Beitrag auf Explosiv - gestern abend

Hi!

Jaja, ich weiß - „Wer guckt sich denn sowatt an?“

Aber trotzdem: Gestern abend war dort ein Beitrag über Erziehungsmethoden, genauer: Über das Schlagen von Kindern.

Klar kann das nicht represäntativ sein, aber: 8 von 15 befragten Eltern gaben an, dass ihnen gelegentlich mal die Hand ausrutscht!

Bin ich jetzt im falschen Film oder gehöre ich einfach nur zu einer kleinen Minderheit, die Gewalt verabscheuungswürdig findet?!

Sorry, aber mir wurde echt anders!

Grüße
Guido

Moin!

Jaja, ich weiß - „Wer guckt sich denn sowatt an?“

Eben :smile:
Ich nich *g*

Aber trotzdem: Gestern abend war dort ein Beitrag über
Erziehungsmethoden, genauer: Über das Schlagen von Kindern.

Nächste Frage: Wer macht denn sowatt?

Wobei Du natürlich berücksichtigen solltest, welche Qualität die Beiträge eines Magazins wie „explodiert“ haben :frowning:
Das ist doch eigentlich nix anderes als Sensationsgeile Effekthascherei. Sozusagen die BLÖD des Fernsehens. Ich glaube nicht, das jemand mit einigermaßen vernünftigem IQ dieser Sch*** irgendwelchen ernstzunehmenden Charakter beimißt.

Bin ich jetzt im falschen Film oder gehöre ich einfach nur zu
einer kleinen Minderheit, die Gewalt verabscheuungswürdig
findet?!

Nee, Guido, da stehst Du nich allein da. Zumindest ich bin da ganz fest an Deiner Seite.
Gerade im Bereich der Kindererziehung finde ich, das Gewalt niemals ein Mittel, schon gleich keine Lösung sein darf! Aber auch hier glaube ich, das jeder mit ein wenig Resthirn das ebenso sehen sollte.

Sorry, aber mir wurde echt anders!

Versteh ich voll und ganz.

Gruß & Bye…

Der Dicke MD.

Hallo Guido,

ich habe kürzlich sogar von 80 % gelesen, denen oft die Hand ausrutscht :frowning:(((( Frag mich nicht, wo, aber es ist im Prinzip egal: Trotz Gesetzesänderung ist der Spruch „Eine Ohrfeige hat noch keinem geschadet“, dicht gefolgt von „Wenn ich Schläge bekam, dann gab es auch einen Grund dafür“ noch immer sehr häufig zu hören.

Meine beste Freundin schlägt ihre Kinder, wir haben uns deswegen auch schon häufig gestritten, sie meint, es schade ihren Kindern nicht, ich habe eben mehr Geduld als sie.

ICH finde, es ist eine ganz bewußte Entscheidung, NICHT zu schlagen. Man muß sich VORHER darüber klar sein, dass es sich nicht um eine Erziehungsmaßnahme handelt, dass es keinerlei Besserung der Situation bringt, weder kurzfristig noch auf lange Sicht.

Auch mir ist im Laufe der Jahre schon die Hand ausgerutscht („nur“ auf den Po), ich weiß durchaus, wie sehr Kinder stressen können, immerhin habe ich drei, die noch relativ klein sind. Trotzdem darf das keine Rechtfertigung sein…

Du bist nicht allein mit Deiner Meinung ! Aber die Mehrheit sind wir nicht *traurig*.
Gruß,

Sylvia *jetztKinderbespielenmuß*

Trotz allem…
Hi !

Wobei Du natürlich berücksichtigen solltest, welche Qualität
die Beiträge eines Magazins wie „explodiert“ haben :frowning:
Das ist doch eigentlich nix anderes als Sensationsgeile
Effekthascherei.

Stimmt schon - aber beim Zappen durch das Vorabendprogramm…

Unabhängig davon: Auch die müssen erst mal auf der Straße Leute finden, die so etwas von sich geben (vor laufender Kamera auch noch!).

Sozusagen die BLÖD des Fernsehens. Ich glaube
nicht, das jemand mit einigermaßen vernünftigem IQ dieser
Sch*** irgendwelchen ernstzunehmenden Charakter beimißt.

Naja - aber auch die BILD hat eine nicht zu verachtende Auflage… und nicht nur geistig minderbemittelte Vollitioten lesen die!

Nee, Guido, da stehst Du nich allein da. Zumindest ich bin da
ganz fest an Deiner Seite.
Gerade im Bereich der Kindererziehung finde ich, das Gewalt
niemals ein Mittel, schon gleich keine Lösung sein darf! Aber
auch hier glaube ich, das jeder mit ein wenig Resthirn das
ebenso sehen sollte.

Danke! Es tut dann doch mal gut, so etwas zu hören! Auch in meinem Bekanntenkreis ist man nämlich fast einstimmig der Meinung: Ein Klaps hat noch keinem… *würg*

Bis neulich
Guido

Sorry, aaber
Hallo Sylvia

ICH finde, es ist eine ganz bewußte Entscheidung, NICHT zu
schlagen. Man muß sich VORHER darüber klar sein, dass es sich
nicht um eine Erziehungsmaßnahme handelt, dass es keinerlei
Besserung der Situation bringt, weder kurzfristig noch auf
lange Sicht.

Auch mir ist im Laufe der Jahre schon die Hand ausgerutscht
(„nur“ auf den Po), ich weiß durchaus, wie sehr Kinder
stressen können, immerhin habe ich drei, die noch relativ
klein sind. Trotzdem darf das keine Rechtfertigung sein…

Es ist ja klasse, dass Du das einsiehst, aber warum hast Du Dir da vorher keinen Kopf drüber gemacht?

Du bist nicht allein mit Deiner Meinung ! Aber die Mehrheit
sind wir nicht *traurig*.

Sorry, wenn ich mich da jetzt etwas von Dir distanziere! Aber sobald mir mal „die Hand nur auf den Po ausrutschen“ sollte, dann bitte ich darum, mir diese abzuhacken!

Ich kann es einfach nicht verstehen, akzeptieren oder entschuldigen, wenn jemand Kinder schlägt. Da ist es mir primär erst mal egal, ob es eine Ohrfeige oder nur auf den Hintern ist.

Ich bin gelegentlich für unsere Azubis im Betrieb verantwortlich. Meine Güte - wenn ich denen jedesmal eine ballern würde, wenn die mich nerven, oder etwas nicht begreifen…

Nix für ungut

Grüße
Guido

Hai, Guido,

ich hab die Sendung nicht gesehen - dafür aber, wie hehre Prinzipien vom Leben über den Haufen geworfen werden können: 'ne Freundin hat sich bei ihrer ersten Schwangerschaft geschworen, ihr Kind niemals zu schlagen. Leider hat der Vater sich aber mit dem Zeitpunkt der Geburt aus der Familien-Verantwortung ausgeklinkt, so daß sie eigentlich Alleinerziehende mit zwei anspruchsvollen Kindern (eins davon fast 40) war. Als ihr Kleener 3 Jahre war, standen sich die beiden regelmässig schreiend gegenüber („Papa“ hatte sein eigenes Zimmer und hat einfach die Tür zugemacht). Dauernder Schlafmangel und der Stress der alleinigen Verantwortung forderten bei ihr langsam aber sicher ihren Tribut. Der große Knall kam dann an dem Tag, als ihr Gör (meine liebevoll-spöttische Bezeichnung für mein Sitting-Baby) mit vollem Tempo und lauthals lachend auf eine vielbefahrene Haupstrasse zuraste und sich einen Sch*** um die Rufe von Mama kümmerte - für ihn war es ein lustiges Fangen-Spiel, sie sah ihr Kind schon unterm Auto. Ein Passant hat ihn glücklicherweise zwischen den parkenden Autos am Kragen erwischt und festgehalten. Als seine Mutter ihn dann hatte, hat sie ihn das erste Mal geschlagen - ein mal, dafür ziemlich heftig, auf den Hintern.
In diesem Augenblick hat sich bei ihr einfach alles entladen: der Frust über’s Alleinsein trotz „Mann im Haus“, der mangelnde Schlaf, immer zuwenig Geld („Papa“ hat „sein“ Geld ja für seine persönlichen Bedürfnisse gebraucht), ständiges Untergraben ihrer Erziehung seitens des Vaters („Mama spinnt“) und die Angst um das Leben ihres Kindes.
Jetzt kann man natürlich argumentieren, daß sie viel eher schon dem Mann hätte eine reinhauen sollen (ein Bedürfnis, das ich in der Zeit oft verspürte), oder dem Kleenen vorher den Respekt vor Strassen hätte beibringen sollen („Papa sagt aber…“) oder, oder, oder…
Nur ist das Leben nicht so einfach und wenig Menschen sind perfekt und, auch wenn ich es geschafft habe, mit dem Gör ohne Schlagen klarzukommen, ich bin nicht der Meinung, daß „Hand ab“ eine angemessene Reaktion gewesen wäre.
Danach hatte der Kleene gelernt, daß es tatsächlich Situationen gibt, in denen er zu weit gehen kann (z.B. ist er nie wieder auf Strassen gerannt) und das auch die Geduld seiner Mutter endlich ist.
Fazit: es gibt Augenblicke, in denen Eltern „die Hand ausrutschen“ kann und sie trotzdem keine Kindesmisshandler sind. Solange es tatsächlich eine letzte Notbremse bleibt und nicht zur alltäglichen Erziehungsmethode wird, halte ich es für verständlich/verzeihlich - und ehrlich, drei Klapse auf den Hintern auf ein Leben verteilt, sind mit Sicherheit nicht schädlich (Nummer zwei und drei gab’s dann mit sieben und neun Jahren im Zuge massiver Machtkämpfe).

Gruß von einer, die das Glück hatte, sich um ihre Sitting-Babys immer ausgeschlafen und mit entsprechender Gelassenheit kümmern konnte
Sibylle

Tja - Kinder sind eine GROOSSE Verantwortung!
Hi Sybille!

Eigentlich eine kurze Antwort: Wenn man sich nicht ganz sicher ist, dass man den Stress verpackt, die Verantwortung und die Nerven hat, sollte man keine Kinder in die Welt setzen!

Ich könnte auch EINEN Klaps auf den Po nicht verzeihen!

Ich erzähle Dir jetzt mal eine Geschichte!
Das Erste, woran ich mich in meinem Leben erinnern kann, ist ein Weihnachtsfest als ich drei Jahre alt war - und einen Klaps bekam…
Es hat sich bei meiner Mutter NICHT auf die Klapse beschränkt. Die üblichen „verdienten“ Trachten habe ich allerdings erst später bekommen (die Sache mit dem „verdient“ war Sarkasmus). Ich finde es nur befremdlich, dass ich mich an kaum eine Frühkindheitsbegebenheit erinnern kann, in der kein Klaps folgt! Das ist umso merkwürdiger, als dass sich der Mensch eigentlich eher die schönen Dinge merkt und die unschönen vergisst…
Ich bin übrigens nicht das, was man als misshandest bezeichnet, worden - es war die damals „normale“ Erziehung!

Was ich einfach nur mal in den Raum werfe ist: Wenn jemandem einmal die Nerven durchgehen, passiert das auch ein zweites, drittes, viertes, dreihundertstes mal! Und da interessiert es mich einen Sch**ß, ob da Probleme mit dem Mann, den Finanzen, dem Leben im allgemeinen bestehen! Entweder man hat die nötige Reife und Beherrschtheit für ein Kind oder nicht! Ich habe nicht den leisesten Hauch eines Schimmers, was körperliche Gewalt in einer Erziehung zu suchen hat!
Ich habe an einer Bushaltestelle mal einem Mann den Arm festgehalten, der sein Kind ohrfeigen wollte, mit dem Kommentar, er solle sich doch jemand gleich großen suchen!
Du glaubst nicht, wie nah ich dran war, ihm eine mitzugeben - aber WOFÜR? Er schaute mich nur verwirrt an und regte sich dann langsam ab.

Ich möchte einfach nur EIN sinnvolles Argument (und keine fadenscheinige Ausrede oder Rechtfertigung) FÜR einen Klaps!

Schon mal auf die Idee gekommen, dass Kinder das nachleben, was ihnen vorgelebt wird? Wenn beim nächsten Spiel der Freund nicht pariert, wird er halt auch gehauen - Mama hat es doch vorgemacht!

Liebe Grüße
Guido

Hallo Guido,

hier möchte ich doch auch mal einen Diskussionsbeitrag leisten.
Erst einmal vorneweg, um Mißverständnissen vorzubeugen: Ich habe große Achtung vor Deiner Haltung und teile sie auch weitestgehend. Auch ich habe die „Vorzüge“ einer „strengen“ Erziehung genießen dürfen und denke mit Grausen an diese Situationen. Angst vor meinem Vater hat mich bis zum 16. Lebensjahr ständig begleitet. Dennoch hat mir mein Vater nie (dauerhaft) das Gefühl gegeben, mich nicht zu lieben, im Gegenteil.
Nun, warum auch immer, der „Erfolg“ dieser Erziehung ist ein gewaltverabscheuender Mensch.
Aber hier fangen auch meine Probleme an: irgendwann mußte ich lernen, daß Gewalt nicht nur physisch sein kann, und daß andere als die körperliche Gewaltarten sogar sehr viel verletzender sein können. Mittlerweile bin ich soweit, daß ich nicht mehr zwischen körperlicher und nicht körperlicher Gewalt unterscheiden möchte. Und etwas zweites verstand ich, als ich nicht erzogene (die Eltern nannten es antiautoritär, aber das war es nicht) Kinder erlebte: auch Kinder sind zur Gewaltanwendung fähig und bereit. Und in diesem Fall nicht so sehr zu körperlicher, aber sie terrorisierten ihr Umfeld in nahezu unerträglicher Weise.
Ich habe mir lange Gedanken zu der Erziehung von Kindern gemacht und hätte vor ein paar Jahren Dein Posting noch vorbehaltlos unterschrieben.
Heute bin ich aber zu der Überzeugung gekommen, es Situationen gibt, in denen körperliche Gewalt für das Kind schmerzloser und leichter zu ertragen ist. Sie kann dem Kind sogar Sicherheit geben, weil es hier schnell, direkt und körperlich (für Kinder ein sehr wichtiger Faktor) spürt, daß es eine letzte Grenze überschritten hat.
Bei Erziehungsdiskussionen stört mich immer häufiger, daß so getan wird als ob der erziehende Erwachsene ein ausschlieslich vernunftgesteuertes Wesen sein müsse, während dem Kind wie selbstverständlich auch emotionale Handlungen zugebilligt werden. Die Realität ist aber doch vielmehr, daß sich Eltern und Kinder gegenseitig erziehen. Bei der Geburt des ersten Kindes weiß man doch noch gar nicht, auf was man sich da eingelassen hat. Und mir kann keiner erzählen, daß seine Kinder ihn nicht ebenfalls „erzogen“ hätten (das können meiner Meinung nach nur ausgesprochene Gewaltmenschen von sich behaupten). Erziehung ist doch letztlich nichts anderes, als durch Aktion und Reaktion das eigene Verhalten „anzupassen“. Und deswegen denke ich, daß man auch Erwachsenen das Recht auf Gefühle und Gefühlsausbrüche einräumen muß. Wie weit sie sich dann auch gewalttätig äußern dürfen ist eine andere Diskussion, die mich jetzt zu weit abbringen würde. Aber ich kann Deinen Absolutheitsanspruch nicht in letzter Konsequenz teilen.
Ich habe die wohlbegründete Hoffnung, daß ich bei der Erziehung meines Sohnes ohne körperliche Züchtigung auskommen werde. Aber ich könnte dafür beim besten Willen keine Garantie unterschreiben…

Nachdenkliche Grüße
Goosi

6 „Gefällt mir“

Naja, das lässt wohl in erster Linie Schlüsse auf das Niveau der Sendung, ihrer Mitwirkenden und ihrer Zuschauer zu…
Klar gibt es Kreise, in denen manches als normal gilt, was in anderen Kreisen als ganz und gar nicht normal gilt.
Sagt eine aus gutem Grunde fernseherfreie Semle

Hallo Guido,

Eigentlich eine kurze Antwort: Wenn man sich nicht ganz sicher
ist, dass man den Stress verpackt, die Verantwortung und die
Nerven hat, sollte man keine Kinder in die Welt setzen!

Jeder der sich Kinder wünscht glaubt, allem kommenden gewachsen zu sein. Aber erst wenn du Kinder hast, weisst du wirklich, was Verantwortung und Stress bedeuten. Du kannst nicht sagen, nur wer sich vorher ganz sicher ist, dass er den Stress packt, sollte Kinder in die Welt setzten.
Das ist Quatsch.
Wie bei vielen anderen Dingen im Leben musst du erst in gewissen Situationen sein um zu wissen, wie du reagieren wirst!

Ich könnte auch EINEN Klaps auf den Po nicht verzeihen!

Zwischen einem Klaps und Gewalt herrscht ein enormer Unterschied! Du kannst nicht beides in einen Topf werfen und somit jeden zum Gewaltmenschen abstempeln.

Ich habe an einer Bushaltestelle mal einem Mann den Arm
festgehalten, der sein Kind ohrfeigen wollte, mit dem
Kommentar, er solle sich doch jemand gleich großen suchen!
Du glaubst nicht, wie nah ich dran war, ihm eine mitzugeben -
aber WOFÜR? Er schaute mich nur verwirrt an und regte sich
dann langsam ab.

Weisst du, warum der Mann sein Kind ohrfeigen (???) wollte? Nein, wahrscheinlich nicht! Aber du kannst dir sicher sein, dass du hierbei kein Held warst.
Hättest du mich derart plump angesprochen (unabhängig von der Situation), wäre von uns beiden sicherlich nicht ich die Verwirrte gewesen.

Ich möchte einfach nur EIN sinnvolles Argument (und keine
fadenscheinige Ausrede oder Rechtfertigung) FÜR einen Klaps!

Kein Argument, aber eine Begebenheit!
Mein Sohn und sein Freund hatten ihr Vergnügen dabei, immer wieder urplötzlich auf die Fahrbahn zu springen - nur damit sie die quitschenden Reifen der bremsenden Autos hören konnten. Alle Erklärungen, gutes Reden, Verbote, Verkehrserziehung brachten nichts, die Jungs machten lustig heimlich weiter.
Irgendwann habe ich die Beiden auf frischer Tat ertappt und ich war derart erschrocken und wütend, dass ich mir meinen Sohn an Ort und Stelle geschnappt habe und ihm zwei sehr ordentliche Klapse auf den Hintern gegeben. Der Freund kam ungeschoren davon. Nun, meiner war derat erschrocken, erstens weil ich ihn erwischt hatte, zweitens weil ich ihm auf offener Straße zwei Klapse gegeben hatte, dass er dieses gefährliche Spiel sein ließ. Nicht aber sein Freund. Seine Mutter redete zwar mit ihm aber mit null Erfolg. Es kam dann auch wie es kommen musste, der Junge machte munter weiter und wurde keine 14 Tage später von einem Auto erfasst und lebensgefährlich verletzt. Auch heute - 6 Jahre später - leidet er immer noch unter den Folgen dieses schweren Unfalls.

Schon mal auf die Idee gekommen, dass Kinder das nachleben,
was ihnen vorgelebt wird? Wenn beim nächsten Spiel der Freund
nicht pariert, wird er halt auch gehauen - Mama hat es doch
vorgemacht!

Richtig, ein Kind lernt vieles duch Nachahmen (nicht nachleben). Aber wie gesagt, ein Klaps ist mit Gewalt nicht zu vergleichen und Kein Kind, das einen Klaps bekommen hat, wird gleich zum Schläger.

Es mag für dich völlig in Ordnung sein, wenn du Klapse nicht akzeptieren kannst, das steht dir auch zu.
Nur gibt es eben Situationen, da handelst du und denkst nicht erst groß nach.
Wenn du Kinder hast, dann lasse sie erwachsen werden und aus dem Haus gehen. Wenn du dann an diesem Tag sagen kannst „Ich habe ihm/ihr nie einen Klaps gegeben, ich musste nie laut werden,…“, dann hast du es geschafft und warst große Klasse. Wenn nicht, dann hast du trotzdem nicht versagt und warst deswegen auch kein gewalttätiger Mensch, denn wie gesagt: ein Klaps ist etwas anderes als Gewalt! Denn Gewalt verabscheue ich, aber nicht nur auf Kinder bezogen, sonderen auf alle Menschen und Lebewesen!

Liebe Grüße

Userine

7 „Gefällt mir“

Schade, dass es keinen Kindeführerschein gibt…
Hi Userine!

Die Überschrift bitte nicht allzu ersnt nehem!

Jeder der sich Kinder wünscht glaubt, allem kommenden
gewachsen zu sein. Aber erst wenn du Kinder hast, weisst du
wirklich, was Verantwortung und Stress bedeuten. Du kannst
nicht sagen, nur wer sich vorher ganz sicher ist, dass er den
Stress packt, sollte Kinder in die Welt setzten.
Das ist Quatsch.
Wie bei vielen anderen Dingen im Leben musst du erst in
gewissen Situationen sein um zu wissen, wie du reagieren
wirst!

Ist das wirklich Quatsch? Klar weiß man nicht genau, was auf einen zukommt! Aber man sollte sich schon darüber im klaren sein, was auf einen zukommen KANN!
Und wenn ich mich nervlich nicht im Griff habe, dann sollte ich mir VORHER ernsthafte Gedanken machen! Vielleicht ist das der Grund, warum ich erst mit 29 Vater wurde, und nicht - wie meine Frau es gerne gewollt hätte - einige Jahre eher…

Zwischen einem Klaps und Gewalt herrscht ein enormer
Unterschied! Du kannst nicht beides in einen Topf werfen und
somit jeden zum Gewaltmenschen abstempeln.

Wo bitte ist der Unterschied schwischen Hauen und Hauen? Körperliche Gewalt zu definieren, fällt mir sehr einfach: Ich füge jemand anderem durch physische Kraft Schmerzen zu - und da ist es erst mal uninteresant, ob diese Schmerzen körperlich oder seelisch sind!

Weisst du, warum der Mann sein Kind ohrfeigen (???) wollte?

Ja - es hatte längere Zeit laut geweint, weil es am angrenzenden Kiosk keine Bonbons bekam.

Nein, wahrscheinlich nicht! Aber du kannst dir sicher sein,
dass du hierbei kein Held warst.

Ich sch**ß auf den Helden! Ich kann mir sicher sein, dass ich ein ca. 5-jähriges Kind vor einer Ohrfeige (zumindest in diesem Moment) bewahrt habe!

Hättest du mich derart plump angesprochen (unabhängig von der
Situation), wäre von uns beiden sicherlich nicht ich die
Verwirrte gewesen.

Warum? Hättest Du dann MICH geschlagen? Nur mal eine kurze Anmerkung: In der Bundesrepublik ist es schlich VERBOTEN, Kinder zu schlagen!

Kein Argument, aber eine Begebenheit!

Genau DAS ist es, was ich mit Rechtfertigung meinte - nix für ungut

Mein Sohn und sein Freund hatten ihr Vergnügen dabei, immer
wieder urplötzlich auf die Fahrbahn zu springen - nur damit
sie die quitschenden Reifen der bremsenden Autos hören
konnten. Alle Erklärungen, gutes Reden, Verbote,
Verkehrserziehung brachten nichts, die Jungs machten lustig
heimlich weiter.

Wenn mein Sohn auf der Straße Mist baut, dann könnte es sinnvoll sein, ihn nicht mehr auf die Straße zu lassen! Nur so eine Idee

Irgendwann habe ich die Beiden auf frischer Tat ertappt und
ich war derart erschrocken und wütend, dass ich mir meinen
Sohn an Ort und Stelle geschnappt habe und ihm zwei sehr
ordentliche

Entschuldige bitte - aber wenn ich bei Gewaltanwendung einen Zusammenhang mit Ordnung lese, wird mir einfach nur übel!

Klapse auf den Hintern gegeben. Der Freund kam
ungeschoren davon. Nun, meiner war derat erschrocken, erstens
weil ich ihn erwischt hatte, zweitens weil ich ihm auf offener
Straße zwei Klapse gegeben hatte, dass er dieses gefährliche
Spiel sein ließ. Nicht aber sein Freund. Seine Mutter redete
zwar mit ihm aber mit null Erfolg. Es kam dann auch wie es
kommen musste, der Junge machte munter weiter und wurde keine
14 Tage später von einem Auto erfasst und lebensgefährlich
verletzt. Auch heute - 6 Jahre später - leidet er immer noch
unter den Folgen dieses schweren Unfalls.

Ich habe nie etwas davon gesagt, dass man seinen Kids alles durchgehen lassen soll - aber bitte: Man kann auch Konsequenzen ohne Gewalt durchsetzen. Hätte die andere Mutte dafür gesorgt, dass er nicht mehr alleine auf die Straße kommt, wäre es nicht geschehen.

Richtig, ein Kind lernt vieles duch Nachahmen (nicht
nachleben).

Erst ahmt es nach - in der späteren Entwicklung lebt es nach - ok

Aber wie gesagt, ein Klaps ist mit Gewalt nicht zu
vergleichen und Kein Kind, das einen Klaps bekommen hat, wird
gleich zum Schläger.

Meine Definition zur Gewalt steht hier schon.

Es mag für dich völlig in Ordnung sein, wenn du Klapse nicht
akzeptieren kannst, das steht dir auch zu.
Nur gibt es eben Situationen, da handelst du und denkst nicht
erst groß nach.

Entschuldige bitte! Aber eine wesentliche Eigenschaft, die uns Menschen angeblich von Tieren unterscheidet, ist die Intelligenz! Dass heißt, dass wir überlegen können, BEVOR wir handeln. Wenn es gerade in der Kindererziehung nicht klappt, dann sollte man sich wirklich einmal Gedanken über sich, seine Umwelt, und vor allem über seinen Geisteszustand machen!

Wenn du Kinder hast,

Hätte ich keine, wäre es anmaßend, hier etwas in dieser Form zu tippen!

dann lasse sie erwachsen werden und aus
dem Haus gehen. Wenn du dann an diesem Tag sagen kannst „Ich
habe ihm/ihr nie einen Klaps gegeben, ich musste nie laut
werden,…“, dann hast du es geschafft und warst große
Klasse. Wenn nicht, dann hast du trotzdem nicht versagt

Ich will ehrlich nicht ausschließen, dass ich mal laut werde - schon alleine, weil es manchmal nicht anders möglich ist, das Tobgeräusch zu übertönen! Aber ich muss beim Lautwerden ja nicht gleich anschreien!
Ich sehe das etwas anders: Wenn ich meinen Sohn irgendwann einmal schlagen sollte, dann HABE ich versagt! Ganz einfach!!!

Denn Gewalt
verabscheue ich, aber nicht nur auf Kinder bezogen, sonderen
auf alle Menschen und Lebewesen!

Zum einen: Dann weiß ich nicht, warum Du sie anwendest!
Zum anderen: Ich weiß, wovon ich rede, wenn ich über Gewaltanwendung schreibe - nicht gegen Kinder, das hätte ich noch nie gekonnt!

Liebe Grüße
Guido

Nachdenklich

Hallo Goosi,

hier möchte ich doch auch mal einen Diskussionsbeitrag
leisten.

je mehr, desto besser :wink:

Angst vor meinem Vater hat mich bis zum 16.
Lebensjahr ständig begleitet. Dennoch hat mir mein Vater nie
(dauerhaft) das Gefühl gegeben, mich nicht zu lieben, im
Gegenteil.

Auch ich hatte nie das Gefühl, dass meine Mutter mich nicht liebt - aber die Atmosphäre heute ist doch eher gespannt!

Nun, warum auch immer, der „Erfolg“ dieser Erziehung ist ein
gewaltverabscheuender Mensch.

Dass ich Gewalt verabscheue, hängt vermutlich in erster Linie damit zusammen, dass ich in meinem Leben einmal extrem gewalttätig wurde! Zugegeben - es war nur einmal, aber da hatte ich das Gefühl, angestaute Aggression von fast zwei Jahrzehnten herauszulassen. Und diese Tatsache (oder Erfahrung) schreckt mich eigentlich nur noch ab!

Aber hier fangen auch meine Probleme an: irgendwann mußte ich
lernen, daß Gewalt nicht nur physisch sein kann, und daß
andere als die körperliche Gewaltarten sogar sehr viel
verletzender sein können. Mittlerweile bin ich soweit, daß ich
nicht mehr zwischen körperlicher und nicht körperlicher Gewalt
unterscheiden möchte. Und etwas zweites verstand ich, als ich
nicht erzogene (die Eltern nannten es antiautoritär, aber das
war es nicht) Kinder erlebte: auch Kinder sind zur
Gewaltanwendung fähig und bereit. Und in diesem Fall nicht so
sehr zu körperlicher, aber sie terrorisierten ihr Umfeld in
nahezu unerträglicher Weise.

Ich habe hier die psychische Gewalt in erster Linie mal zurückgestellt, da ich der Meinung bin (ok, ich KANN mich irren, habe aber halt die Erfahrung gemacht), dass Eltern, die schlagen, auch zur psychischen Gewalt neigen!

Ich habe mir lange Gedanken zu der Erziehung von Kindern
gemacht und hätte vor ein paar Jahren Dein Posting noch
vorbehaltlos unterschrieben.

Vorbahaltlos wäre ja langweilig - da könnte man nicht diskutieren :wink:

Heute bin ich aber zu der Überzeugung gekommen, es Situationen
gibt, in denen körperliche Gewalt für das Kind schmerzloser
und leichter zu ertragen ist. Sie kann dem Kind sogar
Sicherheit geben, weil es hier schnell, direkt und körperlich
(für Kinder ein sehr wichtiger Faktor) spürt, daß es eine
letzte Grenze überschritten hat.

Ich stelle Dir jetzt mal eine Frag: Warum ÜBERHAUPT Gewalt? Oder ich drücke es mal anders aus: Warum ÜBERHAUPT Strafe? Ist es nicht sinnvoller, einem Kind seine Grenzen durch das Aufzeigen von Konsequenzen (die im Zusammenhang mit dem Mist, den das Kind gebaut hat, stehen sollten) eine „erzieherische Maßnahme“ zukomen zu lassen?

Wäre es nicht sinnvol, dass ich mein Kind (um mal ein Beispiel hier aufzugreifen), das dauernd auf die Straße läuft, nicht mehr alleine auf die Straße lasse? Notfalls, indem ich ihm für eine Weile verbiete, die Straße zu betreten (Umgangssprachlich: Stubenarrest)? Ich kann ihm ja gestatten, dass er von anderen Kids besucht wird. Somit würde er eine Konsequenz spüren, aber eine Strafe im eigentlichen Sinne wäre es nicht!

Bei Erziehungsdiskussionen stört mich immer häufiger, daß so
getan wird als ob der erziehende Erwachsene ein ausschlieslich
vernunftgesteuertes Wesen sein müsse, während dem Kind wie
selbstverständlich auch emotionale Handlungen zugebilligt
werden.

Natürlich gehen vermutlich jedem Elternteil mal die Nerven durch! Wäre Erziehung etwas emotionsloses, wären unsere Kinder vermutlich Roboter. Aber wenn ich mich mal tatsächlich nicht mehr beherrschen sollte, dann schlage ich lieber die Wohnzimmerwand als mein Kind! (War nur ein Beispiel - bislang noch nicht vorgekommen)

Die Realität ist aber doch vielmehr, daß sich Eltern
und Kinder gegenseitig erziehen. Bei der Geburt des ersten
Kindes weiß man doch noch gar nicht, auf was man sich da
eingelassen hat. Und mir kann keiner erzählen, daß seine
Kinder ihn nicht ebenfalls „erzogen“ hätten (das können meiner
Meinung nach nur ausgesprochene Gewaltmenschen von sich
behaupten). Erziehung ist doch letztlich nichts anderes, als
durch Aktion und Reaktion das eigene Verhalten „anzupassen“.
Und deswegen denke ich, daß man auch Erwachsenen das Recht auf
Gefühle und Gefühlsausbrüche einräumen muß.

Kein Widerspruch! Ich erwarte von Erwachsenen ganz einfach nur ein gewisses Maß an Selbstkontrolle (meinetwegen nenne es Disziplin!)

Ich habe die wohlbegründete Hoffnung, daß ich bei der
Erziehung meines Sohnes ohne körperliche Züchtigung auskommen
werde. Aber ich könnte dafür beim besten Willen keine Garantie
unterschreiben…

Du hast den Anspruch und die Hoffnung - lediglich die Überzeugung fehlt Dir! Daran sehe ich aber doch, dass Du Dich bisher (ich weiß nicht, wie alt Dein Kind jetzt ist) im Griff hattest! Warum sollte sich das ändern?

Liebe Grüße
Guido

Hi Guido,

Deine Motive sind sehr ehrlich und auch grundsätzlich sehr richtig. Die Frage ist ob alle Eltern die notwendige Intelligenz und das entsprechende Nervenkostüm besitzen um so zu reagieren wie Du das tust. Kinder reizen nunmal ihre Eltern zum Teil bis zum Exzess. Dass da ein Vater oder eine Mutter manchmal die Kontrolle verlieren kann ich verstehen.

Für mich ist der wichtigste Unterschied der, ob jemand Gewalt bewusst als Erziehungsmittel einsetzt und in welchem Maße. Ich selbst habe es oft genug so stark übertrieben dass meine Eltern schlichtweg keine andere Möglichkeit hatten als mir eine runterzuhauen. Weder bin ich deswegen verroht und nicht mehr liebesfähig noch schlage ich deswegen Andere.

Was ich damit sagen will: Seelische Gewalt durch Einsperren, Zusammenstauchen vor Anderen oder diverse Verbote kann m.E. genauso schlimm sein wie körperliche Gewalt. Beides ist verwerflich wenn es regelmäßig und bewusst eingesetzt wird. Geschieht es im Affekt und durch bewusste Provokation so habe ich zumindest Verständnis dafür. Einen Elternteil deswegen anzuzeigen halte ich aber für falsch. Vielleicht kann er sich wirklich anders nicht zur Wehr setzen und benötigt eher Hilfe als Strafe.

Bye
Rolf

4 „Gefällt mir“

Hallo Guido,

ich empfinde es als ausgesprochen positiv, angenehm und leider nicht selbstverständlich, daß wir hier über ein sehr emotionales Thema sachlich und vor allem ohne gegenseitige Unterstellungen und Beschimpfungen diskutieren können. Meine bisherigen Erfahrungen in diesem Forum ließen mich befürchten, daß die Diskussion schnell sinnlos würde. Um so schöner, daß Du mich eines besseren belehrt hast :wink:
Noch etwas zur Begriffsdefinition: Ich denke, wir sind uns darüber einig, daß wir hier nicht über Gewaltexzesse oder regelmäßiges bzw. systematisches Verprügeln reden. Wenn ich im folgenden von „Gewalt“ spreche, meine ich den vielbeschriebenen „Klaps“ oder die einzelne Ohrfeige (wobei ich diese NIEMALS anwenden werde, da hier objektiv die Gefahr einer ernsten Verletzung gegeben ist. Dafür würde ich auch eine Garantie abgeben - oder um bei Deinem Bild zu bleiben: nach einer Ohrfeige soll man mir die Hand abhacken).

Ich habe hier die psychische Gewalt in erster Linie mal
zurückgestellt, da ich der Meinung bin (ok, ich KANN mich
irren, habe aber halt die Erfahrung gemacht), dass Eltern, die
schlagen, auch zur psychischen Gewalt neigen!

Nun, ich würde diese Aussage so nicht treffen. Aber vor allem ist hier eine (von Dir nicht geschriebene) Unterstellung enthalten: Daß ein Verzicht auf körperliche Gewalt i.d.R. auch bedeutet, daß auf psychische Gewalt verzichtet würde. Und hier bin ich hochgradig ungläubig, weil ich nicht wüßte, wie dann eine Erziehung funktionieren würde. Ich denke deshalb, daß man Gewalt in der Erziehung nur „ganzheitlich“ betrachten darf.

Ich stelle Dir jetzt mal eine Frag: Warum ÜBERHAUPT Gewalt?
Oder ich drücke es mal anders aus: Warum ÜBERHAUPT Strafe? Ist
es nicht sinnvoller, einem Kind seine Grenzen durch das
Aufzeigen von Konsequenzen (die im Zusammenhang mit dem Mist,
den das Kind gebaut hat, stehen sollten) eine „erzieherische
Maßnahme“ zukomen zu lassen?

Wäre es nicht sinnvol, dass ich mein Kind (um mal ein Beispiel
hier aufzugreifen), das dauernd auf die Straße läuft, nicht
mehr alleine auf die Straße lasse? Notfalls, indem ich ihm für
eine Weile verbiete, die Straße zu betreten
(Umgangssprachlich: Stubenarrest)? Ich kann ihm ja gestatten,
dass er von anderen Kids besucht wird. Somit würde er eine
Konsequenz spüren, aber eine Strafe im eigentlichen Sinne wäre
es nicht!

Du beantwortest Deine an mich gerichtete Frage doch selbst. Ohne Gewalt kann ich einem Kind nicht deutlich machen, daß es Grenzen überschritten hat.
Mir kommt bei Deinem Vorschlag mein Neffe in den Sinn: Für ihn ist „Stubenarrest“ eine der schlimmsten Strafen überhaupt. Er liebt das Toben und Spielen an der frischen Luft über alles, so daß meine Schwester einen Stubenarrest nur als allerletzte Strafe (bislang einmal - er wird dieses Jahr 10) einsetzt. Würde man ihn fragen bin ich mir absolut sicher, daß er einen Klaps einem Stubenarrest vorziehen würde.
Und hier möchte ich einen weiteren Gedanken auffassen, der mir letzte Nacht kam (ich lag nach meinem Posting noch lange wach):
Nicht umsonst wird davon gesprochen, daß Kinder ihre Umwelt „begreifen“ müssen. Mein Sohn (aber natürlich auch andere Kinder vorher) hat mir gezeigt, daß dieser Begriff wirklich wörtlich zu nehmen ist. Kleine Kinder stecken ALLES in den Mund und geben sich nicht damit zufrieden etwas gezeigt zu bekommen, sie wollen es anfassen und damit körperlich spüren. Und er hat auch erst durch körperliche Schmerzen gelernt, daß man sich Finger einklemmen kann, daß das Bremsen mit dem Gesicht auf dem Teppich Wunden verursacht und daß man sich an der Tischkante eine blutige Lippe holen kann.
Und diese Aussage würde ich auch für Erwachsene stehen lassen. In den Kreisen in denen ich mich aufhalte werden zwar keine Auseinandersetzungen „körperlich gelöst“, aber ich kenne keinen Erwachsenen der die körperliche Erfahrung beim Begreifen von Zusammenhängen missen möchte.
Das bringt mich zurück zum Beispiel Straße (ich nehme jetzt mal das Beispiel von Userine): Beide Kinder haben körperlich gespürt, daß sie sich falsch verhalten haben. Während der eine dies nach einer relativ harmlosen Gewaltanwendung seiner Mutter gelernt hat, mußte der andere die Erfahrung mit dem Fahrzeug machen (die auch tödlich hätte enden können). Die Frage ist jetzt zum einen ob ein Stubenarrest die gleiche Wirkung gehabt hätte, und welche der zwei möglichen Strafen (Arrest und Schlag) die leichter zu ertragende ist.
Bei der ersten Frage bin ich sehr unsicher, da hier die Strafe (und es ist eine erhebliche Strafe, da sie dem Kind seine Freiheit entzieht) eben nicht mehr im direkten Zusammenhang zum Fehlverhalten steht. Ich bezweifele, daß ein Fünfjähriger nach ein oder zwei Tagen noch den direkten Bezug zu seinem Fehlverhalten herstellt. Verstehe mich nicht falsch - auch ich halte solche Strafen grundsätzlich für die bessere Erziehung, aber was mache ich, wenn sie nichts brachten? Soll ich ihn dann so lange einsperren bis er es kapiert, bzw. bis er zu alt für diese „Spielchen“ ist? Und bei der zweiten Frage erinnere ich nur an meinen Neffen.

Natürlich gehen vermutlich jedem Elternteil mal die Nerven
durch! Wäre Erziehung etwas emotionsloses, wären unsere Kinder
vermutlich Roboter. Aber wenn ich mich mal tatsächlich nicht
mehr beherrschen sollte, dann schlage ich lieber die
Wohnzimmerwand als mein Kind! (War nur ein Beispiel - bislang
noch nicht vorgekommen)

Die Realität ist aber doch vielmehr, daß sich Eltern
und Kinder gegenseitig erziehen. Bei der Geburt des ersten
Kindes weiß man doch noch gar nicht, auf was man sich da
eingelassen hat. Und mir kann keiner erzählen, daß seine
Kinder ihn nicht ebenfalls „erzogen“ hätten (das können meiner
Meinung nach nur ausgesprochene Gewaltmenschen von sich
behaupten). Erziehung ist doch letztlich nichts anderes, als
durch Aktion und Reaktion das eigene Verhalten „anzupassen“.
Und deswegen denke ich, daß man auch Erwachsenen das Recht auf
Gefühle und Gefühlsausbrüche einräumen muß.

Kein Widerspruch! Ich erwarte von Erwachsenen ganz einfach nur
ein gewisses Maß an Selbstkontrolle (meinetwegen nenne es
Disziplin!)

Du schreibst in Deiner Antwort an Userine, daß der Mensch sich vom Tier dadurch unterscheide, daß er vor seinem Handeln darüber nachdenken könne (ich empfinde diese Formulierung griffiger als die oben stehende). Ich denke aber, daß Du dabei die Natur des Menschen vernachlässigst. Natürlich KANN ich über mein Handeln nachdenken und es reflektieren, aber sei ehrlich: Handelst Du nie aus dem Bauch? Ich kann mich über Jahre völlig im Griff haben, aber irgendwann gehen mir dann doch mal die Nerven durch. Auch dieses gehört zu unserer Natur.

Ich möchte noch einen weiteren Gedanken aufgreifen: Es war in dieser Diskussion die Rede vom nachmachen bzw. nachleben (O-Ton Guido: Wenn beim nächsten Spiel der Freund nicht pariert, wird er halt auch gehauen - Mama hat es doch vorgemacht!).
Ich glaube, hier verkennst Du die Realitäten: Ich habe noch kein Kind kennengelernt, dem man erst Gewalt vorleben mußte damit es begriff, daß es durch körperliche Gewalt seinen Willen durchsetzen kann. Die Frage ist doch vielmehr, wie kann ich dem Kind begreiflich machen, daß gewaltsame Lösungen die schlechtesten überhaupt sind? Und auch hier eine zweite Frage: Schadet eine Gewaltanwendung seitens der Eltern diesem Ziel?
Bei der ersten Frage sind wir uns vermutlich einig: Indem ich vorlebe, daß Probleme gewaltfrei lösbar sind, kann das auch ein Kind in seiner Sozialisation begreifen.
Die zweite Frage werden wir wohl unterschiedlich beantworten: Ich bin der festen Überzeugung, daß eine (seltene) Gewaltanwendung diesem Ziel nicht zuwider läuft. In meinen Augen werden Kinder hier oft unterschätzt: sie können sehr wohl unterscheiden zwischen einem einmaligen Gefühlsausbruch und systematischer Gewaltanwendung zur Problemlösung.

Ich habe die wohlbegründete Hoffnung, daß ich bei der
Erziehung meines Sohnes ohne körperliche Züchtigung auskommen
werde. Aber ich könnte dafür beim besten Willen keine Garantie
unterschreiben…

Du hast den Anspruch und die Hoffnung - lediglich die
Überzeugung fehlt Dir! Daran sehe ich aber doch, dass Du Dich
bisher (ich weiß nicht, wie alt Dein Kind jetzt ist) im Griff
hattest! Warum sollte sich das ändern?

Nun, das ist leicht aufzuklären: mein Sohn vollendet nächste Woche sein erstes Lebensjahr. Von daher stellte sich die Frage nach Bestrafung oder gar körperlicher Züchtigung (die über das täglich mehrfach notwendige Festhalten oder Wegnehmen hinausgehen) bislang schlicht nicht.
Ich weiß halt nicht, wie sich unser Leben in Zukunft entwickeln wird und mit welchen „Spielchen“ uns unser Sonnenschein noch überaschen wird.
Meine Hoffnung gründet sich darauf, daß ich in meinem bisherigen Leben NIE mit einer Gewaltanwendung begonnen habe (obwohl die Situation schon mehrfach nahe dran war - ich hatte mich halt „im Griff“) und mich auch erst ein- oder zweimal gegen einen körperlichen Angriff wehren mußte (eigene Erziehung ausgenommen - aber da habe ich mich auch nicht gewehrt).

Viele Grüße
Goosi

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Konsequenz durch Grenzen!
Hi!

Ich bin die Frau von Guido, die Mutter unseres 4-jährigen Sohnes, und ich arbeite als Erzieherin in einem Kindergarten.
Ich wundere mich schon lange nicht mehr darüber, dass Eltern finden, Klaps und Ohrfeige gehören in der Erziehung dazu Es ist ja auch viel einfacher , draufzuhauen, statt mal zu reflektieren warum mein Kind so handelt.
Warum benimmt es sich so?
Warum reizt mich das?
Wann legt es dieses Verhalten an den Tag?

Was die Kids brauchen, sind Grenzen! Diese zu setzen, fällt Eltern anscheinend unheimlich schwer! Grenzen werden nur durch Konsequenzen gesetzt – und Konsequenzen sind nicht = Gewalt!
Konsequentes Handeln sollte auch mit dem vorherigen Handeln des Kindes in Verbindung stehen!
Wie in diesem Beispiel: Kinder, die wiederholt mit Absicht auf die Straße laufen, bekommen halt Hausarrest! Das ist doch gar nicht so schwer zu verstehen, oder?
Kinder brauchen Grenzen um sich sicher und geborgen zu fühlen. Sie testen täglich aus, wie weit sie gehen können – das ist ganz normal!
Unsere Aufgabe ist es, ihnen ihre Grenzen aufzuzeigen, konsequent und doch liebevoll – und ganz ohne physische oder psychische Gewalt!
Übrigens kann man mit Kindern auch ganz hervorragend reden! Heutzutage wird eh viel zu wenig mit Kindern geredet! Mit seinem Kind vernünftig über sein Verhalten zu sprechen bedeutet liebevolle Zuwendung und bringt weiß Gott mehr als Schläge!
Konsequenz und Liebe sollten die Grundprinzipien einer Erziehung sein!

Grüße
Birgit

Hmmm - da ist was dran!
Hallo Rolf!

Was ich damit sagen will: Seelische Gewalt durch Einsperren,
Zusammenstauchen vor Anderen oder diverse Verbote kann m.E.
genauso schlimm sein wie körperliche Gewalt. Beides ist
verwerflich wenn es regelmäßig und bewusst eingesetzt wird.
Geschieht es im Affekt und durch bewusste Provokation so habe
ich zumindest Verständnis dafür. Einen Elternteil deswegen
anzuzeigen halte ich aber für falsch. Vielleicht kann er sich
wirklich anders nicht zur Wehr setzen und benötigt eher Hilfe
als Strafe.

Da ist etwas dran und bringt mich tatsächlich zum Nachdenken! Allerdings sehe ich dann ein Defizit irgendwo im Anbieten einer solchen Hilfe! Aber das ist wohl ein anderes Thema!

Grüße
Guido

Hallo Guido,

Reaktionen wie Deine auf mein Posting tragen leider nicht zur Verbesserung der Lage geschlagener Kinder bei. Gerade dieses Schwarz-Weiss-Sehen, das Bestehen auf die eigene Unfehlbarkeit bei dieser Thematik schreckt diejenigen Eltern, die noch Lösungen suchen, die sozusagen noch „bekehrbar“ sind, ab. Wer einmal schlägt, schlägt immer wieder – so sagst Du. Wer als schlagender Elternteil dies glaubt, sieht ja kein Land mehr.

In meinem Fall liegst Du ziemlich daneben. Allerhöchstens drei Miniklapse (insgesamt !), verteilt auf sieben Jahre als Mutter, und dann noch bei drei Kindern – da kann ich gut dazu stehen. Jeder Klaps war ein Fehler, da stimme ich Dir zu, aber im Gegensatz zu Dir bin ich leider nicht perfekt :wink:

Es ist absolut unmöglich, sich vorher zu überlegen, ob man die Nerven für Kinder hat. Niemand kann sich als Kinderloser das Leben mit Nachwuchs vorstellen. Ich behaupte sogar, dass selbst Menschen mit Kindern andere Eltern nur ganz bedingt beurteilen können. Beispiel: Unsere Älteste war ein superpflegeleichtes Musterbaby und –Kleinkind. Ich konnte nie verstehen, wie es zu den bekannten Szenen mit brüllenden Trotzzwergen und gestressten Müttern (selten Vätern) kommen kann. MEIN Kind tat so etwas nie, ICH hatte ja von Anfang an klare Grenzen gesetzt, war liebevoll, aber konsequent. Dachte ich damals *schäm*.

Unsere Mittlere und ganz besonders unser Jüngster sind dagegen äußerst anstrengend. Er kann sich wunderbar brüllend auf den Boden werfen. Er hat sich schon mehrfach in Lebensgefahr gebracht, mit seinen gerade mal 2 Jahren. Er kostet sehr viele Nerven, und die meisten Dinge, die er so bringt, kann man sich nicht vorher ausmalen. Hätte ich das vorher wissen müssen ?

Du schreibst, dass Du berufstätig bist. Somit hast Du ungefähr 8 Stunden am Tag kinderfrei. Das ist nicht vergleichbar mit einer Rund-um-die-Uhr-Versorgung, da kann man(n) sehr viel leichter ruhig blieben.

Auch halte ich es für völlig falsch, das Schlagen, Klapsen, Ohrfeigen von Kindern in den Zusammenhang der „Kreise“, in denen man sich bewegt, zu stellen. Meine klapsende Freundin und ihr Mann sind Akademiker, sie sehen, genauso wie ich, keine Sendungen wie „Explosiv“. Dafür aber haben sie sehr hohe Erwartungen an perfekte Manieren, so dass ein umgefallener Becher beim Essen gleich großen Ärger gibt.

Mein Ideal ist eine Welt, in der Kinder überhaupt nicht geschlagen UND auch psychisch nicht misshandelt werden. Davon sind wir noch meilenweit entfernt. Im Gegenteil, wenn die gestresste Mutter im Supermarkt ihrem tobenden Kleinkind eine auf den Hintern schlägt, bekommt sie eher nickende Zustimmung, als wenn sie abwartet, bis das Kind sich wieder einkriegt. Poste doch testhalber mal bei www.eltern.de im Forum „Eltern raten Eltern“, da outen sich dann massenhaft die Eltern…

Ändern lässt sich diese Grundeinstellung meiner Meinung nach nur schrittweise. Man muß den betroffenen Eltern Alternativen aufzeigen, darf sie keinesfalls gleich niedermachen. Es sollte selbstverständlicher sein, einer gestressten Mutter (oder Vater) beim Einkaufen mal die Tür für den Kinderwagen aufzuhalten, statt sie blöd anzumachen, weil das Kind im Wagen lästig quengelt. Ein verständnisvolles Lächeln würde auch viel bringen. Das gesamte Klima sollte kinderfreundlicher werden, denn dann würde von Eltern auch etwas Druck genommen.

Leider tragen Perfektionisten, die die „schlechten“ Eltern nur anklagen, nicht viel dazu bei.

Nix für ungut…

Gruß, Sylvia

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Hi Goosi

ich empfinde es als ausgesprochen positiv, angenehm und leider
nicht selbstverständlich, daß wir hier über ein sehr
emotionales Thema sachlich und vor allem ohne gegenseitige
Unterstellungen und Beschimpfungen diskutieren können. Meine
bisherigen Erfahrungen in diesem Forum ließen mich befürchten,
daß die Diskussion schnell sinnlos würde. Um so schöner, daß
Du mich eines besseren belehrt hast :wink:

Beschimpfungen und Unterstellungen finde ich doof :wink:

Noch etwas zur Begriffsdefinition: Ich denke, wir sind uns
darüber einig, daß wir hier nicht über Gewaltexzesse oder
regelmäßiges bzw. systematisches Verprügeln reden. Wenn ich im
folgenden von „Gewalt“ spreche, meine ich den
vielbeschriebenen „Klaps“ oder die einzelne Ohrfeige (wobei
ich diese NIEMALS anwenden werde, da hier objektiv die Gefahr
einer ernsten Verletzung gegeben ist.

Ich weiß ehrlich nicht genau, was dran ist - aber ich habe mal was gelesen von Wirbelsäulenschädigungen bei Schlägen auf das Gesäß…

Dafür würde ich auch
eine Garantie abgeben - oder um bei Deinem Bild zu bleiben:
nach einer Ohrfeige soll man mir die Hand abhacken).

Na, da sind wir uns doch einig :wink:

Nun, ich würde diese Aussage so nicht treffen. Aber vor allem
ist hier eine (von Dir nicht geschriebene) Unterstellung
enthalten: Daß ein Verzicht auf körperliche Gewalt i.d.R. auch
bedeutet, daß auf psychische Gewalt verzichtet würde.

Nein! Das habe ich absichtlich nicht geschrieben! Wobei es mir auch schwer fällt, da die Grenzen zu ziehen! Bei körperlicher Gewalt ist es recht einfach - ich projiziere einfach mal mein Eingreifverhalten auf Erwachsene. Wenn ich einer erwachsenen Person (sei es ein Azubi, ein Freund, oder ein wildfremder - egal) eine „erzieherische Maßnahme“ zukommen lasse, tue ich das in der Regel ohne Schläge! Dazu aber gleich unten mehr.

Und hier
bin ich hochgradig ungläubig, weil ich nicht wüßte, wie dann
eine Erziehung funktionieren würde. Ich denke deshalb, daß man
Gewalt in der Erziehung nur „ganzheitlich“ betrachten darf.

Auch hier einmal die Reflektion ins Erwachsenenleben. Wenn ich großen Mist baue, adnn komme ich in den Knast! Das hat mit Gewaltanwendung erstmal nur sekundär etwas zu tun. Es ist die logische Konsequenz meines Handelns (was ich zugegeben im Gegensatz zu einem Kind WEISS!). Die Prügelstrafe würde ich vielleicht vorziehen - sie ist schnell, schmerzhaft, aber bald vorbei!

Du beantwortest Deine an mich gerichtete Frage doch selbst.
Ohne Gewalt kann ich einem Kind nicht deutlich machen, daß es
Grenzen überschritten hat.

STOPP! Wenn ich meinem Kind erkläre, dass es aufgrund seines Verhaltens für ein oder zwei Tage nicht raus darf, sehe ich dort keine Gewalt!

Mir kommt bei Deinem Vorschlag mein Neffe in den Sinn: Für ihn
ist „Stubenarrest“ eine der schlimmsten Strafen überhaupt. Er
liebt das Toben und Spielen an der frischen Luft über alles,
so daß meine Schwester einen Stubenarrest nur als allerletzte
Strafe (bislang einmal - er wird dieses Jahr 10) einsetzt.
Würde man ihn fragen bin ich mir absolut sicher, daß er einen
Klaps einem Stubenarrest vorziehen würde.

Was mich darin bestätigt, dass ein Klaps sinnlos ist!

Nicht umsonst wird davon gesprochen, daß Kinder ihre Umwelt
„begreifen“ müssen. Mein Sohn (aber natürlich auch andere
Kinder vorher) hat mir gezeigt, daß dieser Begriff wirklich
wörtlich zu nehmen ist. Kleine Kinder stecken ALLES in den
Mund und geben sich nicht damit zufrieden etwas gezeigt zu
bekommen, sie wollen es anfassen und damit körperlich spüren.
Und er hat auch erst durch körperliche Schmerzen gelernt, daß
man sich Finger einklemmen kann, daß das Bremsen mit dem
Gesicht auf dem Teppich Wunden verursacht und daß man sich an
der Tischkante eine blutige Lippe holen kann.

Ein guter Freund von mir hat zum „Schutz“ vor solchen Gefahren dauern Klapse verteilt - mit dem Erfolg, dass sein Sohn trotz allem genau diese körperlichen Erfahrungen gemacht hat - zusätzlich zu den Klapsen! Da spar ich mir doch lieber die Klapse…

Und diese Aussage würde ich auch für Erwachsene stehen lassen.
In den Kreisen in denen ich mich aufhalte werden zwar keine
Auseinandersetzungen „körperlich gelöst“, aber ich kenne
keinen Erwachsenen der die körperliche Erfahrung beim
Begreifen von Zusammenhängen missen möchte.

Jetzt noch einmal zum Erwachsenen - mit einem Beispiel, weil es einfacher ist! Wenn ein Freund kurz davor ist, sich mit einem Arnold-Schwarzenegger-Typen auf eine Prügelei einzulassen - ist es dann „Gewalt“, wenn ich ihn durch „Festhalten“ davon abhalte?
Das lässt sich sehr gut auf Kinder übertragen, finde ich.

Das bringt mich zurück zum Beispiel Straße (ich nehme jetzt
mal das Beispiel von Userine): Beide Kinder haben körperlich
gespürt, daß sie sich falsch verhalten haben. Während der eine
dies nach einer relativ harmlosen Gewaltanwendung seiner
Mutter gelernt hat, mußte der andere die Erfahrung mit dem
Fahrzeug machen (die auch tödlich hätte enden können). Die
Frage ist jetzt zum einen ob ein Stubenarrest die gleiche
Wirkung gehabt hätte, und welche der zwei möglichen Strafen
(Arrest und Schlag) die leichter zu ertragende ist.

Beim Arrest wäre es schilcht nicht möglich gewesen, dass er auf die Straße läuft!

Bei der ersten Frage bin ich sehr unsicher, da hier die Strafe
(und es ist eine erhebliche Strafe, da sie dem Kind seine
Freiheit entzieht) eben nicht mehr im direkten Zusammenhang
zum Fehlverhalten steht. Ich bezweifele, daß ein Fünfjähriger
nach ein oder zwei Tagen noch den direkten Bezug zu seinem
Fehlverhalten herstellt.

Du kannst mir glauben - mein Zwerg ist viereinhalb - sie verstehen es! Besonders dann, wenn man ihnen das erklärt, sprich: das Gespräch sucht!

Verstehe mich nicht falsch - auch ich
halte solche Strafen grundsätzlich für die bessere Erziehung,
aber was mache ich, wenn sie nichts brachten? Soll ich ihn
dann so lange einsperren bis er es kapiert, bzw. bis er zu alt
für diese „Spielchen“ ist?

Hausarrest muss nicht zwangsläufig eine Strafe sein! Wenn er Kameraden zum Spielen empfangen kann (nur in der Wohnung!), dann solle ein Kind einsehen können, dass da durchaus ein Zusammenhang besteht und ich ihm nichts Böses will!

Du schreibst in Deiner Antwort an Userine, daß der Mensch sich
vom Tier dadurch unterscheide, daß er vor seinem Handeln
darüber nachdenken könne (ich empfinde diese Formulierung
griffiger als die oben stehende). Ich denke aber, daß Du dabei
die Natur des Menschen vernachlässigst. Natürlich KANN ich
über mein Handeln nachdenken und es reflektieren, aber sei
ehrlich: Handelst Du nie aus dem Bauch? Ich kann mich über
Jahre völlig im Griff haben, aber irgendwann gehen mir dann
doch mal die Nerven durch. Auch dieses gehört zu unserer
Natur.

Klar gehen mir manchmal die Nerven durch! Aber ich kann mich doch soweit kontrollieren, dass ich ein Kind nicht schlage! Wie gesagt: Notfalls der Sandsack im Keller oder die Wohnzimmerwand!

Ich möchte noch einen weiteren Gedanken aufgreifen: Es war in
dieser Diskussion die Rede vom nachmachen bzw. nachleben
(O-Ton Guido: Wenn beim nächsten Spiel der Freund nicht
pariert, wird er halt auch gehauen - Mama hat es doch
vorgemacht!).
Ich glaube, hier verkennst Du die Realitäten: Ich habe noch
kein Kind kennengelernt, dem man erst Gewalt vorleben mußte
damit es begriff, daß es durch körperliche Gewalt seinen
Willen durchsetzen kann.

Vielleicht nicht! Aber man bestätigt sein Verhalten! Erkläre doch mal einem Kind mit sinnvollen Argumenten, dass es andere Kinder nicht schlagen darf, nachdem Du es vorgemacht hast!

Die Frage ist doch vielmehr, wie kann
ich dem Kind begreiflich machen, daß gewaltsame Lösungen die
schlechtesten überhaupt sind? Und auch hier eine zweite Frage:
Schadet eine Gewaltanwendung seitens der Eltern diesem Ziel?
Bei der ersten Frage sind wir uns vermutlich einig: Indem ich
vorlebe, daß Probleme gewaltfrei lösbar sind, kann das auch
ein Kind in seiner Sozialisation begreifen.

Ja!

Die zweite Frage werden wir wohl unterschiedlich beantworten:
Ich bin der festen Überzeugung, daß eine (seltene)
Gewaltanwendung diesem Ziel nicht zuwider läuft. In meinen
Augen werden Kinder hier oft unterschätzt: sie können sehr
wohl unterscheiden zwischen einem einmaligen Gefühlsausbruch
und systematischer Gewaltanwendung zur Problemlösung.

Spätestens wenn sie ihren „eigenen Kopf“ bekommen, wird es schwierig, Dinge, die man selbst tut zu verbieten (aktuelles Beispiel: Mein Sohn fragt mich JEDEN Abend, warum er schon ins Bett muss und ich noch nicht!)!

Nun, das ist leicht aufzuklären: mein Sohn vollendet nächste
Woche sein erstes Lebensjahr. Von daher stellte sich die Frage
nach Bestrafung oder gar körperlicher Züchtigung (die über das
täglich mehrfach notwendige Festhalten oder Wegnehmen
hinausgehen) bislang schlicht nicht.

Dazu schau Dir nochmal das Erwachsenenbeispiel an!

Ich weiß halt nicht, wie sich unser Leben in Zukunft
entwickeln wird und mit welchen „Spielchen“ uns unser
Sonnenschein noch überaschen wird.
Meine Hoffnung gründet sich darauf, daß ich in meinem
bisherigen Leben NIE mit einer Gewaltanwendung begonnen habe

Geht mir genauso

(obwohl die Situation schon mehrfach nahe dran war - ich hatte
mich halt „im Griff“) und mich auch erst ein- oder zweimal
gegen einen körperlichen Angriff wehren mußte

War bei mir auch der Fall - nur habe ich keine Grenzen mehr gesehen - leider!

Liebe Grüße
Guido

Die Rolle von Kiga und Schule
Hallo Birgit,

ich habe schon einige Jahre Kindergarten, als Mutter und als Elternbeirätin, hinter mir und stimme Dir in vielem zu.

Aber ich habe mich oft gefragt, warum gerade der Kindergarten nicht klarer Stellung bezieht. Warum nur ist es nicht möglich, den Eltern klazumachen, dass es NICHT erwünscht ist, wenn das Kind sich wunderbar durch drängeln, stoßen, schlagen wehren kann ? Warum, dass es wünschenswerter wäre, würden die Eltern am Wochenende vor Ort spazierengehen, statt stundenlange Autofahrten zu einem Vergnügungspark zu machen, was letztendes unter den Miteltern zu einem gnadenlosen Konkurrenzkampf (wer war weiter und teurer weg ) ausartet ?

Ihr Erzieherinnen werdet ja oft um Rat gefragt, aber die wenigsten beziehen Stellung. Ich habe einige Deiner Kolleginnen kennengelernt, EINE (junge) davon sagt den Eltern auch mal Tacheles, die anderen jammern nur untereinander und gegenüber dem Elternbeirat über grenzenlose und durchgeknallte Kinder.

Mit den Kindern REDEN, sich mit ihnen zu beschäftigen - das erfordert ZEIT und ist so schrecklich UNSPEKTAKULÄR. Da sind wir alle mit unserem Anspruchsdenken gefragt, denn Lebensstandard kostet - oft sind daher fast schon zwei volle Gehälter nötig, um mitzuhalten - nicht um zu überleben, sondern für den Luxus drumherum.

Meine älteste Tochter hat ein ganzes Schuljahr lang an jedem Wochenende Sorge gehabt, dass wir nichts „richtiges“ unternehmen. Jeden Montag wurde im Erzählkreis darüber gesprochen, was man erlebt habe. Das dominierende Drittel in der Klasse sowie die Lehrerin (!) werteten Unternehmungen wie Musicalbesuch wesentlich höher als ein kommunikatives Grillfest im Garten - mach das mal dem Kind klar, dass man selbst das ganz anders sieht.

Und zuletzt - sei bitte vorsichtig mit Wertungen. DEIN Kind mag auf bestimmte Erziehungsmaßnahmen wunderbar ansprechen, hättest Du ein zweites, müßtest Du vielleicht plötzlich ganz andere Probleme lösen.

Gruß,

Sylvia

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Och komm! Fällt Dir nix Besseres ein?
Hi Sylvia!

Reaktionen wie Deine auf mein Posting tragen leider nicht zur
Verbesserung der Lage geschlagener Kinder bei. Gerade dieses
Schwarz-Weiss-Sehen,

Ich sehe nicht nur schwarz-weiß! Ich sehe mindestens in 16 Graustufen! Aber es gibt halt Dinge, die sollte man einfach nur als schwarz-weiß erkennen! Entweder etwas ist richtig, oder es ist falsch! Und ICH halte Gewalt schlicht für - genau - FALSCH!

das Bestehen auf die eigene Unfehlbarkeit

Fällt Dir nix Besseres ein, als jetzt absolut billig polemisch zu werden? Ich habe nie von meiner Unfehlbarkeit geredet! Wäre ich unfehlbar oder - wie Du unten anmerkst, perfekt - würde ich nicht hier postn, sondern nur über Euch Würmer die Nase rümpfen (Achtung: Das war Sarkasmus!) Ich habe lediglich meinen ganz persönlichen Standpunkt klargemacht! Abgesehen davon, dass es da so ein anscheinend völlig irrelevantes Gesetz gibt…

bei dieser Thematik schreckt diejenigen Eltern, die noch
Lösungen suchen, die sozusagen noch „bekehrbar“ sind, ab.

Wenn jemand nach dem ersten Mal (hört sich hier irgendwie blöde an) zur Besinnung kommt, dann bleibt mir persönlich gar nichts anderes übrig, als den Versuch zu unternehmen, das zu akzeptieren! Was nichts daran ändert, dass ich auch dieses eine Mal verurteile (schwarz-weiß halt!)
Aber: Wer Hilfe sucht (ernsthaft!), wird sie auch finden!

Wer
einmal schlägt, schlägt immer wieder – so sagst Du. Wer als
schlagender Elternteil dies glaubt, sieht ja kein Land mehr.

Ich greife Dich jetzt ganz bewusst persönlich an: Du gibst selbst zu, dass es Dir dreimal passiert ist! Nicht einmal - dreimal!

In meinem Fall liegst Du ziemlich daneben. Allerhöchstens drei
Miniklapse (insgesamt !), verteilt auf sieben Jahre als
Mutter, und dann noch bei drei Kindern – da kann ich gut dazu
stehen. Jeder Klaps war ein Fehler, da stimme ich Dir zu, aber
im Gegensatz zu Dir bin ich leider nicht perfekt :wink:

Auf die Polemik hatte ich Dich schon angesprochen, oder?

Es ist absolut unmöglich, sich vorher zu überlegen, ob man die
Nerven für Kinder hat.

Das halte ich für eine absolut unbewiesene Theorie! Natürlich kann man sich VORHER Gedanken machen! Ich gebe Dir Recht, wenn Du sagt, es sei unmöglich, alles vorherzusehen! Aber wer gedankenlos Kinder in die Welt setzt, handelt imho verantwortungslos.

Niemand kann sich als Kinderloser das
Leben mit Nachwuchs vorstellen.

Ich glaube, Du unterschätzt das Vorstellungsvermögen unserer Spezies!

Ich behaupte sogar, dass
selbst Menschen mit Kindern andere Eltern nur ganz bedingt
beurteilen können. Beispiel: Unsere Älteste war ein
superpflegeleichtes Musterbaby und –Kleinkind. Ich konnte nie
verstehen, wie es zu den bekannten Szenen mit brüllenden
Trotzzwergen und gestressten Müttern (selten Vätern) kommen
kann. MEIN Kind tat so etwas nie, ICH hatte ja von Anfang an
klare Grenzen gesetzt, war liebevoll, aber konsequent. Dachte
ich damals *schäm*.

Ich habe ein Kind, was durchaus gewaltige Trotzanfälle mit heftigen Schreiereien bekommt. Und?

Unsere Mittlere und ganz besonders unser Jüngster sind dagegen
äußerst anstrengend. Er kann sich wunderbar brüllend auf den
Boden werfen. Er hat sich schon mehrfach in Lebensgefahr
gebracht, mit seinen gerade mal 2 Jahren.

Wie bitte schafft es ein Zweijähriger, sich in Lebensgefahr zu bringen? Nicht, dass ich das prinzipiell für unmöglich halte - ich suche hier nur ein wenig das Verantwortungsbewusstsein der Eltern!

Er kostet sehr viele
Nerven, und die meisten Dinge, die er so bringt, kann man sich
nicht vorher ausmalen. Hätte ich das vorher wissen müssen ?

Du hättest zumindest die Möglichkeit in Betracht ziehen müssen - nur meine Meinung!

Du schreibst, dass Du berufstätig bist. Somit hast Du ungefähr
8 Stunden am Tag kinderfrei. Das ist nicht vergleichbar mit
einer Rund-um-die-Uhr-Versorgung, da kann man(n) sehr viel
leichter ruhig blieben.

Ist das so? Ich sehe das etwas anders! Gehen Deine Kinder nicht in den Kindergarten oder in die Schule? Wie ich aus Deinem Antwortposting auf meine Frau gelesen habe, ist das doch sehr wohl der Fall! Was erzählst Du also von 24/7-Versorgung?
Ist Dir schon mal der Gedanke gekommen, dass eine Dreifach-Belastung (Vater, Beruf, Schule - abends, nachdem der Kleine im Bett ist) nur bedingt stressfrei ist? Nicht, dass ich meine Vaterrolle als Belastung sehe - anstrengend ist sie dennoch!

Auch halte ich es für völlig falsch, das Schlagen, Klapsen,
Ohrfeigen von Kindern in den Zusammenhang der „Kreise“, in
denen man sich bewegt, zu stellen. Meine klapsende Freundin
und ihr Mann sind Akademiker, sie sehen, genauso wie ich,
keine Sendungen wie „Explosiv“.

Sorry, ist ein wenig off topic: Was bitte hat das Anschauen von Fernsehsendungen mit dem erzieherischen Verhalten einer Person zu tun? Wo bitte ist da ein Zusammenhang? Mein geistig zurückgebliebener Cousin hat fünf Kinder und ist Hausmann - die Frau arbeitet! Er hat fünf Kinder und die Kleinen noch NIE geschlagen - ich glaube nicht, dass es da irgendeinen zwingenden Zusammenhang zwischen Bildungsniveau und Gewalt gibt (es kommt allerdings offensichtlich im niedrigeren Niveau häufiger vor…)!

Dafür aber haben sie sehr hohe
Erwartungen an perfekte Manieren, so dass ein umgefallener
Becher beim Essen gleich großen Ärger gibt.

What for? Es gibt doch Lappen, Wasser und Reinigungsmittel!

Mein Ideal ist eine Welt, in der Kinder überhaupt nicht
geschlagen UND auch psychisch nicht misshandelt werden. Davon
sind wir noch meilenweit entfernt. Im Gegenteil, wenn die
gestresste Mutter im Supermarkt ihrem tobenden Kleinkind eine
auf den Hintern schlägt, bekommt sie eher nickende Zustimmung,
als wenn sie abwartet, bis das Kind sich wieder einkriegt.

Das sehe ich fast jede Woche - nachvollziehen, verstehen oder gar billigen kann ich es trotzdem nicht! Wilst Du darauf hinaus, dass Wölfe, die einfach nur mitheulen nunmal entschuldigt sind? Wenn ich nicht aus der Reihe tanzen würde (und wenn ich mir die Postings hier so ansehe, tue ich das wohl), wäre ich als Lemming geboren…

Poste doch testhalber mal bei www.eltern.de im Forum „Eltern
raten Eltern“, da outen sich dann massenhaft die Eltern…

Was hat das mit der Richtigkeit des falschen Tuns zu tun?

Ändern lässt sich diese Grundeinstellung meiner Meinung nach
nur schrittweise. Man muß den betroffenen Eltern Alternativen
aufzeigen, darf sie keinesfalls gleich niedermachen. Es sollte
selbstverständlicher sein, einer gestressten Mutter (oder
Vater) beim Einkaufen mal die Tür für den Kinderwagen
aufzuhalten, statt sie blöd anzumachen, weil das Kind im Wagen
lästig quengelt.

Wieder: Was hat das mit dem Verlust der eigenen Selbstkontrolle zu tun? Ich halte in der Regel „gehandicapten“ Leuten die Türe auf, oder biete ihnen im Bus (wenn ich denn mal Öffentliche Verkehrsmittel nutze) meinen Platz an. Da bin ich aber auch keine Ausnahme - speziell bei Jugendlichen ist mir so etwas in letzter Zeit immer häufiger aufgefallen! Wenn ich als Elternteil blöde angemacht werde, habe ich doch ein perfektes Ventil gefunden, um meine Agressionen loszuwerden - natürlich nicht, indem ich ein passendes Ziel für meine Faust gefunden habe…

Ein verständnisvolles Lächeln würde auch viel
bringen. Das gesamte Klima sollte kinderfreundlicher werden,
denn dann würde von Eltern auch etwas Druck genommen.

Erneut: Was hat das mit dem Verlust der Selbstkontrolle zu tun?!

Leider tragen Perfektionisten, die die „schlechten“ Eltern nur
anklagen, nicht viel dazu bei.

Ich nehme mal an, dass Du mich damit meinst - und wieder bleibt mir nur, Dich auf Polemik hinzuweisen!

Grüße
Guido

P.S. Wenn Du Hilfe brauchst - es gibt städtische Einrichtungen, die durchaus bereit sind, zu helfen!

Auch der Besuch eines Kampfkunstvereins hilft, Agressionen abzubauen! Nicht, dass man unbedingt lernt, sich selbst besser unter Kontrolle zu haben (ist nur bedingt der Fall) - aber man BAUT seine Agressionen ab