Hallo auch!
Ich weiß es zwar nicht genau, aber ich meine, die aktuellen Verfahren zur Bestimmung des Brennwertes sind angelehnt an den Vorgang im menschlichem Organismus, d.h. es werden die Produkte vorher und nachher gemessen. Die Differenz ist dann lt. „Wissenschaft“ der für den menschlichen Organismus relevante Brennwert.
Der Kalorienwert ist tatsächlich eine Energieeinheit und wird durch verbrennen errechnet. Aber die Nahrung (z.B. Zucker) wird ja auch im Körper „verbrannt“.
Aber jetzt kommen wir zu dem Punkt, an dem man Argumente findet, warum Kalorienangaben aufgrund der zugrundeliegenden Messungen nicht repräsentativ bzw. relevant sind:
Der Körper jedes Menschen unterscheidet sich in seinem Stoffwechsel (sicherlich gibt es auch viele Paralellen). Und der Organismus reagiert schon an sich grundsätzlich verschieden auf verschiedene Nahrungsmittel (es werden andere Substanzen zur Verdauung eingebracht etc) und ebenso der Darm, welcher mehr Mikroorganismen beherbergt als unser Körper Zellen hat.
Nehmen wir einmal an, ich nehme ein für den Darm schädliches Nahrungsmittel zu mir, welches dazu führt, daß mehr Mikroorganismen als normal zusätzlich zu den Nahrungsresten ausgeschieden werden, dann würde das Gewicht des „nachher“ Produktes höher ausfallen als tatsächlich (ebenso der Brennwert). So würden unverträgliche Nahrungsmittel einen niedrigeren Kalorienwert besitzen, als sie tatsächlich an Belastung/Berreicherung für den menschlichen Organismus bedeuten.
Mir fällt diesbezüglich ein, daß nach neueren Erkenntnissen Sauerkraut z.B. sehr wenig Kalorien haben soll - wenn ich an die letzte verzehrte Schlachtplatte denke, erinnere ich mich ebenso an einige Verdauungsprobleme…
Ein weiterer Fehler in der Kalorienzählerei ist, daß auch Nahrungsmittel nicht gleich Nahrungsmittel ist - so sind natürliche Schwankungen innerhalb einiger Gattungen von Nahrungsmitteln selbstverständlich - süße Äpfel müssten theoretisch aufgrund eines höheren Fruchtzuckeranteils (wesentlich) mehr Kalorien haben als ein saurer Apfel (mit einem niedrigerem Fruchtzuckeranteil). Man geht alleine hier schon von Schwankungen von 10-100% in den bestimmten Durchschnittswerten aus…
Das Geheimnis des menschlichen Organismus ist noch weit davon entfernt, gelüftet zu werden, und solange dies so ist, scheitern diese Methoden. Schafft es irgendwann jemand, Krebs zu heilen (geschweige denn zu erklären) oder ein Bauchspeicheldrüsenimplantat zu erfinden, schaue ich mir evtl. auch mal seine Karolrientabelle an. Bis dahin (und auch danach) werde ich weiterhin essen, was mir schmeckt (solange es keine künstlichen Nahrungszusatzmittel enthält), treibe Sport und liege seit Jahren im optimalen Bereich des Körpergewichtes, ästhetisch wie rechnerisch.
Gruß
Patrick