Bedeutung von und Umgang mit Büchern

Hallo Gemeinde, :wink:

ich habe letztens mal darüber nachgedacht, was Bücher bedeuten, und es würde mich interessieren, wie Ihr das seht.

Bücher waren für mich immer so etwas wie lebende Wesen. Freunde, die ich in Büchern fand, waren - und sind - für mich so real wie die echten… und das, ohne irgendeine soziale Störung zu haben. Bücher sind Flucht- und Ankerpunkt, ein unglaublicher Reichtum.

Trotz und dem gehe ich, in mancher Augen, sehr „nachlässig“ mit Büchern um. Für mich sind sie zum Gebrauchen da. Ich will sie anfassen, riechen (immer, wenn ich ein neues Buch habe, rieche ich daran), benutzen. Ich kritzele darin herum und mache immer „Eselsohren“ rein, wenn ich das Buch abends weglege. Im Bett lesen ist überhaupt toll, und oft genug schlafe ich mit meinem Kopf auf einem Buch ein.

Ich kenne Menschen, die ihre Bücher sehr pfleglich behandeln. Das ist ja auch ok, nur eben nicht mein Ding. Zerlesene Bücher finde ich toll. Und ich möchte Spuren meines Lesens in ihnen hinterlassen.

Also, wie ist Eure Einstellung und Euer Umgang mit Büchern so?

Liebe Grüße, Nike

Ich vermeide Knicken! :smile:
Hallo Nike!

Bücher waren für mich immer so etwas wie lebende Wesen.
Freunde, die ich in Büchern fand, waren - und sind - für mich
so real wie die echten… und das, ohne irgendeine soziale
Störung zu haben.

*lol* Sehr passend ausgedrückt!

Ich sehe Bücher als greifbares Gedankengut. Gedanken, Ratschläge, Erfahrungen, Weisheiten…all das wurde niedergeschrieben von vielen Menschen, verschieden Menschen.
Ohne einen ‚Speicher‘, in dem Falle ja das Buch, würde dieses Wissen über die Jahre hin verloren gehen, oder unvollständig werden. Aber durch diese Kommunikation können wir heute noch erfahren, was anno dazu mal geschehen ist.
Wer wie wo gelebt hat. Was für Eindrücke ein Mensch zu jenen Zeitpunkt gehabt hat. Welche Phantasie der Autor hat. In welche phantastischen Welten er uns führt.
Ein Buch ist greifbarer Freund, es widerspricht nicht, es gibt nur preis, was es weiss. Und das zu jedem Zeitpunkt.
In eine Romanfigur kann man sich wunderbar hineinversetzen (vorausgesetzt, der Schreiber hat Talent, und kann uns in seine Welt entführen), mit ihr eine Weg gehen, mitwachsen.
So dass man traurig ist, wenn die Geschichte zu Ende ist. Wirklich traurig. Es ist ein seltsames Gefühl plötzlich zurückgelassen zu werden…
Ich muss Bücher ansehen und riechen können. Ich liebe Buchgeruch über alles! Sei es der bekannte strenge Schulbuchgeruch, der neuen Beginn verrät, oder der süssliche Comicduft, der Spass und Entspannung verspricht, oder der milde Taschenbuchgeruch, der auf jeder Seite lockt, der strohige Duft vergilbter Bände, lässt an fast vergessene Zeiten denken…Herrlich!
Ebenso ein neues, unbenutztes Buch. Sozusagen jungfäulich. Das nur darauf wartet, gelesen zu werden.
Ist Dir mal aufgefallen, dass die Seiten, die gelesen worden, anders (benutzter) aussehen, als der unbenutze Rest des neuen Buches? Auch, wenn man das Buch mit Samthandschuhen anfässt, es bleibt immer in Eindruck des Gelesenseins.
Bei Paperback achte ich darauf, den Buchrücken nicht arg zu zerknittern. Das ist für mich persönlich eine Todsünde! Nach einigem leiblosen Umknicken verliert das Buch doch seine äusserliche Identität.
Da kann ich mich noch gut an ein Erlebnis aus der Kindheit erinnern: Ich lieh mir aus der Bücherei ein nagelneues Buch aus, es duftete köstlich, sah voller Kraft aus, da unbenutzt. Später lieh sich meine Freundin dasselbe Buch aus, danach war es nicht merh dasselbe; es roch fremd nach Kochgeruch, der Einband war schmutzig, grob behandelt die Seiten. Schade…
So viel zu meiner Ansicht,
einen Gruss,
Nicole

Bedeutung von und Umgang mit Büchern
Hallo Nike,

Dir leih ich kein Buch … ;o)

Aaaalso: Ich liebe Bücher auch. Immer schon. Und lese seit ich denken kann leidenschaftlich. Zeit zum Lesen fand und finde ich immer.
Ein gut geschriebenes Buch überzeugt mich davon, dass es das alles wirklich gibt, die Leute, das Leben - und ich darf teilhaben daran. Freue mich, leide mit … und bei einigen wenigen Büchern habe ich bis in die frühen Morgenstunden durchgelesen und arg gegen den Schlaf gekämpft, weil ich wissen musste wie es weiter geht.

Ich mag Bücher haben.
Bücher leihen mag ich nicht gern, wohl weil ich mich unter Druck gesetzt fühle, etwas jetzt lesen zu müssen (was absurd ist, denn in der Regel steckt keinerlei Druck dahinter).
Bibliotheken fallen daher für mich flach. Mir ist es - abgesehen vom Abgabetermin - auch nicht angenehm, ein Buch das durch viele Hände gegangen ist, zu lesen. Genau festmachen, woran das liegt, kann ich nicht. Es liegt nicht nur daran, dass es vielleicht abgegriffen oder zerfleddert ist … sondern auch irgendwie dran, dass es abgelesen ist. Und das mein ich jetzt im gedanklichen Sinn. Vielleicht auch an den vorherigen-Leser-Energien … :o)

Meine Bücher behandle ich absolut pfleglich. Ich bin untröstlich, wenn ich versehentlich ein Eselsohr rein mache oder (Gott bewahre!) mir ein Kaffeefleck draufkommt. Und auf keinen Fall von Klappe zu Klappe umknicken …

Als Teenager hab ich viel reingemalt und unterstrichen und angemerkt. Das war mir später allerdings nicht angenehm, weil ich beim Wiederlesen gemerkt habe, dass es mich stört. Plötzlich waren mir ganz andere Dinge wichtig als die, die mich früher so beeindruckt haben.

… und natürlich bin ich auch ein Anhänger von: Bücher schmeißt man nicht in den Müll! Weitergeben, weiterschenken, Flohmarkt, was-auch-immer. Aber ja nicht in den Mülleimer.*

So, jetzt weißt Du’s
Schönen Tag
Gitte

* Tipp für Leute, die Bücher loswerden wollen: Bibliotheken sind begeistert über Bücherspenden!

Huhu Gitte!

Dir leih ich kein Buch … ;o)

Ich auch nicht! :wink:

Freue mich, leide mit … und bei einigen
wenigen Büchern habe ich bis in die frühen Morgenstunden
durchgelesen und arg gegen den Schlaf gekämpft, weil ich
wissen musste wie es weiter geht.

Volle Zustimmung!
Wenn der Morgen danach nur nicht immer so gausam wäre! :wink:

Ich mag Bücher haben.

Ja, der Satz drückt es gut aus.
Aus Geldmangel :frowning: leihe ich mir auch Bücher aus der Bibliothek oder von Freunden, aber wenn sie mir richtig gut gefallen haben, stehen sie schwupps auf meiner Wunschliste und ich will sie doch selber haben. Für mich, um sie ins Regal stellen, bei Gelgenheit ansehen, lesen und… ja, einfach haben!
Leider ist auch der Regalplatz limitiert und meine Bücher müssen schon in Zweierreihen stehen! Das tut mir in der Seele weh! :frowning:

Mein Freund kann es nie fassen, wie ich ein neues Buch bewunder, herumdrehe, vorsichtig aufblätter und es auf mich wirken lasse. :wink:

Bye, Vanessa

Ex Libris
Gehe ähnlich wie Du damit um…leider habe ich zudem beim Lesen die Angewohnheit zu essen…naja, Du weißt schon - die grünen sind die Kiwiflecken *g*

Randbemerkungen, Unterstreichungen…komischerweise mit mehr Berührungsängsten bei Gebundenen Ausgaben.

Eine Freundin von mir hasst - für mich völlig unverständlich - Widmungen. Ich mag es sehr, wenn man mir nicht einfach nur ein Buch schenkt, sondern mit einer Widmung versieht.

Meine Lieblingswidmung: Hölderlin schrieb auf das Vorsatzblatt des „Hyperion“, das er seiner Angebeteten, Diotima (Suzette Gontard) verehrte: Wem sonst als Dir

Ach ja, und ich liebe Ex Libris…vor kurzem habe ich mir etwas Phantastisches gegönnt:
Eine Prägezange, mit der ich meine Initialen in die Bücher präge…wunderschön: eingeprägt wird ein Kreis in der Größe eines 5-Mark-Stücks mit umlaufenden „Sinnspruch“ und in der Mitte meine Initialen…hach…ich bin immer noch ganz hin & weg von dem Ding…:wink:

Grüsse
Diana

ich hab zwei große Zimmer voll, nur mit Büchern…ich lese seit meiner frühesten Kindheit, nichts hat mich im Leben je mehr beschäftig, je glücklicher machen können, als lesen. Aber: ich lebe mit meinen Büchern…und die müssen mit mir leben :wink:
sie kommen mit an den Frühstückstisch, in die Badewanne,
den Balkon, an den Baggerseh, in die Reisetasche, ins Bett
sowieso, tja, so sehen sie denn auch aus! Mit egal! Mein
Freund, ehemals gelernter Buchhändler hat auch ne Bibliothek
(über 5000 Bücher), ha, aber die darf ich nicht anfassen, nicht
mal in die Nähe, zugegeben, es sind teilweise sehr „wertvolle“
Bücher, aber er kauft sie lieber doppelt, damit ichs auch lesen kann. Werde sowas nie verstehen…mir kommts auf den Inhalt an,
nicht auf den Einband…nun so hat halt jeder seiner Macken.
Könntes ihr Euch eine Welt ohne Bücher vorstellen???
Viele Grüße
h.-d.

„Es gibt keine Seligkeit ohne Bücher“
Arno Schmidt

„Willst Du auf Erden schon Höllenqualen erleiden - verschenke alle Deine Bücher“
Lessing

Das erklärt sicher ganz gut mein Verhältniss zu Büchern.

Aber ich unterscheide zwischen

„Kollegen“
das sind Fach- und Sachbücher, die mir helfen eine Aufgabe zu lösen. Sie werden leidlich pfleglich behandelt, müßen aber so manchen Knuff ertragen.

„Freunde“
schöne Bücher, deren einziger Nutzen es ist mir zur Kurzweil zu dienen. Sie werden wie gute Freunde im echten Leben gut behandelt. Meist sind es gut gebundene z.T. bibliophile Ausgaben.

„Bekannte“
sind auch nur zu meiner Kurzweil da, aber sind nicht so eng verbunden. Meist irgendwelche Taschenbuchausgaben.

Aber wie im echten Leben gibt es Übergänge, einigen Kollegen ist man freundschaftlicher verbunden als anderen und denen bringt man auch eher freundschaftliche Gefühle entgegen, sprich auch Fachbücher werden unterschiedlich behandelt. Eine schön ausgestattete Ausgabe ist mir lieber als ein Broschur des selben Textes (leider sind die aber unverhältnissmäßig teurer :frowning: )
Dann gibt es auch schöne alte Fachbücher, die ein Zwitter zwischen Fach- und Lustbuch sind.

Egal, Bücher liebe ich fast so sehr wie meine Frau und die Kinder (so weit ist es also (noch) nicht) und ich will/kann mir kein Leben ohne Bücher vorstellen.

Gandalf

P.S.
Mit Freude sehe ich, daß meine Kinder (2 und 4) viel Spaß an Büchern haben und sich sehr gerne was vorlesen lassen oder sich in Bilderbücher vertiefen, daß sie die ganze Welt um sich herum vergessen.

Ach ja, und ich liebe Ex Libris…vor kurzem habe ich mir
etwas Phantastisches gegönnt:
Eine Prägezange, mit der ich meine Initialen in die Bücher
präge…wunderschön: eingeprägt wird ein Kreis in der Größe
eines 5-Mark-Stücks mit umlaufenden „Sinnspruch“ und in der
Mitte meine Initialen…hach…ich bin immer noch ganz hin &
weg von dem Ding…:wink:

Wo hast Du das her?!
Ich suche schon ne Ewigkeit so etwas, aber entweder taugte es nichts oder es war unverschämt teuer.

Auf Antwort hoff

Gandalf

Hallo Nike,

Dir leih ich kein Buch … ;o)

Oh, bei geliehenen bin ich gaaanz brav… aber ich mag mir keine Bücher leihen. ich will sie haben! :smile:

Ein gut geschriebenes Buch überzeugt mich davon, dass es das
alles wirklich gibt, die Leute, das Leben - und ich darf
teilhaben daran. Freue mich, leide mit … und bei einigen
wenigen Büchern habe ich bis in die frühen Morgenstunden
durchgelesen und arg gegen den Schlaf gekämpft, weil ich
wissen musste wie es weiter geht.

Das ging mir auch schon so. Ein richtig gutes Buch macht mich zu einem Teil von sich, zieht mich in seine Welt hinein, verschlingt mich genau so, wie ich es verschlinge… und manche Bücher gestatten keine Pause… :smile:

Ich mag Bücher haben.
Bücher leihen mag ich nicht gern, wohl weil ich mich unter
Druck gesetzt fühle, etwas jetzt lesen zu müssen (was absurd
ist, denn in der Regel steckt keinerlei Druck dahinter).
Bibliotheken fallen daher für mich flach. Mir ist es -
abgesehen vom Abgabetermin - auch nicht angenehm, ein Buch das
durch viele Hände gegangen ist, zu lesen. Genau festmachen,
woran das liegt, kann ich nicht. Es liegt nicht nur daran,
dass es vielleicht abgegriffen oder zerfleddert ist …
sondern auch irgendwie dran, dass es abgelesen ist. Und das
mein ich jetzt im gedanklichen Sinn. Vielleicht auch an den
vorherigen-Leser-Energien … :o)

Komisch, das geht mir ganz genauso. Bei einem Buch bin ich viiieeel eifersüchtiger als bei einem Mann. Ein Buch, das ist ganz und gar MEINS. Jedes Blatt, jeder Buchstabe. Es gibt unter meinen Büchern solche (ich sammele alte Bücher, die sehr fragil sind), die möchte ich andere noch nicht mal anfassen lassen… :smile:

Meine Bücher behandle ich absolut pfleglich. Ich bin
untröstlich, wenn ich versehentlich ein Eselsohr rein mache
oder (Gott bewahre!) mir ein Kaffeefleck draufkommt. Und auf
keinen Fall von Klappe zu Klappe umknicken …

Hmjaschäääm… da bin ich nun ganz anders. :wink:

Als Teenager hab ich viel reingemalt und unterstrichen und
angemerkt. Das war mir später allerdings nicht angenehm, weil
ich beim Wiederlesen gemerkt habe, dass es mich stört.
Plötzlich waren mir ganz andere Dinge wichtig als die, die
mich früher so beeindruckt haben.

Komisch, gerade das mag ich. Es gibt eine Faust-Version (wir haben ihn, glaube ich 5mal im Haus…), die früher meiner Mutter gehörte. Sie hat zwei mal reingekritzelt, einmal als Teenager (damals war das ein Backfisch *g*), dann als Erwachsene. Ich habe das Buch mindestens fünf mal gelesen, und jedes mal Spuren hinterlassen. Das finde ich wunderschön. Es freut mich, wenn mich eine Notiz an etwas früher aus dem Text gezogenes erinnert. Auch, oder gerade, dann, wenn ich das heute anders sehe. Das zeugt von Wachstum, alles verankert in diesem einen Buch. Toll!

… und natürlich bin ich auch ein Anhänger von: Bücher
schmeißt man nicht in den Müll! Weitergeben, weiterschenken,
Flohmarkt, was-auch-immer. Aber ja nicht in den Mülleimer.*

OHJA! Sehr, sehr wahr.

So, jetzt weißt Du’s

Toll, danke Dir. Das war spannend. :smile:

* Tipp für Leute, die Bücher loswerden wollen: Bibliotheken
sind begeistert über Bücherspenden!

Guter Tip - aber nix für mich. :smile:

Liebe Grüße, Nike

Hallo Nike!

Bücher waren für mich immer so etwas wie lebende Wesen.
Freunde, die ich in Büchern fand, waren - und sind - für mich
so real wie die echten… und das, ohne irgendeine soziale
Störung zu haben. Bücher sind Flucht- und Ankerpunkt, ein
unglaublicher Reichtum.

Schön formuliert, dem kann ich absolut zustimmen! Wenn ich mal im Büro furchtbaren Stress habe oder mir einfach alles auf die Nerven geht, dann denke ich an mein „aktuelles“ Buch und wie ich es mir damit zuhause gemütlich mache und schon ist alles halb so schlimm. Für mich bieten Bücher die Möglichkeit, ohne großen Aufwand phantastische Reisen zu unternehmen, Menschen zu treffen, Ideen zu entwickeln, Träume zu festigen und und und…
Bücher sind für mich Begleiter in allen Lebenssituationen. Wenn ich auf Reisen gehe, habe ich immer mindestens ein Buch dabei. Allerdings bin ich auch ein „haben-müssen“ - Mensch, ich kaufe mir lieber das Buch als daß ich es ausleihe.

Trotz und dem gehe ich, in mancher Augen, sehr „nachlässig“
mit Büchern um. Für mich sind sie zum Gebrauchen da. Ich will
sie anfassen, riechen (immer, wenn ich ein neues Buch habe,
rieche ich daran), benutzen.

Das mit dem Riechen mache ich ganz genau so! Ich finde, Bücher riechen herrlich und das Geräusch, daß entsteht wenn man ein Buch unter der Nase durchblättert, fasziniert mich auch seit meiner Kindheit :wink:

Ich kritzele darin herum und
mache immer „Eselsohren“ rein, wenn ich das Buch abends
weglege. Im Bett lesen ist überhaupt toll, und oft genug
schlafe ich mit meinem Kopf auf einem Buch ein.

Das kann ich nicht bestätigen, ich benutze immer Lesezeichen. Das können aber die unterschiedlichsten Dinge sein, vom „echten“ Lebenszeichen bis zur 5 Jahre alten U-Bahnkarte. Ich schreibe nichts in meine Bücher, sowas mache ich eher in meinem Notizbuch. Es wurden bereits Bücher mit Widmungen erwähnt, das mag ich auch sehr gerne, da wird dann ein Buch zu etwas ganz besonderem.
Und im Bett mit Buch und Licht-an einschlafen ist doch ganz normal oder? :wink:

Soweit meine kurze Abhandlung, ich hoffe es melden sich noch viele begeisterte Leser/innen!

Liebe Grüße
Frauke

Huhu!

Könntes ihr Euch eine Welt ohne Bücher vorstellen???

Ganz einfach: nein! :wink:
Im Urlaub vertrage ich gut 4 Wochen ohne TV, aber ohne Bücher???
Bei den allermeisten TV Filmen wird des mir nach spätestens 30 Minuten langweilig und ich fange nebenher an zu lesen :wink:
Filme, bei denen es mir nicht so geht, nenne ich immer ‚gute‘ Filme. :wink:

Bye, Vanessa

Hallo Nicole,

Ich sehe Bücher als greifbares Gedankengut. Gedanken,
Ratschläge, Erfahrungen, Weisheiten…all das wurde
niedergeschrieben von vielen Menschen, verschieden Menschen.
Ohne einen ‚Speicher‘, in dem Falle ja das Buch, würde dieses
Wissen über die Jahre hin verloren gehen, oder unvollständig
werden. Aber durch diese Kommunikation können wir heute noch
erfahren, was anno dazu mal geschehen ist.

Ja… ist as nicht ein unglaublicher, wunderbarer Schatz?! :smile:

So dass man traurig ist, wenn die Geschichte zu Ende ist.
Wirklich traurig. Es ist ein seltsames Gefühl plötzlich
zurückgelassen zu werden…

Das kenne ich sehr gut. Nach so mancher durchlesenen nacht hatte ich einen regelrechten „Kater“, weil ich noch so benommen war von der Intensität des Gelesenen…

Ich muss Bücher ansehen und riechen können. Ich liebe
Buchgeruch über alles! Sei es der bekannte strenge
Schulbuchgeruch, der neuen Beginn verrät, oder der süssliche
Comicduft, der Spass und Entspannung verspricht, oder der
milde Taschenbuchgeruch, der auf jeder Seite lockt, der
strohige Duft vergilbter Bände, lässt an fast vergessene
Zeiten denken…Herrlich!

Das hast Du ganz wundervoll gesagt. Ja, sie riechen so verschieden. Wie jeder Mensch seinen Geruch hat… Übrigens - ich liebe Comics. :wink:

Bei Paperback achte ich darauf, den Buchrücken nicht arg zu
zerknittern. Das ist für mich persönlich eine Todsünde! Nach
einigem leiblosen Umknicken verliert das Buch doch seine
äusserliche Identität.

Hm, das sehe ich anders… Allerdings muß ein Buch gut gebunden sein. Wenn die Seiten ausfallen, könnte ich heulen. Aber die feinen Knicklinien auf dem Buchrücken - die mag ich. Das macht das buch so ganz zu „meinem“.

Da kann ich mich noch gut an ein Erlebnis aus der Kindheit
erinnern: Ich lieh mir aus der Bücherei ein nagelneues Buch
aus, es duftete köstlich, sah voller Kraft aus, da unbenutzt.
Später lieh sich meine Freundin dasselbe Buch aus, danach war
es nicht merh dasselbe; es roch fremd nach Kochgeruch, der
Einband war schmutzig, grob behandelt die Seiten. Schade…

Oh, bei fremden Büchern bin ich vorsichtig… aber Bücherei Bücher mag ich generell nicht. Das „Mir-Gehören“ ist ein ganz wichtiges Gefühl…

Danke für Deine Beschreibung, die war sehr schön…

Liebe Grüße, Nike

Gehe ähnlich wie Du damit um…leider habe ich zudem beim
Lesen die Angewohnheit zu essen…naja, Du weißt schon - die
grünen sind die Kiwiflecken *g*

Ohhhjaaa… aaach… und Kaffeeflecken… und Rotweinflecken… und all so was. Manche Menschen hassen mich dafür… *g* Meine Bücher aber nicht. Die lieben mich. Und so lange sie das tun, ist alles gut.

Randbemerkungen, Unterstreichungen…komischerweise mit mehr
Berührungsängsten bei Gebundenen Ausgaben.

Ja, merkwürdig, geht mir auch so. Ich mag auch Paperback meist lieber. Außer bei den absoluten Lieblingsbüchern. Fast alles kaufe ich mir in Paperback. Und wenn ich ein Buch so sehr liebe, kaufe ich es gleich nochmal, gebunden. :smile:

Eine Freundin von mir hasst - für mich völlig unverständlich -
Widmungen. Ich mag es sehr, wenn man mir nicht einfach nur ein
Buch schenkt, sondern mit einer Widmung versieht.

Wirklich? Das haßt sie? Wenn ich ein Buch verschenke, schreibe ich immer eine Widmung rein. Ohne verschenke ich keines, geht gar nicht. Und ich liebe Widmungen in Büchern.
Meine Lieblingwidmung steht in einem Buch von George Martin und ist von ihm für mich reingeschrieben:

„For an enchanting woman who loves bad men - may your winters be
short and your life full of good books to read“

Meine Lieblingswidmung: Hölderlin schrieb auf das Vorsatzblatt
des „Hyperion“, das er seiner Angebeteten, Diotima (Suzette
Gontard) verehrte: Wem sonst als Dir

Wunderschön…

Ach ja, und ich liebe Ex Libris…vor kurzem habe ich mir
etwas Phantastisches gegönnt:
Eine Prägezange, mit der ich meine Initialen in die Bücher
präge…wunderschön: eingeprägt wird ein Kreis in der Größe
eines 5-Mark-Stücks mit umlaufenden „Sinnspruch“ und in der
Mitte meine Initialen…hach…ich bin immer noch ganz hin &
weg von dem Ding…:wink:

Oh… das will ich auch! Wo hast Du das her? :smile:

Alles Liebe, Nike

Kinder und Bücher
Hallo Gandalf,

Mit Freude sehe ich, daß meine Kinder (2 und 4) viel Spaß an
Büchern haben und sich sehr gerne was vorlesen lassen oder
sich in Bilderbücher vertiefen, daß sie die ganze Welt um sich
herum vergessen.

Das ist keine Vererbungssache… das wird abgeschaut. Ich habe es meinen Eltern abgeschaut. Wenn Du Bücher liebst, werden sie sich das abschauen. Meine Mutter hat früher öfter gesagt: „Wenn ich dem Kind sonst nichts mitgeben könnte, dann wenigstens meine Liebe zu Büchern“… das hat sie geschafft.
Wenn ich mal Kinder habe, werde ich ihnen das auch mitgeben. Auf jeden Fall.

Liebe Grüße, Nike

Antwort für Gandalf & Nike
Das Ding heißt „Ex-Libris-Prägezange“, erhältlich bei der Wissenschaftlichen Buchgesellschaft Darmstadt (WBG), Kostenpunkt ab 110,- DM.

Allerdings weiß ich nicht, ob die auch von Nicht-Mitgliedern erworben werden kann?!

Hier der Link:

http://www.wbg-darmstadt.de

Einfach in Suche „Prägezange“ eingeben.

Viele Grüsse
Diana

2 „Gefällt mir“

Die ist ja TOLL!!!
und auch ziemlich teuer… aber das werde ich mir wohl zum Geburtstag wünschen müssen. :wink:

Danke, Diana!
Nike

Ich lese zwar nicht, seit dem ich denken kann, aber seit dem ich lesen kann, hatte ich immer ein Buch zur Hand.
Das ging so weit, dass ich es als Sucht bezeichnen mußte. Bei fünf sechs Büchern pro Woche ist diese Bezeichnung wohl berechtigt. Ich hatte mich teilweise komplett von meiner Umwelt abgekanzelt. Deswegen habe ich mir in meinen 33 Lesenlebensjahren schon mehrfach den Griff zu einem Buch verbieten müssen. (Wie z.Zt, aber eher deshalb weil ich in drei Wochen schwere Klausuren schreiben muß).
Für mich ist lesen eine wunderschöne Flucht aus der Welt, weshalb ich auch immer sechs sieben Stunden am Stück lese, also das ganze Buch in einem Rutsch durch und dann gleich zum nächsten gegriffen.

Ich kauf mir nur ganz selten Bücher. Warum auch?
Ich brauche das Papier und den Pappdeckel nicht. Die Geschichte hinter den schwarzen Flecken ist das, was ich will. Einmal gekaufte Bücher werden an den verschenkt, der mich zuerst fragt, ob ich es ihm leihen könnte. Ich habe heutzutage nur etwa 20 Bücher, die darauf warten, ein drittes Mal gelesen zu werden und dann sind sie auch weg.

Bücherreien find ich toll. Ich weiß nie, welches Buch ich mir ausleihen soll, oder ich hol mir alle anderen Bücher des Autors, den ich gerade entdeckt habe.

Über die Eigenart vieler Leser, sich mit den Figuren aus einem Roman zu identivizieren, habe ich oft nachgedacht (natürlich auch darüber, dass ich es früher genauso gemacht habe). Ich halte es für einen schweren Fehler!
Die Figuren sind nach den Ideen der Autoren entwickelt worden und haben nichts mit dem Leser gemein. Oft ist es doch nur das Wunschdenken (passiert mir heute auch noch manchmal) des Lesers, seinem Ideal gleich zu sein. Das ist im Grunde genau das Selbe, als würde ich ein Popidol anbehten, weil ich auch ein von allen geliebte Mensch sein will.

Hermann Hesse hat dazu eine bitterböse Satiere geschrieben: „Vom Steppenwolf“. Eine kleine Geschichte über die Leser seines Buches „Der Steppenwolf“.
Lustig war, dass ich in der 13 Klasse kurz vor dem Abitur den Steppenwolf gelesen hatte und ich mich darauf hin, wie ein von der Gesellschaft mißverstandenen Wolf empfunden hatte. Ich hab sogar an Selbstmord gedacht. Dann bekam ich im Abitur genau diese Satiere als Prüfung vorgelegt. Nachdem ich sie das erste Mal gelesen hatte, mußte ich so über mich lachen, dass ich fast die Prüfung abbrechen mußte. Das war ein heilsamer Schock.

Anmerkungen schreibe ich keine in Bücher. Ich finde es auch nervig, wenn ich eins in die Hand bekommen, wo das jemand gemacht hat.

Zum Abschluß noch ein bezeichnender Spruch der Generalschrifttumskammer der Nazies (man beachte die doppelte Ironie des Inhalts und des Autors):

„Lesen macht dum und gewalttätig!“

Mit freundlichen Grüßen

Gertfried

Lesen heisst…
mit einem fremden Kopf statt dem eignen zu denken.

(Arthur Schopenhauer)

Gruß Norbert,

der auch viel liest, gerne liest, fast alles liest und seine Bücher pfleglich behandelt, so wie man Freunde behandeln soll.

Hallo Gertfried,

das war sehr interessant, danke für’s Teilen.

Ich kauf mir nur ganz selten Bücher. Warum auch?
Ich brauche das Papier und den Pappdeckel nicht. Die
Geschichte hinter den schwarzen Flecken ist das, was ich will.
Einmal gekaufte Bücher werden an den verschenkt, der mich
zuerst fragt, ob ich es ihm leihen könnte. Ich habe heutzutage
nur etwa 20 Bücher, die darauf warten, ein drittes Mal gelesen
zu werden und dann sind sie auch weg.

Das mache ich (wie Du sicher gelesen hast) nur ganz selten. Aber wenn ich Bücher weggebe, dann verschenke ich sie. Und ich persönlich finde gebrauchte Bücher noch ein viel schöneres Geschenk als neue, gekaufte. Weil es mir so schwer fällt, mich davon zu trennen.
Einmal habe ich in einem Zug ein Buch zu Ende gelesen. Es ging mir sehr schlecht an dem tag, und als ich zu Ende war, sprach mich ein sehr netter Kerl auf das Buch an. Wir unterhielten uns drüber, kamen ins Gespräch, und nach einigen Stunden der Unterhaltung ging es mir wirklich besser. Als er aussteigen mußte, habe ich ihm das Buch geschenkt… als Dankeschön. Er hat sicher nie verstanden, was für ein großes Geschenk das war. War aber in dem Moment auch nicht wichtig. Ich bin heute noch, nach vielen Jahren, froh, zu wissen, daß er es hat. :smile:

Bücherreien find ich toll. Ich weiß nie, welches Buch ich mir
ausleihen soll, oder ich hol mir alle anderen Bücher des
Autors, den ich gerade entdeckt habe.

Ich leieh mir selten Bücher… aber in der Uni habe ich die Bibliotheken geliebt. Nirgendwo konnte ich so gut lernen wie dort, wo es still war und so intensiv nach Büchern roch… das habe ich immer sehr gemocht.

Über die Eigenart vieler Leser, sich mit den Figuren aus einem
Roman zu identivizieren, habe ich oft nachgedacht (natürlich
auch darüber, dass ich es früher genauso gemacht habe). Ich
halte es für einen schweren Fehler!

Die Geschichte mit dem Steppenwolf mag ich. Nein, identifizieren tue ich mich selten mit den Figuren. Eher mache ich sie zu meinen Freunden, Bekannten oder Feinden - je nachdem.

Du hast eine außergewöhnliche, interessante Einstellung zu Büchern, es war spannend, das zu lesen. Danke.

Zum Abschluß noch ein bezeichnender Spruch der
Generalschrifttumskammer der Nazies (man beachte die doppelte
Ironie des Inhalts und des Autors):

„Lesen macht dumm und gewalttätig!“

Wenn das nicht mal feine Ironie ist… :wink:

Liebe Grüße an Dich,
Nike

Das Ding heißt „Ex-Libris-Prägezange“, erhältlich bei der
Wissenschaftlichen Buchgesellschaft Darmstadt (WBG),
Kostenpunkt ab 110,- DM.

Kenne ich, das ist das Ding, daß ich mir nicht leisten wollte, weil zu teuer :frowning:

Allerdings weiß ich nicht, ob die auch von Nicht-Mitgliedern
erworben werden kann?!

In dem Club bin ich seit fast 20 Jahren Mitglied, wofür hälst Du mich eigentlich?! :wink:

Leider auch nicht schlauer, aber irgendwann kommt vielleicht das Christkind und fragt mich, was ich mir zu Weihnachten wünsche *hoff*

Gandalf