Hi
Hmmm, grübel, ich fürchte, so wird sich nichts verändern, denn:
-nach gegebenen stunden
-nach vor-nachbereitungsaufwand je nach fach
Eigentlich steht die Wochenarbeitszeit im öffentlichen Dienst sowieso fest. Vielleicht könnte eine hier eine Flexibilisierung helfen , d.h. der Beamte kann wählen zwischen einer 35, 38,5 , 40 oder 45 h Woche. Wer weniger /mehr arbeiten will, kann das dann offen tun. In gewissen Grenzen ist das aber über die Möglichkeit Teilzeitjobs anzunehmen heute schon gegeben.
-nach vorgesetzten-schüler-eltern-bewertung
Bewertung durch den Vorgesetzten ist meines Wissens üblich (jedenfalls hatten wir zu Schulzeiten des öfteren einen Oberschulrat, der die Lehrer bewertet hat, im Unterricht.) Bewertung durch Schüler/Eltern halte ich nur für begrenzt sinnvoll. Schwere Schulaufgaben => schlechte Beurteilung. Die Schule soll IMO aber auch Leistung einfordern können, sonst sinkt das Niveau. Und damit hat gerade ein guter Lehrer leider oft keine gute Bewertung bei den Schülern.
-regelm. der fortbildung
Ja. Aber das ist soweit ich informiert bin auch nichts neues, denn wer aufsteigen (=mehr verdienen) will, muss AFAIK Fortbildungen vorweisen.
das wären die wichtigsten kriterien, welche natuerlich
unterschiedlich gewichtet werden muessten.
Ich sehe das Problem, dass diese Kriterien eigentlich heute bereits angewendet werden. Die bestehenden Probleme lassen sich also damit nicht lösen.
Kernproblem ist: Wie mißt man Engagement in diesen Berufen? Bei einem Verkäufer ist es der Umsatz. Nur wie soll das bei Lehrern aussehen? Kundenzufriedenheit? Darauf bin ich oben schon eingegangen. Zahl der unterrichteten Stunden? Dieses Kriterium ist nur gut, um zwischen gleich „guten“ Lehrern zu differenzieren. Ein schlechter Lehrer kann einfach viele schlechte Stunden geben, ohne viel Vorbereitung. Im Lehrerberuf geht es haupsächlich um Qualität, nicht um Quantität.
Da bleibt eigentlich nur die regelmäßige Kontrolle durch den Vorgesetzten: Direx sitzt im Unterricht und schaut zu was Sache ist. Hier gibt es aber schon wieder Probleme mit der Fachkompetenz. Wie will ein Französischlehrer den Matheunterricht eines Kollegen beurteilen? Also müssen mehrere Urteile von verschiedenen Vorgesetzten her => Das ganze wird sehr personalintensiv und teuer.
Damit sind wir bei der wichtigsten Sache angelangt. Gute Bildung kostet Geld, eine sinnvolle LaV auch:
Ein Problem bei der LaV wurde noch nicht angesprochen:
Beamte und Bundesangestellte werden aus Steuermitteln bezahlt. Die Personalausgaben sind daher von in Form von Planstellen vorneherein festgelegt. LaV ohne Budgetierung würde nicht im voraus kulierbare Personalkosten bedeuten: Würden sich nämlich alle Mitarbeiter einer Dienstelle den Ar*** aufreißen, stünde jedem eine Zulage zu!
Heute sind die Personalmittel einer Dienststelle budgetiert. Will mam ein LaV und voll kalkulierbare Personalkosten, heißt das im Klartext: Wenn ein Kollege eine Zulage bekommt muß diese einem anderen weggenommen werden. Die Stimmung im Kollegium wird dadurch nicht besser, die Leistungsbereitschaft auch nicht.
Einziger Ausweg wäre es deshalb, das Risiko von Mehrausgaben im Personalbereich einzugehen und von einer Mittelvergabe abhängig von Planstellen abzusehen. Im Mittel sollten sich für den Staat die Mehrausgaben für „fleißige“ Dienststellen und die Einsparungen für „faule“ Dienststellen die Waage halten.
Noch ein „Finanzpunkt“: AFAIK ist heute der Hauptgrund für ausgefallene Stunden Personalmangel. Also Planstellen, die aufgrund von Finanzstopps nicht besetzt werden dürfen. Wird dann ein Lehrer krank, schwupps ist kein Ersatzkollege da, der die Stunde übernimmt => die Stunde wird nicht vertreten, sondern entfällt komplett.
Die Kultusministerien werden also um Mehrausgaben nicht herumkommen. Aber, wie ich schon weiter oben geschrieben habe: Bildung kostet Geld. Gute Bildung kostet eben mehr Geld.
Die Behauptung eine sinnvolle LaV würde den Steuerzahler billiger kommen wäre wieder Betrug am Steuerzahler.
2 cents Rossi
)
). Feiertage fallen da nicht rein.