Bitte um Meinungen und ehrliche Kritik

Hallo,

ich bitte um Meinungen und Kritiken zu meinen selbst verfassten Gedichten. Sie sind auf meiner privaten (!) Webseite im Bereich „TEXTE“ zu finden. Bisher habe ich 10 Gedichte verfasst - und ich erstelle zu jedem immer ein eigenes Layout bzw. mache ein spezielles Foto, das den Sinn des Werkes noch unterstreicht.

Ich würde mich sehr über Eure Meinung freuen! Dies soll KEINE WERBUNG sein, sondern ein Gesuch nach ehrlicher Kritik!

Liebe Grüße aus München,
Marco

Hallo Marco,

deine Website gefällt mir nicht schlecht. Allerdings ist der optische Wert deiner Kompositionen meines Erachtens erheblich höher als der literarische.

Für insgesamt am gelungsten halte ich »Leben« und »Ist der Mensch der Regen der Sintflut?«. Bei sämtlichen Gedichten – je länger, desto schlimmer – hatte ich jedoch einen etwas schalen Nachgeschmack des Abgenutzten, schon zu oft Dagewesenen. Ich kann den Stil oder die textlichen Versatzstücke keinen konkreten Quellen zuordnen, aber dieses »Das ist nicht neu«-Gefühl werde ich nicht los. Der Versuch, wie bei »Relevant« den Text noch stärker in die optische Gestaltung einzubinden, führt in meinen Augen zu keiner Bedeutungsverstärkung. Du wirst mir gewiss widersprechen, aber die grafischen Mittel erscheinen mir relativ willkürlich.

Bei einige Gedichten, z. B. von den beiden Königen (»Tach, Nacht!«), war ich nicht ganz sicher, ob es sich tatsächlich um ein Gedicht oder nicht doch um ein büttenredenartiges Konstrukt handelt. Ich weiß aus eigener Erfahrung, wie schwer es ist, wenn nicht nahezu unmöglich, einen neuen Effekt, einen wirklich neuen Sinn zu erschaffen, ohne über die Maßen Bekanntes zu kopieren. Jeder Autor tut das, denn im Prinzip ist in den letzten 2000 Jahren alles schon erzählt worden; entscheidend ist, auf welche Weise und in welchem Umfang. Es ist offenbar nicht jedem (mir auch nicht) gegeben, das richtige Maß zu finden. Man sollte sich bewusst sein, dass in diesem Fall nicht mehr als ganz angenehme Gebrauchspoesie herauskommt.

Da ich lese, dass du vor allem Designer bist und »Lesen« nur an fünfter Position deiner Freizeitbeschäftigungen kommt, beides keine Vorwürfe, empfehle ich: Schuster, bleib bei deinen Leisten. Ich sehe, dass du nicht schlecht mit optischen Effekten umzugehen weißt, die dir offenbar leicht von der Hand gehen. Je länger der Text, desto mehr merke ich, wie du dich in immer ärgere Plattitüden verlierst und ich ehrlich gesagt auch die Lust verliere, weiterzulesen. Wenn du tatsächlich nur einen Satz, eine Art Aphorismus, mit einem Bild kombinierst, musst du viel intensiver an einem Satz arbeiten, über ihn nachdenken, was dich womöglich eines Tages dazu führt, ein besseres Gespür für die Wichtigkeit von Wörtern und Sätzen in längeren Texten zu bekommen.

Von einem möchte ich dir, falls du weiterhin Gedichte veröffentlichen möchtest, dringend abraten: den Texten eine Interpretation bzw. Inhaltsangabe zur Seite zu stellen. Deine Gedichte sind ohnehin inhaltlich relativ greifbar, sodass ich Inhaltsangaben für eher kontraproduktiv im Sinne einer wenn nicht Identifikation, so doch zumindest intensiven Beschäftigung mit den Texten halte. Man liest die Selbstinterpretation, liest das Gedicht und denkt »Ah ja, okay, so ist das«. Sogar mögliche Ambiguitäten werden vorgegeben. Das erschreckt mich.

Ich hoffe, dass dir mein Feedback hilfreich ist.

Gruß
Christopher

PS: Das Glas ist von Tchibo, nicht? :wink:

Hallo,
hast Du schon mal gute Gedichte oder überhaupt Lyrik gelesen, Dich damit beschäftigt? Dich dann gefragt, warum die gut sind, warum nicht? Bist du Dir darüber im klaren, das man nicht mal eben irgendwelches Zeug verfasst, darüber quer „Gedicht“ schreibt und das dann eine kritische Auseinandersetzung wert sein soll? Dein Zeugs ist es nicht.

Gruss Uwe

Vielen Lieben Dank für Deinen Beitrag! Genau solch konstruktive Kritik habe ich erhofft! Danke :smile:

Marco

Vielen Dank :smile: Ich schreibe in meiner Freizeit und nicht beruflich - ich veröffentliche die Werke auch nicht gewerblich in einem Buch. Ich schreibe gerne und präsentiere meine Ergebnisse dann meinen Besuchern. Ich freue mich, das sie manchen sehr gut gefallen, anderen (wie Dir) sind sie wohl zu infantil. Es hängt immer vom Leser ab und ich danke Dir für Deine (wenn auch provokante) Meinung und Kritik! Vielen lieben Dank :smile:

Liebe Grüße aus München!

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Hallo Marco,

ich habe zwei Deiner Gedichte überflogen (wer mich kennt, weiß, daß ‚überflogen‘ ‚gründlich gelesen‘ heißt). Mir gefallen sie sehr , weil sie mich in gewisser Hinsicht an die Gedichte von Hans Kruppa erinnern. Es sind Gedichte, die ich im ICE oder im Flieger lesen würde. Oder auch hören… Entspannt zurücklehnen und die Gedichte von z. B. Hubertus Bengsch oder Hannes Jaenicke vorlesen lassen…

Vor allem aber habe ich zur Kenntnis genommen, daß Du just an einem 12. November erstmalig zur Feder gegriffen hast… Dieser hexischen Unterstützung hättest Du nicht bedurft. *schmunzel*

Viele Grüße & mehr davon

Renee

Hallo Renee!

Danke für Deine freundliche Meinung, es freut mich sehr, das Dir die Werke gefallen :smile: Welche zwei Gedichte hast Du gelesen?

Mir war gar nicht bewusst, das der 12. November etwas „Hexisches“ an sich hat? Finde ich sehr interessant. Da werde ich mich gleich mal im Internet schlau machen drüber… habe ich echt nie von gehört… *neugierig ist*

Liebe Grüße aus dem verregneten München!
Marco

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Hallöchen noch einmal,

Katzensprünge zum Mond war in ‚Augenblicke‘, oder? Und das andere war ‚Das macht das Wort‘ (BTW: der Titel ist als ‚Bruch‘ spannend gestaltet…)

Mir war gar nicht bewusst, das der 12. November etwas
„Hexisches“ an sich hat?

Bevor Du zu wühlen anfängst: die forumseigene Hexe (nämlich ich) hat am 12. November Geburtstag. *lach*

Liebe Grüße aus dem verregneten München!

*seufz* Meine Schwester lebt ebenfalls in München… Bei Euch muß ja im Moment Land unter sein…

Viele Grüße

Renee

Hi Renee,

ja, hier ist es nicht gerade feierlich. Aber ich selbst inmitten Münchens bekomme, gott sei dank, nichts vom Hochwasser mit :smile: Aber hey, ich wohne im 6. Stock, da müsste das Wasser schon seeeehr hoch kommen, um mich zu erreichen… :stuck_out_tongue: Ich hoffe nur, bald wird mal Sommer… komisch, ich dachte ich hätte gerade ein lautes Lachen gehört :smile:

Meld Dich mal. Hast Du ICQ oder MSN?

Marco

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Hallo Marco,

K wie kommerziell? Auch wenn die Gedichte auf dem privaten Teil Deiner Internetpräsenz stehen, so unterscheiden sie sich im Eindruck nicht vom Inhalt im kommerziellen Teil.

Gedichte, die mich allein inhaltlich emotional berühren, bedürfen keiner graphischen Untermalung, ganz im Gegenteil, vielleicht lenkt mich das Bunte auch davon ab, den Text als gewichtiges Gedicht zu erkennen.

Bei Deinen Gedichten handelt es sich mehr um Slogans und Werbetexte, bzw. Grußkartentext, die allerdings durch die graphische Untermalung aufgewertet und -> kommerziell erscheinen. Eine Abenehmerin hast Du ja schon gefunden :wink:.

Besten Gruß
Mathias

Entschuldigung, aber: So ein Schwachsinn! Die Gedichte sind in keinster Weise kommerziell, sondern die Umsetzung meiner Ideen - und wenn ich nun einmal das grafische, zeichnerische Wissen dazu habe, untermale ich meine Texte mit passenden Bildern! Ich mache mir Gedanken über den Titel eines Gedichtes und den Text desselben - und daher wirken sie plötzlich wie Werbesprüche und „kommerziell“? Sorry, aber so einen Unsinn habe ich lange nicht mehr gehört.

Liebe Grüße

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Log Dich mal kurz in MSN ein (mG & owT)
.

Hallo?!

Scheint als ob kommerziell ein Schimpfwort ist?

Auch wenn Du die Texte nicht geschrieben hast, um Geld damit zu verdienen, ist es doch nichts schlechtes, wenn jemand sagt, dass Du damit eventuell Geld verdienen könntest?

Naja, Geld im Zusammenhang mit Gedichten zerstört das romantische Ambiente, dass Du da aufgebaut hast, um die holde Weiblichkeit (alias Renee) in Deine Fänge zu bekommen.

Ob meiner „Unverschämtheit“ hat Sie sich ja nun gern Dir angenommen, wie es scheint. Besser könnte es ja sogar abgesprochen gar nicht laufen.

*Grinsgruß*
Mathias

*aufdiebarrikadenkletter*
Hi Mathias,

romantische Ambiente, dass Du da aufgebaut hast, um die holde
Weiblichkeit (alias Renee) in Deine Fänge zu bekommen.

???

Ob meiner „Unverschämtheit“ hat Sie sich ja nun gern Dir
angenommen, wie es scheint.

???

Wie meinen? Ich denke nicht daran, mich dafür zu entschuldigen, daß ich Marcos leicht lesbare Gedichte gut finde. Mein IQ liegt durchaus über Zimmertemperatur und über Geschmack läßt es sich bekanntlich vortrefflich streiten.

Im Übrigen lese ich auch andere Gedichts. So etwas zum Beispiel (aber das wird Dir nicht viel sagen):

W gluchej puszczy, przed chatka lesnika,
Rota strzelców stanela zielona;
A u wrót stoi straz Pulkownika,
Tam w izdebce Pulkownik ich kona.
Z wiosek zbiegly sie tlumy wiesniacze,
Wódz to byl wielkiej mocy i slawy,
Kiedy po nim lud prosty tak placze
I o zdrowie tak pyta ciekawy.
Kazal konia Pulkownik kulbaczyc,
Konia w kazdej slawnego potrzebie;
Chce go jescze przed smiercia obaczyc,
Kazal przywiesc do izby - do siebie.
Kazal przyniesc swój mundur strzelecki,
Swój kordelas i pas, i ladunki;
Stary zolnierz - on chce jak Czarniecki.
Umierajac, swe zegnac rynsztunki.
A gdy konia juz z izby wywiedli,
Potem do nij wszedl ksiadz z Panem Bogiem;
I zolnierze od zalu pobledli.
A lud modlil sie kleczac przed progiem.
Nawet starzy Kosciuszki zalnierze,
Tyle krwi swej i cudzej wylali,
Lzy ni jednej - a teraz plakali
I mówili z ksiezami pacierze.
Z rannym switem dzwoniono w kaplicy;
Juz przed chata nie bylo zolnierza,
Bo juz Moskal byl w tej okolicy.
Przyszedl lud widziec zwloki rycerza,
Na pastuszym tapczanie on lezy -
W reku krzyz, w glowach siodlo i burka,
A u boku kordelas, dwururka.
Lecz ten wódz, choc w zolnierskiej odziezy,
Jakie piekne dziewicze ma lica?
Jaka piers? - Ach, to byla dziewica,
To Liwinka, dziewica-bohater,
Wódz Powstanców - Emilija Plater!

Viele Grüße

Renee

Nur mal nebenbei: Ich schreibe Gedichte auf keinem Fall um „holde Weiblichkeiten“ anzulocken oder um sie zu „werben“.

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Hallo, es geht nicht darum ob du privat oder „gewerblich“ schreibst. (Vom Gedichte schreiben kann man eh nicht leben). Deine Gedichte kann man mögen oder nicht mögen (s. den Diskurs). Qualität kann man aber erkennen, deine „Gedichte“ haben kein Qualität. Qualität hat was mit Bemühung zu tun, ist auch korrekte „handwerkliches“ Arbeit oder das finden eines eigenen Ausdrucks, Stils. Soll heissen, man setzt sich mit dem Schaffen anderer auseinander und lernt dabei seine eigenen Versuche als solche einzuordnen und bemüht sich, sich weiter zu entwicklen.

Es gibt genügend Material darüber wie Lyriker ihre Lyrik verfassen und welche Schwierigkeiten sie dabei haben. Wie sie über Monate immer wieder neu ihre Texte anfassen, Wörter streichen, immer wieder neu einen vier, fünf Zeiler angreifen um das zu finden was ein Gedicht ausmachen kann. Und nicht einfach irgendwelches Zeug in die Maschine haun, das tofte finden und nicht mehr dran arbeiten. Wenn du sagst, das andere deine „Gedichte“ gut finden: ich gewinne regelmäßig Wetten damit, das ich in ner Kneipe sage, schreibe mir vier Wörter auf den Bierdeckel (irgendwelche, auch sowas wie Autounfall, Kühlschrank usw.) und ich mache in 5 Minuten ein „Gedicht“ in dem die 4 Wörter vorkommen und das ist dann auch noch halbwegs „gut“. Gut ist es natürlich nicht, es ist dann auf dem Niveau deiner Versuche. Gruss Uwe

Deine Art, mit jemandem zu sprechen, der Gedichte in seiner Freizeit schreibt, ist absolut niveaulos, wie ich finde. Auf diese Weise erreichst Du es bei manchen (aber NICHT bei mir), das sie mit dem Schreiben aufhören. Mag sein, das manche Menschen (vor allem junge) auf Deine Worte sehr verletzt reagieren - ich nicht, jedoch möchte ich Dir genau dies mitteilen. :smile: Bis bald, Du großer Dichter :stuck_out_tongue: (Achtung, Ironie *g*).

Meine letzte Mail an Dich.

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Hallo Marco,

ich bitte um Meinungen und Kritiken zu meinen selbst
verfassten Gedichten. Sie sind auf meiner privaten (!)
Webseite im Bereich „TEXTE“
zu finden. Bisher habe ich 10 Gedichte verfasst - und ich
erstelle zu jedem immer ein eigenes Layout bzw. mache ein
spezielles Foto, das den Sinn des Werkes noch unterstreicht.

Ich würde mich sehr über Eure Meinung freuen! Dies soll KEINE
WERBUNG sein, sondern ein Gesuch nach ehrlicher Kritik!

vorab: ich habe weder Deine Homepage besucht, noch Deine Gedichte gelesen.
Ich beziehe mich ausschließlich auf den Thread in diesem Forum.
Zum Einen gibt es im Netz jede Menge Foren für Autoren, bei denen Du mit Deinem Anliegen weit besser untergebracht bist.
Ich verweise zum Beispiel auf:
Literaturcafe http://www.literaturcafe.de/
Autorenforum http://www.autorenforum.de/
Federwelt http://www.federwelt.de/

Zum Anderen - und das vergiß bitte niemals - ist es absolut unprofessionell und bringt Dich in gefährliche Nähe des Reiches der Trolle, auf Kritik in der Form zu antworten, wie Du das hier im Thread tust.
Was immer Kritik beinhaltet, man schluckt sie als Autor zunächst einmal hinunter. Freu Dich, wenn Deine Texte jemanden gefallen.
Wenn sie nicht gefallen, denk Dir Deinen Teil, aber mach ihn nicht öffentlich.
Und dann geh in ein stilles Kämmerlein und schneide Dir eine Scheibe von der negativen Kritik ab.
Kein Autor kann es jedem Leser recht machen.
Doch wenn Mehrere in etwa ins gleiche Horn stoßen, besteht zumindest die theoretische Möglichkeit, dass sie wissen, wovon sie reden.

viele Grüße
geli

hallo marco,

Nur mal nebenbei: Ich schreibe Gedichte auf keinem Fall um
„holde Weiblichkeiten“ anzulocken oder um sie zu „werben“.

das wäre doch aber ein legitimer grund und so ziemlich das beste aller motive :smile:

gruß
ann

Dennoch beabsichtige ich es beim Schreiben in keinster Weise.

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