Besuchsregelung

Ich bin seit 6 Jahren geschieden und lebe seit 5 Jahren mit meinem neuen Partner und unserer gemeinsamen Tochter zusammen. Seit knapp 2 Jahren sind wir verheiratet. Aus meiner ersten Ehe stammt mein Sohn(10), der auch bei uns lebt. Wir wohnen ca. 150 km vom leiblichen Vater meines Sohnes entfernt. Die Besuche oder die Wochenenden die mein Sohn bei seinem Vater verbringt sind selten. Dieses Jahr hat er Ihn lediglich 4 mal abgeholt. Er begründet das mit den hohen Kosten und das ich dafür verantwortlich sei, da ich ja unbedingt wegziehen musste.
Jetzt verlangt er von mir, dass ich meinen Sohn 10 km in die nächste Stadt fahre, ihn dort in den Zug setze und er ihn dann vom Bahnhof abholt.Er müsste nicht umsteigen. Ich möchte das aber nicht, da ich es für zu gefährlich betrachte, ein Kind in diesem Alter alleine 2 Stunden mit dem Zug fahren zu lassen. Die Zugfahrkarte einfach soll natürlich auch ich tragen.

Ich möchte noch erwähnen, dass Geldmangel von seiner Seite aus nicht besteht. Er hat wohl Vermögen.

Bin ich jetzt überängstlich, muss ich auf solche Vorschläge eingehen? Ich weiss nicht wie ich mich verhalten soll.
Tue ich es nicht, bin ich wieder die Böse, die dem Kind den Vater verwehrt.

Vielleicht kann mir hier jemand Rat geben.

Hallo Amelie,
die pauschale Altersangabe von 10 Jahren kann nur ein kleiner Anhaltspunkt sein: Es gibt 10jährige, die verantwortungsbewußt alle übertragenen Pflichten erledigen, selbständig mit dem Schlüssel zur Wohnung hantieren und auch - wenn man man später kommt - nicht die Wohnung auf den Kopf stellen.
Und es gibt 10jährige, die sind verträumt bis zum Abwinken und brauchen für alles eine genaue Anweisung und Kontrolle, ab besten schriftlich.
Welcher Typ Dein Sohn ist, kannst nur Du einschätzen.
Ein ehemaliger Kollege von mir hatte das Problem, dass seine Kinder bei seiner geschiedenen Frau in Frankreich lebten, aber regelmäßig nach Berlin zu Besuch kamen. Ich weiß, dass die Tochter damals noch nicht zur Schule ging, der Junge war ca. 3 Jahre älter (würde also altersmäßig passen).
Seine Ex-Frau hat die Kinder immer mit dem Flugzeug von Paris nach Berlin geschickt: Es mußte jedoch speziell bei der Fluggesellschaft angemeldet werden, dass die Kinder alleinreisend sind und am Zielflughafen abgeholt werden. Vorteil war natürlich, dass die Kinder nicht unterwegs aussteigen konnten und die Flugbegleiter ein wachsames Auge auf die beiden hatten.
Vielleicht könnte man ja die Sache mal ausprobieren: Einmal mit Begleitung bis zum Endbahnhof, Handy entsprechend die Weckfunktion zum Aussteigen programmieren. Beim zweiten und dritten Mal unsichtbar mitfahren (so dass der Filius es gar nicht bemerkt, dass er noch unter Deinen Fittichen ist). Wenn alles gut läuft, kann man den Jungen ja auch entsprechend loben, dass er schon so verlässlich ist.

Kostenmäßig kann ich leider keine Hinweise geben, aber ich finde es immer wieder beschämend, wenn ohne echte Notwendigkeit ums Geld gefeilscht wird, wo im Sinne des Kindes besser der gesunde Menschenverstand walten sollte: Das Kind mußte die Trennung von einem geliebten Elternteil verkraften, muß mit den seltenen Besuchsgelegenheiten beim Vater zurechtkommen und die einzige Sorge des Erzeugers ist, dass er nur eine Strecke bezahlen möchte.
Kinder bekommen bei der Bahn ja noch Rabatt, also lässt sich der Preis bestimmt verkraften.

Ich wünsche Euch alles Gute.
MfG BM

Hallo,

meine Tochter ist bereits mit acht Jahren „alleine“ 500 km Bahn gefahren. Es gibt bei der Bahn nämlich Betreuung für Kinder. Einfach mal am Schalter fragen.

Jetzt verlangt er von mir, dass ich meinen Sohn 10 km in die
nächste Stadt fahre, ihn dort in den Zug setze und er ihn dann
vom Bahnhof abholt.

Ist das zuviel verlangt?

Die Zugfahrkarte einfach soll natürlich auch ich tragen.

Ich finde das auch völlig gerecht, eine Fahrkarte du, eine er. Ist doch alles ausgeglichen?!

Beste Grüße

Diana

Hallo,

Die Zugfahrkarte einfach soll natürlich auch ich tragen.

Ich finde das auch völlig gerecht, eine Fahrkarte du, eine er.
Ist doch alles ausgeglichen?!

Ist aber leider in fast allen Fällen nicht so geregelt: Der Umgangsberechtigte hat für alle Kosten des Umgangs aufzukommen… :frowning:(

Grüße
Didi

Würde mein Sohn mit dem Flieger unterwegs sein, hätte ich weniger Bedenken, kein Ein und Aussteigen, keine Haltestellen, wechselnde Fahrgäste etc.

Dazu kommt noch, dass er eigentlich nur Blödsinn im Kopf hat, so richtig vernünftig kann man ihn wirklich nicht beschreiben.

Vielleicht will ich auch nur hören oder lesen, dass ich auf der richtigen Seite bin mit meinen Argumenten. Ist es denn zuviel verlangt sein Kind regelmässig abzuholen? Ist die Autofahrt wirklich unzumutbar? Muss ich derartig Bequemlichkeit unterstützen? Warum bekomme ich immer den Schwarzen Peter zugeschoben. Mein Mann holt seine Tochter(auch 10) alle 14 Tage und sie wohnt einfach 250 km entfernt.

Hallöchen,

fast der gleiche Umstand herrscht bei mir auch. Wir treffen uns immer in der ungefähren Mitte. Wir haben uns auf der Autobahn einen günstigen Parkplatz ausgesucht und somit sind die Kosten für alle Beteiligten gleich hoch.

Mit dem Zug hätte ich meinen heute 14-jährigen damals mit 10 nicht alleine fahren lassen. Im Sommer sind die Kinder (meine Tochter ist 11) das erste Mal ohne Umsteigen mit dem Zug gefahren und fanden es sehr spannend. Und ich war die Letzte, die es dann doch erlaubt hat. Alle „Ex-Familienmitglieder“ rieten mir dazu, aber als Mutter … naja! Man ist da immer sehr empfindlich.

Also ich würde es fifty/fifty machen mit dem Fahren.

LG Herzblume

Hallo,

siehs doch mal von der anderen Seite: willst du, dass dein Sohn mit einem positiven Bild von sich selbst und seinen Eltern (auch seinem leiblichen Vater) aufwächst?

Selbst wenn du Recht hast, mit deinem Gefühl, dass du 75% gibst und der Vater nur 25% - kann man da nicht Größe beweisen, indem man es dem Kind zuliebe eben macht?

Gruß
Elke

hallo,

ich habe neulich einen bericht über betreutes bahnfahren für kinder gesehen. die kinder werden am abfahrtsbahnhof in empfang genommen und am zielbahnhof übergeben. sie müssen die person nicht alleine am bahnhof suchen. der betreuer ist die ganze zeit im abteil dabei und spielt mit den kindern.
vielleicht würde das dir deine sorgen nehmen??

beste grüße
anita

Hallo Amelieluna,

anstatt Argumente dagegen zu sammeln, wäre vielleicht nicht schlecht, wenn du versuchst dich mit dem Vater des Kindes zu einigen. Das Kind sollte so oft wie möglich auch den Vater sehen.

Manche Väter reisen auch 250km und weiter um Kinder zu sehen, manche, wie dein Ex z.B. suchen eine andere Lösung.

Sicher ist es auch eine Geld- und Umweltfrage, ob er mit Auto 4 Mal die gleiche Strecke fährt, oder ob dein Sohn nur 2 Mal mit dem Zug fährt.

Abgesehen davon, wenn du deinem Ex entgegen kommst, kommt das deinem Sohn zugute, daran solltest du denken und in dem Sinne auch handeln.

Soweit mir das bekannt ist - man sollte mich berichtigen, wenn ich falsch liege, sollten ausschließlich Väter (oder Mütter), die den Umgangsrecht in Anspruch nehmen, auch die Kosten tragen, die damit verbunden sind.

Allerdings finde ich es auch fair (menschlich gesehen - nicht gesetzlich), insofern dir das möglich ist, dass du dich auch an den Kosten beteiligst.

Hier hat schon jemand Kinder-Zugbegleitung erwähnt, der Service kostet etwas über 20 Euro.
Vielleicht wäre das doch was, was deine (berechtigte) Ängste, die mit einer Zugfahrt verbunden sind, beruhigt.

Hier kannst du dich schlau machen:

http://www.bahn.de/p/view/mobilitaet/vor_der_reise/k…

Viele Grüße
Maja

drei Dinge…
a) finde ich es eine faule ausrede deines exes! wahrscheinlich weiß er genau, dass
du nicht darauf eingehen willst…

b) finde ich,dass 10jährige in der lage sind, alleine zug zu fahren…
(machen alle im internat hier)

c) bei den kosten kannst du dein interesse zeigen, wenn du zahlst, willst du ,dass
es statt findet, und wenn nicht (was dein recht wäre!), dann biste halt ein
bisserl auf konfrontation aus…

Hallo

b) finde ich,dass 10jährige in der lage sind, alleine zug zu fahren… (machen alle im internat hier)

Es ist meiner Meinung nach recht einfach, den richtigen Bahnhof beim Aussteigen zu verpassen. Ich würde einem 10-jährigen eine Bahnfahrt, die nicht bis Endstation geht, höchstens dann zutrauen, wenn er routinierten Umgang mit Bus und Bahn hat.

Außerdem würde ich es auch davon abhängig machen, ob er sich das traut, oder ob er Angst davor hätte.
Oder eben diese Reisebetreuung, das wäre auch eine Möglichkeit.

Man kann aber doch nicht von einem Kind erwarten, dass es 2 Stunden aus dem Fenster guckt und darauf achtet, ob jetzt der richtige Bahnhof da ist. Oder dauernd auf die Uhr achtet, ob er jetzt da sein müsste.

Und der Gedanke, dass da so ein Knirps den Ausstieg verpasst und dann irgendwo in der Weltgeschichte herumgefahren wird, er aber keine Ahnung hat, wo er eigentlich ist, den finde ich wirklich nicht so berauschend.

c) bei den kosten kannst du dein interesse zeigen, wenn du zahlst, willst du ,dass es statt findet, und wenn nicht (was dein recht wäre!),
dann biste halt ein bisserl auf konfrontation aus…

Wieso auf Konfrontation aus? Vielleicht ist sie auch auf Geldsparen aus? Ich kenn ja nicht die wirtschaftlichen Verhältnisse, aber das könnte durchaus eine Rolle spielen.

Und sehr viele Väter sehen zwar, wie viel Unterhalt sie zahlen, aber nicht, wie viel Verdienstausfall die Mutter hat (das sehen die Mütter selber aber auch oft nicht). Und dann denken sie, da sie ja dauernd an die Mutter Geld geben, kann sie auch mal was dafür bezahlen.

Na ja, in diesem Falle geht es allerdings wahrscheinlich eher darum, dass die Mutter so weit weggezogen ist, was mir als Vater zwar auch gar nicht gefallen würde. Ich kenne jedoch nicht die Gründe, warum sie umgezogen ist, und alles drum und dran, deswegen kann ich dazu nichts sagen.

Was mich noch interessieren würde ist, ob das Kind denn den Vater gerne mit dem Zug besuchen möchte, und ob das Kind denn so weit vom Vater wegziehen wollte, oder es dem Kind eher egal war.

Viele Grüße
Simsy

Hallo Amelieluna,

abgesehen von den wirklich guten Ansätzen, die z.B. Eklastic genannt hat und denen ich vorbehaltlos zustimme, will ich nur kurz auf die rechtliche Situation eingehen: in vielen Fällen wird tatsächlich so argumentiert (und nicht selten auch von Gerichten so entschieden!), dass sich der betreuende Elternteil an den Umgangskosten zu beteiligen hat, wenn er die Entfernung zum Umgangs-Elter geschaffen hat.

Von der rechtlichen Seite abgesehen: 150 km einfacher Weg bedeutet ca. 3 Std. Fahrtzeit sowohl zum Abholen als auch zum Wiederbringen. Zeit, die der Vater bereits sinnvoll mit seinem Sohn verbringen könnte, wenn dieser mit dem Zug zu ihm käme. Abgesehen davon, dass nach einer langen Autofahrt sowohl Vater als auch Kind wahrscheinlich ziemlich geschlaucht sind.

Unsere Söhne fahren auch etwa seit sie 10 sind alleine mit dem Zug zu ihrem Vater (und sie müssen immer umsteigen). Geflogen sind sie das erste Mal alleine mit 8 bzw. 9 Jahren.

Vielleicht kann ja bei der ersten Bahnfahrt einer von euch beiden dabei sein, damit euer Sohn mit den Gepflogenheiten vertraut wird?

Gruß vom
Sams

N’Abend,

was ich nicht verstehe: Warum könnt Ihr Euch nicht einigen, dass Du ihn mal bringst und der Vater ihn mal abholt. Im Wechsel… Ist das so dramatisch? Warum gibt es immer wieder so einen Aufstand und warum muss der Vater das Kind immer abholen?

Wenn DU Dich darauf nicht einlassen willst/kannst, dann würden mich sehr die Gründe interessieren. Wenn ER sich nicht darauf einlassen würde auf diesen Kompromiss, dann WILL er wohl nur wenig bis gar keinen Kontakt zu seinem Kind und es ist ihm nur Recht, dass Du ihm keinen Kompromissvorschlag machst.

So habe ich es jedenfalls gehalten. Alles andere ist doch irgendwie ungerecht.

Gruß
Demenzia

Hallo

Selbst wenn du Recht hast, mit deinem Gefühl, dass du 75% gibst und der Vater nur 25% - kann man da nicht Größe beweisen, indem man es dem Kind zuliebe eben macht?

Wenn sie Recht hätte (was ich kein bisschen beurteilen kann), würde ich es nicht als Größe betrachten, wenn sie sich auf ungerechtfertigte Forderungen des Vaters einlassen würde. Ich fände es falsch, schon deswegen, weil es sich dann wohl so einspielen und dem Kind ein entsprechendes Bild vermitteln würde.

Was ich übrigens die ganze Zeit überlesen habe, das ist ein sehr wichtiger Punkt:

Mein Mann holt seine Tochter(auch 10) alle 14 Tage und sie wohnt einfach 250 km entfernt

Diese Tochter scheint ja aus noch einer weiteren Verbindung zu stammen.

Ich finde es nicht so einfach zu beantworten, was da richtig ist. Ich würde auch nochmal fragen, was denn der Junge will, und wie es zum Wegzug gekommen ist.

Viele Grüße
Simsy

Hallo,

Was ich übrigens die ganze Zeit überlesen habe, das ist ein
sehr wichtiger Punkt:

Mein Mann holt seine Tochter(auch 10) alle 14 Tage und sie wohnt einfach 250 km entfernt

Diese Tochter scheint ja aus noch einer weiteren Verbindung zu
stammen.

das ist wohl eine Tochter des jetzigen Mannes - mithin des Stiefvaters des Jungen - aus einer vorangegangenen Verbindung.

Wenn man dies berücksichtigt, wird es vielleicht verständlich, dass es der Ausgangsposterin wichtig ist, dass auch der Junge von seinem Vater abgeholt wird - im direkten Vergleich können da leicht ungute Gefühle dem Vater gegenüber entstehen.

Beste Grüße

=^…^=

Hallo

das ist wohl eine Tochter des jetzigen Mannes -

Ach Mensch, das steht ja da.
Kann heute leider nicht lesen, wegen starker Verblödung.

  • im direkten Vergleich können da leicht ungute Gefühle dem Vater gegenüber entstehen.

Ja, das stimmt allerdings, und auch sich selbst gegenüber, weil er sich als ziemlich unwichtig für seinen Vater erlebt, im Gegensatz zu dieser Tochter, die für ihren Vater sehr wichtig ist.

Grüße zurück

Wie frau es so gerne hätte…
Hallo,

c) bei den kosten kannst du dein interesse zeigen, wenn du zahlst, willst du ,dass es statt findet, und wenn nicht (was dein recht wäre!),
dann biste halt ein bisserl auf konfrontation aus…

Wieso auf Konfrontation aus? Vielleicht ist sie auch auf
Geldsparen aus? Ich kenn ja nicht die wirtschaftlichen
Verhältnisse, aber das könnte durchaus eine Rolle spielen.

Und sehr viele Väter sehen zwar, wie viel Unterhalt sie
zahlen, aber nicht, wie viel Verdienstausfall die Mutter hat
(das sehen die Mütter selber aber auch oft nicht). Und dann
denken sie, da sie ja dauernd an die Mutter Geld geben, kann
sie auch mal was dafür bezahlen.

häufig ist es ja so, daß die Mütter den Vätern ihrer Kinder absichtlich alle
verfügbaren Steine in den Weg legen und ihnen (und den Kindern!) das Recht auf
Umgang entziehen und so. Sehr viele Mütter streichen ja auch den Unterhalt für
sich selbst ein, obwohl von ihrem neuen Partner ganz gut versorgt werden, oder
problemlos wieder arbeiten könnten. Das könnte ja durchaus eine Rolle spielen.
Man hört auch sehr häufig, daß Mütter halt extra wegziehen, damit die Kinder
sich nicht so sehr an den Vater binden.

Gruß,

Malte

PS: Merkst Du nicht, daß Du immer und immer wieder darauf „hereinfällst“,
irgendwelche Vermutungen und Vorurteile ins Feld zu führen, von denen Du
meinst, das könnte vielleicht so sein, obwohl Du keinerlei Grundlage dafür
hast? Ich finde das ziemlich schwach. Freundlich formuliert, jetzt.

PPS: Ja, meine Antwort ist absichtlich so formuliert. Nein, ich meine sie nicht
ernst. Ich möchte damit etwas zeigen.

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Hallo,

Er begründet das mit den hohen Kosten und das ich
dafür verantwortlich sei, da ich ja unbedingt wegziehen
musste.

Die Zugfahrkarte einfach soll natürlich auch ich tragen.

Ich möchte noch erwähnen, dass Geldmangel von seiner Seite aus
nicht besteht. Er hat wohl Vermögen.

„Er hat wohl Vermögen“ hört sich nicht grad sehr sicher an. Aber
das ist auch egal, denn:

Ich nehme an, daß Du von Deinem Ex erwartest, daß er sich (u.a.) an
den Kosten für das Leben eures gemeinsamen Sohnes beteiligt, bspw.
in Form von Unterhaltszahlungen.

Da finde ich es nur recht und billig, wenn Du im Gegenzug die
erschwerten Bedingungen für den Umgang, die Du ja offenbar verursacht
hast (durch Umzug), ein wenig kompensierst.

Das bedeutet weder, daß Du alles zahlen musst, noch daß Du sonst
irgendwie „schuldig“ ist, es bedeutet lediglich, was da steht:

Du hast es schwieriger gemacht, also mach es wieder etwas leichter.

Ein Teilen der Reisekosten (Du die Hinfahrt, Papa die Rückfahrt) wäre
vielleicht ein gutes Angebot für den Anfang.

Davon ab halte ich einen „normalen“ Zehnjährigen nicht für zu jung, von
A nach B mit dem Zug (ohne Umsteigen) zu fahren. Auch über Angebote wie
Begleitetes Fahren hinaus wird das Zugpersonal da sicher ein Äugchen
drauf haben, und dem Jungen kann man bspw. eine kleine elektronische
Eieruhr o.ä. als Hilfe mitgeben, die so eingestellt wird, daß er weiß
„gleich muss ich aussteigen“.

Insgesamt hätte das übrigens zweierlei zur Folge:

  1. Du machst Dich ein Stück weit immuner gegen evtl. Vorwürfe, Du würdest
    den Kontakt zum Vater nicht unterstützen, und Papa hätte - sofern das
    jetzt so ist - eine Ausrede weniger.

  2. Es trägt sicherlich zur Selbständigkeit Deines Sohnes bei, wenn Du ihn
    „allein“ fahren lässt. Wichtig ist dabei jedoch, daß Papa ihn zu 100%
    auch abholt. Einsam am Zielbahnhof stehen und keiner ist da, wäre sonst
    wohl wirklich der Horror :wink: Aber auch da lässt sich evtl. mit Hilfe der
    dortigen Bahnhofsmission vorbeugen.

Gruß,

Malte

Hallo Amelie,

ich bin in dem Alter alle 14 Tage mit dem Zug zu meiner Mutter gefahren und musste noch im Anschluss durch die ganze Stadt mit der Straßenbahn. Das ist in dem Alter tatsächlich zu bewältigen, wenn die Eltern die Strecke einmal gemeinsam fahren. Die Kosten halten sich bie der vielen Fahrerei dank Bahncard auch in Grenzen.

Es stellt sich hier eine ganz andere Frage - wie lange hat Dein Kind Lust die Fahrerei mitzumachen? Ich fand es irgendwann nicht mehr so witzig, da es mein Wochenende war, welches ich im Zug verbracht habe - überhaupt dieser ganze Besuchsquatsch war nervend, weil ab einem Alter von 12 die Partys am WE allemale interessanter waren als bei Mama zu sitzen. Und dann nur an einem Tag hin und her fahren - macht auch keine Sinn.

Vielleicht solltet ihr eine Regelung finden in der mal Dein Kind fährt und mal sein Vater und vor allen Dingen auch mal Besuche, welche länger als nur ein WE dauern. Ich fand ein WE immer viel zu kurz, um sich auf den anderen Elternteil einzustellen.

Ansonsten *ironie an* gratulation, dass Du wie so viele andere Eltern auch, mit dem Umzug dafür gesorgt hast, dass Du Deine Probleme gelöst, die Deines Kindes aber um das X-fache vergrößert hast. Mal schauen, wie lange Dein Kind noch seinen Vater sieht und wie lange es noch in der Lage sein wird eine Beziehung zu diesem zu pflegen. Vermutlich hat er wie so oft in wenigen Jahren keinen Vater mehr. Un in der Zwischenzeit wird es immer zwischen seinen Freunden und seinem Vater hin und her gerissen sein.

Alexandra

Was ich mich gerade Frage
Ich glaube tips hast du zu genüge bekommen was das Bahnfahren betrifft. Ich möchte dich unter Umständen (nicht falsch verstehen ich weiss ja noch nicht ob da überhaupt was drann sein könnte)aber auf etwas anderes in dir aufmerksam machen.

Nur mal ne Frage: Ist das deine Tochter mit deinem neuen Mann in der ViKa?

wenn ja noch ne frage wenn nein musst de nicht weiterlesen schaden täte es aber nicht:
Könnte es sein das du deinem Sohn gegenüer durch die Verbindung die er zu deinem Ex darstellt eher negativer als deiner Tochter eingestellt bist?

Es sind verschiedene Dinge die mich darauf gebracht haben das da was sein könnte.

  1. Die aussage das er eher blödsinn macht.
  2. Du ihm eher weniger zutraust
  3. Du ev. ein Foto deiner tochter als avatar hast… und wo bleibt der Sohn
  4. Ich irgendwie das Gefühl bekommen habe das er als Belastung von dir Empfunden wird.
  5. Ich das irgendwo verstehen könnte denn es währe rein menschliches handeln: Tochter = Jünger(daher auch mehr bedarf an zuneigung usw.), Knuddliger, vom GUTEN Mann
    Sohn= Älter, schon ein bischien abgestanden, vom BÖSEN und Nervaufreibenden Mann und wegen IHM brauchst du noch Konntakt mit dem ex zu haben. Er is schuld das die Sache nicht abgehakt ist.

Ich hab das einwenig überspitzt Formuliert, das weiss ich. Ich bitte dich dennoch in nächster Zeit auf dein Handeln zu achten, und dich selber zu überprüffen ob ich vielleicht doch ein fünkchien warheit geschrieben habe mit meiner Vermutung.

Alles gute in der Zukunft mit Kinder, Mann und Ex wünscht dir
Sev