Beim 1. Kind wird alles anders?

Hallo,

nein, ich habe noch kein Kind… aber ich frage mich, was dran ist an den Gerüchten, dass nach der Geburt „alles“ anders wird. Das macht einem (Ahnungslosen) ja irgendwie Angst. Komplette Wesensveränderung der Eltern, keine Zeit mehr für Zweisamkeit, nur noch Windeln wechseln und kleine Söckchen einkaufen und auf dem Spielplatz über Kinderkrankheiten diskutieren – wieviel ist da dran?

Ist da kaum noch was vom alten Leben? Stellt ein Baby eine Beziehung auf eine harte Probe? Oder ist alles komplett nur toll? :wink:

Danke für Eure Meinungen!

Gruß, Schnägge

huhu Schnägge,

ich dachte auch zuerst, man würde sich selbst nur gerüngfügig ändern, die Freunde nicht mit Kindergeschichten vollabern…

Aber gerade beim ersten… ist alles neu.

Ich habe die Umstellung an sich nicht so mitbekommen. Die Freude über das Kind lässt einen die Umstellung nicht bemerken. Aber rckwirkend betrachtet ändert es doch viel. Man stellt den Alltag aufs Kind ausgerichtet aus. Und ja, mein Alltag besteht momentan halt hauptsächlich aus Kind. Ich bin alleinerziehend, da gehts nicht anders. Spieltplatz kommt ja erst ab dem zweiten Lebenshalbjahr, wenn überhaupt schon so früh. Aber man möchte sein Kind ja möglichst gut fördern, also kommen Baby-Schwimmkurse, Krabbelgruppen, Mami-Treffs, etc. in den Alltag. Man fragt sich eigentlich fast nur noch „was könnte fürs Kind das Richtige sein?“ und stellt die eigenen Bedürfnisse eigentlich immer hinten an.

Aber ich für meinen Teil mache es wirklich gerne. Ich sehe meinen Zwerg mit Begeisterung wachsen, und freue mich über jeden Fortschritt. Andere Menschen sehen das nicht so, und das sind die berühmten Situationen: Mami redet über Kind und ist stolz und der Besuch kanns nimmer hören ;o)

Also: Ja, es ist alles anders, ja, es hat sich vieles umgestellt. Die Umstellung habe ich persönlich nicht mitbekommen, es fließt irgendwie alles automatisch in den neuen Alltag. Ich befinde mich täglich draussen aufm Spielplatz oder unterwegs und sehne mich oft nach anderen Gesprächen außer „nein, lass das“ „das hast du toll gemacht“ „komm nun, wir wollen weiter“…

lg, Dany

Grüß Gott, Schnägge,

bei uns hat sich in folge der Geburt unseres Sohnes (der gerade 13 wurde) sehr viel verändert. Wir waren Anfang 30 und damit eher , d. h. in unserem Freundeskreis gab es schon sehr viele >Familien>.

Ich hatte mich immer wieder darüber gewundert, wie aus geistig gesunden, intelligenten Leuten (quasi alle Akademiker) allein durch die Geburt eines Kindes so seltsame Wesen werden konnten, …

Sowas konnte ich mir für mich nicht vorstellen :wink:. Nunja, was soll ich sagen …

Es wird eben anders, aber das heißt nicht schlechter. Ich hatte zuvor alles zigfach ausgekostet, deshalb fehlte es mir an nichts. Wenn ich 20 gewesen wäre, hätte ich das vielleicht anders gesehen.

LG
sine

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Hallo!
Also ich hab selbst noch kein Kind, aber meine Schwester hat 2 davon und ich krieg ziemlich viel aus ihrem Leben mit. Was ich aus meiner Sicht sagen kann, ist, dass meine Schwester immer noch die Alte ist, ausser wenn ich mit ihr telefonier. Da hab ich nicht mehr wie früher ihre volle Aufmerksamkeit, sondern ich hör sie plötzlich mitten in meinem Satz ins Telefon brüllen (so laut, dass ich fast nen Hörschaden bekomm): „Bianca, lass das liegen“ oder „Celina, nimm das aus dem Mund“! :smiley:
Ne, im Ernst: Ich denke es kommt drauf an was man als Eltern draus macht. Meine Mutter bietet meiner Schwester immer wieder an mal auf die Kleinen aufzupassen, so dass meine Schwester mal wieder ihre Ruhe hat, oder allein mit ihrem Mann sein kann, oder abends weggehn kann, …Aber meine Schwester will das nicht. Sie meint sie will ihre Kinder nicht so „abschieben“! Kann ich nicht so recht verstehn. Immerhin hat meine Mutter auch 3 Kinder aufgezogen, und ich kann mit Sicherheit sagen, dass wir 3 Kinder bestimmt nicht einfach waren! Meine Eltern sind auch öfters allein weggegangen, und so lang haben unsere Großeltern auf uns aufgepasst. Und mir kam das damals (ist noch gar nicht so lang her) nicht so vor, als würden meine Eltern uns „abschieben“. Im Gegenteil, bei der Oma sein war immer Abwechslung uns was Besonderes, weil man da alles bekommt und länger fernsehn darf…
Meine Schwester nimmt das Angebot nicht an, also braucht sie sich auch nie beschweren, dass sie keine Zeit für sich selbst und ihren Mann hat!!!
Liebe Grüße, Anna

nein, beim zweiten
Hallo,

es ist - wie so oft - die Antwort lautet: es kommt auf die Menschen an.
Für viele mag sich mit dem ersten Kind sehr vieles ändern.

Bei uns war es anders. Wir haben lange auf das erste Kind warten müssen: wir waren „reif“ für das Baby, als es dann kam. Ja, ich habe aufgehört zu arbeiten (da waren äußere Zwänge, aber ich wollte das auch). Und dennoch bin ich da nahtlos von einem Tag auf den anderen reingerutscht (tatsächlich von einem Tag auf den anderen, denn wir hatten weniger als 24 Stunden Vorbereitung - das ist manchmal so bei Adoption). Ich habe die Veränderungen kaum gespürt, obwohl sich objektiv viel geändert hat. Aber wir haben eigentlich danach noch die gleichen Sachen gemacht wie zuvor (okay, wir waren auch vorher nicht die großen Raveparty-Fans), aber ein Kind ließ sich problemlos in unser Leben (inkl. Urlaub, Freizeit, Freunde) integrieren.

Der Hammer kam bei uns mit dem zweiten Kind. Zugegebenermaßen sind die beiden altersmäßig nahe beieinander (15 Monate). Plötzlich war ich angebunden. Ein Kind nimmt man auf die Hüfte und zieht los. Bei zwei Kindern braucht man ein Monster von Zwillingswagen. Bis man beide im Auto hat (in den Sitzen, angeschnallt), das kann in Arbeit ausarten. Was mit einem Kind locker zu bewältigen ist, wird mit zweien schnell zur Strapaze. Versteh mich nicht falsch, ich habe nie bereut, zwei Kinder und zwei Kinder so eng beieinander zu haben, aber diese Lebensveränderung, die kam mit dem zweiten Kind.

Ich rede hier auch nur von den praktischen Sachen - was im Kopf vorgeht ist wieder eine andere Geschichte. Ich war nie eine Mutter, die nur noch über Kinder geredet hat - obwohl natürlich ein Kind ein wichtiger LEbensteil wird mit allem drum und dran - aber Menschen, die nach einem Baby nur noch über Windeln, Gläschenfutter oder Frühkindförderung reden können, die hatten auch vorher schon kein sehr interessantes Leben.

Gruß
Elke

…Menschen, die nach einem Baby nur noch
über Windeln, Gläschenfutter oder Frühkindförderung reden
können, die hatten auch vorher schon kein sehr interessantes
Leben.

Hallo Elke,

in dem Punkt muss ich dir aber wiedersprechen. Wieder mal eine nette Verallgemeinerung und das von dir *tztz*…

Mit einem Kind ändert sich auch der Alltag und all die interessanten Sachen die man vorher machte kann man evtl dann gar nicht mehr machen.

Ich finde, dass es Müttern zusteht darüber zu reden, denn es gibt Sicherheit sich darüber austauschen zu können ob dieses oder jenes normal ist. Gerade beim ersten. Beim Zweiten weiß man dann schon, DASS es normal ist. Dennoch bringen gerade diese Gespräche unter „Gleichgesinnten“ viel. Der Stress lässt etwas nach, weil man sieht, dass es anderen genauso geht. Natürlich brauchen sowas nur unsichere Mütter, du brauchtest das scheinbar nie, Sicherheit in Person oder so. Aber wenn du mal guckst: auch du redest viel über deine Kinder ;o)

just my 2cts,

lg, Dany

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Hallo Dany,

Mit einem Kind ändert sich auch der Alltag und all die
interessanten Sachen die man vorher machte kann man evtl dann
gar nicht mehr machen.

Ich finde, dass es Müttern zusteht darüber zu reden,

Habe ich nicht bestritten.
Aber es gibt die Sorte Eltern, die ausschließlich über Babythemen reden. Die finde ich schon ätzend und stehe auch dazu, dass wenn sie jetzt nichts anderes mehr im Hirn haben, vorher auch nicht viel drin gewesen sein kann.

denn es
gibt Sicherheit sich darüber austauschen zu können ob dieses
oder jenes normal ist. Gerade beim ersten. Beim Zweiten weiß
man dann schon, DASS es normal ist. Dennoch bringen gerade
diese Gespräche unter „Gleichgesinnten“ viel.

Habe ich auch nicht bestritten. Aber es gibt noch anderes auf der Welt und es gibt vor allen Dingen auch Menschen, die mit diesen Themen noch nichts oder nicht mehr oder überhaupt nichts anfangen können.

Der Stress lässt
etwas nach, weil man sieht, dass es anderen genauso geht.
Natürlich brauchen sowas nur unsichere Mütter, du brauchtest
das scheinbar nie, Sicherheit in Person oder so.

Habe ich das behauptet? Nein.

Aber wenn du
mal guckst: auch du redest viel über deine Kinder ;o)

Ja. Weil es zu meinem Leben gehört. Aber ich habe und hatte auch andere Interessen und Themen.

Gruß
Elke

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Hallo Schnägge,

Deine Fragen kann man natürlich nur subjektiv beantworten. Und hier ist die Antwort aus der Sicht meiner Frau und mir ganz klar: Das erste Kind krempelt das ganze Leben komplett um. Es bleibt wirklich nichts mehr, wie es gewesen ist. Und ja: Die Freude am Kind wiegt diese Verluste bei weitem nicht immer auf. Ich bin deshalb besonders nach der Geburt unserer Tochter (jetzt zwei Jahre alt) der Meinung, dass man sich mehr als gut überlegen sollte, ob man ein Kind wirklich will und ob wirklich BEIDE Partner dazu bereit sind. Es dürfte kaum einen größeren Einschnitt im Leben geben als die Geburt eines Kindes. Und deshalb halte ich es auch für so schlimm, dass vielerorts der Eindruck erweckt wird, Kinder seinen das pure Lebensglück. Natürlich liebe ich meine Tochter, natürlich bereichert sie mein Leben, natürlich ist sie sinnstiftend. Aber es kommt auch nicht selten vor, dass ich meine Freunde und Kollegen massiv beneide, die sich gegen Kinder entschieden haben.

Natürlich ist das auch abhängig davon, in welchem Kontext das Kind kommt. Meine Frau (29 Jahre) und ich (32 Jahre) haben unser Kind als erste in unserem Freundeskreis bekommen, zudem in einer Stadt weit entfernt von unseren Familien. Wir haben also keine Netzwerke, auf die wir zurückgreifen können, was es noch einmal schwieriger macht, als für Eltern, die die Kinder problemlos bei Freunden oder Großeltern parken können. Außerdem führen meine Frau und ich eine vergleichsweise gleichberechtigte Ehe, in der beide arbeiten und sich beide um das Kind kümmern. Da bleibt kaum noch Zeit für sich selbst und erst recht nicht für die Partnerschaft.

Ich habe manchmal den Eindruck, dass Kinder vor allem für Menschen geeignet sind, die gerne aufhören möchten zu arbeiten und auch sonst keine große Beschäftigung im Leben haben. Gerade Frauen, die keine Karriere anstreben, die kein Problem damit haben, sich von einem Mann versorgen lassen, die keine großen Hobbys haben, selten ausgehen, für die Sexualität eine untergeordnete Rolle spielt, die wenige intellektuelle Bedürfnisse haben und denen auch nichts an Lebensflexibilität liegt, werden mit Kindern wohl glücklich, wenn sie die geeigneten Rahmenbedingungen dafür vorfinden. Für alle anderen geht der Elternberuf wohl immer auch einher mit dem Verlust an Lebensqualität.

Für meinen Teil kann ich sagen, dass der gleichzeitige Gewinn an Lebensqualität durch die Geburt meiner Tochter die Verluste mehr als ausgleicht. Ich kann aber durchaus verstehen, dass die meisten Ehen in Deutschland statistisch gesehen in den ersten drei Jahren nach der Geburt des ersten Kindes in die Brüche gehen.

Jetzt aber genug gejammert: Ich freue mich schon auf das Schwimmbad mit meiner Tochter heute Abend.

Viele Grüße,

Matt

Hi Dany,

…Menschen, die nach einem Baby nur noch
über Windeln, Gläschenfutter oder Frühkindförderung reden
können, die hatten auch vorher schon kein sehr interessantes
Leben.

in dem Punkt muss ich dir aber wiedersprechen. Wieder mal eine
nette Verallgemeinerung und das von dir *tztz*…

Ja ,zu allgemein und nicht fair,auch ich habe nur noch von meinen Sohn(erstes Kind)gesprochen und ging meiner Umwelt wohl ziemlich auf den Keks.*g* Meistens aber um mich auszutauschen und zu lernen,man ist halt unsicher.Ist so!

Und mein Leben vor meinen Kindern,war auch sehr interessant.Hab viele Hobbys auch heute noch mit 5 kindern.;o)

Mit einem Kind ändert sich auch der Alltag und all die
interessanten Sachen die man vorher machte kann man evtl dann
gar nicht mehr machen.

Ich finde, dass es Müttern zusteht darüber zu reden, denn es
gibt Sicherheit sich darüber austauschen zu können ob dieses
oder jenes normal ist. Gerade beim ersten. Beim Zweiten weiß
man dann schon, DASS es normal ist. Dennoch bringen gerade
diese Gespräche unter „Gleichgesinnten“ viel. Der Stress lässt
etwas nach, weil man sieht, dass es anderen genauso geht.
Natürlich brauchen sowas nur unsichere Mütter, du brauchtest
das scheinbar nie, Sicherheit in Person oder so. Aber wenn du
mal guckst: auch du redest viel über deine Kinder ;o)

Genauso ist es und man hat das Gefühl,das man mit seinen Problemen nicht alleine da steht,das gibt Sicherheit,was sich positiv auf das Kind auswirkt.;o)

So und Allgemein behaupte ich,das gerade Mütter die sich nicht austauschen und mit Kind nur alleine rumsitzen,irgendwann Überfordert sind und nicht weiter wissen.

* chen von mir!

LG Biene

Huhu Schnägge!

Ich hatte auch so meine Sorgen, wie das Leben denn mit Kind sein wird. Ich denke, darüber machen sich die meisten Gedanken, bevor sie Ernst machen. Und ich finde es auch ganz gut, denn man hat die Chance, schon vorher gewisse Dinge zu durchdenken und steht dann nicht hilflos davor. Ich denke da z.B. an Erziehungsgrundsätze, die man mit dem Partner schon vorher besprechen sollte, oder Dinge wie die Frage, ob das Kind im Elternschlafzimmer schlafen soll oder nicht.

Im Wesen habe ich mich sehr wohl verändert, aber zum positiven, finde ich. Ich trage nun viel mehr Verantwortung, gehe viele Dinge anders an. Ausserdem sind Muttergefühle für mich was ganz wunderbares :smile:

Zeit für Zweisamkeit nimmt ab, je älter das Kind wird. Unser Sohn ist jetzt 20 Monate alt, ich kann also nur bis zu diesem Alter Aussagen treffen.
Aus unserer Zweisamkeit ist eine Dreisamkeit geworden :wink: Wenn wir etwas unternehmen, ist eben noch einer mit dabei, der sich noch viel viel mehr drüber freut als wir! Wir sind schon vorher viel an kindgerechten Orten unterwegs gewesen (Zoo, Wildpark, Kirmes z.B.). Das hat jetzt nochmal an Reiz gewonnen.

Windeln wechseln und Essen zubereiten werden einfach zur Routine, das Wickeln macht man eben fix und damit isses getan. Essen ist anfangs etwas mehr Arbeit, aber unser Sohn kann mittlerweile sehr viele Sachen ganz alleine essen, so dass wir wieder mehr Zeit für die eigene Nahrungsaufnahme haben :wink:
Das war in den ersten Monaten, in denen er mitgegessen hat, schon etwas anstrengend, weil der Job meistens mir zufiel und ich immer die war, die sowieso viel langsamer als alle anderen gegessen hatte.
Jetzt ist eher das Problem, dass der Kleine einem das Essen wegfuttert *lach*

Über Kinderdinge diskutieren ist sehr wichtig für Eltern, so hat man die Möglichkeit, andere Meinungen und Erfahrungen zu hören, aber auch selbst mal Tipps zu geben. Man sieht, dass andere ganz ähnliche Probleme haben oder merkt, dass man eigentlich ein sehr unkompliziertes Kind hat.
Aber, was willst Du auch sonst mit wildfremden Leuten bequasseln, die Du unterwegs triffst? Man hat ein gemeinsames Thema, und darüber entwickelt sich dann eben ein Gespräch. Seit mein Sohn da ist, rede ich viel mehr mit anderen Leuten, einfach weil man ein Thema hat! Im Supermarkt kennen uns so einige der Kassiererinnen, und jedes Mal haben sie ein strahlendes Lächeln und ein paar liebe Worte für den Kleinen übrig. Ein tolles Gefühl, dass die Leute noch Sinn und Kopf für sowas haben!

Die Beziehung ist bei uns tatsächlich schon auf so einige sehr harte Proben gestellt worden, seit wir Eltern sind. Das liegt aber an uns Eltern, nicht am Kind!
Ich finde es sehr wichtig, dass man vorher schon eine Aufgabenverteilung hat. Z.B. war bei uns im etwa ersten Jahr mein Mann derjenige, der sich ums Wickeln gekümmert hat, sobald er von der Arbeit heimkam. Ich war froh, wenn ich einfach ein paar Stunden am Tag nicht auf Abruf losrennen musste. Mein Baby schreien lassen, damit ich Ruhe habe, das wäre nie in Frage gekommen.
Das grösste Problem sind die Zeiten, in denen man Stress hat. Mein Mann macht neben der Arbeit noch eine Weiterbildung, die pro Woche sehr viele Stunden frisst. Er braucht zwischendurch Zeit und Ruhe, um mal abschalten zu können.
Ich arbeite auf 400E-Basis und bin ansonstn Vollzeit-Mutter. D.h. ich bin da, wenn der Kleine schreit, ich bin da, wenn er weint, wenn er Hunger/Durst/Langweile hat, wenn er müde ist und was nicht noch alles. Das kann auf die Dauer sehr zermürbend sein, weil man wie gesagt IMMER auf Abruf ist, auch nachts. Und wenn der Partner dann in der wenigen Zeit, die er zu Hause ist, auch seine Ruhe braucht, gerät man leicht in Streit. Den kann man aber, sofern beide den Willen dazu haben, auch aus dem Weg räumen.
Übrigens, Zeit für uns beide ganz alleine haben wir, wenn unser Sohn schläft. Abgeben, damit wir ohne ihn weggehen können, haben wir bisher zwei oder drei Mal gemacht. Aber es macht uns einfach auch keinen grossen Spass ohne ihn! Er gehört zu uns dazu, wir wollen unser Kind um uns haben :smile:
Das muss aber jeder für sich selbst sehen. Wir haben wie schon gesagt auch davor kaum Dinge gemacht, die mit Kind nicht gehen. Nur der Gang ins Kino, der kommt zu kurz. DVD ausleihen geht auch nur dann, wenn der Kleine im Bett ist, er soll ja nicht jeden Film mit ansehen. Aber es geht durchaus!

Alles komplett nur toll, das geht nicht. Natürlich ist man manchmal einfach nur genervt, weils Kind einen schlechten Tag hat, viel weint und mit sich selbst nicht zufrieden ist. Kinder sind da nicht anders als Erwachsene, nur dass sie insgesamt viel fröhlicher sind und selten schlechte Tage haben :wink:

Und, von wegen nur noch Kinderthemen…ich bleibe ich, egal ob Kind oder nicht! Ich hab gar keine Lust, immer nur über mein Kind zu reden, so viel gibts da auch gar nicht. Ich hab ein Leben drumherum, das auch zur Sprache kommt. Allerdings fragen viele Leute nur noch nach dem Kind, und dann erzähl ich eben davon. Ein schönes Thema ist es natürlich!

Bisschen Schwierigkeiten habe ich seitdem mit den Schwiegereltern, denn die haben nur noch Augen fürs Kind, wir Eltern sitzen relativ abgeschrieben daneben. Das ist auf Dauer ziemlich langweilig, mein Kind spielen seh ich zu Hause auch reichlich.

Das sind aber alles Dinge, die höchst individuell sind! Ich freue mich z.B., dass ich nicht mehr viel arbeiten muss, aber die zwei Tag ein der Woche liebe ich trotzdem. Wir haben die Grosseltern im Haus, Mehrgenerationenwohnen ist genial, aber trotzdem sind wir so gut wie nie ohne Kind unterwegs. Es kommt immer drauf an, was man draus macht!

Liebe Grüsse
Bine :smile:

Hallo,

ja, es wird alles anders. Aber anders bedeutet in diesem Fall nicht schlecht. Anders ist in diesem Fall auch gut, aber eben anders.

Die Zweisamkeit nimmt ab, aber man ist zu Dritt und das ist dann ganz normal und das will man auch so. Die Kinder schlafen ja auch mal und dann muss man eben die Zeit nutzen.
Man hat einen anderen Alltag, muss sich um andere Sachen kümmern, unternimmt andere Dinge. Und trotzdem ist es super und es gefällt einem und es macht Spaß.

Liebe Grüße, Salbei

Ich habe manchmal den Eindruck, dass Kinder vor allem für
Menschen geeignet sind, die gerne aufhören möchten zu arbeiten
und auch sonst keine große Beschäftigung im Leben haben.
Gerade Frauen, die keine Karriere anstreben, die kein Problem
damit haben, sich von einem Mann versorgen lassen, die keine
großen Hobbys haben, selten ausgehen, für die Sexualität eine
untergeordnete Rolle spielt, die wenige intellektuelle
Bedürfnisse haben und denen auch nichts an Lebensflexibilität
liegt, werden mit Kindern wohl glücklich, wenn sie die
geeigneten Rahmenbedingungen dafür vorfinden. Für alle anderen
geht der Elternberuf wohl immer auch einher mit dem Verlust an
Lebensqualität.

huhu Matt,

das ist der größte Blödsinn den ich je gelesen habe !

Wenn Frau zielstrebig ist, macht sie Karriere und Kind. Mit einem liebevollen verständnisvollen Mann, der sie unterstützt geht das.
Frau mit Kind kann sich durchaus selbst versorgen und glücklich sein Mama zu sein.
Sex kann auch als Mama Spaß machen (das sollte ich wohl mal deiner Frau erzählen).

Sorry, aber dieser Absatz von dir ärgert mich sehr. Du denunzierst Frauen, sagst, dass sie als Mutter nur glücklich sein können, wenn sie keine „intellektuellen Bedürfnisse“ haben… Oman, das sollte ich mal den vielen Alleinerziehenden Studentinnen oder Mamas sagen, die sich gerne weiterbilden, um auch ihre Kinder mit Wissen zu erziehen.

*ärgerlich*
Dany

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Hallo,

das ist der größte Blödsinn den ich je gelesen habe !

Nicht, wenn man das Posting komplett liest.

Wenn Frau zielstrebig ist, macht sie Karriere und Kind. Mit
einem liebevollen verständnisvollen Mann, der sie unterstützt
geht das.

Ich kenne in meinem Bekanntenkreis kein Paar, das gleichwertig Karriere machen konnte. Einer hat, wenn auch zeitweilig, immer zurückstecken müssen.

Frau mit Kind kann sich durchaus selbst versorgen und
glücklich sein Mama zu sein.

Selbst versorgen und Karriere machen sind für mich große Unterschiede.

Du denunzierst Frauen, sagst, dass sie als Mutter nur glücklich
sein können, wenn sie keine „intellektuellen Bedürfnisse“

Auch das lese ich nicht aus Matts Posting. Er schreibt doch
„Für alle anderen geht der Elternberuf wohl immer auch einher mit dem Verlust an Lebensqualität“ und kurz darauf
„dass der gleichzeitige Gewinn an Lebensqualität durch die Geburt meiner Tochter die Verluste mehr als ausgleicht.“
Vielmehr lese ich die (etwas überspitzt formulierte) Erkenntnis heraus, dass es einfacher wird wenn man seine (u.a. beruflichen) Ansprüche realistisch herunterschraubt.

Oman, das sollte ich mal den vielen Alleinerziehenden
Studentinnen oder Mamas sagen, die sich gerne weiterbilden,

Sich Weiterbilden, Studieren, o.ä. mit Kind ist was ganz anderes als ein beständiger Schritt nach oben auf der Karriereleiter. Beim Studium ist man flexibler, der VHS-Kurs kann auch im November statt September besucht werden… für ein Unternehmen wichtige Projekte, Aufträge, etc. müssen normalerweise sofort erledigt werden. Will man Karriere machen, kann man sich nur schwer Kinder mit Mintelohrentzündungen, Knochenbrüche, zig Wochen Ferien, Schulproblemen, etc. leisten.
Es ist schon schwer einem „normalen“ Vollzeitjob + Kind zu schaffen. Aber Karriere bedeudet normalerweise Mehrarbeit und viel Engagement (im Beruf), das schaffen nur wirklich wenige. Egal wie gut das Betreuungsnetz organisiert ist.

Mit Grüßen
Simone

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Hallo,

…Menschen, die nach einem Baby nur noch
über Windeln, Gläschenfutter oder Frühkindförderung reden
können, die hatten auch vorher schon kein sehr interessantes
Leben.

in dem Punkt muss ich dir aber wiedersprechen. Wieder mal eine
nette Verallgemeinerung und das von dir *tztz*…

Ja ,zu allgemein und nicht fair,

Könnte es sein, dass du das Wörtchen „nur“ überlesen hast.
Ihr lest mit Gewalt etwas in mein Posting, was da nicht drin steht.

auch ich habe nur noch von
meinen Sohn(erstes Kind)gesprochen und ging meiner Umwelt wohl
ziemlich auf den Keks.*g*

Wieso muss man Leuten auf den Keks gehen? Es gibt Themen, die spreche ich an, wenn ich merke, mein Gegenüber teilt dieses Interesse nicht, dann zwinge ich diese Thema dem anderen nicht auf.

Meistens aber um mich auszutauschen
und zu lernen,man ist halt unsicher.Ist so!

Ja. Und wer, bitte, hat das in Frage gestellt?

Und mein Leben vor meinen Kindern,war auch sehr
interessant.Hab viele Hobbys auch heute noch mit 5 kindern.;o)

Schön für dich. Aber was hat das mit meinen Aussagen zu tun?

So und Allgemein behaupte ich,das gerade Mütter die sich nicht
austauschen und mit Kind nur alleine rumsitzen,irgendwann
Überfordert sind und nicht weiter wissen.

Eh - und das ist jetzt fair und nicht allgemein?

Gruß
Elke

Ist ja schön, daß …
du zu deiner Meinung stehst.
Hallo Elke,

Aber es gibt die Sorte Eltern, die ausschließlich über
Babythemen reden. Die finde ich schon ätzend und stehe auch
dazu, dass wenn sie jetzt nichts anderes mehr im Hirn haben,
vorher auch nicht viel drin gewesen sein kann.

die muss man aber nicht teilen.
Grüße
BW
kurz und knapp, wie zuletzt: platte Aussage

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Hallo,

kurz und knapp, wie zuletzt: platte Aussage

Du willst mir also erzählen, dass jemand, der NUR über sein neues/mittleres Baby redet, für die Menschen seiner Umgebung eine Wohltat und erquickliche Gesellschaft darstellt?
Dass jemand, der über Monate und Jahre (ich rede nicht von den ersten paar Wochen nach der Geburt) kein anderes Thema findet, als der eigene Sproß eine intellektuelle Größe darstellt?
Sorry, ich habe höhere Ansprüche an mich und meine Umgebung.

Gruß
Elke

Hallo,

für mich war es eine große Umstellung, weil ich keine Kinder wollte.
Dann kamen noch weitere sehr unglückliche Umstände dazu.

Aber wenn man sich nicht von den ‚Anforderungen der Gesellschaft‘ beirren lässt und riskiert, als ‚Rabenmutter‘ abgestempelt zu werden, kann man mit so einem Balg auch weiterhin verrückte Sachen machen, ohne das Kind wirklich zu vernachlässigen. Die halten einiges aus, wenn sie bei der Mutter sind.

Was mich nervte war, dass ich teilweise anfangs slebst bemerkte, wie stark mich die Themen über die ‚Probleme‘ als neue unerfahrene Mutter regelrecht überrannten. Aber wenn man einen guten und ehrlichen !! Bekanntenkreis hat, holen die einem von den Babybreichenthemen auch schnell wieder runter :wink:

Ich kann nur davor warnen, das Leben zuuu sehr auf den neuen Erdenbürger einzustellen. Es bringt nichts, wenn man selbst auf vieles verzichtet und dann unzufrieden wird.

Lieber das Kind mitschleppen auf Parties, in einen Nebenraum legen oder oder oder, und zufrieden sein. Bringt auch dem Balg mehr, eine glückliche mutter zu haben. Und wie gesagt, die halten einiges aus.

Von lautem Staubsauger und Radio beim Mittagsschlaf bis hin zur Party, wenn man ein bisschen auf das Kind achtet.

Allerdings fand ich das Alter zw. ca. 1,5 bis ca. 2,5 J. sehr stressig.

Diese ‚Hab acht‘-Stellung was er jetzt schon wieder anstellt, war anstrengend.

Marion

Hallo Elke,

Könnte es sein, dass du das Wörtchen „nur“ überlesen hast.

Sorry ,hab ich tatsächlich überlesen.

Ihr lest mit Gewalt etwas in mein Posting, was da nicht drin
steht.

Mit Gewalt nicht,es kommt halt einfach für mich so rüber,aber jeder Mensch ist anders und hat eine andere Auffassunsgabe.;o)

Wieso muss man Leuten auf den Keks gehen? Es gibt Themen, die
spreche ich an, wenn ich merke, mein Gegenüber teilt dieses
Interesse nicht, dann zwinge ich diese Thema dem anderen nicht
auf.

Ich habe niemanden etwas aufgezwungen und ich habe eh immer das Gefühl,das ich irgend jemanden auf den Keks gehe,liegt wohl an meiner Erziehung.;o(

Meistens aber um mich auszutauschen
und zu lernen,man ist halt unsicher.Ist so!

Ja. Und wer, bitte, hat das in Frage gestellt?

Wie gesagt, ich habe das so aus Deinen Text herausgelesen,muss ja nicht so sein.

Und mein Leben vor meinen Kindern,war auch sehr
interessant.Hab viele Hobbys auch heute noch mit 5 kindern.;o)

Schön für dich. Aber was hat das mit meinen Aussagen zu tun?

Du hast geschrieben,das Diese Mütter auch vorher KEIN interessantes Leben hatten.

So und Allgemein behaupte ich,das gerade Mütter die sich nicht
austauschen und mit Kind nur alleine rumsitzen,irgendwann
Überfordert sind und nicht weiter wissen.

Eh - und das ist jetzt fair und nicht allgemein?

Doch es ist allgemein,genauso wie Deine Aussage s.o.

Du verstehst mich nicht,ich glaube wir reden aneinander vorbei.

Gruß Sabine

Hi Elke,

ich hab da mal ne Frage,nicht böse sein.Hab das mit der Adoption gelesen,find ich übrigens toll,3 meiner Kinder sind auch nicht meine Eigenen und ich liebe sie auch überalles nur anders wie meine Eigenen.

Hast Du auch eigene Kinder?

Gruß Sabine

Du willst mir also erzählen, dass jemand, der NUR über sein
neues/mittleres Baby redet, für die Menschen seiner Umgebung
eine Wohltat und erquickliche Gesellschaft darstellt?
Dass jemand, der über Monate und Jahre (ich rede nicht von den
ersten paar Wochen nach der Geburt) kein anderes Thema findet,
als der eigene Sproß eine intellektuelle Größe darstellt?
Sorry, ich habe höhere Ansprüche an mich und meine Umgebung.

Gruß
Elke

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Hi,

Diese ‚Hab acht‘-Stellung was er jetzt schon wieder anstellt,
war anstrengend.

Ich kann mich an eine (ungeschickt platzierte - es gab einen Teich nicht allzuweit weg) Geburtstagsparty erinnern, an der ich mindestens 20 Tassen Tee eingeschenkt bekommen habe, und nicht einen Schluck WARM zu mir nehmen konnte.
Damals waren meine beiden nicht ganz 1,5 und gerade etwas über 2,5. Und verhielten sich wie sich voneinander abstoßende Magnete.

Gruß
Elke