Berufsaussichten Mathematik

Hi!

Mal was anderes:
Es kennen hier sicher einige: „Was willst du eigentlich später mal machen, wenn du dein Diplom hast?“

Ja, mmh… Mit der Zeit kriegt man einige Antworten in den „sofort parat“-Wortschatz wie „och, damit kann man eigentlich alles machen“ als Abschmetterer oder auch als Anfang eines ausschweifenden Vortrages über die ungeahnten Möglichkeiten, die ein Mathedilpom mit sich bringt…
Aber irgendwie ist ja alles dann doch nur blabla.

Ich weiß schon, dass ich wohl in Richtung Habilitation gehen werde oder in die Forschung, vielleicht Fraunhofer- oder Max Planck- Institut, oder auch zur esoc (Nebenfach Physik). Sind wohl alles nur Wunschvorstellungen, so leicht wird das nicht werden, aber Büro auf keinen Fall.
Sicher ist es schwer dann so einen Job zu bekommen, aber natürlich antwortet man sowas. Wieso fragen die Leute überhaupt?

Naja, aber nu zur Sache:

Was kommt da noch in Frage? Her mit dem breitgefächerten Angebot an Jobmöglichkeiten, die ein Mathe-Diplom (oder dann doch lieber ein Doktor) mit sich bringt. :wink:

Bin gespannt auf die Antworten.
Gruß
Christina

hi,
nnnnnnajjjjjjja!

als ich 18 war, hab ich beschlossen, mathematiker zu werden. ich hab geglaubt, die welt wartet auf solche wie mich.
ich hab dann relativ schnell geschnallt, dass das nicht ganz so sicher ist. und hab dann aus meinem doktoratsstudium zunächst mal ein lehramtsstudium gemacht. heut bin ich lehrer, fühl mich recht wohl im beruf, hab grad ein vierjähriges sabbatical hinter mir, wo ich ganz was anderes gemacht hab …

in meiner umgebung find ich immer wieder mathematikerInnen: sehr oft im computergewerbe, aber auch als lebensberaterInnen, versicherungsmathematiker, taxifahrerInnen, … ich wünsch dir natürlich eine karriere übers max-planck-institut ans m.i.t. (oder so), aber meine wünsche werden nicht viel helfen. es hängt meiner erfahrung nach auch nicht ausschließlich von deiner „qualität“ als mathematikerin ab, sondern auch von zufällen, intrigen (ja, auch das), glück & pech …

ich würd mich nicht zu sehr auf ein berufsziel fixieren. denk ein bisserl flexibel. macht glücklicher (oder wenigstens weniger unglücklich).

michael

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Hallo,

… aber Büro auf keinen Fall.

ich möchte nur darauf hinweisen, daß Mathematiker
üblicherweise nicht draußen im freien arbeiten.
Berufe, die nicht im Büro stattfinden sind z.B.
Landwirt, Bauarbeiter, Forstarbeiter usw., auch
Kraftfahrer und Postzusteller arbeiten nicht im Büro.
Leider brauchen diese Berufe alle nicht mal ein
Mathediplom :frowning:

Ich gebe zu, nach der Werbung zu urteilen,könnte man
sich mit seinem Laptop irgendwo auf’ne Kirchentreppe
setzen. Was man bloß nicht sieht, sind die Blandblasen
an den Knien und die Hornhaut am Hintern :frowning:(

Da würde ich dann doch lieber ins Büro gehen :smile:
Gruß Uwi

Gruß Uwi

Hi!
Ja, das ist schon klar. Meinte bloß nicht sowas, wo man wirklich den ganzen Tag hinter seinem Schreibtisch hockt. In ner Versicherung oder so. No way. Da beiß ich mich durch…
Als Professor arbeitest du z.b. auch nicht den ganzen Tag hinter deinem Schreibisch wie am Fließband…

Gruß
Christina

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Hi!
Das mit dem Lehramt hab ich schon hinter mir. Hab ich mit angefangen, reicht mir nicht. Wie gesagt, dann schon eher Professor.
Mein Vorteil mag sein, dass ich mich durchgebissen hab und die Liebe zur Mathematik erst relativ spät entwickelt hab. Hat erst im Studium „klick“ gemacht…
Und meine Uni hat da auch relativ gute „Vitamin B“-Optionen. Wir sind keine große Uni, wir kennen die Profs also alle nicht nur aus Vorlesungen sondern schnacken auch so mal. Dann können wir zum Tag der Funktionentheorie oder evtl. auch nach Amerika zu nem Algebra-Seminar fahren, wo wir dann auch andere Profs kennenlernen sollen. Ich glaube, solche Möglichkeiten hat man nicht überall. Viele von denen, die dieses Jahr da waren gehen jetzt nach Zürich oder so und machen da dann ihr Diplom oder ihren Doktor bei nem Prof, den sie in Amerika kennengelernt haben.

Und ich denke schon, ich bin recht flexibel. Aber ich bin ein relativ zielstrebiger und ehrgeiziger Mensch, der nicht so schnell aufgibt. Also erstmal Diplom, dann Doktor, dann mal schaun. Und wenn ich in Deutschland nicht den Job kriege, den ich haben möchte, dann lass ich mich nicht dadurch aufhalten. Nächstes Jar gehts eh erstmal nach Italien, dann schau ich weiter :wink: Bin halt nur nicht flexibel in der Hinsicht, dass es für mich nicht in Frage kommt in ner Versicherung zu versauern (dann können schön die VF-Mathematiker hin), denn ein unglücklicher Arbeiter arbeitet nicht gut…

Aber was antwortet man den nun am besten auf diese dämliche Frage? :smile:

Gruß
Christina

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Hallo,

Ja, das ist schon klar. Meinte bloß nicht sowas, wo man
wirklich den ganzen Tag hinter seinem Schreibtisch hockt. In
ner Versicherung oder so. No way. Da beiß ich mich durch…
Als Professor arbeitest du z.b. auch nicht den ganzen Tag
hinter deinem Schreibisch wie am Fließband…

ja gut, da bleibt die Lehre (Hochschule)? Aber selbst da
hat man die meiste Zeit an Forschungsthemen zu arbeiten,
und was macht da ein Mathematiker so??? Ich denke, der
sitzt am PC (in seinem Büro) und entwickelt Algorhytmen,
Simulationen, Statistiken oder sonst was. Mir fällt nicht
viel ein, was ein Vollblutmathematiker in seinem
Fachgebiet außerhalb eines Büros machen könnte.

Echt mal, wenn Du sowas nicht willst, dann studiere z.B.
Physik, Chemie oder Elektronik. Da hilft Dir die
Mathematik sehr und im Beruf hast Du auch die Möglichkeit
zu forschen und zu entwickeln (basteln :smile:(z.B. im Labor).
Gruß Uwi

Hallo,
ja gut, da bleibt die Lehre (Hochschule)? Aber selbst da
hat man die meiste Zeit an Forschungsthemen zu arbeiten,
und was macht da ein Mathematiker so??? Ich denke, der
sitzt am PC (in seinem Büro) und entwickelt Algorhytmen,
Simulationen, Statistiken oder sonst was. Mir fällt nicht
viel ein, was ein Vollblutmathematiker in seinem
Fachgebiet außerhalb eines Büros machen könnte.

Theoreme, Arbeit mit anderen Mathematikern. Weiß auch nur, was unsere Profs so machen. Und das ist sicher nicht alles angewandt (wie deine Beispiele. Algorithmen sind nicht so das Ding, Statistiken machen andere. Simulationen?? z.b.?)

Echt mal, wenn Du sowas nicht willst, dann studiere z.B.
Physik, Chemie oder Elektronik. Da hilft Dir die
Mathematik sehr und im Beruf hast Du auch die Möglichkeit
zu forschen und zu entwickeln (basteln :smile:(z.B. im Labor).

Nee, mir gehts um die Mathematik!! (Was machst du denn?) Physik ist mein Nebenfach, aber ich bin kein Anwender. Mach auch nur Physik, weil das mit der Mathe so wunderbar einfach ist. Aber ich bin kein Chemiker oder Physiker, dafür mag ich die Mathematik zu sehr.

Mir gehts auch gar nicht so großartig darum, dass ich irgendwas Großes mache, ich will nur die Herausforedrung! Ohne Herausforderung komm ich absolut nicht weiter. Doof, aber ist so…

Gruß Uwi

Gruß zurück :wink:

hi,
also vorausgeschickt: ich will dich wirklich nicht entmutigen und wünsch dir alles glück, das du brauchst.

Hi!
Das mit dem Lehramt hab ich schon hinter mir. Hab ich mit
angefangen, reicht mir nicht. Wie gesagt, dann schon eher
Professor.

mach mal eine überschlagsrechnung, wieviele professorenstellen in den nächsten 10 jahren frei werden und wieviele deiner sorte es so gibt. ich vermute, es wird eng.

einen gewissen hochmut les ich schon aus dem „reicht mir nicht“ heraus. wenn man das ernst nimmt, ist das ein sehr anspruchsvoller beruf.

Mein Vorteil mag sein, dass ich mich durchgebissen hab und die
Liebe zur Mathematik erst relativ spät entwickelt hab. Hat
erst im Studium „klick“ gemacht…

das sind bitte völlig normale verhältnisse.

Und meine Uni hat da auch relativ gute „Vitamin B“-Optionen.
Wir sind keine große Uni, wir kennen die Profs also alle nicht
nur aus Vorlesungen sondern schnacken auch so mal.

ja; gut. und?
mathematikinstitute sind selten so groß, dass es nicht mehr oder minder ausgeprägte formen persönlichen kontakts gibt.

Dann können
wir zum Tag der Funktionentheorie oder evtl. auch nach Amerika
zu nem Algebra-Seminar fahren, wo wir dann auch andere Profs
kennenlernen sollen. Ich glaube, solche Möglichkeiten hat man
nicht überall. Viele von denen, die dieses Jahr da waren gehen
jetzt nach Zürich oder so und machen da dann ihr Diplom oder
ihren Doktor bei nem Prof, den sie in Amerika kennengelernt
haben.

fein für dich. scheint sich ja um ein nobles haus zu handeln.

Aber was antwortet man den nun am besten auf diese dämliche
Frage? :smile:

kannst ja antworten:
du, ich bin an einer uni mit relativ guten vitamin-b-optionen; wir schnacken auch schon mal mit den profs, da ist das kein problem.

klingt jetzt vielleicht ein bisschen zynisch; ist nicht wirklich so gemeint. ich hoff für dich, dass du das mit den vitamin-b-optionen richtig einschätzt und ich hoff für unsere gesellschaft, dass du da doch ziemlich daneben liegst.

michael

N’Abend :smile:

Als Betroffener (Mathestudium FH Darmstadt) kann ich nur sagen, dass alles davon abhängt wie dumm man sich anstellt. Wenn man mit Diplom z.B. als Finanzmathematiker keine Ahnung von der Black-Scholes-Formel hat, wird’s schon kritisch. Der Satz „Ein Mathematiker ist ein Generalist in allem und kein Spezialist für nichts“ trifft’s in etwa. Natürlich kann man sich auch auf bestimmte Aspekte der Mathematik spezialisieren (Statistik, Programmieren, Numerik, DGL…) und damit auf Werbung gehen, aber wie oben schon gesagt…

‚Futter‘ gefällig ? http://www.fbmn.fh-darmstadt.de/~thuemmel/fbmn_25.jpg (der Kerl links hinter dem Dozenten bin übrigens ich :wink: ), http://www.mathematik.de und weiss-der-Kuckuck-was. Aber ein prinzipiell kann man sagen, dass „analytische Köpfe“ immer gesucht sind :wink: Und bei Stellenanzeigen würde ich auf den Inhalt achten und nicht auf das explizie „Mathematiker/in“

HTH
mfg M.L.

mach mal eine überschlagsrechnung, wieviele professorenstellen
in den nächsten 10 jahren frei werden und wieviele deiner
sorte es so gibt. ich vermute, es wird eng.

Man muss gut genug sein. Und es gibt nicht viele, die Professoren werden wollen und habilitieren.

einen gewissen hochmut les ich schon aus dem „reicht mir
nicht“ heraus. wenn man das ernst nimmt, ist das ein sehr
anspruchsvoller beruf.

Ich habs probiert, wie gesagt, es reicht mir nicht. Das hat nix mit Hochmut zu tun, sondern mit Liebe an der Mathematik. Klar, man kann als Lehrer auch forschen etc., aber ich sehe den Unterschied zwischen den Lehramtsstudenten und den Diplom-Studenten. Die Lehramtsstudenten reißen sich den Arsch auf und haben sehr viel zu tun. Aber alles wird nur angerissen. Entschuldige, aber die meisten können nichts richtig (im Bereich Mathe. Ich kenne viele und bin mit vielen befreundet, kann das also ruhigen Gewissens sagen). Die Dilpom-Studenten können sich hingegen ganz dem widmen, was sie wirklich mögen. Da bin ich auch dankbar für, ganz ehrlich.

das sind bitte völlig normale verhältnisse.

Nee, sinds nicht. Die meisten fangen auf Diplom an und sind vorher schon hin und weg. Ich hatte 4 Punkte im Abi in Mathe. Mein Lehramtsplatz im 1. Semester war die Notlösung, weil mein Schnitt für Germanistik zu schlecht war. Da ist der Umstand schon ein bisschen anders.

ja; gut. und?
mathematikinstitute sind selten so groß, dass es nicht mehr
oder minder ausgeprägte formen persönlichen kontakts gibt.

Ich hab von ganz anderen Sachen gehört. Schonmal in Karlsruhe gewesen? München? Hamburg? Da schweben die Profs auf ner rosa Wolke rein, sind nach der Vorlesung sofort draußen, Fragen müssen schriftlich gestellt werden und wenn du zu dem willst musst du an der Sekretärin vorbei. Das sind schon andere Verhältnisse.

fein für dich. scheint sich ja um ein nobles haus zu handeln.

Nee, ist ne total lumpige Uni in Oldenburg. Nichmal die Internetseite ist gut. Unser Vorteil: Wir haben 2-3 Profs, die sich sehr für die Studenten einsetzen. Das ist alles. Tut mir leid, dass das bei euch nicht so war.

kannst ja antworten:
du, ich bin an einer uni mit relativ guten vitamin-b-optionen;
wir schnacken auch schon mal mit den profs, da ist das kein
problem.

6, setzen. Voll am Thema vorbei. Wär ja ne Spitzenantwort auf die Frage „Was machst du denn später, wenn du dein Diplom hast?“

klingt jetzt vielleicht ein bisschen zynisch; ist nicht
wirklich so gemeint. ich hoff für dich, dass du das mit den
vitamin-b-optionen richtig einschätzt und ich hoff für unsere
gesellschaft, dass du da doch ziemlich daneben liegst.

Die Zynik klingt ehrlichgesagt eher wie Neid. Nix für ungut. Und die Vitamin-B-Optionen waren eben so gemeint, wie eben diese Exkursionen, die es kaum sonst gibt (beim Tag der Funktionentheorie waren außer denen aus Oldenburg so gut wie gar keine. Nur Profs. Das ist eher Fehler der anderen Profs, meinst nicht? Es waren übrigens auch Lehramtsstudenten von uns da, so isses nicht). Schade, dass du anderen Leuten sowas nicht gönnst.

Christina

p.s.: Eine einfache Antwort auf die eigentliche Frage ist dann wohl zuviel verlangt…

Hi!
Oh, der Satz ist gut. Merk ich mir. Trifft echt gut.
Aber anders wars ja auch nicht gemeint. Das ist ja das Schöne: Die Herausforderung sich selbst das beizubringen, was man nicht unbedingt lernt. Seis die Mathematik, die man in der BWL braucht oder einfach nur die Vereinfachung numerischer Verfahren, so wie man sie gelernt hat. Das denken wrd gelehrt, nicht nur die Materie…
Aber was heißt das konkret?

Gruß
Christina

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hi,

Man muss gut genug sein. Und es gibt nicht viele, die
Professoren werden wollen und habilitieren.

dein vertrauen darauf, dass in unserer gesellschaft ausschließlich qualität zählt, möge dir der liebe gott erhalten. ich hab dir geschrieben, weil ich mein / weiß, dass es (leider!) nicht so ist.

Ich habs probiert, wie gesagt, es reicht mir nicht. Das hat
nix mit Hochmut zu tun, sondern mit Liebe an der Mathematik.

im ernst? liebe „an“? oder doch liebe „zur“? geh bitte, das sind doch phrasen!

Klar, man kann als Lehrer auch forschen etc., aber ich sehe
den Unterschied zwischen den Lehramtsstudenten und den
Diplom-Studenten. Die Lehramtsstudenten reißen sich den Arsch
auf und haben sehr viel zu tun. Aber alles wird nur
angerissen.

das ist - bitte! - blödsinn.
vielleicht in oldenburg, vielleicht überhaupt in deutschland, was weiß ich. aber in vielen ländern gibts schlicht und einfach keine anderen lehrveranstaltungen fürs lehramt. die lernen exakt das gleiche.

Entschuldige, aber die meisten können nichts
richtig (im Bereich Mathe. Ich kenne viele und bin mit vielen
befreundet, kann das also ruhigen Gewissens sagen). Die
Dilpom-Studenten können sich hingegen ganz dem widmen, was sie
wirklich mögen. Da bin ich auch dankbar für, ganz ehrlich.

also du schwebst auch auf einer rosaroten wolke. und das mit dem hochmut halt ich jetzt explizit aufrecht.

Nee, ist ne total lumpige Uni in Oldenburg. Nichmal die
Internetseite ist gut. Unser Vorteil: Wir haben 2-3 Profs, die
sich sehr für die Studenten einsetzen. Das ist alles. Tut mir
leid, dass das bei euch nicht so war.

istn missverständnis. wir hatten sehr wohl lehrer, mit denen guter kontakt möglich war. ich hab nie was anderes behauptet.

kannst ja antworten:
du, ich bin an einer uni mit relativ guten vitamin-b-optionen;
wir schnacken auch schon mal mit den profs, da ist das kein
problem.

6, setzen. Voll am Thema vorbei. Wär ja ne Spitzenantwort auf
die Frage „Was machst du denn später, wenn du dein Diplom
hast?“

hä?
ist vielleicht doch besser, wenn du nicht lehrerin wirst.

bitteschön: du hattest die frage gestellt, was man auf die frage „Was willst du eigentlich später mal machen, wenn du dein Diplom hast?“ und „Her mit dem breitgefächerten Angebot an Jobmöglichkeiten, die ein Mathe-Diplom (oder dann doch lieber ein Doktor) mit sich bringt. :wink:

jetzt schlag ich dir eine antwort vor, die ganz deiner derzeitigen karriere entspricht und du meinst „thema verfehlt“. ja wieso denn? das ist doch genau die antwort, die du brauchst. oder ist sie zu undiplomatisch? zu unkorrekt?

probiermas noch mal anders.
meiner meinung nach kannst du noch so gut sein: es gibt als („reine“) mathematikerin überhaupt keine sicherheit, einen halbwegs guten job zu kriegen. da kann alles mögliche auf dich zukommen. qualität ist ein notwendiges kriterium, aber kein hinreichendes. das spektrum dessen, was man mit einem mathe-diplom machen kann und was so üblich ist, hab ich dir schon aufgespannt. es ist seeeehr breit. so simpel ist die antwort.

neidisch bin ich dir nichts. wirklich.
michael

dein vertrauen darauf, dass in unserer gesellschaft
ausschließlich qualität zählt, möge dir der liebe gott
erhalten. ich hab dir geschrieben, weil ich mein / weiß, dass
es (leider!) nicht so ist.

Kann ja sein. Aber wenn man gleich kein Vertrauen mehr in sowas hat kann man sich ja gleich einsargen lassen. Wozu sollte ich denn dann überhaupt noch wert auf ein gutes Diplom geben? Aber das hab ich auch oft bei Lehrern gesehen: Diese „Nutzt ja alles nix“-Einstellung. Job nachgehen und gut ist.

im ernst? liebe „an“? oder doch liebe „zur“? geh bitte, das
sind doch phrasen!

Im Ernst. Und wenn du das nicht glauben kannst, dann tuts mir leid, dass du dich je berufen fühltest. Ohne dieses Gefühl gehts nicht.

das ist - bitte! - blödsinn.
vielleicht in oldenburg, vielleicht überhaupt in deutschland,
was weiß ich. aber in vielen ländern gibts schlicht und
einfach keine anderen lehrveranstaltungen fürs lehramt. die
lernen exakt das gleiche.

In anderen Ländern… meinetwegen. Aber wir reden grad offensichtlich über Deutschland und nicht über Russland oder watt weiß ich was. Bei uns haben die Lehramts-Studenten auch die gleichen Vorlesungen… im Grundstudium!! Ich bin jetzt im Grunde mit allem durch, was Mathe-Lehramtsstudenten fürs Studium in Mathe brauchen. Sei mal realtistisch. Anders ginge es auch nicht, schließlich haben sie auch noch ein anderes Fach, Pädagogik etc. etc.

also du schwebst auch auf einer rosaroten wolke. und das mit
dem hochmut halt ich jetzt explizit aufrecht.

Wenn du das sagst. Aber du bist anscheinend an deiner Uni versauert, oder? Wie gesagt: sei realistisch und schau dich mal an anderen Unis um. Da ist es weiß Gott nicht grade „intim“.

istn missverständnis. wir hatten sehr wohl lehrer, mit denen
guter kontakt möglich war. ich hab nie was anderes behauptet.

Lehrer oder Profs? Bei Profs ists eben echt die Ausnahme. Bei großen Unis wirds da schon schwerer…

hä?
ist vielleicht doch besser, wenn du nicht lehrerin wirst.

bitteschön: du hattest die frage gestellt, was man auf die
frage „Was willst du eigentlich später mal machen, wenn du
dein Diplom hast?“ und „Her mit dem breitgefächerten Angebot
an Jobmöglichkeiten, die ein Mathe-Diplom (oder dann doch
lieber ein Doktor) mit sich bringt. :wink:

jetzt schlag ich dir eine antwort vor, die ganz deiner
derzeitigen karriere entspricht und du meinst „thema
verfehlt“. ja wieso denn? das ist doch genau die antwort, die
du brauchst. oder ist sie zu undiplomatisch? zu unkorrekt?

Du willst Lehrer sein? Dann schau dir deine Antwort auf die Frage nochmal an:

kannst ja antworten:
du, ich bin an einer uni mit relativ guten vitamin-b-optionen;
wir schnacken auch schon mal mit den profs, da ist das kein
problem.

probiermas noch mal anders.
meiner meinung nach kannst du noch so gut sein: es gibt als
(„reine“) mathematikerin überhaupt keine sicherheit, einen
halbwegs guten job zu kriegen. da kann alles mögliche auf dich
zukommen. qualität ist ein notwendiges kriterium, aber kein
hinreichendes. das spektrum dessen, was man mit einem
mathe-diplom machen kann und was so üblich ist, hab ich dir
schon aufgespannt. es ist seeeehr breit. so simpel ist die
antwort.

Deiner Meinung nach. Man darf auch nich zu schnell aufgeben. Wo ist denn nun das breitgefächerte Angebot? Lehrer? Hui. Danke, beantwortet… Und was war sonst noch? Ich hoffe auf die anderen Antworten, die ich auf den Thread bekam bzw. bekomme. Damit kann ich jetzt schon mehr anfangen…

neidisch bin ich dir nichts. wirklich.

Werden wir sehn…

Christina

muss ich doch noch mal kurz …

Kann ja sein. Aber wenn man gleich kein Vertrauen mehr in
sowas hat kann man sich ja gleich einsargen lassen. Wozu
sollte ich denn dann überhaupt noch wert auf ein gutes Diplom
geben? Aber das hab ich auch oft bei Lehrern gesehen: Diese
„Nutzt ja alles nix“-Einstellung. Job nachgehen und gut ist.

bitte lies genau. ich hab geschrieben, dass qualität notwendig ist, aber nicht hinreichend. „nutzt-ja-alles-nix“ ist nicht meine einstellung. und „kein vertrauen“ heißt für dich gleich „einsargen“?
naiv. es sollte nicht „einsargen“ heißen, sondern kritikfähigkeit, wachheit, weitblick. „vertrauen ist gut, kontrolle ist besser.“ da halt ichs doch glatt mit lenin *ggg*

Lehrer oder Profs? Bei Profs ists eben echt die Ausnahme. Bei
großen Unis wirds da schon schwerer…

profs an der uni sind auch lehrer. nämlich uni-lehrer. die hab ich gemeint.

Deiner Meinung nach. Man darf auch nich zu schnell aufgeben.
Wo ist denn nun das breitgefächerte Angebot? Lehrer? Hui.
Danke, beantwortet… Und was war sonst noch?

bitte lesen: computergewerbe, lebensberatung, versicherungen, taxifahren. so weit zum spektrum. hatte ich schon mitgeteilt.
ah ja: banken. das auch noch.

neidisch bin ich dir nichts. wirklich.

Werden wir sehn…

glaub ich kaum *ggggg*
michael

bitte lies genau. ich hab geschrieben, dass qualität notwendig
ist, aber nicht hinreichend. „nutzt-ja-alles-nix“ ist nicht
meine einstellung. und „kein vertrauen“ heißt für dich gleich
„einsargen“?
naiv. es sollte nicht „einsargen“ heißen, sondern
kritikfähigkeit, wachheit, weitblick. „vertrauen ist gut,
kontrolle ist besser.“ da halt ichs doch glatt mit lenin *ggg*

Das versteh ich ja auch, seh ich auch ähnlich. Aber kein Vertrauen ist für mich einsargen, ja. Wenn man an alles nur mit Kritik rangeht macht einen das krank. N gesundes Maß an Kritikfähigkeit ist gut, aber man soll sich auch ein gewisses Vertrauen bewahren, vor allem in die eigenen Fähigkeiten. Wenn ich gleich sage „Auf n guten Job hab ich eh keine Chancen“, was bleibt denn da noch? Wenn du Schülern auch so ne Einstellung vermittelst, dann gute Nacht…

profs an der uni sind auch lehrer. nämlich uni-lehrer. die hab
ich gemeint.

Dann sags doch auch. Oder ist es so schwer den allgemeinüblichen und allseitsverständlichen Ausdruck zu nehmen?
Lehrer kann man mit Profs nicht wirklich vergleichen. Sie unterrichten beide und vermitteln wissen, das wars dann aber auch schon…

bitte lesen: computergewerbe, lebensberatung, versicherungen,
taxifahren. so weit zum spektrum. hatte ich schon mitgeteilt.
ah ja: banken. das auch noch.

Ja, habs gelesen. Das mit dem Taxifahrer war übrigens n toll eingestreuter, spitzenmäßiger Brüller. Bin kein BWL’ler… ( :wink: )
Aber diese Bereiche waren ja klar. Das sind die typischen Bereiche. Aber für diese Bereiche (jedenfalls für einige) gibt es schon Experten, die sich schon während des Studiums spezialisieren. Die VF-Mathematiker z.B.

glaub ich kaum *ggggg*

Is klar…

Christina

Hallo,

Ich weiß schon, dass ich wohl in Richtung Habilitation gehen
werde oder in die Forschung, …

das „oder“ paßt doch nicht ganz. Wozu außer in der Forschung muß man in D habilitieren ? Und dazu bedarf es erst mal einer Promotion, die ihrerseits ein Diplom oder gleichwertiges vorraussetzt - aus meiner Sicht planst Du in eine Zukunft, die für Dich jetzt absolut nicht abschätzbar ist. Wie es Job mäßig für Mathematiker in ein paar Jahren aussieht - nicht mal das ist klar. Folge einfach Deiner Interessenlage, das bewahrt Dich im Leben vor Frust.

Gruss
Enno

Nochwas …
… ich wollte auch mal zur Feuerwehr :wink:. Das Interesse hat sich im Laufe der Zeit aber zunehmend verflüchtigt *g*.

Gruss
Enno

Hi!
Aber die Ausbildung zum Feuerwehrmann haste ja noch nicht angefangen, oder? :wink:

Nee, wieso passt oder nicht? Entweder, ich habilitiere oder ich habilitiere nicht, promoviere nur und geh so in die Forschung. Das bleibt ja noch lange offen…
Natürlich ist die Zukunft nicht abschätzbar, aber das ist sie wohl nie, oder?
Und das ist ja grade meine Interessenlage. Ich weiß auch, dass ich das tun werde. Ich wüsste nur gern ne Antwort, die man gut auf diese ungeliebte Frage geben kann. Hab nämlich langsam echt das Gefühl, dass jeder denkt, man kann mit nem Mathe-Studium nur Lehrer werden oder Aushilfstaschenrechner bei irgendwelchen Firmen…

Gruß,
Christina

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

Hallo,

Aber die Ausbildung zum Feuerwehrmann haste ja noch nicht
angefangen, oder? :wink:

Nein. Ich habe frühzeitig die Seiten gewechselt - als Brandstifter *g*. Obwohl, da soll’s ja manchmal Überschneidungen geben.

Nee, wieso passt oder nicht? Entweder, ich habilitiere oder
ich habilitiere nicht, promoviere nur und geh so in die Forschung.

Also grundsätzlich Forschung, nur abhängig von der Habil im universitären Bereich oder in (industrienahen) Forschungsinstituten („oder“ hat häufig diesen exklusiven „entweder oder“ Charakter in der Umgangssprache, daher evtl. das Mißverständnis). Macht Sinn - je nach Forschungsinstitut. Hat das „universitären Touch“ (z.B. DFKI) wäre der „nur Doktor“ nicht unbedingt empfehlenswert. Man agiert dann nur als Handlanger.

Natürlich ist die Zukunft nicht abschätzbar, aber das ist sie wohl nie, oder?

Sicher - deshalb plane ich auch nur wenig, was wenn es Überhand nimmt, sich bereits in banalen Dingen, wie dem Mangel an Klopapier zum „passenden“ Zeitpunkt äußert :wink:.

Ich wüsste nur gern ne Antwort, die man gut
auf diese ungeliebte Frage geben kann.

Das paßt schon: „momentan strebst Du an“.

Hab nämlich langsam echt das Gefühl, dass jeder denkt,
man kann mit nem Mathe-Studium nur Lehrer werden oder
Aushilfstaschenrechner bei irgendwelchen Firmen…

na immerhin *g* - solange die Leute nicht „ach so“ mit einem „ich-habe-gerade-ins-Fettnäpfchen-getreten“ Gesichtsausdruck antworten steht’s doch prima mit den Berufaussichten. Frag’ mal die Kommilitonen aus den Geistes- und Sozialwissenschaften, was da so an Reaktionen rüberkommt :wink:.

Gruss
Enno

Nein. Ich habe frühzeitig die Seiten gewechselt - als
Brandstifter *g*. Obwohl, da soll’s ja manchmal
Überschneidungen geben.

Ohne Scheiß, gestern erst von gehört im Nachbarort von da, wo ich übers Wochenende war. Aber das ist ja nu wieder ne ganz andere Geschichte, ne?

Also grundsätzlich Forschung, nur abhängig von der Habil im
universitären Bereich oder in (industrienahen)
Forschungsinstituten („oder“ hat häufig diesen exklusiven
„entweder oder“ Charakter in der Umgangssprache, daher evtl.
das Mißverständnis). Macht Sinn - je nach Forschungsinstitut.
Hat das „universitären Touch“ (z.B. DFKI) wäre der „nur
Doktor“ nicht unbedingt empfehlenswert. Man agiert dann nur
als Handlanger.

Nee, haben uns jetzt, glaub ich, verstanden… Im Grunde ist es ja so, dass ich habilitieren will. Aber ich will mich jetzt auch nicht festsetzen. Nachher habilitiere ich doch nicht und es heißt „Wolltest du nicht…?“
Ja, als Doktor kriegst du vielleicht ne Junior-Professur und dümpelst dein Leben kang vor dich hin…

Sicher - deshalb plane ich auch nur wenig, was wenn es
Überhand nimmt, sich bereits in banalen Dingen, wie dem Mangel
an Klopapier zum „passenden“ Zeitpunkt äußert :wink:.

eben das :smile:

Das paßt schon: „momentan strebst Du
an“.

Das ist natürlich nicht schlecht. Aber ich lass mich immer dazu hinreißen, dass ich dann auch eine riesen-Palette an Möglichkeiten präsentieren will :wink:

na immerhin *g* - solange die Leute nicht „ach so“ mit einem
„ich-habe-gerade-ins-Fettnäpfchen-getreten“ Gesichtsausdruck
antworten steht’s doch prima mit den Berufaussichten. Frag’
mal die Kommilitonen aus den Geistes- und
Sozialwissenschaften, was da so an Reaktionen rüberkommt :wink:.

Was denn, Mathe ist doch auch ne Geisteswissenschaft :o) Anderes Thema…
Bei Mathe ist der Sturz aber irgendwie tiefer. Was studierst denn du? „Mathe.“ „Eeeeecht?? Krass! Und was willst dann mal werden?“…

Gruss
Chrissi