ich weiß, ich weiß. Dieser oder ein ähnlicher Thread war bestimmt schon mal da.
Hab’ sogar im Archiv etwas gefunden. Nur eben nicht genau
das, was ich suche.
Ich habe gerade ein schriftliches Angebot für eine Versicherung bekommen, welches vom telefonisch erteilten Angebot um sage und schreibe 36% (!!!) abweicht. Natürlich ist es entsprechend teurer für mich. Der Versicherungsmensch vermerkte handschriftlich lapidar: Sorry, der erstgenannte Tarif bezieht
sich auf den öffentlichen Dienst.
Leicht vergrämt und durchaus etwas ungehalten frage ich:
Warum ist das so?
Gibt es dafür wirklich nachvollziehbare Gründe?
Ich bin gespannt (und immernoch sauer)
Und - laß Deine bösen Gedanken nicht an den Beamten aus. Nicht sie haben es in der Hand, sondern die Versicherungen machen den Tarif.
Und - lt. Statistik sind beamtete Autofahrer weniger unfallträchtig als der Rest der Bevölkerung und haben deshalb diese 5% verdient.
danke für die schnelle Antwort.
Was KFZ-Versicherungen betrifft, magst Du ja Recht haben.
In besagtem Fall handelt es sich um eine Rechtschutzversicherung. Und hier sind es nicht 5%, sondern 36% Unterschied. Abgesehen davon glaube ich, daß es noch weitere Vergünstigungen dieser Art gibt. Zugegeben, es ist mal wieder das fundierte Halbwissen, was mich bewegt, diese These aufzustellen. Und die eigentliche Frage bleibt somit unbeantwortet: Warum gibt es diesen Unterschied zwischen Beamten und Normalbürgern?
Das wüsste ich eben nur gern (hab mich wieder abgeregt)
Beamte liegen in der Statistik ganz weit unten als Schadensverursacher!
Ich lebe mit einer Beamtin zusammen (verheiratet), kann das aber nicht bestätigen. Macht hier genauso viel kaputt, wie andere Ehefrauen. Sie bekommt aber auch keinen Rabatt, bei keiner Versicherung! Deshalb verstehe ich Deinen Versicherungsfritzen nicht.
danke für die schnelle Antwort.
Was KFZ-Versicherungen betrifft, magst Du ja Recht haben.
In besagtem Fall handelt es sich um eine
Rechtschutzversicherung. Und hier sind es nicht 5%, sondern
36% Unterschied. Abgesehen davon glaube ich, daß es noch
weitere Vergünstigungen dieser Art gibt. Zugegeben, es ist mal
wieder das fundierte Halbwissen, was mich bewegt, diese These
aufzustellen. Und die eigentliche Frage bleibt somit
unbeantwortet: Warum gibt es diesen Unterschied zwischen
Beamten und Normalbürgern?
Ganz einfach, das ist freie Marktwirtschaft, es ist eine Folge des Verursacherprinzips …
Hier werden die Versicherungstarife wahrscheinlich genauso nach dem Verursacherprinzip berechnet, wie bei der KFZ-Versicherung. Ich vermute ganz einfach, dass arbeitsrechtliche Prozesse bei Beamten deutlich seltener sind (Grund: der sichere Arbeitsplatz unabhängig von der Konjunktur) => Beamte verursachen weniger Kosten bei den Privatrechtsschutzversicherungen.
Beim Verkehrsrechtsschutz sollte es wieder anders sein. (Vielleicht 5% wie bei der Haftpflicht).
Noch etwas:
Warum ist die KFZ-Versicherung für Beamte billiger? Wenn man davon ausgeht, dass Beamte genauso gut oder schlecht Auto fahren, wie andere auch, sollte es ja keinen Unterschied geben. ABER! Bei Dienstfahrten ist der Privat-PKW über den Staat versichert. Ein Haftpflichtschaden im Rahmen einer Dienstfahrt wird also von einer anderen Versicheung übernommen! Übrig bleibt für den Beamten das Risiko im privaten Bereich (dazu gehören natürlich auch die Fahrten zur Arbeitsstätte). Eine derartige Versicherung für Dienstfahrten mit dem Privat-PKW ist in der freien Wirtschaft meines Wissens unüblich (Jedenfalls hatte ich das nie. Entweder den Firmenwagen oder das Risiko nehmen…). Damit sollten sich eigentlich 5% Risikoabschlag für Beamte erklären lassen.
Aber reg dich mal lieber noch nicht ab, sondern heb’ Dir das noch auf: Irgendwann werden die Krankenversicherungsbeiträge anhand Deines Gentests festgelegt … das werden sicher mehr als nur 36% Risikozuschlag…
Aber reg dich mal lieber noch nicht ab, sondern heb’ Dir das
noch auf: Irgendwann werden die Krankenversicherungsbeiträge
anhand eines Gentests festgelegt … das werden sicher mehr
als nur 36% Risikozuschlag…
Ups, das war nicht persönlich gemeint. Also, nicht dass du mich jetzt falsch verstehst: Ich wollte damit nur sagen, dass die Versicherungsbeträge noch stärker schwanken werden. Versicherungen sind halt keine Wohlfahrtsunternehmen…
Grüsse Rossi
Ich will jetzt nicht weiter auf die diversen Rabatte und Vergünstigungen von Versicherern eigehen, genausowenig wie auf Sinn und Notwendigkeit.
In der Regel sollten Rabatte bzw. Nachlässe anhand der statistischen Schadenhäufigkeit bestimmter Gruppierungen ermittelt werden.
Der von Dir genannte Vorteil gilt jedoch keineswegs nur für Beamte, insofern eine kleine Korrektur. Diese Tarife gelten wie von Dir schon gesagt, für den Öffentlichen Dienst. Das bedeutet, auch für Angestellte im Öffentlichen Dienst, die nicht verbeamtet sind. Bedingung ist lediglich, das der Arbeitgeber entweder eine Öffentlich-Rechtliche Institution bzw. Körperschaft ist oder zu mehr als 50% von Öffentlich-Rechtlichen Trägern finanziert wird.
Wobei ich hier wie gesagt nicht den Sinn solcher Sondertarife bewerten möchte. Sonst würde sich auch die Frage aufdrängen, warum es Tarife gibt, die für Steuerberater Vergünstigungen vorsehen…
Also ärger Dich nicht, leb lieber damit. Du solltest eventuell über´s Web oder über´n Makler nach einer günstigeren Police für Dich suchen.
Wobei ich hier wie gesagt nicht den Sinn solcher Sondertarife
bewerten möchte. Sonst würde sich auch die Frage aufdrängen,
warum es Tarife gibt, die für Steuerberater Vergünstigungen
vorsehen…
Hi Mathias,
ich denke, es ist genau das, was ich sekundär zu hinterfragen versuchte. Warum bekommt ein Berufsstand, welchem es an Vergünstigungen gegenüber dem ‚Normalbürger‘ nicht mangelt, weitere Vorteile?
Aber Du hast natürlich Recht. Dieses Thema würde wahrscheinlich
in schier unendliche Diskussionen ausufern.
Von welchen Vergünstigungen sprichst Du denn?
Haben wir da etwas übersehen? Steht uns (meiner Frau) noch viel mehr zu, als der Zwang, ihre Krankenversicherung selbst zu bezahlen und Krankenhausrechnungen erstmal selbst zu bezahlen.
Von welchen Vergünstigungen sprichst Du denn?
Haben wir da etwas übersehen? Steht uns (meiner Frau) noch
viel mehr zu, als der Zwang, ihre Krankenversicherung selbst
zu bezahlen und Krankenhausrechnungen erstmal selbst zu
bezahlen.
Sage nicht, Du wärst stattdessen lieber gesetzlich versichert.
Ich würde lieber heute als morgen in eine private Kasse wechseln - nur leider sind zuwenig Monate im Jahr, da komme ich nicht auf das Mindestgehalt.
Will sagen, meiner Meinung nach hast Du ein schlechtes Beispiel gewählt, prinzipiell stimme ich Dir schon zu, was die Vergünstigungen angeht, hält sich das in äußerst überschaubaren Grenzen.
Nachteil der PKV?!?!?!
von Guido (25.7.2001 09:59 Uhr, gelesen: 0 mal)
Hi Werner!
Von welchen Vergünstigungen sprichst Du denn?
Haben wir da etwas übersehen? Steht uns (meiner Frau) noch
viel mehr zu, als der Zwang, ihre Krankenversicherung selbst
zu bezahlen und Krankenhausrechnungen erstmal selbst zu
bezahlen.
Also: Bei der Möglichkeit, sich privat versichern zu müssen von einem Zwang zu reden, halte ich für - sorry - lächerlich!
Wenn ich mir ansehe, was eine PKV mit den Leistungen einer GKV kostet…
Bei welcher Versicherung ist Deine Frau, dass sie die Krankenhauskosten vorstrecken muss? Das ist doch nicht die Regel! Vielleicht sollte sie mal über einen Wechsel nachdenken - könnte aber sein, dass sie dann mehr als 290 DM (natürlich nur zur Hälfte) zahlen muss; vielleicht so 330 DM ???
Meine Schwägerin hat sich mal darüber beschwert, dass sie ihre Medikamente vorstrecken muss - Zitat:" Da wär ich manchmal schon gerne in einer Gesetzlichen!" Ich habe sie dann darauf aufmerksam gemacht, dass die 08/15-Medikamente von den GKV nur minimal bezuschusst werden (Paracetamol sind nun mal billiger als die Zuzahlungsgrenze) und somit die Kosten an den versicherten zu 100% hängen bleiben. Außerdem bekommt sie alle Medikamente, die sie braucht…
Sorry, aber diesen glücklichen Umstand als Zwang darzustellen finde ich schon fast makaber!
Liebe Grüße
Guido
P.S. Die von mir aufgeführten Beiträge sind Fantasiezahlen, aber da ich mich Anfang des Jahres durch 47 Angebote gewälzt habe, sollten sie ungefähr zutreffen. Raimund kann sicher mit Originalzahlen argumentieren…
Warum bekommt ein Berufsstand, welchem es an
Vergünstigungen gegenüber dem ‚Normalbürger‘ nicht mangelt,
weitere Vorteile?
Bitte teile mir schnellstmöglich mit, wo es diese vielen Vergünstigungen gegenüber dem „armen“ „geschröpften“ Normalbürger gibt. Ich benötige sie nämlich dringend.
Also: Bei der Möglichkeit, sich privat versichern zu müssen
von einem Zwang zu reden, halte ich für - sorry - lächerlich!
Wenn ich mir ansehe, was eine PKV mit den Leistungen einer GKV
kostet…
Bei welcher Versicherung ist Deine Frau, dass sie die
Krankenhauskosten vorstrecken muss? Das ist doch nicht die
Regel! Vielleicht sollte sie mal über einen Wechsel nachdenken
könnte aber sein, dass sie dann mehr als 290 DM (natürlich
nur zur Hälfte) zahlen muss; vielleicht so 330 DM ???
Sorry, aber diesen glücklichen Umstand als Zwang darzustellen
finde ich schon fast makaber!
Liebe Grüße
Guido
Hi Guido, ich kann dir zwei dicke Nachteile, die hauptsächlich Familien betreffen, nennen. Ist z.B. die Ehefrau als Beamtin teilzeitbeschäftigt zahlt sie in der PKV trotzdem volle Beiträge.
Außerdem kann sie während des Erziehungsurlaubs, wo sie gar kein Geld bekommt, den vollen Beitrag zur PKV weiter zahlen!! Das ist schon ganz schön happig, wenn du bedenkst, dass ich als 30 jährige Frau z.Zt. 400 DM monatlich berappen muss! Hier ein kleiner Link dazu http://www.bayrv.de/BRVNachrichten/BRVNachr2000-3/Kr…
Hi Guido, ich kann dir zwei dicke Nachteile, die hauptsächlich
Familien betreffen, nennen. Ist z.B. die Ehefrau als Beamtin
teilzeitbeschäftigt zahlt sie in der PKV trotzdem volle
Beiträge.
Na toll - dann zahlt sie bei halbem Einkommen ungefähr das, was ein GKV-Versicherter auch zahlt (bei halbem Einkommen)…
Außerdem kann sie während des Erziehungsurlaubs, wo sie gar
kein Geld bekommt, den vollen Beitrag zur PKV weiter zahlen!!
Das ist schon ganz schön happig, wenn du bedenkst, dass ich
als 30 jährige Frau z.Zt. 400 DM monatlich berappen muss! Hier
ein kleiner Link dazu http://www.bayrv.de/BRVNachrichten/BRVNachr2000-3/Kr…
Sorry, aber das sind maximal drei Jahre! Rechne das mal hoch auf ein Arbeitsleben!!!
Ein privatversicherter Beamter und das sind sie nun mal alle, (bis auf Uniformträger) gibt bei Einweisung ins Krankenhaus an, wo er versichert ist und die Rechnungen der einzelnen Ärzte gehen dann, über die ärztliche Verrechnungsstelle, an den Patienten.
Diese sind dann, egal wie, von ihm zu begleichen. Da die Ärzte und Krankenhäuser eine bestimmte Zahlungsfrist angeben, bezahlt der Patient sie in dieser Frist. Gleichzeitig wird vom Patienten ein Antrag auf Rückerstattung bei der Versicherung gestellt.
Da die Rückerstattung und die Beihilfe vom Arbeitgeber immer länger dauert, hat der Patient erstmal alles selbst zu begleichen.
Kommt eine Rechnung über, sagen wir, 12 000,-DM so ist diese Summe vom Patienten zu bezahlen, egal aus welchem Topf er das Geld nimmt. Also in den meisten Fällen erstmal von seinem Privatkonto.
Da nützt auch der Wechsel zu einer anderen Versicherung nichts, diese hat überhaupt nichts mit der Regelung zu tun. Privatversicherte bekommen Arzt- und Krankenhausrechnungen ins Haus. Das ist der Punkt. Und die Zahlungsfristen machen es notwendig, die Rechnung sofort zu begleichen.
Dein Gegenargument wird jetzt sein, dann überziehe ich eben die Zahlungsfrist und warte, bis das Geld von der Versicherung und Beihilfe kommt. Laß es lieber!!
Ein privatversicherter Beamter und das sind sie nun mal alle,
(bis auf Uniformträger) gibt bei Einweisung ins Krankenhaus
an, wo er versichert ist und die Rechnungen der einzelnen
Ärzte gehen dann, über die ärztliche Verrechnungsstelle, an
den Patienten.
Ist bei mir nicht der Fall! Wenn ich ins Krankenhaus muss, dann habe ich es meiner Versicherung zu melden. Diese lässt sich dann die Rechnungen schicken und begleicht sie!
Wenn ich es mag, kann ich auch den Antrag bei meiner Versicherung stellen, dass „normale“ Arztrechnungen direkt verrechnet werden.
Und nach all den Versicherungsangeboten, die ich gelesen habe, will ich nicht sagen, dass das die Regel ist, aber es ist zumindest nicht ungewöhnlich!
Grüße
Guido
P.S. Wie sind uniformierte Beamte versichert? Ich weiß, dass ich neugierig bin…
die Kernaussage des o.a. Satzes ist, daß Beamte und öffentlich Bedienstete erstmal grundsätzlich nicht schlechter gestellt sind, als Normalbürger. Die angesprochenen Vorteile beziehen sich auf die Versicherungstarife. Weitere monetäre und nicht-monetäre Vorteile dürften sicherlich die berühmte Unkündbarkeit, sowie die Tatsache sein, daß weibliche Beamte, so sie denn in Mutterschaft gehen, ein 10-jähriges Anrecht auf Wiedereinstellung haben (das sagte mir eine Bekannte, und die ist beim FA).
Aber wollen wir das wirklich alles diskutieren? Im Endeffekt läuft es sicherlich auf die Frage hinaus, ob wir wirklich so viele Beamte brauchen.
In diesem Sinne
Gruß
Tom
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ich habe es mir abgewöhnt, mich über solche vermeintlichen „Ungerechtigkeiten“ aufzuregen. Ich war mal eine Zeit lang nebenbei als freier Journalist (also ohne jegliche Ausbildung in diesem Bereich) tätig. Wenn Du da mitkriegst, was da alles geht, nur weil Du ein Stück Papier in der Hand hast, auf dem Presse steht ist der Hammer.
Von richtig dicken Rabatten (bis zu 30%) z.B. auf ein neues Motorrad, bis hin zu Handyverträgen ohne Grundgebühr und Tarifen wie 10 Pfennig/Min. in alle Netze. Geschweige denn die Freiabos von diversen Zeitschriften usw.
Da kommen mir die paar Prozentchen bei der Autoversicherung für den öffentlichen Dienst fast schon lächerlich vor.
Will sagen: Nutzt die Vergünstigungen, die ihr bekommen könnt und gönnt den anderen ihre.
Gruß, Michael
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