Hallo,
wenn man eine Sprache nicht mindestens auf mittelmäßigem Niveau beherrscht (und das tust Du beim Englischen nach eigener Aussage nicht), steht einem meiner Ansicht nach allerhöchstens zu, sich subjektiv über den Klang dieser Sprache zu äußern. Eine Beurteilung wie Deine finde ich unpassend und überheblich.
Eine Sprache vom Klang her unschön zu finden, ist jedem freigestellt. Ich bin relativ sicher, dass viele Menschen auf der ganzen Welt z.B. Niederländisch und auch Deutsch vom Klang her nicht so besonders schön finden. Im Gegenzug klingen wohl für viele, besonders Europäer und Englischsprachler, Spanisch, Italienisch und Französisch angenehm.
De gustibus non est disputandum, aber weiter kann die Diskussion dann auch nicht gehen.
Ich mag Englisch sowohl vom Klang her (einige Dialekte mehr als andere, z.B. Irisch, Schottisch, da könnte man mir stundenlang das Telefonbuch vorlesen) als auch vom sprachlichen Aspekt. Die speziellen Eigenschaften z.B. die progressive-Formen, die einem so elegant unendlich viele Nebensätze ersparen, die Möglichkeit aus praktisch jedem Substantiv ein Verb zu machen, die Redundanz bei den Verben, die so vielfältige subtile Unterschiede in einer Satzaussage zulassen … alles klasse. Außerdem ist es die Sprache Shakespeares und der klassischen englischen und amerikanischen Literatur, und ermöglicht den Zugang zu diesen Werken im Original.
Was den Status von Englisch im Schulunterricht angeht: Englisch ist die de facto Sprache der Wissenschaft und Forschung, der IT, und außerdem Lingua Franca in weiten Teilen der Welt. Zudem lässt sich Englisch schnell und relativ leicht zumindest mittelprächtig erlernen. Ich halte es daher durchaus für sinnvoll, dass Englisch hierzulande erste Fremdsprache ist.
Das mit den persönlichen Angriffen ist unschön, aber die Tatsache, dass Du Lehrer bist, fordert natürlich einige Aussagen darüber heraus, ob Du Deine recht engstirnige und überhebliche Ansicht an Deine Schüler so weitergibst oder nicht.
Gruß,
Myriam

(mG & owT)