Hallo Klaus,
Wenn ich in Gruppen fahre, höre ich oft den Vorwurf, ich
bremse zu wenig und der Hintermann verschätze sich dann in den
Kurven. Ich bin ein Motorbremser. Ich gehe vom Gas, passe
meine Geschwindigkeit an und schalte notfalls runter. Obwohls
ja falsch sein soll, bremse ich eher kurz mit der
Hinterradbremse an.
Sorry, das ist nun ganz falsch, da sich beim Motorrad ca. 80%
der Bremskraft auf dem Vorderrad befindet.
Ja. Ich rede da oben ja vom Kurvenfahren…
Hinten bremst man höchsten mit, und „korrigiert“ die gefahrene Geschwindigkeit.
Na also, wenn ich meine Geschwindigkeit vorher anpasse und dann mit der Rückbremse leicht anbremse und die Geschwindigkeit minimal korrigiere, wo liegt das Problem?
Wenn ich mich in ner Kurve total verschätze, geh ich automatisch vorne in die Eisen. Ich hab mich schon durch einige Kurven geade noch so durchgebremst
Die richtige Bremsleistung kommt nur von vorne. Deshalb sind
derer Scheiben 2 vorne und nur eine hinten und die hinten ist
nun auch noch kleiner als die vorne!!! Hier solltest Du mal
schleunigst an Deiner Fahrweise was tun -sonst tust Du dir
noch was.
Ich fahre ja sehr verschiedene Motorradtypen und bin bisher mit meiner Fahr- und Bremsweise gut zurecht gekommen.
Was hält dich ab? Zur Zeit gibt es jede Menge Angebote der
Industrie für Wiedereinsteiger und von jedem ein richtig gutes
Bike (und 2006 gibt auch von Kawa einen richtigen
Einsteigeknaller!!! - siehe neuestes Heft „Motorrad“)
Zeitlich lohnt sich das kaum und ich habe ‚mein‘ Motorrad noch nicht so recht gefunden.
Ich denke man darf der Presse, ADAC etc. glauben.
Es ist sicherheitsrelevant, da sich der Bremsweg erheblich
verkürzt.
Mit ABS verkürzt sich keine Bremsweg.
Da bist du sicher relativ allein mit deiner Meinung.
Ich bin kein Techniker und Verkehrssicherheitsexperte.
Die werden es aber sein:
http://www.spiegel.de/auto/werkstatt/0,1518,361769,0…
http://www.versicherung-und-verkehr.de/index.php/2.0…
und hier noch was zum Thema ausweichen vs. Bremsen
http://www.fahrtipps.de/motorrad/bremsen-ausweichen.php
Nur da sich die Leute
dann auf dem Motorrad trauen, kräftiger in die Eisen zu gehen
und keine Angst vor einem Vorderradrutscher / Vorderradsteher
haben (und genau dabei ist ja der Typ auf dem Solitue -
Verkehrsübungsplatz abgeflogen), gelingt es der breiten Masse,
den eigenen Bremsweg zu verkürzen.
Die alten Hasen die ich kenne (auch welche die auf die Rennstrecke gehen!) haben/hatten sicher keine Angst und ihr Mopped ziemlich im Griff. Dennoch finden sie ABS gut. Siehe auch Artike von Ayla. Die offensichtlich auch weiß wovon sie redet.
@Aylas Meinung zum leicht anbremsen mit der Hinterradbremse würde mich übrigens sehr interessieren.
Genau, das aber gilt es beim Training zu verbessern -
Vollbremsung mit kurzfristig stehendem Vorderrad. Nur so kommt
man an seine (und natürlich des Bikes) persönliche Grenzen.
Das eine schließt das andere nicht aus. Mit ABS muss man sich umstellen und das auch üben.
Danke Für Deine Aufmerksamkeit
Gerne
bye