Bin ich der Einzige?

Hallo Experten,
angespornt durch einen Beitrag weiter unten auf meine persönliche Meinung über die englische Sprache würde mich einmal interessieren:

  • bin ich hier einer von Wenigen, die Englisch einfach grausig finden,
    die stinksauer sind, dass unser Schulsystem uns zwingt, diese Sprache zu lernen,
  • oder gibt es noch Gesinnungsgenossen, denen diese Sprache auf die Nerven geht und die Französisch, Russisch, Spanisch etc. wesentlich eleganter und schöner finden.

Warum nicht so eine Umfrage, im Auto Brett ging einem Kollegen die Metallic Lackierung auf „den Keks“ und er ist nicht allein damit.

Auf Eure Antworten bin ich gespannt - aber nehmt doch bitte nicht immer alles so bierernst - auch Tibetanische Dialekte sollen schön klingen :smile:.
MFG
Henning

Hallo Experten,
angespornt durch einen Beitrag weiter unten auf meine
persönliche Meinung über die englische Sprache würde mich
einmal interessieren:

  • bin ich hier einer von Wenigen, die Englisch einfach grausig
    finden,
    die stinksauer sind, dass unser Schulsystem uns zwingt, diese
    Sprache zu lernen,
  • oder gibt es noch Gesinnungsgenossen, denen diese Sprache
    auf die Nerven geht und die Französisch, Russisch, Spanisch
    etc. wesentlich eleganter und schöner finden.

Bei Spanisch würde ich dir noch zustimmen. Aber Russisch und Französisch finde ich zum davonrennen.
Englisch ist nur ekelhaft wenn es (hochgestochenes) Britisches Englisch ist. Das kann ich auch nicht ausstehen.

Hallo Henning,

auch ich finde Französisch und Spanisch „schöner“ als Englisch, und spreche vor allem Spanisch lieber.

Aber was nutzt das, wenn in fast aller Welt die Leute als erste Fremdsprache Englisch lernen?

Zur Zeit sieht es ja so aus, dass die zukünftige Weltsprache Chinesisch sein wird. Aber das wird wohl erst die nächste Generation betreffen, sei froh, dass der Kelch uns erspart geblieben ist.

Grüße
Carsten

Bei Spanisch würde ich dir noch zustimmen. Aber Russisch und
Französisch finde ich zum davonrennen.
Englisch ist nur ekelhaft wenn es (hochgestochenes) Britisches
Englisch ist. Das kann ich auch nicht ausstehen.

Ja, das ist das Schlimmste, Amerikanisch finde ich ja noch recht nett - Johnny Cash kann ich z.B. stundenlang zuhören, je mehr Slang, desto besser, finde ich.

Das mit Französich ist ja lustig, ich bin gerade dabei, es mir selbst beizubringen - so sind die Geschmäcker verschieden, zum Glück.
MFG
Henning

  • bin ich hier einer von Wenigen, die Englisch einfach grausig
    finden,
    die stinksauer sind, dass unser Schulsystem uns zwingt, diese
    Sprache zu lernen,
  • oder gibt es noch Gesinnungsgenossen, denen diese Sprache
    auf die Nerven geht und die Französisch, Russisch, Spanisch
    etc. wesentlich eleganter und schöner finden.

Hi Henning,

ich finde „Englisch“ keineswegs grausig, denn davor müsste man erst einmal definieren welches Englisch Du meinst. Britisches Englisch im Bereich Oxford/London oder USA-Eastcoast-Englisch hört sich für meine Ohren sehr nett an, „Alabama“- oder australisches Englisch finde ich z.B. furchtbar.

Ich finde auch Französisch nicht unbedingt eleganter und auf keinen Fall melodiöser. Spanisch/Italienisch klingt für mich ganz nett, ist aber eher eine Hobby-Sprache.

Ich finde jedenfalls, dass in Deutschland Englisch bisher noch zu spät gelehrt wurde. Die neuen Entwicklung mit der Lehre von Englisch im Kindergarten bzw. Grundschule finde ich deshalb sehr begrüßenswert.

Meine Gründe dafür sind:

  • Englisch ist DIE internationale Sprache und das wird noch weiter gehen. Natürlich gibt es auch Erdteile in denen Französisch oder Spanish weiterhelfen, aber im Zweifelsfall ist es immer Englisch das weiterhilft.

  • Englisch hat eine relativ einfache Grammatik und ist leicht zu lernen, jedenfalls viel leichter als Französisch oder Spanisch (ich hab’s versucht :wink:.

  • Außerdem ist englisch DIE Wissenschafts- und Businesssprache (wenn auch manche sagen, dass letzteres von Chinesisch verdrängt werden wird.)

Gruß

Hallo,

  • bin ich hier einer von Wenigen, die Englisch einfach grausig
    finden,

Über Geschmack lässt sich bekanntlich streiten, aber meine Erfahrung ist, dass diejenigen, die Englisch scheußlich finden, meist keine Ahnung von gutem Englisch haben. Ich kann es generell nicht nachvollziehen, für mich ist jede Sprache schön und interessant.

die stinksauer sind, dass unser Schulsystem uns zwingt, diese
Sprache zu lernen,

Das liegt wohl weniger daran, dass das „Schulsystem“ die Sprache gut oder schön findet, sondern daran, dass man in unserer Welt ohne Englisch kaum noch international sich bewegen kann. In Baden-Württemberg gehen gerade Eltern auf die Barrikaden, weil ihnen im Grenzgebiet zu Frankreich aufgezwungen werden soll, dass die Kinder ab Klasse 5 Französisch lernen sollen. Die Eltern haben Angst, dass ihnen dadurch das Fortkommen im Berufsleben erschwert wird. Nicht von der Hand zu weisen, sind auch Mobilitätsargumente: man kann sich dann nicht mehr erlauben von dort in einen anderen Teil Deutschlands zu ziehen; umgekehrt trifft das natürlich auch zu: Eltern werden sich zweimal überlegen in diese Gemeinden zu ziehen. Die Gemeinden selbst befürchten für die Zukunft Standortnachteile.

  • oder gibt es noch Gesinnungsgenossen, denen diese Sprache
    auf die Nerven geht

Warum?
Nur weil sie so weit verbreitet ist? Oder liegt es an der Sprache selbst (siehe meine Bemerkung oben)?
und die Französisch, Russisch, Spanisch

etc. wesentlich eleganter und schöner finden.

Also liegt es an der Sprache selbst. Ich behaupte noch einmal: wer das sagt, kennt nur rudimentäres Englisch.

Warum nicht so eine Umfrage, im Auto Brett ging einem Kollegen
die Metallic Lackierung auf „den Keks“ und er ist nicht allein
damit.

Aber ob du metallic lackiert fährst oder nicht, hat keinerlei Einfluss auf deine berufliche Zukunft.

Auf Eure Antworten bin ich gespannt - aber nehmt doch bitte
nicht immer alles so bierernst - auch Tibetanische Dialekte
sollen schön klingen :smile:.

Eben. Es gibt wunderschöne englische Dialekte, rein vom Klang her - zum Reinsetzen. Shakespeare gesprochen von jemand, der den Text versteht und Gefühl dafür hat - ich kenne nichts Vergleichbares.

Gruß
Elke

Hallo Henning,

auch ich finde Französisch und Spanisch „schöner“ als
Englisch, und spreche vor allem Spanisch lieber.

Aber was nutzt das, wenn in fast aller Welt die Leute als
erste Fremdsprache Englisch lernen?

Ja, aber so ein paar Brocken reichen da doch aus.
Und dann denke mal an Südamerika, Mexico etc.
Und an Nordafrika, da kommst Du mit Französisch (bis auf Ägypten) immer noch weiter als mit Englisch.

Zu Zeiten des Eisernen Vorhangs konnte drüben, egal wo, keiner Englisch. Nicht mal die Flugzeugpiloten :smile:
In Bulgarien hat sich meine Mutter eines engl. Ehepaares erbarmt - die waren so froh, dass mal einer ihre Sprache konnte.

Zur Zeit sieht es ja so aus, dass die zukünftige Weltsprache
Chinesisch sein wird. Aber das wird wohl erst die nächste
Generation betreffen, sei froh, dass der Kelch uns erspart
geblieben ist.

Grüße
Carsten

Das denke ich auch - die „gelbe Gefahr“. Da wird noch so Einiges auf uns (oder Nachkommen) zukommen.
MFG
Henning

Eben. Es gibt wunderschöne englische Dialekte, rein vom Klang
her - zum Reinsetzen. Shakespeare gesprochen von jemand, der
den Text versteht und Gefühl dafür hat - ich kenne nichts
Vergleichbares.

Gruß
Elke

Hallo Elke, nicht nur da muß ich DIr Recht geben.
Ich muss auch zugeben, dass ich nicht in der Lage bin, z.B. ein englisches Buch zu lesen (dieses Defizit kann ich mir in meinem Beruf zum Glück leisten).

Ja, die Grammatik etc. ist viel einfacher als in vielen anderen Sprachen. Russisch habe ich inzwischen aufgegeben, zumal ich auch nur alle paar Jahre dorthin reise.
Nun ist Französisch dran - in ein paar Monaten schreibe ich mal, ob ich Fortschritte gemacht habe.
MFG
Henning
und noch ein schönes Wochenende

Hallo nochmal,

Und dann denke mal an Südamerika, Mexico etc.
Und an Nordafrika, da kommst Du mit Französisch (bis auf
Ägypten) immer noch weiter als mit Englisch.

Ich kenne Lateinamerika und weiß es zu schätzen, dass man von Mexico bis Chile mit einer einzigen Sprache durchkommt.

Aber auch dort sprechen die Leute, wenn sie eine Fremdsprache können, Englisch. So wie fast überall auf der Welt. Englisch ist zwar ungeplant, aber zwangsläufig zur Welt-Kommunikationssprache geworden.

Das denke ich auch - die „gelbe Gefahr“.

Das klingt rassistisch. Ich sprach von einem „Kelch“, weil chinesisch weit schwerer zu erlernen ist als Englisch.

Grüße
Carsten

1 „Gefällt mir“

Hallo, Henning,
„schön“ ist m.E. kein Qualifikationsmerkmal für eine Sprache, sondern eine rein persönliche Wertung.

Da eine Sprache immer etwas (eher vieles) von der Kultur und dem Wesen eines Volkes transportiert, kann sie weder schön noch häßlich sein. Ebensowenig wie es in irgendeiner Gegend auf der Welt (und glaube mir, ich habe da fast überall meine Nase reingesteckt) kluge und brunzdumme, nette und widerliche, freundliche und muffelige Typen gibt. Und diese Mischung transportieren die Sprachen dieser Menschen.

Persönliche Zu- oder Abneigungen kann man natürlich haben. Aber muss man sie pflegen? Sollte man solchen unbegründbaren Neigungen nicht mit besonders wachem Misstrauen begegnen?

Einzelne Menschen kann man ablehnen. Eine ganze Kultur zu verdammen halte ich für dumm.

Gruß
Eckard

Das denke ich auch - die „gelbe Gefahr“.

Das klingt rassistisch.

Ist aber nicht so gemeint, das ist ein Ausdruck aus meiner Jugend, den man völlig unbekümmert verwendete.
Und dann gab es auch noch die „rote Gefahr“, damit waren allerdings nicht die Indianer gemeint :smile: , mehr die, die hinter dem Vorhang lauerten - mir gefiel es dort, hinter dem Vorhang, dem eisernen, eigentlich sehr gut, zumindest als Tourist vor 36 Jahren.
MFG
Henning

Hallo, Henning,
„schön“ ist m.E. kein Qualifikationsmerkmal für eine Sprache,
sondern eine rein persönliche Wertung.

genau das meine ich ja!

Da eine Sprache immer etwas (eher vieles) von der Kultur und
dem Wesen eines Volkes transportiert, kann sie weder schön
noch häßlich sein. Ebensowenig wie es in irgendeiner Gegend
auf der Welt (und glaube mir, ich habe da fast überall meine
Nase reingesteckt) kluge und brunzdumme, nette und widerliche,
freundliche und muffelige Typen gibt. Und diese Mischung
transportieren die Sprachen dieser Menschen.

Persönliche Zu- oder Abneigungen kann man natürlich haben.
Aber muss man sie pflegen? Sollte man solchen unbegründbaren
Neigungen nicht mit besonders wachem Misstrauen begegnen?

Einzelne Menschen kann man ablehnen. Eine ganze Kultur zu
verdammen halte ich für dumm.

Gruß
Eckard

Wer ist denn so dumm und macht dies? Ich finde es nur einfach so unerträglich, dass uns diese Sprache, die in meinen Ohren einfach nicht schön klingen mag, aufgezwungen wird.

Ich mag sie nicht, werde sie nie mögen - ach ja, wenn Du von Kultur sprichst, wo haben denn die Amerikaner (ich meine die US) eine Kultur :smile:

Ich widerspreche Dir übrigens, eine Sprache kann schon schön sein, die Deutsche ist es nicht, sie ist viel zu zischig und hart. Aber das ist doch Geschmackssache.
Und darüber läßt sich streiten.

Ja, ich pflege meinen Widerwillen gegen diese englische Sprache und lerne Französisch. Bin halt etwas eigenwillig, aber das ist ja allein meine Sache!
MFg
Henning

Ich seh das ganz pragmatisch. Englisch ist einfach und man kommt fast überall in der Welt damit durch.
Schön? Ist doch egal.
Ich find französisch schön, aber was hilft mir das, wenn ich es nicht kann?

Was wirklich schön ist, wenn man in einer fremden Sprache -welcher auch immer- soweit ist, daß man eine vernünftige Unterhaltung führen kann.
Ich kann nur jedem empfehlen, Sprachkenntnisse auszubauen anstatt verkümmern zu lassen. Bücher, Internet, Chat, Filme… nie war es einfacher.
Es lohnt sich und es macht Spaß!

Ich seh das ganz pragmatisch. Englisch ist einfach und man
kommt fast überall in der Welt damit durch.

Hallo,

es ist einfach, relativ schnell sich mit Englisch verständigen zu können. Es ist nicht per se einfach - im Gegenteil. Gerade weil es verführerisch einfach wirkt, erschließt sich viele die wirkliche Sprache nicht. Die schrecklich vielen schlechten übersetzungen aus dem Englischen und ins Englische sind ein Beweis dafür.

Gruß
Elke

Hallo,

Einzelne Menschen kann man ablehnen. Eine ganze Kultur zu
verdammen halte ich für dumm.

Wer ist denn so dumm und macht dies?

Ehhh… du! -->

wo haben denn die Amerikaner (ich meine die
US) eine Kultur :smile:

Auch das Smiley rettet dich nicht vor der Dummheit dieser Aussage.

Gruß
Elke

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Höre ich auch zum ersten Mal, dass jemand schlechte Übersetzungen als Beweis für die Schwierigkeit einer Sprache hernimmt.

Jack

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Bonsoir,

In Frankreich ist es auch so. Jedes Kind muss (fast)Englisch lernen. Dabei sind wir, Franzosen, nicht sehr begabt, wenn es um eine andere Sprache geht als die unsere. Die Touristen beschweren sich öfters, dass wir ihnen nicht mit Englisch entgegen kommen und einfach hoffen, sie verstehen Französisch.
Viele Franzosen sind der Meinung Deutsch klingt nicht gut, ist schwer zu lernen. Dagegen kämpfe ich jeden Tag. Ich finde Deutsch interessant und es freut mich immer, wenn ich jemanden treffe, der Deutsch spricht. Englisch finde ich nicht gerade so toll aber, wie gesagt einfach nützlich!!

L’anglo-américain est la langue du pays dominant. Difficile de lutter contre cet état de fait.

Spanisch klingt in meinen Ohren grausam, wobei Italienisch=Musik für mich ist.

Sprachen sind wie Vieles Geschmacksache! „Tous les goûts et toutes les couleurs sont dans la nature.“

Gruss aus Frankreich,
Ingrid

Hallo henning,

wie schön, dass Du Dich hier doch noch entschließt, Deine seltsamen Ansichten zur Diskussion zu stellen.

Und wie schön, dass eigentlich alle Antwortenden Dich mehr oder weniger freundlich zurechtstutzen. Es geht nämlich keinesfalls darum, dass Dir eine Sprache besser gefällt als eine andere.

Gruß
Ramona

[MOD: Beleidigung gelöscht]

Guten Tag,

Lies doch nochmal, was Elke schreibt - schlechte Übersetzungen sind kein Zeichen für die Schwierigkeit einer Sprache, sonder können ein Hinweis darauf sein, dass viele „Übersetzer“ die Schwierigkeiten falsch einschätzen sein.

Wer nur ein paar Brocken Manadarin spricht/ schreibt, versucht sich vermutlich gar nicht erst an einer Übersetzung, in Englisch trauen sich das erstaunlich viele zu.

Gruß
Ramona

Höre ich auch zum ersten Mal, dass jemand schlechte
Übersetzungen als Beweis für die Schwierigkeit einer Sprache
hernimmt.

Jack

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Hallo,

Höre ich auch zum ersten Mal, dass jemand schlechte
Übersetzungen als Beweis für die Schwierigkeit einer Sprache
hernimmt.

Nicht nur. Es ist ein Indiz.
Das bei Englisch zutrifft. Denn nahezu jeder behauptet heutzutage, Englisch verstehen und sprechen zu können. Und in der Praxis zeigt sich das dann als ziemliches Wunschdenken.

Gruß

Elke

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