Hi Brigitta,
kann hier Angelika nur zustimmen. Wobei in früheren Jahren dachte ich, nachdem mir mal eine Ernährungswissenschaftlerin privat die Empfehlung gab Wasser ohne Kohlensäure zu trinken, ich das weit von mir zurück gewiesen habe. Sowas fades wollte ich nicht trinken. Ich wollte was mit Kohlensäure, doch gleichzeitig brachte ich kaum Wasser runter. Im Laufe der Zeit hat gerade die Homoepathie in meinem Leben einiges geändert. Auf einmal trinke ich Wasser und sogar das Stille. Es macht keinerlei Problem - meistens jedenfalls nicht - 2 l am Tag zu trinken. Jedoch wäre es meines Erachtens sehr empfehlenswert verschiedene Wasser auszuprobieren, denn Wasser ist nicht gleich Wasser. Manche schmecken bzw. bekommt man runter, andere wieder nicht.
Hast Du schon mal bei Menschen in den Einkaufswagen geschaut? Hast Du schon mal deren Einkäufe mit deren Gewicht verglichen? Auch wenn ich nun gesteinigt werde, ich glaube nicht, daß Abnehmen eine Sache primär von „gesunder“ Ernährung ist bzw. es stellt sich die Frage, was ist gesund für den Einzelnen.
Vor Jahren gab es mal eine Sendung mit perversen - kann es nicht anders bezeichnen - Abnehmaktionen. Abnehmen mit Sushi, Hollywood-Diät, Kuchendiät (nur Kuchen esse), Eierdiät, alles bis 12 Uhr essen Diät usw. Die Leute haben teils in einem halben Jahr bis 2 Jahren hin 20 - 70 kg umd mehr abgenommen. Wie kann es sein, daß jemand beim Kuchen essen zunimmt und ein anderer abnimmt? Natürlich ist an gesunder Ernährung was dran - keine Frage. Doch was gesund ist, das ist die Frage? Und ich glaube nicht, daß es hier was wirklich Allgemeingültiges gibt.
Abnehmen beginnt im Kopf. Meines Erachtens sind es eher die anderen Sachen, die viel mehr ins Gewicht fallen, damit die Pfunde purzeln, z.B. bewußter essen: schmeckt Dir denn das Essen? Genießt Du es oder schlingst Du nur einen Fraß runter um ein Loch zu stopfen, das ansich ein ganz anderer Hunger ist? Bist Du wenn Du ißt beim Essen oder schaust Du dabei z.B. fern und mampfst mehr oder weniger nur in Dich das Essen rein? Schlingst Du oder kaust Dein Essen ausreichend?
Bewegung, Obst, Gemüse, Fisch, Olivenöl bzw. ungesättigte Fettsäuren, Gewürze mögen alles wichtige Punkte sein, doch meines Erachtens wird viel zu sehr das Genießen dabei unterbewertet. Ich bin davon überzeugt, daß ein Stück Kuchen freudig genossen weniger bis nicht auf den Rippen ansetzt als ein Stück Kuchen bei dem man ein schlechtes Gewissen hat und für das man sich geiselt.
Interessant fand ich auch mal eine Studie einer Psychologin, die ich vor vielen Jahren mal kannte. Sie meinte, sie hätte das mit eine paar Frauen ausprobiert. Sobald diese auf die Waage stiegen und sahen, daß sie abgenommen hatten, waren sie total freudig und aufgedreht. Doch ebenso frustriert waren sie, wenn sie z.B. nur 100 g weniger hatten oder gar nichts abgenommen hatten. Sie stellte fest, daß die Frauen, die immer wieder auf die Waage stiegen, und ängstlich, unter Druck, sich selbst fertig machend, ihre Gewicht kontrolliert, tatsächlich einiges weniger abnahmen als die Frauen denen die Waage gleich war, die sich einfach mehr um ein inneres Gleichgewicht bemühten.
Egal was hier zu Trinken, Vitaminen, Ballaststoffen usw schon alles geschrieben wurde, das Genießen bzw. auch das Genießen ohne Reue und sich (trotzdem) für okay zu finden so wie man ist, kommt mir hier zu kurz.
Ciao,
Romana