Beweggründe um Kinder zu bekommen

Hallo

Also zu meiner Frage: Warum viele KEINE Kinder wollen, weiß
ich, bitte keine Statements dazu, das würde nicht helfen.
Helfen würde mir - und darum bitte ich Euch - mir zu
schreiben, war Eure innersten Beweggründe sind, Kinder zu
haben/haben zu wollen.

Der „biologistische“ Gesichtspunkt:

Jegliche Investition an Zeit, Mühe oder Zuwendung, die
nicht auf die eigenen Kinder gerichtet ist, ist am Ende
verloren.

Um andere Motivationen für wahr zu halten,
bedarf es einer gehörigen Portion
guten Glaubens :smile:

Grüße

Hallo CMБ,
das klingt mir leider zu technisch und absolutistisch, da kann ich nichts mit anfangen. Danke trotzdem für Deine Mühe.

Hallo MeToo,
Auch wenn Du Dir die hundert Seiten erspart hast *lächel* - ich danke Dir für Dein herzerwärmendes Posting. Babyküsschen bekomme ich von meinem Neffen mit Wonne, danach ist neu schminken angesagt.
Ich glaube, das Wesentliche ist: ich mag Kinder, Du liebst sie, das schreibst Du und das merkt man aus Deinen Zeilen.
Der Tipp mit den Kindergruppen (Dein letzter Absatz) ist super, bis jetzt bekomme ich sie (bedingt durch mein Umfeld: meist Einzelkinder) nur „gefiltert“ und mein Erleben ist somit sehr von ihrer Persönlichkeit oder der ihrer Eltern geprägt. Danke noch mal und alles Liebe.

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Hallo Carina,
danke für Dein Posting, ich liebe Reinhard Mey (und seine Lieder über seine Kinder), aber das Apfelbäumchen kenn ich nicht.
Ich kenne aus seinen Liedern und Interviews seine bedingungslose Liebe zu seinen Kinder, habe aber auch noch nie etwas über seine tieferen Beweggründe dahinter mitbekommen, die ihn zu Kindern veranlasst haben. Vielleicht finde ich’s ja im „Apfelbäumchen“. Danke und liebe Grüße.

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Hallo Rahja,
Die Frage ist: WARUM wolltest Du plötzlich ein Kind??? Genau dieser Punkt bereitet mir Kopfzerbrechen. Dass man als Kinderlose/r (auch wenn man die Monsterchen süss findet) sich oft denkt - so nicht, nicht mit mir - und dass man als Mensch mit Kind dann überglücklich ist, ist für mich nicht die Frage. Dennoch: Danke für Deine Mühe.

Hallo Vince,
Vielen vielen Dank für Deine Schilderung, ich kann gar nichts dazu sagen, jedes Wort ist überflüssig. Nur soviel: es hat mir unglaublich viel geholfen. Danke und alles Glück Dir und Deiner Familie!

Hi Birgit!

Eure innersten Beweggründe sind, Kinder zu
haben/haben zu wollen.

Also meine Beweggründe Mutter zu werden ist/war meinem Leben einen Sinn zu geben und zu wissen wofür es sich überhaupt lohnt hier auf diese Erde zu verweilen. Es mag evtl komisch/seltsam bis hin zu egoistisch anhören, aber es ist so.

Ansonsten, die Erfahrung ein Kind das Leben zu schenken; ihn aufwachsen zu sehen; Hoffnung überhaupt für die Zukunft in seinen Augen zu lesen ist das ALLERBESTE was mich je widerfahren ist. Und ich möchte es, selbstverständlich, gar nicht missen.

Das sind meine Bewegsgründe.

Schöne Grüße aus Nürnberg!
Helena

Hallo lujuma,
Danke für Dein Posting.
keine Frage wie wunderbar das ist. WARUM hast Du Dich jedoch zu Deinen Kindern entschlossen? Was war der Beweggrund zu sagen: jetzt will und bekomme ich ein Kind?

Hallo Ulla,
Vielen vielen Dank für Dein Posting - Deine Beschreibung und Dein Verständnis hilft mir wirklich sehr (!) in diesem Prozess. Dass Kinder (im Idealfall) geliebt werden und das Leben verändern steht außer Zweifel, aber von Dir fühle ich mich sehr verstanden und das bestärkt mich, hier weiter zu forschen und in mich zu schauen.
Danke Dir und alles Glück für Dich und Deine Familie.

Hallo Ilka,
Gratulation aus tiefstem Herzen, ich freu mich so für Dich.
Danke für die Mühe, die Du Dir mit Deinem Posting gemacht hast … leider hilft es mir bei meiner Fragestellung gar nicht: Die glückliche Mutti oder Vati … aber was stand davor? Wie kamst Du zu dieser Entscheidung? Was hat Dich beeinflusst? Glück für Dich und Deinen Nachwuchs.

Hallo Conny,
Danke für Dein Posting, Deine Worte sind sehr berührend.

Ich denke manchmal, dass sie dasjenige in meinem Leben ist,
was ICH geschafft habe.

Ich habe zwar in meinem Leben schon einiges geschafft, worüber ich stolz sein kann und bin - aber dieser von Dir beschriebene Gedanke hat sich auch schon so ab und an in meinen Überlegungen gestohlen. Und es tut gut, dass es anderen Frauen auch so geht, das hilft mir sehr.
Viel Glück für Dich und Deine Familie.

Hallo Skyver,

Auch wenn es mich nichts angeht, so bin ich einfach mal
erstaunt, dass man von seinem eigenen Mißbrauch nichts wissen
kann (bzw. so stark verdrängt hat). Das ist aber ein anderes
Thema, welches mich durchaus interessiert.

Leider scheinst Du nicht sehr viel über das Thema zu wissen, ein Hinweis von mir als Betroffene: solche Aussagen, wie Deine können extrem triggern, nämlich indem sie die sowieso ständig latenten Selbstvorwürfe wieder auslösen. Sei bitte bei Überlebenden damit vorsichtig.
Nun zum Inhalt: Ich kann mir schon vorstellen, was an Szenen Du vor Dir siehst, aber nicht jeder Mißbrauch ist gleich. Und wenn er sehr früh passiert und nicht ständig präsent ist und/oder wiederholt wird, verschwindet die Erinnerung ins Unbewusste, denn nur so kann die Psyche überleben.

Tja meine innersten Beweggründe waren schon immer, dass es
einfach zum Leben dazu gehört Kinder zu haben (machen) und
wenn man etwas absichtlich nicht macht, was zum Leben dazu
gehört, dann wirkt sich das negativ auf einen selbst aus.

Frage: Wieso? wer sagt das? und warum ist es so bindend für Dich, dass es sich sogar negativ auswirkt? Ich kenne leider viele Paare, für die Kinder „dazu“ gehören - und die im tiefen Inneren eigentlich keine wollten.

Als weiteren Beweggrund ist der davon abgeleitete Glaube, dass
ich in meinen Kindern weiterlebe, also ich allein das Gefühl
habe durch mein Kind mein eigenes Ich über meinen eigenen Tod
hinaus zu „retten“.

Der alte Gedanke des ewigen Lebens. Mein Mann empfindet auch so.

Jetzt habe ich eine Tochter und ich fühle eine tiefe
Verbundenheit. Ich muss aber sagen, dass mir meine Frau immer
noch wichtiger ist als meine Tochter, bzw. ich eine stärkere
Verbundenheit zu meiner Frau fühle. Seit meine Frau unser
Kind geboren hat ist die Verbundenheit noch gewachsen.

Das freut mich und das wünsche ich mir für mich/uns auch.

Seit ich meine erste Tochter habe verspüre ich den Wunsch nach
noch mehr Kinder. Meine Schwester hat vier Kinder und das
gilt es einzuholen! :smile:

Viel Spaß bei der Produktion :smile:)

Und danke fürs Posting und Deine GEdanken.

Hallo Jana,
Danke für Dein Posting! Die Situation kenne ich von meiner Schwester, die Geschichte ist ziemlich ident :smile:
Ein Vorteil dabei ist: man wird von der Situation überrascht, ich versuche die Beweggründe durchzukauen, die mich in eine solche Situation führen könnten :wink:
Alles Liebe Dir und Deiner Familie.

Hallo,

heute nacht im Bett fiel mir ein daß ich mich da missverständlich ausgedrückt habe.

Ich wurde eher zufällig schwanger und nicht geplant. Geplant hätte ich wohl bis heute kein Kind. *lacht* Aber als ich erfuhr daß ich schwanger bin, *wollte* ich das Kind.

Als ich beim Arzt erfuhr, daß ich schwanger bin, mischte sich mit dem Schock ein anderes Gefühl. Ein Baby. Ich. Ich - eine Mama.
In mir drin ein kleiner, winziger Punkt dessen Herz schlägt.
Natürlich dachte ich kurz an Abbruch - aber eigentlich war mir klar daß ich das Baby haben möchte.
Ich kann es nicht erklären. Das war so ein Gefühl, ganz tief in mir drin. Ich habe mich die ganze Schwangerschaft tierisch gefreut. Der Vater ergriff die Flucht weil ihm das zu viel Verantwortung war, aber ich war trotzdem froh und glücklich über meinen Entschluss das Kind zu bekommen.

Lieber Gruß
R.

Hallo Raymond,

Danke für Dein Posting.

für uns (!) war es eine Selbstverständlichkeit und
unausweichlich.
Kinder zu bekommen und verantwortungsvoll aufzuziehen ist DER
Sinn des Lebens.
So einfach ist das.

So einfach ist es bei mir nicht, und Du kannst scheinbar nicht nachvollziehen, dass es nicht bei jedem/er eine „g’mahte Wiesn“ ist. Egal.

Mein Posting ist nicht widersprüchlich, aber für Leute, die diese Erfahrung nicht teilen scheinbar schwer nachzuvollziehen.

Obwohl Dein Posting im Detail etwas wiedersprüchlich erscheint
(sterilisiert und nun doch die Wahl) - wenn Du tatsächlich die
Wahl hast…
Dann irritiert mich Deine Frage noch mehr als die
Wiedersprüche.

Die Wahl habe ich jetzt: Kind oder nicht - das hat fast jeder Mensch, ich hatte es nicht, da der Mißbrauch eine unüberwindbare Blockade darstellte.
Und weiter: noch nie von IVF = invitro fertilisation gehört? Ich habe die Wahl!

PS: Deine traumatische Kindheitserfahrung betreffend - es tut

mir unendlich leid, dass Dir soetwas wiederfuhr.

Danke, Mitgefühl tut immer gut, für viele Menschen ist das so abartig, dass sie sich auch mit Postings wie diesen lieber nicht auseinander setzen.
Glück Dir und Deiner Familie.

Hallo Iris,
Danke für Dein Posting, das kann ich nachempfinden.
Aber WIE kam für Dich die Entscheidung dazu? Das würde mir helfen.
Glück Dir und Deiner Kleinen.

Hallo Helena!
Danke für Deine Worte, die mich sehr berührt haben, weil Du so klar und unverblümt Dich des „Egoismus“ bezichtigst und dazu stehst *lächel*

Also meine Beweggründe Mutter zu werden ist/war meinem Leben
einen Sinn zu geben und zu wissen wofür es sich überhaupt
lohnt hier auf diese Erde zu verweilen. Es mag evtl
komisch/seltsam bis hin zu egoistisch anhören, aber es ist so.

Die „Sinnfrage“ ist auch eine der Aspekte, die bis dato bei meinen Überlegungen hochkam, eben so die von Dir geschilderte

Erfahrung ein Kind das Leben zu schenken; ihn aufwachsen zu sehen;

@Egoismus: von meiner alten Großtante wurde mir schon als Kind Egoismus vorgeworfen, als ich verkündete, Kinderlos bleiben zu wollen und ich empfand es damals schon genau umgekehrt. Nun stehe ich wieder vor dem Thema und bin froh, dass es Frauen gibt, die ähnliche Gedanken hegen.
Danke und viel Glück für Dich und Deine Familie.

Hallo Birgit,

wenn ich mal ganz tief in meine dunkle Seele blicke… :wink:
Es ist Göttlichkeit.
Die Macht des Menschen mit eine paar winzigen Eizellen, mit einigen Samenzellen, neues Leben zu erschaffen, die Macht, vielleicht genau das Leben zu erschaffen, das einmal die Welt verändern wird, oder auch nicht. Das ist der winzige Bereich des Menschen in dem er Gott spielt.

Und wenn ich meine kleine Tochter so aufwachsen sehe, wie viele verschiedene Facetten, Eigenschaften ich in diesem Wesen von meiner ExFrau und von mir erblicke…allein schon dadurch ist mein Töchterchen ein Mensch der mir sehr, sehr nahe steht, der mich spiegelt, in dem ich irgendwie lebe, weiterlebe, selbst wenn ich irgendwann tot bin.

Gruss D.K.

Hallo D.K.,

Danke für Dein Posting und Deinen tiefen Blick in Deine dunkle Seele :wink:
Ich bin Psychologin und dies ist ein sehr starkes unbewusstes und archetypisches Motiv, das aber die wenigsten von uns erkennen können.
Ich hab’s zwar gelernt (Mann ist das schon lange her), aber - wie die meisten - auch wieder im Unbewussten abgelegt, danke fürs Wieder-heraufholen *lächel*
Alles Glück Dir und Deinem Töchterchen.

Hallo lujuma,
Danke für Dein Posting.
keine Frage wie wunderbar das ist. WARUM hast Du Dich jedoch
zu Deinen Kindern entschlossen? Was war der Beweggrund zu
sagen: jetzt will und bekomme ich ein Kind?

Hallo Birgit,

ich bin mit 20 nicht geplant schwanger geworden. Kinder wollte ich ja schon, aber zu dem Zeitpunkt?
Plötzlich war ich unsicher,bin ich nicht zu jung, wie bewältige ich das, kann ich dem Baby eine gute Mama sein?
Schaffen wie es finanziell?
Ich habe schon darüber nachgedacht, das Baby nicht zu bekommen.
Aber als ich dieses winzige Herz in meinem Bauch schlagen sah, war die Entscheidung klar.
Ich hätte es mit meinem Gewissen nicht vereinbaren können, abzutreiben. Ich weiß, dass ich mir mein Leben lang Vorwürfe gemacht hätte und daran zerbrochen wäre.
Aber mit wachsendem Bauch wuchs auch die Sicherheit, die richtige Entscheidung getroffen zu haben.
Jede Schwangerschaft und jede Geburt hat in mir was bewegt, das man nur schwer in Worte fassen kann.
Es hat auf jeden Fall mein Selbstbewußtsein gestärkt, eine Geburt ist ja nicht einfach, und zu sehen, was ich leisten kann, was ich ertragen kann, hat mir im Nachhinein schon geholfen, manche Situationen besser zu meistern.
Ich bin mit den Kindern gewachsen,stärker geworden und es tut gut, zu wissen, dass ich wichtig bin, dass ich gebraucht werde.

Ich weiß nicht, ob ich dir wirklich helfen konnte, ich bin wohl keine große Schreiberin und finde nicht immer die richtigen Worte.

Trotzdem wünsche ich dir alles Glück und viel Kraft bei allem, was noch vor dir liegt.

Liebe Grüße

lujuma

lujuma

Hallo,
also ich hatte früher richtig Angst davor ein ungeplantes Kind zu bekommen, wuchs ich doch in einer "kinderreichen Familie"auf ohne Vater. So habe ich Kinder mit viel Stress und wenig angenehmem verbunden - doch das war meine kindliche Sichtweise. Ich war damals mit der Situation überfordert und später in den Gedanken auch - dass ich keine Veratwortung übernehmen wollte/könnte.

Nun habe ich seit einigen Jahren das Selbstvertrauen dass ich es schaffen würde und eine gute Mutter wäre. Allerdings hat es noch nicht geklappt. Und nun fände ich es schade wenn ich keines bekommen könnte. Ich bin jetzt so froh über meine Geschwister und kann verstehen was früher los war. Ich liebe sie alle und weiss,dass es nach grossen Anstrengungen eine schöne Zeit gibt.

Vielleicht fragst Du Dich einfach mal warum Du keine Kinder wollen würdest!?
Da ist die Verantwortung die Sorge das Da-sein das Opfer bringen … und die Liebe die Du dafür erhältst von Deinem Kind, das grenzenlose Vertrauen die Akzeptanz als Mutter …die kleinen Wunder und Freuden des Alltags. Wofür lebst Du sonst noch…Wellness/Arbeit/Partner… und wo möchtest/kannst Du teilen mit Jemandem der es Dir dankt?

Habe oft und gerne Kleinkinder um mich jetzt - nachdem ich die Welt erforscht habe und fühle, wenn mein Patenkind mir mitten ins Herz lacht - für mich ist es ein gelebtes Gefühl der Liebe die ich gebe und wo ich sie auch wieder zurückbekomme. Das hätte ich gerne alltäglich. Meine Schwester hat sich dagegen entschieden und sucht und sucht in der weiten Welt und kommt doch nirgends richtig an.

Liebe Grüsse Patricia