Behandlung eines gereizten Magens

Hallo,
ich hatte hier schon mal vor einiger Zeit gepostet, weil ich beim Drücken auf dem Magen so ein komisches Gefühl hatte. Hab mich endlich zu einer Gastroskopie durchgerungen. Festgestellt wurde ein gereizter Magen sowie Speiseröhre. Verordnet wurden mir MCP-Tropfen, wobei ich die nach Bedarf nehmen soll - ca. 25 Stück. Ist das OK so? Wer hat ähnliche Erfahrung. Es wurden auch Proben genommen. Die Laborergebnisse sind allerdings nach 3 Wochen immer noch nicht beim Hausarzt - ist das normal???
Danke.

Ajo

Hallo Ajo,

zu den medizinischen Abläufen kann ich Dir nichts sagen, aber das Krankheitsbild des „Reizmagens“ bzw auch des „Reizdarms“ sind i.d.R. auf psychosoziale Komponenten zurück zu führen und nicht physisch bedingt. D.H. wenn Du keine Gastritis oder gar ein Magengeschwür hast (würde bei der Gastroskopie festgestellt werden), dann handelt es sich also in erster Linie um eine psychosomatische Reaktion.

Hier kann man Besserung nur durch Vermeidung der krankheitsbildenden Lebensweise erreichen (und eine medimenkatöse unterstützende Therapie ist erst in zweiter Reihe sinnvoll).

Diese Komponennten sind bei den genannten Krankheitsbildern:

  • ungesunde (magenunfreundliche) & unregelmäßige (hektische) Ernährung
  • Bewegungsmangel
  • Alkohol, Nikotin, Kaffee oder Medikamenteneinwirkung
  • Stress

Dem Magen eine „Auszeit“ gönnt man: Durch magenfreundliche und ungewürzte und unfettige Speisen (wie wäre es mit Haferschleim oder Grießbrei mit Früchten bei niedrigem Säuregehalt täglich zum Frühstück; auch zu empfehlen: HIPP Babykost als Menue, aber nicht die leckeren Fruchtglässchen weil zu viel Säure).

Bewegung an der frischen Luft/Bewegung allgemein: Der Magen benötigt zur Verdauung auch „Magenbewegungen“, welche sich z.B. durch ein Training wie Fahradfahren unterstützt werden.

Vermeidung von Nikotin, Alkohol und Kaffee
[also „Spass“ im Allgemeinen :smile:]

Vermeisung von Stress.

Meditative Entspannungstechniken (v.A. die progressive Muskelrelexation nach Jakobsen) wirken sich auch beruhigend auf die inneren Organe aus. Diese Therapie kann man auch entspannt zu Hause erlernene, eine CD mit Anleitung gibt es im Buchhandel bzw. auch im Internet oder ggf. auch kostenlos über die Krankenversicherung.

Die somatische Symtomatik des Reizmagens ist übrigens genauso lästig bzw. auch schmerhaft wie eine akute „Magenschleimhautentzündung“, da es sich allerding um eine psychosomatische Erkrankung handelt, bekommt man (häufig) keine so gute Therapie wie bei eben dieser.

Gruß und gute Besserung

Patrick

Danke,

ich denke, dass es bei mir der Stress ist - ich bin irgendwie dazu veranlagt - genauso wie noch 2 andere Personen aus meiner Familie.
Das mit der Muskelrelaxation hatte ich eine kurze Zeit gemacht - aber ich werd sie meinem Magen und meinem Wohlbefinden zur Liebe wohl wieder anfangen. Zum Haferschleim? Kann ich statt dessen auch gut in Milch eingeweichtes Müsli essen?
Danke mit dem Babykost-Tipp - werd ich auch mal austesten. Soll ja gut schmecken.

Ajo

als der geheimtip der super wirkt aber überwindung braucht sind gekochte leinsamen. leinsamen (wenig) in wasser kurz aufkochen (1 Tasse Leinsamen, 5 Tassen wasser) und dann ziehen lassen. nun auskühlen lassen. das wird dann so gelantienemäßig. nun mit kernen 2 tage regelmäßig trinken. das schleimt supidu den magen ein und hällt bei mir 14 tage an. zumal sich der darm dafür bedankt, mal ausgeschleimt zu werden.
hört sich eklig an, aber magen und darm sind nun mal schleimig - also schleim zu schleim, dann klapps auch mit der sauferei …

Danke - klingt in der Tat schleimig - mal sehen, ob ich das mache. Aber Frage: kriegt man davon nicht Durchfall oder so?

Ajo