manche Hersteller von Wasserfiltern für den Haushalt werben damit, dass auch Schwermetalle wie Blei ausgefiltert werden. Die seriösere Werbung formuliert dies als „werden reduziert“, aber um wieviel ist nicht angegeben.
Hat jemand von Euch Erfahrungen damit oder eine Quelle, wo die tatsächliche Filterwirkung hinsichtlich Blei im Trinkwasser (z.B. aus Bleirohren in alten Häusern) einmal untersucht wurde?
ein Filter sammelt alles aus dem Wasser, was größer ist als seine Poren1. Nun weiß ich nicht, wie groß die Bleimoleküle sind, die da von der Rohrwand abgewaschen werden, vermute aber, dass es so feine Filter gar nicht gibt. Für größere Brocken genügt ein handelsübliches Teesieb.
Untersuchungen gibt es dazu wahrscheinlich keine, weil die niemand bezahlt, außerdem wären sie schneller überholt, als neue Filter auf den Markt kommen. Meine Meinung: Entweder die Rohre wechseln oder morgens erstmal 5 Liter ablaufen lassen, dann spült sich das weg, was sich über Nacht gelöst hat.
Gruß Ralf
1 Wo der Dreck dann bleibt, besprechen wir ein andermal.
hast du überprüft, ob in deinem Haus Bleirohre verlegt sind? Ich habe in meinem 60 jährigen Leben in verschiedenen Häusern, alt und neu, noch keine gesehen - selbst als Kind in einem damals 100 jährigen Haus.
Gruß
Otto
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hast du überprüft, ob in deinem Haus Bleirohre verlegt sind?
Ich habe in meinem 60 jährigen Leben in verschiedenen Häusern,
alt und neu, noch keine gesehen - selbst als Kind in einem
damals 100 jährigen Haus.
Überprüfen konnte ich das nicht, da sie nicht sichtbar verlegt sind.
Wäre aber die einzige mir einfallende Erklärung für die stark erhöhten Bleiwerte in unserem Leitungswasser…
ein Filter sammelt alles aus dem Wasser, was größer ist als
seine Poren1. Nun weiß ich nicht, wie groß die
Bleimoleküle sind, die da von der Rohrwand abgewaschen werden,
vermute aber, dass es so feine Filter gar nicht gibt. Für
größere Brocken genügt ein handelsübliches Teesieb.
Das betrifft dann die mechanische Filterung. Es gibt zudem auch Filter, die angeblich noch chemisch oder physikalisch via „Ionen-Austausch“ (was auch immer…) reinigen sollen.
Beispielsweise die Firma Brita verspricht Reduzierung von Schwermetallen.
Untersuchungen gibt es dazu wahrscheinlich keine, weil die
niemand bezahlt, außerdem wären sie schneller überholt, als
neue Filter auf den Markt kommen. Meine Meinung: Entweder die
Rohre wechseln oder morgens erstmal 5 Liter ablaufen lassen,
dann spült sich das weg, was sich über Nacht gelöst hat.
Rohre wechseln geht leider nicht, da ich nur Mieter bin…
Weglaufen lassen mache ich jetzt auch (eigentlich separat für Kalt- und Warmwasser?), dennoch werde ich ansonsten wohl auf Mineralwasser aus Flaschen umsteigen. Aber ein mulmiges Gefühl bleibt, auch was Kochen etc. angeht…
Das betrifft dann die mechanische Filterung.
Es gibt zudem
auch Filter, die angeblich noch
chemisch oder physikalisch via
„Ionen-Austausch“ (was auch immer…) reinigen sollen.
Beispielsweise die Firma Brita
verspricht Reduzierung von
Schwermetallen.
das ist nicht gelogen, wenn sie mehr als 0% filtern…z.b. 0.00000001%, dann ist das reduziert.
durch irgendwelche ionenaustauschdingsbumsfilter kann man vielleicht was machen, aber das waere so, als wenn du mit einer taschenlampe versuchst, die produktionsstaette von mercedes-benz zu heizen.
wenn bei Dir erhöhte Bleiwerte im Trinkwasser gemessen worden sind,
kann es eigentlich nur sein, dass das Wasser mit dem Metall in Kontakt kommt.
Dabei lösen sich dann Bleiionen im Wasser. Das ganze ist abhängig wieviel Ionen sonst im Wasser gelöst sind und auch von der Temperatur des Wassers.
Um die Metallionen aus dem Wasser zu bekommen ist etwas mehr als Filterung notwendig. ggf. Kann eine Druckfilterung über eine semipermeable Membran funktionieren. So werden auch Entsalzungsanlagen betrieben.
Ich glaube aber nicht, dass die Haushaltsfilter nach dem Prinzip funktionieren.
Ich würde eher nachfragen ob Bleirohre verlegt sind. wenn ja, würde eigentlich eine Sanierung notwendig sein.
Oder ein Umzug.
eine duldbare Menge wird oft mit 7µg/Tag angegeben.
Bei dauerhafter oraler Aufnahme kann folgende Schädigung auftreten:
Blutbildung
zentrales und peripheres Nervensystem
glatte Muskulatur der Gefäße und des Gastrointestinaltraktes
sowie die Nieren
das ist nicht gelogen, wenn sie mehr als 0% filtern…z.b.
0.00000001%, dann ist das reduziert.
Naja, das wäre nicht direkt gelogen, aber veralbert käme sich der Kunde dennoch vor. Ob ein renommiertes Unternehmen das macht? Na andererseits, heute weiß man wirklich nicht mehr…
durch irgendwelche ionenaustauschdingsbumsfilter kann man
vielleicht was machen, aber das waere so, als wenn du mit
einer taschenlampe versuchst, die produktionsstaette von
mercedes-benz zu heizen.
Gibt’s da keine Studien oder so?
Sonst bliebe nur, alles mit gekauftem Flaschenwasser zu machen…
Hallo Frank,
kannst du mal erzählen, wie der Wert ermittelt wurde? Welches Verfahren, wie Probenahme, wer hat’s gemacht?
Der Grenzwert lt. Trinkwasserverordung liegt bei 25 µg/l, ab 2013 wird er auf 10 µg/l gesenkt. Also deinen Vermieter kannst du mit dem Wert jedenfalls nicht „zwingen“ was zu machen.
Aber mich würde erst mal interessieren, ob Probenahme/Analyse vernünftig waren.
Viele Grüße
Britta
kannst du mal erzählen, wie der Wert ermittelt wurde?
Gern - lief wie folgt:
Labor schickte mir eine Probeentnahmeflasche mit Anleitung.
Ich habe also einen 10l Plastikeimer gut gereinigt, x-mal mit klarem Wasser nachgespült und dann umgedreht trocknen lassen.
Morgens früh das erste Wasser genommen (nachdem ca. 4-5 Std. keine Entnahme mehr stattgefunden hatte von unserer Seite, die anderen Parteien evtl. schon, kann also sein dass es nicht so lange stagniert hat, aber dann wäre die Werte ja noch drastischer zu sehen) und 8l in den Eimer laufen lassen.
Dann die Entnahmeflasche rein, durchgemischt und Wasser entnommen, zugeschraubt und ins Labor geschickt.
Das Labor arbeit im Auftrag der Stiftung Warentest.
das ist nun medizinisch gesehen eigentlich zu viel.
Aber „Britt“ hat recht; der Grenzwert lag 2000 noch bei 40µg/l, wurde 2003 auf 25µg/l gesenkt und soll 2013 auf 10µg/l gesenkt werden, was aus
medizinischer Sicht eigentlich immernoch zu hoch ist.
Wie schon gesagt sind medizinisch gesehen 7µg/Tag duldbar.
Den Wassersprudler würde ich einmotten.
Alternative: Eine recht kostspielige Lösung wäre tatsächlich eine Umkehrosmoseanlage, die es allen anschein nach auch in „Haushaltsgrößen“ gibt (sind aber immernoch groß).
Dabei Ionen wie z.B. Blei zurückgehalten. Das Wasser muss danach wieder mit Salzen versetzt werden (Hochreines Wasser ist sehr agressiv und darf keinesfalls in dem Zustand getrunken werden).
Man kann sich dabei so helfen, dass das gereinigte Wasser in einem bestimmten Mischungsverhältnis wieder mit ungereinigtem versetzt wird, so dass die Schadstoffe in einer unbedenklicher Konzentration vor liegen, aber die anderen Ionen in einer bestimmten Menge vorhanden sind. Das Wasser sollte dann wieder einen PH wert von 7 besitzen und eine ausreichende Härte.
Wieviel kostet denn sowas und ist das nicht mit Kanonen auf
Spatzen?
Meine hat mit Einbau ca. 300 Euro gekostet. Ich habe vorher hauptsächlich dampfdestilliertes Wasser getrunken. Das ist aber zeit-und kostenintensiv.
Zudem habe ich noch im Kopf, dass die sehr wartungsintensiv
sein sollen und 2/3 Abwasser produzieren?
Also, wenn ich bedenke, dass ich zum Kochen und trinken (denn nur dafür nutze ich das Wasser) pro Tag in einem 2 Personenhaushalt ca. 20l benötige, kann ich mit einem Abwasser von (ich weiß nicht wie das Verhältnis genau ist, aber ich glaube 1/3 in Erinnerung zu haben) 6l gut leben.
Man muss in gewissen Zeitabständen bzw. nach verbrauchter Menge die Filter und Membranen tauschen. Ich hatte mal ausgerechnet, dass das im Jahr ca. 60 Euro sind (war aber mehr geschätzt). Der Aufwand und die Kosten sind es mir wert.
Der Einbau ist für jemand, der ein wenig handwerkliches Geschick hat (also nicht für mich ) leicht zu machen. Die Anlage kommt unter die Spüle und es wir ein zweiter Hahn montiert. Der Vorratsbehälter, der ständig gefüllt wird, fasst 12 Liter. („Basic“ heißt die Anlage und ist von Wasser Doktor).
Prima, so soll es aussehen.
Ich hatte gehofft, du schreibst jetzt, dass Freund xy einen Schnelltest hatte und ihr das mal eben überprüft habt. Aber so sieht das ja anders aus.
Bei deinem Problem kann ich dir leider aber auch nicht weiter helfen. Außer du möchtest deine eigenen Testreihen in Auftrag geben. Dann ist das nur eine Sache des Preises…
Britta
reines Wasser ist weder agressiv noch schädlich
Hallo Hagen.
Dabei Ionen wie z.B. Blei zurückgehalten. Das Wasser muss
danach wieder mit Salzen versetzt werden (Hochreines Wasser
ist sehr agressiv und darf keinesfalls in dem Zustand
getrunken werden).
Wo hast Du denn diese Information her?
Ich trinke seit mehreren Jahren fast ausschließlich dieses „agressive“ Wasser und erfreue mich bester Gesundheit.
Man kann sich dabei so helfen, dass das gereinigte Wasser in
einem bestimmten Mischungsverhältnis wieder mit ungereinigtem
versetzt wird, so dass die Schadstoffe in einer unbedenklicher
Konzentration vor liegen, aber die anderen Ionen in einer
bestimmten Menge vorhanden sind. Das Wasser sollte dann wieder
einen PH wert von 7 besitzen und eine ausreichende Härte.
Du willst Wasser absichtilich mit SCHADSTOFFEN verunreinigen, damit es wieder verträglich für die Gesundheit wird??? Wo ist denn da die Logik?
Aus dem Chemieunterricht wissen wir doch noch ganz gut, dass reines Wasser einen ph Wert von 7 hat. Dazu muss es nicht verunreinigt sein, oder?