Blutungen während der Schwangerschaft

Guten Tag,
die Tochter ist in der 30. Woche schwanger und hatte vorgestern Blutungen. Arbeitskollegen haben sie ins Krankenhaus gefahren und man behielt sie dort. Sie bekommt Zwillinge (Mädchen). Man stellte fest, das ihr Gebärmutterhals etwas kleiner ist und sich der Muttermund schon etwas geöffnet hat. Gestern wurde sie wieder entlassen, es wäre mit den kindern alles in Ordnung und sie muß jetzt Medikamente einnehmen, das auch die Lunge der beiden Zwerge stärker macht, falls sie doch früher kommen würden. Denn wenn sie jetzt kämen gebe es wohl ein Problem mit der Atmung, weil die beiden das noch nicht genügend alleine könnten. Hat jemand Ahnung wie das weiter geht oder muß man sich Sorgen machen??? Sie soll ab jetzt sehr, sehr viel liegen und die Beine hochlegen.

Ich wäre dankbar für eine Rückantwort, vielleicht hat schon mal jemand so was durchleben müssen.

Herzlichen Dan.
Brigitte

hallo,

kein grund zur sorge! wenn die behandelnden ärzte sie nach hause schicken, können sie denen ruhig vertrauen! zwillige kommen ja generell etwas früher.. aber natürlich ist es für die kinder das beste, so lange wie möglich im bauch zu bleiben (eben zur entwicklung der lungenreife). deswegen ist es richtig sich zu schonen und vorzeitige wehen zu verhindern. sollte es dennoch jetzt schon „losgehen“ wären die mäuse zwar frühchen aber in der 30. woche keinesfalls so früh das ernsthafte gefahr bestünde. sie kämen in ein wärme bettchen und würden zusätzlich mit etwas sauerstoff bei der atmung unterstützt werden.

also keinen grund zur sorge, es wird sicher alles gut.

Hallo Brigitte,
die Sorgen verstehe ich, auch ich habe Zwillinge und zu mir sagte damals (vor 9 Jahren) der Arzt: Ab Woche 30 ist eine Frühgeburt, medizinisch gesehen, kein Problem mehr. Alleine atmen können Babys ohne Lungenreife-Behandlung aber erst ab ca. SSW 35 oder 36 – daher die Medikamente, die Ihre Tochter nehmen muss. Kämen die Babys, bevor sie alleine atmen können, müssen sie beatmet werden – was zwar technisch kein großes Problem darstellt, aber heutzutage doch weitgehend vermieden wird, weil Selber-Atmen schonender für die Körper der Babys ist.
Ein verkürzter Gebärmutterhals und ein leicht erweiterter Muttermund (unter 2 cm) ist bei Zwillingsschwangerschaften in der 30. Woche recht häufig; trotzdem geht man immer von einer früheren Geburt aus und Blutungen können harmlos sein, müssen es aber nicht. Durchschnittlich kommen Zwillinge in SSW 36 zur Welt und fast jede Zwillingsschwangere muss gegen Ende viel liegen, denn die Kinder drücken doch mit sehr viel Gewicht nach unten. Zwei Mädchen sind übrigens der Hauptgewinn! Nicht nur, weil ich auch zwei habe (zweieiige Zwillinge) – bei Frühgeburtlichkeit tun sich Mädchen leichter damit, sich anzupassen.
Krankgeschrieben ist Ihre Tochter bereits, oder? Falls nicht, wäre das ratsam; außerdem sollte sie, falls sie dies noch nicht getan hat, zur Entbindung ein Krankenhaus mit Neonatologie auswählen, dort können die Kinder in ihrer Nähe behandelt werden, wenn sie doch zu früh kommen. Sicher wird sie nun häufiger zur Untersuchung gehen bzw. die Hebamme zu sich bestellen, Frauenarzt oder Hebamme werden den Muttermund und Gebärmutterhals kontrollieren und ggfalls (mit Magnesium, Globuli oder Wehenhemmern) versuchen, die Geburt hinauszuzögern. Ab Woche 34 oder 35 tut man in der Regel gar nichts mehr, um die Geburt aufzuhalten; die Kinder, die dann kommen, sind zwar etwas zarter als das durchschnittliche Neugeborene, aber durchaus gut entwickelt. Spätschäden fürs Baby sind heutzutage kaum mehr zu erwarten – die Frühchen (ab Woche 29), die ich kenne, waren in den ersten Jahren zwar etwas infektanfälliger und bekamen teilweise früh Ergotherapie, haben aber alles aufgeholt (sind jetzt 8 bis 11 Jahre alt).
Meine Kinder kamen in SSW 39, auch so etwas gibt es: Erst fürchtet man monatelang die Frühgeburt, und dann wollen sie gar nicht mehr raus :wink: Für Ihre Enkeltöchter gilt: Jeder Tag, den sie jetzt länger im Bauch ihrer Mama bleiben, tut ihnen gut und ich drücke beide Daumen, dass sie gesund und munter in 2 Monaten das Licht der Welt erblicken.
Falls Sie und Ihre Tochter noch weitere Fragen haben – auch zu Stillen und/oder Zufüttern von Zwillingen, Erziehung etc. – dürfen Sie mich gerne löchern. Ganz herzliche Grüße von Ihrer
Pamelie

Guten Tag Brigitte,

ich habe das zwar nicht erleben müssen, möchte aber trotzdem kurz etwas dazu sagen.
Da ihre Tochter nun in ärztlicher Behandlung ist und aus dem Krankenhaus entlassen wurde besteht sicher kein Grund zur Sorge.
Die Medikamente bekommt sie, damit die Lungen der kleinen Mädchen reifen und sie im Falle einer Frühgeburt selbstständig atmen können.
Selbst wenn die Mädels zu früh kommen, ist die Medizin doch heutzutage soweit, dass die Kleinen im Brutkasten optimal versorgt werden können.
Aber keine Panik, wenn sich ihre Tochter schont und weiter zur Vorsorge geht, wird es keine Probleme geben.

Wenn wirklich Gefahr bestehen würde, hätte sie im Krankenhaus bleiben müssen.

Ich hoffe ich konnte ihnen etwas Angst nehmen.

Alles Gute für Sie und Ihre Familie!

Hallo, die SChwangerschaft kann trotzdem noch länger dauern - aber sie MUSS sich schonen. Blutungen/vorzeitige Wehen kommen häufiger vor, erst recht bei Zwillingen. Wenn sie wieder entlassen wurde, scheint es nicht so schlimm zu sein.
Und sie sollte sich an eine Hebamme in Ihrer Nähe wenden, die Sie homöopathisch, oder pflanzlich unterstützt, damit die Schwangerschaft noch hält. Eine Hebamme in der Nähe findet man unter www.hebammensuche.de

Alles Gute.

Hallo Brigitte,

es tut mir leid dass ihr Euch gerade so sorgen müsst. die Lungenreifungsspritzen sind normal, bei Zwillingen die manchmal sehr früh geholt werden ist das das übliche Prozedere (in Krankenhäusern). Gerade wegen den Blutungen würde ich deiner tochter wirklcih die EWT Regel ans Herz legen. Nur liegen, und aufstehen nur zum Essen, Waschen und Toilette. Die Zeit geht schneller rum als sie denkt, macht ein lovefilm.de Abo mit guten Filmen - und freut Euch über JEDEN Tag wo die Kleinen drinbleiben dürfen!! Jeder Tag tut ihnen gut! Gute Besserung udn alles Gute!

Hallo Selina,
vielen Dank für Deine Rückantwort. Wir hoffen alle das alles gutgeht. Sie wünschen sich seit über 1 Jahr Nachwuchs.

Herzlichen Dank.
Brigitte

Hallo Stefanie,
vielen Dank für Deine Antwort. Schonen wird sie sich auf jeden Fall, sie wird von ihrem Mann und uns allen umsorgt. Wir freuen uns doch alle auf die Beiden.

Herzlichen Dank.
Brigitte

Hallo nochmal, vielen Dank für die beruhigenden Worte, sie hält sich an die ärztlich verordneten Regeln, bezgl. Ruhr und viel Liegen. Wir freuen uns doch alle auf die Beiden.

Herzlichen Dank.
Brigitte

Hallo,
ich bin zwar kein Experte, aber ich bin auch Mutter eines Frühchens.
Meine Kleine war zwar schon relativ groß und schwer 41 cm und 1900g, aber meine Schwester hat ein Extremfrühchen bekommen. Von daher, weiß ich ein bißchen Bescheid. Meine Nichte kam in der 30. Woche zur Welt, war allerdings in der Entwicklung zurück (etwa 27. Woche), sie kam mit einem Gewicht von 885 g bei uns an. Die ersten 3 Wochen schwebte sie in Lebensgefahr, es war nicht einfach. Wir hatten große Angst um die Kleine. Meine Schwester lag die Woche vor der Geburt schon im Krankenhaus, sie bekam die Lungenreifespritze, sonst hätte die Kleine keine Chance. Am 15.05. wird sie 1 Jahr alt. Geistig ist sie total fit, mit der Motorik hängst sie 10 Wochen zurück, aber die Zeit muß man dann eh immer drauf rechnen. Ob sie Spätfolgen hat, kann man erst in den nächsten Jahren sagen… Aber bis jetzt toi, toi, toi ist alles gut.
Ihre Tochter sollte sich auf jeden Fall daran halten, viel zu liegen (auch wenn schwer fällt, ich mußte seit dem 5. Monat liegen), jeder Tag in dem die Kleinen im Bauch waren, zählt. Grundsätzlich haben Babys ab der 25. Woche Überlebenschancen.
Wissen Sie, wieviel die Kleinen wiegen? Unter 1000 g?
Dann wird es nicht einfach, aber es ist machbar.
Und Ihre Tochter bekommt Mädchen, die halten mehr aus.
Auf der Intensivstation wurde immer gesagt:" Seien Sie froh, daß sie ein Mädchen haben, die sind zäher!"
Es wird eine schwere Zeit, vorallem für die Eltern, aber es ist zu schaffen.
Ich wünsche Ihnen und Ihrer Tochter alles, alles Gute.
Meine Tochter ist übrigens grad 4 geworden, sie ist ein bißchen kleiner und leichter als „normal“, aber sie ist völlig gesund!
Gruß
alexx

Liebe Brigitte!

Blutungen nach der 28. SSw treten in etwa 3-5% aller Schwangerschaften auf und sind immer abklärungspflichtig!
Bei den Auslösern solcher Blutungen steht die Vorlagerung der Plazenta vor dem Muttermund und vorzeitige Lösung im Vordergrund.

Eine Verkürzung des Muttermunds und eine Öffnung sagt rein garnichts über den weiteren Verlauf aus, da eine Frau schon Wochen vor Entbindungstermin mit mehreren Zentimeter geöffneten Muttermund herumlaufen kann und es trotzdem nicht zur Geburt kommen muß.

Zu wissen wäre jetzt woher die Blutung kommt.
Kommt sie von der Plazenta ist die Stationäre Aufnahme das normale Procedere. Vor der 37.SSW wird absolute Bettruhe und eine medikamentöse Wehenhemmung vorgenommen. Gleichzeitig wird ein Cortison zur Longenreife des Ungeborenen gespritzt.
http://www.swissmom.ch/schwangerschaft/medizinisches…

Da Deine Tochter zu Hause ist, denke ich, dass es sich nicht/ oder nichtmehr um einen Akutfall handelt.

Das Medikament, was sie bekommt ist höchstwahrscheinlich ein Präparat zur Wehenhemmung.
Die häufigsten Präparate zur Wehenhemmung sind zur Zeit
Magnesium
Partusisten (Wirkstoff Fenoterol)
Gynipral (Wirkstoff Hexoprenalin)
Adalat (Wirkstoff Nifedipin)
Indocid (Wirkstoff Indometacin)

Lungenreife wird meist als Injektion verabreicht und ist eine Einmalgabe.

Unterstützend kann sie noch nehmen:
Bryophyllum Pulver von Wala
Toko-Öl von Stadelmann, zum einreiben
Sepia (ein Homöopatikum)
Tee gegen vorzeitige Wehen

Am besten mit ihrer Hebamme absprechen.

LG Silke

Liebe Brigitte,

so wie Sie die Lage schildern, koennen Sie davon asugehen, dass Ihre Tochter und die beiden Kleinen gut betreut werden. Komplikationen wie Sie sie schildern, sind bei einer Zwillingsschwangerschaft nicht ungewoehnlich. Die Medikamente zur Unterstuetzung der Lungenreifung werden vorsorglich gegeben, falls sich die Babys entschliessen sollten, doch frueher als erwartet auf die Welt zu kommen.

Wichtig ist, dass die werdende Mutter jetzt tatsaechlich Ruhe hat, koerperlich wie seelisch. Das bedeutet auch, dass niemand sie mit sorgenvollen Gedanken belastet. Entlastung ist jetzt angesagt.

Verbreiten Sie Optimismus - dazu besteht aller Grund - und gucken Sie selbst ruhig und gelassen auf die naechste Zeit.

Ich wuensche Ihnen allen alles Gute,

Silvia Skolik

www.geburtskanal.de

Hallo,
na ja, eine Garantie für die Biologie gibt es leider nicht. Aber viel liegen und Ruhe ist gut. Man sollte versuchen Stress zu umgehen und sich selbst nicht verrückt machen. Wenn wieder Blutungen entstehen, dann ins Krankenhaus.

Kleine Blutungen können mal in der Schwangerschaft passieren. Ursache kann manchmal sein, dass Blutgefäße der Mutter verletzt werden. Dies sind aber meistens sehr kleine Gefäße, die auch relativ schnell wieder versickern.

Eine Kontrolle durch den Arzt ist immer ratsam, da wenn überhaupt man nur durch Schall ( sei es normaler Ultraschall, 3-D Ultraschall oder CTG) erkennen kann woher die Blutung kommt.

Alles Gute.

Hallo,
also erstmal möchte ich Sie gerne beruhigen, wir haben bei uns in der Familie einen ähnlichen Fall. Die Zwillinge kamen mit nur 900g auf die Welt und sind heute 5 Jahre slt und putzmunter. Die Lungen der Babys sind eben noch nicht komplett ausgereift und daher benötigen die kleinen doch noch etwas Hilfe wenn sie zu früh kommen, aber sie sind in der Regel lebensfähig. Die Ärzte versuchen die Kinder natürlich so lange wie möglich im Mutterleib zu halten, daher erstmal strenge Bettruhe. Die sollte sich ihre Tochter gönnen, auch wenn das nun eine scheinbar endlos lange Zeit ist, aber jeder Tag im Bauch der Mami ist wertvoll für die 2. Nehmen Sie das ruhig ernst aber machen Sie sich nicht zu viele Sorgen, die Kinder sind lebensfähig! Es ist nun leider oft so, dass viele Frauen den Aufgaben im Alltag auch in der Schwangerschaft gerecht werden wollen, doch, gerade bei Zwillingen ist manchmal ein bißchen weniger mehr.
Icb hoffe ich konnte Sie etwas beruhigen und wünsche Ihnen alles Gute!
Lg Nina

Guten Tag!

Gerade bei Zwillingsschwangerschaften ist eine Verkürzung des Muttermundes häufig.
Das Medikament das Sie bekommt, soll die Lungenreife weiter vorantreiben, die Kinder könnten aber bereits schon alleine atmen. Da die Lungen sich in der 26 - 30 SSW voll ausreifen.
Natürlich sollte Ihre Tochter sich nicht mehr anstrengen und ruhen.
Wenn Ihnen das nicht weit genug geht, können Sie auch noch mal im Krankenhaus nachfragen, wie deren Fahrplan für den Rest der SSW aussieht, bzw. mit dem FA Ihrer Tochter sprechen.

Ein Restrisiko bleibt bestehen, daher kann ich Ihnen leider nicht die ganze Angst nehmen. Aber warscheinlich wird es darauf hinauslaufen, dass die Kinder einfach früher geholt werden müssen.

Hoffe ich konnte Ihnen weiterhelfen.

Lg
Casey

Hallo Pamelie,

vielen Dank für Ihre hervorragend geschilderten Zeilen. Sie haben mich wirklich etwas beruhigt. Abder meine Tochter macht wirklich was der Arzt ihr geraten hat, viel liegen und Ruhr haben auch seelisch und auch nur zum Essen und zur Toilette aufstehen. Sollte ich wenn die beiden da sind noch die ein oder andere Frage haben, werde ich mich gerne noch mal an Sie wenden.

Ich wünsche Ihnen einen Schönen Tag
und viele Grüße
Brigitte

Hallo,

in der 30. Woche werden die Lungen von den kleinen Zwergen ausgebildet. Daher ist es jetzt sehr wichtig, daß sie sich wirklich schont. Es hört sich zwar hart an, aber hier wäre Bettruhe die beste Alternative.

Ich weiß nicht wie es bei deiner Tochter ist, aber Zwillinge werden ja meistens per Kaiserschnitt schon etwas früher geholt. Jede Woche wo die Kleinen noch im Mutterleib verbringen ist sehr wichtig.
Ich drücke Euch die Daumen, daß sie es noch 3-4 Wochen aushält, dann könnten die Süßen ruhig kommen, dann sind sie zwar immer noch Frühchen, aber das ist dann kein Problem mehr.

Liebe Grüße

beate

Hallo Beate,
vielen Dank für Deine Rückantwort. Aber es ist schon erschreckend für eine junge werdende Mutter, wenn Du siehst das Du blutest, genauso schlimm natürlich jetzt die Angst. Ich glaube sie hat ja schon Angst auf Toilette zu gehen. Aber wir drücken alle die Däumchen, sie wird das schon schaffen, da muß sie jetzt halt durch, das entschädigt später wenn die zwei Girls da sind.

Viele Grüße
Brigitte

Hallo Pamelie,
nochmal auf meine Tochter zurückzukommen. Also sie befolgt 100% die Anordnung der Ärzte, sie liegt überwiegend und schont sich voll und ganz, sie wird auch von allen unterstützt. Bis jetzt ist alles in Ordnung. Die Tage haben wir über die Versorgung der Zwerge gesprochen, wenn sie da sind. Sprich waschen, anziehen, Stillen, x-mal Windeln wechseln etc. Sie glaubt felsenfest, das sie das alles alleine bewerkstelligen kann. Sie ist schon sehr selbstbewußt und belastbar. Aber ist man mit Zwillingen nicht doch im nachhinein ziemlich überfordert? Vor allen Dingen wenn beide zur gleichen Zeit die Mama brauchen. Was meinen Sie dazu?

Würde mich über eine Antwort über Ihre Meinung freuen.

Viele Grüße
Brigitte

Hallo Brigitte,
das klingt ja gut, Ihre Tochter macht alles ganz prima. Tatsächlich ist es möglich, Zwillinge alleine zu betreuen – bzw. alleine mit Mann, der abends und nachts und am WoE auch mal hilft – also ohne Nanny, Aupair o.ä. klarzukommen. Ich habe das mit 3 Zwergen geschafft – meine Große ist nur ein Jahr älter. Aber ich war gelegentlich am Limit, ganz klar! Was ich mir von Anfang an gegönnt habe und jeder Zwillingsmom empfehle, ist eine Putzfrau. Meine kam 2x pro Woche 2 Stunden, um Böden und Bad zu säubern und gelegentlich zu bügeln – und sie war auch bereit, mal die Zwillinge zu hüten, wenn die Große mit mir zum Kinderarzt musste. Gestillt habe ich die Zwillis sogar ein Jahr lang – sie tranken zeitversetzt und ich pumpte anfangs ab (4 Monate lang), um auch mal außer Haus Milch füttern zu können, später fütterte ich mit Pulvernahrung zu und so klappte das 1 Jahr sehr gut.
Es gibt Dinge, die Zwillingsmüttern den Alltag deutlich erleichtern, z. B. wenn man sich die Windeln liefern lässt (manche Drogerieketten machen das) und wenn man für Notfälle ein, zwei Babysitter parat hat. Und der Kindsvater, der auch mal eine Nacht opfert, um Kinderdienst zu haben, ist Gold wert!! Grundsätzlich denke ich, dass viele Zwillis es von früh an lernen, die Mama zu teilen – das Gute am Doppelpack nannte ein Zwillingsvater im einem Buch: „Bei einem Baby DARF der Vater helfen, bei zweien MUSS er es.“ Das kann ich nur unterstreichen. Ich kann also Ihre Tochter nur ermutigen, auf ihr Herz zu hören und es ohne Nanny oder Aupair zu versuchen, wenn sie das möchte und sich Hilfen zu gönnen, wenn es (evt. vorübergehend) nicht geht. Zwillinge sind übrigens toll gegen Perfektionismus: Man wird pragmatisch und versucht nicht unbedingt, die Übermutter zu sein, die das am besten dekorierte Kinderzimmer, die schickste Kinderkleidung, das leckerste Kinderessen, das sauberste Heim etc. pp. vorzuweisen hat. Zwillis haben vielleicht mal länger einen Fleck auf dem Shirt oder rennen mal nur halb gekämmt aus dem Haus, aber sie werden trotzdem groß :wink:
Und mit einer Mutter wie Ihnen an der Seite ist sie sowieso gesegnet – auch für Sie wird es toll sein, zwei Enkelchen gleichzeitig aufwachsen zu sehen mit all den Ähnlichkeiten und Unterschieden. Weiterhin alles Gute, mit herzlichem Gruß
Pamelie