bald kommt mein Baby und ich erwäge ernsthaft keine Einmalwindeln zu benutzen, sondern diese neuen waschbaren Kompaktwindeln - der Umwelt und dem Geldbeutel zuliebe…
Wer hat Erfahrung damit und kann mir was empfehlen? Wer kennt z.B. BumGenius oder Bambinex? Wo liegen die Vor- bzw. Nachteile? Gibts noch andere derartige Produkte?
Ich an Deiner Stelle würde mehrere Seiten genauer anschauen. Dabei meine ich nicht nur die von den jeweiligen Hersteller (die natürlich auch), aber auch welche die Deiner Meinung nach seriös sind bzw. wirken und Kritiken von Verbrauchern enthalten.
Ich denke, wenn Du diese (mir unbekannten) Begriffe im google eingibts, wirst Du viele finden. Und dann schreibt auf ein Zettel die Vor- und Nachteile von beiden und zwar nebeneinander. Hinterher wird Dir die Entscheidung kinderleicht (im waste Sinne des Wortes!) bis nicht schwer fallen.
Intuition zu folgen ohne die Sache auf den Grund zu gehen halte ich, in diesem Fall, für -milde ausgedrückt- sinnlos.
Ich wünsche Dir viel Glück und ein viertelstündchen (spanischer Spruch für die Entbindung, die damit zum Ausdruck bringt, der soll ganz schnell (und gut) gehen)
Du weißt aber, dass die Umweltfreundlichkeit im Vergleich zu den Wegwerfwindeln nicht ganz zweifelsfrei erwiesen ist, wegen des Energie-und Wachmittelverbrauchs?
Ob’s billiger ist, kann ich nicht sagen, damals als meine Kinder klein waren, waren die Öko-Windeln auf jeden Fall die teurere Variante, aber das ist schon ziemlich lange her.
Du weißt aber, dass die Umweltfreundlichkeit im Vergleich zu
den Wegwerfwindeln nicht ganz zweifelsfrei erwiesen ist, wegen
des Energie-und Wachmittelverbrauchs?
die zwei Waschmaschinen mehr in der Woche stehen in keinem Vergleich zu dem riesigen Berg Sondermüll der durch Einwegwindeln produziert wird. http://popolino-windelmaus.de/Popinfo_S_4.htm (der obere Abschnitt)
Ob’s billiger ist, kann ich nicht sagen
Ich habs durchgerechnet und spare etwa zwei Drittel an Kosten.
wir hatten Poplini. Ich hbe das System geliehen bekommen und dachte ebenfalls es lohnt den Versuch.
Ich wickele mittlerweile mit Wegwerfwindeln. Für mich hats aus diesen Gründen nicht gepaßt:
die wäscherei hat genervt. wir hatten ein Winterkind und das Zeug ist ewig nicht trocken geworden. (echter Nachteil von all in one Systemen) Überall hingen Windeln. Bei beengteren Raumverhältnissen niht so toll.
Du brauchst relativ viele Windeln, am Anfang ist ja schon alle 2-3 Std zu wechseln und es wird definitiv immer alles naß.
Du benötigst größere Kindersachen. Die Hintern sind definitiv größer und nicht alles paßt.
Ich war zu faul nachts zu wickeln.
ich war relativ schnell lange mit Kind unterwegs. Da ich zu fuß ohne Kinderwagen war, ergab sich ein reines Transportproblem und Wegwerf war einfacher.
Es würde Sinn machen jetzt umzusteigen (9 Monate) allerdings krabbelt sie jetzt und ich möchte ihr nicht diesen Windelklops antun. Sie sind einfach beweglicher in den Wegwerfdingern.
Finanziell lohnt es sich erst beim zweiten Kind. wenn Du Dich für Stoffwideln entscheidest, beschäftige Dich mal mit Windelfrei/Topfit. Das macht in Kombination definitiv Sinn, umsomehr wenn Du ein Sommerkind kriegst.
Geichgesinnte findest Du z.B. im Forum bei den Rabeneltern(www.rabeneltern.org)
Es gibt natürlich auch Argumente für die Stoffies:
gerade bei Kindern mit sehr empfindlicher Haut und Neigung zum Wundsein wären Stoffies besser
Du wickelst breiter -> bei evtl. Hüftproblemen
wenn Du Dich für Stoffies entscheidest, würde ich erst gebraucht ausprobieren. Nicht jede Windel paßt jedem Kind.
Das war für mich die entscheidende Frage mich dagegen zu entscheiden. Zumindest riet mir jeder zu einem Trockner, vor allem bei einem Herbst-/Winterkind und da ich auch nicht gerade sehr geräumig wohne, hätten überall Windeln rumgehangen und der Trockenprozess in dieser Jahreszeit läßt ja auch auf sich warten.
Aber ich will Dich keinesfalls abbringen von Deinem Wunsch. Kenne viele, die erfolgreich diese Kompaktwindeln benutzen.
Und ich denke mal, daß Stoff für den Babypopo allemal gesünder ist als dieser Kunststoff aus Erdöl, der dann die Feuchtigkeit bindet.
Googel doch sonst einfach mal nach diversen Foren, in denen Du ein bißchen mitliest. Stichworte „Forum“ und „Stoffwindeln“ müßten reichen.
ich bin zwar kein Elternteil, aber habe mal in einem Windeldienst gearbeitet, also gewisse Erfahrungen mit Stoffwindeln.
Viele Landkreise/Städte gewähren einen Zuschuß für den Kauf von Stoffwindeln. Es lohnt, da einfach mal nachzufragen. Der Zuschuß beläuft sich meistens so auf 75 €. Ich meine mich zu erinnern, dass die Abfallberatung in den Landratsämtern/Städten die richtigen Ansprechpartner waren.
Gibt es bei in der Gegend einen Windeldienst? Das hat verschiedene Vorteile:
Man kann meistens verschiedene Windelsysteme erst mal ausprobieren. Da gibt es ja unzählige, von sehr günstig bis hin zu welchen, die man theoretisch tragen kann bis man ungefähr 35 ist.
Das wirklich sehr lästige Waschen und Trocknen fällt weg.
Unter Umständen ist es ökologischer (Die meisten Windeldienste waschen anders als in einem normalen Haushalt möglich).
Auf jeden Fall wünsche ich schon mal alles Gute für Eltern und Kind!
Die Frage ist so falsch nicht. Meine Erfahrungen mit waschbaren Windeln waren in einem anderen Land, andere Methoden.
Draußen trocknen wäre NIE ein Problem gewesen, aber die Windeln wurden bretthart. Die Alternative war Weichspüler (nicht so toll für die Haut und mehr Abwasserbelastung) oder Trockner. Ich habe mich damals für Trockner entschieden (die Alternative Wegwerfwindeln war nicht bezahlbar).
Ich erwähne das nur, um zu zeigen, dass man ein System nicht im „Trockenkurs“ auswählen sollte - sondern jemanden finden, der es benutzt und es sich dort ansehen (kann ja sein, dass man ganz andere Ansprüche an das Produkt stellt als andere Menschen).
Vielleicht kann Dir auch Deine Hebamme ein paar Tipps geben, die sind ja oft recht engagiert, wenn es um Alternativen geht.
Bei uns im Babyladen gibts auch verschiedene Systeme, da kann man sich die Dinger mal vor Ort anschauen und auch anfassen.
Für uns kam es aus organisatorischen Gründen nicht in Frage, reizvoll finde ich es aber nach wie vor.
ich lese andauernd in diesem thread von „systemen“.
was muss ich mir darunter vorstellen?
als ich babies hatte, nahm man entweder teure pampers (was anderes gabs kaum) oder mullwindeln, die man wusch, wenn sie vollgestrullert waren. über die mullwindel kam ein plastikhöschen - fertig. nix „system“ (das hört sich ja so an, als benötige man ein „starterkit“ oder einen anderen denglischen begriff, für dessen benutzung man sich ggf. sogar noch „freischalten“ lassen muss oder dergleichen).
Ich versuchs mal: Rein theoretisch würde es ja jeder beliebige Lappen erst mal tun. Allerdings hat man dann das Problem, dass die Nässe sehr schnell durchkommt. Darum legt man in den „Lappen“ was ein, was saugt und ggf. etwas Klopapierartiges um Stuhlgang leichter zu entfernen.Über das Ganze zieht man dann ein Gummihöschen um Auslaufen zu verhindern. Bei Systemwindeln kommt alles aus einem Guss.
Wenn ich jetzt ganz old school wickeln wollte, würde ich für einen Wickelvorgang zwei Mullwindeln nehmen: Eine als Einlage, eine als Verpackung. Über das ganze dann noch eine Windelhose. Viele Leute finden das aber ausgesprochen aufwändig: Windelpaket wird sehr dick, Wickeln erfordert Zeit und gewisses Geschick. Darum greift man eben gerne zur Stoffpampers, wo alles entweder eingebaut ist oder zusammenpasst.
Bei dem Windeldienst wo ich gearbeitet habe gab es zwar kein Starterkit, aber kurze Zeit das sehr unglücklich benannte „Schnupperangebot“. Hatte komischerweise nicht den beabsichtigten Werbeeffekt.
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…und spätestens dann ist der ökologische Nutzen so langsam dahin ;o) Wasser, Strom, Reinigungsmittel…von der Zeit und dem Ekel mal abgesehen - ich möchte die Scheißwindeln nicht in der Maschine haben, in der ich sonst auch meine andere Wäsche wasche - brrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrr schüttel.
Ich habe nicht alle Kommentare durchgelesen aber mal so zum Nachrechnen: Bis ein Kind die WIndeln nicht mehr benötigt, gibt man für Pampers wohl um die 900 Euro aus - also 300 Euro im Jahr. Wir haben jetzt in den ersten 3 Monaten mit unserem Baby vielleicht 5 Pakete Windeln benötigt. Je nach Hersteller liegt das Pakte zwischen 10 und 5 Euro.
…und spätestens dann ist der ökologische Nutzen so langsam
dahin ;o) Wasser, Strom, Reinigungsmittel…
Da geb ich dir vollkommen recht (wie gesagt: wir hatten keine Wahl)
dem Ekel mal abgesehen - ich möchte die Scheißwindeln nicht in
der Maschine haben, in der ich sonst auch meine andere Wäsche
wasche - brrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrr schüttel.
Wie das heute und hier gehandhabt wird, weiß ich nciht. In Südafrika warf man den Inhalt so weit möglich ins Klo, schmiss man die gebrauchten Windeln in einen großen Eimer, in dem kam ein spezielles Waschpulver (bestimmt umweltfreundlich! ) und da kamen die Windeln rein. Wenn der voll war (spät. nach 2 Tagen) hatte man eine Waschmaschinenladung voll (das wurde ökonomisch akzeptabler, wenn man zwei Windelkinder gleichzeitig hatte).
Ich hätte liebend gern Einmalwindeln benutzt. Abgesehen von dem obengenannten, sind die heutigen Einmalwindeln auch so geschnitten, dass die Kinder wesentlich mehr Bewegungsfreiheit haben. Und ich konnte mir bevor ich Kinder hatte, nicht vorstellen, dass man mal keine Zeit hätte, die Windeln zu waschen — aber das passiert und dann wirds erst recht eklig.
und??? bei Wikipedia steht nichts anderes drin, als ich bemängelt habe -die ökologische Bilanz ist ausgeglichen, da geben sich beide Systeme nichts - nur rechnet sich das Ganze noch, wenn Du die Windeln selbst wäschen willst und dann wegen Weichegrad auch noch in den Trockner wirfst???
Seit dem wir unser Baby haben bin ich in Bezug auf Energie zum Ökoschwein mutiert und werfe entgegen meiner tiefsten Überzeugung alles in den Trockner und das aus mehreren Gründen:
Die Babysachen aus Nicki und Frottee sind weicher und angenehmer anzuziehen und auch einfacher anzuziehen, wenn sie weich sind - zumindest bei den ganz Kleinen.
Die Sachen lassen sich schöner zusammen legen und schneller und ordnetlicher weg sortieren, das Bügeln entfällt.
Da ich nebenbei auch noch arbeite spare ich mir bei vielen Sachen durch den Trockner das Bügeln - Poloshirts etc. kann man grnezwertig so anziehen. Beim Trocknen auf der Leine sehen sie lange noch nicht so gut aus oder aber man muss sie super aufwändig aufhängen - Zeit die ich mit Baby ehrlich nicht mehr habe. Unser Kleiner ist von Anfang an super aktiv und da ist es einfacher und schneller die gewaschenen Sachen in den Trockner zu werfen.
Mit Baby hast Du bereits ohne die Windeln mehr Wäsche - die musst Du auch noch irgendwie in den Griff bekommen - ach ja, von Deinen unzähligen T-shirts etc. mal abgesehen, wenn Du 5 Mal am Tag von oben bis unten vollgespuckt wirst.
…schon mal drüber nachgedacht was Du mit den Stoffwindeln machst, wenn Du unterwegs wickeln musst??? Dann schleppst Du den halben Tag neben den ggf. dreckigen Klamotten auch noch die Windeln mit.