Bibel und Homosexualität

Hallo Experten!
Offenbar war mein erster Beitrag missverständlich (das mit der Hölle war übrigens natürlich nicht ernst gemeint, ich dachte, der Smili verdeutlich das).

  1. Ich blicke ziemlich unbeschwert von „außen“ auf das Thema, bin weder schwul noch christlich. Ich habe allerdings einige sehr nette lesbische Bekannte und finde ihre Lebensweise absolut normal.
  2. Die Bibel ist für mich ein Buch, dem ich mit großem Respekt begegne, weil sie, allgemein ausgedrückt eine „faszinierende menschenfreundliche friedensstiftende Lehre“ enthält.
  3. Ich bin der Meinung, dass man homosexuelle Menschen unterdrückt und diskriminiert, wenn man ihre sexuellen Neigung als „krankhaft“, „sündig“ abtut (Sex und Liebe kann doch etwas sehr schönes sein! Warum sollen diese Menschen ihr Leben lang Gewissensbisse haben, wenn sie eines der schönsten und zärtlichsten Dinge tun, die es gibt?) Das bedeutet natürlich nicht, dass ich finde, Sex gleich welcher Art gehöre in die Öffentlichkeit!
  4. Diese psychisch grausame Unterdrückung passt meiner Meinung nicht zu dem biblischen Gedanken der Nächstenliebe, der Liebe Gottes zu jedem Einzelnen, der - gleichberechtigten - Chance, die jeder Mensch vor Gott hat u.s.w.!

Für Christen, die Schwulsein schlimm finden, passt wohl alles gut zusammen. Ich interessiere mich dafür, was Christian sagen, die Schwule nicht diskrimminieren:
Wie passt Homosexualität und Bibel zusammen?
Ist das etwas klarer?

Interessierte Grüße!
Christian

Hallo Christian,

  1. Ich blicke ziemlich unbeschwert von „außen“ auf das Thema,
    bin weder schwul noch christlich. Ich habe allerdings einige
    sehr nette lesbische Bekannte und finde ihre Lebensweise
    absolut normal.

Nein, „absolut normal“ ist Homosexualität nicht. Durch die Brille des Biologen betrachtet stellt sie eine Form der Sexualität dar, die nicht der Arterhaltung dient. Wäre sie vererbbar, so würde sie nur in seltenen Fällen auftreten und hätte keine Chance sich zu behaupten - eine typische Mutation also, die nicht (über-) lebensfähig ist.
Bevor ich hier nun gemeuchelt werde - erst zu Ende lesen, bitte.

  1. Die Bibel ist für mich ein Buch, dem ich mit großem Respekt
    begegne, weil sie, allgemein ausgedrückt eine „faszinierende
    menschenfreundliche friedensstiftende Lehre“ enthält.

Jepp, das ist richtig, zur Waffe wird sie erst in der Hand der Menschen.

  1. Ich bin der Meinung, dass man homosexuelle Menschen
    unterdrückt und diskriminiert, wenn man ihre sexuellen Neigung
    als „krankhaft“, „sündig“ abtut (Sex und Liebe kann doch etwas
    sehr schönes sein! Warum sollen diese Menschen ihr Leben lang
    Gewissensbisse haben, wenn sie eines der schönsten und
    zärtlichsten Dinge tun, die es gibt?) Das bedeutet natürlich
    nicht, dass ich finde, Sex gleich welcher Art gehöre in die
    Öffentlichkeit!

Tja, das Kapitel „Unterdrückung und Diskriminierung“ füllt die Geschichte der Kirchen weitgehend aus. Die Methode ist simpel, man :

  • erkläre sich selbst für unfehlbar und von Gottes Gnaden
  • nehme ein beliebiges menschliches Grundbedürfnis
  • erkläre dieses zur ganz ganz bösen Sünde
  • biete sich als einzigen Heilsbringer und Sündenvergeber an, wenn ein Sektenhöriger nicht wider seine Natur handeln konnte
    und fertich ist ein System, das mit dem mittelalterlichen und altersstarrsinnigen Kretin in Rom seinen vorläufig absurdesten Höhepunkt der letzten 300 Jahre zelebriert.
    Andersartige sind die willkommensten Opfer dieser perfiden Ideologie - sie eignen sich so schön als Sündenbock. Man bedauert insgeheim nur, daß man sie nicht mehr zum Beleuchten von öffentlichen Plätzen benutzen darf.
  1. Diese psychisch grausame Unterdrückung passt meiner Meinung
    nicht zu dem biblischen Gedanken der Nächstenliebe, der Liebe
    Gottes zu jedem Einzelnen, der - gleichberechtigten - Chance,
    die jeder Mensch vor Gott hat u.s.w.!

Natürlich passt sie nicht zur Bibel und ihrem Grundgedanken. Das tun Ablaßhandel, Zölibat, Kindesmißbrauch, Unfehlbarkeit, Beichte und dergleichen auch nicht.

Für Christen, die Schwulsein schlimm finden, passt wohl alles
gut zusammen. Ich interessiere mich dafür, was Christian
sagen, die Schwule nicht diskrimminieren:
Wie passt Homosexualität und Bibel zusammen?

Vielleicht sollten wir erstmal zwischen Christentum und Kirchen unterscheiden. Die mittelalterlichen Fanatiker haben mit „Christentum“ soviel zu tun wie die Scharia und ihre Folterknechte mit dem Islam.
Und auch der Biologe von oben sollte zivilisiert genug sein um die reine Darwinsche Auswahl des Überlebensfähigsten nicht auf die menschliche Gesellschaft anzuwenden (den stümperhaften Versuch hatten wir ja erst vor 70 Jahren in D).
Und dann wirds einfacher. Ohne selbst allzu bibelfest zu sein: Die Bibel fordert uns auf, einander zu achten, zu lieben und zu helfen.
Jesus selbst scheute nicht vor Huren und Zöllnern zurück - unabhängig davon, ob er ihren Lebenswandel billigte oder nicht.
Die Sexualität als solche KANN gar nicht böse sein, fast egal in welcher Form sie praktiziert wird. Schlecht wird sie erst durch Absichten, Hintergedanken und Mißbrauch.
Wer seine Art von Liebe (und Sex) verantwortungsvoll und mit Respekt vor den Menschen lebt, wer sie nutzt um Erfüllung und Befriedigung zu schenken, der kann nicht irren. Egal, ob hetero oder homo, ob für (an) sich allein oder in der Gruppe.

Just my 2 cents

Bernd

Biologie und Homosexualität
HAllo Bernd,

Nein, „absolut normal“ ist Homosexualität nicht. Durch die
Brille des Biologen betrachtet stellt sie eine Form der
Sexualität dar, die nicht der Arterhaltung dient.

Viele Tiere (Affen, Meerschweinchen u.a.) können homo- und bisexuell sein. Sexualität dient bei vielen Tieren (und auch bei den Menschen) nicht nur der Fortpflanzung, sondern ist vielmehr ein Sozialverhalten, dass z.B. zur Bekundung von Sympathie eingesetzt wird.
Homo- und Bisexuelle Neigungen kommen, je nach Art, bei 10-20% der Population vor und sind somit eine „normale“ Ausprägung.

Bevor ich hier nun gemeuchelt werde - erst zu Ende lesen,
bitte.

Was Du geschrieben hast (oben) war zwar nicht richtig, aber meucheln werde ich Dich dafür nicht. Übrigens ist es ebenso normal keine Schwulen oder Lesben zu mögen, wie es normal ist keine Angler oder die Farbe Blau nicht zu mögen.

Grüße,

Anwar

Hallo Anwar,

Nein, „absolut normal“ ist Homosexualität nicht. Durch die
Brille des Biologen betrachtet stellt sie eine Form der
Sexualität dar, die nicht der Arterhaltung dient.

Viele Tiere (Affen, Meerschweinchen u.a.) können homo- und
bisexuell sein. Sexualität dient bei vielen Tieren (und auch
bei den Menschen) nicht nur der Fortpflanzung, sondern ist
vielmehr ein Sozialverhalten, dass z.B. zur Bekundung von
Sympathie eingesetzt wird.
Homo- und Bisexuelle Neigungen kommen, je nach Art, bei 10-20%
der Population vor und sind somit eine „normale“ Ausprägung.

Bist Du sicher, daß es eine normale Ausprägung ist ? Ich dachte immer, es würde eher als Abweichung gesehen, die vor allem durch Streß und / oder sehr unnatürliche Lebensbedingungen (siehe Enten in der Stadt) ausgelöst wird. Lasse mich aber gerne belehren.

Bevor ich hier nun gemeuchelt werde - erst zu Ende lesen,
bitte.

Was Du geschrieben hast (oben) war zwar nicht richtig, aber
meucheln werde ich Dich dafür nicht. Übrigens ist es ebenso
normal keine Schwulen oder Lesben zu mögen, wie es normal ist
keine Angler oder die Farbe Blau nicht zu mögen.

DAS kann ich glatt unterschreiben. Und „Toleranz“ werden wir erst dann haben, wenn die sexuelle Ausrichtung genauso wichtig oder unwichtig ist wie das Hobby oder die Farbe des Autos.

Gruß
Bernd

Hallo nochmal,

Bist Du sicher, daß es eine normale Ausprägung ist ? Ich
dachte immer, es würde eher als Abweichung gesehen, die vor
allem durch Streß und / oder sehr unnatürliche
Lebensbedingungen (siehe Enten in der Stadt) ausgelöst wird.
Lasse mich aber gerne belehren.

Schau mal hier:
http://www.3sat.de/3sat.php?http://www.3sat.de/nano/…
Das ist jetzt nur ein kurzer Beleg (für meine forsche Behauptung). Wenn Du mit „Homosexualität Tiere“ oder „homosexual animals“ googelst, wirst Du auch andere, detailiertere (aber dadurch weniger übersichtliche) Quellen finden.
Es könnte sein, dass das, was Du schilderst früher einmal Lehrmeinung war (aber ich bin kein Biologe, kann’s daher nicht beschwören).

Was Du geschrieben hast (oben) war zwar nicht richtig, aber
meucheln werde ich Dich dafür nicht. Übrigens ist es ebenso
normal keine Schwulen oder Lesben zu mögen, wie es normal ist
keine Angler oder die Farbe Blau nicht zu mögen.

DAS kann ich glatt unterschreiben. Und „Toleranz“ werden wir
erst dann haben, wenn die sexuelle Ausrichtung genauso wichtig
oder unwichtig ist wie das Hobby oder die Farbe des Autos.

Schön, dass Du mich da richtig verstanden hast.

Grüße,

Anwar

Bist Du sicher, daß es eine normale Ausprägung ist ? Ich
dachte immer, es würde eher als Abweichung gesehen, die vor
allem durch Streß und / oder sehr unnatürliche
Lebensbedingungen (siehe Enten in der Stadt) ausgelöst wird.
Lasse mich aber gerne belehren.

Ich vertrete auch die „Nomal-These“. Es gibt sogar Transexuelle Tiere die ihr
Geschlecht wandeln können, wie z.B die berühmten „Nemo-Fische“.

Auch einige Frösche können spontan ihr Geschlecht werden.

Das ist also auch „normal“.

Lg

Julia

Hallo,

meine Antwort geht zwar leicht an der Frage vorbei, aber hoffentlich sind trotzdem einige interessante Aspekte dabei. Mir fällt zu dem Thema folgendes ein:

Zuerst zur Ursprungsfrage: Was hält Gott (der Gott der Christen) von Homosexualität?
Antwort: Ich weiß es nicht, er hat sich in letzter Zeit nicht dazu geäußert. Aufzeichnungen Dritter (Bibel) zufolge hat er sich persönlich einmal negativ zum Beischlaf von Männern miteinander geäußert. Allerdings hat er zu dieser Zeit auch viele andere Gebote erlassen, die wir heute nicht mehr befolgen (un damit sind nicht die großen 10 gemeint). Weiterhin hat er später (ebenfalls laut Aufzeichnungen Dritter) durch seinen Sohn mehr oder weniger alle kleinen Gebote durch „Liebe Deinen Nächsten wie Dich selbst“ ersetzen lassen.

Ursprünglich ging es ja darum, einem homophobisch agierenden Christen, der dabei ist, diese Einstellung an seine Kinder weiterzugeben, mit Argumenten entgegen zu treten. Das kannst Du vergessen. Religion hat mit Glauben zu tun, mit innerer Überzeugung, nicht mit rationalen Argumenten. Die Bibel in ihrer schriftlichen Niederlegung ist Menschenwerk und lässt sich je nach eigener Überzeugung interpretieren wie es einem passt.

Fühlen sich Homosexuelle durch Aussagen konservativer Christen diskriminiert? Ja, kann ich bestätigen. Was kann man dagegen tun? Einiges, aber diskutieren und argumentieren hilft nicht.

Ich respektiere die Meinung derjenigen, die Homosexualität für abartig, nicht gottgefällig oder sonstwie negativ halten. Ich kann nur durch meinen eigenen Lebenswandel dafür sorgen, dass es keinen vernünftigen Grund gibt, mich aufgrund meiner sexuellen Präferenzen zu verdammen.

Wenn mir einer aufrecht ins Gesicht sagen kann, dass meine 9-jährige, glückliche monogame Beziehung zu meiner Lebensgefährtin ein Ding des Teufels sei und mich in die Hölle bringen wird, und das unsere Liebe nicht ein Geschenk Gottes ist - was könnte ich da Rationales erwidern? Nichts.

Das erinnert mich daran, wie letzthin in Amerika gegen die Ehe für Homosexuelle entschieden wurde. Vorreiter der Pro-Bewegung war, wenn ich mich recht erinnere, ein lesbisches Pärchen aus Californien, die bereits seit über 30 Jahren zusammen waren. Mein erster Gedanke: ich will, dass diejenigen, die gegen die Ehe für Homosexuelle gestimmt haben, dorthin fahren und den beiden Frauen ins Gesicht sagen sollen, warum ihre Beziehung das Sakrament der Ehe für Heterosexuelle in Frage stellt.

Hier Links zu einem sehr guten (allerdings englischen) Messageboard, welches allgemein dem Kampf gegen Unwissenheit gewidmet ist. Es ist eher liberal, aber prinzipiell weder pro noch kontra eingestellt. In den beiden Threads werden alle wesentlichen Bibelstellen die sich mit der Sache beschäftigen analysiert. Es kommen auch Übersetzungsprobleme und andere Interpretationsdifferenzen dieser Stellen zur Sprache:

http://boards.straightdope.com/sdmb/showthread.php?t…

http://boards.straightdope.com/sdmb/showthread.php?t…

Gruß,

Myriam

Viele Tiere (Affen, Meerschweinchen u.a.) können homo- und
bisexuell sein.

was soll das bitte für ein argument sein?? es gibt tierarten, die ihre kinder auffressen. ist jetzt infantizid „normal“ und muß toleriert werden? (für die geistig langsamen - nicht du: dieser satz war ein argument durch analogie. ich stelle schwulen sex nicht auf dieselbe legale stufe wie mord.)

würde mich freuen, wenn es EINEN thread gäbe, in dem NICHT ständig biologie ins spiel gebracht wird, wenn es um ethische/religiöse werte geht.

gruß
datafox

Ich habe allerdings einige sehr nette lesbische Bekannte …

du kannst deinen sehr netten lesbischen bekannten mitteilen, daß das was sie im bett tun, nirgends in der bibel erwähnt wird (keine gewähr fürs evangelium, da müßt ich jetzt gugeln.)

gruß
datafox

Ich vertrete auch die „Nomal-These“. Es gibt sogar
Transexuelle Tiere die ihr
Geschlecht wandeln können, wie z.B die berühmten
„Nemo-Fische“.

Auch einige Frösche können spontan ihr Geschlecht werden.

Das ist also auch „normal“.

LOL das ist wirklich das beste seit langem :smile:
schonmal menschen gesehen die ihr geschlecht aus eigenem antrieb mal so mal so wechseln? ich meine jetzt das biologische geschlecht und nicht schminke und röckchen.

gruß
datafox

Es könnte sein, dass das, was Du schilderst früher einmal
Lehrmeinung war

die sgn. „lehrmeinung“ ist nichts anderes als die herrschende meinung über ein bestimmtes ethisches thema. die wissenschaft hängt ebenso wie religion ihr fähnchen in den wind. früher war „rassenkunde“ ein fach an den unis, und man konne wissenschaftlich belegen daß frauen minderwertige gehirne haben. heute reicht schon das wort rasse, um eine publikation zu kippen. früher meinte man, homosexualität sei eine krankheit, heute ist das plötzlich nicht mehr „lehrmeinung“. mal sehen wie es weitergeht. was auch immer die gesellschaft als normal betrachtet, genau das wird auch die wissenschaft bestätigen. was ich davon halte? nichts. eine derartige wissenschaft hat ihre funktion verfehlt.

gruß
datafox

Weiterhin hat er später … durch seinen Sohn mehr oder weniger alle kleinen
Gebote durch „Liebe Deinen Nächsten wie Dich selbst“ ersetzen
lassen.

ist müll, der hier schon zum dritten mal auftaucht!

„liebe deinen nächsten wie dich selbst“ steht in lev. 19.18 und ist keinesfalls eine christliche ersetzung für das alttestamentarische „rachegebot“. dieser spruch stammt nicht von jesus. es ist die dichotomie zwischen dem bösen archaischen judentum mit seinen harten gesetzen und dem menschenfreundlichen vergebenden christentum.

du willst hier toleranz für schwule und bedienst dich mittelalterlicher klischees zur abwertung einer minderheit?

gruß
datafox

*Lol*

das wär cool, nein das hab ich so nicht gemeint, es ist ja blos so, das
Transsexuelle auch diskriminiert werden, und ich wollte nur drauf hinweisen, das
eine Geschlechtsumwandlung im Tierreich nichts besonderes ist.

Aber die Vorstellung, mal im stehen pinkeln zu könne hat was :wink:

LG

Julia

das wär cool, nein das hab ich so nicht gemeint, es ist ja
blos so, das
Transsexuelle auch diskriminiert werden, und ich wollte nur
drauf hinweisen, das
eine Geschlechtsumwandlung im Tierreich nichts besonderes ist.

diese tiere sind von haus aus so. deren fortpflanzung beruht darauf, daß sie ihr geschlecht ändern. das nennt man hermaphroditen glaube ich. eine geschlechstumwandlung bei einem wesen mit zwei festgelegten geschlechtern ist aber ein chirurgischer und hormoneller eingriff von außen. von selbst passiert das nicht. (abgesehen von ganz seltenen fällen, in denen tatsächlich ein baby mit zwei geschlechtern geboren wird.)

Aber die Vorstellung, mal im stehen pinkeln zu könne hat was
:wink:

das wäre möglich, wenn es dazu passende toiletten gäbe. aber anscheinend ist die nachfrage nicht vorhanden :smile:

gruß
datafox

Hallo datafox,

„liebe deinen nächsten wie dich selbst“ steht in lev. 19.18

Da sieht man, dass ich (Mitglied keiner Religionsgemeinschaft) zu wenig Ahnung von der Bibel habe, um daraus zu zitieren. Mein Zitat stammt aus dem neuen Testament (Matthäus 9:43).

Mir war nicht beuwßt, dass Jesus hier selbst zitiert und ebensowenig, dass dieses Zitat eine Diskriminierung anderer Lehren darstellt. Dank Deines wie immer freundlichen und sachlichen Kommentars habe ich nun etwas dazugelernt und z.B. auch die folgende Seite gefunden, die das ganze erläutert:

http://www.gracecathedral.org/enrichment/brush_excer…

Wenn Du mein Posting noch mal liest, wirst Du übrigens feststellen, dass ich keinesfalls Toleranz für Homosexuelle fordere, sondern im Gegenteil aussage, dass jeder ein Recht auf seine Meinung hat.

Gruß,

Myriam

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Hallo Data,

Viele Tiere (Affen, Meerschweinchen u.a.) können homo- und
bisexuell sein.

was soll das bitte für ein argument sein?? es gibt tierarten,
die ihre kinder auffressen. ist jetzt infantizid „normal“ und
muß toleriert werden?

Das bezog sich auf die Aussage, dass Homosexualität in der Biologie als „nicht normal“ eingestuft ist. Ob die Biologie überhaupt ein Maß für das menschliche Verhalten sein kann, dass möchte (auch) ich bezweifeln, zumal Infantizid bei weitem nicht das grauseligste ist, was die Tierwelt zu bieten hat.
Ich wollte nur mit diesem Voruteil aufräumen, dass es in der Tierwelt keine Hoosexualität gäbe.

würde mich freuen, wenn es EINEN thread gäbe, in dem NICHT
ständig biologie ins spiel gebracht wird, wenn es um
ethische/religiöse werte geht.

Die Biologie habe nicht ich ins Spiel gebracht, lediglich eine falsche biologische Aussage korrigiert. Aber das ist Dir, scharfsichtig wie Du bist, sicherlich aufgefallen.

Grüße,

Anwar

Die Biologie habe nicht ich ins Spiel gebracht, lediglich eine
falsche biologische Aussage korrigiert. Aber das ist Dir,
scharfsichtig wie Du bist, sicherlich aufgefallen.

ja, das war dein vorgänger. die „brille des biologen“ steht weder einem philosophen noch einem theologen besonders gut :smile:

datafox

das wär cool, nein das hab ich so nicht gemeint, es ist ja
blos so, das
Transsexuelle auch diskriminiert werden, und ich wollte nur
drauf hinweisen, das
eine Geschlechtsumwandlung im Tierreich nichts besonderes ist.

diese tiere sind von haus aus so. deren fortpflanzung beruht
darauf, daß sie ihr geschlecht ändern. das nennt man
hermaphroditen glaube ich. eine geschlechstumwandlung bei
einem wesen mit zwei festgelegten geschlechtern ist aber ein
chirurgischer und hormoneller eingriff von außen. von selbst
passiert das nicht. (abgesehen von ganz seltenen fällen, in
denen tatsächlich ein baby mit zwei geschlechtern geboren
wird.)

Jetzt iwrds langsam a bissal oftopic *grins*

Hermaphroditen ist die alte grichische Bezeichnung für einen Menschen der mit
beiden Geschlechtsmerkmalen geborgen wird. Soweit ich gelesen habe, wurden die in
Ägypten sogar vergöttlicht…

Übrigens hatten wir im Reitstall mal ein Zwitterpony, aber das führt jetzt
wirklich zu weit…

Aber die Vorstellung, mal im stehen pinkeln zu könne hat was
:wink:

das wäre möglich, wenn es dazu passende toiletten gäbe. aber
anscheinend ist die nachfrage nicht vorhanden :smile:

Es gibt bei http://www.ok-ok.de so ein Piss-Ding für Frauen zu kaufen,ist aber
auch kein Verkaufsschlager…

gruß
datafox

Grüsse aus Wien ( die sonne scheint, Juhu)

Julia

Hallo Bernd.

Wer seine Art von Liebe (und Sex) verantwortungsvoll und mit
Respekt vor den Menschen lebt, wer sie nutzt um Erfüllung und
Befriedigung zu schenken, der kann nicht irren. Egal, ob
hetero oder homo, ob für (an) sich allein oder in der Gruppe.

Und was hat dieses nun mit der Bibel zu tun?

Scholem,
Eli

Verständnisproblem
Hallo Myriam,

Fühlen sich Homosexuelle durch Aussagen konservativer Christen
diskriminiert? Ja, kann ich bestätigen.

Mir ist nicht so ganz klar, wie man sich durch solche Aussagen diskriminiert fühlen kann.
Die Drohung mit der imaginären Hölle ist doch wohl lachhaft, wenn man nicht dieser Religion angehört. Wenn man aber doch der Religion angehören möchte, dann muss man eben damit leben, dass diese Religion gewisse Vorstellungen über das Leben transportiert bzw. beinhaltet.

Grüße,

Anwar