angenommen in einem kleinen Ort in Bayern würde ein Bauer eine Biogasanlage planen. Die Anlage stünde am Ortsrand, der eigentliche Ort wäre etwas höher gelegen. Der Wind wehe im Regelfall in Richtung Ort.
Welche Möglichkeiten gäbe es für Betroffene, den Bau dieser Anlage zu verhindern?
Einerseits wenn die Baugenehmigung noch nicht erteilt wäre und andererseits wenn dieser erteilt wäre.
außer es steht gerade die Wahl des Landrats an, ist die Biogas-Anlage nicht zu verhindern.
Es ist ein priviligiertes Vorhaben da Landwirtschaft und somit praktisch nicht zu verhindern.
und gibts keine Möglichkeit mal mit dem Bauer diese Option zu besprechen? Und selbst wenn „oberhalb“ des Ortes keine entsprechende Flächen zur Verfügung stehen gibt es sicherlich die Möglichkeit von Flächentausch usw.
Weiterhin vielleicht auch den Punkt nicht vergessen: Je näher die Biogasanlage am Ort ist, desto lukrativer ist es angrenzende Gebäude über ein Fernwärme zu versorgen!
das bedeutet,Landwirte haben weitreichende Erleichterungen um bauliche Dinge auch im Außenbereich auf ihren Ländereien zu errichten.
Kleine Biogasanlagen bis zu einer bestimmten Leistungsgröße sind quasi genehmigungsfrei,es findet jedenfalls keine Bürgerbeteiligung oder das Auslegen von Plänen statt.
Trotzdem kann man sicherlich über die Abgeordneten des Gemeinderates Einfluss nehmen,das Bauvorhaben auf die Tagesordnung einer öffentlichen Sitzung setzen lassen und eine Stellungnahme der Verwaltung/des Rates verlangen.
Man kann dort befürchtete störende Einflüsse auf die Bewohner ansprechen,vielleicht gibts ja dazu Entwarnung oder man kann auch mit dem Landwirt etwas gemeinsam ändern.
Weiterhin vielleicht auch den Punkt nicht vergessen: Je näher
die Biogasanlage am Ort ist, desto lukrativer ist es
angrenzende Gebäude über ein Fernwärme zu versorgen!
Nahwärme dann wohl
aber, je näher
… dann auch um so deutlicher der Lärm, und das nicht nur zur Erntezeit. Auch bei Gülleanlieferung / Abfuhr gibts teilweise 20 Stunden Traktorlärm im 10 Minutentakt.
… um so deutlicher der Gestank der Biomassengebirge / Gülle / Nachgärung ausserhalb des Fermenters, der Gülletransporte. Bei uns im Dorf (Gasfabrik minimal erhöht, Dorfkern minimal in Senke, drumrum Hufeisenförmig ein Bergkam = kein Durchgangswind) kann man zeitweise nicht mehr vor die Tür so stinkt das.
… ein schöner Wertverlust für die durch ehrliche Arbeit verdienten Eigenheime.
… erhöhtes Augenkrebsrisiko, weil die Dinger einfach nicht in die ländliche Gegend passen (man könnte die doch sicher auch optisch ansprechender bauen!) und Landwirte sowas wie „aufräumen“ oder „fertigbauen“ nicht kenne. Bei unserer Anlage sind die Nebengebäude seit 3 Jahren im Rohbau eingerüstet, kein Putz, keine Farbe - aber PV-Anlage noch vor den Seitenwänden auf dem Dach.
Ich kann als Nachbar von sowas nur sagen: Scheiß auf diese Gasfabriken! Da hat uns das Merkel was gewaltiges in die Suppe geworfen. Lieber PV auf´m Acker oder Windmühle am Hügel.
ich kenne bisher die Teile nur vom vorbeifahren. Das Dorf in dem ich aufgewachsen bin, ist inzwischen von drei solcher Teile „eingekreist“ (Abstand 500m bis 1 km) konnte dort aber bisher noch keine Geruchsbelästigung bemerken (OK, bin auch nicht mehr jeden Tag da…)
auch optisch ansprechender bauen!) und Landwirte sowas wie
„aufräumen“ oder „fertigbauen“ nicht kenne. Bei unserer Anlage
*g* das kenne ich von irgend wo her. Aber möchte hier direkt eine Lanze für die Landwirte brechen: Sind nicht alle so
Aber es ist klar: Es gibt immer 2 Seiten. Deshalb würde ich auf jeden Fall erst mal das Gespräch mit dem Herrn suchen. Wenn der nicht total verbohrt ist, lässt er sich vielleicht auch darauf ein…
So ist der Deutsche. Energiewandel? Atomausstieg? Super Sache! Aber die Alternativen doch bitte nicht vor meiner Haustür.
Ich könnt so kotzen.
der Zerschmetterling (der Geothermieanlagen plant und sich jedes Mal Zeit nehmen muss um jedem, aber auch jedem, in aller Ruhe die Gefahren und Potentiale von Geothermie zu erklären).
interessanterweise müsste in diesem fiktiven Fall die Biomasse von oberhalb des Ortes durch den Ort zur Anlage gebracht werden. Die Fernwärme wird nicht genutzt! Der Bauer habe oberhalb des Dorfen zahlreiche Flächen.
ich muss den Fall nochmals erweitern.
Angenommen der Bauer habe seine Anbauflächen oben auf dem Berg, dann komme in „halber Hanglage“ das Dorf, dann VOR dem Dorf und im Tal der eigentliche Hof bei dem diese Anlage geplant wäre.
Der Anliefer- und Abfuhrverkehr müsse also durch das Dorf, es gebe keine weitere Straße zur Anlage.
Hat dies irgendeine Auswirkung? Könnte man den Bauern „zwingen“ die Anlage für die Anwohner verkehrstechnisch günstiger oben auf dem Berg zu bauen?
Die Fernwärme bitte außen vor lassen, die spielt in so einem Fall keine Rolle, bzw. maximal für das eigene Haus des Bauern eine Rolle. Eine Nutzung dieser sei jedoch nicht vorgesehen.
Lärm und steigende CO2 Belastung durch zusätzlichen Verkehr
Explodierende Agrarpreise
Zusätzliche Gaskraftwerke und Abhängigkeiten von Gaslieferungen aus dem Ausland
Ankauf von Atomstrom aus dem Ausland
Offshore - Windparks in Naturschutzgebieten
Aber keine Einsparung von Energie. Keine oder wenig Nutzung der Wasserkraft. Verschwendung von Kraftstoffen durch völlig falsch gebaute Kraftfahrzeuge, kein gesamtdeutsches Konzept, keine Sicherheit in der Energieversorgung mehr.
Viele Grüße von Frank, der keine 15 km Luftlinie von einem AKW entfernt aufgewachsen ist. Ja, man könnte KOTZEN.
Komisch auch, dass gerade Rinde zum angeblichen Treibhauseffekt massiv beitragen, solche Mast-Ställe aber massiv neben Biogasanlagen gebaut werden (müssen) - da spielt das aber plötzlich keine Rolle mehr.
Spielt es eine Rolle ob in der Gegend weitere und noch wichtiger: nicht ausgelastete Biogasanlagen vorhanden wären?
Spielt es eine Rolle ob diese nicht von einem einzigen Bauern, sondern von einer Genossenschaft betrieben werden würden?
Wäre es noch ein Unterschied wenn dieser Bauer sogar Mitglied dieser Genossenschaft wäre?
Auf den Punkt gebracht - es gehe dem Bauern allein um die Profit Maximierung. Es würde also nicht eine zusätzliche Kilowattstunde Strom erzeugt.
Bedeuten die bisherigen Ausführungen hier im Forum dass ein neben einem Bauern wohnender Mensch alles was dieser Bauer zusätzlich errichtet einfach hinnehmen muss? Und wenn dann die Straßen (die ja nicht für so einen Verkehr ausgelegt wären) kaputt sind, Anlieger-Gebühren für die Reparatur und den Ausbau der Straße entrichten müsste?
Da bin ich ja froh, dass ich nicht neben so einen Bauern wohne …
Lärm und steigende CO2 Belastung durch zusätzlichen Verkehr
Explodierende Agrarpreise
Zusätzliche Gaskraftwerke und Abhängigkeiten von
Gaslieferungen aus dem Ausland
Ankauf von Atomstrom aus dem Ausland
Offshore - Windparks in Naturschutzgebieten
Alles erstmal so einigermaßen richtig. Wobei deine explodierenden Agrarpreise nicht wirklich explodieren und die Ursache was ganz anderes ist. Die Off-Shore Windparks liegen nicht in NSG, sondern legen bloss einzelne Kabel dadurch und das auf extrem aufwändige und schonende Weise.
Aber keine Einsparung von Energie. Keine oder wenig Nutzung
der Wasserkraft. Verschwendung von Kraftstoffen durch völlig
falsch gebaute Kraftfahrzeuge, kein gesamtdeutsches Konzept,
keine Sicherheit in der Energieversorgung mehr.
In Deutschland kann man die Wasserkraft nicht sinnvoll nutzen. Das Reliefenergie-Potential ist viel zu gering. Mit dem Kraftstoff will ich dir mal zustimmen, wobei wir da im Grunde auf einem guten Weg sind. Der Paradigmenwechsel hin zur Elektromobilität wird in den nächsten 10 Jahren mit Sicherheit stattfinden. Mich stört vor allem, dass man die Forschung und Entwicklung im Bereich der Geothermie nicht massiv vorantreibt. Das ist zwar auch keine regenerative Energieform, aber das Potential in Deutschland ist gewaltig.
Komisch auch, dass gerade Rinde zum angeblichen
Treibhauseffekt massiv beitragen, solche Mast-Ställe aber
massiv neben Biogasanlagen gebaut werden (müssen) - da spielt
das aber plötzlich keine Rolle mehr.
Jetzt hauste was durcheinander. Also zum einen wird man sicherlich keine Ställe errichten nur um die Biogasanlage bedienen zu können. Entweder gibt es einen Bedarf für so eine Anlage oder die Anlage existiert bereits. Zum anderen geht es ja grade darum, die anfallenden Treibhausgase (also nicht die, die direkt aus der Kuh kommen) sinnvoll weiterzuverarbeiten. Von der CO2-Bilanz her ist das jedenfalls ausgeglichen - zumindest bezogen auf die Kuh, das drumherum produziert natürlich wieder CO2, aber das ist ja bei jeder Technik so.
wegen Gewinnmaximierung der Konzerne und Verlagerung von Kosten allein auf die Privathaushalte
Zusätzliche Gaskraftwerke und Abhängigkeiten von
Gaslieferungen aus dem Ausland
weil man halt nicht vorgesorgt hat
Ankauf von Atomstrom aus dem Ausland
Deutschland ist immer noch Stromexporteur, insbesondere über den Winter 2011/2012, als in Frankreich die ach so tollen AKWs nicht mehr ausgereicht haben wurde deutscher PV-Strom zu Spitzenpreisen (lag bei 2€/kW) nach Frankreich exportiert):
z.B.: http://www.heise.de/tp/blogs/2/151403 und http://www.heise.de/tp/blogs/2/152735
Offshore - Windparks in Naturschutzgebieten
damit die KOnzerne weiterhin an den Gewinnen beteiligt sind - nachhaltige Energieerzeugung sieht die dezentrale Erzeugung und Verbrauch vor.
Wie schon unten geschrieben: Alles hat halt 2 Seiten. Im Bereich der Energiepolitik wird derzeit aber massiv dran geschraubt, dass die alten Herren weiterhin Macht, Einfluss und Gewinne erhalten - und das alles auf unsere Kosten…
Wie schon unten geschrieben: Alles hat halt 2 Seiten. Im
Bereich der Energiepolitik wird derzeit aber massiv dran
geschraubt, dass die alten Herren weiterhin Macht, Einfluss
und Gewinne erhalten - und das alles auf unsere Kosten…
Nicht ganz 100%tig - denn auch deutsche Bauern können nun mit spielen, wie dieser Thread ja schön zeigt. Und das offenbar problemlos auf Kosten der Allgemeinheit.