hallo, Matthias,
harte Schweiz!
Bei uns in Deutschland sieht das anders aus. Wenn da ein Lehrer 29 Stunden arbeiten muss, bricht er zusammen. Gut, ich weiß natürlich, dass der Arbeitstag eines lehrers nicht nur mit der Unterrichtsstunde beendet ist. Arbeiten korrigieren, vorbereiten… Das alles kann er (oder sie) daheim machen, bei freier Einteilung. Außerdem: Stundenvorbereitung fällt bei einem Lehrer, der schon 5 Jahre unterrichtet flach: Routine.
Die Ferien sollten zur Weiterbildung verwendet werden… sollten!
Stichwort Ferien: ich glaubé, die Deutschen sind Weltmeister im Ferien machen. Mein Sohn hat alle paar Wochen Ferien. Kaum an die Schule gewöhnt, schon sind wieder Ferien.
Ich weiß natürlich, dass es sehr viele gute und fleißige Lehrer gibt. Vermutlich die meisten. Es ist halt so, wie in allen Berufen: die Minderheit verhunzt den Ruf der Mehrheit!
Bei uns glauben Pädagikstudenten, sie haben nach dem Studium ein verbrieftes Recht auf eine Beamtenstelle. Vor
Jahren hatte Siemens einen Mangel an Ausbildern für Erwachsene. Da wir damals schon einen „Lehrerberg“ hatten, hatte diese Fa. eine gute Idee: stellen wir doch die arbeitslosen Lehrer ein. Dann können wir die Erwachsenenbildung und die Lehrlinge mit Fachkräften versorgen. Also wurden weit über hundert angschrtieben. Von diesen haben sich, ich glaube 20% gemeldet, davon haben 10 zugesagt zum Vorstellungstermin zu kommen, ca. 2 (ich weiß das nicht mehr so genau) kamen… und angnommen hat… .keiner!!! Begründung: es gibt keine Pension, man muss 40 Stunden wöchentlich arbeiten (war damals noch), und zu wenig Ferien gibts auch noch. Außerdem müsste man ja den ganzen Tag im Betrieb sein. Meine Meinung? Allen das AL streichen!
Wie gesagt, nicht alle sind so. Doch eine leistungsgerechte Bezahlung wäre schon angebracht. Nur würde die, da von den falschen Leuten entwickelt (Interessenskonflikt), so ausfallen, dass die neue Bezahlung genau das Gegenteil bewirkt.
Grüße
Raimund
muss ich leider zustimmen! O.T.
hallo, Matthias,
Du gehst von 2 falschen Vorraussetzungen aus. Hier handelt es sich um Deutschland und gesprochen wird meist von den Gymnasiallehrern. Grund- und Hauptschullehrer sind ein ganz anderer Beruf.
Es stimmt tatsächlich, was Francesco schreibt.
Grüße
Raimund
hallo, Matthias,
also entweder Du willst nicht richtig lesen oder Du betreibst bewusst Themaverfehlung. Lese mal genau durch, was Francesco schreibt und der größte Teil Deiner Antwort erübrigt sich!
grüße
Raimund
Hallo, Lars:
Ich weiss nicht, wie das in Deinem Bundesland aussieht, aber
wenn Du glaubst, es wäre überall in Deutschland gang und gäbe,
dass Lehrer fürs Nichtstun bezahlt würden, dann solltest Du
Dich vielleicht mal etwas ausgiebiger informieren. (Vielleicht
mal mit Lehrern reden?)
Lies Francesco, dann brauche ich das alles nicht noch einmal sagen. Übrigens habe ich schon seit 25 Jahren mit Lehrern zu tun. Auch in der engsten Verwandschft. Mach mir also nichts vor!
Es ist immer sehr einfach, mit billiger Polemik gegen
vermeintlich faule Berufsstände vorzugehen (Lehrer, Politiker,
Postbeamte…). Ich habe scheinbar einen haupttreffer mit meiner Frage gelandet. Wie geht das Sprichwort? Getroffene Hunde… (Damit Du nicht gleich wieder an der Decke hängst: selbstverständlich sind Lehrer keine Hunde!!)
Ich kann Dir nur dieselbe Frage stellen wie ich sie Rainer im
Zusammenhang mit dem Schlaraffenleben der Politiker gestellt
habe:
Wenn Du doch als Lehrer total faul sein kannst und trotzdem
irrsinnig gut dafür bezahlt wirst (nichts anderes impliziert
Dein Beitrag); ja warum bist Du denn dann nicht Lehrer
geworden!?
Diese dumme Frage kommt immer, wenn man nicht mehr weiter weiß! Genauso könnte ich Dich fragen: warum bist Du nicht Bundestagsabgeordneter geworden? Hättest nach ein paar Jahren schon Anspruch auf eine fette Pension.
Ich liebe meinen Beruf! Außerdem will ich nicht eine Arbeit machen, bei der sich die Kollegen gegenseitig zerfleischen!
Im Übrigen bekommen Lehrer, die weniger Stunden unterrichten,
auch weniger Lohn…
Das war der Kernsatz! Hier liegt der Hase im Pfeffer. Ihr habt Angst, nach Leistung bezahlt zu werden.
Grüße
Raimund
Hallo Raimund,
du wirst lachen… ich komme aus Deutschland und ich bin hier in der Schweiz Importlehrer, weil ich in Baden-Württemberg keine Stelle bekommen habe… *g*
Und ich bin examinierter Grund- und Hauptschullehrer 
Dass Gymnasiallehrer verhältnismässig mehr verdienen als Grund- und Hauptschullehrer finde ich auch nicht unbedingt gerecht… ich behaupte mal ganz profan, dass wir GHS-Lehrer sicherlich mehr Arbeit mit den Rackern haben, als die GY-Lehrer, die nur dazu ausgebildet wurden, ihren Stoff zu vermitteln - Pädagogik bleibt da bei vielen auf der Strecke - und dann kann ich die Aufregung von Francesco schon ziemlich gut nach voll ziehen…
Nichts für ungut.
Matthias
hallo, Matthias,
also entweder Du willst nicht richtig lesen oder Du betreibst
bewusst Themaverfehlung.
Wo betreibe ich Themaverfehlung?
Hi!
Mal kurz die Dinge aus meiner Sicht:
1.) Arbeitszeit der Lehrer:
kein Mensch kann mir weißmachen, daß ein durchschnittlicher Lehrer in diesem Land mehr als 30 Stunden die Woche arbeitet.
Das ist schlichtweg Käse!
Natürlich gibt es ein paar rühmliche Ausnahmen. Als ich vor 8 Jahren Abitur machte, hatten meine Klassenkameraden und ich eine profunde Ausbildung in Deutsch, Mathematik, Erdkunde, Englisch, Französisch und Latein erhalten. Die anderen Fächer waren eher nebensächlich behandelt worden (was vermutlich auch mit persönlichem Interesse und/oder Engagement der entsprechenden Lehrkraft zusammenhängt).
Ich besuchte eine Privatschule mit nachmittäglicher Betreuung.
Zuvor (bis zur 9. Klasse) besuchte ich eine staatliche Schule, die aufgrund der Verbeamtung und der schlichtweg abzulehnenden Arbeitseinstellung der dort beschäftigten Lehrer keine anständige Ausbildung bieten konnte. Wir sprechen hier von Bayern und einer der „besten“ staatlichen Schule der Stadt!
Unterrichtsausfälle von 20% wie weiter unten beschrieben waren natürlich auch bei uns keine Seltenheit. Nachmittägliche Betreuung und Nachhiofe für die Klasse nach längerer Krankheit des Lehrers, um den Stoff nachzuholen? Fehlanzeige!
Und das ist ja heute noch schlimmer! Es wird ja noch weniger gearbeitet und noch früher in Pension gegangen!
Passt alles perfekt ins Bild.
2.) Ferien:
Lehrer haben pro Jahr 18 Wochen Ferien.
Mag sein, daß 10% des deutschen Lehrkörpers (sofern unter 35 Jahre alt und noch motiviert) sich während eines Teils dieser Zeit mit fachlichen Fragen auseinandersetzen.
Üblich ist es jedoch eher, bereits am vorletzten Schultag das Wohnmobil zu satteln und den Sommer in anderen Gefilden zu verbringen. Vielleicht vergilbt im einen oder anderen Autostaufach sogar ein Fachbuch. Aber eine ordentliche Weiterbildung während des Sandburgenbaus am Strand mit den Kindern dürfte wohl kaum möglich sein.
Als „normaler“ Arbeitnehmer hat man normalerweise ca. 6 Wochen Ferien. 1 Woche davon geht schon mal für Termine drauf, die Lehrer im Rahmen eines „Dienstganges“ erledigen.
Bleibt also ein Gap von 13 Wochen. Und dafür volle Bezahlung und auch noch alle Beamten-Goodies, die ein wirklich hart arbeitender Polizist auch gerade mal hat? Ist ja wohl ein Witz!!
Und dann muß man auch noch sehen, daß sich gertenschlanke, topfitte Menschen Anfang 50 frühpensionieren lassen, weil der Lehrerjob sie mental stark verschlissen oder sonstwie arbeitsunfähig gemacht hätte!
Das ist schlichtweg eine Verhöhnung des Steuerzahlers und vollkommen inakzeptabel.
3.) Vorbereitung in den Ferien/am Nachmittag
„Generation Golf“ gelesen?
Wer von Euch um die 30 ist und relativ normaldeutsch in einer Reihenhaussiedlung/im Vorort o.ä. aufgewachsen ist, kennt sie sicherlich auch, die braungebrannte Lehrerfamilie mit Tagesfreizeit.
Nachmittags im Garten werden nach Standardschema (bis auf den armen Deutschlehrer, der ist immer etwas blasser…) ein paar Arbeiten korrigiert. Allzuviele Arbeiten sind es ja nicht mehr, denn man hat sich ja am Kampf um die Verringerungen der Schülerzahlen pro Klasse beteiligt.
In den Ferien macht man eine Tour mit Womo, Kindern und Fahrrädern, wer braucht schon Fortbildung. Etwas Tolstoy lesen passt da schon. Das Studium qualifiziert einen ja fürs Leben…
4.) Fazit:
bei einer leistungsgerechten Entlohnung, d.h. 9 Monatsgehälter p.a. (wegen der 13 Wochen zusätzlich frei im Vergleich zu einem normalen AN) und halbes Gehalt, da halbe Arbeitszeit würden 80% der Lehrer in D verhungern.
Die 20% (und mehr sind das niemals!), die wirklich engagiert sind und etwas tun, mögen sich hier bitte nicht angesprochen fühlen. Ich hatte einige von Euch früher im Unterricht und habe Euch sehr geschätzt!
Die genannten 80% mögen bitte einmal darüber nachdenken, wo die aktuellen Statistiken über Überstunden (die Ihr ja waherscheinlich aus o.g. Gründen gar nicht kennt…) in der Wirtschaft herkommen.
Und darüber, wieviel man in der freien Wirtschft tun muß, um in den Genuß eines vergleichbaren Lebensstandards inkl. aller Absicherungen und Goodies zu kommen, bevor hier wieder behauptet wird, Lehrer seien zumeist überarbeitet und mental am Ende.
Es ist dringend an der Zeit, alle Beamtenstellen, die nicht hoheitlich wichtigen Aufgaben zuträglich sind (Lehrer, untere Verwaltungsebenen u.s.w.) „entzubeamten“ und nach Leistung (z.B. variabler Gehaltsanteil von 10%) zu bezahlen.
Außerdem müssen normale Arbeitsverhältnisse eingeführt werden, d.h. die Schulferien müssen, bis auf 30 Tage Urlaubsanspruch im Jahr, der während der Schulferien geltend gemacht werden kann, für Fortbildung o.ä. genutzt werden bzw. geleistete Überstunden während der Schulzeit können dann abgefeiert werden.
Es kann doch nicht angehen, daß jeder normale Arbeitnehmer von unserem lehrkörper veräppelt wird!
Grüße,
Mathias
Milchmädchenrechnung
2.) Ferien:
Lehrer haben pro Jahr 18 Wochen Ferien.
Mag sein, daß 10% des deutschen Lehrkörpers (sofern unter 35
Jahre alt und noch motiviert) sich während eines Teils dieser
Zeit mit fachlichen Fragen auseinandersetzen.
Üblich ist es jedoch eher, bereits am vorletzten Schultag das
Wohnmobil zu satteln und den Sommer in anderen Gefilden zu
verbringen. Vielleicht vergilbt im einen oder anderen
Autostaufach sogar ein Fachbuch. Aber eine ordentliche
Weiterbildung während des Sandburgenbaus am Strand mit den
Kindern dürfte wohl kaum möglich sein.Als „normaler“ Arbeitnehmer hat man normalerweise ca. 6 Wochen
Ferien. 1 Woche davon geht schon mal für Termine drauf, die
Lehrer im Rahmen eines „Dienstganges“ erledigen.
Bleibt also ein Gap von 13 Wochen. Und dafür volle Bezahlung
und auch noch alle Beamten-Goodies, die ein wirklich hart
arbeitender Polizist auch gerade mal hat? Ist ja wohl ein
Witz!!Und dann muß man auch noch sehen, daß sich gertenschlanke,
topfitte Menschen Anfang 50 frühpensionieren lassen, weil der
Lehrerjob sie mental stark verschlissen oder sonstwie
arbeitsunfähig gemacht hätte!Das ist schlichtweg eine Verhöhnung des Steuerzahlers und
vollkommen inakzeptabel.
Auf den Rest der Polemik will ich mich jetzt hier nicht einlassen. Aber das mit Ferienzeiten stimmt so einfach nicht!
Lehrer (und Schüler) haben pro Jahr ca. 13,5 Wochen unterrichtsfreie Zeit:
6 Wochen im Sommer
1 Woche Allerheiligenferien
2 Wochen Weihnachtsferien
2 Wochen Osterferien
2 Wochen Pfingstferien
3 Tage Faschingsferien
das ergibt nach Adam Riese bei 5 Arbeitstagen pro Woche 65 Tage. Jetzt ziehen wir doch bitte mal alle Feiertage ab, die in diesen Ferien liegen: das sind, jedenfalls hier in Bayern, 11. Bleiben 54 „Urlaubstage“.
Ein normaler Arbeitnehmer in der freien Wirtschaft erhält in der Regel 30 Urlaubstage. Dazu rechnen wir jetzt natürlich auch wieder diese 11 Feiertage: ergibt 41.
Die Differenz beträgt also nicht 13 Wochen, sondern 13 Tage!!!
Kleiner Unterschied, oder?
Gruß
Uschi
PS: bin zwar Lehrerin, komme aber nicht in den Genuss der Schulferien, da ich in der privaten Erwachsenenbildung arbeite… nur damit hier keine falschen Vorstellungen aufkommen
Aha, Raimund,
gesprochen wird meist von den Gymnasiallehrern.
Grund- und Hauptschullehrer sind ein ganz anderer Beruf.
Das hört sich aber schon ganz anders an!
Das ist nicht der Rundumschlag gegen Lehrer allgemein, den Du in Deinem Ausgangsposting geschwungen hast.
Da mein Sohn ein Gymnasium besucht (auch in NRW) habe ich dort auch einen kleinen Einblick gewonnen.
Aber auch dort gibt es engagierte Pädagogen und beamtete Sesselpuper. Ich bin entschieden dagegen, den Sack zu schlagen, wenn Du die Katze meinst, auf die Gesamtheit der Lehrer einzuprügeln, wenn Du den sicher überall vorhandenen Anteil derer meinst, die nicht die zu erwartende Leistung bringen, die sich nach Erreichen des Unkündbarkeitsstatus eines Beamten auf die Minimalleistung zurückfallen lassen und nur noch mit Erhaltungsenergie arbeiten. Aber solche Typen gibt es überall in der Wirt- und Gesellschaft!
Für diese Teilmenge stimme ich Deiner und Francescos Kritik zu.
Aber sicher hast Du meine kleine Aufstellung unten gelesen. Sie ist in keiner Weise geschönt, vielleicht habe ich sogar die eine der andere Stunde vergessen, die so nebenbei mit eingeflossen ist.
Es erhebt sich aber die Frage, woran Du die Leistung messen willst, die ein Lehrer erbringt? Soll der Vorgesetzte eine Beurteilung vornehmen? Das Kollegium? Oder die Schüler? Oder die Eltern (denen zum großen Teil vollkommen am Rücken vorbeigeht, was in der Schule passiert, Hauptsache sie sind die Blagen für einen halben Tag los)? Willst Du Lehrerleistung an der Durchfallquote festmachen? Oder daran, wieviele ihrer Zöglinge das Abitur schaffen? All dies ist sicher nicht praktikabel
So scheint es doch wieder auf eine reine Zeiterfassung hinauszulaufen, die offenbar die einzige objektive Meßgröße ist.
Ich wäre an Vorschlägen interessiert, denn ich bin sicher, dass es sehr viele Lehrer gibt, die eine objektive Leistungsbeurteilung nicht zu scheuen brauchen. Um die anderen ist es in der Tat nicht schade.
Gruß Eckard.
ups…
hatte die 3 Tage Fasching vergessen:
Differenz also: 16 Tage!
Wow, soviel geballtes Unwissen gepaart mit Vorurteilen hat
noch nicht mal Raimund hier reingestellt.
In Deiner Visitenkarte steht, dass Du Journalist bist; auch an
Dich stelle ich die Frage, warum Du diesen Beruf und nicht den
Traumberuf Lehrer gewählt hast. Na?
Hi Lars!
Muß mich jetzt auch mal einmischen. So eine Frage ist einfach nicht zulässig. Du unterbindest ja von Anfang an jede Diskussion, wenn Du mit so einer Frage ankommst. Wer die Pensionsansprüche von Ministern kritisiert bekommt wohl von Dir auch zu hören warum er denn kein Minister geworden ist, oder was?
Fakt ist, daß eine grundsätzliche Pauschalisierung niemals zulässig ist. Die Mehrzahl der Lehrer ist nicht faul, genauso wie die meisten Lehrer nicht super arbeitswütig sind. Ich hatte mal einen, wirklich guten, Lehrer, der sagte es gäbe eben keinen besseren Job als Lehrer, da er ständig frei hat und A13 kassiert!
Nach meiner Ansicht leiden fast alle Lehramtsstudenten und Lehrer an einer mehr oder weniger ausgeprägten Realitätsverschiebung. Von der Schule direkt an die Uni, dort ein softes Fach studiert, anschließend zurück an die Schule. Viele kommen aus dem System „Schule“ nicht raus. Diese Menschen wissen einfach nicht was Leistung bedeutet, woher auch? Eine Bekannte von mir ist Grundschullehrerin und erzählte erst kürzlich, daß sie mit ihren Kollegen nicht mehr klar kommt, weil sie das ständige Gejammere von wegen Arbeitsüberlastung etc. nicht aushält.
Wenn man an einer Uni mal eine Lehrerfortbildung mitbetreut hat, dann kann man nur noch mit dem Kopf schütteln. Selbst die Bedienung einer Maus bereitet vielen Schwierigkeiten. Noch mehr nervt mich aber eine latent vorhanden Besserwisserei vieler Vertreter dieses Berufsstandes. Ich habe selbst miterlebt, wie ein Lehrer in einer Chemiefortbildung an meiner TU eine völlig schwachsinnige Behauptung gegen den Prof. vehement vertrat und anschließend wutentbrannt das Seminar verlassen hat. Ich könnte jetzt noch ewig weiterschreiben.
Auch wenn dies alles keine repräsentativen Eindrücke sind, so haben sie sich bei mir trotzdem zu einem Bild verdichtet, das die Lehrer nicht im Besten Licht dastehen läßt.
Gruß
Tom
Uschi, Du magst eine löbliche Ausnahme sein, doch die Fortbildung wird nachweislich wärend der Unterrichtsstunden abgefeiert. Gerade kommt mein Sohn heim… nach einer Schulzeit von einer dreiviertel Stunde. Warum? weil ein Teil der Lehrer krank ist (Schnupfen?) und der andere auf Fortbildung. Hältst Du das für richtig?
Die Fortbildung soll in den Ferien gemacht werden (Schulferien werden immer von den Lehrern als Urlaub angesehen). Doch „kein Schwanz“ geht hin! Schau Dich doch mal um in Deiner Fortbildung! Wenn welche da sind, sind es Anfänger, die noch begeistert sind.
Doch so wie die Lehrer (mit löblichen Ausnahmen), so die Schüler: Null Bock! Forderung aller Rechte… aber bitte keine Pflichten.
Noch etwas, was mich an Euch Volksschullehrern stört: dass Ihr die Schüler ab der 5.Klasse (Hauptschule) als übriggebliebenen Schrott bezeichnet. Und sag´ mir nicht, das wäre nicht wahr! Ich weiß das definitiv!
Grüße
Raimund
Weißt Du, worin der Hauptunterschied zwischen den GHS-Lehrern und den G-Lehrern besteht?
Dass GHS-Lehrer beim Studium noch ich glaube 4 Semester Pädagogik und Didaktik belegen müssen, der G-Lehrer aber nur mal reinschnuppert und von der Materie 0 Ahnung hat., dass der Arbeitsaufwand der GHS-Lehrer mit Sicheheit im 1/3 höher ist, und aus meiner Sicht wesentlich wichtiger ist, als die anderen: hier wird der Grundstock für das weitere schulische und sonstige Leben gelegt. Deshalb wäre ich voll dafür, dass GHS-Lehrer noch mehr in Pädagogik, Didaktik und Psychologie getrimmt werden. Das Wissen, das ein Grundschullehrer vom Abi mitbringt, ist auf alle Fälle voll ausreichend für das Wissen, das er den Kindern beibringen soll. Aber wie bring ich es ´rüber? Und genau das schaffen so wenige. Bei den G-lehrern erst recht nicht!
Und dann ist noch ein Unterschied: das Einkommen!
Und weißt Du, warum so viel Lehrer mit 50 verschlissen sind? Weil sie sich gegenseitig mit Mobbing fertig machen! Und wer leidet darunter? Die kinder!
Grüße
Raimund
Hallo Raimund,
-
habe ich mich dazu überhaupt nicht geäußert, was Fortbildungszeiten betrifft
-
bin ich keine Volksschullehrerin
-
solltest du deinen Ärger an jemandem auslassen, der obige Behauptung (Schrott…) so geäußert hat…ich hab das sicher hier nirgends gesagt
-
guck mal in meine Vika…
Gruß Uschi (etwas befremdet ob deiner Antwort)
[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]
Milchbübchenrechnung
Servus Mathias,
Also, eine Freundin von mir ist Lehrerin, und sie arbeitet sicher mehr als 40 Stunden. Hausaufgaben durchsehen, Schularbeiten vorbereiten und ausbessern, Unterrichtsstoff vorbereiten, weiterbilden.
Natürlich, ganz sicher gibt es Lehrer die ihren Job nicht so ernst nehmen, die armen Schüler mit irgendwas vollquatschen und so auf weit weniger Stunden kommen.
Ich finde, man sollte Lehrer besser kontrollieren, statt alle in einen Topf zu werfen.
meint Herbert, der 38,5 Stunden arbeitet und in seiner Freizeit nicht an seinen Job zu denken braucht.
Servus
[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]
Hallo Raimund
Lies Francesco, dann brauche ich das alles nicht noch einmal
sagen. Übrigens habe ich schon seit 25 Jahren mit Lehrern zu
tun. Auch in der engsten Verwandschft. Mach mir also nichts
vor!
Und die sind alle faul?
Es ist immer sehr einfach, mit billiger Polemik gegen
vermeintlich faule Berufsstände vorzugehen (Lehrer, Politiker,
Postbeamte…). Ich habe scheinbar einen haupttreffer mit meiner Frage gelandet. Wie geht das Sprichwort? Getroffene Hunde… (Damit Du nicht gleich wieder an der Decke hängst: selbstverständlich sind Lehrer keine Hunde!!)
Das Sprichwort kenne ich leider nicht, damit kann ich nichts anfangen!
Diese dumme Frage kommt immer, wenn man nicht mehr weiter
weiß! Genauso könnte ich Dich fragen: warum bist Du nicht
Bundestagsabgeordneter geworden? Hättest nach ein paar Jahren
schon Anspruch auf eine fette Pension.
Ich werde niemals für den Bundestag kandidieren, weil das ein unglaublich anstrengender Job ist und man immerfort von allen Seiten angefeindet wird.
Ich liebe meinen Beruf! Außerdem will ich nicht eine Arbeit
machen, bei der sich die Kollegen gegenseitig zerfleischen!
Scheint also doch irgendwo nicht ganz so der TRaumjob zu sein, den die Lehrer da haben…
Im Übrigen bekommen Lehrer, die weniger Stunden unterrichten,
auch weniger Lohn…Das war der Kernsatz! Hier liegt der Hase im Pfeffer. Ihr habt
Angst, nach Leistung bezahlt zu werden.
IHR? Ich bin kein Lehrer, ganz im Gegenteil!
Und wie willst Du die Leistung eines Lehrers bewerten? Wie in den USA, die Schüler dürfen abstimmen? Dann verlieren alle strengen Lehrer, die versuchen, Stoff durchzupauken und genau die faulen Socken, die nix tun als mit den Shcülern Späßchen zu treiben, kommen durch.
Gruss
Hi Tom
Muß mich jetzt auch mal einmischen. So eine Frage ist einfach
nicht zulässig. Du unterbindest ja von Anfang an jede
Diskussion, wenn Du mit so einer Frage ankommst. Wer die
Pensionsansprüche von Ministern kritisiert bekommt wohl von
Dir auch zu hören warum er denn kein Minister geworden ist,
oder was?
Naja, auf Polemik wird eben zunächst mal mit Polemik geantwortet, ist doch normal…
Für mich stinkt sowas nach Sozialneid und das finde ich einfach nicht in Ordnung. Dieses „Warum verdienen die soviel, die tun doch gar nix dafür“-Syndrom gibt es vermutlich auch in anderen Ländern, aber ich finde das in Deutschland teilweise schon erschreckend.
Fakt ist, daß eine grundsätzliche Pauschalisierung niemals
zulässig ist. Die Mehrzahl der Lehrer ist nicht faul, genauso
wie die meisten Lehrer nicht super arbeitswütig sind. Ich
hatte mal einen, wirklich guten, Lehrer, der sagte es gäbe
eben keinen besseren Job als Lehrer, da er ständig frei hat
und A13 kassiert!
Richtig, und genau gegen Pauschalisierung wehre ich mich. (Ich erlebe schleisslich täglich ebenfalls faule Lehrer).
Nach meiner Ansicht leiden fast alle Lehramtsstudenten und
Lehrer an einer mehr oder weniger ausgeprägten
Realitätsverschiebung. Von der Schule direkt an die Uni, dort
ein softes Fach studiert, anschließend zurück an die Schule.
Viele kommen aus dem System „Schule“ nicht raus. Diese
Menschen wissen einfach nicht was Leistung bedeutet, woher
auch? Eine Bekannte von mir ist Grundschullehrerin und
erzählte erst kürzlich, daß sie mit ihren Kollegen nicht mehr
klar kommt, weil sie das ständige Gejammere von wegen
Arbeitsüberlastung etc. nicht aushält.
Wenn man an einer Uni mal eine Lehrerfortbildung mitbetreut
hat, dann kann man nur noch mit dem Kopf schütteln. Selbst die
Bedienung einer Maus bereitet vielen Schwierigkeiten. Noch
mehr nervt mich aber eine latent vorhanden Besserwisserei
vieler Vertreter dieses Berufsstandes. Ich habe selbst
miterlebt, wie ein Lehrer in einer Chemiefortbildung an meiner
TU eine völlig schwachsinnige Behauptung gegen den Prof.
vehement vertrat und anschließend wutentbrannt das Seminar
verlassen hat. Ich könnte jetzt noch ewig weiterschreiben.
Auch wenn dies alles keine repräsentativen Eindrücke sind, so
haben sie sich bei mir trotzdem zu einem Bild verdichtet, das
die Lehrer nicht im Besten Licht dastehen läßt.
Kann ich nachvollziehen. Einer solchen Darstellung kann man ja auch schleht widersprechen. Mir geht es auch mehr darum, dass ich dieses Klischee-Denken unangebracht finde.
Hier wird die typische Sündenbock-Mentalität ausgelebt, und das ist in keinem Fall gut, egal um wen es geht.
Momentan siehts in den Schulen schlecht aus. Schuld daran sind aber nicht knappe Finanzen, Paragraphen-Dschungel, zunehmende soziale Probleme vor allem in den Innenstädten, nein, Schuld sind die faulen überbezahlten Lehrer.
Das ist doch absurd und steht Problemlösungen im Weg.
ciao
Hi Raimund,
über den Unterschied zwischen GHS-Lehrern und GY-Lehrern brauchst du mir keinen Lehrvortrag halten… wenn du weiter oben liest bzw. meine Visitenkarte, dann weisst du sicherlich, dass ich GHS-Lehrer bin und den Unterschied zwischen diesen Lehrersparten genau kenne… auch brauchst du mir keinen Lehrvortrag über die Inhalte der GS zu geben… das habe ich nämlich studiert…
Nichts für ungut…
Matthias 
hallo raimund,
Weißt Du, worin der Hauptunterschied zwischen den GHS-Lehrern
und den G-Lehrern besteht?
Dass GHS-Lehrer beim Studium noch ich glaube 4 Semester
Pädagogik und Didaktik belegen müssen, der G-Lehrer aber nur
mal reinschnuppert und von der Materie 0 Ahnung hat.
stimmt nicht. an der uni wird man in der tat nicht auf die schule vorbereitet, aber es gibt ja ein zweijähriges referendariat. glaubt man dem heulen und jammern im freundeskreis übrigends die veritable vorhölle
)
, dass der
Arbeitsaufwand der GHS-Lehrer mit Sicheheit im 1/3 höher ist,
und aus meiner Sicht wesentlich wichtiger ist, als die
anderen: hier wird der Grundstock für das weitere schulische
und sonstige Leben gelegt. Deshalb wäre ich voll dafür, dass
GHS-Lehrer noch mehr in Pädagogik, Didaktik und Psychologie
getrimmt werden. Das Wissen, das ein Grundschullehrer vom Abi
mitbringt, ist auf alle Fälle voll ausreichend für das Wissen,
das er den Kindern beibringen soll. Aber wie bring ich es
´rüber? Und genau das schaffen so wenige. Bei den G-lehrern
erst recht nicht!
stimmt nicht. Gym-Lehrer haben definitiv ne Menge mehr an Korrekturen zu erledigen z.B. (Deutsch-LK Klausuren korrigieren, eine Klausur hat bis zu 12 Seiten, mein Vater macht das immer sehr gründlich, da biste ein paar Tage mit beschäftigt! Gerade in den Ferien. Und Sternchenthmen vorbereiten usw.) Aber son Sportlehrer hats schon besser
)
Richtig leid tun mir die Hauptschullehrer: mieser Ruf, miese Bezahlung und kaum vorberietet worden auf das, was einen heute an der HS in den Städten erwartet: soziales Konfliktpotenzial, „verhaltensauffällige“ Kinder (wasn Euphemismus!!!), Klassen, die früher in der Sonderschule gewesen wären, die Hälfte der Klasse spricht noch nichtmal Deutsch.
Ne Bekannt von mir wurde vor zwei Jahren von einem Schüler mit dem Messer angegriffen.
Und dann ist noch ein Unterschied: das Einkommen!
Und weißt Du, warum so viel Lehrer mit 50 verschlissen sind?
Naja, welches Unternehmen in der Wirtschaft würde volle Leistung bringen, wenn das Durchschnittsalter der Belegschaft 50 wäre? Ältere Menschen sind nunmal nicht mehr so leistungsfähig, öfter krank usw. Ist ja auch ok, wenn die Mischung stimmt und das durch junge leute ausgeglichen wird.
Beste Grüße, Barbara