Bedeutung von und Umgang mit Büchern

Aber Gandalf…

Kenne ich, das ist das Ding, daß ich mir nicht leisten wollte,
weil zu teuer :frowning:

Das ist was fürs Leben! Und da findest Du 110,- DM zu teuer?! Immerhin kannst Du’s unbegrenzt anwenden…das rechnet sich!

In dem Club bin ich seit fast 20 Jahren Mitglied, wofür hälst
Du mich eigentlich?! :wink:

Stimmt, ich hätt’s ahnen können…*kotau*

:wink: Diana

An meinem Bücherregal, eigentlich müsste ich sagen: an einem meiner Bücherregale, hängt ein Merkzettel, den ich für mich geschrieben habe.
Darauf steht:

Lieber Fritz!
Denke immer daran:
Du hast nicht halb so viele gute Menschen kennen gelernt,
wie du gute Bücher besitzt.
Behandle sie also entsprechend!
Die Bücher - und die Menschen.

Ich habe mir einmal vorgestellt, welche meiner Bücher ich im Falle eines Hausbrandes retten würde.
Ich konnte mich nicht entscheiden und wäre vermutlich, während ich eine Entscheidung suchte, samt meinen Büchern verbrannt.

Fritz

[off topic] find ich schön …
… dass Dein Merkzettel mit so einer netten Anrede versehen ist:

Lieber Fritz!

Gute Nacht,
Gitte

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Anrufung des heiligen St. Florian…
Lieber Fritz, :smile:

Ich habe mir einmal vorgestellt, welche meiner Bücher ich im
Falle eines Hausbrandes retten würde.
Ich konnte mich nicht entscheiden und wäre vermutlich, während
ich eine Entscheidung suchte, samt meinen Büchern verbrannt.

Komisch, das habe ich mir auch schon oft gedacht. Wäre bei mir wohl ähnlich. Hoffentlich brennt es nie bei einem von uns beiden. :wink:
Als ich klein war (so 12, 13) habe ich mal meine allerliebsten Lieblingsbücher in eine kleine Holztruhe gepackt, aus den Regalen heraus. Als meine Mama mich fragte, warum ich das mache, habe ich gesagt: „Falls es brennt - dann habe ich sie beisammen, um sie mitzunehmen“. Heute wird es zunehmend schwieriger…

Also, hoffen wir auf Sankt Florian…

Und liebe Grüße,
Nike

Oja, Nike,
manchmal wünsche ich, solche Nothelfer gäbe es wirklich.
Arno Schmidt, der auch schon in diesem Zusammenhang zitiert wurde, hatte in der Liste seine unerfüllten Wünsch auch diesen:

„Einen feuersicher Raum für die Bibliothek!“

Er dachte da wohl an einen beton- und eisengepanzerten Raum.

Also: Vorsicht mit offenem Licht!
Und: In der Nähe von Büchern nicht rauchen! Das verdirbt nämlich auch den feinen Papier und Leimgeruch.

Ich kannte mal einen, der am Leimgeruch erkennen konnte, aus welchem Land das Buch kam. Offensichtlich riecht französischer Leim anders als deutscher, und der wieder anders als englischer.

Liebe Grüße Fritz

Huhu!

Und: In der Nähe von Büchern nicht rauchen! Das verdirbt
nämlich auch den feinen Papier und Leimgeruch.

Ja, das ist sooooo wiiiiiiieeeederlich! :frowning:
Ich habe mal bei Justbooks Bücher gekauft, leider standen die in einem Raucherzimmer. Ich habe diese Bücher erstmal einige Zeitlang offen herumliegen lassen und immer ein paar Seiten weitergeblättert, damit sie weingstens etwas ausdünsten können *schüttel*

Bye, Vanessa

Nachtrag zu Arno Schmidt
„Lesen ist schrecklich!“
Erschienen bei Haffmans; ISBN 3-251-80078-7 Buch anschauen

Als Urlaubslektüre und zum Kennenlernen.

Fritz

Und wie ‚lagert‘ ihr eure Schätzchen?
Huhu!

Sortiert? Nach Genre? Nach Anschaffungszeitpunkt, alphabetisch, nach Größe… oder wild durcheinanander? Im Regal, hinter Glas? Auf dem Boden?

Meine Bücher müssen, wie weiter unten schon erwähnt leider schon in Zweierreihen stehen *jammer* Die Regale sind voll.
Sonst sind sie bei mir sortiert nach TB und gebundenen Büchern, die sind jeweils alphabetisch nach Autor sortiert (wobei ich das dringend mal wieder ordnen müsste). Extra stehen Reiseführer, Kunstbücher, Bildbände, Comics und englischsprachige Bücher. Und natürlich diverse andere Fachbücher. Kochbücher sind in der Küche, sortiert nach ‚Art‘, also Kochen, Backen, Chinesisch, Pasta,…

Wie sieht es bei euch aus?
Mein Freund versteht diese Sortiererei nie :wink: Aber was erwartet man von einem Menschen, der nur eine handvoll Bücher sein eigen nennt? *g*

bye, Vanessa

Ja, sortiert. nach Verlag und dann alphabetisch nach Autor.

Taschenbücher haben ein eigenes Regal: Ein Taschenbuchregal, daß ein lieber Freund mal gebaut hat, und das genau „taschenbuchtief“ ist, und einige Fächer extra für Reclamhefte hat.

Getrennt von dieser Sortierung sind bei mir: Fantasy und Science-Fiction, englische und französische Bücher, Lyrik, Bildbände, Reiseführer.

Alle Wissenschaftlichen und gebundenen Ausgaben sind in einem anderen Regal… oder besser, in einer Regalwand.
Und dann gibt’s da noch eine Vitrine, für die alten Bücher. Mein ältestes ist aus der zweiten Hälfte des 17. Jhd., die müssen hinter Glas.

Das alles in meinem Arbeitszimmer. Das ist voll mit Büchern.

Und dann die Comics: Die füllen ein großes Regal im Flur.

Die Kochbücher sind auch bei mir in der Küche.

Auf der Toilette steht ein Ständer mit Zeitschriften, magazinen und einigen Comics, und ein kleines Regal mit Büchern: Kurzgeschichten, Novellen, Gedichten, buntgemischt.
Und dann natürlich auf dem Nachttisch. Und neben dem Bett. Und auf dem Sofa. Und neben der Badewanne… und so weiter. :smile:

Mein Freund versteht diese Sortiererei nie :wink: Aber was
erwartet man von einem Menschen, der nur eine handvoll Bücher
sein eigen nennt? *g*

Da frage ich mich ja, wenn es mir gestattet sei: Wie kannst Du mir einem Menschen klarkommen, von dem selbiges zu sagen ist??? :wink:))

Liebe Grüße. Nike

Natürlich sortiert!

Nach Fachgebieten und Inhalten.
Ich habe drei große Regale, die zugleich Raumteiler sind, selbst gebaut! wohlgemerkt. Diese sind zweiseitig bestückbar.
Dazu noch vier Wandregale, eins davon für die CDs, eins für die Videos, die Schallplatten stehen im untersten Teil zweier Wandteiler.

Eine Reagalseite ist ganz Karl May und der Abenteuerliteratur vorbehalten.

Eine der Philosophie, zwei der Literatur angefangen bei der Edda; daraus kann man ersehen, dass meine Bücher auch chronologisch geordnet sind.

Eine andere Regalseite nehmen ausländische Autoren ein.

Eine Seite ist mit science fiction, fantacy, Kunst- Kinder- Lieder- Spiel- oder anderen Büchern aus nicht umfangreichen Werkgruppen bestückt, auf dem Boden davor stehen die großen Kunstbände.

Dann ist da noch eine Seite, wo sich auch diverse Sachen finden. Z. B. Reiseführer, Landschaftführer, Karten, da stehen auch die rororo-Monogragien und ganz vorne ist der Hölderlinaltar.

Im letzten Regal finden sich die Arbeitsbücher, Lehrwerke, Lexika, etc.

Jetzt habe ich euch einige ganz intime Sachen offenbart. Das ist fast ein out coming!
Gruß Fritz

Huhu!

Taschenbücher haben ein eigenes Regal: Ein Taschenbuchregal,
daß ein lieber Freund mal gebaut hat, und das genau
„taschenbuchtief“ ist, und einige Fächer extra für Reclamhefte
hat.

*boaah* toll!!

Und dann gibt’s da noch eine Vitrine, für die alten Bücher.
Mein ältestes ist aus der zweiten Hälfte des 17. Jhd., die
müssen hinter Glas.

Das ist klar!

Auf der Toilette steht ein Ständer mit Zeitschriften,
magazinen und einigen Comics, und ein kleines Regal mit
Büchern: Kurzgeschichten, Novellen, Gedichten, buntgemischt.

Also, da gibt es bei mir überhaupt nichts zu lesen *g*

Und dann natürlich auf dem Nachttisch. Und neben dem Bett. Und
auf dem Sofa. Und neben der Badewanne… und so weiter. :smile:

Das stimmt…
Drum bin ich auch gerade wieder dabei zu sortieren. :wink:
Wie kommt es eigentlich, dass man sich immer Bücher von Autoren deren Nachname mit A oder B anfängt kauft? Weil man dann alle Bücher vorrücken muss? Anders wäre es ja langweilig! :wink:
Ist aber bei CDs das gleich Problem *seufz* Hat besimmt irgendwas mit Murphy zu tun.

Mein Freund versteht diese Sortiererei nie :wink: Aber was
erwartet man von einem Menschen, der nur eine handvoll Bücher
sein eigen nennt? *g*

Da frage ich mich ja, wenn es mir gestattet sei: Wie kannst Du
mir einem Menschen klarkommen, von dem selbiges zu sagen
ist??? :wink:))

*lach* tja… was das angeht, gute Frage! *g*

Er liest ja schon… Fachbücher, Zeitschriften,… aber seeeehr selten mal ein ‚normales‘ Buch.
Ich kenne aber keinen Mann in meinem Umfeld, der gerne und viel liest. *grübel* Außer dem Vater meines Freundes und meinem Vater, aber die beiden klammere ich mal aus (sind ja eh schon vergeben *g*) :wink:

Bye, Vanessa

Ja, das ist merkwürdig intim, nicht wahr?
So, als hätten wir kurz bei Dir vorbeischauen dürfen.

Aber das klingt sehr schön, Fritz. Zwischen all den Büchern würde ich mir wohlfühlen. Danke, daß wir Dich „besuchen“ durften… :smile:

Liebe Grüße, Nike

1 „Gefällt mir“

Ich fürchte,
Vanessa,

Ich kenne aber keinen Mann in meinem Umfeld, der gerne und
viel liest. *grübel

du lebst im falschen Umfeld. :smile:

Fritz

Hmmmm…DAS Regal
…bin ja erst vor einem Monat umgezogen…vorher lagerten meine Bücher auf Baumarktregalen, weiße Bretter an Metallschienen, die in die Wand geschraubt waren.

Jetzt habe ich mir von einem Tischler eine Bibliothekswand bauen lassen, über Eck, 3,20 hoch, insgesamt ca. 50m Regalfläche, Buche, dunkel gebeizt…wunderschön!

Sortierung: nach Nationalität bei den Romanen, innerhalb der Nationalliteraturen chronologisch, Sekundärliteratur gleich dahinter (hab’s ja mal studiert :wink:, eigene Rubriken für Geschichte, Philosophie, Psychologie, Thanatologie (mein Spezialgebiet - alles über den Tod), Reisen, Photographie, Kunst.

Mein Problem ist übrigens auch Deines, Nes - meine früheren Männer waren Literaturwissenschaftler und/oder Philosophiestudenten wie ich…man redete über Bücher, Bücher, Bücher…einer von denen hat über 20.000 im Bestand und einen Verlag für SF & Fantasy (ein Themengebiet, für das ich mich allerdings gar nicht erwärmen kann…*g*).

Herr M. hingegen liest nur Fachliteratur *sigh*…zwar schade, aber man kann nicht alles haben. Von uns beiden bin ich zweifelsohne die weit „verkopftere“…dafür besitzt er eine Unbekümmertheit, Lebens- und Genußfreude, die meine früheren Freunde nicht hatten.

Und, wie Du weißt, habe ich zum Ausgleich ja noch meinen literarischen Damenzirkel *zwinker*

Grüsse
Diana

nicht sooo wild sortiert
Hallo Vanessa,

also bei mir auch nach Art des Buches und die englischen getrennt von den deutschen - die Fachbücher sind hier gleich hinter mir, damit ich immer rüberspringen kann, wenn ich eins suche. Alles andere steht da drüben in meinem tollen tollen IKEA-beidseitig-mit-Bücher-vollstell-könn-Schönregal.
Ich hätte wirklich gern eine riesige Wohnung, wo ich duzendweise Regale reinstellen kann.

Deine Bemerkung von wegen Sortieren nach Anschaffungszeitpunkt hat mich an „High Fidelity“ erinnert, das ich kürzlich mal wieder gelesen habe (anlässlich der damaligen Inseldiskussion habe ich meine Top Five-Inselbücher wieder zu lesen begonnen … hehe).
Jedenfalls geht’s da auch einmal darum, dass kein Mensch sich in der Plattensammlung zurechtfindet, wenn er nicht das bisherige Leben des Mannes kennt. Der weiß dann genau, an welcher Stelle das Album von xy stehen muss, weil diesesundjenes vorgefallen ist.
Abstrakter Gedanke, danach zu sortieren, finde ich. Würd ich ja nicht mehr blicken …

Ach, und Deine Frage mit den Büchern/CDs mit den Anfangsbuchstaben, dass man alles neu sortieren muss (bei den CDs ist meine Sortierung wesentlich strenger): Das dient dazu, dass man seine bisherigen Schätze mal wieder in die Hand nehmen muss, das eine oder andere neu-wieder-entdeckt und Lust kriegt, sich damit wieder mal näher zu beschäftigen.

Viele Grüße
Gitte

Huhu Gitte!

Deine Bemerkung von wegen Sortieren nach Anschaffungszeitpunkt
hat mich an „High Fidelity“ erinnert,

Ach… komisch *g* *räusper* *jaaazugeb* ich habe geklaut *g*

Jedenfalls geht’s da auch einmal darum, dass kein Mensch sich
in der Plattensammlung zurechtfindet, wenn er nicht das
bisherige Leben des Mannes kennt. Der weiß dann genau, an
welcher Stelle das Album von xy stehen muss, weil
diesesundjenes vorgefallen ist.
Abstrakter Gedanke, danach zu sortieren, finde ich. Würd ich
ja nicht mehr blicken …

Ich würde es gar nicht schaffen. In vielen meiner Bücher steht zwar das Anschaffungsdatum, aber halt nicht in allen. Von vielen/ den meisten weiß ich auch noch genau, wo ich es warum gekauft habe, aber chronologisch ordnen könnte ich das nicht mehr.

Das dient dazu,
dass man seine bisherigen Schätze mal wieder in die Hand
nehmen muss, das eine oder andere neu-wieder-entdeckt und Lust
kriegt, sich damit wieder mal näher zu beschäftigen.

Achsooo! Da hast du recht! Klingt überzeugend!

bye, Vanessa

…bin ja erst vor einem Monat umgezogen…vorher lagerten
meine Bücher auf Baumarktregalen, weiße Bretter an
Metallschienen, die in die Wand geschraubt waren.

*lach* Erinnert mich an das Arbeitszimmer meines Pas… Da stehen die Bücher, Zeitschriften, etc. auch so :wink:

Jetzt habe ich mir von einem Tischler eine Bibliothekswand
bauen lassen, über Eck, 3,20 hoch, insgesamt ca. 50m
Regalfläche, Buche, dunkel gebeizt…wunderschön!

Boaaaaaahhhhhh… klingt super!
Und einen tollen Tischlertisch habt ihr auch…*boah*

Sortierung: nach Nationalität bei den Romanen, innerhalb der
Nationalliteraturen chronologisch, Sekundärliteratur gleich
dahinter (hab’s ja mal studiert :wink:, eigene Rubriken für
Geschichte, Philosophie, Psychologie, Thanatologie (mein
Spezialgebiet - alles über den Tod), Reisen, Photographie,
Kunst.

Soviele Bücher… ach, eine wohlgefüllte Bibliothek ist mein Traum… aber ich bin ja ‚erst‘ 26 :wink: da werden schon noch einige Bücher hinzukommen! :smile:

Herr M. hingegen liest nur Fachliteratur *sigh*…zwar schade,
aber man kann nicht alles haben.

Eben! *lach*

Bye, Vanessa

Huhu!

du lebst im falschen Umfeld. :smile:

Hmmh… meinste? Ich fühl mich aber eigentlich recht wohl hier :wink:

bye, Vanessa

Das System, nach dem ich meine Bücher sortiere, durchblicke wohl nur ich, dafür ich abersehr gut.

Grob ist die Einteilung nach naturwissenschaftlicher Literatur und dem Rest, weil ich den Luxus eines eigenen Arbeitszimmers habe, aber im Haus (mein Arbeitszimmer ist ein alter umgebauter Stall nebn dem Wohnhaus) tummeln sich auch diverse Lexika und Fachbücher, die häufig auch von meiner Frau genutzt werden.
Der Rest ist weitestgehend „chaotisch“ aufgestellt, zumindestens für Außenstehende. Da stehen auf einem Regalbrett schon mal Kant und Peanuts oder ein Ratgeber für alle Lebenslagen neben Eco. Mit Absicht stehen „Das Kapital“ neben der Bibel und die „Satanischen Verse“ neben dem Koran :wink:

Ein Kuriosum für fast alle unsere Freunde ist die riesige Bücherwnad in unserem Schlafzimmer. Ein Relikt aus meiner Junggesellenzeit, mit dem sich meine Frau arrangieren mußte. Ansonsten gibt es (die Vorratkammer vielleicht ausgenommen) keinen Raum in unserem Haus, in dem keine Bücher stehen. Selbst auf dem Klo sind zu meiner und der Gäste Kurzweil einige Bücher aufgestellt.

Gandalf

Bücher sind stapelbare Freunde
Hallo Nike,

als ehemaliger Buchhandelssortimenter bin ich einer von denen, die zusammenzucken, wenn jemand in ihrer Anwesenheit einem Buch „den Rücken bricht“ oder Knicke reinmacht oder dergleichen. Dennoch lebe und arbeite ich (als Literaturdozent) mit Büchern, statt sie nur einfach zu sammeln und in die Vitrine zu stellen.

Was noch? Ich hasse es, Bücher von anderen auszuleihen. Ich bin psychisch unfähig, ein Buch wegzuwerfen. Ich möchte ein gemochtes, aber aussortiertes Buch „gut untergebracht“ wissen. Ich bin unfähig, ohne Bücher zu verreisen.

Mir kommt es auf die Sinnlichkeit eines Buches an - wer jemals in der linken Hand einen Band der „Anderen Bibliothek“ und in der rechten Hand ein Bastei Lübbe-Taschenbuch vergleichgefühlt hat, wird wissen, was ich meine. Lesen ist auch ein haptischer Vorgang, und ich möchte mir die Freude, ein wirklich gutes Buch immer wieder neu erwandern zu dürfen, nicht durch Macken verderben.

Für mich sind geliebte Bücher (der Lord of the Rings ist ein gutes Beispiel) Orte, die ich immer wieder aufsuche. Darin darf sich so nach und nach ein Trampelpfad bilden (übersetzt: wenn das Buch nach und nach ein wenig abgegriffen ist, macht es nix), aber die Speisereste vom letzten Picknick (übersetzt: Kritzeleien, Knicke, Fettflecken) möchte ich bei der Wiederkehr ungern darin finden.
Ähnlich ist ein Lexikon oder Fachbuch für mich einer Werkstatt ähnlich: man darf sehen, daß dort gearbeitet wird, aber allzu unaufgeräumt sollte es dort nicht sein.

Zur Ordnung: zwar führe ich Kartei über meine Bücher (muß ich auch, weil’s ca. 5000 Stück sind), aber in den Regalen stehen sie eher nach anderen Kriterien: wie oft ich sie brauche, was zusammenpaßt & hübsch aussieht - denn meine Wohnung wird immer noch von mir und nicht von Büchern bewohnt (obgleich ich ihnen gerne viel Platz überlasse - ein Zimmer ohne Bücher ist für mich irgendwie nicht eingerichtet); und die Platznot tut auch ein übriges. Ein bißchen gewachsenes Durcheinander ist heimelig, solange es nicht in Chaos ausartet.

Zuletzt noch - Lieblingsbücher. Von denen (es sind sehr wenige - Tolkien, LeGuin, Calvino und ein Armvoll mehr) habe ich meist mehrere Exemplare, ein kleineres für unterwegs (das darf auch zerschlissen sein), eines in der Originalsprache (falls ich die lesen kann), vielleicht noch eine Edelausgabe, weil die so schöne Illustrationen hat. Meine Freundin lästert immer, aber dafür hat sie eine Zweitkaffeemaschine (Jedem Tierchen…).

In den letzten Jahren habe ich begonnen, mehr und mehr Bücher auszusortieren, weil ich zu der Überzeugung gelangt bin, das ich dann besser würdigen kann, was ich bewußt behalte. Ich bin sehr gespannt, bei welchen 10 oder 50 oder 100 Büchern ich zuletzt verweile.

In diesem Sinne: auf Wiederlesen!

Hendrik (Pengoblin)