Hallo Matthias!
Nur um es in den rechten Kontext zu rücken, gebe ich vorweg:
Der Absatz, mit dem Du „ironisch“ schreibst, also weiter unten, hat mich jetzt dazu verleitet, noch Perspektiven hinzuzufügen…
Siehe oben: vielleicht hat man ein Gebiet/eine Begabung
ausgeschöpft.
Der Effekt des Neuen ist weg und man möchte wieder
„erforschen“ und ausprobieren.
_ Das ist hier strengstens verboten! - Nein, nicht das Ausprobieren und Erforschen, nein, das nicht! Seine Begabungen auf einem Gebiet auszuschöpfen, das ist verboten!_ - So oder so in etwa denken viele Firmen. In Deutschland wollen sie unbedingt den lückenlosen Lebenslauf mit seit der Lehre permanent steigender Karriere auf der nach oben hin offenen Befähigungsskala zum Fachid***en, der zudem noch alles schluckt, was man ihm sagt. Fragt sich dann halt nur, wo neue Führungs kräfte herkommen sollen?! (Übrigens: Alles andere sind Weicheier, Warmduscher - so wie ich - Warum dusche ich auch morgens nur warm, wenn’s mir kalt ist?)
*ironic-modus=aus*
Wem man die Möglichkeit zu wählen gibt der wird immer damit
Probleme haben. Gibt es keine Wahlmöglichkeit findet man sich
spielend damit ab-weil es eben „schon immer so war“. 
Besser ist’s doch „spielend zu wählen“.
(Aber unter oben ausgeführtem Anbetracht fällt das z.Zt. leider aus.)
„Die Gesellschaft“ gibt es nicht.
Das sehe ich jetzt nicht ganz so. Ich meine schon, dass es ein bewusstseinstragendes Feld gibt, das sich als „Gesellschaft“ bezeichnen lässt, soziale Aspekte und das Miteinander-Können/oder-nicht-können eingeschlossen.
Ähnlich verhält sich das mit „Kapitalismus“:
Und das was als Kapitalismus bezeichnet wird möchte am
liebsten eine braven Arbeiter der nicht nachdenkt und
konsumiert wie man es ihm vorschreibt. Also einen
hirnlosen Roboter der kurz vor Beginn der Rentenzahlungen
gesellschaftsfreundlich tot umfällt (natürlich ausserhalb
der Arbeit weil dann die BG nicht zahlen muss).
Ironie aus*
Richtig! Und das hat überhaupt nichts mit Ironie zu tun. Auch wenn Du - mit Verlaub bitte - glaubst, das sei jetzt ironisch. Ich halte das nicht dafür, wirklich nicht.
Was Du damit zum Ausdruck bringst ist die pure und typische Intention des Kapitalismus - zumindest wie wir ihn heute kennen - im Sinne einer Optimierung des Gewinns. Und der Mensch zählt dabei nur noch als das, was bereits in der Theorie vorlag: als geldwerter Arbeitsfaktor [Punkt].
…quasi „dem Feind ins Auge geschaut“.
Wenn Du es aber tatsächlich als ironisch verstanden wissen willst, ja, dann kommt dann doch so etwas wie „Gesellschaft“ dazu. Das in allen und beliebigen Grössenordnungen sozialer Gruppen und Ausrichtungen. Weil: meiner Meinung nach die verklebten, alten Muster immens zu der vorherrschenden „gelebten Unmenschlichkeit“ beitragen.
Den mehrmaligen Wechsel der „Karriere“ kenne ich von vielen
ausländischen Bekannten. Deren Geschichten lesen sich
abenteuerlichst!
Eine Bekannte (jetzt eine Art Ergotherapeutin mit Masters
Degree und Klinikleiterin) war vorher 12 Jahre lang
Landschaftsgärtnerin mit eigenem Betrieb. Vorher hat
sie griechische Geschichte studiert…
Klasse! Solche Menschen wünsche ich mir!
Auf jedem erarbeiteten Gebiet kompetent!
*heul* Warum ist das nur in Deutschland nicht möglich???
Deutschland ist eben etwas konservativer. 
Sorry, nur eine kleine Korrektur. 
Also, ich kann durchaus zynisch sein; das ist wohl klar geworden.
Nur, das will ich eigentlich so nicht. Lieber ist mir, mit offenem Herz und klarem Verstand auch auf die Leute zuzugehen, die repressive Methoden anwenden, und ihnen gegenüber Kritik so anzubringen, dass sie sich zum Guten hin ändern. Und das möglichst bald.
Nun, ja. Vielleicht war’s ein Beitrag, ich hoffe’s zumindest.
Liebe Grüsse &
CU DannyFox64