ich interessiere mich für eine nette 10…14 tägige Bildungsreise nach Pompeji / Neapel.
Nach einigen Tagen der Internetrecherche kam ich zu dem erschreckenden Schluß, daß die ganze Bildungsreisenlandschaft wohl nur älteren und/oder reicheren Leuten vorbehalten ist.
So kostet eine etwa 10 tägige Tour um die 1500 EURO. Zugegeben mit Übernachtung, Anfahrtskosten und organisierten Führungen.
Aber jede DomRep Tour kostet nur ein Bruchteil dessen, was DIE einem abverlangen.
Das kann doch eigentlich nicht sein, daß solche Reisen derart überteuert sind, oder?
Vielleicht habt Ihr noch einen Tipp für mich. Ich wollte eigentlich für diese 10 Tage nicht mehr als 1000 EURO ausgeben - das ist doch nicht zu illusorisch, oder?
ich interessiere mich für eine nette 10…14 tägige
Bildungsreise nach Pompeji / Neapel.
Nach einigen Tagen der Internetrecherche kam ich zu dem
erschreckenden Schluß, daß die ganze Bildungsreisenlandschaft
wohl nur älteren und/oder reicheren Leuten vorbehalten ist.
So kostet eine etwa 10 tägige Tour um die 1500 EURO. Zugegeben
mit Übernachtung, Anfahrtskosten und organisierten Führungen.
…und das ist noch günstig
Aber jede DomRep Tour kostet nur ein Bruchteil dessen, was DIE
einem abverlangen.
Das kann doch eigentlich nicht sein, daß solche Reisen derart
überteuert sind, oder?
Vielleicht habt Ihr noch einen Tipp für mich. Ich wollte
eigentlich für diese 10 Tage nicht mehr als 1000 EURO ausgeben
das ist doch nicht zu illusorisch, oder?
Die beste Möglichkeit in meinen Augen ist immer noch die, einfach auf eigene Faust hinzufahren, sich in der Nähe eine kleine Pension zu suchen und die Besichtigungen auf eigene Faust zu machen. Auf der einen Seite wirst du so natürlich einige Sachen nicht sehen, die du sonst zu sehen bekommen hättest. Auf der anderen Seite wirst du so aber auch eine ganze Menge Sachen sehen und erleben, die du auf einer geführten Tour eben gerade nicht sehen oder erleben würdest.
Es gibt übrigens derzeit in Mannheim eine sehr sehenswerte Ausstellung über Pompeji. Vielleicht kann das ja zur Reisevorbereitung dienen?
Ach ja - und immer schön darauf achten, dass nicht gerade mal wieder gestreikt wird - als ich vor Jahren nach Pompeji wollte (damals noch mit der Schulklasse) sind wir schön ein paar Stunden im Bus gesessen, nur um bei der Ankunft dann zu erfahren, dass Museen derzeit bestreikt würden. Und das, so habe ich auch in den folgenden Jahren erfahren, kann häufiger passieren
Da sieht man mal wieder, wie wenig das Internet taugt,
um anspruchsvolle Reisen zu buchen
Bei dem renommiertesten deutschen Studienreiseveranstalter, Studiosus http://www.studiosus.de/ , bekommst Du die zehntägige Reise „Golf von Neapel“ schon ab EURO 1.130,-- (Katalog „Westliche Mittelmeerländer“ 2005, S. 90/91), bei Dr. Tigges ( http://www.drtigges.de/ ) ab EURO 1.275,-- (Katalog „Europa erfahren“, S. 100/101).
Beide Kataloge erhältst Du in guten Reisebüros.
_Bei der Studiosus-Reise sind in dem gennanten Reisepreis übrigens schon enthalten
ca. 55,-- EURO Eintrittsgelder
Gruppentrinkgelder
Reiserücktrittkostenversicherung
Reiseliteratur im Wert von ca. 30,-- EURO
Halbpension_
In der Tat sind qualifiziert geführte Studienreisen nicht ganz billig aber …
Du mußt Dir aber auch einfach mal über folgendes im Klaren sein:
1.) Du reist nicht in ein Billigland wie die DomRep, sondern in eines der - von Lebenshaltungs- und Unterkunftskosten her - teuersten Länder Europas.
2.) Du hast in kleinen Gruppen eine durchgängige, akademisch geschulte Reiseleitung, die auch nicht gerade nach dominikanischen Tarifen entlohnt wird.
Und laß uns jetzt mal die Gegenrechnung aufmachen:
Individuelle Bahnfahrt nach Neapel:
ca. EURO 175,–
9 Übernachtungen mit Frühstück in einem soliden 3-4****-Hotel in Neapel
ca. EURO 675,–
10 mal der Halbpension entsprechende individuelle Verpflegung in einem italienischen Restaurant
ca. EURO 200,–
Eintrittsgelder
ca. EURO 55,–
Macht bis hierher schon EURO 1.105,–
Merkste was?
Für weniger als EURO 1.000,-- wirst Du möglicherweise ein Angebot von einem Busreiseveranstalter bekommen, aber wundere Dich dann nicht über die Qualität der Unterbringung und der Reiseleitung
Die mannheimer Ausstellung habe ich übrigens bereits gesehen. Hat mich mächtig beeindruckt…
Die beste Möglichkeit in meinen Augen ist immer noch die,
einfach auf eigene Faust hinzufahren, sich in der Nähe eine
kleine Pension zu suchen und die Besichtigungen auf eigene
Faust zu machen
Das sehe ich grundsätzlich genauso! Nur wollte ich diesen Frühlung nicht alleine in den Urlaub fahren. Die Gruppenreise hatte noch den Vorteil, daß man ein paar nette Leute um sich herum hat.
Der Tip mit den Streiks ist wirklich wertvoll. So etwas ähnliches hatte ich auch einmal in Rom erlebt. Wollten die Villa d’Este besuchen und uns die Wasserspiele anschauen. Jedoch hatten die die Wasserleitungen gerade irgendwie gewartet. Kein Wasser -> Keine Spiele
Da lohnt sich auf alle Fälle vorher ein kleiner Anruf oder so.
ich bin mir nicht ganz sicher, ob Du mit „Bildungsreise“ eine Studienreise oder einen Bildungsurlaub meintest.
Ich habe beides schon selbst kalkuliert (eigene Studienreisen nach Thailand und Sumatra, Bildungsurlaube nach Amsterdam/Rotterdam, London und Kopenhagen) und es ist einfach teuer! Wenn man ein kleiner Veranstalter ist, der den Hotels, Fluggesellschaften und Agenturen keine großen Kontingente abkaufen kann und deshalb Sonderpreise erhält, dann sind geführte Reisen einfach nicht billig.
Alleine mein Gehalt als Reiseleiter bzw. Seminarleiter des Bildungsurlaubs plus meine eigenen Reisekosten (Übernachtung, Fahrtkosten, Verpflegung) sind ja nicht ohne, selbst wenn man sich nicht das Riesengehalt auszahlt. Dazu kommt natürlich noch, dass Italien (wie auch die Niederlande, London und Dänemark) ein teures Pflaster ist und die Unterkünfte ein enormes Geld verschlingen.
grundsätzlich sehe ich es ähnlich wie du, nur zu folgendem fällt mir noch etwas ein:
2.) Du hast in kleinen Gruppen eine durchgängige, akademisch
geschulte Reiseleitung, die auch nicht gerade nach
dominikanischen Tarifen entlohnt wird.
Nö, zu dominikanischen Tarifen nicht, aber auch nicht gerade zu besonders großartigen deutschen Tarifen.
Ich habe mich zwar das letzte Mal vor ca. 7 oder 8 Jahren intensiver mit dem Thema beschäftigt, aber damals gab’s Tagessätze von 120 bis 180 DM für eine Studienreiseleitung.
Das ist natürlich fürstlich, wenn man es mit den damaligen „normalen“ Reiseleitern vergleicht, die sich wie ich damals eine zeitlang am Wochenende auf den Städtereisenbus geklemmt haben und dafür so um die 60 DM/Tag bekamen.
Nach wie vor ist die Tourismusbranche eine der schlechtentlohntesten überhaupt. Schade eigentlich …
Hallo Joachim,
meinst du das ernst mit dem wahnsinnig teuer? Ich finde den Preis sehr moderat. War gerade über WH 4 Tage in Moskau (incl. An- und Abreise); habe etwas über 1500 bezahlt. Hotel war das Rossija, nicht etwa Kempinski.
Aber für eine seriöse gut geleitete Studienreise finde ich das nicht zu teuer.
MFG
karsten
aber damals gab’s
Tagessätze von 120 bis 180 DM für eine Studienreiseleitung.
Das ist natürlich fürstlich, wenn man es mit den damaligen
„normalen“ Reiseleitern vergleicht, die sich wie ich damals
eine zeitlang am Wochenende auf den Städtereisenbus geklemmt
haben und dafür so um die 60 DM/Tag bekamen.
auch meine Infos sind natürlich jetzt veraltet, aber die Bezahlung der Reiseleiter ist enorm unterschiedlich. (Wie Du ja auch schreibst) Während ich damals bei Dr. Tigges 170 DM am Tag plus Spesen bekam, waren es bei Meier’s Weltreisen 210 DM ohne Spesen. (Was auf einen ähnlichen Betrag hinauslief) Freunde von mir, die bei Wikinger gearbeitet haben, verdienten nur 110 DM am Tag und mussten teilweise alles vor Ort noch organisieren.
Nicht zuletzt aus diesem Grund der unterschiedlichen Entlohnung haben sich Reiseleiter zum „Verband der Studienreiseleiter e.V.“ zusammen geschlossen, um gegenüber den Veranstaltern geschlossener auftreten zu können.
ja und die Dödel, die bei Busreiseveranstaltern reiseleiten, bekommen 30 Euro (60 DM) am Tag, bei nur Unterkunft/Übernachtung/Frühstück. Dafür ist man dann für 48 Leute verantwortlich.
Ist eigentlich nur für Studenten, die mal raus wollen oder Leute, die es nebenbei aus Liebe zum reiseleiten machen. So Bekloppte wie ich halt. Obwohl ich inzwischen eigentlich keine Lust mehr dazu habe - aber ein oder zweimal im Jahr laß ich mich doch noch breitschlagen, so aus alter Freundschaft…
Es gibt doch nix schöneres, als sich nach 18 Stunden Busfahrt in London aus seinem Sitz zu schälen…
Oder nach 10 Stunden in Paris das erste Croissant zu essen und auf leeren Straßen morgens in Richtung Notre Dame zu fahren…