Wir haben seit fast zwei Jahren (!) einen Kollegen in unserer IT-Abteilung, der immer wieder durch Unfähigkeit glänzt. Er wurde als Administrator im Bereich Windows-Server und als Supporter für unsere User eingestellt. Er ist MSCE (kann das eigentlich jeder Depp werden, wenn er zahlt?) und wies auch sonst eine tolle „Papierform“ auf. Im Alltag stellte sich jedoch schnell heraus, das dieser Kollege offenbar mit IT irgendwie doch nicht so vertraut ist bzw. keinen Plan hat und nur versuchte, sich irgendwie „durchzumogeln“. Ich nenne ihn mal einen
„Blender“, ein besserer Begriff fällt mir im Moment nicht ein. Ein Kollege und ich (Administrative Admins, sozusagen) gaben ihm wirklich etliche Chancen zu zeigen, was er kann-aber da kam nichts. Wir boten Hilfe und Unterstützung an, doch der Blender zeigte gar so etwas wie „Arroganz“, sozusagen beratungsresistent.
Es gibt ja den Begriff von Miet-Nomaden. Die nisten sich irgendwo ein, zahlen keine oder kaum Miete und sitzen das Ganze aus, bis irgendwann die Räumungsklage kommt. Für mich ist der besagte Kollege ein „Job-Nomade“, geschützt durch den Kündigungsschutz und die Gewerkschaften kassiert der ein Gehalt für nicht erbrachte Leistungen und hockt auf seinem nicht unerheblich dotierten Posten bis alle Stricke reissen.
Objektiv, es ist ja auch nicht so, das er sich nicht bemüht. Aber er zeigt so viele Defizite und vor allem auch „Verständnisschwierigkeiten“ im Bereich IT, das man sich wirklich fragt, wie er jemals in diesen Bereich arbeiten konnte? MSCE ist offenbar nur Makulatur, ein schöner Titel, den man sich an die Wand nageln kann?
Warum bietet das deutsche Kündigungsrecht nicht Optionen, solche Leute, die durch offensichtliche Unfähigkeit glänzen, umgehend zu kündigen? Na gut, die gibt es wohl irgendwie, aber solche „Blender“ schlängeln sich da hindurch. Da warten qualifizierte und vor allem engagierte Leute auf einen Job, und wir haben solch eine taube Nuss erwischt. Traurig aber wahr.
Meine Frage: Wer hat noch mit solchen „Blendern“ zu tun?