Brauche einen guten Rat!

Ich habe ein großes Problem, das mich doch sehr belastet. Ich bin Mutter von zwei Töchtern, beides sind eigentlich sehr liebe Mädchen, mit denen es nie Probleme gab.
Beide gehen arbeiten, Sabrina als Verkäuferin in einem Geschäft und Lauren arbeitet als Tierarzthelferin.
Ich selbst gehe halbtags arbeiten, mein Mann ist Rentner, arbeitet aber noch nebenbei. Finanziell ging es uns eigentlich immer gut, wir sind immer so über die Runden gekommen.
Aber nun gibt es da etwas, was Unruhe in unser Familienleben bringt.
Einige werden dieses Thema bestimmt bestens kennen, nämlich das : Kostgeld!
Mein Mann möchte unbedingt, das Sabrina und Lauren zuhause einen Beitrag leisten, sich an den Kosten beteiligen. Es gibt zwischen mir und meinem Mann deshalb ständig Streit, weil ich es eigentlich nicht möchte, das meine Töchter zuhause Geld abgeben müssen!
Ich selbst brauchte das damals zuhause nicht, und meine Töchter sollen ihr Geld selbst behalten, es ist ja nicht so, das es uns finanziell schlecht geht.
Mein Mann sieht das leider völlig anders, er sagt, sie sollen ruhig etwas bezahlen, dafür würden sie ja schliesslich essen, trinken, bekommen die Wäsche gemacht, haben alles was sie so brauchen usw.
Aber ich als Mutter mache das gerne, für mich ist das irgendwie selbstverständlich, dafür möchte ich von meinen eigenen Töchtern kein Geld haben!
Sie arbeiten den ganzen Tag und verdienen ja auch nicht grade sehr viel.
Mein Mann sagt, ich solle mir das Wäsche machen, kochen usw. bezahlen lassen, und einen Teil Miete sollen die beiden auch noch zahlen.
Mein Mann hat sich folgendes ausgemalt:
Sabrina: ca. 1100 € Verdienst, es wechselt aber immer, mal sind es 1150€, mal nur 1050 € usw.
Er möchte , das sie zuhause 275€ abgibt(550DM).

Lauren: ca.850€ bis 980€ Verdienst, ist auch recht unterschiedlich, noch.
Von ihr verlangt er 175€ Kostgeld.
Er hat es beiden auch schon gesagt, das er monatlich das Geld sehen möchte, aber beide weigern sich strikt , das Geld abzugeben.
Ich geben beiden da Recht, denn ich halte das nicht für gut.
Und wenn, dann wäre ich für einen kleinen Beitrag, damit könnten meine Töchter auch leben.

Bei uns ist momentan deshalb der Teufel los, mein Mann ist sehr sauer auf die beiden , redet kaum noch mit ihnen und hat auch schon damit gedroht, sie rauszuwerfen. Ich finde das Verhalten von meinem Mann überhaupt nicht gut, so verhält sich kein Vater!
Er pocht aber auf sein recht, er meint, das ist so okay und ich müsste dem auch zustimmen.
Aber das sehe ich anders.

Was würdet ihr mir jetzt für einen Tip geben? Wie soll ich mich verhalten?
Habt ihr ähnliche Erfahrungen gemacht? Was verlangt ihr von euren Söhnen oder Töchtern an Kostgeld? Und wieviel würdet ihr nehmen?
ich brauche dringens Hilfe, ich weiß sonst nicht weiter.

Der Vater hat vollkommen Recht.
Liebe Sandra, wie sollen die jungen Frauen denn sonst lernen, dass das Leben Geld kostet? Ich habe dieses Thema über Jahre im Verwandten- und Bekanntenkreis beobachtet, mit der Erkenntnis, am Besten zurecht kommen später diejenigen selbständig, die Zuhause Geld abgeben mußten.
Und auch nicht sagen ‚wir legen das für Euch weg, es wird für Euch gespart.‘
Nein, das ist für den Lebensunterhalt, für alles was der Vater aufführt.

Ich hoffe, dann kehrt bei Euch bald wieder Ruhe ein, denn die junge Damen werden es bestimmt einsehen, wenn darauf von Vater und Mutter bestanden wird, denn sie können doch sicher rechnen und somit kalkulieren wie teuer es sie käme, wenn sie auszögen und dann alles selbst aufbringen müßten.
Schönen Gruß
Karen

ich finde das kostgeld richtig.

zum erwachsen sein gehört auch, daß man für sich selbst aufkommt.

und dein mann will ja keine unsummen von seinen kindern: könnten sie nicht bei euch wohnen, könnten sie sich für den betrag eine sehr kleine wohnung oder ein wg-zimmer leisten und hätten noch keinen bissen gegessen.

anders herum sind 1000 €, die man monatlich auf den kopf hauen kann, auch nicht gerade wenig klimpergeld. ich finde, deine kinder können es sich durchaus leisten, kostgeld abzugeben. wie gesagt: hätten sie eine eigene wohnung, hätten sie weitaus höhere ausgaben und weniger spielgeld zur verfügung.

daß du deinen kindern den haushalt machst, finde ich nett von dir. aber das darf nicht selbstverständlich sein - schließlich sind sie erwachsen und für ihren kram selber verantwortlich und außerdem arbeitest du genauso wie deine kinder.

daher finde ich die strikte weigerung deiner kinder, kostgeld zu geben, schon ziemlich frech.

Hallo,

erst einmal möchte ich den beiden anderen Recht geben: ich finde es völlig legitim, dass Deine Kinder lernen, dass das Leben Geld kostet und Ihr Kostgeld verlangt und es ist sehr wichtig, dass Du und Dein Mann sich da einig sind und ich finde es auch ganz und gar nicht in Ordnung, dass sie sich weigern!! Sie haben genug Geld übrig und so lernen sie ganz bestimmt nicht, wie man mit Geld umgeht! Denn so sieht die Realität später ohne Euch nun mal nicht aus!!!

Ich möchte dir aber auch mitteilen, wie wir das machen:
Sowohl mein Mann (war schon einmal verheiratet) wie auch ich haben die gleiche Erfahrung gemacht: wir hatten kein Geld, als wir jung waren, denn wir sind beide jung Vater / Mutter geworden. Irgendwie hängt einem das ewig nach.
Mein ältester Sohn ist jetzt in seinem 3. Ausbildungsjahr und wir nehmen kein Kostgeld und zwar aus folgendem Grund: wir denken,dass in seinem Alter die größte Möglichkeit besteht, zu sparen. Wenn man erst einmal verheiratet ist und Kinder hat, geht es nicht mehr. Wir haben ihm also die folgende „Auswahl“ gegeben: Wenn er einen großen Teil seines Lohnes in Sparverträge anlegt, verzichten wir auf das Kostgeld. Auf diese Weise (denke ich) kann ich auf der einen Seite zeigen, dass ich ihn soweit es geht unterstützen möchte. Er hat die Möglichkeit, jetzt Verträge abzuschließen, die es ihm ermöglichen, später dieses Geld für seine Zukunft zu verbrauchen (Bausparverträge usw).
Ich persönlich finde, es ist eine gute Lösung. Er „verballert“ nicht seinen ganzen Lohn und ich freue mich, dass er sich irgendwann mal seine Wünsche (ein wenig leichter) erfüllen kann.
Und das, was ihm jetzt noch übrig bleibt, reicht ihm vollkommen aus.
Es ist halt die Aufgabe der Eltern, die Kinder auf das „Wahre“ Leben vorzubereiten. Das macht man aber nicht, wenn man ihnen die Realität nimmt.
Viele Grüße,
Gaby

Hallo Sandra,

hier wurde das Thema, allerdings während der Ausbildung, bereits behandelt:
/t/jugendlicher-in-der-ausbildung/1167612

Das Allerwichtigste ist erst einmal, dass ihr (du und dein Mann) euch über dieses Thema nicht vor den Töchtern streitet, das gilt sowieso für jedes Streitthema in Bezug auf die Kinder.
Klar, dass sie sich dann auf die Seite dessen schlagen, der ihre Auffassung unterstützt und so unbemerkt einen Keil zwischen Vater und Mutter treiben. Lasst das nicht zu.

Unsere Söhne geben während ihrer Lehre je 50,- € von ihren 600 - 850,- € Verdienst für den jeweiligen Unterhalt ab. Damit decken sie bei Weitem nicht ihre Unkosten. Mein Mann und ich waren auch eher vorsichtig und wollten es nicht übertreiben, sondern wir wollten Ihnen das Gefühl vermitteln, dass sie zu ihrem Lebensunterhalt aktiv beitragen. Mittlerweile haben sie sich wohl gut umgehört und haben gemerkt, dass sie sich dabei gar nicht schlecht stehen.

Das Problem ist, dass heute die meisten Kinder häufig im Überfluss groß werden, da werden Werte wie Verantwortungsgefühl und Teamgeist schnell an den Rand gedrängt. Das Abgeben des Kostgeldes ist für sie zunächst etwas schmerzhaft, es regt sie aber auch zum Nachdenken an. Wenn die Eltern ihre diesbezüglichen Richtlinien mit den Kindern klar und unmissverständlich in entspannter Atmosphäre festlegen, gibt es kaum Probleme.
Es sind arme Kinder, die immer nur den Überfluss kannten und später, wenn sie ausgezogen sind, erst merken, dass man manchmal kämpfen muss, dass einem nichts geschenkt wird und dass man andere Menschen auch nicht ausnutzen darf. Es wird etwas einfacher für sie, wenn sie angemessene Mitverantwortung erfahren haben, es erspart ihnen im Leben manche schmerzhafte Erfahrung oder Enttäuschung.
Alles was ich für meine Söhne erledige, mache ich ebenfalls gerne. Aber sie sollen die Arbeit und den Einsatz anderer wirklich wertschätzen. Ich selbst stehe ja nur für die potentiellen anderen Menschen, die mal etwas für sie tun, und wer gerät schon gerne an verwöhnte Lebenspartner, die sie sonst unweigerlich werden würden?

Ich kenne Eltern, die ihren erwachsenen Kindern (1 in der Lehre, 1 gut verdienend) deren Autos kauften und alle dazugehörigen Abgaben finanzieren und sich neben anderen Ausgaben selbst kaum einen eigenen Urlaub leisten können, so dass sie ihrerseits die Großeltern um Geld anbetteln müssen für größere Anschaffungen… Und die Kinder kommen mit ihrem Geld, dass sie komplett behalten dürfen seltsamerweise nicht aus…

Soweit ich weiß, kann man sich bei der Verbraucherberatung neben Taschengeldempfehlungen auch Kostgeldempfehlungen in Bezug auf Ausgaben der Eltern und Einnahmen der Kinder ausrechnen lassen. Vielleicht wäre das ein Weg. Nachdem euch eine Richtlinie bekannt ist, solltet ihr euch friedlich und nicht im Beisein der Töchter, zunächst auf die zu zahlenden Beträge einigen. Wenn die beiden merken, dass ihr euch einig seid, wird bald wieder Frieden einkehren. Die Vorstellung deines Mannes klingt mir etwas zu hoch, aber ohne Verantwortung/Beteiligung zu übernehmen, dass halte ich nicht für gut.

Viel Erfolg wünscht euch

Renate

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Hallo!

Also, ohne die anderen Antworten gelesen zu haben: selbstverständlich sollten sie etwas abgeben!
Auch Hotel Mama kostet! Wenn auch nicht so viel wie eine eigene Wohnung, aber ganz ohne finde ich es nicht okay.
Und soooo wenig verdienen sie ja nun auch nicht.

Er hat es beiden auch schon gesagt, das er monatlich das Geld
sehen möchte, aber beide weigern sich strikt , das Geld
abzugeben.

Finde ich, ehrlich gesagt, frech. Aber da du ihrer Meinung bist, fühlen sie sich wohl ‚im recht‘.

Was meinen sie denn, was eine eigene Wohnung sie kosten würde? :wink:

Habt ihr ähnliche Erfahrungen gemacht? Was verlangt ihr von
euren Söhnen oder Töchtern an Kostgeld? Und wieviel würdet ihr
nehmen?

Die Summe würde ich mit den Mädchen zusammen aushandeln. Und rechne du mal aus, was sie wirklich so verbrauchen! An Essen, Getränken, strom, wasser, Auto und Benzin evtl. und welche Zeit du noch investierst beim Bügeln, Einkaufen o.ä.

Bye, Vanessa

Hi Sandra,

erst einmal bin ich der Meinung dass das Du und Dein Mann auszukarten haben. Ihr müsst Euch gegenüber den Töchtern einig sein sonst wird das nix.

Für die Kosten und Arbeit im gemeinsamen Haushalt aufzukommen finde ich richtig. Lediglich über die Höhe der Kosten kann man diskutieren.
Rechnet doch einmal die effektiven Kosten aus:

Heizung, Wasser, Strom, Müllgebühren, Miete bzw. Instandhaltung. Das Ganze durch einen Faktor 30/30 für die Eltern und 20/20 für die Kinder.
Dazu kommt noch das Essen. Somit könnt Ihr den Kindern auch plausibel erklären wofür Ihr Geld verlangt.

Was die „Arbeitsleistung“ betrifft kann man sich auch leicht einigen. Entweder die Mädels helfen mit oder sie bezahlen Dich für Deine Arbeit. Natürlich kannst Du, da Du diese Arbeit leistest, auf den Betrag verzichten. Gegenüber den Töchtern würde ich das aber nicht zugeben sonst nutzen die das aus. Nehm die Kohle und lege sie an. Wenn die Mädels dann flügge werden kannst Du Ihnen einen kleinen Betrag an die Hand geben.

Es ist wichtig dass die Jugendlichen lernen dass eine Wohnung Geld kostet und Arbeit macht. Ich selbst musste das bitter lernen. Ich bin froh dass ich irgendwann aus meinem Traum aufgewacht bin und gemerkt habe dass ich mir das Leben, so wie ich es mir vorgestellt hatte, nicht leisten kann. Mit ca. 7.000,- DM Miesen auf dem Girokonto war es dann nicht einfach wieder auf die Füsse zu kommen.

Viel Glück bei Eurer Entscheidung!

Rolf

Hallo Sandra,

auch unsere Kinder haben ein Drittel von ihrem Gehalt als Beitrag zum Familieneinkommen abzuliefern.
Wollen sie das nicht, steht ihnen frei (sobald sie 18 sind), auszuziehen. Dann werden sie ja sehen, ob sie das billiger kommt.

Ich habe das anfangs auch hart gefunden, doch mein Mann hat sich nicht abbringen lassen. Und irgendwie hat er ja recht.

Hanna

Hallo Sandra,

Du hast schon viel gehört, dass Kostgeld sein muss. Ich will Dir jetzt eine nette Geschichte erzählen:

Ich selbst brauchte das damals zuhause nicht, und meine
Töchter sollen ihr Geld selbst behalten, es ist ja nicht so,
das es uns finanziell schlecht geht.

Mein Mann sagt, ich solle mir das Wäsche machen, kochen usw.
bezahlen lassen, und einen Teil Miete sollen die beiden auch
noch zahlen.

Ich geben beiden da Recht, denn ich halte das nicht für gut.
Und wenn, dann wäre ich für einen kleinen Beitrag, damit
könnten meine Töchter auch leben.

Was würdet ihr mir jetzt für einen Tip geben? Wie soll ich
mich verhalten?
Habt ihr ähnliche Erfahrungen gemacht? Was verlangt ihr von
euren Söhnen oder Töchtern an Kostgeld? Und wieviel würdet ihr
nehmen?

Also, meine Tochter studiert und wohnt in Nürnberg. Da kriegt sie natürlich Unterhalt (600 Euro), die für alles reichen müssen, wozu sie noch ein klein wenig zuverdient, hauptsächlich in den Ferien, denn Biologie und Chemie für das Lehramt ist ein sehr zeitraubendes Studium. Den Unterhalt kann ich mir leisten, außerdem zieht sie ihr Studium auch flott durch. Aber soviel wie Deine hat sie nicht, und schon gar nicht zur freien Verfügung.

Um ihre Kosten zu verringern, hat sie vor ein paar Jahren eine WG gegründet: Drei Mädels in ziemlich gleichem Alter, eine gerade nach dem Abitur ausgezogen, die andere wie meine Tochter, von München nach Nürnberg gezogen. Die zwei Ex-Münchnerinnen waren ganz gut in der Lage, mit den Vorräten, mit der Hausarbeit usw. zu wirtschaften, trotzdem klappte einiges hinten und vorne nicht. Die Dritte im Bunde benahm sich, als sei sie vom „Hotel Mama“ ins „Hotel WG“ umgezogen. Wenn meine Tochter zu diesem Verhalten etwas sagte, dann hieß es immer gleich: „Du redest daher, als wärest Du meine Mutter.“

Die Enttäuschung blieb nicht aus: Die WG wurde aufgelöst, weil meine Tochter und die andere es leid waren, den Trottel für das Fräulein mit Beruf „Tochter“ zu geben. Die Mutter der Dritten war dann den beiden anderen sogar noch böse, dass sie ihr armes Herzebobbele im Stich gelassen hatten.

Willst Du wirklich, dass Deine Töchter erst auf diese Art und Weise lernen, dass Hotel Mama nicht überall ist? Lass Deinen Mann Kostgeld kassieren, und was ich für wichtiger halte, lasse beide einen angemessenen Anteil an der Hausarbeit miterledigen. Selbst wenn das „Kostgeld“ auch für die Hausarbeit mit gelten sollte: Sie lernen so nicht, Berufstätigkeit und Haushaltsführung miteinander zu verbinden und geeignet zu organisieren. Originalzitat meiner Tochter aus o.g. Geschichte: „Mutschka, da geht sie doch glatt in die Küche, sich eine neue Limo zu holen und kann nicht mal die leere Flasche auf dem Weg dorthin zurück in den Kasten tragen.“

Ich wünsche Dir viel Kraft dabei, Deine Töchter endlich in die Welt der Erwachsenen zu stoßen.

Liebe Grüße, Karin

Hallo Sandra,

wie die Mehrheit hier, bin ich auch der Meinung, daß deine Töchter einen bestimmten Betrag abdrücken müssen. Das sollte eigentlich selbstverständlich sein. Ich habe fast den Eindruck, als willst du die Beiden durch deine „Fürsorge“ an dich binden, aus Angst, daß sie ausziehen, wenn du (berechtigte) Forderungen stellst.

Was mich etwas stutzig macht, ist die Tatsache, daß deine Töchter nicht von sich aus auf die Idee kommen, sich sowohl an den Kosten als auch an der anfallenden Hausarbeit zu beteiligen. Ich, an ihrer Stelle, käme mir vor wie ein Trittbrettfahrer, der solange kostenlos im Hotel Mama leben will, wie es irgendwie geht. Wenn Mama dann irgendwann nicht mehr kann oder keine Lust mehr hat, kann ich ja dann immer noch ausziehen.

Daß dein Mann langsam stinkig wird, kann ich gut verstehen. Ich würde mir das von meinen Kindern auch nicht bieten lassen wollen.

Er hat es beiden auch schon gesagt, das er monatlich das Geld
sehen möchte, aber beide weigern sich strikt , das Geld
abzugeben.

Ehrlich gesagt, bei diesem Verhalten der Töchter, würde ich sie rausschmeißen.

Bei uns ist momentan deshalb der Teufel los, mein Mann ist
sehr sauer auf die beiden , redet kaum noch mit ihnen und hat
auch schon damit gedroht, sie rauszuwerfen. Ich finde das
Verhalten von meinem Mann überhaupt nicht gut, so verhält sich
kein Vater!

Doch, liebe Sandra, so verhalten sich Väter und Mütter. Wie gesagt, die Beteiligung am Haushalt sollte selbstverständlich sein. Auch wenn du es nicht gerne hören magst: So wie du, verhält sich eigentlich keine Mutter. Du solltest wirklich noch mal in Ruhe darüber nachdenken, ob du deinen Töchtern mit deinem Verhalten einen Gefallen tust.

ich brauche dringens Hilfe, ich weiß sonst nicht weiter.

Dann hör auf deinen Mann. Und tritt deine Töchter mal in den Allerwertesten, damit sie bald erwachsen werden. So ein Verhalten gehört sich einfach nicht.

Gruß
Roland

Hallo Sandra,
ich schließe mich der einhelligen Meinung aller, die bereits geschrieben haben, ganz klar an.

Aber ich als Mutter mache das gerne, für mich ist das
irgendwie selbstverständlich

Verstehe ich nicht. Für mich gibt es tausend Dinge, die ich lieber mache, als für meine Lieben einzukaufen, zu waschen und zu bügeln. Wenn sie groß genug sind, ist das nicht mehr selbstverständlich! Du bist doch auch berufstätig. Da ist es eher selbstverständlich, daß die Damen ihren Beitrag ebenfalls leisten.

Gruß und alles Gute!
Aia

Hallo Sandra,

hmm - langsam wird’s langweilig, aber ich find auch, daß die Mädels daheim schon Kohle abdrücken sollen. Wenn Dir das unangenhem ist oder Ihr auch ohne die Kohle auskommt, dann zahl doch diese Summe auf einen Bausparvertrag, Sparbuch oder sonstwas ein und überreich es Deinen beiden zur ersten eigenen Wohnung :wink: Das würd ich aber den beiden Mädels erstmal nicht auf die Nase binden *ggg*
Ach ja: zum Thema Haushalt. Und wenn Du’s noch so gern machst! Laß die doch ihren Kram selber erledigen (waschen und bügeln sind da immer gute Ansatzpunkte) *g*

Viel Erfolg!

Petzi

Hallo,

ich kann nur aus meiner Sicht reden - Kinder habe ich keine.

Ich hielt es für ganz selbstverständlich, als ich zur arbeiten begann (also auch schon in der Ausbildung) zu Hause Kostgeld abzugeben.

Ich verdiente zu Beginn ca. 440 DM netto und gab 100 DM ab.

Als ich ausgelernt hatte, begann ich mit ca. 1500 DM netto und habe 250 DM abgegeben.
Ich fand den beitrag nicht besonders viel - ich habe ja eben auch Essen bekommen, gewohnt usw.

Wenn Deine Töchter das nicht einsehen (soooo wenig finde ich ihr Gehalt nciht für Anfänger), dann sollen sie doch mal überlegen, wenn sie eine eigene Wohnung hätten, müßten sie das alles bezahlen. Und nur so als Beispiel - ich zahle für eine 2 Zimmer-Wohnung derzeit 650 € warm! Und Du machst Ihnen sogar noch die Wäsche.

Ich finde, Dein Mann hat recht.

Grüße

Wendy

Ich mache nächstes Jahr mein ABI

Sobald ich in der Lehre oder der Berufsakademie Geld verdiene werde ich von meinem Verdienst etwas abgeben. Ich finde dass das angebracht und gegenüber den Eltern nur fair ist.

Wie alt sind denn die Töchter???

ich brauche dringens Hilfe, ich weiß sonst nicht weiter.

sorry, aber wirklich helfen kann ich dir nicht.

aber dein mann hat einerseits recht, anderer seits wieder unrechr, wiel kostengeld, ist ok in meinen augen, aber nicht so hoch (auch wenn es für Ihn(mann) nicht so hoch erscheint), also so alt können euro Töchter nicht sein, wenn sie noch bei euch leben, klar ausziehen werden sie früher oder später, und vielleicht bewirkt diese sache nur das die eine oder die andere ausziehen will, WEGEN dieser Sache, also ich würde versuchen mit deinem mann zu reden, wenn kostengeld dann weniger, aber er kann nicht sagen :" so viel, jedes monat, oder du fliegst raus", das ist hart ^^ und damit erreicht er warscheinlich genau NICHTS, nur das er (vielleicht) seine Töchter verliert, und zwar in dem sinn, das sie ausziehen werden von selber, und versuchen alleine zu „überleben“.

also red mit deinem mann, deinen töchtern, versucht euch in der mitte zu treffen, ihr könntet ja auch so machen, das die eine Tochter mal mehr im haushalt mithilft, beim abwaschen, beim (was weiss ich), die andere tocher beim kochen, wäsche waschen, (Was weiss ich), … muss sich ja nicht immer alles um geld drehen im leben oder? … und ich bin sicher (99,9%) wenn es so weiter geht, wird spätestens eine der beiden ausziehen (wollen) …

mfg esi

wieviel ist viel? (leicht offtopic)
Hallo Esi,

eine Nachfrage zu deinem Posting haette ich.

aber dein mann hat einerseits recht, anderer seits wieder
unrechr, wiel kostengeld, ist ok in meinen augen, aber nicht
so hoch (auch wenn es für Ihn(mann) nicht so hoch erscheint),

wenn ich die Zahlen noch richtig im Kopf habe, bleiben beiden Toechtern nach Abgabe des Kostgeld so wie von Sandras Mann gedacht noch 600-700 Euro zur freien Verfuegung. Ich wohne zwar schon lange nicht mehr in D., aber das klingt fuer mich nach einer Menge Holz, damit kann man sich ganz schoen Kleider kaufen, ausgehen, einem Hobby froenen, sogar auf Urlaub sparen, wuerde ich mal vermuten.

Da fand ich die Vorschlaege vom „gemeinsam-an-den-Tisch-setzen-und-Ausgaben-ausrechnen“ schon einleuchtender.

Natuerlich ist das nicht wirklich zu vergleichen, aber ich habe noch 600 Euro fuer mich allein in einem Monat zur Verfuegung gehabt…

Gruss, Elke

ja, für dich mag es nicht viel sein, und für ihren Mann auch nicht, für mich is es auch nicht so viel, aber ich habe auch vor kurzen angefangen zu arbeiten, und habe mein erstes wirklich SELBSTverdientes geld bekommen, und davon was wegzugeben is nicht einfach, da ich eigentlich gemerkt habe wie schnell das geld weg ist.

Aber eigentlich geht es ja nicht um das Geld in dieser „geschichte“… da is ein tieferer sinn dahinter, und damit meine ich wenn sie nichts hergeben wollen und es wirklich Kracht zu Hause (wie beschrieben), dann wird das geld bald keinen mehr intressieren, sondern irgendjemand wird nachgeben müssen, aber keiner wirds tun, und dann … dann wird jemand weggehn …

mfg esi

Hallo Esi,

ja, für dich mag es nicht viel sein, und für ihren Mann auch
nicht, für mich is es auch nicht so viel,

Umgekehrt wird ein Schuh draus: der Restbetrag, der beiden bleibt, ist wesentlich mehr als ich FUER MICH ALLEIN je zur Verfuegung hatte.

aber ich habe auch
vor kurzen angefangen zu arbeiten, und habe mein erstes
wirklich SELBSTverdientes geld bekommen, und davon was
wegzugeben is nicht einfach, da ich eigentlich gemerkt habe
wie schnell das geld weg ist.

Eben. Aber das gilt auch fuer die Eltern.

Aber eigentlich geht es ja nicht um das Geld in dieser
„geschichte“… da is ein tieferer sinn dahinter, und damit
meine ich wenn sie nichts hergeben wollen und es wirklich
Kracht zu Hause (wie beschrieben), dann wird das geld bald
keinen mehr intressieren, sondern irgendjemand wird nachgeben
müssen, aber keiner wirds tun, und dann … dann wird jemand
weggehn …

Und waere das so schlimm? Ich moechte meine Kinder mal nicht mit „leichtem Leben“ an mich binden. Ausziehen oder Daheimbleiben sollte m.E. aus anderen Ueberlegungen heraus geschehen. Das man den Streit natuerlich partnerschaftlich/demokratisch/fair austragen soll (austragen, nicht aussitzen!) ist klar.

Gruesse , Elke

naja … lassen wir das …

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]