Hallo Deutsch(sprechende),
auf der GMX-Startseite fand ich Folgendes:
„Sexy Popsirene bejaht Heiratsantrag ihres Managers“
oder
http://www.gmx.net/logoff.do?CN=yICAcGyMzNTM%3D&na=1
Ich weiss natuerlich, was damit gemeint ist.
Aber - rein sprachlich gesehen (und nicht vom kreativen
Wortgebrauch her) - heisst das wirklich:
Sie hat ‚ja‘ gesagt, als sie einen Heiratsantrag gemacht bekam.
Oder heisst es lediglich:
Sie hat zugestimmt (=fuer gut befunden), dass der Mann einen
Heiratsantrag gemacht hat --> aber noch lange nicht „ja“ gesagt.
??
oder ist das Ermessenssache?
Gruesse
Elke
Moin, Elke,
„Sexy Popsirene bejaht Heiratsantrag ihres Managers“
Anträge werden nicht bejaht, sondern angenommen oder abgelehnt.
Aber - rein sprachlich gesehen (und nicht vom kreativen
Wortgebrauch her) - heisst das wirklich:
Sie hat ‚ja‘ gesagt, als sie einen Heiratsantrag gemacht bekam.
Oder heisst es lediglich:
Sie hat zugestimmt (=fuer gut befunden), dass der Mann einen
Heiratsantrag gemacht hat --> aber noch lange nicht „ja“ gesagt.
Weder noch.
oder ist das Ermessenssache?
Eher dummdeutsch, vielleicht der Zielgruppe angemessen.
Gruß Ralf
Gruesse
Elke
Hallo, Elke,
legt man den Wortsinn zu Grunde, wei er etwa beim Duden erklärt wird:
_ be|ja|hen : a) [eine Frage] mit Ja beantworten: ich bejahte seine Frage; eine bejahende Antwort; b) seiner Anschauung entsprechend finden und gutheißen: das Leben b.
© Duden - Deutsches Universalwörterbuch 2001_
kann man eigentlich keine Einwände gegen die Formulierung vorbringen.
Sie bejahte den Heiratsantrag. => Sie sagte „Ja“ zu der Frage: „Willst du mich heiraten?“
Freilich bietet der Sprachgebrauch, auf den Ralf hinwies, bessere Formulierungen.
Gruß Fritz
„Sexy Popsirene bejaht Heiratsantrag ihres Managers“
Ich würde hier eher dazu tendieren, dass gemeint ist, dass sie *bestätigt*, dass ihr Manager ihr einen Heiratsantrag gemacht hat. („Hat Ihnen Ihr Manager einen Antrag gemacht?“ - „Das bejahe ich.“)
Wenn was anderes gemeint sein sollte (wobei ich hierbei dann noch am ehesten zu der Variante tendiere, dass sie „Ja“ gesagt auf seinen Antrag hin), ist es bescheuert ausgedrückt.
Gruß, Liza
Hallo Liza,
Ich würde hier eher dazu tendieren, dass gemeint ist, dass sie
*bestätigt*, dass ihr Manager ihr einen Heiratsantrag gemacht
hat. („Hat Ihnen Ihr Manager einen Antrag gemacht?“ - „Das
bejahe ich.“)
Ja, so verstehe ich das eigentlich auch (aber hab’s nicht
so deutlich ausgedrueckt wie du). Einen Heiratsantrag zu „bejahen“
ist etwas anderes als eine Frage „bejahen“.
Danke.
Gruesse
Elke
Eher dummdeutsch, vielleicht der Zielgruppe angemessen.
Ich muss mal sagen, dass ich diese Behauptung extrem arrogant von dir finde. Es liegt absolut nichts falsches daran, einen Heiratsantrag zu „bejahen“, denn man antwortet da ja schließlich mit ja (oder nein). Und das ist nun mal, was das Wort „bejahen“ ausdrückt. Nicht mehr und nicht weniger.
Dass du das als „dummdeutsch“ bezeichnest, wundert mich doch sehr.
Hi André,
lies mal Lizas Beitrag dazu, das macht es, glaube
ich deutlicher, warum diese Ueberschrift durchaus
zweideutig ist.
Gruesse
Elke
Hi André,
Ich muss mal sagen, dass ich diese Behauptung extrem arrogant von dir finde.
das sei Dir unbenommen.
Es liegt absolut nichts falsches daran, einen Heiratsantrag zu „bejahen“
Heiratsanträge werden oft in die Form einer Frage gekleidet, das muss aber keineswegs so sein. Wir wissen nur vom Antrag, von der Frage wissen wir nichts; deshalb steht uns nicht zu, von „bejahen“ zu sprechen.
Gruß Ralf