Hallo!
Ist euch aufgefallen daß demokratische Staatschefs fast nie Bartträger sind?
Weiß jemand woran das liegt??
Hallo!
Ist euch aufgefallen daß demokratische Staatschefs fast nie Bartträger sind?
Weiß jemand woran das liegt??
auch hallo,
Ist euch aufgefallen daß demokratische Staatschefs fast nie
Bartträger sind?Weiß jemand woran das liegt??
vielleicht, weil männer mit bart immer etwas glauben verbergen zu müssen - ihr gesicht nämlich - was im umkehrschluss demokratische… (ne, das war nur so ne idee. und gleichzeitig leiste ich abbitte an hochgeschätzte bartträger hier im forum *wink* 
oder: in demokratischen staatsformen können auch frauen oberhaupt sein. damit sinkt - zumindest theoretisch - die chance, einen bartträger als regierungschef zu haben, um 50% (die anzahl der damenbärte in politischen spitzenpositionen möchte ich hier jetzt mal vernachlässigen)
na gut, ich hab ja nur mal laut gedacht.
beste grüße
ann
Rückschluss: Bartlose
Staatsjefes immer demokratischer Gesinnung? Wohl kaum.
HH
Hallo ann,
vielleicht, weil männer mit bart immer etwas glauben verbergen
zu müssen -
Wiiiiiiederspruch!
Ich trage Bart, weil ich Rasieren für eine Energie-, Wasser- und Zeitverschwendung halte.
Im Winter kommt dann noch die wärmende Wirkung des Bartes dazu.
Pasta
Gandalf
Liebe ann,
man hört ja seit Urzeiten diesen Satz, dass „Bartträgher was zu verbergen“ hätten. Ich hatte schon immer das Gefühl, dass das in den meisten Fällen NICHT zutrifft. Umgekehrt hatte ich spontan die Idee, dass Politiker überwiegend BARTLOS sein wollen/müssen, weil sie so AALGLATT sind. Ich persönlich fand mich ohne Bart immer zu glatt, mochte mich selber lieber mit (kurzem) Bart sehen. Empfand das auch immer natürlicher. Schließlich rasiere ich ir ja auch nicht die Augenbrauen weg.
Gruss von Branden
Lieber Gandalf,
ich sehe es ähnlich, jedenfalls was die wärmende Wirkung betrifft und dieses tägliche Rasieren. Mit dem Haupthaar geht es mir ähnlich: Wenn ich das mal im Winter abe zu kurz schneiden lassen, habe ich mir entweder sofort eine Erkältung geschnappt oder fühlte mich fröstelnd in Zugluft sitzend unangenehm.
Gruss von Branden
Hi Till,
immerhin ist Herr Thierse immer wieder im Gespräch, Bundespräsident zu werden (was ich persönlich unterstützen würde, aber das tut hier nichts zur Sache). Bin ziemlich sicher, dass der sich deshalb niemals den Vollbart rasieren würde… Warum auch, das gehört m.E. zu seiner Persönlichkeit… (und küssen müsste ich ihn ja deshalb nicht *g).
Gruß,
Anja
Ich würde mal knapp formulieren, daß Bärte nur etwas für charakterstarke Menschen sind. Diese sind aber in den wenigsten Fällen demokratisch veranlagt, denn sie wissen ja schließlich, was richtig und was falsch ist. Ich denke auch nicht, daß Bartträger etwas verstecken, im Gegenteil. Unser natürliches Gesicht ist mit Bart, wer ihn abrasiert versteckt eher etwas. Der Bartträger gibt etwas aus sich heraus preis, was der rasierte nicht tut. Er ist damit eigentlich als „natürlicher“ einzustufen. Aber ich sage ja immer wieder, daß die Deutschen nicht beraten können
Nun komme ich zu dem Schluß: Ein Bartträger würde also bei uns immer mit dem Risiko leben, als Profilneurotiker oder einfach nur als ungepflegt eingestuft zu werden. Ein Politiker in der Demokratie hat da viel zu viel zu verlieren, rasiert sich lieber und setzt sich die Brille mit ovalen Gläsern auf. Wie wenige haben eckige Gläser oder blaue oder so?
In der Diktatur hingegen schaffen es nur Profilneurotiker, nach oben zu kommen. Diese haben mit Bartträgern nichts gemeinsam bis auf die Tatsache, daß sie nichts zu verlieren haben und sich deswegen ganz natürlich zeigen können. Das können sie mit ihren Schlachtrufen ebenso wie mit mit ihrem Bartwuchs.
Ist zumindest meine bescheidene Meinung, nicht die eines Experten.
Gruß, AndyM
[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]
Lieber AndyM,
ich kann Dir insgesamt nur zustimmen. Das ist in etwa auch meine Erfahrung. Die Bartträger unter meinen Freunden sind eher unangepaßte, künstlerische Individualisten.
Gruss von Branden
Begriffe-Wirrwarr
Hallo, Andy!
Ich kann Dir leider nicht zustimmen.
Ich würde mal knapp formulieren, daß Bärte nur etwas für
charakterstarke Menschen sind. Diese sind aber in den
wenigsten Fällen demokratisch veranlagt, denn sie wissen ja
schließlich, was richtig und was falsch ist.
Ich finde, Du wirbelst hier die Begriffe „Charakterstärke“, „Demokratie“ und „Urteilsfähigkeit“ ziemlich wild durcheinander. Warum sich Charakterstärke in einem Bart ausdrücken soll, ist mir unklar. Ich kenne viele stupide, angepasste Bartträger, die von einem getrimmten Schnurrbart bis zu einem wilden Vollbart so ziemlich alle Barttypen bieten. Bei künstlerisch oder intellektuell tätigen Menschen sehe ich den Bart eher als Zeichen an, dass sie auf ihr Äußeres wenig und mehr auf den Ausbau ihres Wissens oder die Umsetzung ihrer Kunst Wert legen. Gleichzeitig fallen mir in meinem Umfeld auch standhafte, der Demokratie zugewandte Rasierte ein, als prominente Beispiele wären Helmut Schmidt oder Bill Clinton zu nennen.
Von einer Äußerlichkeit auf eine charakterliche Disposition oder gar auf eine politische Ansicht zu schließen, halte ich wirklich für mehr als gewagt. „Demokratisch veranlagt“ – gibt es sowas? Ist Demokratie nicht etwas, in das man hineinwächst, das man erlernen und verstehen kann, das also mehr von der intellektuellen Kapazität abhängt? Ich bin mir dessen ziemlich sicher. Dass charakterstarke Menschen, also Bartträger, immer besonders urteilsfähig sind („wissen ja schließlich, was richtig und was falsch ist“), halte ich ebenfalls für Humbug. Dass sich das mit Demokratie nicht vereinbaren lässt, sehe ich auch anders. Rein begrifflich bedeutet Charakterstärke zunächst einmal nur, dass man die getroffenen Entscheidungen mit Vehemenz verteidigt und an ihnen festhält. Dass viele Menschen daraus schließen, dass diese Entscheidungen gut und richtig sind, ist mir bekannt, im Wort selbst aber definitiv nicht enthalten.
Dass in der heutigen Politik, die viel mit dem Showbusiness gemein hat, Bartwuchs ungern gesehen wird, mag stimmen. Viele Leute, so auch ich, empfinden Bartträger als diejenigen, die oft ungepflegter wirken, was leider auch auf einige konkrete Fälle aus meinem Umfeld zutrifft. Man assoziiert da leicht Spuckefäden und Essensreste, die im Bart hängen bleiben und ähnliche Nettigkeiten. Aus einer sauberen Erscheinung schließt man leider viel zu oft auch auf eine saubere Weste. So falsch dieser Schluss ist, halte ich es auch für völlig unzulässig, vom Bartwuchs auf die gesamte charakterliche und geistige Disposition einer Person zu schließen.
Beste Grüße!
Christopher
in demokratischen staatsformen können auch frauen
oberhaupt sein. damit sinkt - zumindest theoretisch - die
chance, einen bartträger als regierungschef zu haben, um 50%
(die anzahl der damenbärte in politischen spitzenpositionen
möchte ich hier jetzt mal vernachlässigen)
Alle Bundespräsidenten und -Kanzler der BRD waren bis jetz Männer, kein Bartträger war darunter.
Alle US-Präsidenten waren bis jetzt Männer, mir fällt keiner mit Bart ein außer Lincoln.
Bei den französischen Präsidenten weiß ich es nicht genau, aber ich weiß auch nur von männlichen ohne Bart.
usw. usw.
Als Staatschef, finde ich, ist in der BRD eher der Kanzler denn der Präsident zu bezeichnen. Ebenso wie es in England ja auch nicht (mehr) der König/die Königin ist, sondern der Premier.
[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]
Dass in der heutigen Politik, die viel mit dem Showbusiness
gemein hat, Bartwuchs ungern gesehen wird, mag stimmen. Viele
Leute, so auch ich, empfinden Bartträger als diejenigen, die
oft ungepflegter wirken, was leider auch auf einige konkrete
Fälle aus meinem Umfeld zutrifft. Man assoziiert da leicht
Spuckefäden und Essensreste, die im Bart hängen bleiben und
ähnliche Nettigkeiten. Aus einer sauberen Erscheinung schließt
man leider viel zu oft auch auf eine saubere Weste. So falsch
dieser Schluss ist, halte ich es auch für völlig unzulässig,
vom Bartwuchs auf die gesamte charakterliche und geistige
Disposition einer Person zu schließen.
Beste Grüße!
Christopher
Diese Antwort scheint sich (wie die meisten, scheint mir) nur auf Bärte, vorwiegend Vollbärte, zu beziehen, die man sich einfach wachsen läßt.
Dabei kann ein Bart auch sehr viel der Pflege bedürfen. Vorwiegend Monarchen trugen ja Bärte, die aufwendig gestaltet waren ( etwa der gewichste und gezwirbelte Schnurrbart Kaiser Wilhelms und der nach bestimmter Form zugeschnittene Backen-und Schnurrbart Franz Josephs).
Hallo,
Ist euch aufgefallen daß demokratische Staatschefs fast nie Bartträger sind?
bisher nicht, was allerdings nicht viel heißt.
Weiß jemand woran das liegt??
Keine Ahnung. Ein Ansatzpunkt zur Unterstützung Deiner These wäre es sicherlich einen Blick auf die Bartträger zu werfen in Abhängigkeit des sozialen Milieu in dem sie aufgewachsen sind und diese Ergebnisse (wenn denn welche rauskommen) mit dem sozialen Milieu in dem demokratische Politiker aufgewachsen sind, zu vergleichen.
Gruss
Enno
Hi Till,
Als Staatschef, finde ich, ist in der BRD eher der Kanzler
denn der Präsident zu bezeichnen. Ebenso wie es in England ja
auch nicht (mehr) der König/die Königin ist, sondern der
Premier.
Habe mich - verunsichert - im Inland-Politik-Brett nochmal erkundigt: Es ist tatsächlich so, dass der Bundespräsident der 1. Mann im Staate BRD ist…
Gruß,
Anja
Ja, Till, ich denke auch, dass das eine ganz wichtige Unterscheidung ist, die Du da jetzt machst. Ich habe ebenfalls den Eindruck, dass man Bart und Bart genauso wenig vergleichen kann wie Bart und rasiert. Manche Schnurrbartträger kommen mir noch „glatter“ oder „geeleckter“ vor als manche von diesen glattrasierten Popo-Gesichtern. Jeder trägt wohl das, was er am schönsten oder natürlichsten findet. Ich fand z.B. Ernest Hemingways kurz geschnittenen Vollbart sehr gut zu seinem Typ passend. Oder Elvis Presley - zu dem passten halt die starken, breiten Koteletten. Klaus Kinski wirkte besser ohne Bart, dafür aber mit langem Haar.
Jedem Tierchen sein PASSENDES Pläsierchen!
Gruss von Branden
Hallo Dr.T.,
ich ändere ja auch oft und gerne meine Meinung frei nach Erhard (Was interessiert mich mein Gschwätz von gestern?) aber wie erklärst Du Dir, daß Du am gleichen Tag diese beiden Aussagen machst:
ich kann Dir insgesamt nur zustimmen. Das ist in etwa auch meine Erfahrung. Die Bartträger unter meinen Freunden sind eher unangepaßte, künstlerische Individualisten.
Ich habe ebenfalls den Eindruck, dass man Bart und Bart genauso wenig vergleichen kann wie Bart und rasiert.
Ich finde das ist ein Widerspruch, was ich Dir nicht vorwerfen möchte, bitte nicht falsch verstehen. Mich würde nur eben interessieren wie es hierzu kommt.
Neugierige Grüße,
AndyM
Hallo Christopher,
ich finde nicht daß ich Begriffe durcheinander werfe. Allerdings gestehe ich ein, daß meine Postings oft nicht lesbar sind ohne darüber nachzudenken. Außerdem ist mir duch Deine reaktion aufgefallen, daß ich etwas mißverständlich formuliert habe. Ich habe nämlich unerwähnt gelassen, wo ich zynisch gesprochen habe. Aber jetzt wo Du weißt daß eine Stelle zynisch gemeint war verstehst Du meinen Text vielleicht besser::
(zynisch)
wissen ja schließlich, was richtig und was falsch ist
(zynisch ende)
halte ich ebenfalls für Humbug.
Sie meinen zu wissen was richtig und was falsch ist und verwechseln, was sie für richtig und für falsch halten.
Verständlicher?
Gleichzeitig fallen mir in
meinem Umfeld auch standhafte, der Demokratie zugewandte
Rasierte ein, als prominente Beispiele wären Helmut Schmidt
oder Bill Clinton zu nennen.
*räusper*
Das muß ich nicht im Widerspruch zu meinem Originalposting sehen, oder? 
Gruß, AndyM
Passt schon. Danke für die Richtigstellung! (owT)
Lieber AndyM, dann versuch ich jetzt mal standhaft, den Widerspruch aufzulösen, nachdem ich gerade geschafft auf der Praxis hereingetorkelt komme nach meinem letzten Patienten.
Also : Die Typen, die ich da als individualistisch und künstlerisch bezeichnet habe, tragen alle Vollbart. Egal jetzt mal, ob kurz oder lang. Die Typen mit den Schnauzern (oftmals übrigens Schwule und Polizisten) sind wieder anders drauf. Aber kein Problem damit - können alle herzallerliebst sein!
Es grüßt Dich Branden