Huhu 
ich glaube, mir ist nicht ganz klar, worauf du hinauswillst,
bzw. was eigentlich deine These ist?
Ich glaube, wir haben ziemlich aneinander vorbeigeredet *g*.
Also nochmal:
Mir geht es nicht darum, den Film inhaltlich zu erhörtern, geht ja auch gar nicht, den Film hat hier ja (einschließlich mir) noch keiner gesehen.
Mir geht es auch nicht darum, den Film als Anlass zu nehmen, das Verhältnis zwischen Judentum und Christentum zu thematisieren. Das mögen diese getrost unter sich ausmachen und interessiert im in der Tat nur marginal.
Ich hatte diesen Thread hingegen so verstanden, dass es darum geht ob es in Ordnung ist, einen Film zu zeigen, der Vorkommnisse zum Inhalt hat, die in ihrer Art schon mal als „Rechtfertigung“ für Antisemitismus im Christentum dienten. (Egal ob diese Inhalte nun auf historischen Tatsachen beruhen, oder fiktiv sind, was sich in letzter Instanz wohl eh nich klären lässt). Dabei scheint es Leute zu geben, die dies ablehnen mit der Befürchtung, ein derartiger Film könne erneut Antisemitismus wecken oder bestärken. Dazu wollte ich eine Gegenposition beziehen.
Meine Gegenthese war: man soll nicht einen Film danach beurteilen, ob sein Inhalt möglicherweise dazu geeignet wäre, antisemitsche Einstellungen zu wecken oder zu bestärken. Dies hieße nämlich, sich auf das antisemitische Denkniveau zu begeben und sein Handeln danach auszurichten und dabei handelt es sich um eine generelle PRoblematik, nicht nur um eine bezogen auf das NT. Weitere Beispiele:
Ist es ok, einen Film zu zeigen, in dem der Hauptdarstellern ein reicher, jüdischer Immobilienhai ist ? Ist es ok einen Film zu zeigen, der innerhalb der jüdischen Lobby in den USA spielt ? Ist es ok einen Film zu zeigen, in dem darin vorkommende Juden eine Hakennase und scharze Haare haben ? Und last but not least auch die frage: Ist es ok über Israelischen Terror in den besetzten Gebieten zu berichten ? uswusw.
All dies Punkte oben könnten u.U. dazu führen, dass hier antisemitische Klischees verstärkt werden. Somit macht man sich in der Darstellung der Inhalte abhängig von diesen antisemitischen Klischees. Dagegen wollte ich mich verwahren mit der Begründung: dass diese Inhalte ja keineswegs „Schuld“ sind am Antisemitismus. Sonst müsste man in letzter Instanz einem Juden auch untersagen reich zu sein, die Politik Israels zu unterstützen, mit Immobilien zu spekulieren und womöglich auch noch eine Hakennase zu haben, weil er damit antisemitische Klischees verstärken könne. Und das ist doch absurd.
Insofern hatten sie hier *immer* eine
Sonderrolle und sind keineswegs mit „Heiden“ oder „Ketzern“ in
einen Topf zu werfen. Sie gelten nämlich nicht nur als
Jesusmörder, sondern auch noch „verstockt“, weil sie nicht an
de Messias Jesus glauben (sagt Paulus, aber frag mich grad
nicht wo!).
Also so von außen betrachtet erscheint das eher amüsant 
Außerdem: Bleiben wir bei deiner Analogie, müsste ich das
Judentum verbieten, um den Antisemitismus vorzubeugen. Das
will ja nun hoffentlich niemand hier. (von verbieten habe ich
sowieso nicht geredet)
Genau, in letzter Konsequenz hieße das aber fast sowas in der Art (siehe meine Ausführungen oben).
Keine Sache, die eine Buddhistin
aufregen muss:smile:,
ich kann auch nicht erkennen, dass sich hier irgendwo eine
Buddhistin bezüglich des Films aufgeregt hat 
Ich meinte damit natürlich dich in Bezug auf deine Verärgerung
über die Reaktion auf den Film.
Ähm…ich schrieb „ich kann die Aufregung nicht versehen“. Das war von meiner Seite aus also eine Verständnisfrage (woher die Aufregung) und nicht eine Verärgerung (über was ?). BTW: ich seh hier immer noch keine Buddhistin 
Nicht auf den Film selbst.
Meine These war: Christen diskutieren das Thema Antijudaismus
in der christlichen Tradtion sicher heftiger und anders als du
es tust.
Mag schon sein. Aber darum ging es mir gar nicht (siehe oben).
In allen Artikeln wird betont, dass Mel Gibson, der Regisseur,
ein ganz überzeugter Katholik ist (übrigens natürlich wieder
ein Konvertit oder doch zumindest spät Geläuterter, was meine
These von den nervigen Konvertiten wieder bestätigt:wink:). Er
hat den Film komplett privat aus seiner Tasche finanziert,
weil es ihm eine Herzensangelegenheit war - und er fand
zunächst auch keinen Verleih. Erst die heftige Diskussion hat
den Film zum Kassenknüller in spe gemacht. Was Herrn Gibson
sicher sehr freut. Sowohl er als auch sein Jesus-Schauspieler
haben in Interviews schon eine Menge erleuchtetes von sich
gegeben und scheinbar mit Jesus und Gott geredet.
*gg*. Da ist er wohl nicht der einzige.
Nein, so habe ich das nicht formuliert, es gibt ja nicht nur
schwarz und weiß. Aber wer in einer bestimmten Tradition
aufwächst, ist natürlich von dieser Tradition beeinflusst, wir
sind alle beeinflusst von unseren Eltern, Geschwistern,
Freunden, Lehrern, Büchern, die wir gelesen haben, unserem
Glauben, Filmen - mal mehr, mal weniger, mal direkt, mal
indirekt.
Na da kann man dem Film dann doch direkt mal dankbar sein, dass er als Auslöser diese Dinge endlich mal thematisiert. Vielleicht gibt es ja viele Christen, die sich über Antisemitismus in ihrem Glauben noch nie Gedanken gemacht haben, sondern da mehr oder weniger unbewusst durch ihre Eltern etc. einfach reingerutscht sind. Eine offene Diskussion dieser Inhalte ist IMHO einer Anpassung dieser Inhalte in öffentlichen Bereichen um eine Diskussion zu vermeiden, immer noch vorzuziehen.
Gruß
Marion