Beitrag auf Explosiv - gestern abend

Hallo Guido

Ungewöhnlich, aber wirksam! Und ganz ohne Schläge…
(und solange ich nicht ins Ohr bölke und so Schäden
verursache…)

*grins* - genau, das gleiche habe ich mir damals eben auch gedacht. Und wirksam wars auf alle Fälle … :smile:)

Moni

Kinder welchen Alters?
Hi Rolf!

Sagt er auch, welche Altersgruppe dort gemeint ist? Würde mich einfach mal interessieren…

Wobei ich mein Kind auch eine Konsequenz spüren lasse (Du weißt, Strafe unterscheide ich da!), wenn ich bspw. schimpfe…

Grüße
Guido

Hallo Guido,

darf ich mich mal in die Diskussion einmischen?

ich sehe einen Widerspruch in Deiner Argumentation, die ich nicht nachvollziehen kann.

an einer Stelle schreibst Du:

Ich stelle Dir jetzt mal eine Frag: Warum ÜBERHAUPT Gewalt?
Oder ich drücke es mal anders aus: Warum ÜBERHAUPT Strafe? Ist
es nicht sinnvoller, einem Kind seine Grenzen durch das
Aufzeigen von Konsequenzen (die im Zusammenhang mit dem Mist,
den das Kind gebaut hat, stehen sollten) eine „erzieherische
Maßnahme“ zukomen zu lassen?

um dann zu schreiben:

Wäre es nicht sinnvol, dass ich mein Kind (um mal ein Beispiel
hier aufzugreifen), das dauernd auf die Straße läuft, nicht
mehr alleine auf die Straße lasse? Notfalls, indem ich ihm für
eine Weile verbiete, die Straße zu betreten
(Umgangssprachlich: Stubenarrest)?

und was ist Stubenarrest???
das ist eine Strafe! auch wenn Du das vielleicht nicht so siehst, aber für ein Kind ist es definitiv eine Strafe. für mich war es das jedenfalls.
Du sagst, es wäre keine Strafe, weil Du dem Kind ja erklärst, dass Du das machst, weil es nicht auf die Strasse rennen darf.

aber warum soll ein Kind das jetzt auf einmal verstehen, wenn es das vorher nicht verstanden hat?

Wenn Du einem Kind sagst, es darf aus dem und dem Grund nicht auf die Straße rennen, und dieses Kind versteht das nicht, dann wird es auch nicht verstehen, dass es Stubenarrest bekommt!

für ein Kind wird an dieser Stelle die phyische Gewalt durc h einen Klapps genauso schlimm und unverständlich sein wie die psychische durch den Stubenarrest!

Ich kann ihm ja gestatten,

dass er von anderen Kids besucht wird. Somit würde er eine
Konsequenz spüren, aber eine Strafe im eigentlichen Sinne wäre
es nicht!

doch doch, das ist es. was, wenn die anderen Kinder auf den Spielplatz wollen und Deins darf nicht, weil es eben Stubenarrest hat? was denkst Du, wie sich Dein Kind dann fühlt? nein, es wird nicht verständnisvoll sein!

ich möchte mit Diesem Posting nur klar machen, dass es nicht so einfach ist, wie Du hier beschreibst. natürlich verabscheue ich Gewalt. aber ich verstehe nicht so recht, wie man einem Kind, was bestimmte Sachen einfach noch nicht verstehen KANN, klar macht, dass es etwas nicht darf, ohne ihm dabei wehzutun. wenn man einem Kind etwas verbietet, was es gerne tun will, wird man es immer Strafen!

Grüße
Queedin - die sowohl gegen antiautoritäre als auch gegen gewalttätige Erziehung ist und auf den goldenen Mittelweg hofft

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Ein erklärbarer Zusammenang sollte da sein!
Hi Queedin!

darf ich mich mal in die Diskussion einmischen?

Klar doch :wink:

und was ist Stubenarrest???

In diesem Zusammenhang eine Konsequenz, die erklärbar mit seinem Tun zusammenhängt! Mehr dazu unten…

das ist eine Strafe! auch wenn Du das vielleicht nicht so
siehst, aber für ein Kind ist es definitiv eine Strafe. für
mich war es das jedenfalls.
Du sagst, es wäre keine Strafe, weil Du dem Kind ja erklärst,
dass Du das machst, weil es nicht auf die Strasse rennen darf.

Ich weiß nicht, in wie weit Du hier alles gelesen hast. Ich habe einige Male versucht, zu erklären, was ich meine…
Aber ich mache noch einmal den Versuch:
Ein Klaps ist eine Strafe, die in ihrer Eigenart nichts mit dem Tun meines Kindes zu tun hat. Sie ist (in den Augen meiner Meinung nach erschreckend vieler Leute) so eine Art Allheilmittel…
…und sei es nur für Extremsituationen…
Für mich ist es wichtig, dass ich meinem Kind einen Zusammenhang erläutern kann. Wenn er in der Wohnung bleiben muss, kann er nicht auf die Straße rennen. Es ging in diesem Beispiel um keine Kleinkinder! Sie waren 9 Jahre alt - und da ist es mit der Begriffsfähigkeit doch schon so weit, dass sie es verstehen sollten!
Anderes Beispiel: Mein Zwerg hat einen Trinkbecher mit Strohhalm und saut extrem mit dem Strohhalm rum. Ich kann ihm jetzt:
a) eine Predigt halten ohne weiter zu handeln (antiautoritär)
b) einen Klaps geben (für mich inakzeptabel)
c) den Strohhalm wegnehmen (Konsequent, aber ohne körperliche Gewalt)

Ich hoffe, Du verstehst annähernd, worauf ich mit meiner Argumentation hinaus will!

aber warum soll ein Kind das jetzt auf einmal verstehen, wenn
es das vorher nicht verstanden hat?

Wie gesagt: Sie waren 9 Jahre alt!

Deshalb lasse ich ein Statement zu Deinen nächsten 3 Absätzen mal weg…

ich möchte mit Diesem Posting nur klar machen, dass es nicht
so einfach ist, wie Du hier beschreibst. natürlich verabscheue
ich Gewalt. aber ich verstehe nicht so recht, wie man einem
Kind, was bestimmte Sachen einfach noch nicht verstehen KANN,
klar macht, dass es etwas nicht darf, ohne ihm dabei wehzutun.
wenn man einem Kind etwas verbietet, was es gerne tun will,
wird man es immer Strafen!

Natürlich wird mein Kind es jedesmal als Strafe sehen! Aber ich bin mir ziemlich sicher, dass er irgendwann in 20 Jahren mal versteht, was ich von ihm wollte - und vielleicht auch nicht allzu undankbar dafür sein wird, dass er nie geschlagen wurde…

Queedin - die sowohl gegen antiautoritäre als auch gegen
gewalttätige Erziehung ist und auf den goldenen Mittelweg
hofft

Dass eine Erziehung ohne Schläge etwas ganz anderes ist, als eine antiautoritäre steht aber doch außer Frage, oder? Mein Sohn jedenfalls sieht schon eine Autoritätsperson in seinen Eltern!

Ich finde einfach nur, dass es sich viele Eltern mit ihren Klapsen enorm einfach machen! Klar ist es mit Sicherheit um einige Klassen schwieriger, ein Kind ohne Schläge zu erziehen! Aber zum einen zeigt mir ein Teil meines Bekanntenkreises, dass es durchaus funktioniert, zum Teil merke ich es an meinem Sohn, und - was ich viel eindeutiger finde - zum größten Teil sehe ich, dass Kinder, die ihre Klapse bekommen auch nicht „besser“ erzogen sind!

Liebe Grüße
Guido

Hi Guido,

genau weiss ich das leider nicht mehr. Soweit ich mich erinnere ging er von Kindern bis 3 oder 4 Jahren aus.

Was mich damals auch sehr beeindruckte war, dass Kinder die Bezeichnungen „Hosenscheisserle, Dickerle, Depperle“ zwar in ihrer eigentlichen Bedeutung nicht erfassen. Sie erkennen jedoch intuitiv den negativen Charakter…

bye
Rolf

Hallo Guido,

Du hingegen verurteilst jeden
Einzelnen

Nochmal: Wenn jemand sich nach einem ersten Ausrutscher
ändert, bleibt mir nichts anderes, als den Versuch zu
unternehmen, dies zu akzeptieren!

, stellst dich ohne Fehler oder Makel dar und das
macht dich verbohrt.

Das tue ich nicht!

Es wirkt aber so, wenn Du sagst, dass sich jeder im Klaren darüber sein muss, was Kindererziehung bedeutet, BEVOR er/sie Kinder in die Welt setzt.

Gruß, Karin

Das kam falsch rüber :o)
Hi Karin!

, stellst dich ohne Fehler oder Makel dar und das
macht dich verbohrt.

Das tue ich nicht!

Es wirkt aber so, wenn Du sagst, dass sich jeder im Klaren
darüber sein muss, was Kindererziehung bedeutet, BEVOR er/sie
Kinder in die Welt setzt.

Ähm - dieses „Das tue ich nicht“ bezog sich eigentlich nur darauf, dass ich mich ohne Fehler und Makel darstelle!

Dass ich verbohrt bin, streite ich gar nicht ab! Nur - nach wie vor: Wenn man sich nicht vorher darüber klar ist, dass ein Kind Extreme verursacht, dann sollte man sich überlegen, ob man Eltern werden will!

Liebe Grüße
Guido