Beweggründe um Kinder zu bekommen

Hi,

ganz einfach: weil meine Frau schwanger war.

Schönen Gruß

Sancho

Hallo

Jegliche Investition an Zeit, Mühe oder Zuwendung, die
nicht auf die eigenen Kinder gerichtet ist, ist am Ende
verloren.

das klingt mir leider zu technisch und absolutistisch, da kann
ich nichts mit anfangen. Danke trotzdem für Deine Mühe.

Oben habe ich gelesen, Du bist Psychologin. Das ermöglicht es
mir, offener zu reden. Dir sollte es bekannt sein, dass es
so etwas wie genetische „Mutterliebe“ oder „Mutterinstinkt“
beim Menschen nicht gibt. „Mütterliche“ Verhaltensweisen
werden in der Kindheit erlernt, daher auch die Blüte
der Puppen- und Zubehörindustrie in den Industrieländern.
In anderen Ländern sind „Geschwister“ das Spielzeugsurrogat :wink:

Werden diese Verhaltensweisen nicht bis zum kritischen
Alter erlernt, sieht es möglicherweise schlecht aus.

Hypothese.

Grüße

CMБ

Hi birgit!

Die Entscheidung: Ich wollte schon immer Kind(er) haben. Das Bedürfnis hatte ich von klein auf. So mit etwa 23, als ich mit meiner Ausbildung fast fertig war, war ich sicher, dass ich mein erstes Kind vor dem 30. Geburtstag haben will. So also der Zeitrahmen. Dann gibt es bei jedem einzelnen einen richtigen Zeitpunkt, denke ich. Bei mir hat es eben in Jobplanung so einigermaßen reingepasst, der Partner hat gepasst und das Alter, das ich mir etwa vorgestellt hatte, war auch passend. Ich hoffe, das hat deine Frage beantwortet?

Grüßle,
Iris

Nachtrag
Liebe Birgit!

Es gibt da noch was anderes, was für mich Beweggrund für ein Kind war:

Ich hatte bis zu meinem zehnten Lebensjahr eine unbeschreiblich-wunderschöne, sorglose Kindheit. (Dann leider nicht mehr, aber das ist ein anders Thema). Ich kann mich an so viele Situationen erinnern, die schön waren. Z. B. hat meine Mutter mit mir in der Adventszeit jeden Abend Kerzen angezündet und Lieder gesungen. Ich war am Wochenende viel mit meinem Vater im Schwimmbad, beim Schlittschuh laufen, etc.
Ich war immer schon extrem in meinen Empfindungen. Ich kann Glück bis ins Extrem genießen, ebenso wie ich tiefe Trauer empfinden kann. Darüber bin ich froh. Ich habe schon mit 8/9 Jahren im Urlaub vor lauter Glück geweint, als ich mit meinen Eltern auf einer großen Fähre übers Mittelmeer gefahren bin. Stell dir das so vor: Du schläfst im Schlafsack an Deck; über dir die Sterne und der Mond und du siehst das Wasser glitzern und hast damit (mit deiner Familie) alles im Leben, was du brauchst.
Und dieses Gefühl weiterzugeben, ist ein großes Bedürfnis in mir. Ich möchte einem Geschöpf, nämlich meinem Kind ebenso schöne Augenblicke bescheren und ich möchte, dass es für andere Geschöpfe Mitgefühl empfindet, dass es mit wachen Augen hilfsbereit durch die Welt geht, und und und.

Auch das sind meine Beweggründe

Ich wünsche dir, dass du mit deiner Familie glücklich wirst!

Hallo Birgit,

vorab: Ich habe selbst (noch) keine Kinder.

Es gibt tausend Gründe, Kinder zu wollen, und nochmal tausend, keine zu wollen.

Rein rational gibt es heutzutage von vornherein keinen Grund dafür: Kinder kosten Geld und manchmal Nerven. In unserer Gesellschaft ist auch die Altervorsorge kein Argument - das, was man investiert, könnte man auch auf die Seite legen und hätte später finanziell mehr davon.

Warum wollen trotzdem die meisten Menschen doch Kinder? Vielleicht ist das etwas, was wir trotz milliardenteurer Forschung in unserer wissenschaftsgeprägten Epoche niemals herausfinden werden. Denn obwohl Du als Fachfrau sicher tiefer in die Psyche blicken kannst, weißt Du nicht, warum Deine 30 Jahre alte Festung des Kinderlos-Bleibenwollens wackelt.

Praktisch alle, die bislang geantwortet haben, empfinden ihre Entscheidung dafür als das Bereicherndste in ihrem Leben, auch und besonders die, die nach rationalem Empfinden eher dagegen entschieden hätten.

Ich würde Dir raten: Mach Dir keine Checkliste, sondern versuche, auf Dein innerstes Gefühl für oder gegen ein Kind zu hören. Eine andere Lösung wird es nicht geben.

Gruß
mowei

Hi,

die schönen Momente, die man (nur) mit den eigenen Kindern erlebt, wurden ja schon reichlich beschrieben. Aber Fakt ist, auch wenn ich das genauso empfinde, kannte ich es vor der Geburt meiner Kinder nicht. Ich habe zwar eine große Verwandschaft (allein vier Geschwister) und dadurch eigentlich immer auchmit kleinen Kindern zu tun gehabt. Aber die Gefühle, die man den eigenen Kindern entgegenbringt (wenn sie z.B. nachts zu einem ins Bett klettern), kannte ich vorher nicht, deshalb konnten und waren sie auch keine Entscheidungsgrundlage für mich.

Wie kam es für mich zu der Entscheidung Kinder zu wollen?
Als Kind habe ich mir darüber keine Gedanken gemacht. Später kam dann eine Zeit in der ich sagte „in diese Welt werde ich keine Kinder setzen“ oder „die Welt ist eh überbevölkert, da ist es unverantwortlich Kinder zu bekommen“. Ich wurde noch etwas älter, hatte (mit 20) meine erste feste Freundin und ertappte mich bei einem Tagtraum: in diesem berichtete ich meinem Sohn wie ich „Mama“ kennen lernte und was ich als junger Mensch so getrieben habe. Aber das waren „nur“ Träume, einen konkreten Kinderwunsch hatte ich nicht (im Gegenteil habe ich sehr auf Verhütung geachtet).
Irgendwann merkte ich aber, daß ich genau das als Vater erleben wollte, was ich als Sohn bei meinem eigenen Vater erlebt hatte: Geschichten aus der Vergangenheit der Familie erzählen (und der eigenen), einem Neunjährigen das Autofahren auf einer Bauernhofwiese beibringen (und dann jahrelang auf Feldwegen fahren zu dürfen), alles notwendige Handwerkszeug lernen um das eigene Haus in Schuß zu halten, nachts ins Bett der Eltern (bzw. des Vaters, Mutter teilte ihr Bett nicht :smile:) klettern und vor allem eine Rückzugsmöglichkeit zu haben, die von sehr hohem Maß an Vertrauen geprägt ist.

Naja, irgendwann passte es dann. Meine Frau und ich lernten uns kennen und lieben und merkten irgendwann daß wir gemeinsam alt werden wollen. Wir hatten recht konforme Vorstellungen von unserem künftigen Leben. Und dann konnte es nicht schnell genug gehen. Kurz nach meinem Antrag wurde die Verhütung eingestellt und in der Hochzeitsnacht (muß natürlich nicht stimmen, ist aber eine schöne Vorstellung und rechnerisch passt es) zeugten wir unseren ersten Sohn. Seit Februar ist der Zweite da und auch wenn es teilweise extrem anstrengend und stressig ist (vor allem für meine Frau, da ich z.Zt. leider nur am Wochenende heim kann), möchte ich keine Minute missen.

Gruß Stefan

Hallo Birgit,

Ich habe auch zwei Kinder. Meine Entscheidung Kinder haben zu wollen kam, als meine beste Freundin den ersten meiner Patensöhne bekam - und dann den zweiten. Diese beiden sind nun 16 und 13 Jahre alt - bis zur Umsetzung meiner Großen gingen noch mal drei Jahre ins Land - sie ist jetzt zehn. Die beiden/drei miteinander zu sehen, zu beobachten, wie meine Freundin, ihr Mann und ihre Jungs miteinander umgingen - ich kannte meine Freundin damals bereits seit der 5. Klasse und kannte sie wirklich gut - war für mich faszinierend. Dieses innige Gefühl (nicht nur das dieser Familie für einander, sondern das, das mich überkam, als ich sie zusammen sah) war einer der Gründe meine Kinder (und ich war auch eher Kontra als Pro-Kind) zu wollen. Noch heute bin ich froh sie zu haben - auch wenn ich keine wirklich einfachen Kinder habe - ich finde sie schlicht toll - finde es toll sie um und bei mir zu haben.

Manchmal denke ich, es gibt eine Verbundenheit, die nur durch familiäre Bande oder tiefe Freundschaft erreicht werden kann…, ohne wenn und aber - einfach so, weil man so ist, wie man ist…

Also, der innerste Beweggrund meine Kinder zu bekommen, war wohl einfach sie zu wollen… (kann man das so sagen?)

Ganz liebe Grüße

Uschi

PS: ich finde es sehr beeindruckend, daß Du jedes einzelne Posting beantwortet hast. :smile:

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

Hi Birgit,
Wie gesagt das Kind war nicht geplant, aber ich habe mich für sie entschieden, weil ich keinen Grund sah um sie nicht zu behalten, ich hatte meinen Schulabschluß, meine Ausbildung und stand seit ich sechzehn bin auf eigenen Beinen und kam gut klar.
Wäre das nicht passiert, wüßte ich nicht,was ich als Beweggrund angeben würde, um ein Kind zu zeugen. Habe mich vorher ja nicht wirklich mit dem Thema auseinander gesetzt.

Sorry
Ilka

Langeweile :wink:
Hallo Birgit,

ich habe nur manche Antworten gelesen…

Ich wollte keine Kinder. NIEMALS. Ich habe einen viel jüngeren Bruder, den ich schon sehr früh - viel zu früh für mich - zu ganz großen Teilen mit versorgen mußte. Ich habe schon mit 7 perfekt Windeln gewechselt, mußte ihn später in den Kindergarten bringen und abholen, noch später seine Hausaufgaben betreuen, ihn mit zu Freundinnen nehmen, und trotzdem war er ein Sohn, ich nur ein Mädchen. Buchen wir es also unter „schlechte Erfahrungen in der Kindheit“.

Mein Mann liebt Kinder und wollte gaaaaaaaanz viele.

Mir war klar, diesen Mann möchte ich für immer. An der Kinderfrage scheiterte fast alles, wir haben jahrelang miteinander gerungen. Zwei Kinder gestand ich ihm dann zu. Aber mehr vom Verstand her, nicht mit dem Herzen. Und auch erst in einigen Jahren…

Das Schicksal meinte es aber ganz anders, nach einer Fehldiagnose in einem anderen Zusammenhang („Sie werden keine Kinder bekommen können!“) kam eine sehr nachdenkliche Phase und plötzlich ein Kind.

Das weckte (verschüttete ?) Gefühle, die ich nicht kannte und niemals missen möchte. So schön, dass zwei weitere Wunschkinder folgten.

Ich brauche nicht das Gefühl, meine Gene oder die meines Mannes weiter zu geben. Auch das Erlebnis Schwangerschaft und Geburt fand ich nicht soooo umwerfend, ich bin wohl zu nüchtern *g*. Aber ich erfreue mich an dem Gedanken, dass vielleicht die eine oder andere Lebensanschauung in irgend einer Form noch lange weiterlebt, und sei es so, dass meine Kinder ihren Enkeln mal von der schrägen Oma erzählen *g*.

Wenn alles anders gelaufen wäre damals, hätte ich vermutlich irgendwann aus Langeweile das Abenteuer Kind gewagt, denke ich mal. Immer nur Job, auch wenn man ab und zu wechselt, das ist nix für mich, das kann nicht alles sein im Leben - für MICH, wohlgemerkt. Hätte ich kein Kind bekommen können, wäre Adoption ein Thema gewesen. Oder ich hätte dann meine „Fruchtbarkeit“ in anderer Form ausgelebt - Pflegekind, Tierschutz, was-weiss-ich…

Viele Grüße,

Inselchen

Hallo Inselchen
ich finde das ganz süss, was Du hier geschrieben hast.
Obwohl ich, wie schon geschrieben Angst vor dem Kinderhaben hatte ging ich doch davon aus, dass es einmal 4e wären.
Das ist nun nicht so aber zu einem sollte es noch reichen wenn es so sein soll.
Ich mach mir jetzt nicht die Panik und werke aufs Kinderkriegen, den Stress will ich nicht. Aber es ist für mich eine komische Vorstellung einmal alt und ohne Kinder zu sein. Für mich ist es Teil meines Frau-seins, Mutter zu werden und OMA - darauf würde ich mich schon freuen.
Also alles Liebe mit den kleinen Rakkern :smile:
LG Patricia

Hallo Birgit

So einfach ist es bei mir nicht, und Du kannst scheinbar nicht
nachvollziehen, dass es nicht bei jedem/er eine „g’mahte
Wiesn“ ist. Egal.

Mal langsam mit den „jungen Pferden“ :smile:
Ich habe ja auch nicht behauptet, dass es für Dich einfach sei.
Interpretiere doch bitte nichts in den Text hinein, was dort nicht steht. Unglücklicherweise vermag ich Deinen Text nicht zu interpretieren, denn ich weiss nicht was „g`mahte Wiesn“ bedeutet oder bedeuten könnte und der hier vorliegende Duden hilft diesbzüglich nicht wirklich weiter. Ich vermute, dass es sich um eine spezielle Österreichische Redewendung handelt. Nein, ein solches Thema ist nicht egal! Was Menschen betrifft ist nie egal. Es gibt kein egal!!!

Mein Posting ist nicht widersprüchlich, aber für Leute, die
diese Erfahrung nicht teilen scheinbar schwer
nachzuvollziehen.

Nun, einerseits meine ich Deinem Ursprungsposting entnommen zu haben, dass Du sterilisiert bist - andererseits stellt sich für Dich die Frage nach Kindern. Meinem persönlichen Erfahrungsschatz nach schliesst das Eine das Andere aus (ich selbst habe mich vor etwa 15 jahren sterilisieren lassen - dies zur Erläuterung bezüglich „Erfahrungen“).

Die Wahl habe ich jetzt: Kind oder nicht - das hat fast jeder
Mensch, ich hatte es nicht, da der Mißbrauch eine
unüberwindbare Blockade darstellte.

Also seelisch bedingt? Ich glaube das kann ich nachvollziehen.

Und weiter: noch nie von IVF = invitro fertilisation gehört?

Nein, ich habe zuvor noch nie davon gehört und habe jetzt natürlich gegoogled und bin hier fündig geworden: http://www.ivf.at
Das war`s doch, oder?

Ich wünsche Dir, dass Du die richtige Entscheidung für dich zu treffen vermagst.

Freundliche Grüsse
Anonym