Bissig

Hallo und guten Abend :smile:

vielleicht könnt Ihr uns ein wenig weiterhelfen:

Unser Sohn ist grade zwei Jahre alt und geht seit Januar 2008 in eine Kinderkrippe, in der er sich auch ganz wohl fühlt. Er wird dort für ca. 25 Stunden in der Woche betreut, der Betreuungsschlüssel ist hervorragend.

In dieser Krippe ist ein anderes Kind, das dort für 40 Wochenstunden untergebracht ist, auch grade zwei Jahre alt, außerhalb der Krippenbetreuung wird es von Kindermädchen betreut, da die Eltern sehr viel unterwegs sind.

Dieses Kind beißt die anderen Kinder immer wieder, so dass diese im Gesicht großflächige Blutergüsse haben oder auch blutige Stellen.

Die Kindergärtnerinnen wissen dies. Sie versuchen sicherlich auch, das zu unterbinden, aber bislang erfolglos.

Unser Sohn kommt immer mal wieder mit großen Beißmalen nach Hause. Jüngst hat er am Unterarm eine blutige Stelle mit Bluterguss. Seitdem hat er Angst vor dem Kindergarten und mag nicht mehr abgegeben werden. Natürlich versuche ich ihm zu vermitteln, dass er sich (mit seinen knappen verbalen Mitteln) verbal wehren soll. Ich habe erneut die Erzieherinnen angesprochen, die sagen, es sei bekannt, dass das andere Kind beißt, aber sie könnten eben nicht wirklich was tun.

Ich bin da jetzt ganz ratlos, ob man das wirklich, grad in dem Alter, auf sich beruhen lassen sollte.

Was haltet Ihr von dieser Situation?

Ich wäre ganz dankbar, mal Eure Meinung zu lesen.

Liebe Grüße
Rosa :smile:

Hallo

Seitdem hat er Angst vor dem Kindergarten und mag nicht mehr abgegeben werden.

Kein Wunder, beißen tut ja extrem weh.

Natürlich versuche ich ihm zu vermitteln, dass er sich (mit seinen knappen verbalen Mitteln) verbal wehren soll.

Mich würde mal interessieren, was er in der Situation machen soll, und wie ihr das einem 2-jährigen vermittelt. Das tut aber nichts zur Sache, es interessiert mich bloß.

Ich bin da jetzt ganz ratlos, ob man das wirklich, grad in dem Alter, auf sich beruhen lassen sollte.

Was haltet Ihr von dieser Situation?

Ich bin auf jeden Fall der Ansicht, dass ein Kind generell darauf Anspruch hat, nicht gebissen zu werden, und das auch im Kindergarten oder in der Krippe.

Wahrscheinlich ist das nicht machbar, wenn nicht höchstens für 5 Kinder ein Erwachsener zuständig ist, denn da muss man die Kinder immer im Blick haben und muss sofort reagieren. (So ist übrigens der Betreuungsschlüssel in schwedischen Krippen, und das halte ich persönlich für das Mindeste für unter 3-jährige Kinder, und keineswegs für eine Überversorgung.)

Es ist ja auch gar nicht so ungewöhnlich, dass kleine Kinder beißen, und da muss man halt ständig aufpassen, wenn so viele von der Sorte auf einen Haufen da sind.

Erstmal so viel, ich muss jetzt nämlich dringend schlafen gehen.

Viele Grüße

Hallo Rosa,

sicher hat der Junge gelernt, durch sein Verhalten Aufmerksamkeit seiner Umwelt zu bekommen. Wenn du sagst, er ist 40 Stunden/Woche (9! Stunden/Tag) in der Kita und wird danach vom Kindermädchen abgeholt, ist sein Beißen ein „normales“ Verhalten. Er bekommt in diesem Augenblick alle Aufmerksamkeit der Gruppe die er bei seinen Eltern vermisst.
Ich will sagen, dass Kinder in diesem Alter nicht verstehen, dass die Eltern keine Zeit haben. Und sicher werden die Eltern die kurze Zeit, die sie mit ihm verbringen können nicht damit „vergeuden“, ihm Regeln bei zu bringen sondern ihm alle Wünsche „von den Augen ablesen“.
Diese Knirpse habens echt schwer, denn für die anderen Kinder werden sie zum Problem. Ich fände es auch nicht schön, wenn mein Kind mit Bisspuren nach Hause kommen würde.
Hier könnt ihr im Moment wirklich nur nochmal mit den Erzieherinnen reden. Ich meine nicht, dass sie den Kleinen extra bewachen sollen, viel mehr solltet ihr besorgt nachfragen wie es ihm denn geht, ob´s Situationen gibt, in denen er abgelengt ist und ob man ihn denn nicht dahin gehend betreuuen könnte, dass sisch Situationen, in denen er beißt, vermeiden ließen… Wenn du sagst, in der Kita herscht ein hervorragender Betreuungsschlüssel, dann sollte das kein Problem sein.
Wenn sich nichts bessert, würde ich auch nicht den Schritt zur Leitung scheuen. Ich glaube nicht, dass ihr das Problem direkt mit den Eltern des Jungen bereden solltet. Sie werden sich sicher schon genug schuldig fühlen. Vielleicht arrangiert ihr lieber mal ein Treffen am Wochenende mit anderen Familien. Damit könnte man sicher schon mal ein bischen die Spannung aus der ganzen Situation nehmen.
Als letzte Mittel steht euch ja immer noch ein Wechsel offen.
Viel Glück und viel Geduld
Fabian

Hallo Rosa,

mal abgesehen davon, dass das Verhalten des anderen Kindes nicht ganz passend ist, und sicherlich die Ursache hierfür gefunden werden muss, stelle ich mir auch die Frage was Ihr und die Erzieher in diesem Fall von den anderen Kindern abfordern???

Nun mal meine persönliche Meinung, auch wenn ich kein Befürworter von Gewalt bin und die deeskalierende Lösung suchen würde - in manchen Fällen nützt es eben nichts, da man in seinem Leben leider oft nicht die Möglichkeit hat alle anderen zu ändern und zu therapieren - da hilft nur wehren zur rechten Zeit. Auch Kinder müssen lernen ihre Rechte durchzusetzen - meine Mama hat mir mit 3 Jahren ein Mutmachbonbon in den Mund gesteckt mich in den Sandkasten zurück geschickt und mir befohlen jetzt meine Sachen von den Jungs selbst zurück zu holen, sie hätte keine Lust jedes Mal das Spiel mitzumachen. Ok, ich runter, den einen Jungen so was von verhauen (wozu Mutmachbonbons gut sind) mein Spielzeug wieder bekommen um welches es nie wieder in meiner Sandkastenzeit Diskussionen gab - das war eine Lektion für das Leben die mich 10 cm innerlich wachsen lassen hat (wo ich doch sonst auch immer das nette brave Mädchen war) und von der ich heute noch zehre.

Bring Deinem Kind also bei, dass es versuchen soll dem anderen Kind aus dem Weg zu gehen, wenn es wieder beißen will und sollte es dennoch gebissen werden - in dem Moment auch mal mittels Gewalt sich zur Wehr zu setzen. Mit Sicherheit für beide eine interessante Erfahrung - denn auch die kräftigeren Kinder finden es in dem Alter spannend auch mal Grenzen aufgezeigt zu bekommen. (und leider verstehen manchmal auch Erwachsene nur diese Sprache)

Gruß und hoffentlich bald wieder Frieden im Kindergarten,
Alexandra

Bring Deinem Kind also bei, dass es versuchen soll dem anderen
Kind aus dem Weg zu gehen, wenn es wieder beißen will und

Das Denke Ich ist der Beste weg, denn Wenn das Beißende Kind merkt das es aufgrund seines verhaltenes immer allein da steht wird er sich evtl. überlegen. Ich gehe damit Konform das es sich um ein Mittel handelt (handeln könnte) um Aufmerksamkeit zu bekommen, wenn er nun immer allein da steht wird das Mittel unbrauchbar und uninteressant.

sollte es dennoch gebissen werden - in dem Moment auch mal
mittels Gewalt sich zur Wehr zu setzen.

Da fange ich an Probleme mit der Aussage zu bekommen, insbesondere das Wort "Gewalt finde ich hier fehl am Platz. Wehren ja gerne Verbal (auch evtl. mal fragen was soll das das tut weh, ok das wird in dem alter nicht funktionieren das sehe ich ein) und wenns Not tut auch mal Körperlich.

Mit Sicherheit für
beide eine interessante Erfahrung - denn auch die kräftigeren
Kinder finden es in dem Alter spannend auch mal Grenzen
aufgezeigt zu bekommen.

Richtig Grenzen aufzeigen ist Wichtig

(und leider verstehen manchmal auch
Erwachsene nur diese Sprache)

Wenn die Erwachsenen nur noch die Sprache der Gewalt kennen, können auch unsere Kinder nichts anderes Lernen. Insbesondere wenn die Erwachsenen ihre Kinder auffordern Gewalt anzuwenden. Man muss zwischen gewallt uns Selbstverteidigung unterscheiden und das auch den Kindern vermitteln!
Klar müssen Kinder sich Wehren, aber es darf nicht das Gefühl entstehen wenn Reden nix bringt Löse ich halt alle Probleme mit Gewalt.
Kinder müssen auch Kompromissbereitschaft lernen und wie sich Gewalt auf schaukelt (Er hat mich gebissen Ich haue ihn-> Er hat mich gehauen, ich trete ihn->er hat mich getreten, Ich…).
Auch immer Schön der Satz was Du nicht willst das man Dir tut, das füge keinem andern zu!
Mir ist Klar das das in dem Alter teilweise noch sehr Komplex ist zu verstehen, aber man kann es Kindgerecht Aufarbeiten und sagt nicht nur wehre dich mit Gewalt.
Das Kinder lernen müssen sich Durch zubeißen da gebe ich dir Recht, denn das Leben ist eines der Härtesten.

Gruß und hoffentlich bald wieder Frieden im Kindergarten,

Das hoffe ich auch

Alexandra

Ww

PS: Ich wollte keinesfalls Provozieren oder deinen Artikel als falsch darstellen sondern lediglich zum Nachdenken anregen das das geschriebene denke ich auf Fälle passt.

Hallo Alexandra :smile:

danke für diese Antwort. Ich musste innerlich schmunzeln, weil genau dies auch meine erste Reaktion war, dem Kind zu sagen, es solle zurückbeißen … Das ist ja eh so ein Balanceakt, den Kleinen beizubringen, ihre Rechte zu wahren, aber dabei das richtige Maß sozusagen beizubehalten, das können die meisten Erwachsenen nicht. Insofern hast Du sicherlich recht, wenn man dem kleinen Kerl diesen Weg des Sichzurwehrsetzens letztlich und notfalls auch zeigen sollte.

Ich war auch immer die, der im Sandkasten das Spielzeug weggenommen wurde. Erst später, als die großen Jungs es meinem Bruder wegnahmen, hab ich sie vermöbelt :wink:

Danke schön :smile:

Hallo :smile:

also, die verbalen Mittel sind bei so einem kleinen Kerl noch ziemlich begrenzt, er kann zwar schon Autos, Laster, Kräne, Bagger und sowas benennen, aber ansonsten hab ich ihm halt gesagt, er solle sehr laut „Nein“ zu dem Kind sagen, wenn es ihn beißt. Das klappt und macht die Erzieherinnen auch aufmerksam, die dann mein Kind aus den Zähnen des kleinen Piranha befreien.

Im Moment kommen in der Krippe 3 Erzieherinnen und eine Praktikantin auf 16 Krippenkinder, also fast schwedische Verhältnisse :wink:

Du hast recht, beißen ist eigentlich nicht ungewöhnlich, unser Sohn macht das auch hin und wieder, auch bei uns Eltern. Wir machen ihm aber deutlich, dass er das nicht darf und dass das wehtut. Seitdem wird es weniger … Vielleicht schaffen die Erzieherinnen das ja auch :smile:

Hallo,

Ich versuche gerade zu verstehen, was da passiert.

Dieses Kind beißt die anderen Kinder immer wieder, so dass
diese im Gesicht großflächige Blutergüsse haben oder auch
blutige Stellen.

Die Kindergärtnerinnen wissen dies. Sie versuchen sicherlich
auch, das zu unterbinden, aber bislang erfolglos.

Ein Kind von mehreren (vielen?) tut immer wieder anderen Kindern weh, hält sich - warum auch immer - nicht an die Regeln.

Ich habe erneut die Erzieherinnen
angesprochen, die sagen, es sei bekannt, dass das andere Kind
beißt, aber sie könnten eben nicht wirklich was tun.

Dei Erzieherinnen können nichts tun? Wäre es nicht das Einfachste, das störende Kind auszuschliessen? Ich halte diese Lösung für wesentlich besser, als den Kindern, die unter dem Verhalten leiden müssen, Deeskalationsstrategien, Schmerzen usw. zuzumuten.

Ich bin da jetzt ganz ratlos, ob man das wirklich, grad in dem
Alter, auf sich beruhen lassen sollte.

Die Kinder sind sicher überfordert, mit der Situation vernünftig umzugehen. Ich würde mich mit anderen betroffenen Eltern zusammen tun und die Leitung der Einrichtung vor die Entscheidung stellen, dass entweder das beissende Kind ausgeschlossen wird, oder alle anderen (von sich aus) gehen.

Gruß
Jörg Zabel

Ausenseiter
Hallo,

im Grunde bin ich auch dafür, Kindern zu zeigen, was ein lautes „Nein“ zu helfen vermag. Ich verstehe, dass ihr besorgt seid und schnelle Hilfe im Sinne eures Kindes wollt. Zurückzubeißen kann kurzfristig eurem Kind helfen, langfristig isoliert es den „Beißer“ aber nur von der Gruppe. Ist es denn seine Schuld das er beißt? Lernt er dann, nicht mehr zu beißen und die fehlende Aufmerksamkeit seitens der Eltern auf anderem Wege einzufordern? Ein Kind von 2 Jahren?

Zweifellos fordert der Kleine Aufmerksamkeit ein durch sein Verhalten. Auch wenn die Kinder ihn meiden, spätestens das Eingreifen der ErzieherInnen gibt ihm in dem Moment, was er braucht.

Verhaltensauffällige Kinder werden schnell zu Ausenseitern. Klar muß die Gruppe funktionieren und Regeln gelten für alle. Aber durch diese s.g. „schwedischen Verhältnisse“ (hoher Betreuungsschlüssel) kann doch relativ individuell auf das Kind eingegangen werden.
Vielleicht bittet ihr die ErzieherInnen um ein Elterngespräch (Sie mit den Eltern des Kindes)

Wir wollen starke Kinder. Aber auch tollerante und sozial kompetente Kinder. Findet einen Mittelweg der eurem Kind kurzfristig hilft und der den armen Wurm nicht von der Gruppe isoliert (Elterntreffen am Wochenende etc…)

Grüße
Fabian

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zurück auf Anfang? Gleich weg damit!
Hallo Jörg,

Ich würde mich mit anderen betroffenen Eltern zusammen tun und die :Leitung der Einrichtung vor die Entscheidung stellen, dass entweder das :beissende Kind ausgeschlossen wird, oder alle anderen (von sich aus) :gehen.

und ab mit dem Kleinen in ein Heim, ganz weit weg. Am besten am Stadtrand irgendwo. Aber vorher zerkratzen wir noch das Auto dieser assozialen Eltern und überfahren ihren Hund. Das sollte ihnen eine Lehre sein.

Denk mal drüber nach
Fabian

6 „Gefällt mir“

Ich finde diesen Artikel zwar zu hart ausgedrückt (so mit hund überfahren und so) Aber dennoch finde ichd der Ausschluss keine Lösung ist (ja schon aber es wird nur das Symtom bekämmft).
Mann muss die Ursachen bekämpfen. Und gehen ist kiene Lösung, denn man ja im Leben nicht immer wegrennen (Toller Job ganz in der nähe, gutes Geld, netter Chef, Problem mit einem Arbeitskollegen. Gehst Du Stempeln oder veruchst das Problem mit dem Abrbietskollgen zu lösen?)

Und Wenn leute aus die aus dem Schema fallen immer gleih überall ausgeschlossen werden dann sind wir bald wieder- nein das will ich nicht ausprechen.

Gruß Ww

Hallo, Rosa,
irgendwie scheint hier die Diskussion sich eher um Hilfe für den Beißer als um Ratschläge für die Gebissenen zu drehen.

Zunächst einmal sind m.E. die Pädagogen des Kindergartens dafür verantwortlich, dass die ihnen anvertrauten Kinder den Tag unbeschädigt überstehen.

Wie sie das erreichen, welche Maßnahmen sie ergreifen um den Übeltäter zu sozialisieren, ist deren Aufgabe.

Ich würde also dem KiGa gegenüber darauf bestehen, dass mein Kind nicht mehr gebissen wird. Sollte das weiterhin geschehen, kannst Du dich an die Vorgesetzten wenden oder an die Betreiber des KiGa. Sie sind in der Pflicht das abzustellen und müssen eventuelle Folgen verantworten.

Gruß
Eckard

Hola Fabian,

und ab mit dem Kleinen in ein Heim, ganz weit weg. Am besten
am Stadtrand irgendwo. Aber vorher zerkratzen wir noch das
Auto dieser assozialen Eltern und überfahren ihren Hund. Das
sollte ihnen eine Lehre sein.

Vergessen hast du, daß ds Kind gleich in einem Käfig ins Tierpark hin soll. Da tut er keinem was.
Ich könnte mit Deiner Meinung nicht mehr einverstanden sein.

Denk mal drüber nach

Ausgezeichneter Tipp!

Saludos y *
Helena

Hehe,

Vergessen hast du, daß ds Kind gleich in einem Käfig ins
Tierpark hin soll. Da tut er keinem was.

Und die Kinder seiner ehemaligen Kitagruppe gehen ihn dann besuchen und bewerfen ihn mit Tomaten und so.

Saludo

Hola,

Und die Kinder seiner ehemaligen Kitagruppe gehen ihn dann
besuchen und bewerfen ihn mit Tomaten und so.

Ja genau.
Ich finde ensetzlich, daß jemand auf die Idee kommt ein kleines Kind abzusondern, weil Erwachsenen damit nicht klar kommen. Wie war das? Erst sondern wir beissende Kinder ab, dann vielleicht Kinder die hauen? Und als nächstes Kinder, die „Ausdrücke“ im Mund nehmen? Und dann was???

Saludos para tí también,
Helena

Hallo,

Bring Deinem Kind also bei, dass es versuchen soll dem anderen
Kind aus dem Weg zu gehen, wenn es wieder beißen will und
sollte es dennoch gebissen werden - in dem Moment auch mal
mittels Gewalt sich zur Wehr zu setzen.

Wir reden hier von Zweijährigen. Wie Eckard schon schrub: die Kinder sind mit der Situation überfordert. Es ist etwas anderes, wenn ich einem 6jährigen beibringe, wie man sich gegenüber Aggressivität verhalten soll. Oder selbst Vierjährigen.

Deshalb gibt es im Kindergarten Fachpersonal.

Gruß
Elke

1 „Gefällt mir“

Hallo,

Ich finde diesen Artikel zwar zu hart ausgedrückt (so mit hund
überfahren und so) Aber dennoch finde ichd der Ausschluss
keine Lösung ist (ja schon aber es wird nur das Symtom
bekämmft).

Zuerstmal Danke. Jetzt läuft es natürlich in eine Richtung die ich nicht wollte. Ich habe weder was von Auto zerkratzen, noch Hund überfahren, noch sonst was geschrieben.

Mann muss die Ursachen bekämpfen. Und gehen ist kiene Lösung,
denn man ja im Leben nicht immer wegrennen

Natürlich muss man die Ursachen bekämpfen. Nur dazu scheint hierzu niemand in der Lage zu sein. Weder die Eltern der gebissenen Kinder, noch das Kinderkrippen-Fachpersonal, noch das Kindermädchen und auch nicht die Eltern des Beissers (der Beisserin? mir ist noch nicht klar, dass es sich um einen Jungen handeln muss).
Das beissende Kind hat irgendein Problem. Nur dieses Problem scheint derzeit niemand lösen zu können. Alle sind wunderbar hilflos. Ist Nichtstun in diesem Fall nicht auch eine Form des Wegrennens?

Und was geht in einem zweijährigen Kind vor, das immer wieder schutzlos einem gleichaltrigen Beisser ausgeliefert ist? Irgendwas bleibt da auch hängen, oder nicht?

Für mich steht in diesem Fall der Schutz derjenigen Kinder höher, welche die Aggression erdulden müssen.

Und Wenn leute aus die aus dem Schema fallen immer gleih
überall ausgeschlossen werden dann sind wir bald wieder- nein
das will ich nicht ausprechen.

Stimmt auch. Soweit sollte es nicht kommen. Was aber, wenn das die letzte Möglichkeit ist?

Gruß
Jörg Zabel

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sofort Beschwerde bei der Leitung
Hallo,

die Erzieherinnen haben die Aufsichtspflicht, Sie müssen dafür sorgen, dass niemand ernsthaft verletzt wird - und blutige Bissmal sind ernsthaft!
Ich würde mich sofort höflich, aber bestimmt an die KITA Leitung wenden und fordern, dass sich hier sofort etwas ändert.
Ansonsten bleibt noch der Weg der Klage wegen Verletzung der Aufsichtspflicht.

Wie die Erzieherinnen das machen (sollen), muss die Leitung bestimmen- ich finde, darüber müssen wir hier nicht dikutieren.

Und 2- 3 jährige Kinder sind definitiv zu klein, um sich gegen sowas angemessen zu wehren - die reagieren entweder eingeschüchtert oder aggressiv, beides nicht wünschenswert.
Dafür gibt es Betreuerinnen, und darum heißt deren Pflicht Aufsichtspflicht!!!

Gruß Anita

Danke Ihr Lieben für Eure Antworten :smile:

Ich finde es ganz interessant, wie die Meinungen auseinander gehen. Das drückt ja in etwa auch mein inneres Dilemma aus. Es ist keine Alternative für uns, dass wir unseren Sohn von der KiTa wegnehmen, er fühlt sich ansonsten da wohl und ist eingelebt. Zudem ist er ja bislang ohnehin derjenige, der den Schaden hat. (und einen anderen Krippenplatz findet man ohnehin nicht …)

Natürlich fände ich zB die Idee eines Ausschlusses des kleinen beißenden Jungen aus dem Kindergarten auch ziemlich hart, weiß aber auch nicht, warum ich als Mutter des Gebissenen nach Lösungen für den kleinen Beißer suchen soll. Ich bin nicht seine Erziehungsberechtigte, will heißen, ich darf auch in seine Erziehung gar nicht eingreifen. Ich möchte nicht sagen, dass es mir egal ist, was die Erzieherinnen tun, um die Situation zu lösen, aber vorrangig geht es mir um meinen Sohn, für den habe ich nämlich die Verantwortung. Leider haben die Eltern des Jungen wohl nicht wirklich die Zeit, sich zur Klärung mit irgendwem zusammenzusetzen. Sie sind beruflich sehr erfolgreich und haben viele Autos. Mir tut das Kind auch ein wenig leid, aber nunja. Ansonsten hätte ich die Idee auch gut gefunden, danke Fabian :smile:

Insgesamt finde ich mich in meiner Tendenz, auf Klärung seitens der Erzieherinnen und eventuell der Leitung zu drängen bestätigt. Mein Mann war eher der Meinung, das müssten Kinder unter sich ausmachen. Aber ich denke, dass das einzige Werkzeug, welches mein Sohn zur Zeit dafür hat, eben das „Nein“-Sagen ist. Und wenn das nichts nutzt, dann braucht er unsere Hilfe.

Mal sehen, wie wir das nun letztlich geklärt bekommen, ich bin Euch dankbar für Eure Denkanstöße.

Liebe Grüße
Rosa :smile:

Hallo,

Zuerstmal Danke.

Wofür?

Jetzt läuft es natürlich in eine Richtung die
ich nicht wollte.

Habe nie gesagt das Du es so wolltest

Ich habe weder was von Auto zerkratzen, noch
Hund überfahren, noch sonst was geschrieben.

Deswegen war mein Artikel ja auch nicht an deinen Angehängt

Natürlich muss man die Ursachen bekämpfen. Nur dazu scheint
hierzu niemand in der Lage zu sein.

Deswegen Holt der Uhrsprungsposter sich ja hier Hilfe

mir ist noch nicht klar, dass es sich um einen
Jungen handeln muss).

Das Geschlecht Ist dabei ja auch irrelevant, aber du hast recht irgendwie hat sich hier das Bild eingeschlichen das es sich um einen Jungen handelt.

Das beißende Kind hat irgendein Problem. Nur dieses Problem
scheint derzeit niemand lösen zu können. Alle sind wunderbar
hilflos.

Da hast Du recht, aber so ein Problem löst sich nicht von jetzt auf gleich das braucht zeit, ich gebe zu das man in dieser zeit etwas tun müsste um die Beißattacken zu verhindern, aber das ist nicht Leicht, Ich selber habe etwas ähnliches selbst erlebt, und es gibt Kinder denen ist jegliche Bestrafung „egal“.

Für mich steht in diesem Fall der Schutz derjenigen Kinder
höher, welche die Aggression erdulden müssen.

Ja auch hier muss ich dir Recht geben.
nur mal angenommen wir schließen das Kind aus-Wohin damit?
In einem Anderen Kindergarten würden sicherlich ähnliche Probleme entstehen, zumal nicht in allen kigas der Betreuungschlüssel so gut ist, was dann Attacken erleichtert. Und alleinige Betretung zu hause ist u.u. auch keine Lösung (erstmal hat es zwar seine Aufmerksamkeit aber irgendwann kommt es in die Schule)
Aber gegen einen Kurzzeitigen Ausschluss spricht natürlich nix, nur wage ich zu bezweifeln das das was nützt, zumindest nicht wenn ihm damit nix genommen wird was ihm gefällt, wenn das Kind gern in den Kiga geht könnte es ne Lösung sein

Und Wenn leute aus die aus dem Schema fallen immer gleich
überall ausgeschlossen werden dann sind wir bald wieder- nein
das will ich nicht aussprechen.

Stimmt auch. Soweit sollte es nicht kommen.

Schön das wir da übereinstimmen

Was aber, wenn das
die letzte Möglichkeit ist?

Das sollte jeder selber entscheiden
Gruß
Jörg Zabel

Gruß Ww

PS: Schön das Trotz der teilweise Aggressiven Postings noch eine Ruhige Diskussion möglich ist