Breichenkampf:-) - Hilfe!

Liebe Mütter und Väter und Babys-Fütterer,

seit 2 Wochen üben Charlotte (und ich) das Essen. *gg*

Das hat am Anfang ziemlich gut funktioniert. Klar, viel war es nicht, aber sie hat das mit einem gewissen Interesse im Mund gelassen und auch brav runtergeschluckt. Keine Ess-Verweigerung. Brav Mündchen auf gemacht, viel gelacht.

Seit letzten Donnerstag wird das aber täglich komplizierter - und am Ende heult sie dann immer. Obwohl es das gleiche Breichen ist, verzieht sie schon beim ersten Löffelchen angewidert das Gesicht und kneift den Mund mittlerweile sehr geschickt zu, grinst sogar mit geschlossenem Mund, damit ich nicht bei einem ihrer kleinen Lachanfälle das Löffelchen ins Mündchen bekomme.

Nachdem sie die Breichenmenge zuvor immerhin auf fast ein halbes kleines Glässchen gesteigert hatte, geht jetzt kaum noch was. Schließlich will ich ihr das Gemüse ja nicht mit Gewalt reinzwingen. :-/

Habt ihr irgendeine Idee, was ich anders machen könnte, damit sie wieder Spaß am Essen findet? Wir sind nach 3 Tagen von Karotten auf Pastinake umgestiegen (das kennt sie jetzt also schon 10 Tage), weil sie bei Karotten um den Mund herum viele Pickelchen bekam. Seit gestern versuche ich es auch mit einer Obstzwischenmahlzeit (dachte, sie mag das süße obstige vielleicht mehr), aber das findet sie nicht attraktiver im Verzehr.

Für Tipps und Erfahrungen sehr dankbar,

beste Grüße,

barbara

Hallo

Habt ihr irgendeine Idee, was ich anders machen könnte, damit
sie wieder Spaß am Essen findet?

Vor allen Dingen: Locker bleiben. Dann isst sie eben mal nichts, das macht doch nichts. Das wird sich schon wieder ändern.

Wenn man sich jetzt zu viele Sorgen macht, kann es leicht passieren, dass da eine Riesen-Sache draus wird, und sie wirklich nichts mehr essen will. Lasst sie einfach essen, was sie mag.

Klar kann man rumprobieren, ob sie dies oder jenes lieber mag, aber alles in Maßen, dann wird das schon. Es ist noch niemand vor dem gefüllten Kühlschrank verhungert.

Viele Grüße
Thea

Hi!

Klar kann man rumprobieren, ob sie dies oder jenes lieber mag,
aber alles in Maßen, dann wird das schon. Es ist noch niemand
vor dem gefüllten Kühlschrank verhungert.

Bei gesunden Kindern ja. Allerdings habe ich schon von Kindern gelesen, gehört und Reportagen im Fernsehen gesehen, die ihr Essen komplett verweigert haben, so dass sie später im Krankenhaus zwangsernährt werden mussten, weil sie sonst verhungert wären. Auch soll es schon Fälle von Magersucht bei 3 jährigen Kindern gegeben haben ( da lief letztens eine Reportage im Fernsehen über eine Familie ).

Aber ansonsten hast du recht: Der Hunger treibts rein :wink:

Tara

Naja, Hunger ist ja schön und gut, aber sie wird ja ansonsten voll gestillt. Auf den Hunger kann ich da wohl nicht setzen - ich möchte sie ja umgewöhnen:smile:!

Aber wenn ihr sagt, dass das normal ist, will ich das auch gar nicht so hoch hängen. Nur will ich auch nicht bis zum Abitur meiner Tochter stillen *gg*…

beste Grüße,

barbara

Hi,

ich finde es schon wichtig Kinder an feste Rituale und Essenszeiten zu gewöhnten. Es ist aber sicherlich ein Stückweit normal, wenn nach dem ersten Interesse es auch wieder ein wenig abebbt.

Es sollte nur nicht soweit gehen, dass gar nichts mehr reingeht. Die Geschichte mit dem Obstbrei hast du schon ganz richtig gemacht und normalerweise hilft es auch die lieben Kleinen zu überlisten. Es kann auch hilfreich sein etwas zu trinken zwischendurch zu geben oder Anfangs einfach mal ein-zwei Minuten pause zu machen und etwas rumzuflachsen.

Aus eigener Erfahrung weiss ich aber auch das nicht jedes Kind alles mag, so kann es sein das die eine Mahlzeit selbst gemacht besser schmeckt wie ein Gläschen und die andere umgekehrt. Da hilft nur Ruhe und ausprobieren aber so wie ich deine Zeilen verstehe machst du es eh super.

Viele Grüße
Me

1 „Gefällt mir“

Hallo Barbara,

lass Dich nicht auf so einen kampf ein- Da kannst Du nur verlieren.
Vielleicht ist es Deiner Maus einfah zu anstrengend oder der Geschmack passt ihr doch noch nicht.
Ich an Deiner Stelle würde wieder auf Milchnahrung umstellen und es einfach in einer Woche nochmal probieren.
Fakt ist: Je mehr Du Druck machst, desto weniger geht.

Wir hatten das Problem mit Reis: Egal in welcher Form, ob im Gemüse oder als Milchreis. Nichts ging. Nachdem ich den einfach weggelassen habe und nach ca. 4 Wochen nochmals probierte, war das auf einmal überhaupt kein Problem.
Babys haben einfach ihr eigenes Tempo.

Also nicht verrückt machen lassen -think pink :smile:

lg
Tina

Hallo

Allerdings habe ich schon von Kindern
gelesen, gehört und Reportagen im Fernsehen gesehen, die ihr
Essen komplett verweigert haben, so dass sie später im
Krankenhaus zwangsernährt werden mussten, weil sie sonst
verhungert wären. Auch soll es schon Fälle von Magersucht bei
3 jährigen Kindern gegeben haben ( da lief letztens eine
Reportage im Fernsehen über eine Familie ).

Waren das vielleicht Kinder, die zum Essen gezwungen wurden? Dass solche Kinder oft nichts mehr runterkriegen, das habe ich auch schon gehört.

Viele Grüße
Thea

Hallo

Naja, Hunger ist ja schön und gut, aber sie wird ja ansonsten
voll gestillt. Auf den Hunger kann ich da wohl nicht setzen -
ich möchte sie ja umgewöhnen:smile:!

Aber irgendwann reicht ihr das doch sowieso nicht mehr. Wie alt ist sie denn?

Aber wenn ihr sagt, dass das normal ist, will ich das auch gar
nicht so hoch hängen. Nur will ich auch nicht bis zum Abitur
meiner Tochter stillen *gg*…

Ach so, sie ist wohl schon in der Mittelstufe! *fg*

Viele Grüße
Thea

Sollen in Dürfen umwandeln
Hallo Barbara,

Ich denke das gleiche wie Tina: mit Druck geht gar nichts.
Du musst den Teufelskreis „Mama will - ich will aber nicht - Mama will noch mehr - ich will erst recht nicht“ durchbrechen.

Mach das Breichenessen zu etwas, das sie „darf“ - nicht zu etwas, das sie „soll“. Probier doch mal, vor ihren Augen langsam und genüsslich ein Breichen selbst zu essen, ohne dass sie etwas davon haben darf.
Falls die Strategie funktioniert: gib ihr erst dann etwas, wenn sie es einfordert - und höre auf, bevor sie genug hat.

Nur so eine Idee - vielleicht hilft’s?
Klio

Hi Barbara,

meine drei Vorrednerinnen haben schon das Maßgebliche gesagt. Ich ergänze nur ein bisserl.

–> Zuerst mal: Warum habt Ihr mit dem Füttern angefangen? Weil sie es wollte? Kinder fangen zu völlig unterschiedlichen Zeiten an, sich für feste Nahrung zu interessieren. Joshua war 5 Monate alt, als er immer wieder nach dem Essen langte, daß er bei uns auf den Tellern sah. Das Kind einer Freundin wird mit 10 Monaten immer noch voll gestillt, es hat kein Interesse an Brei. Vielleicht ist sie noch nicht soweit, hat es interessiert mal ausprobiert, will aber so noch keine Nahrung aufnehmen.

–> Dann: Wenn es dann mit Füttern losgeht, nicht zu viel abwechseln! Babys sind noch nicht für Vielfalt zu haben. Es reicht, wenn Du ein Gemüse oder Obst alle 2 Wochen einführst. Sonst ist sie verwirrt. Wenn Ihr allergievorbelastet seid, dann eh noch weniger.

–> Das Wichtigste hast Du eigentlich selbst schon gesagt. Es soll Spaß machen! Sie soll mit Essen etwas angenehmes verbinden. Und es ist wirklich so: Den Kampf kannst Du nicht gewinnen. Wenn sie nicht will, will sie nicht. Vielleicht machst Du noch mal eine Breipause und läßt Ihr Zeit. Solange, bis sie von selber wieder „richtiges“ Essen einfordert. Versuche es in ein paar Tagen noch mal, aber wenn sie signalisiert, daß sie nicht will, dann laß sie.

Manche kommen aus dem Kreislauf „nicht essen wollen, Eltern nörgeln/zwingen/überreden einen“ nie mehr raus. Spiel das Spiel nicht mit.

Liebe Grüße,
Nike

Hallo Nike,

wir haben angefangen, weil sie tatsächlich sehr interessiert an unserem Essen war (daran ist sie auch immer noch interessiert, weshalb ich auch schon die Idee aufgreifen werde ihr Breichen auf meinen Teller zu tun.) Genau wie Joshua versucht Charlotte seit ca. 3-4 Wochen nach unserem Essen zu greifen und zwar ganz gierig. Da dachte ich, es ist Zeit. Wie gesagt: Unser Essen findet sie immer noch interessant:smile:. Und die ersten 10 Tage hat sie ja wirklich gut gegessen, bis zu einem halben Glässchen gesteigert, ohne Stress.

Hätte sie gleich verweigert, hätte ich dasselbe wie du gedacht: Sie ist noch nicht so weit. Mich irritiert jetzt, dass sie es auf einmal gar nicht mehr mag und ganz vehement ablehnt.

–> Dann: Wenn es dann mit Füttern losgeht, nicht zu viel
abwechseln! Babys sind noch nicht für Vielfalt zu haben. Es
reicht, wenn Du ein Gemüse oder Obst alle 2 Wochen einführst.
Sonst ist sie verwirrt. Wenn Ihr allergievorbelastet seid,
dann eh noch weniger.

Ja, weiß ich - anders hab ich das auch nicht gehandhabt. Der einzige schnellere Wechsel waren die Mörhen, da war ich mir bei den vielen Oickeln nicht siche, ob sie nicht allergisch reagiert. Dann kamen 10 Tage Pastinaken. Das Obstbreichen kam jetzt am Sonntag auch nur, weil ich sehen wollte, ob sie vielleicht die Pastinaken nicht (mehr) mag.

–> Das Wichtigste hast Du eigentlich selbst schon gesagt.
Es soll Spaß machen! Sie soll mit Essen etwas angenehmes
verbinden. Und es ist wirklich so: Den Kampf kannst Du nicht
gewinnen. Wenn sie nicht will, will sie nicht. Vielleicht
machst Du noch mal eine Breipause und läßt Ihr Zeit. Solange,
bis sie von selber wieder „richtiges“ Essen einfordert.
Versuche es in ein paar Tagen noch mal, aber wenn sie
signalisiert, daß sie nicht will, dann laß sie.

Manche kommen aus dem Kreislauf „nicht essen wollen, Eltern
nörgeln/zwingen/überreden einen“ nie mehr raus. Spiel das
Spiel nicht mit.

Ja, soweit soll es nicht kommen! Bei uns ist Essen mit Geselligkeit und Freude verbunden, dass will ich meiner Tochter auch vermitteln. Mir fällt ein, dass sie bisher immer allein gegessen hat. Sprich vor oder nach unserem Essen (das war halt praktischer). Vielleicht ist es sinnvoller und schöner für sie, wenn sie gleichzeitig mit uns isst? Noch eine Idee, Danke für die guten Anregungen in die Runde:smile:. Ich berichte demnächst, wie es weiterging!

Liebe Grüße,

Barbara

Hallo!

Aber irgendwann reicht ihr das doch sowieso nicht mehr. Wie
alt ist sie denn?

Sie ist 6 Monate alt.

Ach so, sie ist wohl schon in der Mittelstufe! *fg*

genau, fast:smile:!

grüßlis,

barbara

Hallo Tina,

ja, wahrscheinlich hast du Recht. Ich muss nur zugeben, dass *ich* einfach allmählich auch abstillen möchte. Nicht total, aber soweit, das ich mal länger als 2 Stunden von Charlotte entfernt etwas tun kann. Sie hat nämlich von Anfang an kein Flässchen nehmen wollen, wenn ich mal versucht habe Milch abzupumpen - ich habe das immer mal wieder versucht, aber sie will einfach nicht. (eine Sache, die bei voll gestillten Kindern wohl öfter vorkomt, zumidnest habe ich mittlerweile mehrere Mütter kennen gelenrt, denen es genauso ging). Mittlerweile mag sie aber das Trinklernglässchen total gerne - udn daraus trinkt sie auch gerne, allerdings ist das natürlich noch nicht besonders effektiv:smile:. Das findet sie aber total klasse, immer noch. (ich gebe ihr da nur immer ein bisschen abgekochtes Wasser rein und sie trinkt da wirklich mehr so ein paar Schlucke zum /Spielen/Üben.)

Aber du hast sicher Recht - wie gesagt - ich lerne mal wieder, dass das Tempo nicht ich bestimme. *seufz*:smile:)

Liebe Grüße,

barbara

Hallo,

bei unserer Tochter hatte man auch das Gefühl, dass sie den Brei mag, es klappte ein paar Tage, dann war nix mehr drin. Also, hab ich ein paar Tage Pause gemacht und wieder probiert. Das Gleiche von vorne. Nach ca. 3 Monaten hab ich es sozusagen aufgegeben, immer mal wieder probiert, aber es war nix zu machen. Sie war einfach kein Breikind, isst heute noch keinen leckeren Kartoffelbrei.
Ich hab mir dann gesagt, ok, dann stille ich eben weiter, macht mir nix aus und ich muss nicht immer Essensdöschen mitschleppen.
Mit 10 Monaten hat sie zum Frühstück Butterbrotreiterchen gegessen und mit 12 Monaten hat sie mit uns am Tisch mitgegessen. Darauf hatte ich gehofft und das hat geklappt, dass sie einfach mit uns anfängt zu essen.

Es gibt Kinder, die sind einfach keine Breikinder, sondern wollen feste Nahrung. Das muss man akzeptieren und sie einfach lassen.
Irgendwann essen sie alle, es gab noch keinen gestillten Abiturienten…

Damit Du gelassen bleibst: Lies mal das Buch von der La Leche Liga: Mein Kind will nicht essen. Autor ist Gonzalez.

Liebe Grüße, Ute

was ganz anderes…
hallo junge mutter,
tips hast du ja schon bekommen…
beim lesen deines textes ist mir nur folgendes aufgefallen:

mündCHEN, breiCHEN, löffelCHEN, glässCHEN, pickelCHEN…

vielleicht mag deine tochter einfach nicht, dass du so komisch mit ihr redest…
gruss
kuddel

Hallo alter Ehemann,

beim lesen deines textes ist mir nur folgendes aufgefallen:

hattest du heute nichts besseres zu tun als lesen?

löffelCHEN

Zum Beispiel.

Gruß mir die Gattin

Sancho

1 „Gefällt mir“

wer sagt denn, dass ich mit charlotte so rede?? *wunder*

vielleicht mag deine tochter einfach nicht, dass du so komisch
mit ihr redest…

klar, ey alde, mach kein stress, sonst setzt was, ist besser, gell?

b.

Hi!

Waren das vielleicht Kinder, die zum Essen gezwungen wurden?
Dass solche Kinder oft nichts mehr runterkriegen, das habe ich
auch schon gehört.

Ich glaube nicht. Das war aber das jüngere Kind von mehreren. Könnte auch was damit zu tun haben. Die genauen Gründe konnte soweit ich mich erinner auch die Ärzte nicht nennen. Eine psychologin sprach davon, dass das Kind deutliche Zeichen einer Magersucht ( oder war es doch Bulimie, erinner mich gerade nicht, ob das Kind das Essen auch wieder erbrach ) waren.

Tara

wer sagt denn, dass ich mit charlotte so rede?? *wunder

Hi Barbara,

niemand natürlich. ABer mit uns hast du grad so geredet.
Auch sehr gewohnungsbedürftig.

Gruß
Elke

3 „Gefällt mir“

hm, naja, ich habe mir das Posting nochmal angeschaut. Ich glaube 4-5 Mal habe ich „Mund“ geschrieben und einmal Mündchen. Einige Verkleinerungsformen finde ich völlig korrekt, schließlich redet man von Glässchennahrung und nicht von Glasnahrung. Und wenn dann noch drei oder vier weiter _chens drin waren, so what?

Verstehe nicht, wieso da manche so allergisch drauf reagieren.

aber gut, ich versuche mich zu bessern, wenn’s der krisenfreien kommunikation hier dient.

grüße,

barbara