Ich finde eigentlich eher die Leute arrogant, die der Ansicht
sind, daß Menschen, die vom Staat (und damit von der
arbeitenden bzw. steuerzahlenden Gesellschaft) Leistung ohne
Gegenleistung erhalten, mindestens genauso gut gestellt werden
sollten, wie alle anderen.
Werden sie ja nicht. Das wäre auch erst recht nicht bezahlbar und auch nicht adäquat.
Aber werde doch mal konkret. Was würdest du solchen Leuten denn zubilligen? Wo und wie willst du die Arbeit für sie herzaubern?
Was sollten sie denn alles tun, um sich ihre Leistungen zu verdienen, für du zahlen musst? Was würde dich als Zahler dieser Menschen (faulen Hunde?) befriedigen? Meckern kann ich auch, aber man muss eben auch Lösungen haben. Und die sind halt nicht so einfach.
Für alles andere musst du dich bei den Verfassern unseres Grundgesetzes beschweren. So Richtung menschenwürdiges Leben. Das misst ´sich halt an unseren Maßstäben und nicht daran, dass weltweit Millionen Menschen nix zu essen und kein Dach über dem Kopf haben.
Wenn in unserer Gesellschaft eben gewisse Dinge als Standard gelten, und dieser eben weltweit gesehen hoch ist (TV, Dach über dem Kopf etc.) und diese auch gerichtlich anerkannt sind, dann gelten die halt.
Kann man auch positiv sehen. Viele Menschen ohne Obdach, ohne genug Geld, erhöht ja evtl. die Kriminalität und Seuchengefahr. Siehe Mexiko City, Bangladesh, was weiß ich, halt Länder wo extreme Armut herrscht, kommen auch andere Probleme hinzu.
Zur Erläuterung: Millionen von Menschen schlafen täglich auf
(von fremden Menschen) gebrauchten Matratzen. Die Orte dieser
ungeheuerlichen Ereignisse heißen Hotels. Weltweite Proteste
gegen diese ungeheurlichen Zustände sind bisher m.W.
ausgeblieben.
Geiles Argument!! Gefällt mir!
Aber komisch, dass sich niemand darüber aufregt, dass Kindergeld einkommenunabhängig gezahlt wird. Bekommen Einkommensmillionäre eigentlich auch das neue Elterngeld?
Wie war das, als ich 1993 Bundeserziehungsgeld bekam? Mir wurde das Mutterschaftsgeld angerechnet, und ich bekam 2 Monate weniger Geld, weil ich arbeitete!!!
Das Erziehungsgeld war aber einkommensunabhägig. Eine Millionärsfrau erhielt ohne Abzug volle 6 Monate 600 DM (die hatte es ja auch nicht nötig zu arbeiten *g*). Ich nicht!! Darüber regte sich keiner auf. Warum?
Die Argumentation in Sachen Kühlschrank halte ich im übrigen
auch für nachvollziehbar.
Prima, dann hast du ja auch kein Problem damit, wenn du selbst in so einer Situation bist. Aber einem selbst passiert sowas ja nicht 
Man hat ja was gelernt, man kann was und überhaupt…
Dass unsere gesellschaftspolitischen Ansichten stark differieren wissen wir ja schon lange. Da können wir in w-w-w sicher noch jahrelang diskutieren, ohne auf einen gemeinsamen Nenner zu kommen (und trotzdem Spaß daran haben?)
Du gehörst eben in die Riege der privilegierten (ääh, sorry, benachteiligten Steuerzahlern, habe auch gwisses Verständnis für den Frust, der damit einhergeht, war auch jahrzehntelang einer von denen). Und welchen Grund hätte man dann schon, sich um die ‚Bevorzugung‘ von ‚besser gestellten‘ Gedanken zu machen, oder sie gar kritisch zu betrachten oder zu kritisieren? Selbst wenn man außen vor lässt, ob deren Status selbst verdient ist, oder nicht, weil geerbt.
Das Problem sehe ich darin, dass man politische und gesetzliche Entscheidungen nicht denen anlastet, die sie treffen, sondern immer der Gruppe, die sie betreffen 
Beispiel: Meiner Mutter wurde als jahrzehntelanger Stadtangestellte eine tolle Stadtwohnung versprochen. Dann kam die Asylantenflut und die Whg. wurden für die Asylanten als ‚Ghettos‘ gebraucht. Wer war der Böse? Die Stadt? Nein! Die Asylanten waren es.
Verstehst du was ich meine?
Außerdem hatte ich bisher noch nie das Gefühl, dass du dich von anderen Meinungen überzeugen lässt. Aber das ist ok. Bei mir tut man sich da auch schwer 
Marion