Redundant taucht im Moment fast überall auf,
orthogonal kenne ich noch aus dem Matheunterricht, von daher werden die meisten Leute, die vor nicht allzulanger Zeit einen solchen Unterricht genossen haben, sich etwas darunter vorstellen können.
Und Prämisse…ist bei mir eigentlich nur im passiven Wortschatz vorhanden.
Das ist eine Frage des Hintergrunds. Jemand der mit Mathe nichts am Hut hat, kennt „orthogonal“ vielleicht weniger und hat von „Prämisse“ und „redundant“ eine etwas andere Vorstellung als ein Mathematiker. Orthogonal ist der einzige „reine“ Fachbegriff. Er hat nur seine mathematische Bedeutung und kommt in der gehobenen Umgangssprache nicht vor. Andererseits hat ist er als Fachbegriff weit verbreitet und schon Schülern der Mittelstufe geläufig.
Das nächste Problem ist, dass alle diese Wörter verschiedene Bedeutungsebenen haben.
Nehmen wir mal Orthogonalität:
„Zwei Geraden sind orthogonal zu einander.“ ist gleichbedeutend mit „Zwei Geraden schneiden sich in einem rechten Winkel.“ (Das leuchtet noch jedem ein).
Zwei Vektoren sind orthogonal, wenn ihr Skalarprodukt (a,b)=0 ist. (Das wird für viele schon schwierig, insbesondere wenn der Raum mehr als drei Dimensionen hat).
„kennen“ und „kennen“ ist also zweierlei. Deswegen möchte ich kein Ranking abgeben.
„kennen“ und „kennen“ ist also zweierlei. Deswegen möchte ich
kein Ranking abgeben.
vielen Dank für Deine eingehende Betrachtung. Obgleich alles richtig ist, was Du darin festhältst, ist all das nichts neues für mich, oder dachtest Du wirklich, es würde mich überraschen, daß der Wortschatz je nach beruflichem oder sozialem Hintergrund variiert?
Mit meiner Frage ging es mir natürlich darum, die generelle Verbreitung zu betrachten (schrieb ich das nicht auch?), also darum, welchen Begriff man etwa in den Tagesthemen oder bei einer Straßenumfrage eher verwenden könnte.
Du übersiehst sträflich, daß die Möglichkeit, das Objekt (die Bevölkerung) nach Potential vorzusortieren, eben eine Möglichkeit ist und nichts weiter. Niemand ist verpflichtet, diese Vorauswahl anzuwenden; es steht jedem frei, den Bekanntheitsgrad eines Wortes resp. Begriffs in der ganzen (sprachfähigen) Bevölkerung zu untersuchen.
Es ist typisch erwachsen, auf hypothetische Fragen („Was wäre, wenn morgen die Sonne nicht aufginge?“) nicht zu antworten („Das passiert nicht!“ — „Und wenn doch?“ — „Das passiert ganz sicher nicht!“ — „Nur mal angenommen…“ — „Nein, das wird nicht passieren!“ etc. pp.). Meine Frage aber war längst nicht so abstrakt und bereitet Dir dennoch Probleme?!? Würde man immer alles so übertrieben verkomplizieren, dann könnte es auch keine Untersuchungsergebnisse geben wie: Die Marke „Coca-Cola“ ist 98 % der Bevölkerung bekannt…denn in der Getränkeindustrie ist die Marke natürlich bekannter als vielleicht bei einem Waldorfschullehrer, verschieden sind auch Werbetexter und Einsiedler, oder Kneipenbesitzer und Kleinkinder, oder…
Also einfach mal entspannen, mal einen Blick von oben riskieren und nicht allet so entsetzlich verquast und eng sehen ;o)
-R o b.
Hallo Rob,
auch ich halte eine generelle Betrachtung für problematisch.
Menschen mit eher niedriger formaler Bildung kennen wahrscheinlich keines dieser Worte, zumindestens nicht die richtige Bedeutung.
Bildungsnähere Bürger kennen wohl alle drei, wobei eher Naturwissenschaftlich gebildete das Wort orthogonal eher kennen, als Geisteswissenschaftler.
Die wiederum haben wohl eher die Prämisse auf Lager, wie wohl Maschinenbauer und Anlagenplaner mit Redundanz was anfangen können.
Wovon gibt es am meisten?! Wenn Du das weißt, ist Deine Frage beantwortet
Sehr Konstruktiv
Für so einen platten Scherz (oder sollte es eine Fragendiskreditierung sein?) hättest Du besser im Witzebrett gepostet anstatt hier das Forum zuzumüllen.
Da Du schon einen Claqueur-Posting erhalten hast, war ich so frei, meine Kritik ebenfalls hier zu vermerken.
Da Du schon einen Claqueur-Posting erhalten hast, war ich so
frei, meine Kritik ebenfalls hier zu vermerken.
Ich erlaube mir, Dich zu berichtigen. Es handelt sich nicht um einen Clacqueur sondern ebenfalls um Kritik. Der Nickname des Scherzboldes lautet „Nescio“, was lateinisch für „ich weiß nicht“ ist. Demnach bedeutet das Posting „Du hast recht, Du weißt nicht(s)“.
c b a (und Kommentar zu Gandalf
redundant ist einigermaßen verbreitet.
Prämisse ist schon recht speziell
orthogonal verschwindet bei vielen wohl kurz nach der (Ober-)Schulzeit.
Hallo Gandalf,
auch ich halte eine generelle Betrachtung für problematisch.
Problematisch? Die Existenz von Relationen zu Bildung und Fachwissen schließt eine generelle Betrachtung weder aus noch wird deren Ergebnis bedeutungslos.
Menschen mit eher niedriger formaler Bildung kennen
wahrscheinlich keines dieser Worte, zumindestens nicht die
richtige Bedeutung Bildungsnähere Bürger kennen wohl alle drei, wobei eher
Naturwissenschaftlich gebildete das Wort orthogonal eher
kennen, als Geisteswissenschaftler.
Die wiederum haben wohl eher die Prämisse auf Lager, wie wohl
Maschinenbauer und Anlagenplaner mit Redundanz was anfangen
können.
Alles richtig, aber redundant, denn es darf wohl als Prämisse gelten, daß dies jedem klar ist, der eine Frage wie die ursprüngliche zu formulieren imstande ist.
Wovon gibt es am meisten?! Wenn Du das weißt, ist Deine Frage
beantwortet
So generell kann man das wieder nicht betrachten, denn es wäre ein viel größerer Aufwand, den Wortbekannheitsgrad in den einzelnen Gruppen zuzuordnen.
Ich schließe mich da Robs Antwort an Michael Bauer an: unnötig komplizierte Sichtweise und Verzerrung einer schlichten, beantwortbaren Frage. Was glaubst Du, wie die Anderen zu ihren Antworten gekommen sind?
Da Du schon einen Claqueur-Posting erhalten hast, war ich so
frei, meine Kritik ebenfalls hier zu vermerken.
Ich erlaube mir, Dich zu berichtigen. Es handelt sich nicht um
einen Clacqueur sondern ebenfalls um Kritik. Der Nickname des
Scherzboldes lautet „Nescio“, was lateinisch für „ich weiß
nicht“ ist. Demnach bedeutet das Posting „Du hast recht, Du
weißt nicht(s)“.
Ah, dann nehme ich den Claqueur natürlich zurück. Sorry. Meine erste Kritik bleibt dessen wohl beachtet bestehen.
Danke für den Hinweis (kleines Latinum, Urzeiten her, nix hängengeblieben, weia!