungen wie man oft glaub.

Ein Bandscheibenvorfall wird sich nicht von selbst regenieren.
Wenn die Bandscheibe mal draußen ist, ist sie draußen.
Körperlich belastbar ist man immer, eben im schmerzfreien
Bereich.

What? Wo haste das denn her? Ne „Bandscheibe“ ist keine harte Knochenscheibe die verrutscht und dann einfach falsch sitzt und da bleibt. IMHO regenerieren sich die meisten BSV von selbst oder man bemerkt sie noch nicht mal. Und mit dauerhaften Schmerzen sind die keineswegs verbunden. Ich habe mal gehört, dass die Zustände ein Jahr nach einer OP gleich sind wie ohne OP.

http://de.wikipedia.org/wiki/Bandscheibenvorfall

Bei einer OP wird die Bandscheibe entfernt, durch einen
Titan-Block ersetzt

So ein Quatsch. Wo haste das denn her??? Das mag vielleicht MANCHMAL so sein,ist aber wohl eher die Ausnahme.

und dann mit Krankengymnastik begonnen.
Das dauert mit Reha ungefähr 8 Wochen.

ACHT Wochen? Ts…

HTH,
J~

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Es ist einfach so, dass es zwar immer darauf ankommt wie weit die Bandscheibe vorgewölbt ist, ob sie auf einen Nerv drückt oder ob sie ganz aus dem Bandscheibenfach draußen ist. Je nach dem wird die Therapie entschieden. Einen Bandscheibenvorwölbung merkt man sicherlich nicht, aber eine Bandscheide die draußen ist lässt sich nicht einfach wieder an Ort und Stelle bringen. Ich arbeite seit mehr als 10 Jahren in der orthopädischen Abteilung einer Klinik. Daher bin ich grundsätzlich der Meinung das ich gerade in dem Bereich ein wenig Know-how mitbringe, vor allen Dingen, da ich im Monat mehrere 100 Bandscheibenvorfälle zur Behandlung vorstelle.

Ich arbeite seit mehr als 10 Jahren in
der orthopädischen Abteilung einer Klinik. Daher bin ich
grundsätzlich der Meinung das ich gerade in dem Bereich ein
wenig Know-how mitbringe, vor allen Dingen, da ich im Monat
mehrere 100 Bandscheibenvorfälle zur Behandlung vorstelle.

Hallo,
sind da oefters junge Leute bei? Wie ist dei Verteilung nach alter etwa?
Gruss Helmut

Ich arbeite seit mehr als 10 Jahren in
der orthopädischen Abteilung einer Klinik. Daher bin ich
grundsätzlich der Meinung das ich gerade in dem Bereich ein
wenig Know-how mitbringe, vor allen Dingen, da ich im Monat
mehrere 100 Bandscheibenvorfälle zur Behandlung vorstelle.

Hallo,

die Bandscheibenvorwölbung habe ich nur erwähnt um zu sagen, dass es viele Befunde ohne Beschwerden und viele Beschwerden ohne Befunde gibt.

Rein aus Patientensicht und ohne Dich persönlich angreifen zu wollen:
Wenn Du sagst, dass Du schon zehn Jahre mit Bandscheibenvorfällen zu tun hast, hätte ich „mehr“ erwartet. Ich hatte Dir eben schon anders geantwortet.

Aber mir kommt das bekannt vor. Meine operierende Klinik (kein BSV) freut sich die ganze Zeit bei jeder Kontrolluntersuchung über den „positiven Verlauf“. Die gucken sich die Bilder an, schauen sich Bewegungseinschränkungen und Muskulatur an. Das der Verlauf aus meiner Sicht vielleicht gar nicht so erfreulich ist, interessiert die gar nicht. Meine Schmerzen und Einschränkungen sind mehr oder weniger uninteressant.

Genauso waren auch die der Meinung, dass ich zwei Wochen nach der OP und ohne Reha wieder voll arbeiten kann. Nach zwei Wochen konnte ich aufgrund der OP noch nicht vernünftig atmen geschweige denn mehr als zweihundert Meter ohne Pause laufen. Die behandelnden Ärzte zu Hause haben auch etwas komisch geguckt.

Meine eigene Vermutung ist die, dass die Ärzte in den operierenden Kliniken nicht die Praxis im Kopf haben. Die operieren, freuen sich über die guten Bilder und sehen den Patienten vielleicht nochmal bei den jährlichen Kontrollutnersuchungen. Was dazwischen geschieht, davon bekommen sie nur wenig mit.

Acht Wochen nach einer Versteifung (Du hast mich da nicht korrigiert, also nehme ich mal an, dass es eine ist) wieder fit zu sein… Ich bin sehr überzeugt, dass das nicht praxisnah ist sondern nur Wunschdenken der Operateure.

VG
Monroe

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@Helmut: Das Altersdurchschnitt liegt würde ich sagen bei ca. 35 Jahren. Da is vom 15-jährigen bis zum 70-jährigen alles dabei

@Monroe: ich muss dir da schon recht geben, dass sich viele operiende Ärzte nicht wirklich für den Pat. und den Behandlungsverlauf interessieren. Die sehen ihr Ergebnis und fertig. Bei uns hab ich einfach die Erfahrung das sich intensiv und mehr um den Pat. gekümmert wird und dadurch auch bessere Behandlungsmöglichkeiten für den Pat. nach der OP bzw. auch im konservativen Bereich entstehen. 8 Wochen sind schon realistisch gedacht, allerdings auch stark vom Pat. abhängig (allgemeine Verfassung, Alter, Lebensumstände, schon bestehende Erkrankungen). Wir haben auch Fälle in denen die Beschwerden auch nach Jahren noch bestehen. Das is eben alles von Fall zu Fall sehr unterschiedlich, deswegen hab ich versucht etwas allgemein zu antworten.

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Das Problem ist wohl auch das ich mit dem Bandscheinbenvorfall bald 6 Monate rum gelaufen bin ohne das er Gefunden wurde. Man nahm davor an es sei eine Beckenbodenmuskel entzündung.
Mir wurde jetzt auch schon nah gelegt nicht mehr als zu stark zu Arbeiten, wenn ich wieder Arbeitsfähig erklärt werde. Da ein BSV nie richtig verschwindet. Das wurde dann im zusammenhang zu weiteren möglichen BSV begründet. Die dann wieder rum stärker sein und schlimmere folgen mit sich bringen können.

Qualifikation?

Ich arbeite seit mehr als 10 Jahren in
der orthopädischen Abteilung einer Klinik.

Und was genau ist deine Qualifikation? Ich habe auch im OP gearbeitet und bin deswegen noch lange kein Arzt.

Daher bin ich
grundsätzlich der Meinung das ich gerade in dem Bereich ein
wenig Know-how mitbringe,

Ehrlich gesagt hast du mich davon nicht ansatzweise überzeugt. Wer so absolut wie du hier schreibst hat fast immer unrecht.

Viele Grüße,
J~

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Ich arbeite seit mehr als 10 Jahren in
der orthopädischen Abteilung einer Klinik. Daher bin ich
grundsätzlich der Meinung das ich gerade in dem Bereich ein
wenig Know-how mitbringe, vor allen Dingen, da ich im Monat
mehrere 100 Bandscheibenvorfälle zur Behandlung vorstelle.

Hallo,

was machst Du denn da? Was heisst vorstellen? mehrere Hundert im Monat. Bei dreihundert wären es mehr als zehn am Tag.

VG
Monroe

Ist das Deine Seite? http://maeusla2003.uboot.com/

@Monroe: Ich bin für die Patienteneinteilung zuständig, zusammenstellen der Befunde und geb Kurzinfos über Behandlungsstand an die Ärzte weiter. Eigentlich mehr die Tätigkeit einer Arzthelferin, aber in manchen Bereichen erweitert.
Sorry, das ist die Seite meiner Tochter

Hallo!

Ich habe ein Problem ich bin 19 Jahre alt und habe einen
doppelten Bandscheibenvorfall.

Herzliches Beileid - ich weiss, wie das ist.

Gleich vorab:
Ich bin kein Mediziner. Aber ich hab seit etwa sieben Jahren das gleiche Problem, kann es dir also aus Sicht eines Betroffenen, der auch schon eine Odysee durch verschiedene Artzpraxen hinter sich hat, schildern.

2.Wie lange dauert im Durchschnitt die Heilung eines doppelten
Bandscheibenvorfalls?

  1. Nach Genesung, bin ich da wieder vollkommen Körperlich
    belastbar?

Ewig. Es gibt keine „Genesung“

Die Bandscheibe ist ein gelgefülltes Säckchen, das von Muskeln in Form gehalten wird. Wenn die Muskeln mangels Sport/Bewegung schlapp machen, dann kann das Säckchen teilweise rausflubbern, sich verschieben oder gar ein wenig aufreissen, wodurch etwas von dem Gel austritt.

Wenn das jetzt auf die Nervenstränge drückt, die gleich dahinter verlaufen, dann tut’s weh - richtig weh.

Von alleine heilt das niemals.

Es gibt im Prinzip nur zwei Möglichkeiten:

  1. Operation. Dabei wird - ja nach Fall - etwas weggeschnibselt, durch eine Gummi-Scheibe oder Kugel ersetzt, oder die vorhandene Bandscheibe mit einem kleinen Gummi"korsett" wieder in Form gebracht. Aufgrund der unmittelbaren Nähe zu den Nerven keine ungefährliche Sache, weshalb die meisten Ärzte - außer in Extremfällen - davon dringend abraten.

In meinem Bekanntenkreis haben einige Leute sowas hinter sich.
Der Optimalfall war mein Vater: OP, acht Wochen Reha, seither nie wieder Schmerzen.
Der Negativfall ist der Sohn unseres Haus-und-Hof-Klempners:
OP, sechs Monate Reha, seither ständig wiederkehrende Schmerzen und ständige Krankenhausaufenthalte. Der Junge ist im Prinzip kaputt.
Dazwischen gibt’s alle denkbaren Abstufungen.

Ich selber hab das daher mit der OP gelassen und bin zur zweiten Möglichkeit übergegangen:

  1. Sport. Speziell Rückentraining.
    Ein gut trainierte Rückenmuskulatur hält auch eine geschädigte Bandscheibe so in Form, das man außer in Extremsituationen (schleppen von wirklich schweren Sachen) sich fast normal bewegen kann.

Dummerweise hat das mit dem Sport bei mir nicht wirklich funktioniert. nach einem halben Jahr haben mich meine Bandscheiben wieder für zwei Wochen flachgelegt.

Und jetzt kommt’s:
Ich hab mir vor eineinhalb Jahren ein Haus gekauft. So ein Sanierungsschätzchen. Und weil ich eine arme Sau bin, muss ich alles selber machen. Also bin ich jede freie Minuten am schuften - einschließlich schwere Dinge schleppen und in den unmöglichsten Verrenkungen unter der Decke was festschrauben etc.
Seit ich in dem Haus schufte hab ich so gut wie keine Probleme mehr mit meinem Rücken!
Es stimmt schon, was man so sagt: ein starker Rücken lebt von Bewegung - aber damit sind offensichtlich nicht immer die gleichen, wiederkehrenden Bewegungen zweimal die Woche auf der Muckimaschine in der Zappelbude gemeint, sondern viele, verschiedene und abwechslungsreiche Bewegung.
Daher denke ich das:

(Davon ausgehend das ich in einem Beruf Lerne in dem man sich viel bewegen und heben muss)

sich eher positiv auf deinen Rücken auswirken wird - in gewissen Grenzen, versteht sich. Maurer oder Dachdecker dürfte der falsche Beruf mit solch einem Handicap sein, Schreiner oder ähnliches dürfte schon eher passen.

Einschränkung: Wenn du merkst, das es piekst, dann ganz schnell einen Gang runterschalten. Ich hab das in der Anfangszeit bei meinem Bau ein paar Mal gehabt und dann sofort aufgehört zu arbeiten. Dieses Warnsignal ist dann im Laufe der Zeit immer seltener gekommen, jetzt spür ich nur noch so zweimal im Jahr etwas.

4.Ist es bei Bandscheibenvorfällen normal das man einen drang
hat sein Kreuz durch zu drücken,

Ja - dadurch ziehst du die Wirbel an der Seite, an der die Bandscheibe bzw. ein Teil davon rausschaut und auf die Nerven drückt, etwas auseinander, wodurch die Bandscheibe wieder ein Stückchen zurückgeholt wird.

Ist auch die erste Übung, die dir dein Trainer/Physiotherapeut/Mediziner mit auf den Weg geben wird: mit den Armen an der Wand abstützen und Rücken soweit wie möglich durchbiegen.

Ansonsten:
Kauf dir’n Stuhl, mit dem du möglichst gerade oder besser mit leichtem Hohlkreuz sitzen kannst. Kauf dir’n Keilkissen für’s Auto. Gib dein Rennrad ab und kauf dir ein Hollandrad mit hohem Lenker. Ich hab meinen schönen Rennsemmel verkauft (schnief) und mir einem Chopper geholt. Gartenarbeit scheint meinem Rücken auch richtig gut zu bekommen - natürlich nur, wenn ich es nicht übertreibe.
Und so weiter.

Wenn man sich ein wenig anpasst und vorsichtig bewegt (das kommt alles von ganz alleine, keine Bange), kann man mit einem (nicht zu schlimmen) Bandscheibenvorfall durchaus leben.

Aber dir muss klar sein, das er immer mal wieder kommen kann. Mein letzter Anfall (vor etwa zwei Jahren) kam, als ich am Schreitisch gesessen habe und mich zur Seite gestreckt habe, um dort einen Briefumschlag aufzunehmen. Es sind diese kleinen, unbedachten Bewegungen, die dich umhauen, denn wenn du in die Hocke gehst, um was schweres zu heben, dann merkt der Körper das schon und spannt die Muskeln vorher an. Aber wie gesagt, den Bogen kriegt man recht schnell raus.

Solange die Schmerzen nicht wirklich unerträglich sind, würde ich mir das mit einer Operation zweimal überlegen.

Grüße vom Leidengenossen,
mabuse

Hi,

Von alleine heilt das niemals.

Es gibt im Prinzip nur zwei Möglichkeiten:

  1. Operation. Dabei wird - ja nach Fall - etwas
    weggeschnibselt, durch eine Gummi-Scheibe oder Kugel ersetzt,
    oder die vorhandene Bandscheibe mit einem kleinen
    Gummi"korsett" wieder in Form gebracht.

ehrlich gesagt wundert mich bei dir genauso wie bei Jessy die Absolutheit (vieler) deiner Aussagen. Irgendwie scheinen in diesem Brett hier, anders als z.B. im Medizinbrett, differenzierte Antworten nicht sehr gefragt zu sein.
Naja, wer meine Meinung zum BSV hören will kann ja im Archiv (Medizinbrett!) nachschlagen… :wink:

VG,
J~

OT
Hi auch,

ehrlich gesagt wundert mich bei dir genauso wie bei Jessy die
Absolutheit (vieler) deiner Aussagen. Irgendwie scheinen in
diesem Brett hier, anders als z.B. im Medizinbrett,
differenzierte Antworten nicht sehr gefragt zu sein.
Naja, wer meine Meinung zum BSV hören will kann ja im Archiv
(Medizinbrett!) nachschlagen… :wink:

Und ich dachte immer, hier wären Wissen und Erfahrung, nicht Meinungen gefragt.
Mannomann. Haste auch mal einen Link auf deine Wissensbank im Archiv?

Gruß
Der Franke

topic
Hi,

schon die Aussage

"Es gibt im Prinzip nur zwei Möglichkeiten:

  1. Operation. Dabei wird - ja nach Fall - etwas weggeschnibselt, durch eine Gummi-Scheibe oder Kugel ersetzt, oder die vorhandene Bandscheibe mit einem kleinen Gummi"korsett" wieder in Form gebracht."

lässt sich mit dem obersten Google-Treffer widerlegen:
http://www.google.de/search?hl=de&q=bandscheibenvorf…
http://www.neurochirurgie-badhomburg.de/Bandscheiben…
„Die häufigste Operationsmethode nach einem Bandscheibenvorfall ist die MISS-Technik. Dabei wird ein minimal Invasiver Eingriff vorgenommen, bei der unter Verwendung von mikrochirurgischen Instrumenten das ausgetretene Bandscheibenmaterial entfernt und somit der Nerv wieder freigelegt wird.“
Hervorhebung von mir.

Weder steht dort was von DER (alleinigen) Operationsmethode noch davon, dass da was eingesetzt wird.

EINE weitere Methode ist z.B. der Racz-Katheter (da wird auch nix eingesetzt, nicht mal was weggeschnippelt), sicher gibt es noch mehr…

Viele Grüße,
J~

Morgähn!

also erstens möchte ich mich mal selber zitieren:

Gleich vorab:
Ich bin kein Mediziner.

Damit miente ich ausdrücklich, das man von mir keine medizinisch korrekten Ansgaen erwarten kann. Ich kann nur aus meiner Erinnerung das wiedergeben, was die Ärzte mir vor einigen Jahren erzählt haben.

Und:

lässt sich mit dem obersten Google-Treffer widerlegen:
http://www.google.de/search?hl=de&q=bandscheibenvorf…
http://www.neurochirurgie-badhomburg.de/Bandscheiben…
„Die häufigste Operationsmethode nach einem
Bandscheibenvorfall ist die MISS-Technik. Dabei wird ein
minimal Invasiver Eingriff vorgenommen, bei der unter
Verwendung von mikrochirurgischen Instrumenten das
ausgetretene Bandscheibenmaterial
entfernt und somit der Nerv wieder
freigelegt wird.“

Das ist genau das, was ich salopp mit:

Dabei wird - ja nach Fall - etwas weggeschnibselt,

Gemeint hatte.

Weder steht dort was von DER (alleinigen) Operationsmethode
noch davon, dass da was eingesetzt wird.

Ich hab nicht von DER Methode gesprochen, sondern drei verschiedene angeführt.

Dir andere von dir angeführte Methode kenn ich nicht, die anderen beiden wurden mir auch vom Arzt genannt (und das mt der Gummischeibe oder vielmehr -kugel hab ich auch mal im Fernsehn gesehen).

Ich erhebe hier keineswegs Anspruch auf Vollständigkeit oder medizinsche Korrektheit, das war nur ein Erfahrungsbericht.

sicher gibt es noch mehr…

Unter Garantie - schließlich bleibt die Forschung hier ja auch nicht stehen.

lg, mabuse

Hi,

sorry, ich wollte dich nicht zu sehr angreifen.

Es war mir nur wichtig, dass nicht ein (kleiner) Ausschnitt der u.U. vielfältigen Möglichkeiten als unabdingbares Faktum präsentiert wird wie es in dieser Diskussion hier mehrmals geschah.

Das ist genau das, was ich salopp mit:

Dabei wird - ja nach Fall - etwas weggeschnibselt,

Gemeint hatte.

Okay, LOL :wink:

Dir andere von dir angeführte Methode kenn ich nicht, die

Die ist auch nicht soo sehr verbreitet und bei manchen Ärzten IMHO auch umstritten. Wenn sie die überhaupt kennen; auch von Fachärzten darf ich als Patient keine Allwissenheit erwarten.

Vg,
J~

Hallo, ich hatte mit 25 Jahren einen einfachen Bandscheibenvorfall, bin damit noch ein halbes Jahr arbeiten gegangen, dann innerhalb von 2 Wochen Orthopäde - MRT - Orthopäde - OP. Hab nach der OP ca. 1/2 Jahr Ruhe gehabt, dann (vermutlich) 2. Vorfall, bin nicht zum Arzt gegangen. Die schmerzen waren 3x so schlimm wie beim ersten. Hab fleißig Diclofenac geschluckt und nach 1 Jahr waren die schmerzen plötzlich weg. Nun, vermute ich, bin ich kurz vorm 3. Vorfall. Wie du siehst, ist OP nicht die beste Möglichkeit. Meine Physiotherapeutin meint, es wäre auch nur mit Krankengymnastik behandelbar, aber die Ärzte sind mit solchen Rezepten heute leider ziemlich sparsam (um’s mal vorsichtig auszudrücken). Wie das bei einem doppelten Vorfall ist, weiß ich nicht. Das wichtigste ist, daß du sofort, wenn du wieder darfst, Rückengerechten Sport machst. Das habe ich zuerst leider versäumt. Die Dauer der Ausheilung ist bei jedem Unterschiedlich, aber nach der OP (in meinem Fall) darf man nicht mehr wie 25 kg heben. Mit dem Rücken durchdrücken: war in meinem Fall auch so. Ich würde mir an deiner Stelle Meinungen von mehreren Ärzten einholen. Ich wünsche dir viel Glück. Lg Melanie