Bezahlung von Lehrern,

Hi
Hmmm, grübel, ich fürchte, so wird sich nichts verändern, denn:

-nach gegebenen stunden
-nach vor-nachbereitungsaufwand je nach fach

Eigentlich steht die Wochenarbeitszeit im öffentlichen Dienst sowieso fest. Vielleicht könnte eine hier eine Flexibilisierung helfen , d.h. der Beamte kann wählen zwischen einer 35, 38,5 , 40 oder 45 h Woche. Wer weniger /mehr arbeiten will, kann das dann offen tun. In gewissen Grenzen ist das aber über die Möglichkeit Teilzeitjobs anzunehmen heute schon gegeben.

-nach vorgesetzten-schüler-eltern-bewertung

Bewertung durch den Vorgesetzten ist meines Wissens üblich (jedenfalls hatten wir zu Schulzeiten des öfteren einen Oberschulrat, der die Lehrer bewertet hat, im Unterricht.) Bewertung durch Schüler/Eltern halte ich nur für begrenzt sinnvoll. Schwere Schulaufgaben => schlechte Beurteilung. Die Schule soll IMO aber auch Leistung einfordern können, sonst sinkt das Niveau. Und damit hat gerade ein guter Lehrer leider oft keine gute Bewertung bei den Schülern.

-regelm. der fortbildung

Ja. Aber das ist soweit ich informiert bin auch nichts neues, denn wer aufsteigen (=mehr verdienen) will, muss AFAIK Fortbildungen vorweisen.

das wären die wichtigsten kriterien, welche natuerlich
unterschiedlich gewichtet werden muessten.

Ich sehe das Problem, dass diese Kriterien eigentlich heute bereits angewendet werden. Die bestehenden Probleme lassen sich also damit nicht lösen.

Kernproblem ist: Wie mißt man Engagement in diesen Berufen? Bei einem Verkäufer ist es der Umsatz. Nur wie soll das bei Lehrern aussehen? Kundenzufriedenheit? Darauf bin ich oben schon eingegangen. Zahl der unterrichteten Stunden? Dieses Kriterium ist nur gut, um zwischen gleich „guten“ Lehrern zu differenzieren. Ein schlechter Lehrer kann einfach viele schlechte Stunden geben, ohne viel Vorbereitung. Im Lehrerberuf geht es haupsächlich um Qualität, nicht um Quantität.
Da bleibt eigentlich nur die regelmäßige Kontrolle durch den Vorgesetzten: Direx sitzt im Unterricht und schaut zu was Sache ist. Hier gibt es aber schon wieder Probleme mit der Fachkompetenz. Wie will ein Französischlehrer den Matheunterricht eines Kollegen beurteilen? Also müssen mehrere Urteile von verschiedenen Vorgesetzten her => Das ganze wird sehr personalintensiv und teuer.

Damit sind wir bei der wichtigsten Sache angelangt. Gute Bildung kostet Geld, eine sinnvolle LaV auch:

Ein Problem bei der LaV wurde noch nicht angesprochen:
Beamte und Bundesangestellte werden aus Steuermitteln bezahlt. Die Personalausgaben sind daher von in Form von Planstellen vorneherein festgelegt. LaV ohne Budgetierung würde nicht im voraus kulierbare Personalkosten bedeuten: Würden sich nämlich alle Mitarbeiter einer Dienstelle den Ar*** aufreißen, stünde jedem eine Zulage zu!
Heute sind die Personalmittel einer Dienststelle budgetiert. Will mam ein LaV und voll kalkulierbare Personalkosten, heißt das im Klartext: Wenn ein Kollege eine Zulage bekommt muß diese einem anderen weggenommen werden. Die Stimmung im Kollegium wird dadurch nicht besser, die Leistungsbereitschaft auch nicht.

Einziger Ausweg wäre es deshalb, das Risiko von Mehrausgaben im Personalbereich einzugehen und von einer Mittelvergabe abhängig von Planstellen abzusehen. Im Mittel sollten sich für den Staat die Mehrausgaben für „fleißige“ Dienststellen und die Einsparungen für „faule“ Dienststellen die Waage halten.

Noch ein „Finanzpunkt“: AFAIK ist heute der Hauptgrund für ausgefallene Stunden Personalmangel. Also Planstellen, die aufgrund von Finanzstopps nicht besetzt werden dürfen. Wird dann ein Lehrer krank, schwupps ist kein Ersatzkollege da, der die Stunde übernimmt => die Stunde wird nicht vertreten, sondern entfällt komplett.
Die Kultusministerien werden also um Mehrausgaben nicht herumkommen. Aber, wie ich schon weiter oben geschrieben habe: Bildung kostet Geld. Gute Bildung kostet eben mehr Geld.
Die Behauptung eine sinnvolle LaV würde den Steuerzahler billiger kommen wäre wieder Betrug am Steuerzahler.

2 cents Rossi

hallo, Barbara

Weißt Du, worin der Hauptunterschied zwischen den GHS-Lehrern
und den G-Lehrern besteht?
Dass GHS-Lehrer beim Studium noch ich glaube 4 Semester
Pädagogik und Didaktik belegen müssen, der G-Lehrer aber nur
mal reinschnuppert und von der Materie 0 Ahnung hat.

stimmt nicht. an der uni wird man in der tat nicht auf die
schule vorbereitet, aber es gibt ja ein zweijähriges
referendariat. glaubt man dem heulen und jammern im
freundeskreis übrigends die veritable vorhölle :wink:)

Stimmt schon! Meine Frau hat ein Studium zum Grund- und Hauptschullehrer abgeschlossen. Ich weiß, was da los ist.
Die haben mehrere Semester Pädagogik und Didaktik. Die sind einigermaßen darauf vorbereitet. Doch die G-Lehrer schnuppern tastsächlich nur in einen Schnellkurs. Und Referandarzeit? Was lernen die da an Pädagogik und Didaktik? Das, was ein auch nicht ausgebildeter Kollege ihnen beibringt.

, dass der

Arbeitsaufwand der GHS-Lehrer mit Sicheheit im 1/3 höher ist,
und aus meiner Sicht wesentlich wichtiger ist, als die
anderen: hier wird der Grundstock für das weitere schulische
und sonstige Leben gelegt. Deshalb wäre ich voll dafür, dass
GHS-Lehrer noch mehr in Pädagogik, Didaktik und Psychologie
getrimmt werden. Das Wissen, das ein Grundschullehrer vom Abi
mitbringt, ist auf alle Fälle voll ausreichend für das Wissen,
das er den Kindern beibringen soll. Aber wie bring ich es
´rüber? Und genau das schaffen so wenige. Bei den G-lehrern
erst recht nicht!

stimmt nicht. Gym-Lehrer haben definitiv ne Menge mehr an
Korrekturen zu erledigen z.B. (Deutsch-LK Klausuren
korrigieren, eine Klausur hat bis zu 12 Seiten, mein Vater
macht das immer sehr gründlich, da biste ein paar Tage mit
beschäftigt! Gerade in den Ferien. Und Sternchenthmen
vorbereiten usw.) Aber son Sportlehrer hats schon besser :wink:)

Frag´ mal einen Volksschullehrer nach seiner Arbeitszeit und vergleiche die mit den G-lehrern. Du wirst Dich wundern.

Richtig leid tun mir die Hauptschullehrer: mieser Ruf, miese
Bezahlung und kaum vorberietet worden auf das, was einen heute
an der HS in den Städten erwartet: soziales Konfliktpotenzial,
„verhaltensauffällige“ Kinder (wasn Euphemismus!!!), Klassen,
die früher in der Sonderschule gewesen wären, die Hälfte der
Klasse spricht noch nichtmal Deutsch.

Das ist leider politscher Alltag. Davor sind die G-Lehrer meist verschont. Wer das Gym erreicht hat, kann Deutsch und hat sich angepasst.
Aber über die Schüler-Struktur einer Grund- und Hauptschule wollen wir mal hier nicht diskutieren. Das ist ein einziges Elend!
Grüße
Raimund

Das weiß ich! War auch hauptsächlich für unsere Mitleser gedacht.Vielleicht ist mal jemand dabei, der sich dafür einsetzt, dass die G-Lehrer ebenfalls lernen müssen, wie man Lehrstoff ´rüberbringt.
Also reg´ Dich ab.
Grüße
Raimund

Hallo Raimund,

Doch die G-Lehrer schnuppern

tastsächlich nur in einen Schnellkurs. Und Referandarzeit? Was
lernen die da an Pädagogik und Didaktik? Das, was ein auch
nicht ausgebildeter Kollege ihnen beibringt.

Woher nimmst du eigentlich diese Weisheiten? Darf ich dich vielleicht einmal darüber aufklären, welche Art von Ausbildung man in der Referendarzeit erhält:

die Referendarzeit dauert bekanntlich 2 Schuljahre. Das erste Halbjahr erhalten Referendare u. a. eine (theoretische und praktische) Ausbildung in:

  • Fachdidaktik
  • Pädagogik
  • pädagogischer Psychologie
  • Sprech- und Atemtechnik

Die von dir so genannten „nicht ausgebildeten Kollegen“ sind in diesen Fächern ausgebildet, sonst würden sie (in Bayern zumindest) keine Referendare ausbilden dürfen. Während dieses ersten Halbjahres müssen Referendare in unzähligen Unterrichtsstunden hospitieren, bevor sie selbst (unter Aufsicht, versteht sich) ihre ersten Unterrichtsversuche abhalten dürfen. Die Prüfungen (die so genannten Lehrproben) müssen von den Referendaren bis ins letzte Detail schriftlich vorbereitet werden. Die werden dann auch gegebenenfalls gnadenlos zerpflückt.
Um es nochmal zu betonen: ich bin nicht im staatlichen Schuldienst, aber: das, was ich in meiner Referendarzeit an Didaktik und Methodik gelernt habe, hilft mir heute noch in meiner jetzigen Tätigkeit.


Ich habe den ganzen Thread hier sehr aufmerksam verfolgt und gelesen. Und, ehrlich gesagt, empört es mich, wie hier wieder mal vollkommen undifferenziert und verallgemeinernd auf eine Berufsgruppe eingeprügelt wird. Jeder hält sich hier für einen Experten (da man ja selber in der Schule war, bzw. die eigenen Kinder jetzt unter dieser unfähigen, faulen und lustlosen Spezies leiden müssen).

Zugegeben, auch ich hatte Lehrer, die vielleicht nicht die geeignetsten waren für diesen Beruf, und ich habe mich auch schon über Lehrer an der Schule meines 16jährigen Sohnes geärgert.

Und, ehrlich gesagt, bin ich froh, dass ich am Ende meiner Referendarzeit (1982) keine Planstelle bekommen habe. Das gab mir die Chance, meine in der Referendarzeit erworbenen Fähigkeiten in anderen Bereichen einzusetzen und weiter zu entwickeln.

Warum ich froh bin?
Weil ich vermutlich mit meinem Idealismus, den vermutlich alle jungen Lehrer haben, sehr bald auch an der Realität gescheitert wäre:

  • zu große Klassen (30 und mehr)
  • zu Konsum und Anspruchsdenken erzogene Kinder und Jugendliche, die den Lehrer als eine Art „Animateur“ betrachten (einen Ausspruch eines Zehntklässlers werde ich nie vergessen: „Nun motivieren Sie mich mal!“)
  • Aggressionen und Mobbing gegen Lehrer, deren Unterrichtsfach den Schülern nicht gefällt (eine Referendar-Kollegin hat sich damals das Leben genommen, weil sie dermaßen von einer Klasse „fertig gemacht“ wurde, dass sie keinen anderen Ausweg mehr sah)…und heute stelle ich mir das noch viel schlimmer vor…

Die Lehrer sind Teil unseres gesellschaftlichen Systems, in dem um den Verteidigungsetat etwa viel mehr gestritten wird als um das Geld, das unser Staat gewillt ist, für die Erziehung und Ausbildung unserer Jugend auszugeben (nene, das haben nicht die Sozis allein zu verantworten…).

Ich würde es jedenfalls begrüßen, wenn hier nicht nur solche, ich nenne es mal, „Stammtischdiskussionen“ laufen würden, sondern wenn der eine oder andere vielleicht auch mal sich in die „Gegenseite“ versetzen würde…

Gruß
Uschi

Schlechter Stil o.T.
Hi Raimund!

Paßt nicht ins Thema, will ich aber trotzdem sagen, da mir das bei nehezu jedem Deiner postings ins Auge sticht. Deine ewigen Verallgemeinerungen und Dein undifferenziertes Alles-über-einen-Kamm-scheren ist einfach kein guter Stil. ich glaube auch nicht, daß ich der Einzige bin von dem Du das schon gehört hast. Ich will mich auch gar nicht als Hüter einer hohen Diskussions- und Streitkultur installieren oder Dich schulmeistern. Aber Deine Äußerungen sind häufig einfach nur beleidigend, denn es gibt, auch wenn Du es nicht glaubst, durchaus engagierte Lehrer die in ihrem Beruf aufgehen und weit mehr da reinstecken als sie eigentlich müßten. Mich würde es als Lehrer auch ziemlich auf den Sack gehen, von Dir pauschal als arbeitsfauler Hypochonder diffamiert zu werden der sein bisschen Hirnschmalz nur dazu gebraucht sich trickreich vom Untericht zu drücken.
Ich denke Dir ist überhaupt nicht an einer Ergebnisoffenen Diskussion gelegen.

So long
Tom

Hallo,
Mann o Mann, da hat es wieder ins Schwarze getroffen.

Daran siehst du, wie brisant soziologisch dieses Thema ist.
Tschüß Raimund

Hallo, Tom,
wenn Du es so meinst, grosser, allwissender Meister!
doch wenn du Dein erhabenes Auge auf die letzten Postings wirfst (nicht zu fest, sonst gibt´s blaue flecken), wirst Du feststellen, dass ich bei weitem nicht alle Lehrer in eine Topf geworfen habe. Dass ich sagte: eine Minderheit verhunzen den Ruf der Mehrheit! Aber ich verstehe Dich: der Blick aus Deinem Olymp muss so große Strecken überwinden, dass man schon mal was nicht so richtig lesen kann.
Grüße
Raimund

Danke, Uschi, du bringst es knallhart auf den Punkt.
Ich glaube fast, dass dieser Raimund seinen Mund nie halten kann und ständig was zu „mosern“ hat… ich nenne so was „wissensfreie Kompetenz“… vielleicht braucht man so was in der Versicherungsbranche…

Ich habe mich nie und nimmer aufgeregt, ich finde es nur erstaunlich, dass einer wie du, der überhaupt nicht vom Fach ist mit seinen Verallgemeinerungen um sich wirft, als wäre er vom Fach… Raimund, stell dir vor, ich würde über die Leute in deinem Berufsstand so reden… wenn du über eine gewisse Berufsgruppe diskutieren willst, so wende Wissen an und nicht „wissensfreie Kompetenz“, die du mit jedem Satz hier unterbreitest… hör auf mit den Pauschalisierungen und dramatisiere keine Einzelfälle als Allgemeinfälle…

Ich diskutiere nur mit Leuten, die sich darin auskennen und du hast bewiesen, dass du es nicht tust.

Matthias

Verallgemeinerung?
Moin Tom,

ich denke, so verallgemeinert hat Rainer nicht. Wenn man seinen obigen Artikel genau durchliesst, erwähnt er immerhin „löbliche Ausnahmen“. Von diesen löblichen Ausnahmen gibt es sicher viele. Ebenosviele gibt es, denen Schule und Schüler sch***egal sind. Da gibt es 50-Jährige, der zum erstenmal eine Klassenleitung übernehmen, demzufolge von Tuten und Blasen keine Ahnung haben (schuld daran sicher der Mangel an Lehrkräften), da gibt es Lehrer, die ignorieren, dass auch Schüler von den Lehrern eine gewisse Betreuung in Sachen Lernen bedürfen und auch erwarten, da gibt es Lehrer, die mehr in Kuranstalten für psychosomatische Erkrankungen abhängen als in der Schule. Rainer hat Recht, dass Lehrerweiterbildungen ausschliesslich in den schulfreien Zeiten durchgeführt werden sollten. Imerhin hat jeder Lehrer drei Monate im Jahr Ferien, ebenso wie jeder Schüler. Abzüglich des Urlaubs bleiben da noch immer mind. 2 Monate. Das ist aber nicht dass, was eigentlich unverständlich ist.

Das Unverschämte ist, dass gerade die Lehrer auf die Strasse gehen, wenn sie eine oder zwei Stunden mehr die Woche unterrichten sollen. Zu den schlecht Bediensteten gehören sie sicher nicht. Sie vergessen scheinbar allerdings immer, dass die Kinder nicht nur die Schulpflicht haben, sondern auch das Recht auf Bildung. Wäre mal gespannt, wie dies mal rechtlich eingefordert würde…

CIAo
Schönes WE

P.S.: Ich hoffe doch, ich habe jetzt nicht zu sehr verallgemeinert…:wink:

Guten Morgen!

Das Unverschämte ist, dass gerade die Lehrer auf die Strasse
gehen, wenn sie eine oder zwei Stunden mehr die Woche
unterrichten sollen. Zu den schlecht Bediensteten gehören sie
sicher nicht. Sie vergessen scheinbar allerdings immer, dass
die Kinder nicht nur die Schulpflicht haben, sondern auch das
Recht auf Bildung. Wäre mal gespannt, wie dies mal rechtlich
eingefordert würde…

Da kann ich Dir voll und ganz recht geben. Vor einigen Jahren z.B. gab es in Hessen einen dramatischen Mangel an Hauptschullehrern. Man kam da auf die Idee, daß doch die Gymnasiallehrer ein bis zwei Stunden an den HS unterrichten sollten. Die gingen seinerzeit natürlich auf die Straße (was sie als Beamte doch eigentlich nicht einmal dürften). Der Gipfel war aber der Slogan: „Zum Zerlegen eines Rindes engagiert man doch auch keine Chirurgen“ soll heißen, die feinen Herrschaften waren sich zu fein ihre intelektuellen Fähigkeiten an den Hauptschulpöbel zu vergeuden. Solchen Lehrern sollte man, Verallgemeinerung hin oder her, eine saftige Diziplinarstrafe aufbrummen!

Gruß
Tom

Lehrer (und Schüler) haben pro Jahr ca. 13,5 Wochen
unterrichtsfreie Zeit:

6 Wochen im Sommer
1 Woche Allerheiligenferien
2 Wochen Weihnachtsferien
2 Wochen Osterferien
2 Wochen Pfingstferien
3 Tage Faschingsferien

das ergibt nach Adam Riese bei 5 Arbeitstagen pro Woche 65
Tage. Jetzt ziehen wir doch bitte mal alle Feiertage ab, die
in diesen Ferien liegen: das sind, jedenfalls hier in Bayern,
11. Bleiben 54 „Urlaubstage“.

Ein normaler Arbeitnehmer in der freien Wirtschaft erhält in
der Regel 30 Urlaubstage. Dazu rechnen wir jetzt natürlich
auch wieder diese 11 Feiertage: ergibt 41.

Die Differenz beträgt also nicht 13 Wochen, sondern 13
Tage!!!
Kleiner Unterschied, oder?

Gruß
Uschi

Hallo Uschi,

So ganz stimmt deine Rechnung nicht.
Mal aufzählen:
Sommerferien: 31 Tage(der letzte Freitag ist immer frei. Weis ich genau, weil meine Frau Lehrerin ist :smile:). Feiertage fallen da nicht rein.
Herbstferien: 9 Tage, weil der 3 Oktober reinfällt.
Weihnachten: 10 Tage. Je nach Lage der Feierertage werden die Ferien nämlich verlängert.
Karneval: 4 Tage (in Köln)
Ostern: 9 Tage
Macht in Summe: 63 Tage

Dagegen „ich“, Angestellt bei einem Großunternehmen:
30 Tage Erholungsurlaub
2 Tage an Karneval (gibt’s in Hamburg z.B. nicht)
Summe 32 Tage

Die Differenz beträgt also 31 Tage.
Natürlich sind dies Tage kein Urlaub.

Max

Mahlzeit Tom,

Der
Gipfel war aber der Slogan: „Zum Zerlegen eines Rindes
engagiert man doch auch keine Chirurgen“ soll heißen, die
feinen Herrschaften waren sich zu fein ihre intelektuellen
Fähigkeiten an den Hauptschulpöbel zu vergeuden. Solchen
Lehrern sollte man, Verallgemeinerung hin oder her, eine
saftige Diziplinarstrafe aufbrummen!

Ein sehr gutes Beispiel. Wenn ich als Erzieher mich weigern würde, die Arbeit auszuführen, wofür mich mein Arbeitgeber bezahlt, egal in welchem Heim oder WG oder sonstigen Jugendhilfeeinrichtungen, würde ich gefeuert. Ein Lehrer ist nicht GYM-Lehrer oder HS-Lehrer, er ist einfach Lehrer (Pädagoge wäre unangebracht, Lehrer sind einfach keine Pädagogen, auch wenn sie sich so nennen). Er hat eine Pflicht zu erfüllen. Die Weigerung, dieser Pflicht nachzukommen, wäre ein Grund, diese Leute aus dem Dienst zu entfernen. Zumal sie als „Aushilfskräfte“ auf einer HS keine finanziellen sowie persönlichen Nachteile hätten.

Ohne wieder zu verallgemeinern oder alle Lehrkrüfte über einen Daumen zu peilen: Die Lehrer wissen doch gar nicht, wie gut es ihnen geht…

CIAo

Höhere Mathematik? :wink:

Hallo Uschi,

So ganz stimmt deine Rechnung nicht.
Mal aufzählen:
Sommerferien: 31 Tage(der letzte Freitag ist immer frei. Weis
ich genau, weil meine Frau Lehrerin ist :smile:). Feiertage fallen
da nicht rein.

in Bayern schon: Mariä Himmelfahrt (15. August)…da kriegen auch die Arbeitnehmer frei,
also: 30 +1

Herbstferien: 9 Tage, weil der 3 Oktober reinfällt.

in Bayern gibts die nicht. Dafür um Allerheiligen rum 5 Tage. Und da ist auch ein Feiertag drin
also: 31 +1

Weihnachten: 10 Tage. Je nach Lage der Feierertage werden die
Ferien nämlich verlängert.

4 Feiertage drin (25., 26.12. und 1.1. und 6.1. Dreikönigstag)
also: 32 +4

Karneval: 4 Tage (in Köln)

in Bayern 3; Arbeitnehmer kriegen nüscht hier.

Ostern: 9 Tage

genau 2 Wochen in Bayern; 2 Feiertage drin
also: 36 +2
und in den Pfingstferien (2 Wochen) liegen auch 2 Feiertage (Pfingstmontag und Fronleichnam)
also: 38 +2
Macht Summa summarum: 40 arbeitsfreie Tage für Arbeitnehmer in Bayern (einer ist mir jetzt abhanden gekommen…bei meinem ersten Posting warens noch 11 Feiertage…mea culpa)

Ich habe ja nicht behauptet, dass Urlaub und Ferien gleich lang sind. Mir ging es nur darum, zu zeigen, dass es sich dabei nicht um eine Differenz von 13 Wochen handelt, wie weiter oben einfach so behauptet wird…

Gruß
Uschi (die auch gerne in den Genuss der Schulferien käme…)

Hi Uschi,
bei uns rechnet man anders:

Pro Jahr übliche durchschnittliche Arbeitstage = 250
13 Wochen Ferien = 91

159
Samstage/Sonntage pro Jahr abziehen 104

55
10% Krankheitstage 36,5

18,5
Feiertage abziehen 11

7,5
2,5 Tage Konferenzen 2,5

5
4 Tage Fortbildung 4

Demnach müßten die Lehrer an 1
Tag im Jahr arbeiten, und an diesem 1 tag wird der lehrerausflug veranstaltet.
Das ist höhere Mathematik.
Gruß,
Francesco

ziemlich dummer und typisch lehrerhafter Spruch!
Grüße an den großen, allwissenden Meister!
Raimund

Wenn Du meine Amntworten mal richtig lesen würdest, hättest
Du diesen Spruch jetzt nicht getan. Deine Schüler würden Dich dafür auslachen!
Grüße
Raimund

hallo, EXEC,
genau darum geht es: die leistungsgerechte Bezahlung. Und dagegen wehren sich hier verschiedene Lehrer.
Warum?
Wer hart arbeitet, braucht doch keine Angst zu haben!?
Grüße
Raimund

Hi nochmal,

13 Wochen Differenz ist es natürlich nicht. Das kam aus der Annahme es gäbe 18 Wochen Schulferien. Aber mehr als 13 tage sind es eben auch. Auf den Tag genau kommt es nicht an, der Unterschied beträgt wohl etwa 6 Wochen +/- ein paar Tage.
Dann muß die Frage erlaubt sein, was Lehrer in dieser Zeit machen. Und da ist es eben sehr unterschiedlich. Einige „feiern Überstunden ab“, denn deren Arbeitswoche beträgt mehr als 38, oder, vor allem bei Teilzeit, 19 Stunden. Dann werden beispielsweise die Weihnachtsferien genutzt um die Abiturklausurthemen auszuarbeiten, in den Sommerferien das Konzept fürs nächste Schuljahr gemacht und so weiter.
Aber wie gesagt: Die Frage muss man schon stellen dürfen. Lehrer sind in der Gestaltung dieser Arbeitszeit eben sehr frei, und das bedingt dann schon einen Rechtfertigungsanspruch der Kunden, also der Schüler, Eltern und Steuerzahler.

Im letzten Jahr wurde von der Unternehmensberatung Mummert&amp:stuck_out_tongue_winking_eye:artner eine Untersuchung der jährlichen Arbeitszeiten von Gymnasiallehrern veröffentlicht. Diese weichen stark voneinander ab. Das Minimum lag bei etwa 930 Stunden bei Mathematik und Sportlehrern, das Maximum bei bis zu 3600 Stunden. Der Durchschnitt lag bei etwa 1750 Stunden, betrug also soviel wie bei „normalen“ Arbeitnehmern. Die Bezahlung ist aber die gleiche. Das muß die Öffentlichkeit doch hinterfragen dürfen.

Die Diskussion über Lehrerarbeitszeiten läuft ja schon sehr lange. Vor 20 Jahren wurde der Vorschlag gemacht, an den Schulen Büros einzurichten. Dies würde auch den untragbaren Zustand beseitigen daß Lehrer ein Arbeitszimmer, Büromöbel und so weiter im wesentliche aus eigenen Mitteln stellen müssen. Büros an der Schule würden diesen Missstand beseitigen, allen Lehrern gleiche Arbeitsmöglichkeiten verschaffen und durch die Verwendung von Zeiterfassungssystemen nicht nur die unselige Diskussion über Leherarbeitszeiten beenden sondern auch den vielen Lehrern die unentgeltiche Überstunden leisten ermöglichen diese abzurechnen bzw. als Druckmittel für Neueinstellungen zu nutzen. Leider hat die Lehrerschaft diesen Vorschlag abgelehnt.

Mmax

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

Im letzten Jahr wurde von der Unternehmensberatung
Mummert&amp:stuck_out_tongue_winking_eye:artner eine Untersuchung der jährlichen Arbeitszeiten
von Gymnasiallehrern veröffentlicht. Diese weichen stark
voneinander ab. Das Minimum lag bei etwa 930 Stunden bei
Mathematik und Sportlehrern, das Maximum bei bis zu 3600
Stunden. Der Durchschnitt lag bei etwa 1750 Stunden, betrug
also soviel wie bei „normalen“ Arbeitnehmern. Die Bezahlung
ist aber die gleiche. Das muß die Öffentlichkeit doch
hinterfragen dürfen.

Ich kenne diese Untersuchung auch. Und das, was da für Mathe- und Sportlehrer beispielsweeise herausgefunden wurde, finde ich auch, sagen wir mal, ungerecht. Jeder Deutschlehrer etwa muss sich da ja betrogen vorkommen. Es wäre ja vielleicht mal ein Diskussionsansatz, die Lehrer nach Fachrichtung zu bezahlen, also etwa ein Grundgehalt zzgl. Vergütung für den zeitlichen Mehraufwand, der vom Durchschnitt abweicht. Andererseits sind die Lehrergehälter ja nun nicht so immens hoch, dass ich hier persönlich relativ wenig Spielraum nach unten sehe.

Die Diskussion über Lehrerarbeitszeiten läuft ja schon sehr
lange. Vor 20 Jahren wurde der Vorschlag gemacht, an den
Schulen Büros einzurichten. Dies würde auch den untragbaren
Zustand beseitigen daß Lehrer ein Arbeitszimmer, Büromöbel und
so weiter im wesentliche aus eigenen Mitteln stellen müssen.
Büros an der Schule würden diesen Missstand beseitigen, allen
Lehrern gleiche Arbeitsmöglichkeiten verschaffen und durch die
Verwendung von Zeiterfassungssystemen nicht nur die unselige
Diskussion über Leherarbeitszeiten beenden sondern auch den
vielen Lehrern die unentgeltiche Überstunden leisten
ermöglichen diese abzurechnen bzw. als Druckmittel für
Neueinstellungen zu nutzen. Leider hat die Lehrerschaft diesen
Vorschlag abgelehnt.

Tja, wer gibt schon gerne das Privileg auf, sich einen Teil seiner Arbeitszeit frei einteilen zu können. Man darf auch nicht vergessen, dass jedenfalls bei GS-Lehrern der Frauenanteil sehr hoch ist, die vielleicht diesen Beruf auch deshalb gewählt haben, weil sie so Arbeit und eigene Kinder besser vereinbaren können. Ob die Ideallösung ein Arbeitszimmer in der Schule ist, wage ich zu bezweifeln…auch in der freien Wirtschaft gibt es heute einen Trend zum „Home-Office“, der ja vielen Arbeitnehmern sehr entgegen kommt.

Jedenfalls finde ich deinen Ansatz zur Diskussion dieses Themas viel interessanter und objektiver als die pauschale Lehrerschelte, die man hier in anderen Beiträgen lesen kann.

Gruß
Uschi