Moin!
Hm. Theoretisch. Praktisch sieht’s so aus, daß sich
beispielsweise 180km/h als Dauertempo kaum fahren lassen. Da
muß ständig abgebremst und wieder beschleunigt werden.
Die Betrachtung der Quadrierung der Fahrwiderstände war auch
theoretisch und liess die Beschleunigungsarbeit ausser Acht.
Im betrachteten Fahrbetrieb sollen die Konstantfahrphasen deutlich überwiegen. Das dürfte bei halbwegs „vernünftiger“ Fahrweise auch durchaus der Realität entsprechen.
Gehe doch bitte auch auf den - anhand Deiner Daten belegten - Nachtrag zu meinem letzten Posting ein, während ich weiter die Formel eruiere…
Die Kurve des spezifischen Treibstoffverbrauches hat ein
absolutes Minimum nicht zwischen Nenn-M max und Nenn-P max, sondern
direkt bei Nenn-M max. Je weiter die Drehzahl von M max abweicht,
desto schlechter ist der Wirkungsgrad. Punktum.
Das absolute Minimum der Kurve ist ziemlich irrelevant. Um immer dort zu fahren, müßte man mit konstanter Drehzahl unterwegs sein. Interessant wäre also der Bereich der Sohle um diesen Punkt herum. Je flacher und breiter dieser ist, desto besser - bei dieser Betrachtungsart. Als typisch galt früher, daß der Anstieg der Kurve im Bereich zwischen M-max und P-max eher gering ist.
Absolut ist Deine obige Aussage richtig, nur für die Praxis nutzlos.
Was fast alle jedoch vergessen, dass es eine VOLLASTKURVE ist.
Nö. Das vergaß ich nicht. Ich hab’ sogar drauf hingewiesen, daß, angenommen es würden 15kW zum Halten einer Geschwindigkeit benötigt, ein 15kW-Motor ideal wäre.
Bei der Betrachtung des Treibstoffverbrauches eines Pkws ist
die besagte Kurve auch deswegen ohne praktische Bedeutung, weil ein
Auto wird nur zu einem Bruchteil der Zeit mit Vollgas gefahren.
Das bestreitet doch niemand.
Wenn man diese Kurven vergleicht, wird man feststellen, dass
die Kombination kleine Drehzahl + viel Gas die für den Verbrauch
bestmögliche ist.
Auch das ist völlig korrekt. Das war ein Aspekt dessen, was gemeint war, als ich schrub, ideal fahre man so, als stünde eine offene Milchtüte auf dem Fahrzeugboden.
Und mit „kleine Drehzahl“ meine ich nicht Mmax (welche
heutzutage meistens jenseits von 3000…4000 rpm liegt), sondern eine
Drehzahl knapp oberhalb der Rückelgrenze. Welche natürlich von den
Fahrwiderständen abhängt und für jeden Gang anders ist.
Das alles ist doch unbestritten, wenn wir von realen Fahrzeugen reden. Ein ideales Fahrzeug müßte dann doch aber immer im Vollastbetrieb bei Nenn-M-max betrieben werden. Da aber ständig andere Leistungabforderungen vorherrschen, müßte die Motorcharakteristik in weiten Grenzen variabel sein. Irgendwo las ich mal, daß an sowas tatsächlich gearbeitet wird.
Nun ist es so, daß beim
[…]
9l/100km weg. Einverstanden?
Gehört nicht zum Thema.
Komm, vom eigentlichen Thema sind wir doch schon lange weg…
Ideal ist es, wenn ein Motor aufgrund einiger Fahrzeugdaten
[…]
Motorvariante (die starke) angeboten, wenn obige Sachverhalte
nicht so wären?
Völlig am Thema vorbei.
Ach ja? Ich behaupte einfach mal, daß Spritsparen schon beim Fahrzeugkauf beginnt. Und Spritsparen ist doch das Thema, oder hab’ ich was falsch verstanden?
Keine Ursache. Dein Motor läuft da aber nunmal am
wirtschaftlichsten.
Tut er aber nicht. Siehe oben.
Tut er wohl, wie Du selbst ausgeführt hast. Siehe oben. Wohlgemerkt, Dein Motor, nicht Dein Fahrzeug.
Ich will ja nicht die Kosten pro geleistete kWh, sondern
Kosten pro gefahrenen km optimieren.
Jawohl.
Somit ist die Unterscheidung zwischen wirtschaftlich laufendem Motor
und wirtschaftlich fahrendem Auto unsinnig.
So? Ich fürchte, die Entwicklungsabteilungen der Kfz-Hersteller sehen das etwas anders. Natürlich ist ein wirtschaftliches Fahrzeug das Gesamtziel. Ohne einen halbwegs wirtschaftlichen Motor ist das aber nicht zu erreichen.
Diese Unterscheidung hätte erst dann Sinn, wenn wir in
Bereiche kämen, wo eine verbrauchsgünstige Fahrweise einen negativen
Einfluss auf sonstige Betreibskosten hätte (z. B. den Motor
vorzeitig killen würde 
Sauberes Manöver. Brillant ausgeführt. Du hast mich erwischt. Ich habe Wirtschaftlichkeit tatsächlich nur unter dem Gesichtspunkt der Betriebskosten betrachtet… Dein Einwand ist natürlich völlig berechtigt 
Diese Unterscheidung hätte aber auch dann Sinn, wenn zwischen verschiedenen Motorvarianten in demselben Wagen bei gleicher Fahrweise deutlich unterschiedliche Betriebskosten entstünden. Das ist doch der Grund für unterschiedliche Motorausstattungen! Genau an dieser Stelle haben wir bei jedem verdammten Autokauf die Trennung von Auto und Motor! Oder?
Falls Du nutzbares Drehzahlband als die Drehzahl definierst,
bei welcher der Motor auch bei Betätigung des Gaspedals noch
rundläuft ohne zu rückeln, dann ist das i.O.
Ich schrieb nicht, daß sowas bei jeder
Fahrzeug-Motor-Kombination möglich ist.
Ich schon.
Herrje. Nochmal. Ich schrub, daß sich Motoren nicht bei jeder Fahrzeug-Motor-Kombination überhaupt im wirtschaftlichsten Bereich für längere Zeit betreiben lassen. Der von Dir beschriebene Kompromiß ist freilich immer möglich. Was ich beschrieb, gibt’s eigentlich nur bei hoffnungslos untermotorisierten Fahrzeugen. Ist aber bei kleinen Motorrädern öfter so. Auch der laaange 5. oder 6. Gang von Fahrzeugen ist normalerweise so ausgelegt, daß der Motor stärker belastet wird. Insbesondere bei Autobahnfahrten sind wir dabei aber eher im Bereich von Nenn-M-max, als knapp oberhalb der Ruckelgrenze.
Deshalb sucht man sich den passenden Motor nach Fahrgewohnheiten aus.
Ich verstehe eins nicht: Im Prinzip sind wir uns doch eigentlich einig. Warum können wir nicht einfach dieselbe Sprache sprechen?
Munter bleiben… TRICHTEX