Hallo Uschi,
2.) Ferien:
Lehrer haben pro Jahr 18 Wochen Ferien.
Mag sein, daß 10% des deutschen Lehrkörpers (sofern unter 35
Jahre alt und noch motiviert) sich während eines Teils dieser
Zeit mit fachlichen Fragen auseinandersetzen.
Üblich ist es jedoch eher, bereits am vorletzten Schultag das
Wohnmobil zu satteln und den Sommer in anderen Gefilden zu
verbringen. Vielleicht vergilbt im einen oder anderen
Autostaufach sogar ein Fachbuch. Aber eine ordentliche
Weiterbildung während des Sandburgenbaus am Strand mit den
Kindern dürfte wohl kaum möglich sein.
Als „normaler“ Arbeitnehmer hat man normalerweise ca. 6 Wochen
Ferien. 1 Woche davon geht schon mal für Termine drauf, die
Lehrer im Rahmen eines „Dienstganges“ erledigen.
Bleibt also ein Gap von 13 Wochen. Und dafür volle Bezahlung
und auch noch alle Beamten-Goodies, die ein wirklich hart
arbeitender Polizist auch gerade mal hat? Ist ja wohl ein
Witz!!
Und dann muß man auch noch sehen, daß sich gertenschlanke,
topfitte Menschen Anfang 50 frühpensionieren lassen, weil der
Lehrerjob sie mental stark verschlissen oder sonstwie
arbeitsunfähig gemacht hätte!
Das ist schlichtweg eine Verhöhnung des Steuerzahlers und
vollkommen inakzeptabel.
Auf den Rest der Polemik will ich mich jetzt hier nicht
einlassen. Aber das mit Ferienzeiten stimmt so einfach nicht!
Danke für die Blumen.
Ich gebe gerne zu, ab und an etwas polemisiert zu haben. Allerdings halte ich meine Meinung doch für wert, auf sie einzugehen.
Aber Deine Meinung bleibt Dir natürlich.
Lehrer (und Schüler) haben pro Jahr ca. 13,5 Wochen
unterrichtsfreie Zeit:
6 Wochen im Sommer
1 Woche Allerheiligenferien
2 Wochen Weihnachtsferien
2 Wochen Osterferien
2 Wochen Pfingstferien
3 Tage Faschingsferien
das ergibt nach Adam Riese bei 5 Arbeitstagen pro Woche 65
Tage. Jetzt ziehen wir doch bitte mal alle Feiertage ab, die
in diesen Ferien liegen: das sind, jedenfalls hier in Bayern,
11. Bleiben 54 „Urlaubstage“.
Ein normaler Arbeitnehmer in der freien Wirtschaft erhält in
der Regel 30 Urlaubstage. Dazu rechnen wir jetzt natürlich
auch wieder diese 11 Feiertage: ergibt 41.
Die Differenz beträgt also nicht 13 Wochen, sondern 13
Tage!!!
Kleiner Unterschied, oder?
Das ist eben eine Frage der Betrachtungsweise.
Wie sind Klassenfahrten zu beurteilen?
Wie ist das freiwillige Bildungsjahr oder wie auch immer das genau heißt (es geht um die Möglichkeit, ein Jahr zur Fortbildung auszusetzen, vielleicht kannst Du genaueres darüber zum besten geben?) zu sehen?
Diese Rechnung mit den 18 Wochen basiert auf einem Durchschnittswert, der all das berücksichtigt. Ich sehe zu, die genaue Aufschlüsselung zu finden.
Dies nur, um nicht als jemand dazustehen, der haltlose Thesen in die Welt setzt.
Gruß
Uschi
PS: bin zwar Lehrerin, komme aber nicht in den Genuss der
Schulferien, da ich in der privaten Erwachsenenbildung
arbeite… nur damit hier keine falschen Vorstellungen
aufkommen
Du hast gar kein Wohnmobil?
Gruß,
Mathias