Bezahlung bei Klassenfahrten uä

Ich habe mal eine Frage an die Lehrers hier:

Wie wird denn die finanzielle Geschichte bei Klassenfahrten uä in den jeweiligen Bundesländern gehandhabt?

Auch wenn es viele Außenstehende anders sehen, aber Klassenfahrten sind ein 24-Stundenjob und zwar tagelang.
Aber das soll nicht das Thema sein.

Werden zB Überstunden bezahlt / angerechnet?
Muss die Lehrkraft ihre Mehrarbeit auch noch selbst bezahlen (bei uns ist das wohl so)?

Besonders letzter Punkt ist ja schon seltsam: Welche andere Berufsgruppe zahlt auch noch ordentlich drauf, damit sie länger arbeiten darf und einen ganzen Sack von Verantwortung auf dem Rücken trägt…

Ja, es gibt Reiseangebote, da ist jede 25. Person frei. Aber die Vorgabe ist mind 2 begleitpersonen…
Und auf Schüler umlegen - hmmm, na ja…

Hallo, André,
bin zwar selbst kein Steißtrommler, aber mit einer solchen verheiratet (Grundschule).
Hier in NRW zahlt der Lehrer alles selbst, von der Fahrt bis zur Übernachtung in der Jugendherberge. Für den 24h-Job gibt es nich einmal einen feuchtwarmen Hundedreck - ääh, Händedruck.

Die Kosten für deieses zweifelhafte Vergnügen kann man dann (natürlich gegen Vorlage der Quittung) von der Steuer absetzen.

Grüße
Eckard

Hi!

Wo ist das Problem? Da die Lehrer ja die restlichen 30 Arbeitswochen pro Jahr (Ferien und sog. Fortbildungen bereits eingerechnet) einen vollbezahlten Halbtagesjob haben, dürfte das kein Problem sein. :wink:

Grüße,

Mathias

Hallo Andre,

ich zahle jede Klassenfahrt selbst, der freie Betrag für die Begleitperson wird bei uns auf die Schülerinnen umgelegt, um deren Beitrag möglichst gering zu halten.
Für die angestellten LehrerInnen in Rheinland-Pfalz (da gibt es mehr als manchmal angenommen, wir wurden ja nicht mehr so schnell verbeamtet!), gilt übrigens : Theoretisch sind Klassenfahrten Überstunden und als solche zu bezahlen, bzw. abzufeiern. Da das in diesem System nur schwer geht, sollen nun angstellte LP KEINE KLassenfahrten mehr mache, bzw. nicht als Begleitperson mitfahren. Für mich als Klassenlehrerin und seit 6 Jahren Angestellte, ein Unding.
An den weiterführenden Schulen werden immer weniger KLassenfahrten durchgeführt, immer von den gleichen LehrerInnen, die bereit sind, das in ihrer Freizeit und auf eigene Kosten zu tun.
Auch ein Unding, wenn man mal über den durchaus vorhandenen Sinn und Zweck von mehrtägigen KLassenfahrten für SchülerInnen nachdenkt.
Ich werde weiterhin fahren, mich weiterhin auf Diskussionen mit Eltern, KollegInnen und NichtlehrerInnen einlassen.
Gruß, „Simone“

Hi,

naja, weiß nicht wie Du auf einen Halbtagsjob kommst? Die Lehrer, die ich kenne, arbeiten alle unter der normalen Woche mehr als 40 Stunden. So daß man, wenn man es auf die Ferien umlegt auf ganz normale Arbeitszeiten kommt. Klar als Lehrer kann man sich die Zeit nachmittags selber einteilen, dafür geht es halt jeden Morgen sehr früh los.

Finde, wenn die Leute so über Lehrer reden, sollten sie sich immer überlegen, ob sie denn so einen Job machen wollten. Komischer Weise verstummen dann die meisten!

Gruß Julia

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Hi!

naja, weiß nicht wie Du auf einen Halbtagsjob kommst? Die
Lehrer, die ich kenne, arbeiten alle unter der normalen Woche
mehr als 40 Stunden.

Naja…
Die Mutter einer Freundin ist Gymnasiallehrerin und der Großteil deren Freunde ebenfalls. Alle möglichen Fächer, alle möglichen Altersstufen.
Nur soviel: entweder sind diese 30 leute nicht repräsentativ, oder Du träumst. 25 Stunden, bei einem Deutschlehrer vielelicht 30 Stunden, sind die Regel.

So daß man, wenn man es auf die Ferien
umlegt auf ganz normale Arbeitszeiten kommt.

40 Stunden und 30 Tage sind der untere Durchschnitt.
40 Stunden und 60 Wochen sind da schon deutlich mehr (das ist Dein Statement). Die Realität mit 25-30 Stunden und 60 Wochen Urlaub ist einfach ein Halbtagesjob.

Klar als Lehrer
kann man sich die Zeit nachmittags selber einteilen, dafür
geht es halt jeden Morgen sehr früh los.

Also ich bin auch immer gegen 8 im Büro.
Und da geht auch die Schule los.

Finde, wenn die Leute so über Lehrer reden, sollten sie sich
immer überlegen, ob sie denn so einen Job machen wollten.

Natürlich nciht.

Komischer Weise verstummen dann die meisten!

Nein, ich kann Dir sagen, weshalb ich keinen Beamten-Halbtagesjob wollte: ich wollte beruflich etwas ganz anderes. Sei es Internationalität oder auch Geld. Daher kam für mich Lehrer nicht in Frage. Das soll aber keine Disrespektsbekundung gegenüber dem Lehrerberuf sein.
Ich meine nur, dass erstens Lehrer nicht verbeamtet werden und mit 50 in rente gehen müssen und zweitens nicht ein volles Gehalt auf Bürgerkosten für einen Halbtagesjob bezihen dürften.

Grüße,

Mathias

Halbtagesjob
Hallo Mathias,

Naja…
Die Mutter einer Freundin ist Gymnasiallehrerin und der
Großteil deren Freunde ebenfalls. Alle möglichen Fächer, alle
möglichen Altersstufen.
Nur soviel: entweder sind diese 30 leute nicht repräsentativ,
oder Du träumst. 25 Stunden, bei einem Deutschlehrer
vielelicht 30 Stunden, sind die Regel.

vielleicht kommt die Anzahl der Unterrichtsstunden einem „Halbtages-Job“ nahe.
Aber denkst du wirklich, der Arbeitstag eines Lehrers ist vorbei, wenn die Schüler mittags nach Hause gehen?

Manche Lehrer sind z.B. noch für Nachmittags-Kurse (Theater-AG, Nachhilfe in der Schule, etc.) zuständig.
Das trägt nicht so sehr zu den Stunden bei, gut. Es ist ja auch nur 1 x die Woche.
Aaaaber: Lehrer tun mehr als unterrichten.
Wer korrigiert Exen und Schulaufgaben, korrigiert Hausaufgaben (in der Grundschule ist es noch so üblich, dass die Lehrer die Hefte mit nach Hause nehmen und selber korrigieren), bereitet den Unterricht vor etc.

Klar, je nach Fach und Schulart (und Motivation des Lehrers) kann es sehr unterschiedlich sein, was da an Stunden zusammenkommt:
Es gibt Lehrer, die jahre-, ja jahrzehntelang die gleichen Kopiervorlagen und Unterrichtsmaterialien verwenden.
Aber es gibt auch solche, die sich immer wieder Gedanken über Neues machen.
Es gibt Grundschullehrer, die viel Zeit und Liebe in die Vorbereitung investieren (hübsche Aufgabenblätter selber machen, statt einfach nur zu kopieren; sich pfiffige Unterrichtsideen einfallen lassen etc.).
Manche Lehrer haben eher weniger zu korrigieren (z.B. eine Lehrerin, die Musik und Sport unterrichtet), während andere wieder sehr viel zu korrigieren haben.
Ein typisches „viel-korrigier-Fach“ ist z.B. Deutsch (insbesondere in den „Aufsatz-intensiven“ Klassen 9 - 13, wo die Aufsätze auch schön lang werden und nicht mehr so einfach zu korrigieren sind wie eine Erzählung…).
Häufig schreiben mehrere Klassen in den selben Wochen ihre Schulaufgaben, und die wollen dann schnell korrigiert sein: „Frau Müller, haben Sie unsere Deutsch-Schulaufgabe schon korrigiert???“

Hundert Aufsätze, jeweils von einem Umfang von 4 - 10 Seiten, und dann noch in diversen häufig schlecht lesbaren Schriften zu korrigieren, ist bestimmt nicht das „reinste Vergnügen“…

Deswegen, denke ich, sollte man nicht von einem „Halbtagesjob“ sprechen.
Ein Halbtagesjob ist für mich ein Job, bei dem man sich nach 4 Stunden Arbeit „auf die faule Haut legen“ kann.
Gut, ein Lehrer hat mitunter schon mal wirklich nach 4 Stunden frei und muss weder korrigieren noch vorbereiten - dafür sieht’s an anderen Tagen aber wieder so aus, dass bis um Mitternacht korrigiert wird…

Grüße,
Nina

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Tach,

also erstens glaub ich auch nicht, daß ein Lehrer mit einigen Jahren Berufserfahrung noch so viel vorzubereiten hat. Was an Korrekturen anfällt, hängt vom Fach und vom Lehrer selbst ab. Ich hab aber die Erfahrung als Schüler gemacht, daß die Lehrer (vor allem ältere), die den Stoff ohne viel Brimborium, dafür aber routiniert im guten alten Frontalunterricht rüberbringen, häufig die besten sind - ohne sich dabei zu überarbeiten!

Nein, ich kann Dir sagen, weshalb ich keinen
Beamten-Halbtagesjob wollte: ich wollte beruflich etwas ganz
anderes. Sei es Internationalität oder auch Geld. Daher kam
für mich Lehrer nicht in Frage. Das soll aber keine
Disrespektsbekundung gegenüber dem Lehrerberuf sein.
Ich meine nur, dass erstens Lehrer nicht verbeamtet werden

Stimmt

und
mit 50 in rente gehen müssen

Pension - stimmt aber eingeschränkt trotzdem. 50 sind aber Extremfälle. Das ein Lehrer, der durch Krankheit sehr viel ausfällt, auch mal ein, zwei Jahre früher pensioniert wird, ist zwar einerseits vielleicht ungerecht, andererseits muß ja auch der kontinuierlich stattfindende Unterricht gewährleistet sein.

und zweitens nicht ein volles
Gehalt auf Bürgerkosten für einen Halbtagesjob bezihen
dürften.

Naja, den Job sollen ja auch noch halbwegs fähige Leute machen wollen. Zumindest an Realschulen und v.a. Gymnasien sollten die Kinder nicht von den letzten Knallköpfen (auch wenn`s sicher manchmal der Fall ist) unterrichtet werden. Ich kenne einige Lehramtskandidaten/Innen (ich studiere NICHT auf Lehramt), die durchaus auch den jeweiligen Diplomstudiengängen gewachsen wären, die also fähig sind, im Lehrerberuf aber, insbesondere auch als Frau, die vielleicht eine Familiengründug plant, eine echte Alternative sieht. Bei halbem Gehalt wäre dem wohl kaum so.

Gruß
L.

Grüße,

Mathias

Hi Nina!

Naja…
Die Mutter einer Freundin ist Gymnasiallehrerin und der
Großteil deren Freunde ebenfalls. Alle möglichen Fächer, alle
möglichen Altersstufen.
Nur soviel: entweder sind diese 30 leute nicht repräsentativ,
oder Du träumst. 25 Stunden, bei einem Deutschlehrer
vielelicht 30 Stunden, sind die Regel.

vielleicht kommt die Anzahl der Unterrichtsstunden einem
„Halbtages-Job“ nahe.
Aber denkst du wirklich, der Arbeitstag eines Lehrers ist
vorbei, wenn die Schüler mittags nach Hause gehen?

Ich spreche von 25-30 effektiven Wochenarbeitsstunden.

Manche Lehrer sind z.B. noch für Nachmittags-Kurse
(Theater-AG, Nachhilfe in der Schule, etc.) zuständig.
Das trägt nicht so sehr zu den Stunden bei, gut. Es ist ja
auch nur 1 x die Woche.

Eben.

Aaaaber: Lehrer tun mehr als unterrichten.
Wer korrigiert Exen und Schulaufgaben, korrigiert Hausaufgaben
(in der Grundschule ist es noch so üblich, dass die Lehrer die
Hefte mit nach Hause nehmen und selber korrigieren), bereitet
den Unterricht vor etc.

25-30 effektive Wochenstunden. Mehr nicht.
Die Korrektur von Arbeiten erfolgt bei quasi allen Fächern (bis auf Deutsch und Sozialkunde) nach einer Matrix.
Entwickelt der Lehrer eine solche nicht, ist er selbst schuld.

Klar, je nach Fach und Schulart (und Motivation des Lehrers)
kann es sehr unterschiedlich sein, was da an Stunden
zusammenkommt:
Es gibt Lehrer, die jahre-, ja jahrzehntelang die gleichen
Kopiervorlagen und Unterrichtsmaterialien verwenden.
Aber es gibt auch solche, die sich immer wieder Gedanken über
Neues machen.

Ausnahmen bestätigen die Regel, klar.

Es gibt Grundschullehrer, die viel Zeit und Liebe in die
Vorbereitung investieren (hübsche Aufgabenblätter selber
machen, statt einfach nur zu kopieren; sich pfiffige
Unterrichtsideen einfallen lassen etc.).

das Nachdenken über den Job in der Freizeit bekommen andere Arbeitnehmer (auch) nicht bezahlt…

Manche Lehrer haben eher weniger zu korrigieren (z.B. eine
Lehrerin, die Musik und Sport unterrichtet), während andere
wieder sehr viel zu korrigieren haben.

Deshalb habe ich diesbzgl. ja auch differenziert (25 - 30(!)) Stunden.

Ein typisches „viel-korrigier-Fach“ ist z.B. Deutsch
(insbesondere in den „Aufsatz-intensiven“ Klassen 9 - 13, wo
die Aufsätze auch schön lang werden und nicht mehr so einfach
zu korrigieren sind wie eine Erzählung…).
Häufig schreiben mehrere Klassen in den selben Wochen ihre
Schulaufgaben, und die wollen dann schnell korrigiert sein:
„Frau Müller, haben Sie unsere Deutsch-Schulaufgabe schon
korrigiert???“

Hundert Aufsätze, jeweils von einem Umfang von 4 - 10 Seiten,
und dann noch in diversen häufig schlecht lesbaren Schriften
zu korrigieren, ist bestimmt nicht das „reinste Vergnügen“…

Deswegen, denke ich, sollte man nicht von einem „Halbtagesjob“
sprechen.

Ich denke, das kann man nach wie vor. Ich bin nicht überzeugt, zumal ich ja die klaren Aussagen von locker 30 Lehrern habe. Es ist übrigens auch einer für Deutsch (LK) und Geschichte (GK) dabei…

Ein Halbtagesjob ist für mich ein Job, bei dem man sich nach 4
Stunden Arbeit „auf die faule Haut legen“ kann.

Ganz recht.

Gut, ein Lehrer hat mitunter schon mal wirklich nach 4 Stunden
frei und muss weder korrigieren noch vorbereiten - dafür
sieht’s an anderen Tagen aber wieder so aus, dass bis um
Mitternacht korrigiert wird…

Ausnahmen…

Grüße,

Mathias

Wo ist das Problem? Da die Lehrer ja die restlichen 30
Arbeitswochen pro Jahr (Ferien und sog. Fortbildungen bereits
eingerechnet) einen vollbezahlten Halbtagesjob haben, dürfte
das kein Problem sein. :wink:

Na, Du mußt es ja wissen. Da hätte das Land NRW beispielsweise viel Geld für teure Untersuchungen der Lehrerarbeitszeit sparen können (bei denen übrigens ganz andere Zahlen herausgekommen sind). Von ihrem gutbezahlten Halbtagsjob dürfen Lehrer übrigens auch im Gegensatz zu allen anderen Berufsständen, die ich kenne, sämtliche Arbeitsmaterialien selbst bezahlen. Mein Mann unterrichtet Informatik. Was meinst Du, wer ihm den Rechner und die entsprechende Software zur Verfügung stellt? Ich kenne niemanden, der in der freien Wirtschaft angestellt ist und sich seine Arbeitsutensilien selbst mitbringen muß.

Im übrigen: Bitte nur kein Neid auf vermeintliche Privilegien. Denn nach meiner langjährigen Beobachtung ist es genau das, was aus Äußerungen wie den Deinen spricht. Schon frustrierend, wenn man sich selber abstrampelt und auch nicht mehr dabei herumkommt als bei einem Halbtagsjob, gelle? Da verliert mancher den Blick für die Realität.

Gruß
Aia
(die heute nachmittag nett mit ihrem halbtagsberufstätigen Mann erst einkaufen war und danach in der Eisdiele. Und morgen gehts ins Kino…)

Hallo Mathias,
das Bild des Halbtagjobs wird gerne geglaubt, da man tatsächlich Lehrer am Nachmittag einkaufen oder spazieren gehen sieht.
Ich bin Dipl.-Phys. und Mathe-Physik-Lehrer, kenne also beide Seiten aus eigener Erfahrung.
15 Jahre Forschung&Entwicklung in der Industrie und ca. 4 Jahre Unterrichtserfahrung in verschiedenen Stufen.
In beiden Bereichen gibt es „faule Schweine“. Aber der psychische Druck in der Schule ist so groß, dass man wirklich Ruhephasen braucht.
Wenn ich in der Industrie eine Auszeit nehmen möchte, verstecke ich mich hinter der Fachliteratur und träume, ist das Arbeitszeit?
Wenn ich die Firma verlasse, kann ich (oft) abschalten, als Lehrer sehe ich einen Fernsehfilm und überlege sofort ob ich die Infos im Unterricht verwenden kann, Freizeit, Hobby, Arbeit ???
Also bitte wirklich genau hinschauen.
Viele Grüße
Volker

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Pauschalurteil
Das Problem in der heutige Zeit ist, dass alle sich für Experten halten. Nur weil alle mal Schülerinnen und Schüler waren, denken sie, sie wüssten alles über den Lehrberuf und nehmen sich Urteile heraus. Bei Anlagentechnikern untersucht oder kritisiert niemand die Zeit, die sie im Büro rumsitzen und Däumchen drehen.

Lieber Mathias, ich kenne Dich nicht und weiss nicht, ob Du zur oberen Bevölkerungsgruppe dazugehörst. Dennoch platzt mir bei Deinen Äußerungen der Kragen. Ich würde vorschlagen, dass Du mal ein Praktikum in einem Gymnasium unserer Zeit machst, mal eine Deutsch- und Französischlehrerin begleitest und mal untersuchst, wie anstrengend und zeitaufwändig der Job WIRKLICH ist. Vielleicht darfst Du dann ja auch unterrichten, und merkst mal, wie es ist, nach 45 min Schwerstarbeit aus einer Klasse mit 30 Elfjährigen rauszugehen. Dann kannst Du noch 30 Aufsätze (von wegen Matritze) korrigieren und bist mit dem offiziellen Teil Deiner Arbeitszeit fertig.
Meine Mentorin arbeitet allein daran mindestens 60 Stunden in der Woche. In den Ferien entwirft sie Abiturvorschläge (Die Vorschläge haben dreimal Hausarbeitsumfang), beschäftigt sich mit neuen Lehrbüchern, besorgt Material, das sie in der Schule auch immer mit sich rumschleppt. Nur um das Bild in Deinem Kopf zu berichtigen: Die Frau ist 62 Jahre alt. Und sie macht verdammt guten Unterricht.

Die inoffiziellen Arbeitszeiten: Hauptkonferenz, Gesamtkonferenz, Fachkonferenz, Zeugniskonferenz, Klassenkonferenz, Elternabend, Elternsprechtag, Ausschussarbeit, was noch konnte ich als Praktikantin nicht überblicken.
Desweiteren: Arbeitsgemeinschaften, Lehrmittel- und Schülerbibliothek, Laborarbeiten, Schüleraustausche, Schulfeste, Sonderprogramme für Ausländerkinder, Fördergemeinschaften und anderes.

Und da sind die ganzen Halb-privatgespräche mit verzweifelten Schülerinnen, die sich umbringen wollen, den Kollegen, deren Schülerinnen sich umbringen wollen und den Eltern, deren Töchter sich umgebracht haben noch nicht mit drin.

Und das alleranstrengendste sind die ganzen Dummschwätzer, die die geleistete Arbeit abwerten und abqualifizieren.

Ich habe in meiner Schulzeit auch gedacht, Lehrer seien Lauschepper- und habe mich für ein Diplomstudium entschieden. Mittlerweile habe ich großen Respekt vor den Leuten.

Mathias, Ausnahmen gibt es leider überall. Gerade in der freien Wirtschaft herrscht das Peter-Prinzip, das die Arbeit abwertet.

Pauschalaussagen sind jedoch immer überflüssig.

Mit Grüßen,

Mira

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Lieber Mathias,

ich hege so meine Zweifel, dass du wirklich Einblick in das Arbeitsleben eines Lehrers hast und fair mit diesem Beruf umgehst. Deine Befragungen der 30 Lehrer haben dir vielleicht nicht den Einblick gegeben, wie ihn wissenschaftliche Studien erlangt haben. Wenn das Lehrer-sein so ein lauer Job ist, wundert es mich, dass gerade unter Lehrern das „burn out“ - Syndrom so weit verbreitet ist.

Dein Beispiel einer Arbeitsmatrix z.B. ist absolut unbrauchbar. In jedem Beruf hat man es leichter, wenn man effektive Arbeitsstrategien entwickelt. Mit dieser Begründung (der Berufstätige kann ja eine Arbeitsmatrix nutzen) wird jeder Beruf zum Halbtagsjob.

Die reine Unterrichtszeit bei einem Lehrer beträgt 4,5 Zeitstunden am Tag. Der Unterricht muss vor- und nachbereitet werden, was weiteren Arbeitsaufwand bedeutet. Dazu kommen Dienstbesprechungen, Korrekturen, Elterngespräche. Wieder ein paar Stunden mehr. Dazu kommt die hohe Qualifikation, die ein Lehrer mit bringen muss, die Anforderungen an ihn, der Stress den der Lehrberuf mit sich bringt, die Verantwortung usw. usf. Es ist in der deutschen Gesellschaft üblich, dass solche Berufe besser bezahlt werden als andere - gutes Beispiel: Fluglotse. Die gehen übrigens auch sehr schnell in Rente :wink:

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Toll!!
Du triffst es viel besser auf den Punkt als ich, danke für deinen Beitrag, Mira!!

Hallo Mira, hallo Mathias,

ich habe den Thread mitverfolgt und die ganze Zeit überlegt, wie ich das ausdrücken könnte, was Mira hier schreibt. Meine Mutter ist Grund- und Hauptschullehrerin und so bekomme ich es immer in live mit, wie viel Zeit sie außer den 4,5 Stunden morgens mit Vorbereitungen etc. verbringt. Viele Menschen denken wahrscheinlich, Lehrer wären faul, weil sie eben auch mal nachmittags einkaufen gehen können (statt wie Otto Normalverbraucher nach der Arbeit zum Supermarkt zu hetzen) und sehen aber nicht, dass die Lehrer (von „faulen Eiern“ mal abgesehen) dafür meistens abends bis mindestens 21 Uhr noch am Schreibtisch sitzen, oft auch noch viel länger.

Das Problem in der heutige Zeit ist, dass alle sich für
Experten halten. Nur weil alle mal Schülerinnen und Schüler
waren, denken sie, sie wüssten alles über den Lehrberuf und
nehmen sich Urteile heraus. Bei Anlagentechnikern untersucht
oder kritisiert niemand die Zeit, die sie im Büro rumsitzen
und Däumchen drehen.

Oh ja, diese Vorurteile über bestimmte Berufsgruppen nerven ganz schön! Ich weiß nicht, wie oft ich (bin Bibliothekarin) schon gefragt worden bin, ob man da viel lesen muss - dabei stimmt das nur sehr bedingt und auch nur in öffentlichen (=Stadt-) Bibliotheken.

Lieber Mathias, ich kenne Dich nicht und weiss nicht, ob Du
zur oberen Bevölkerungsgruppe dazugehörst. Dennoch platzt mir
bei Deinen Äußerungen der Kragen. Ich würde vorschlagen, dass
Du mal ein Praktikum in einem Gymnasium unserer Zeit machst,
mal eine Deutsch- und Französischlehrerin begleitest und mal
untersuchst, wie anstrengend und zeitaufwändig der Job
WIRKLICH ist.

Das wäre eine gute Idee!

Mathias, Ausnahmen gibt es leider überall. Gerade in der
freien Wirtschaft herrscht das Peter-Prinzip, das die Arbeit
abwertet.

Pauschalaussagen sind jedoch immer überflüssig.

Meine volle Zustimmung!

Viele Grüße,
Annegret

Danke…
…liebe Mira
für diesen Artikel. Mit Mathias sind in dieser Richtung schonmal Diskussionen gelaufen. Die Meinung sitzt fest, aber so treffend wie du hat hier noch keiner Gegenargumente formuliert.
Grüße
R

in anderen Laendern
Hallo Mira,
im Prinzip stimme ich dir voll zu. Allerdings frage ich mich doch, wie deutsche Lehrer im Vergleich mit Lehrer in anderen LAendern abschneiden.
Ein Beispiel aus unserem Leben:
Die Schule oeffnet ihre Tore um 7.30 (Unterrichtsbeginn 8 Uhr, aber Lehrer muessen VOR 7.30 da sein). Normaler Unterricht endet um 2.30. Einmal in der Woche sollten LEhrer „afterschool activities“ machen (das ist so etwa wie AGs), aber Anwesenheitspflicht ist fuer alles bis 3.30.
Die Lehrer haben die zwei Pausen (jeweils 30 min) am Vormittag und zum Mittagessen frei (Aufsicht wird von den paedagogischen Hilfskraeften gemacht). Die Lehrer, die ich kenne, haben 1 oder 2 Schulstunden am Tag „frei“ - in dieser Zeit haben sie entweder Besprechungen mit anderen Lehrern, mit Eltern oder bereiten sich in der Bibliothek usw. auf Unterricht vor. Aktive (und ueberpruefbare) Arbeitszeit also: 7 Stunden (+ 1 Stunde Pausen), und das fuenf Tage die Woche.
Sechsmal im Jahr gibt es einen „teacher training“ Tag, meist ein Donnerstag (da unser WE Do und Fr stattfindet, also ein unterrichtsfreier Tag) oder ein Tag an dem die Schueler Ferien haben. Ferien sind ueber’s Jahr verteilt mit den deutschen vergleichbar (nur eben viel geballter im Sommer).
Ich bin sicher, dass die meisten der Lehrer hier mindestens eine Stunde zuhause fuer Korrekturen und Vorbereitungen aufbringen.

Irgendwie scheint mir die Arbeitszeit dann doch mehr zu sein als bei einem deutschen Kollegen - ODER: beim deutschen Kollegen geht mehr Zeit fuer Sachen drauf, die nicht direkt mit dem Lehren zu tun haben. Vielleicht sollte man einfach kontrollierbarere Stunden einfuehren - das hat fuer Eltern und Schueler durchaus auch den Vorteil, dass die Lehrer fast immer sofort ansprechbar, weil erreichbar sind.

Gruesse, Elke

Pauschalurteile
Irgendwie habe ich den Eindruck, dass solche Pauschalurteile häufig über Frauenberufe verbreitet werden. So - Stewardessen sind dumm, stehen nur faul in der Ecke rum und müssen nur schön aussehen; Erzieherinnen schneiden die ganze Zeit nur Moosgummifrüchte aus; Friseusen sind strohblöd; Sekretärinnen lackieren sich die ganze Zeit nur die Fingernägel. Und Lehrerinnen haben halt die ganze Zeit frei.

Wie viel gerade Frauen in solchen Berufen ackern müssen, wie wenig sie verdienen (gerade bei den weiblichen Handwerksberufen) fällt bei solchen Urteilen einfach unter den Tisch.

Ach ja - die faulsten Lehrerinnen sind übrigens die, die Deutsch, Bio und Kunst unterrichten. Im Gegensatz zu Informatik-, Mathe und Physiklehrern.

Aber diese Diskussion gehört wahrscheinlich auf ein anderes Brett.

Komisch auch, dass Mathias sich nicht nochmal geäußert hat…

Mira

Hi!

Wo ist das Problem? Da die Lehrer ja die restlichen 30
Arbeitswochen pro Jahr (Ferien und sog. Fortbildungen bereits
eingerechnet) einen vollbezahlten Halbtagesjob haben, dürfte
das kein Problem sein. :wink:

Na, Du mußt es ja wissen.

Ich schrieb ja bereits über meine (höchst relevanten) Quellen.

Da hätte das Land NRW beispielsweise
viel Geld für teure Untersuchungen der Lehrerarbeitszeit
sparen können (bei denen übrigens ganz andere Zahlen
herausgekommen sind).

Die eine Krähe hackt der anderen kein Auge aus. Auf wessen Angaben, denkst Du, beruhen diese Untersuchungen wohl und wer hat sie ausformuliert…?

Von ihrem gutbezahlten Halbtagsjob
dürfen Lehrer übrigens auch im Gegensatz zu allen anderen
Berufsständen, die ich kenne, sämtliche Arbeitsmaterialien
selbst bezahlen. Mein Mann unterrichtet Informatik. Was meinst
Du, wer ihm den Rechner und die entsprechende Software zur
Verfügung stellt? Ich kenne niemanden, der in der freien
Wirtschaft angestellt ist und sich seine Arbeitsutensilien
selbst mitbringen muß.

Ich auch nicht.
Und hier in Bayern gibt es an den Schulen PCS…

Im übrigen: Bitte nur kein Neid auf vermeintliche Privilegien.
Denn nach meiner langjährigen Beobachtung ist es genau das,
was aus Äußerungen wie den Deinen spricht. Schon frustrierend,
wenn man sich selber abstrampelt und auch nicht mehr dabei
herumkommt als bei einem Halbtagsjob, gelle?

…womit Du ja die Geschichte mit dem Halbtagesjob bestätigst…
Im übrigen bin ich mit aus finanziellen Gründen nicht Lehrer oder allgemein beamter geworden. Ich arbeite das doppelte und verdiene ein vielfaches. Darüber möchte ich mich nicht beschweren. Mir gewht es im Endeffekt nur um den Mißbrauch der Privilegien und somit auch der Mittel der diese Privilegien Gewährender, nämlich der nichtbeamteten Bevölkerung, durch Lehrer z.B. in Form von Pension aufgrund „Burnout“ mit 55.

Da verliert
mancher den Blick für die Realität.

Damit habe ich kein Problem, im gegensatz zu vielen Lehrern muss ich mich jeden Tag in die harte Realität des internationalen Geschäftslebens „stürzen“ und meine 60-70 Stunden-Woche zu 50% damit verbringen, dem Staat die Möglichkeit zu verschaffen, hunderttausende Beamte bzw. Pensionäre durchzuschleppen, die locker etwas effektiver und v.a. länger an Jahren arbeiten könnten.
Wohlgemerkt, ich meine hier keineswegs alle Lehrer/Beamte. Nur den in diesen Arbeitsverhältnissen eklatant hohen Anteil an „schwarzen Schafen“.

Gruß
Aia
(die heute nachmittag nett mit ihrem halbtagsberufstätigen
Mann erst einkaufen war und danach in der Eisdiele. Und morgen
gehts ins Kino…)

…womit meine Aussage ein weiteres Mal bestätigt wäre.
Danke.

Grüße,

Mathias

Hi!

Das Problem in der heutige Zeit ist, dass alle sich für
Experten halten. Nur weil alle mal Schülerinnen und Schüler
waren, denken sie, sie wüssten alles über den Lehrberuf und
nehmen sich Urteile heraus.

Darf ich nicht über Drogendealer urteilen, nur weil ich selbst noch keinen Kontakt zu Drogen hatte oder diesen Berugf noch nie ausgeübt habe…??

Bei Anlagentechnikern untersucht
oder kritisiert niemand die Zeit, die sie im Büro rumsitzen
und Däumchen drehen.

Ich weiss nicht, wie Du auf solche Ideen kommst, aber ich denke man kann mir zustimmen wenn ich sage, dass in Deutschland sehr viele Anlagentechniker bei der Firma Siemens arbeiten, die gerade die dritte Entlassungswelle seit Mitte 2001 startet.
Wer denkst Du, dreht vor diesem Hintergrund dort noch Däumchen…?
Als Lehrer freilich hat man dieses Problem nicht. Wenn man nicht gerade Schülerinnen sexuell belästigt, ist der Job sicher.

Lieber Mathias, ich kenne Dich nicht und weiss nicht, ob Du
zur oberen Bevölkerungsgruppe dazugehörst.

Was ist die „obere Bevölkerungsgruppe“?
Wenn Du die „oben genannte Bevölkerungsgruppe“ meinst, so kann ich Dir bestätigen, dass auch ich deutsche Schulen bis zur 13. Klasse besucht habe.
Ferner erlaube ich mir nochmals darauf hinzuweisen, dass ich niemals behauptet hatte, ein „Experte“ für den Lehrerberuf zu sein. Ich schrieb vielmehr, dass sich in meinem weiteren Bekanntenkreis einige Gymnasiallehrer tummeln, die abends in vertrauter Runde ganz klar sagen, dass sie, da ja ale schon lange im Job und um die 55 Jahre alt, einen klaren Halbtagesjob ausübten.

Dennoch platzt mir

bei Deinen Äußerungen der Kragen. Ich würde vorschlagen, dass
Du mal ein Praktikum in einem Gymnasium unserer Zeit machst,
mal eine Deutsch- und Französischlehrerin begleitest und mal
untersuchst, wie anstrengend und zeitaufwändig der Job
WIRKLICH ist.

Ich muss „nebenbei“ meine 60-70 Stundenwoche machen und wenn ich dann Zeit für ein von Dir vorgeschlagenes Projekt hätte, wären die verehrten Kollegen im Lehramt schon seit Stunden zu Hause…
Für ein "Prktikum wäre ich dann vermutlich auch ein wenig zu alt.

Vielleicht darfst Du dann ja auch unterrichten,
und merkst mal, wie es ist, nach 45 min Schwerstarbeit aus
einer Klasse mit 30 Elfjährigen rauszugehen.

Ich halte desöfteren Präsentationen mit anschließender „Fragestunde“ vor 10-40 Asiaten. Das bedeutet dann 10 Stunden Dauerentertainment mit anschließendem Besäufnis. UInd das oft 4-5 Tage hintereinander. Kommt man dann zurück, wartet das Tagesgeschäft.
Es beendruckt mich also nicht sehr, wenn mir jemand etwas über anstrengende Kinder erzählt.

Dann kannst Du
noch 30 Aufsätze (von wegen Matritze) korrigieren und bist mit
dem offiziellen Teil Deiner Arbeitszeit fertig.

Wie hoch ist der Prozentsatz der Deutschlehrer an der gesamten Lehrerschaft?
Ebendiese Deutschlehrer habe ich übrigens aus meiner Bewertung herausgenommen. Hier wäre doch ein fairerer Diskussionsstil anzuraten.

Meine Mentorin arbeitet allein daran mindestens 60 Stunden in
der Woche.

Das glaube ich höchstens für 4-5 Wochen im Jahr, wenn eben Arbeiten geschrieben werden.

In den Ferien entwirft sie Abiturvorschläge (Die
Vorschläge haben dreimal Hausarbeitsumfang), beschäftigt sich
mit neuen Lehrbüchern, besorgt Material, das sie in der Schule
auch immer mit sich rumschleppt. Nur um das Bild in Deinem
Kopf zu berichtigen: Die Frau ist 62 Jahre alt. Und sie macht
verdammt guten Unterricht.

Schön. Ausnahmen bestätigen die Regel.
Normalerweise sind Lehrer mit 62 schon seit Jahren am Wohnmobilpolieren bzw. Nachhilfe erteilen (womit man locker das Gehalt eines mittleren Managers erreichen kann) da sie „ausgeburnt“ sind.
Der durchschnittliche Beamte geht mit 59 in Pension, habe ich vor einigen Wochen in der SZ gelesen. Meinst Du, dass die Lehrer eher zur Hebung oder zur Senkung dieses Schnittes beitragen…?

Die inoffiziellen Arbeitszeiten: Hauptkonferenz,
Gesamtkonferenz, Fachkonferenz, Zeugniskonferenz,
Klassenkonferenz, Elternabend, Elternsprechtag,
Ausschussarbeit, was noch konnte ich als Praktikantin nicht
überblicken.

Weshalb empfiehlst Du mir dann ein Praktikum an der Schule…?

Desweiteren: Arbeitsgemeinschaften, Lehrmittel- und
Schülerbibliothek, Laborarbeiten, Schüleraustausche,
Schulfeste, Sonderprogramme für Ausländerkinder,
Fördergemeinschaften und anderes.

Hier ist eine Differenzierung nötig, denn viele dieser Aufgaben sind freiwillig und werden somit von den meisten Lehrern nicht ausgeübt.
Ferner sind Lehrerkonferenzen, Laborarbeiten, Schüleraustausche u.ä. keineswegs „inoffiziell“, sondern gehören schlichtweg zum Berufsbild und können summiert vielleicht mit 3 Wochen p.a. angesetzt werden, was an der Gesamtsituation des Halbtagesjobs nichts ändert.

Und da sind die ganzen Halb-privatgespräche mit verzweifelten
Schülerinnen, die sich umbringen wollen, den Kollegen, deren
Schülerinnen sich umbringen wollen und den Eltern, deren
Töchter sich umgebracht haben noch nicht mit drin.

Extrembeispiele.
Wieviele sind das pro Berufsleben? 3?

Und das alleranstrengendste sind die ganzen Dummschwätzer, die
die geleistete Arbeit abwerten und abqualifizieren.

Das kenne ich.
Mich kannst Du damit ja nicht meinen, denn ich qualifiziere nicht die Arbeit der Lehrer ab, sondern lege dar, dass hier Leute für einen Halbtagesjob voll bezahlt werden.

Ich habe in meiner Schulzeit auch gedacht, Lehrer seien
Lauschepper- und habe mich für ein Diplomstudium entschieden.
Mittlerweile habe ich großen Respekt vor den Leuten.

Ich habe ebenfalls Respekt vor den allermeisten Lehrern.

Mathias, Ausnahmen gibt es leider überall. Gerade in der
freien Wirtschaft herrscht das Peter-Prinzip, das die Arbeit
abwertet.

s.u.

Pauschalaussagen sind jedoch immer überflüssig.

Keineswegs immer. Hier lebt ein ganzer Berufsstand ein lockeres Leben auf kosten des Steuerzahlers.
Aktuell wird ja in Presse und Gesellschaft unheimlich viel über das Thema Gehältergerechtigkeit diskutiert, es geht hierbei, wie in unserer Neidgesellschaft mittlerweile leider üblich, nur um Gehälter der Topmanager. Ist Klaus Essers Arbeit die 6 Mio. Euro Abfindung wert gewesen?
Warum darf ich denn diese Frage nicht auch für andere Berufszweige stellen, wo den Bürger das deutlich mehr Geld kostet?

Viele Grüße,

Mathias