Beschneidung: Sitte, oder Unsitte

ach so…
Hallo Barbara,

ja wenn Du das so siehst, dann wird es mit klar.
Gut, ich hätte was aus Christians Statements rauskopieren müssen, und dann den Satz ‚Ich teile seine Meinung‘ druntersetzen müssen.
Aber ich glaube zu wissen, wie er es meint.
Seine krassen Abweichungen zu Menschenopfern, und Frauenverstümmelungen dienten nur um seine Meinung gegen eine Beschneidung farbig zu untermauern. (Hoff’ ich mal; jeder der weiss was diese Frauenbeschneidungen für Auswirkungen haben, wird das jedenfalls nicht in einem Zusammenhang ziehen)

Das Du meinst, ‚wir‘ atheistischen Menschen würden religiöse Menschen weniger tolerieren, ja, da gebe ich Dir recht.
Die meistens brüsken sich jedenfalls mit Toleranz, wissen aber nicht damit umzugehen.
Das ist genauso wie mit den ehemaligen Rauchern, vegan lebenden Ex-Fleischessern… aber andererseits werde ich auch von ZJehovas verurteielt, dass ich so ein ‚sündhaftes‘ Leben führe, und mich nicht mit deren Glauben bedecken möchte…
(hatte mal eine ziemlich hartnäckige Bekannte die ZH war)

Na ja, ist so’ne Sache mit der Toleranz, leider.

Deshalb mal friedfertige Grüsse,
Nicole

*Pfeiffchenanzünd*+*schmauch*+*rüberreich*:smile:o.T.

… ihre bizarren details. danke für die info. dachte, das war ein scherz :smile:))

gruß von mir (jemand mochte das rufzeichen nicht…)

hi eli,

mal im ernst, die werden echt beerdigt? klär uns auf. es gibt kliniken in den usa, da läßt man die vorhäute durch hormonzugaben so lange wachsen, bis daraus haut für brandopfer wird.

schalömchen *g*

hallo :smile:

Ich bin sogar konfirmiert, aber nicht, weil ich
es wirklich wollte, sondern weil es alle gemacht haben,

…wie bei der beschneidung…

Weihnachten oder gar Ostern waren bei uns nie christliche
Feste, sondern Ereignisse, in denen die Familie zusammenkam.

… wie pesach… roschhaschana bei 80% aller juden …

daß es was leckeres zu essen gibt und sich mal wieder
sieht.

… wie freitag mittag…

Eine körperliche Veränderung habe ich bei mir dabei nicht
bemerken können.

die ist teil davon. verstehst du jetzt? es ist genau dasselbe. ich könnte jetzt losballern zum beispiel wegen den grausamen blutigen darstellungen und statuen in kirchen. „sowas kann nicht gut für ein kind sein. sowas schadet zwar nicht der vorhaut, aber der seele…“ ja aber es ist eben so. wo kommen wir denn da hin, wenn jeder andere kulturen bekrittelt? so wie diz und seine verschleierten frauen? :smile:

lieben gruß und
lehitraot

Hallöchen,

Ich bin sogar konfirmiert, aber nicht, weil ich
es wirklich wollte, sondern weil es alle gemacht haben,

…wie bei der beschneidung…

hehe :wink: das ist ja meine Kritik. Letztlich sind all diese Dinge, die in einer Zeit mit dem Kinde gemacht werden, in der es nicht entscheiden kann, m.E. nicht richtig.

die ist teil davon. verstehst du jetzt? es ist genau dasselbe.
ich könnte jetzt losballern zum beispiel wegen den grausamen
blutigen darstellungen und statuen in kirchen. „sowas kann
nicht gut für ein kind sein. sowas schadet zwar nicht der
vorhaut, aber der seele…“ ja aber es ist eben so. wo kommen
wir denn da hin, wenn jeder andere kulturen bekrittelt? so wie
diz und seine verschleierten frauen? :smile:

Mißverständnis. Ich kritsiere nicht andere Kulturen (oder Religionen), sondern Kulturen (oder Religionen). Ich mache da keine Ausnahmen. Ich finde, die Frage, ob ein Ritus noch zeitgemäß ist, muß sich jede Religion stellen lassen. Viele Dinge haben sich mit der Zeit überlebt, als da wären im Christentum: Ketzerei, Ablaß, Erde als Scheibe und im Mittelpunkt des Universums. M.E. ist die Beschneidung am Neugeborenen eine Sache, die sich dort einreihen sollte.

Gruß
Christian

Hi,

genau das ist ja das Problem mit Religion. Nur sehr schwer
diskutierbar

Es tut mir leid, aber diese Schlussfolgerung ist einfach
falsch. Es wird hier ja sehr wohl über Religion diskutiert,
nur bringst Du immer wieder falsche Behauptungen ins Spiel. So
ist obige Unterstellung von dir einfach falsch.

OK, sagen wir es mal so: Über Religion kann man diskutieren, nur wird keiner der Beteiligten, wenn er denn eine Religion vertritt, von seinem Standpunkt abweichen. Insfoern ist das eher ein an den Kopf werfen von Einstellungen als eine wahre Diskussion.

Die Mitzwot werden nicht erfüllt, weil wir dafür einmal einen
Lohn erhalten. Es ist uns noch nicht einmal bekannt, ob und
welchen Lohn wir dafür erhalten könnten. Nein, wir tun dieses
aus reiner Liebe zu G’tt. In diesem Sinne entscheiden wir uns
hier sehr frei dafür, genau dieses zu tun. Es war meine freie
Entscheidung meine Kinder beschneiden zu lassen. Ich hätte es
auch nicht tun können.

Das eben nachwievor meine These, daß Eltern in diesen Dingen die Entscheidung nicht treffen sollten. Du sagst ja selber: Sein müssen hätte es nicht.

Aber für uns ist es eine Freude.
Hinterher veranstalten wir ein Fest und Möhren habe ich da
bisher noch nie gesehen :wink:

Hm, und daß, obwohl Möhren so gesund sind :wink:

Gruß
Christian

Hallo nochmal,

Erziehung zu Selbstbestimmung funktioniert so
nicht, sondern in dem die Eltern auch selbstbewusst sind und
ihre Entscheidungen auch im Namen des Kindes vertreten und
umsetzen, was sie für sinnvoll halten.

ehrlich gesagt, sehe ich da den Erziehungseffekt in die gewünschte Richtung nicht. Kriegt das Kind eh nix mit (weil zu klein), spielts keine Rolle. Bekommt es das Kind aber mit, wird die Erkenntnis doch nicht „toll, die machen selbstbewßt was für mich“ sein, sondern doch eher „ich verstehs nicht, warum darf ich das jetzt nicht entscheiden?“.

Diese müssen sie nun
nur dem Kind gegenüber vermitteln und vertreten. Da dieses bei
uns geschieht, habe ich damit kein Problem, dass sich unsere
Kinder später einmal anders entscheiden.

Soweit sind wir uns wohl einig. Mein Ansatz ist nun, daß umentscheiden wohl möglich ist, das Stückchen Haut kommt davon aber nicht wieder. Das war letztlich auch mein Ansatz bei der ganzen Diskussion. Die Frage ist außerdem, ob sich Erziehung zum Selbstbewußtsein in einer Beschneidung (die das Kind bewußt ja gar nicht mehr mit dem Erziehungsprozeß in Beziehung bringen kann) manifestieren muß.

Aber erst durch
unsere Erziehung habe sie die Möglichkeit dazu bekommen.
Würden wir nicht unsere Religion leben, könnten sie später
auch nicht mehr sich dafür entscheiden, diesen Weg
fortzusetzen, da wir ihn schon verlassen hätten.

Das ist ein religiös fundierter Ansatz, den ich nicht widerlegen kann. Die Frage hier bleibt natürlich, ob G´tt einen Menschen nur deshalb abweisen würde, weil er nicht beizeiten dem entsprechenden Ritual unterzogen wurde. Aus rein logischer Sicht würde ich jetzt antworten, daß es ihm doch wohl lieber sein sollte, ein Mensch entscheidet sich aus freiem Willen für Ihn.

Wie stellst Du dir also vor, soll ein Kind selbstbewusst
werden und freie Entscheidungen trefen, wenn es dieses nie
gelernt (bei seinen Eltern) hat?

siehe oben. Ansonsten würde ich sagen, daß ein Kind nicht dadurch Selbstbewußtsein erlangt, daß es von seinen Eltern irgendetwas aufgezwungen bekommt. Vielmehr doch eher dadurch, daß man es zu eigenen Entscheidungen (und damit auch zu eigenen Fehlern) ermutigt.

Gruß
Christian

Hallo.

Ansonsten bleibt der Eindruck stehen, dass
es dir hier nur um Antijudaismus geht.

Also hier sollten keine Mißverständnisse auftauchen, daher gleich vorweg: Darum gehts mir nicht. Ich habe an anderer Stelle schon geschrieben, daß mir zum Christentum auch so einige Dinge einfallen würden. Mir geht es nur um den einen Ritus. Religion ist mir nicht wichtig genug, als daß ich gegen eine bestimmte ein Feindbild aufbauen würde.

ja, die Religion. Preisfrage: Sollten wir auch das Ausleben
alter mittelamerikanischer Religionen gestatten? Ich meine die
Jungs, die den Opfern bei lebendigem Leibe das Herz
herausgeschnitten haben? Ich will das ja gar nicht
vergleichen,

Du hast es aber hiermit gemacht.

Einer meiner Lieblingsfragen ist: „Wo ziehen wir die Grenze?“ Das Erwähnen der antiker mittelamerikanischer Religionen diente dazu, klarzumachen, daß die Lösung nicht sein kann, jeden machen zu lassen, was er will, nur weil es im Namen der Religion stattfindet.

aber: Wenn ein Teil einer Religion eben den
moralischen Grundsätzen oder meinswegen Gesetzen widerspricht,

Dann benenne diese doch endlich einmal.

Recht auf Selbstbestimmung, stand aber schon mehrfach in anderen Artikeln.

inwieweit eine Religion mit derartigen Vorschriften zeitgemäß
ist.

Diese Frage stellt sich?

Finde ich schon, ja.

Ja, schon klar, die Religionsausübung unterliegt der
Selbstbestimmung, das beschnittene Kind nicht. Ist zwar alles
ein bißchen scheinheilig, aber gut. Solange eine Religion
starre Regeln setzt, die den Menschenrechten, wie wir alle sie
kennen und offiziell achten, entgegentreten, muß sie sich
Kritik gefallen lassen.

Hiermit hast Du dich ja wohl entgültig disqualifiziert. Die
Brit widerspricht den Menschenrechten? Und wo ist denn die
Kritik? Bisher kamen nur unkonkrete Vorwürfe (s.a.o.)?

Siehe oben. Das Kind hat keine Chance, Einfluß auf die Beschneidung zu nehmen, oder diese später rückgängig zu machen. Wenn Du sagst (irgendein anderer Artikel), bei einer nicht-Beschneidung wird einem Kind der Weg zu G´tt verstellt, hab´ ich das zu tolerieren. Ich muß es allerdings auch nicht gut finden. Wenn aber das Motiv in Richtung persönliches Ästhetikempfinden der Eltern geht, finde ich das definitiv falsch. Und letztlich nahm die ganze Diskussion genau dort ihren Anfang.

Hier geht es um keine Deckmäntelchen, da das Judentum dieses
schon immer öffentlich gehandhabt hat und sich bisher immer
Kritik gestellt hat. Voraussetzung ist natürlich, dass die
Kritik sachlich ist. Und diese sehe ich nach wie vor nicht.

Das finde ich schade, aber deutlicher kann ich das ganze nicht darstellen und ich finde auch, daß es sachlich nachvollziehbar ist, sonst hätte ich es ja nicht geschrieben. Und nochmal: Mein Standpunkt richtet sich nicht gegen eine Religion oder Kirche, sondern nur gegen die Beschneidung und letztlich auch gegen die damit vollzogene Beeinflussung in Richtung einer bestimmten Religion.

Wenn Du also wirklich etwas zu kritisieren hast, dann benenne
es endlich einmal.

OK, ein letzter Versuch: Ein Mensch sollte auf das, was mit ihm geschieht, Einfluß nehmen können. Kann er das nicht und ist eine Entscheidung zu treffen, machen das die Erziehungsberechtigten, logisch. M.E. ist aber in Bezug auf die Beschneidung nicht zwangsläufig eine Entscheidung zu treffen, bevor das Kind entscheidungsfähig ist.

Gruß
Christian

Hi,

Deinen Artikel habe ich mir bis zum Schluß aufgehoben. Allmählich wird mir das zu anstrengend :wink:

M.E. muß aber erlaubt sein, diese Richtlinien in Frage zu
stellen. Und Beschneidung gehört für mich auch nicht zu den
ethischen Rahmenbedingungen.

Nun aber wenn du Jude bist und es deinen ethischen
Rahmenbedingungen entspricht, deinen Kinder eine Leben im
Bunde mit G’tt zu gewährleisten, ist das schon ethisch im
Sinne dieser Vorstellung.

Ja, das habe ich inzwischen gelernt. Zugestanden. Kann man als eine Art Zwickmühle sehen: Zugang zum Bund mit G´tt vs. Selbstbestimmung. Und da man nicht wissen kann, ob das Kind später den Bund will, muß man den Weg offen halten. Klar. Bleibt für mich nur die Hoffnung, auf das Ende von Religionen und Kirchen zu warten. Mit dem Christentum sind wir in Deutschland aufgrund des Nachwuchsproblems ja schon fast durch.

Klar, du als hm…Agnostiker (??)

Da wäre dann die Frage, was ein Agnostiker genau ist. Geht es darum, daß ich an gar nichts glaube, also im eigentlichen Sinne des Wortes: Nein, dann eher Atheist.

musst das ja nicht tun [wir Christen haben da sowieso eine
andere Erklärung dafür, warum wir die Beschneidung „nicht
mehr“ brauchen btw]

Die würde mich interessieren. Aber bitte per mail.

Nur solltest du nicht anderen empfehlen, wie sie die
Bibel zu lesen haben, dann machst du nämlich nichts anderes
als Rahmenbedingungen abzustecken, die dir richtig erscheinen.

Hmm, naja, da ist was dran. Aber darf ich das wirklich nicht? Darf ich nicht für eine „zeitgemäßere“ Interpretation sein? Letztlich hat auch die katholische Kirche begriffen, daß eine wörtliche Auslegung der Bibel nicht das einzig wahre ist.

Papapa…ewige Verdammnis ist doch Pillepalle für liberale
Christen ;-D…man kann nun gerade das Christentum wirklich
nicht über einen Kamm schweren…das Judentum übrigens auch
nicht.

Das mit der ewigen Verdammnis war ja nur ein Beispiel. M.E. sollte ein Glaube, eine Religion etwas positives sein, nicht etwas, das mir versucht, mit Drohungen Angst zu machen, um mich so zu konformen Handeln zu bewegen.

Auch das BGB ist
interpretationsbedürftig, obwohl es in seiner Klarheit und
Strukturierung (zugegebenermaßen in der neuen Fassung sieht
das wohl anders aus) weltberühmt ist. Letztlich wird immer
hinterfragt, was der jeweilige Paragraph eigentlich wollte.
Und das ist für mich bei der Religion nicht anders.

Eben. Und deine Lesart ist ja auch nicht unbedingt die allein
seligmachende:smile:.

Absolut richtig, wobei ich das Wort „seeligmachend“ natürlich als Provokation auslegen könnte :wink: Nein, natürlcih hast Du recht, daß ich nicht zwangsläufig recht habe. Ich hoffe, ich habe immer klar gemacht, daß das hier alles meine Meinung ist und nicht die allerletzte Wahrheit. Wenn nicht: So ist es gemeint.

Na, du hast ja auch Ängste…dass dem Kind in irgendeiner Form
körperlich oder seelisch geschadet wird oder es nicht den
freien Willen entwickeln kann, den du ihm wünschst…ich würde
es hier auch weniger Angst nennen als Fürsorge und Liebe der
Eltern…

Ist akzeptiert, siehe oben.

Erstens ist diese Sache mit den universellen Selbstbestimmung
des Individuums eine „Erfindung“ des europäischen Humanismus
[mal gaaanz grob gesagt]

Stimmt eigentlich. Vielleicht bin ich ja schon so weit indoktriniert, aber für mich ist das nur logisch im derzeitigen Zeitalter. Ich sehe die Entwicklung so:
Keine Entscheidungsfreiheit, weil die Existenzsicherung alleine eine Rolle spielte (Urzeit)
Eingeschränkte Entscheidungsfreiheit, wegen Dispotismus (Altertum, Mittelalter)
Volle persönliche Entscheidungsfreiheit als Grundlage des Darseins (Neuzeit)
Freiwillig eingeschänkte persönliche Freiheit aufgrund Unterordnung in ein geistiges Kollektiv (ferne Zukunft)

(grobe Gliederung, es hat natürlich immer lokale und zeitliche Abweichungen gegeben (und wird es geben))

Und zweitens kannst du es ja auch
umdrehen und sagen, du hast mit deiner Erziehung einen
Menschen daran gehindert, sich geborgen zu fühlen in seinem
Glauben. Ist das unbedingt selbstbestimmt?

Naja, siehe oben, wenn sich das auf die Möglichkeiten des später erwachsenen Menschen bezieht. Ob es gut ist, Kinder einem Glauben „auszusetzen“, lasse ich mal dahingestellt.

Reinreden hin oder her. Ich bin der Ansicht, daß die wenigsten
Eltern a) alles richtig machen und b) alles richtig machen
können. Dafür gibt´s nämlich keine Ausbildung. Und leider muß
ich sehen, daß viele Eltern mit ihren Kindern etwas machen,
was primär ihrer eigenen Selbstverwirklichung dient, als
vielmehr dem Wohl des Kindes.

Ja, aber das würde ich gerade in diesem Fall keinen Eltern
unterstellen. Da tust du ihnen Unrecht, meine ich.

Tja, ich stelle fest, die Sache ist viel zu weit ins religiöse abgedriftet. Mit ging es ja nur um Vabe, die meinte, ihre Kinder beschneiden zu lassen, weil sie es persönlich ästhetischer findet. Aus vermutlich gutem Grund hat sie sich an der Diskussion mit mir auch nicht mehr beteiligt.

Gruß
Christian

Antijudaismus!
Hallo Christian,

Mein Standpunkt richtet sich nicht gegen eine Religion oder
Kirche, sondern nur gegen die Beschneidung und letztlich auch
gegen die damit vollzogene Beeinflussung in Richtung einer
bestimmten Religion.

also ist es doch eine Kritik am Judentum!

Wenn Du also wirklich etwas zu kritisieren hast, dann benenne
es endlich einmal.

OK, ein letzter Versuch: Ein Mensch sollte auf das, was mit
ihm geschieht, Einfluß nehmen können. Kann er das nicht und
ist eine Entscheidung zu treffen, machen das die
Erziehungsberechtigten, logisch. M.E. ist aber in Bezug auf
die Beschneidung nicht zwangsläufig eine Entscheidung zu
treffen, bevor das Kind entscheidungsfähig ist.

Du solltest inzwischen begriffen haben, dass Deine Meinung nicht die Religion anderer Menschen beeinflussen soll.

Nachdem jetzt des öfteren festgestellt wurde, dass die Beschneidung dem jüdischen Kind weder körperliche noch seelische Schäden zufügt, könntest Du es doch dabei belassen.

Gruss Harald

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noch mal
Hallo,

Viele
Dinge haben sich mit der Zeit überlebt, als da wären im
Christentum: Ketzerei, Ablaß, Erde als Scheibe und im
Mittelpunkt des Universums.

Das sind aber nun mal Dinge, die mit dem Christentum gar nichts zu tun haben!

Soweit ich sehen kann, gibt es im Christentum nichts, das irgendwelchen Zeitgeistern geopfert werden müßte. Die Lehre Jesu ist heute genauso wertvoll wie vor 2000 Jahren.

M.E. ist die Beschneidung am
Neugeborenen eine Sache, die sich dort einreihen sollte.

Vielleicht sollte man mit dem Vergeben einer Staatsbürgerschaft auch warten, bis der junge Mann sich entscheidet, ob er dem Staat, der ihm immerhin eine Ausbildung ermöglicht, beitreten möchte? Soll ich warten, für welchen Namen mein Kind sich entscheidet, oder darf ich ihm einen Namen meiner Wahl geben, auch wenn der dem Kind dann nicht gefällt?

M.E. solltest Du sachlicher bleiben und nicht Dein Gefühl als Maßstab für andere Religionen anlegen.

Gruss Harald

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nix da
Hi Harald,

also ist es doch eine Kritik am Judentum!

  1. es ist eine Kritik an den Menschen. 2. Es ist insofern auch eine Kritik am Judentum, als daß es die Beschneidung vorschreibt. Was hat aber Kritik am Judentum mit Antijudaismus zu tun? Ich hab doch nichts gegen die Religion als solche.

Du solltest inzwischen begriffen haben, dass Deine Meinung
nicht die Religion anderer Menschen beeinflussen soll.

Wieso nicht? Ist Religion und Glaube über jede Kritik und jedes Nachfragen erhaben?

Nachdem jetzt des öfteren festgestellt wurde, dass die
Beschneidung dem jüdischen Kind weder körperliche noch
seelische Schäden zufügt, könntest Du es doch dabei belassen.

Tja, ich hab mich dummerweise auf eine religiöse Debatte eingelassen, obwohl ich immer versucht habe, die Diskussion in eine andere Richtung zu ziehen. Mir ging es, um das wieder einmal zu betonen, darum, daß hier jemand schrieb, sie habe ihre Kinder aus ihrem eigenen ästhetischen Verständnis heraus beschneiden lassen.

Gruß
Christian

Hi Christian,

also ist es doch eine Kritik am Judentum!

  1. es ist eine Kritik an den Menschen.

was kritisierst Du?
Dass sie sich an Gottes Gebot halten?
Dass sie an ihrem Glauben festhalten?
Oder dass sie überhaupt an einen Gott glauben?

  1. Es ist insofern auch
    eine Kritik am Judentum, als daß es die Beschneidung
    vorschreibt. Was hat aber Kritik am Judentum mit Antijudaismus
    zu tun? Ich hab doch nichts gegen die Religion als solche.

Wenn Du die Beschneidung „abschaffen“ könntest, wäre vermutlich das Judentum erledigt.
Die Beschneidung war das erste „Gebot“ an Abraham.
Es ist das Zeichen des Bundes, eine Bestätigung dafür, dass die Juden Gottes Volk sind. Wie könnten sie darauf verzichten? Es wäre, als würden sie den Bund mit Gott aufkündigen. Das nennt man neumodisch Vertragsbruch.

Du solltest inzwischen begriffen haben, dass Deine Meinung
nicht die Religion anderer Menschen beeinflussen soll.

Wieso nicht? Ist Religion und Glaube über jede Kritik und
jedes Nachfragen erhaben?

Nachfragen ist schon in Ordnung.
Aber es klang so, als wüßtest Du es besser ;-((
Es erinnert mich an die Geschichte mit Eva und der Schlange.
Die Schlange sagte: „Du brauchst Gottes Gebot nicht befolgen. Er will Dir mit seinem Gebot nur schaden.“
Du sagtst: „Die Beschneidung ist nicht mehr zeitgemäß. Gott will euch nur Schmerzen bereiten.“

Entschuldige bitte, dass ich das jetzt ein wenig drastisch formuliert habe, aber ich möchte, dass Du verstehst, welches Problem Du hier anrichtest.

Tja, ich hab mich dummerweise auf eine religiöse Debatte
eingelassen,

Das passiert ganz schnell, wenn man im Brett " Religion und Ethik" unterwegs ist :wink:)

obwohl ich immer versucht habe, die Diskussion in
eine andere Richtung zu ziehen. Mir ging es, um das wieder
einmal zu betonen, darum, daß hier jemand schrieb, sie habe
ihre Kinder aus ihrem eigenen ästhetischen Verständnis heraus
beschneiden lassen.

Dafür hätte ich natürlich auch kein Verständnis. Aber man kann eben nicht alles in einen Topf werfen.

Gruss Harald

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Wenn so auch einige Männer denken,hm, was wäre wenn ich noch
hätte…?
Aber so sind sie gleich damit aufgewachsen, und wissen nicht,
wies ‚ohne‘ ist.

dann zeig mir doch bitte *endlich* einen einzigen beschnittenen, der eins dieser probleme hat. ich kenne einige beschnittene (keine kunst in israel *lol*) und solche überlegungen habe ich wirklich noch nie gehört. keiner ist psychisch geschädigt, trauert seiner vorhaut nach, fühlt sich mißbraucht oder sonstwas. und irgendwelche bettprobleme scheinen sie auch nicht zu haben. also was solls? laß sie doch!

lieben gruß und
lehitraot :smile:

Hallo lehitraot,

jedes Körperteil wird im Judentum beerdigt, so auch die Vorhäute. Schon während der brit mila, werden sie mit erde bedeckt.

Schalom veSchawua tow
Eli