Hi Maria!
„Buddhismus“ ist keine Religion, da wie gesagt, das transzendente Wesen fehlt.
Im „Buddhismus“ gibt es drei Hauptschulen: Hinayana, Mahayana und Vajrayana.
Hinayana legt den Schwerpunkt auf: Achtsamkeit, keinem Lebewesen schaden zuzufügen.
Mahayana legt den Schwerpunkt auf: Mitempfingen, für alle Lebewesen.
Vajrayana legt den Schwerpunkt auf: Weisheit, dass alle Lebewesen miteinander verbunden sind.
„Buddhismus“ ist immer eine Mischung aus diesen 3 Aspekten und der Akzent wird je nach Schule verschoben.
Die Quintessenz der Lehre des Buddha ist: „Geistesschulung“, da alle Phänomene aus dem Geist entstehen, ist es logisch diesen zu Schulen und somit das Leiden zu beenden, das entsteht, wenn der Geist nach Gedanken „greift“.
Ein wichtiger Punkt ist, dass auch nicht intellektuell talentierte Menschen zu einem Buddha (Geistzustand des Erwachtseins) werden können. Warum?
Da Geistesschulung damit zusammengefasst werden kann, ganz einfach immer auf sein Herz zu hören! Dies erkennt man auch an dem Spruch: Nicht mit den Augen sehen, nicht mit den Ohren hören, nicht mit dem Körper fühlen, nicht mit dem Mund reden, nicht mit dem Geist denken, sondern mit dem Herzen.
Ein wahrer Meister, zeigt immer auf sein Herz, wenn du ihn nach seinem Geist frägst.
Dazu muss man Meditieren. Meditation ist das „heimkommen“ des Geistes zu sich selbst. In seine Wahre Geistnatur, welche wiederum das Herz ist.
Wer bei der Meditation nicht an Gedanken haftet und auf sein herz hört, der ruht automatisch in Samadhi.
Samadhi, das natürliche ruhen des Geistes/Herzens in sich selbst, kann dann Mitempfinden entwickeln. Mitempfinden für sich selbst und seine Schwächen, Mitempfinden für andere und ihre Schwächen.
Wenn das Mitempfinden größer wird, dann spricht man von Boddhicitta. Der Erleuchtungsgeist/Herz der Erleuchtung. Hier entsteht der Antrieb Erleuchtung zum Wohle für alle Lebewesen zu erlangen.
Ein Guru, Buddha, Boddhisattva, Arhat, Yogi sind keine transzendenten Wesen im „Buddhismus“, sondern nur reale Personen, verschiedene Personen, die einen Aspekt der Geistnatur repräsentieren. Sprich einen Aspekt deiner eigenen Geistnatur.
Wer den Yidam in seinem Herzen gefunden hat, braucht nicht mehr zu glauben - er ist Glaube. Er braucht kein Mitempfinden zu entwickeln - er ist Mitempfinden.
Wer sein Herz gefunden hat, meditiert permanent, ein Weiser, der innerlich die Ruhe und Güte gefunden hat, die er schon immer gesucht hat. Ein Weiser ist deswegen die glücklichste Person, die du jemals kennenlernen wirst.