Bücher kaufen

Hallo,
ich würde gerne meiner Mitbewohnerin einige Fachbücher für mein Studium abkaufen. Ich finde jedoch, dass sie noch zu viel Geld für die Bücher haben möchte. Jedoch habe ich überhaupt keine Vorstellung davon, wie viel man für gebrauchte Bücher verlangen kann…Die Bücher sehen alle sehr gebraucht aus, sind aber dennoch in annehmbaren Zustand. Es wurde immer markiert (mit Textmarker) und Einträge wurden auch vorgenommen (meist Bleistift). Teilweise fehlen Dinge (zum Beispiel ein beigelegtes Periodensystem) und es gibt auch schon neue Auflagen von den Büchern (meist die nächst-neuere).
Ich dachte an etwa 1/3 des Neupreises. Was meint ihr dazu?
Liebe Grüße,
T.

Hallo!

Schwierig!
Ich verkaufe gerade mal wieder gebrauchte Fachbücher bei ebay. Mein 50 Euro teures 1000seitiges Werk über politische Systeme aus dem Jahr 2001 habe ich für 8,20 Euro losbekommen. Es sah aus wie neu, keine Eintragungen, nur ein paar Artikel gelesen. Problem: Fachbücher aus diesem Bereich veralten schnell. Ich hätte wohl keinen Cent dafür bezahlt (außer für eine historische Arbeit :wink: ). Mein Latein-Lernhelfer mit ausradierten Bleistifteintragungen (der nie veralten wird) hat seinen neuen Besitzer für einen Euro gefunden. Das ist 1/10 des Neuanschaffungspreises. Dagegen habe ich zehn Jahre alte Wörterbücher einer nicht sehr verbreiteten Sprache schon über Neuanschaffungswert losbekommen. Meist bin ich aber glücklich, wenn überhaupt jemand kauft. Ich sage mir dann: Ein Euro ist besser als das dicke Ding nochmal mitzuschleppen.

Schau doch mal bei ebay rein, was da für Preise für ähnliche Werke erzielt werden (auf den Zustand achten). Oder bei abebooks oder zvab.de. Manches gebrauchte Stück hat ja seinen Einkaufspreis längst hinter sich gelassen und Antiquariate streiten sich darum. Aber das ist bei Fachbüchern dieser Art wohl eher selten :frowning:

Grüße!

Servus,

erfreulicherweise ist der Markt für antiquarische Bücher noch nicht von der Dreizweieinsmeins-Seuche überrollt worden.

Orientierung für die Preise antiquarischer Bücher gibts hier:

http://www.zvab.com/index.do

Schöne Grüße

MM

Preis auf eBay nachschauen
Hallo Tamina,

schau doch einfach mal auf eBay nach den Büchern, die du suchst. Vielleicht bekommst du sie sogar sehr viel günstiger, bzw. mit weniger Eintragungen.

Auf alle Fälle hast du dann eine ungefähre Idee, was der Markpreis für diese Bücher ist. Und mehr muss niemand zahlen …

Schöne Grüße

Petra

Wie Martin würde ich dringend von Ebay als Einschätzungsinstrument abraten und ebenfalls ZVAB empfehlen. Dann musst du aber genau hinschauen um ein ähnlich erhaltenes Buch der gleichen Auflage zu finden, nur dann ist ein stimmiger Vergleich möglich.
Allgemein gesprochen ist eine nicht aktuelle Ausgabe, in der schon Textmarkermakierungen sind und diverse Dinge fehlen meiner Erfahrung nach höchstens 1/3 des NP wert, eher weniger, je nach Begehrtheit auf dem Markt.

Hallo!

Warum nicht ebay?! Ich sehe es so, ebay ist ein für jeden zugänglicher Marktplatz, auf dem Preise auch gemacht werden. Oft ist es so, dass es bei zvab.de einen Preis gibt, der sich bei allen Anbietern relativ ähnelt. Man kann ja auch bei amazon gebraucht kaufen (resp. verkaufen). Dort warte ich dann, bis mal jemand bereit ist, diesen Preis zu zahlen. Wenn ich ein Buch loswerden will (und das will ich ja, sonst verkaufe ich es nicht, sondern stelle es ordentlich in mein Regal :wink: ), dann muss ich mit dem Preis leben oder eben einen riesigen Haufen aufstapeln, bis mal einer klickt. Bei ebay bin ich das Stück los, der Käufer freut sich und alle sind glücklich. Bei amazon habe ich Bücher schon wieder rausgenommen, weil ich es einfach leid war, in meiner bescheidenen Behausung großartige Lager einzurichten.
Der Markt macht den Preis.

Also, warum nicht ebay?

Grüße,
Sonne :smile:

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Hi Sonne,

da steckst du also! :wink:

Zum verkaufen unter den von dir genannten Gesichtspunkten (privat, Platzmangel, Zeit bis Verkauf, etc.) ist Ebay sicher voll und ganz geeignet. Nicht empfehlenswert -wie in diesem Fall- finde ich Ebay wenn es um das Taxieren eines eventuellen Wertes geht. Dafür spielen dann doch bei Ebay zu viele zufällige Faktoren eine Rolle.
ZVAB ist sicher nicht die preiswerteste Variante an ein Buch zu kommen (und ich selbst nutze es auch nur spärlich), doch zur Preisrecherche nahezu das einzig objektive Element.

Hallo,

Nicht empfehlenswert -wie in diesem
Fall- finde ich Ebay wenn es um das Taxieren eines eventuellen
Wertes geht.

ich halte gerade Ebay für geeignet, um den Wert zu ermitteln, denn das ist schließlich der Preis, für den man die Bücher anderweitig kaufen könnte. Und nur darum geht es doch, nicht darum, was irgendjemand vielleicht mal irgendwann bereit sein könnte, dafür zu bezahlen.

Ich würde es nicht einsehen für markierte, ramponierte und veraltete Bücher mehr auszugeben, als man bei Ebay für sie (oder auch besser erhaltene / neuere Auflagen) bezahlen würde.

Weil es die Mitbewohnerin ist kann man ja noch etwas höher gehen, oder sich anderweitig erkenntlich zeigen (Kinoeinladung, Essen kochen, eine Woche Haushalt übernehmen etc.), aber wenn sie einen zu hohen Betrag haben möchte würde ich mir die Bücher bei Ebay o.ä. kaufen und sie soll sehen, wie sie ihre loswird. Und ewig rumliegen lassen kann sie die Bücher ja auch schlecht, denn mit der nächsten Auflage sind sie wieder etwas weniger wert.

Gruß
Sue

Servus,

Also, warum nicht ebay?

weil bei Dreizweieinsknallhammer (a) die Analphabetenquote viel höher liegt als bei ZVAB und (b) die Quote professioneller Antiquare (das sind Leute, die mit gebrauchten Büchern handeln) um Lichtjahre niedriger.

Kurz: Warum zum Schmittchen gehen, wenn man zum Schmitt gehen kann?

Würdest Du eine kleine Bronze von 1860 lieber bei ebay oder beim Antiquanti schätzen lassen?

Schöne Grüße

MM

Servus,

und Deinen Gebrauchtwagen kaufst Du bei Lidl? Oder beim Klempner?

Schöne Grüße

MM

Hallo,

Würdest Du eine kleine Bronze von 1860 lieber bei ebay oder
beim Antiquanti schätzen lassen?

es geht doch nicht um Kunstgegenstände sondern um Bücher, in denen immer das gleiche drin steht, egal ob man sie für 10, 50 oder 500 € kauft.

Warum bei Schmidt kaufen, wenn Schmidtchen den identischen Artikel sehr viel günstiger anbietet?

Gruß
Sue

Hallo,

und Deinen Gebrauchtwagen kaufst Du bei Lidl? Oder beim
Klempner?

was hat denn das eine mit dem anderen zu tun?

In den Büchern steht nichts anderes drin, nur wenn man mehr dafür bezahlt.

Gruß
Sue

Servus,

ich habe grade mal die Probe gemacht, betreffend drei Bände, die mit der Ausgangsfrage in unmittelbarem Zusammenhang stehen:

  • Christen, Grundlagen der allgemeinen und anorganischen Chemie
  • Christen, Grundlagen der organischen Chemie
  • Ziechmann, Chemie für Naturwissenschaftler

Nach dieser Probe ist mir völlig klar, welchen Weg ich vorziehe, wenn ich eine brauchbare Bewertung haben will. Wenn Du die gleiche Probe machst, wirst Du mich vielleicht verstehen - es sei denn, Du legst wert auf das ganze Biete-Nickideidei-Blabla-Gehampel, das man ebent bloß auf einer Auktionsplattform kriegt. Ich verwende meine Lebenszeit gerne für Dinge, die mir persönlich amüsanter vorkommen.

Schöne Grüße

MM

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Servus,

warum mehr?

Lies doch nochmal die Ausgangsfrage. Es geht um marktgerechte Bewertung von Büchern; die Fragestellerin möchte u.a. den Einfluss des Erhaltungszustandes wissen.

Kann sie den von jemandem erfahren, der heute mit Nylons, morgen mit polnischen Zigaretten, gebrauchten Geländefrommsen oder Moonshine Man und irgendwie zwischendurch auch mit Büchern hausiert?

Schöne Grüße

MM

Hallo,

ich habe jetzt nur mal das erste Buch gesucht

  • Christen, Grundlagen der allgemeinen und anorganischen
    Chemie

und wüsste auch, wo ich es kaufen würde, nämlich bei Ebay. Allein deswegen, weil die Exemplare bei ZVAB teilweise 40 Jahre alt sind, die beiden Angebote bei Ebay aus 1996.

Wenn
Du die gleiche Probe machst, wirst Du mich vielleicht
verstehen - es sei denn, Du legst wert auf das ganze
Biete-Nickideidei-Blabla-Gehampel, das man ebent bloß auf
einer Auktionsplattform kriegt.

Ich habe einfach nach dem Titel gesucht, kein Blabla, zwei Angebote für das gleiche Buch, gleiche Auflage. Die Auktionsbeschreibungen sind erträglich, selbst die, wo fast gar nichts steht finde ich ausreichend, weil ich ja weiß, um welches Buch es sich handelt und nur darauf kommt es ja an.

Ich verwende meine Lebenszeit
gerne für Dinge, die mir persönlich amüsanter vorkommen.

Ich finde bei Ebay wesentlich schneller, was ich suche - und spare damit nicht nur Zeit sondern auch Geld. Schließlich muss man fürs Studium ohnehin genug Bücher kaufen, die man nicht gebraucht bekommt, da ist jeder gesparte Euro viel wert.

Übrigens reicht ein weiterer Ebay-Klick, um festzustellen, dass das o.g. Buch (Ausgabe 1996) kürzlich für insgesamt 4 € (3 € Versand, 1 € Mindestgebot) nicht verkauft wurde, ein weiteres Mal für insgesamt 3 € einen Abnehmer gefunden hat. Wenn man das weiß sehe ich keinen Grund, warum man eine 30 Jahre ältere Ausgabe des Buches für mindestens 10 € (plus Versand) kaufen sollte.

Gruß
Sue

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Hallo,

Lies doch nochmal die Ausgangsfrage.

ich habe nicht auf die Ausgangsfrage sondern auf eine Antwort geantwortet.

Es geht um marktgerechte
Bewertung von Büchern; die Fragestellerin möchte u.a. den
Einfluss des Erhaltungszustandes wissen.

Im Prinzip wird es der Fragestellerin aber wohl eher darum gehen, zu diesen Büchern zu kommen, weil sie sie braucht. Und wenn man ein Buch für 10 € bei Ebay bekommt gibt es doch keinen Grund 40 € bei ZVAB auszugeben oder den Fast-Neupreis an die Mitbewohnerin zu zahlen.

Der Marktwert ist nunmal das, wofür ein Buch auch wirklich verkauft wird. Nur weil jemand für irgendetwas einen bestimmten Betrag haben will heißt das nicht, dass der Artikel dieses Geld auch wert ist. Bei ZVAB gibt es zB ein Buch (Prosa) für $109, das gleiche Buch gibt es bei Amazon gebraucht für 17, neu für 60 €. Ich habe es kürzlich bei Ebay für 7 € inkl. Versand ersteigert, für etwa diesen Preis wird das Buch regelmäßig verkauft. Wäre es wirklich über $100 wert wäre das wohl kaum möglich. Welcher Preis ist also realistischer, der von ZVAB oder der, der tatsächlich regelmäßig bezahlt wird?

Kann sie den von jemandem erfahren, der heute mit Nylons,
morgen mit polnischen Zigaretten, gebrauchten Geländefrommsen
oder Moonshine Man und irgendwie zwischendurch auch mit
Büchern hausiert?

Fachlicher Rat ist toll, da, wo er nötig ist. Es braucht aber mE keinen Fachmann, um herauszufinden, dass man nicht den Fast-Neupreis (oder was auch immer die Mitbewohnerin gern hätte) für ein Buch bezahlen muss, wenn man es anderswo für Kleingeld bekommt.

Gruß
Sue

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Hallo!

(a) die Analphabetenquote
viel höher liegt als bei ZVAB

Das ist doch gut, das drückt den Preis.

(b) die Quote
professioneller Antiquare (das sind Leute, die mit gebrauchten
Büchern handeln) um Lichtjahre niedriger.

Das ist doch gut, das drückt den Preis :smile:

Die Ausgangsposterin will doch KAUFEN, nicht verkaufen. Ich verstehe nicht, warum sie nicht bei ebay gucken soll, evt. schon Grüße!mal auf das Werk bietet (vielleicht bis zu ihrer Vorstellung von 1/3 des Preises), wenn sie Glück hat, hat sie ein Schnäppchen gemacht, das sogar besser erhalten ist als das ihrer Freundin, und wenn sie die Auktion nicht gewinnt, weiß sie, dass sie evt. mehr ausgeben muss (abzgl. des Zustandes). Die Freundin scheint es ja nicht sooo eilig zu haben.

Würdest Du eine kleine Bronze von 1860 lieber bei ebay oder
beim Antiquanti schätzen lassen?

Da es hier um einen Gebrauchsgegenstand geht, der eigentlich keinen Wert hat außer das Papier, auf dem die Markierungen gemacht sind, ist dieser Vergleich wohl sehr weit hergeholt. Wobei, wenn ich eine solche Bronze KAUFEN wollen würde, würde ich sicherlich auch bei ebay reinschauen. Da rennen ja auch viele Kunstanalphabeten rum, die solche Figuren einfach nicht zu schätzen wissen :wink:

Grüße

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Hallo,

ich hätte ja nicht gedacht das das so heiss diskutiert wird! Zum einen möchte ich erst einmal festhalten das die Fragestellerin konkret plant die Bücher ihrer Mitbewohnerin zu kaufen und die preislich einschätzen möchte. Sie wollte nicht das billigste Angebot. Desweiteren ist es ja wohl so, das bei ZVAB nahezu jedes Buch auffindbar ist. Bei Ebay muss man schon viel Glück haben um genau das Buch zu finden was man möchte. Bei Amazon ist das schon etwas besser, aber da sind ja auch wieder eben jene Händler beteiligt, die auch auf ZVAB verteten sind.

Das vielersehnte Ebay-Schnäppchen beruht ja gerade darauf, durch die Gebotsstruktur und bei den weniger beachteten Auktionen einen Gegenstand unter dem eigentlichen Marktwert zu erwerben. Der Marktwert einer Sache wird aber nach wie vor im und von dem Fachhandel festgelegt. Wenn ich bei Ebay eine Erstausgabe von Ben Hur mit dem Druckfehler auf Seite 298 für 1€ kriege, sind ja nicht automatisch alle anderen Exemplare davon auch nur noch 1€ wert…und umgekehrt.

Wenn man also Bücher, eigene oder begehrte, in ihrem Preis taxieren will, so sollte man sich doch eher an ZVAB orientieren. „Orientieren“ heisst nicht „übernehmen“. Auch bei ZVAB wird ein und das selbe Buch, in der gleichen Ausgabe&Zustand für sehr unterschiedliche Preise gehandelt. Persönlich habe ich schon Preisspannen zwischen 800€ und 4.000€ gesehen. Dabei spielt auch die individuelle Marktposition des Händlers eine Rolle (siehe mein vorhergehendes Kommentar,manche verkaufen lieber schnell&billiger, andere leisten sich lange Wartezeiten&hohe Preise). Der reale Wert liegt meist in der Mitte, oder beim Schwerpunkt der Angebote.
Zum raschen Verkaufen ist Ebay sicher unschlagbar. Und zum Kaufen der entsprechenden Literatur dadurch ja wohl auch. Jedoch wird wohl niemand ein teures Buch für ein paar Euro verscherbeln bloss um Platz zu machen. Erst Recht nicht, wenn man es auch über Amazon zu einem besseren Preis auch los wird.

Hallo allerseits,

ich hätte ja nicht gedacht das das so heiss diskutiert wird!

Ich auch nicht…

Der Marktwert einer Sache wird aber nach wie vor im
und von dem Fachhandel festgelegt.

…und vor allem nicht, weil das alles viel zu kompliziert ist. Mein Gott, Tamina will keine Sammlung vervollständigen oder sonstwas kostbares kaufen, sondern einfach von ihrer Freundin ein paar Bücher abkaufen. Ich würde auch denken, 1/3 ist ein faires Angebot, sogar ziemlich fair (sprich fast zuviel). Im Prinzip würde ich es wie auf dem Flohmarkt machen, „Ich geb dir 10 Euro für alle…“, „Ich hätte aber eher an 20 Euro gedacht…“, „Na gut, dann eben 15 Euro“, „OK, einverstanden“ (oder eben nicht). Alles andere ist totaler Overkill. Es geht hier um popplige Lehrbücher, die in zig-Tausenden Exemplaren auf dem Markt rumschwirren und nicht um eine signierte Erstausgabe von Goethe persönlich.
Und während sich hier alle fetzen, was der richtige „Marktwert“ von den Büchern ist und wie man den feststellt, hat Tamina die Bücher wahrscheinlich schon längst alle gekauft :wink:

Sorry, das musste ich unbedingt loswerden. Ich hoffe, ich habe keinem zu sehr auf den Schlips getreten.

Viele Grüße
Marvin

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Ach, doof das ich noch nix bewerten darf, sonst hätteste jetzt nen Stern von mir bekommen :smile: