Mein Selbstbewusstsein ist schon seit geraumer Zeit ziemlig im Eimer.
Das schränkt mich im Leben total ein.
Hab auch schon überlegt zum Psychologen zu gehen, aber dafür würde ich wahrscheinlich nicht mal den Mut aufbringen.
Außerdem bin ich nicht so gut bei Kasse.
Nun zu meiner Frage: Gibt es vielleicht irgendein Buch dass mir weiterhelfen könnte?
Meine so eine Art Buch dass das Selbstbewusstsein wieder aufbaut, und das einem Mut „zuspricht“…
Man sollte, nachdem man es gelesen hat, wieder eine richtig starke Persönlichkeit sein!
Vielleicht solltest Du noch ein wenig darüber schreiben, wodurch Deiner Meinung nach Dein Selbstbewusstsein so gelitten hat. Irgendein konkreter Anlass oder eine schleichende Entwicklung ohne erkennbare Ursache?
Ein einzelnes Buch als Allheilmittel wird es nicht geben. Das heißt, dass man das liest, und es geht einem wieder total gut.
Das Herausarbeiten aus einem schwarzen Loch ist mit viel Anstrengung verbunden. Und mit Wiederholung. Es gibt Theorien, nach denen musst Du vor dem Spiegel stehen, Dir in die Augen sehen und 300x pro Tag wiederholen, dass Du Dich so annimmst, wie Du bist. „Ich mag (akzeptiere) mich so, wie ich bin!“ Und das glaubhaft und mit Nachdruck. Das hat nichts mit Eitelkeit zu tun, sondern damit, dass andere Menschen nur jemand als liebenswert erkennen, wenn der- bzw. diejenige sich selbst mag.
Es gibt Bücher zu alles Themen und Problemen. Daher meine Frage nach näheren Umständen. Diese Bücher sind aber als Hilfe zur Selbsthilfe zu verstehen. Die Bücher können Dir die Arbeit an Dir nicht abnehmen. Aber sie sind ein guter Schritt in die richtige Richtung.
Bücher zu diesem Thema gibt es wie Sand am Meer, da isses schwierig, die Spreu vom Weizen zu trennen.
Es kann auch nur eine kleine Anregung sein, eine Möglichkeit aufzeigen, ein Wegweiser sein.
Ein Werk, das sich meiner Meinung nach von der Masse abhebt, ist:
DIE GLÜCKSLÜGE
von Michael Mary.
Eigentlich isses ein ‚Antibuch‘ wenn man so will.
Der Autor - ein seriöser Psychologe - zeigt auf, was alles NICHT funktioniert und warum.
Zum Schluss gibt es dann seine Alternative - die auch einleuchtet.
Das Buch is kurzweilig und teils witzig geschrieben, auf Fachausdrücke wird weitgehend verzichtet, alles ist leicht verständlich.
ich finde dieses Buch ganz gut:
McKay, Matthew & Fanning, Patrick
Selbstachtung, das Herz einer gesunden Persönlichkeit
Kognitive Techniken für die Verbesserung des Selbstwertgefühls
Junfermann Verlag
Das wichtigste ist, daß Du die Methoden aus dem Buch dann aber auch praktisch erprobst, nur lesen bringt leider bei allen psychischen Problemen wenig. Wenn Dich das aber nicht stört, denke ich kannst Du bei Problemen mit Selbstbewußtsein oder Selbstachtung auch ganz gut mit Büchern klarkommen.
Besser als andere (Bücher oder Menschen) um Rat zu ersuchen, wäre in Dir selbst zu schauen, wo die Ursachen Deiner Minderwertigkeitsgefühle liegen. Unfehlbare Hinweise darauf fändest Du in Deinen eigenen Träumen, bräuchtest dann allerdings eine fundierte Methode, Dir die jeweilige „symbolisch“ mitgeteilte Botschaft Deines Unbewussten verständlich zu machen. Ließ mal die Seite und sage mir, was Du davon hältst: http://freenet-homepage.de/Traumanalyse-Seelenmodell…
[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]
Steine und Diamanten
Persönlichkeit wird einem zugesprochen und nicht umgekehrt. Es geschieht oder eben nicht. Dies folgt ganz eigenen Gesetzen. Sie hängen auch nicht davon ab, wie sehr zuvorkommend, umgänglich, verbindlich und sonst was man ist. Aber das hat damit zu tun. Es ist eine Art Sympathiebekundung. Ein Ausbleiben sollte nicht gleich auf Antipathie schließen lassen, es sei denn, dass wirklich ein Grund vorliegt. Es lebt sich halt leichter als ohne diesen besonderen Zuspruch. Und wenn nicht, sei´s drum!
Aus Büchern oder durch Therapien ein mehr an Persönlichkeit zu erwarten, ist jedenfalls so müßig, wie die Gewissheit oder der Glaube, dass eines Tages auch der blasseste Stein zu einem Diamanten wird.
-durch lesen kann man nicht wieder zu einer starken persönlichkeit werden.
-um zum psychologen zu gehen, braucht man nicht gut „bei kasse“ zu sein. man braucht eine krankenversicherung. die allerdings verlangt einem 10 euro quartalsgebühr ab.
Man sollte, nachdem man es gelesen hat, wieder eine richtig
starke Persönlichkeit sein!
Gibt es solche Bücher?
Hallo Mietzemaus,
zu Deiner für mich ja gut nachvollziehbaren Anfrage fällt mir eine
Textstelle von Freud ein wo er sinngemäß über die Aufklärung über die
Psychoanalyse sagt: Dem Patienten seine Störung erklären zu wollen
ist so wie wenn man bei einer Hungersnot den Hungernden eine
Speisekarte vorliest.
Damit meint er, daß es keinen anderen Weg gibt als sich in einer
Psychotherapie mit sich auseinenderzusetzen. Die ganzen
Ratgeberbücher, und es gibt ja leider sehr viele auf dem Markt
verursachen meiner meinung nach nur zusätzliches Leid weil es
niemanden gelingt diese ganzen gutgemeinten Ratschläge zu befolgen.
(Ratschläge sind auch Schläge).
Ich kann dir nur Mut machen eine psychotherapie zu beginnen, hinweise
dafür wie man das macht findest du ja genügend in diesem forum.
viele grüße nashorn